Campo de Criptana




22. September 2007

Tanja Krienen-Artikel im taz-magazin: „Pro Status Quo“

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 11:21

Die regelmäßigen Leser des Campo-Blogs kennen ja mein „polemisches Plädoyer zur Bewahrung des Status Quo“. Nun ist es als „Pro Status Quo“ im Wochenendmagazin von „die tageszeitung“, kurz „taz“ erschienen. Es umfasst eine gesamte Seite, ist dabei schon um ca. die Hälfte gekürzt und - mit Absprache der Redaktion - ein bisschen massenkompatibler in der einen oder anderen Formulierung umgestaltet. Es ist höchst erfreulich, dass die taz – so wie ja auch neulich die FAZ – den Mut zur Differenzierung aufbringt.

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75 Kommentare »

  1. Beitrag verlinkt http://typo3.lsvd.de/7.0.html

    Kommentar von lsvd — 22. September 2007 @ 19:43

  2. Mein Leserbreif zur taz, dises Schimpfmanifest betreffend:

    “Da schimpft jemand (auch auf mich), dass Menschen (wie ich) “Transgenderideologen”, Esoteriker oder gar Angehörige “extremer Kräfte […], die nicht an Transsexuallität, sondern an anderen Störungen leiden”, bezeichnet. Mit viel Schimpf und Schande versucht die Transsexuelle im Bündnis mit der Mainstream-Interpretation der Geschlechterrollen nahezu die gesamte Frauen- und Geschlechterforschung vom Platz zu jagen, als ‘unwissenschaftlich’ abzuqualifizieren.

    So weit, so schlecht. Mal abgesehen davon, dass ich mich ungern in dieser Art beschimpfen lasse, scheint die ‘Kritik’ der Autorin kaum diese Bezeichnung zu verdienen. Genauso wie die Mainstream-Verteidiger der Geschlechterrollen, die keine theoretische Auffassung, sondern nur eine diffuse Berufung auf die Natur vorzubringen haben, scheitert sie an einer theoretischen Widerlegung der Argumente Butlers und co. Sie benutzt zentrale Begriffe wie ‘Identität’ falsch und verkehrt zu allem Überfluss auch noch Theorie und Praxis (Die Geschlechterrollen subversiv und ironisch zu unterlaufen, ist der Schritt der nach der umfassenden Theoretisierung erfolgt, man kann ihn nicht von der Theorie isolieren) und landet schließlich bei fast dem gleichen stumpfen Biologismus, welcher für die Mainstream-Verteidiger der ‘natürlichen Geschlechter’ so bezeichnend ist.
    Wissenschaft sieht anders aus! Man sollte der Autorin mal sagen, dass man wissenschaftliche Theorien nicht einfach durch den Verweis auf die Bevölkerungsmehrheit entkräften kann, sondern nur durch sorgfältige Argumentation.

    Des Weiteren frage ich mich, warum die taz diesen Artikel überhaupt veröffentlicht hat. Er ist voll von Beschimpfungen, Diffamierungen und bietet nur ‘Argumente’, die keinem wissenschaftlichen Diskurs (in den sie eigentlich gehören) standhalten. Außerdem frage ich mich, ob die Redaktion nicht einmal nach der Autorin googlen konnte. Neben ihrer unplausiblen Haltung zur Geschlechterforschung (die sie übrigens offensichtlich mit Eva Hermann teilt) hat sie auf ihrer Webseite mehrere selbstverfasste Artikel aus der Jungen Freiheit online gestellt, die in der taz nur als rechtsextreme Postille bezeichnet wird (womit ihr sicherlich Recht habt).
    Die taz sollte so jemandem kein Forum für unseriöse Beschimpfungen einer nicht ohne Grund etablierten Wissenschaftsdisziplin bieten.”

    Kommentar von Sven Lüders — 23. September 2007 @ 09:20

  3. Gemach, bester Sven, tief durchatmen und wieder auspusten. Ich nehme es mal als Kompliment, wenn ich die “Eva Herman der Transsexuellen” sein sollte, richtig bewertet, ist das gar nicht so falsch. Aber was die JF angeht, so darf man nicht Leserzuschriften, die ich auch an den FOCUS, das ND, die ZEIT u.v.a. schrieb, für Artikel halten. Es graust mir allerdings vor Dir, wenn du bestimmen willst, wer nicht wem irgendein “Forum” zu bieten hat - das ist genau die Ausschlussmentalität der Transgender, die eine offene Gesellschaft nicht braucht.

    Zur Sache. Bitte lies das verlinkte GANZE Pamphlet einmal durch. Im Gegensatz zu Deiner MEINUNG hält dies den Standard des wissenschaftlichen Bereiches, in dem über Gender zu diskutieren wäre (eine Diskussion, zu der Du mich ja gar nicht zulassen würdest, so wie deinesgleichen NIEMALS abweichende Meinungen zulässt).

    Unterlauf du die Geschlechterollen (die du nur versimpelt nur als Rollen für dein Spiel zu betrachten scheinst) “subversiv und ironisch” - ICH habe von dieser Art “Ironie” und “Subversivität” die Schnauze voll (wie man bei uns in Westfalen sagt). Leb du deine “Ironie” - du stehst als Sven brav gescheitelt am Montag wieder in der Bank, schneidest Haare, verbiegst das Recht oder verkaufst Klimbim oder was man halt so als “Gender-Aktivist” macht. Aber du bist männlich und wirst auch nur so wahrgenommen. Ist es wirklich so schwer, den Unterschied zwischen deiner “Subversivität”, die im Übrigen NIEMANDEN an den Stellen, wo DU sie zeigst provoziert, und “uns”, den tatsächlich und realen Wechslern zu begreifen?

    Und wenn du wirklich nicht weißt, dass die Biologie und Genetik durch objektiv nachvollziehbare Kriterien zwei unterschiedliche Geschlechter schuf, die in aller Regel schon in morphologischen Differenzen sichtbar werden, dann weißt du nicht viel über die Welt.

    Mit den an “anderen Störungen leidenden” meinte ich übrigens jene Mehrheit der “Transidenten”, die nicht wirklich transsexuell sind und die auch nicht den körperlichen Mindesanforderungen entsprechen.

    Eure “Weisheiten” und “Wahrheiten” finden im Gendersumpf der willkürlichen Definitionen statt, sind streng subjektiv und aggressiv, was sich nicht zuletzt an dem hochgradig diffamierenden “Leserbrief” zeigt. Berlusconi verwies lachend die Tunte im italienischen Parlament auf die Damentoilette, weil sinngemäß für ihn ein Mann in Frauenkleidung kein Mann mehr ist. Dieser Macho versimpelt die Definitionen GENAUSO wie die ach so toleranten Transgender, für die ein Mann in Frauenkleider AUCH kein Mann mehr ist. Meine Haltung ist eine mittlere, vernünftige, eine die notwendigerweise differenziert, wo Gleichmacherei schädlich ist.

    Kommentar von Campo-News — 23. September 2007 @ 10:49

  4. ich verwise auf mein buch”Transeualismus und Homosexualität, sowie gestörte Sexualpräferenzen.
    Unter”literatur” auf meiner Homepage näheres.ich lebe seit ca.25 als frau und war 17 Jahre verheiratet,jetzt witwe.an der TH Aachen hat Sexualwissenschaftlerin Frau Dr. Brandenburg 2 Exemplare käuflich erworben.man kann in der Stadtbibliothek aachen und Eschweiler es auch ausleihen! (210 Seiten mit Bildern und beschreibung meines eigenen Falles.
    gruß hermine schneider

    Kommentar von hermine schneider — 23. September 2007 @ 19:59

  5. Während ich hier im Beitrag Nr. 2 wegen angeblicher Nichtwiderlegung der abstrusen Butler-Thesen (des geschlechtlichen Erziehungskontrukt) angegriffen werde, sind andere wiederum nicht damit zufrieden, dass ich die Aussage “Ich bin schon als Mädchen zur Welt gekommen” nicht teile. Deshalb stelle ich nochmal klar, dass ich weder das eine Extrem, noch das andere vertrete, sondern eine mittlere und gesicherte, wissenschaftlich orientierte Position, nach der selbstverständlich Anlagen UND Erziehung eine Rolle spielen. Es ist klar, dass ein Kind, das jedes Mal wenn es sich erheben will, auf den Boden zurück gestoßen wird, nicht einmal den aufrechten Gang - trotz genetischer Anlage - erlernen wird, aber es ist ebenso klar, dass Personen, die nicht messbar intersexuell sind, nicht als definitiv zweigeschlechtlich geboren wurden, sondern sich die Psyche den Weg des ehemals als “psychologischen Hermaphroditismus” umschrieben, zum eindeutigen Geschlecht sucht. Wer schon immer glaubt ein bestimmtes Geschlecht zu besitzen, muss sich ja nicht “transformieren” lassen und sollte die Finger vom TSG lassen…

    Kommentar von Tanja Krienen — 24. September 2007 @ 07:12

  6. Außerdem erinnern wir uns doch gern an Ich bin ein Kamel den Straps-Paps und an das, was ich schon in Spanien schrieb: Lasst sie doch (ver)hungern!

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    Kommentar von Campo-News — 24. September 2007 @ 15:14

  7. Hallo Tanja.

    Die Redaktion und Verdichtung deiner Thesen in diesem Artikel,
    hat deiner Ausage ganz sicher nicht geschadet, im Gegenteil, so muss man deine Argumente ernst nehmen, auch wenn man sie nicht vollumfänglich teilt.

    Sven Lüders,

    Dein Text ist nun wirklich kein Beispiel für ein wissenschaftlich Lautere Replik.

    Die Theorien von Judith Butler sind Philosophie, sie sind naturwissenschaftlich nicht untermauert, wie ihr Vorbild J. Derrida, geht es ihr um Dekonstruktion.
    Das ist meist hoch interessant zu lesen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die ganz grosse Menge der XX-Menschen Kinder gebähren können, nach meinem bisherigen Wissen, aber noch kein XY-Mensch in der Lage war ein Kind zu gebären.
    Wie es um die sogenannten “Echten Hermaphroditen” diesbezüglich bestellt ist, liess sich bisher nichts wirklich nachweisen.

    Auch ich glaube, dass der Unterschied zwischen Mann und Frau nicht so gross ist, wie es die tradierte Betrachtung postuliert, aber vorhanden sind Unterschiede.

    Ich kann mir vorstellen, dass es etliche Männer gibt, die mit ihrem Mannsein nicht klar kommen, das heisst sie hassen ihren Bartwuchs, ihre Körperbehaarung, ihren Adamsapfel und vieleicht auch ihren Penis.
    Und etliche kommen vlt. auch nicht damit klar sich wie ein “Mann” zu benehmen.
    Da kann der Fluchtwunsch ins “Weibliche” schon auftauchen.
    Aber ob sie deshalb, mit einem Leben als Frau wirklich klar kämen, ist deswegen noch lange nicht sicher.

    (Für Frauen gilt wahrscheinlich reziprok ähnliches.)

    Ich gehe davon aus, das die meisten “Transidentler” tatsächlich die Transition fürchten.

    Warum nun aber solche Menschen sich nicht darauf beschränken sich mit ihresgleichen für ihresgleichen zu organisieren, sondern auch gleich meinen, sie müssten über andere Menschen, die nunmal nicht so gepolt sind mitentscheiden erinnert doch grauslich an die Zeiten, als Homosexuelle behaupteten es gäbe keine Bisexualität.

    Durch meine Lektüre zu dem Thema in den letzten 3 Jahren, ist mir aufgefallen, das nahezu alle wirklich Transsexuellen, ob nun von da nach dort oder von dort nach da, nichts mehr wollen, als im neuen Geschlecht anzukommen und nicht in der Twilight Zone hängen zu bleiben.
    Das müssten doch auch Transident-Aktivisten akzeptieren können.
    Den letztlich geht es hier nicht um Ideologie und Philosophie sondern um körperliches und seelisches Wohlergehen.

    Vielleicht überdenkst du deinen Schrieb noch einmal.

    Erik

    Da fühlt man sich unterdrückt und will nicht merken, dass man selbst auch unterdrückt.

    Kommentar von Erik — 24. September 2007 @ 21:00

  8. Hallo Erik!

    Freut mich, dass du dich einmal wieder zu Wort meldest.

    Ja, es ist schwer mit Leuten, die einfach nur etwas in den Ring werfen und persönlich werden, sachlich zu reden. Es kommt da einfach nicht viel.

    Tatsächlich verstehe ich nicht, wo diese Personen ein Problem sehen. Sollen sie doch leben wie sie wollen, aber wenn sie einen Personenstand auf gesetzlicher Grundlage ändern wollen, sollen sie doch einfach die Merkmale - physisch und psychisch - einnehmen. Wenn nicht, dann nicht. Aber mit ihrer Verwischung tun sie objektiv denen, die eindeutig leben wollen, keinen Gefallen, ja, es stellt auch den ursprünglichen Sinn des äußerst liberalen TSG komplett infrage. TK

    Kommentar von Tanja Krienen — 25. September 2007 @ 14:44

  9. Hallo Tanja,

    Ja, es ist komisch, das Leute, die doch wollen, dass man sie tolerant nach ihrer Façon leben lässt, sich als Anwälte für eine von ihnen definierte “Sammelgruppe” aufplustern.

    Männer und Frauen, die ein Problem damit haben sich gemäss einer “traditionellen” Frauen- oder Männer Rolle zu verhalten, aber keine Geschlechtsumwandlung vornehmen wollen, sollen dafür streiten dürfen, dass man ihr Leben auch akzeptiert.
    Aber dann auch noch andere an Bord zwingen wollen, die nicht “Ihr” Problem haben, in einer Art von ideologisch erzwungener “Minderheitsgruppen-Solidarität”, erinnert an diese Liktorenbündel aus schwachen Aesten, die zusammengefesselt stark sein sollen.

    Wie hiessen die im Lateinischen schon wieder? :

    Fascii?

    Doch so hiessen diese Bündel.

    Erik

    Kommentar von Erik — 25. September 2007 @ 20:23

  10. Hallo Erik!

    Ja, sie sind es die vereinheitlichen und nicht differenzieren und vor allem reden da ständig Leute mit, die nachweislich NICHT TS sind. Es ist im Grunde eine Sexsekte und sie behandelt abtrünnige Personen wie sie in einer Sekte auch anderswo behandelt werden. TK

    Kommentar von Tanja Krienen — 26. September 2007 @ 08:30

  11. Nur die Schwarzer schreibt mehr Dünnschiss als die Krienen

    http://www.korrupt.biz/584/die-krienen-in-der-taz/

    Kommentar von Sadomaso — 26. September 2007 @ 16:11

  12. frau krienen ist eine anarcho-transe mit rechtsdrang

    http://www.lesarion.de/forum/forum_antwort_ver3.php?id=166027&block=1&forum=15&limit=00,20

    Kommentar von Wespenstiche — 26. September 2007 @ 18:50

  13. “ein bisschen massenkompatibler” - dass du noch derberen Schmonzes verzapfst, wenn man dich laesst, ist ja in der Tat bekannt. Es ist ne Schande fuer die taz, dass sie Leuten eine derart unkritische Plattform gibt, die meinen, besser als die jeweils Betroffenen zu wissen, wie ihre Sexualitaet aussieht und auszusehen hat. Wer rechtlich wie der Rest der Welt behandelt werden will, hat sich in die Krienenschen Schemata einzuordnen, die verkuendet, was wahrer Mann und wahres Weib ist. Ein Glueckwunsch zu deiner Deutungshoheit, und moege nie jemand so selbstgerecht ueber deinen Sparren deuten, wie du es dir selber anmasst.

    Kommentar von Korupt — 26. September 2007 @ 21:48

  14. Jaja, die “Betroffenen” wissen immer alles besser, weil sie “betroffen” sind. Man frage den, der zu seiner Zahnbürste “Waldi” sagt, nicht den, der die Zahnbürste Zahnbürste nennt.

    Und so werde ich dann angegriffen von jenen, die mit dem UN-Gebäude Sex haben, die sich an Strapsen aufgeilen, die Apparaturen in gegenseitigem Einverständnis *g* benutzen, die das Recht auf das gegenseitige Eincremen mit 6jährige Knaben einfordern oder die sich als 4facher Vater - schwuppdiwupp - zur geborenen Frau erklären einfach: weil sie das wollen. Und wenn man ihnen mit ein paar Kriterien kommt oder hier und da wiederspricht, ist man eine “zweite Eva Herman”, kommt mit SS-Stiefel daher oder ist “phob”.

    Die “Krienschen Schemata” sind die der Psychoanalytiker, der Biologen, der Genetiker. Dazu sind die “Krienschen Schemata” durchaus liberal. Sie widersprechen nur an einigen Stellen, um ein Mindestmaß an Logik, Verstand und Vernunft einzufordern, weil das “Alles geht”-Prinzip nicht nur bisweilen gegen den guten Geschmack verstößt.

    Es zeigt sich auch hier wieder, dass der wirkliche Reaktionär, mit dem scheinbar fortschrittlichen Menschen korrespondiert, oder, wie in meiner Ausarbeitung schrieb: “Als deutliche Tendenz erkennbar, die mit einer Änderung des Transsexuellengesetzes einhergeht, ist die Vereinnahmung - und damit Herabwürdigung - der konsequent lebenden Personengruppe der Transsexuellen, zu einem Pool allgemeiner „Transgender“. Dem nicht selten schrillen, expressiven und exhibitionistischen Bereich also nur vorübergehend entkommen, finden sie sich, wenn die extremen Kräfte des „Alles geht“-Prinzips ihre Ziele verwirklichen können, dort wieder, wo sie in den 70er Jahren standen: auf einer Höhe mit Drag-Queens, Transvestiten und Crossdressern. Kurios erscheint die Korrespondenz des „progressiven“ Lagers, mit den tatsächlichen Ignoranten in der Gesellschaft. Beide unterscheiden nicht. Für die einen, sowie wie für die anderen, erscheint ein Mensch, der sich entgegen seines ursprünglichen Geschlechtes darbietet, gleich allen anderen Abweichenden und derselbe Gruppe zugehörend - unabhängig in welcher Qualität (Körper, Charakter, Zeit, Psyche) er sich präsentiert. Wer aber Transsexuelle zum 3. Geschlecht erklärt, nimmt ihnen ihr zweites.”

    Ich gebe Alice Schwarzer ungern recht, aber was sie über Sadomasochismus schrieb, deckt sich mit meinen Auffassungen zumindest bezüglich des Deformierungungscharakters der Sexualität. Auch ist die Pornographie, resp. ihr Eindringen in den öffentlichen Bereich, durchaus ein Thema. Schwarzers Fehler liegt in der Einseitigkeit, der Sexualfeindlichkeit und in ihren Zielen, sodass ihre Kampagnen schon deshalb meist in ihrer Gesamtheit unerträglich sind.

    Halt dich doch einfach aus den Angelegenheiten von Transsexuellen heraus, fröne deinem Laster und lerne redlich zu debattieren.

    Kommentar von Tanja Krienen — 27. September 2007 @ 07:40

  15. Hallo Tanja,

    kann es sein, dass Deine bipolare Geschlechterordnung, gegen deren Aufweichung Du so unermüdlich zu Felde ziehst, nicht mehrheitsfähig ist? Und das diese Ordnung in den meisten Punkten nicht doch ein reines Zeitgeistphänomen ist?

    Mir scheint, du hast Deinen Blick zu stark auf die Gruppe der M2F Transvestiten/Pseudo-Transsexuellen/Transsexuellen gerichtet. Das mag aus Deiner Vita heraus verständlich sein, für eine übergeordnete Betrachtung taugt es aber nicht.

    Im einzelnen: Biologisch unterscheiden sich Mann und Frau durch eine Reihe von Kriterien, die jedoch samt und sonders durch die primäre biologische Funktion “Fortpflanzung” und den unterschiedlichen Rollen beider Geschlechter dabei begründet sind.

    Im klassischen biologistischen Sinne ist daher ein Mann jemand der ein Kind gezeugt hat, eine Frau jemand die ein Kind geboren hat. Im erweiterten biologistischen Sinne wäre ein Mann jemand mit der Möglichkeit ein Kind zu zeugen, analoges bei der Frau.

    Tatsächlich spiegelt sich dieser Biologismus in vielen Kulturen wieder, wo eine kinderlose Frau bzw ein kinderloser Mann einen niedrigeren sozialen Status hat. Die Ausprägung variiert dabei je nach Entwicklungsstand der Kultur.

    Das ist eine ziemlich rigide Klassifizierung, ein zeugungsunfähiger Mann wird danach niemals ein richtiger Mann sein, eine gebärunfähige Frau niemals eine richtige Frau. Was natürlich folgerichtig dann auch für Transsexuelle gilt - sie werden niemals im anderen Geschlecht ankommen, egal wie sie sich anstrengen.

    Ebenenwechsel: Wenn also schon das “eine Frau sein” nicht geht, dann bliebe ja die kulturelle Ebene darüber. Also das “wie eine Frau sein” (und vice versa). Hier wird dann der kulturelle Kontext wichtig: Wie definiert sich denn eine Frau auf dieser Ebene? Gibt es hierzu einen gesellschaftlichen Konsens?

    Das einzige Beispiel was Du in Deinem taz Beitrag bringst ist sexueller Natur: “Die weibliche Hingabe an die männliche Lust” Ich höre im Geiste schon EMMA kreischen “Penetration ist Vergewaltigung” ob dieses Satzes. *gg*

    Du siehst, schon bei dieser Sache gibt es keinen gesellschaftlichen Konsens mehr. Und das gilt auch für alles andere. Die bipolare Geschlechterordnung ist bereits aufgeweicht, zwar bisher nur einseitig von den Frauen (die alles machen und tragen wollen und dürfen, was Männer tun und tragen) und nicht umgekehrt. Aber schon eine einseitige Aufweichung genügt, um aus einem klassischen Schwarz-Weiss-Schema ein Bildnis mit unendlichen Graustufen zu machen.

    Daher ist Dein Kampf einer gegen Windmühlen (passt ja zum Blognamen). Biologistisch nicht zu gewinnen und gendermäßig müsstest Du alle Frauen (überspitzt formuliert) in Blümchenkleider und hochhackigen Pumps zwingen und an den Herd verbannen um die von Dir so ersehnte Trennungsschärfe im gesellschaftlichen Maßstab zu bekommen. Viel Spaß beim Versuch…

    Peter

    Kommentar von Peter — 27. September 2007 @ 10:08

  16. Hallo Peter! Nun haben wir ja hier http://www.campodecriptana.de/blog/2007/03/07/687.html ausgiebig unsere Argumente schon ausgetauscht und ich möchte nicht noch einmal alles schreiben müssen, zumal es sich ja eh wiederholt, aber, ganz freundlich gefragt: Mensch, für wie blöd hältst du mich? Was du da sagst, wird doch von mir gar nicht grundsätzlich bestritten. Das steht auch nicht im Text!

    Der Reihe nach. Gerade ich leide ja daran, dass ich mir völlig bewusst bin NIE ohne Abstriche eine Frau sein können. Ich habe IMMER jenen widersprochen, die stets nassforsch sinngemäß sagten “nun habe ich die OP gemacht, jetzt bin 100% Frau, was soll die Debatte, ich bin auch keine Transsexuelle mehr.” Nein, so wie ein Einwanderer immer ein Einwanderer bleibt, sind wir den geschlechtlich-hinübergehenden Weg gegangen, können aber aus genau den Gründen die du nanntest, nie 100% ankommen. Immer wieder wies ich daraufhin, dass es da Abweichungen gibt, morphologische und auch dies und das. Wie aber soll das eine Person wissen, die nicht mit Männern schläft? Das ist AUCH einer der Punkte. Diese Leute wissen gar nicht, dass die gewisse Abweichungen im Detail stecken, weil sie gar nicht die Erfahrung haben und manche krakeelen umso lauter, wenn sie nicht einmal operiert sind…

    Dass FAST ALLE Familien nicht grad darüber erfreut sind, wenn einer von ihnen sich als schwul oder lesbisch outet, hat seinen tiefen Grund eben doch darin, dass die Masse (die normalen Leute fragt man ja nicht, und die kümmern sich nicht um dieses Diskurse) fremdelt, weil sich diese Minderheit aus dem natürlichen Prozess ausklinkt. Du musst mir wirklich nicht sagen, dass eine Frau auch eine Frau ist, wenn sie keine Kinder bekommt, aber diejenigen die das „natürlich“ nicht schaffen, leiden auch oft extrem darunter und versuchen alles – es zeigt, wie sehr von normalen Frauen die Komplementierung ihres weiblichen Lebens durch ein Kind gewünscht wird. De facto sind Frauen ohne Kinder nicht völlig komplett – das wird so empfunden (darf ich mich einmal auf subjektive Äußerungen beziehen?) und angesichts des trüben Zustandes der Gesellschaft in diesem Punkt, schadet es nicht, darauf hinzuweisen, dass ein Mehr an Kindern in diesem Land nicht schlecht wäre. (Ich bin aber auch keine Hohepriesterin des vehementen Kinderkriegens, weil ich meine, dass Deutschland auch mit 60 Mio Einwohnern genügend bestückt wäre - doch sollen die es aber tun, die Lust darauf haben).

    So wie es aber auffällt, dass viele lesbische Frauen wenig feminin sind, so kommt dieses Defizit halt nicht von ungefähr. Wenn aber ein Mann, der sich aus rein subjektiven Gründen „Frau“ nennt (und womöglich nichts als ein „ganzer Mann“, zeugungsfähig dazu, der außerdem auch noch Frauen – mit Genuss! – penetriert), dann haben wir das mehr als kuriose Manko von ich spreche. Selbst in den ach so bösen islamischen Staaten gilt: Wer eine Frau sein will – bitte, kein großes Problem: aber konsequent! Das finde ich richtig! So soll es sein! (Natürlich unter liberaleren, weniger Angst besetzen Verhältnissen als heute). Aber wenn ich die Heuchelei hierzulande höre, dass es hier so viel besser sei, dann wird mir echt schlecht. ALLE Fakten sprechen dagegen und grade ich weiß, dass man eine Transsexuelle wegen ihres persönlichen Hintergrundes beleidigen kann wie man lustig ist – ohne dass die entsprechende Reaktion erfolgt.

    Nein, nein: ICH bin diejenige, die sich in angemessener und begründeter Weise für die Normalität eines transsexuellen Lebens einsetzt und ich denke, dies wird mir auch von vielen Menschen eingeräumt. Aber gerade der schrille Bereich der Uneindeutigen, derjenigen, die weder Gesetze benötigen noch tatsächlich in „einem „anderen Geschlecht leben“ wollen, schädigen den Ruf von Frauen mit transsexuellem Hintergrund und setzen Maßstäbe, die man als Vorurteile bei den normalen Menschen nicht heraus bekommt. Das allgemein gegenwärtige Unwort „Transe“ verdanken ihnen ebenso, wie das Bild einer bunten, kreischenden, bar aller Sinne herumlaufenden Schar von offensichtlich durch Drogen benebelten Straßenmeute, die sich nicht entblödet, ihre Neigung als eine Variante des homosexuellen Lebens durchgehen zu lassen.

    Tatsächlich meine ich aber, dass eine Frau Erfahrungen mit Männern haben sollte und sie auch erst dann zur Frau wird. Das reicht natürlich nicht alleine. Aber diese tiefe psychologische Wahrheit kann man nicht übersehen und wer den Geschlechtsakt erlebte, weiß, was gemeint ist. Die Masse der sich absurderweise als Transgender-Frauen definierenden Mehrheit denkt ohne Zweifel und entgegen ihrer Postulate sehr wohl in Mann-Frau-Kategorien (und sie sind viel mehr den Klischees verfallen als ich – man sehe nur einmal ihrer Jeckenaufzug, den sie Bekleidung nennen), nur waren sie immer der Mann und das Objekt war IMMER die Frau. Daran hat sich nichts geändert, sie können nicht anders. Sie sind so. Ihr angeblich von Natur aus weibliches Hirn pausierte und pausiert noch immer, hat groteskerweise nichts von alledem mitbekommen, was und JEDER Hirnforscher, JEDER Biologie über das Paarungsverhalten in der Natur berichtet. Wer spinnt also?

    Kommentar von Tanja Krienen — 27. September 2007 @ 11:17

  17. Oho, die Frau Krienen kommt mit Diskussionsverboten, meint erwachsene Leute entmündigen zu wollen, die einverständlich im Schlafziimmer tun, wonach ihnen der Sinn steht, heisst ihr Tun “lasterhaft” und will dann noch die anderen als die eigentlichen Reaktionäre darstellen? Dann mal Glöückwunsch zur erfolgreichen Selbstdemontage.

    Und glaub mir: wenn dich die Leute mit ner “schrillen Transe” verwechseln, die “drogenbenebelt” durch die Gegend kreischt, dann haben nicht die Transen ein Problem, sondern du. Aber sind natuerlich immer die anderen, gelle? Und erspar mir eine ernsthafte Antwort auf deine letzte Frage.

    Kommentar von Korupt — 27. September 2007 @ 11:39

  18. So, da die taz heute neben meinem Leserbrief zwei weitere kritische Beiträge (http://www.taz.de/index.php?id=digitaz-artikel&ressort=me&dig=2007/09/27/a0170&no_cache=1&src=GI und http://www.taz.de/index.php?id=digitaz-artikel&ressort=me&dig=2007/09/27/a0169&no_cache=1&src=GI) gedruckt hat, beziehe ich mal Stellung… ^^

    Zunächst einmal zu Tanja:

    “Aber was die JF angeht, so darf man nicht Leserzuschriften, die ich auch an den FOCUS, das ND, die ZEIT u.v.a. schrieb, für Artikel halten. Es graust mir allerdings vor Dir, wenn du bestimmen willst, wer nicht wem irgendein “Forum” zu bieten hat - das ist genau die Ausschlussmentalität der Transgender, die eine offene Gesellschaft nicht braucht.”

    Dass ich die rechtsextreme “Junge Freiheit” aus bestimmten Diskursen ausschließen möchte, ist ja wohl begründet. Die Zeitung ist zu recht verpönt. Man mag ihr Erscheinen nicht verbieten können (vielleicht ist das auch nicht wünschenswert?), aber die taz als links-alternative Zeitung sollte ein klares Verhältnis zu dieser Rechtspostille haben. Eine Zeitung, die eigentlich antifaschistisch eingestellt, darf Publizierenden der JF doch kein unkritisches Forum bieten. Soll heißen: Wer in der JF publiziert, muss sich dafür rechtfertigen - zumindest in einem links-alternativen Diskurs, zu dem die taz eindeutig gehört.
    Mit “Ausschlussmentalität” hat das wenig zu tun, das sind einfach die Regeln des Diskurses. Die FAZ würde einen wahrscheinlich auch nicht über Ökologie schreiben lassen, wenn man ein paar Monate zuvor in der jungen welt einen Aufruf zur Weltrevolution oder zur Enteignung konservativer Medienkonzerne geschrieben hätte…

    “Zur Sache. Bitte lies das verlinkte GANZE Pamphlet einmal durch. Im Gegensatz zu Deiner MEINUNG hält dies den Standard des wissenschaftlichen Bereiches, in dem über Gender zu diskutieren wäre (eine Diskussion, zu der Du mich ja gar nicht zulassen würdest, so wie deinesgleichen NIEMALS abweichende Meinungen zulässt).”

    Habe ich getan. Es ist ein wenig sachlicher und geht mehr auf dein eigentliches Hassobjekt ein, die so genannten “Transidenten”. Mir ging es um deine Auffassung zur bipolaren Geschlechterordnung, nicht um transsexuelle Politiken. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Thesen des (de)konstruktivistischen Feminismus kann ich jedoch nicht finden.
    Zu meinem Leserbrief: Natürlich ist das keine wissenschaftliche Position. Das ist schon durch seinen Erscheinungsrahmen und den Paratext vollkommen klar. Ich habe ja auch lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass in dem Artikel ein Geschlechterbegriff verwendet wird, der die komplette Debatte in den Gender Studies des letzten Jahrzehnts zu diesem Thema ausblendet. Und ich habe mich verteidigt, deshalb ist er aggresssiv ausgefallen. Was erwartest du denn, wenn du einen Artikel schreibst, der den wissenschaftlichen Alltag vieler Leute schlichtweg verleumdet?
    Soll heißen: Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen. Wer allerdings über das übliche Mainstream-Geblubber (wie solche Sendungen á la “Typisch Mann - Typisch Frau”) hinauskommen will, kann sich nicht um eine theoretische Debatte drücken. Es gibt Leute(z.B. feministisch: Seyla Benhabib oder theologisch: Karl Lehmann), die Butler theoretisch widersprechen, deren Einwände ich durchaus verstehen kann, auch, wenn ich sie nicht unterstütze. Von solchen fundierten Positionen ist dein Artikel leider weit entfernt - dementsprechend ist auch nicht ‘fair’ rumzuschimpfen wie ein Rohrspatz.

    “Und wenn du wirklich nicht weißt, dass die Biologie und Genetik durch objektiv nachvollziehbare Kriterien zwei unterschiedliche Geschlechter schuf, die in aller Regel schon in morphologischen Differenzen sichtbar werden, dann weißt du nicht viel über die Welt.”
    Immerhin schreibst du, dass “Biologie und Genetik” die Geschlechter geschaffen haben -sie sind also wie Biologie und Genetik auch Schöpfungen des menschlichen Verstandes. Mit dem Wort “objektiv” wäre ich aber vorsichtig. Es zeigt sich immer wieder, dass gerade die Wissenschaftszweige, die sich rühmen, zu objektiven Ergebnissen zu gelangen, einfach nur intersubjektiv festgelegten Methoden folgen.
    Wahr ist: Es gibt unterschiedliche Körperteilpakete, die ergänzend zur Fortpflanzung der menschlichen Spezies dienen. Das kann man biologisch feststellen, genauso wie wir feststellen können, dass es X Nasenformen und Y Haarfarben gibt. Wenn wir aus diesen Körperteilpaketen Geschlechter konstruieren und danach sogar Identitäten formen, verlassen wir jedoch den angeblich objektiven Boden der Naturwissenschaft und begeben uns in den theoretischen Bereich der Geistes-/Sozialwissenschaften (diese Trennung ist übrigens eine Illusion, aber ich halte sie im Sinne Feyerabends mal aufrecht, weil sie für die Debatte nützlich ist).
    Daher rührt mein Anspruch, dass man die bipolare Geschlechterordnung theoretisch verteidigen muss, wenn man das schon unbedingt will. Anders gesagt: Was “Mann” und “Frau” bedeuten kann man nicht mit den Mitteln der Biologie erklären.

    “Eure “Weisheiten” und “Wahrheiten” finden im Gendersumpf der willkürlichen Definitionen statt, sind streng subjektiv und aggressiv, was sich nicht zuletzt an dem hochgradig diffamierenden “Leserbrief” zeigt.”
    Ich weigere mich, den Terminus “Wahrheit” zu benutzen. Es geht um theoretische Positionen, nicht um Wahrheit. Und innerhalb theoretischer Diskurse sollte man mit diesem Begriff ebenfalls vorsichtig sein, außer man definiert ihn klar. Meinen Leserbrief als exemplarisch für diesen Diskurs zu deuten, ist ein bisschen zu viel der Ehre.

    “Berlusconi verwies lachend die Tunte im italienischen Parlament auf die Damentoilette, weil sinngemäß für ihn ein Mann in Frauenkleidung kein Mann mehr ist. Dieser Macho versimpelt die Definitionen GENAUSO wie die ach so toleranten Transgender, für die ein Mann in Frauenkleider AUCH kein Mann mehr ist. Meine Haltung ist eine mittlere, vernünftige, eine die notwendigerweise differenziert, wo Gleichmacherei schädlich ist.”
    Ich würde mich einfach für gemischte Toiletten aussprechen, dann haben wir solche Probleme nicht mehr… ^^
    Wenn ich mal dagegen halten darf: Berlusconi äußert sich ja auch nicht in einem Genderdiskurs, sondern zeigt nur seine Dummheit. Ein Mann in Frauenkleidern ist genau dann ein Mann, wenn er sich für einen Mann hält. Wenn er meint, er wäre eine Frau oder ein drittes, viertes Geschlecht oder vielleicht auch gar kein Geschlecht, dann halt eben das.
    Was eine “vernünftige” Meinung, die ‘richtige’ Definition, etc. ist, ist genauso subjektiv, wie die Auffassungen, die du angreifst.

    Kommentar von Sven Lüders — 27. September 2007 @ 12:30

  19. Zu Erik:

    “Dein Text ist nun wirklich kein Beispiel für ein wissenschaftlich Lautere Replik.”
    Wie ich bereits oben angedeutet habe: Es war ein Leserbrief, kein wissenschaftlicher Aufsatz. Außerdem gilt der Grundsatz: Wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus. Wer der Geschlechterforschung nur Verleumdung entgegen zubringen weiß, muss sich nicht über aggressive Reaktionen wundern.

    “Die Theorien von Judith Butler sind Philosophie, sie sind naturwissenschaftlich nicht untermauert, wie ihr Vorbild J. Derrida, geht es ihr um Dekonstruktion.
    Das ist meist hoch interessant zu lesen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die ganz grosse Menge der XX-Menschen Kinder gebähren können, nach meinem bisherigen Wissen, aber noch kein XY-Mensch in der Lage war ein Kind zu gebären.”
    Soweit ich weiß, ist Philosophie immer noch ein Teil des wissenschaftlichen Diskurses. Auch, wenn es genügend Naturwissenschaftler gibt, die sie lieber aus dem akademischen Kreis verweisen würden, damit sie die unbequemen Fragen nicht mehr hören müssen… ^^
    Fakt ist: Natürlich kann es keine empirische Beweisführung für die Praxis der Dekonstruktion geben. Ist aber auch nicht schlimm, da der von manchen Naturwissenschaftlern propagierte Empirismus der aktuellen wissenschaftstheoretischen Debatte nicht standhalten kann.
    Dem dekonstruktivistischen Feminismus geht es jedoch nicht darum, zu widerlegen, dass es Menschen gibt, die Kinder kriegen können und welche , die es nicht können. Es geht vielmehr um die Identitätskonzeptionen, die daraus folgen. Und hier bewegen wir uns in einem, Bereich, der gezwungenermaßen auf empirischen Beweisbarkeit verzichten muss, egal wie sehr man sich das auch wünscht. (Wie oben schon angedeutet: Empirie ist auch eine theoretische Position, die Trennlinie zwischen ‘theoretischer’ Philosophie und ‘praktischer’, ‘empirischer’ Wissenschaft ist also eine Illusion).

    “Durch meine Lektüre zu dem Thema in den letzten 3 Jahren, ist mir aufgefallen, das nahezu alle wirklich Transsexuellen, ob nun von da nach dort oder von dort nach da, nichts mehr wollen, als im neuen Geschlecht anzukommen und nicht in der Twilight Zone hängen zu bleiben.
    Das müssten doch auch Transident-Aktivisten akzeptieren können.
    Den letztlich geht es hier nicht um Ideologie und Philosophie sondern um körperliches und seelisches Wohlergehen.”
    Da muss ich widersprechen. Es geht nicht um transsexuelles Wohlbefinden. Man kann schließlich nicht eine theoretische Postion mit Hinweis auf das Wohlbefinden verwerfen. Vor allem dann, wenn dieses Wohlbefinden durch eine andere ‘Ideologie’ verursacht wird, über welche die betreffenden Subjekte keine Kenntnis besitzen oder sie nicht als Ideologie sehen wollen.
    Man muss klar und deutlich sagen: Das bipolare Geschlechterbild ist eine Ideologie, eine schlecht begründete noch dazu.

    Kommentar von Sven Lüders — 27. September 2007 @ 13:13

  20. Stefan,

    Wenn du zwischen die Pole Weiss und Schwarz, keine, eine, zwei oder tausende Graustufen zulässt, so bleibt es trotzdem ein Bipolares System.

    Hätten wir nun die Pole Gelb, Rot, Blau, kannst du natürliche entsprechen andere Abstufungen finden, es wäre aber im wesentlichen ein Tripolares System.

    Nun musst du mir aber zeigen, wo auf der Ebene des Geschlechts (Sex), ein dritter Pol existiert.
    Bis jetzt ist kein solcher Pol bekannt.

    Wir wissen nur von 2 Polen, an einen 3. Pol kann man vielleicht glauben, aber auch nur so wie man an fliegende Einhörner oder Eierlegende Wollmilchschweine glauben kann.

    Das nun aber “genetische Männer” genausogerne in “Frauenkleidern” rumlaufen möchten dürfen, wie “genetische Frauen” in “Männerkleidern”, ist sicher nichts verwerfliches.
    Hochhackige Stiefel waren noch vor 300 Jahren Privileg der Männer, Frauen trugen so was nicht.

    Wenn du dir Fussballspieler der 70er Jahre anschaust in ihren sehr knappen Sportshorts, wirst du feststellen, dass diese Teile heute den “Frauen” gehören.
    Männer die heute so auf dem Fussballplatz erscheinen würden, gälten schnell als “Schwul”.

    Offensichtlich ist es so, dass sobald sich Frauen gewisser “Männerkleider” bemächtigen, diese für “Männer” tabu werden.

    In meiner Jugend, wollte jeder hippe Junge, enganliegende Jeans, die auf der Hüfte sassen, für Mädchen waren die Taillen-Jeans.

    Heute tragen nur Frauen enge Jeans die auf der Hüfte sitzen, Männer (Jungs) tragen weite formlose Zweimannzelte, die auf dem Arsch sitzen.

    Was aber hat das mit den wenigen echten Transsexuellen zu tun?
    Wohl nichts.

    Was hat das mit Männern zu tun, die gerne noch so rumliefen wie Männer das in den 70ern ganz ungezwungen taten.

    Sehr viel.

    Offensichtlich haben eine grosse Mehrzahl der Männer eine Riesenangst auch nur entfernt als Unmännlich zu gelten.

    Frauen scheinen da seit Jahrzehnten weniger Problem zu haben.
    Die machen auf Riot-Girl, Tomcat oder Butch ob sie nun Hetere-, Bi- oder Homosexuell sind.

    Diese ganze Gender-Switching Geschichte, hat wohl sehr wenig mit einem
    3. Geschlecht zu tun,
    als eher mit der Tatsache, dass Männer, die nicht gerade der momentanen Super-Dude-Macho-Mode folgen wollen, sich selbst in diesem männlichen Mainstream spiegeln und sich plötzlich als Un-Männer sehen, und die Fiktion des
    3. Geschlechts quasi als Ausflucht nutzen, um sich nicht gegen den Super-Dude-Macho positionieren müssen.

    Dann gibt es sicher einige Dragkings und Dragqueens, die optisch und gestisch so täuschend echt, in ihre Rolle eintauchen, dass man sie “gedressed” wirklich als “potentielle” Transsexuelle wahrnehmen könnte.

    Dabei sind sicher einige, die sich nur von der Konsequenz einer Operation fürchten, was verständlich ist.

    Viele lieben aber einfach nur die Abwechslung, aber eben Abwechslung die ja nur geht, wenn man im Alltag nicht “dressed”. Also auch eine Bestätigung des Bi-Polaren.

    Was aber nicht einleuchtet, ist das nun Menschen,
    die in Post-Modern-Dekonstruktiver Phiosophiererei an
    Eierlegende Wollmilchschweine und an fleigende Einhörner glauben wollen, sich zum Sprachrohr für Leute aufschwingen, die noch nie fliegend Einhörner und auch keine Eierlegende Wollmilschscheine gesehen haben und auch nicht daran glauben.

    Es gibt auch heute noch ein Mehrheit von Menschen, die mehr oder minder an Sternzeichen glaubt.
    Wenn nun aber plötzlich Politfunktionäre meines “Sternzeichens” definieren wollten, wie ich mich öffentlich zu positionieren oder zu politisieren hätte, würde ich offengestanden verdammt ärgerlich werden.

    Wer behauptet, dass es im sexuellen etwas anderes als Bipolarität existiert, der steht in der Beweispflicht.
    Wer da Glauben verlangt ist ein religiöser Guru, ein Schwafler vor der Herrin.

    Kommentar von Erik — 27. September 2007 @ 13:31

  21. Sehr schön Erik, gefällt mir.

    Korupt: Nicht ich spreche Diskusisonsverbote aus, sondern das Genderlager macht dies ständig, wird dabei brutal und “stalinistisch”. Du hast überhaupt keine Ahnung was es heißt als Transsexuelle zu leben, sonst wüsstes du, mit welchem Unfug Leute in den Köpfen herumlaufen. Sie tun dies, weil sie von den Medien ein Bild von “trans” erhalten, dass nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Sowie ja auch auch du nichts mit dem Thema wirklich zu tun hast, sondern ich mich bei dir seinerzeit unbeliebt machte, als ich ein paar kritische Worte zum Sadomasochismus schrieb.

    “Sven Lüders” - es macht kaum Sinn mit dir zu debattieren, weil du wie ein angestochener Stier reagierst. Du nimmst überhaupt nichts wahr, kolportierst ein weiteres Mal den Unsinn, ich hätte für die JF geschrieben, obwohl ich klar das Gegenteil aussagte (merke dir, ich lüge nie) und ein Blick auf http://www.tanjakrienen.de gereicht hätte. Zudem rede ich prinzipiell mit jedem, sogar mit dir.

    Es macht auch keinen Sinn, wenn du auf einen Pinguin zeigst und ihn zum Elefanten erklärst, weil es demokratischer wäre wenn er auch ein Elefant sein könnte, weil dir die Biologie sowas von schnuppe sei. Ja, die Debatte die ICH “ausblende” ist die eines Sektenmilieus, dass sich eigene Wahrheiten mithilfe von Denunziationskampagnen gegen abweichende Meinungsträger schafft. Was dort debattiert wird, hat mit dem Leben von mehr als 90% der Menschen, die zu heterosexuellen Paarbeziehungen streben, nichts zu tun.

    Du machst dich schier lächerlich, wenn du glaubst, man könne Mann und Frau nicht definieren. Dass manche Transsexuellen, die mich nicht mögen, gar nicht merken, mit welchen Leuten sie sich verbinden, nämlich mit jenen, die der Meinung sind, es gäbe keine Geschlechter, ist mir unbegreiflich. Lass dich doch operieren! Warum nicht? Wenn du ein Mann bist, kannst du doch auch ohne Penis weiter leben. Oder etwa nicht? Ist doch nur ein Ding. Ohne Bedeutung. Ohne Funktion. Omannomann.

    Ja, du würdest keine geschlechterspezifischen Toiletten haben wollen. Das sieht Leute wie dir ähnlich. Ich habe genug Wohngemeinschaften (als Gast) erlebt, die mir den Widerwillen einimpften, jemals in so einen stinkenden Krampf zu ziehen. Deine Normen sind die Normen einer 0,5% Minderheit. Völlig unwichtig. Abseits der Zivilisation. Dein “Leserbrief” war und ist Murks - hilflos die beiden anderen, die nur jammern, dass die Welt nicht so ist, wie sie sie gern hätten und immer nur alles in Topf werfen. Fürchterlich. Wenn diese Leute wenigsten lesen könnten.

    Kommentar von Tanja Krienen — 27. September 2007 @ 15:20

  22. Ich weiß ja nicht, was du unter einer Debatte verstehst… Polemik ist sicherlich hin und wieder in Ordnung. Vielleicht solltest du dich erstmal abregen und mir dann in aller Ruhe zeigen, an welchen Stellen ich “wie ein angestochener Stier” reagiere… Im Gegensatz zu dir, habe ich mich bemüht, nüchtern zu bleiben. Davon kann ich bei dir nichts entdecken. Meinen Hauptkritikpunkt, dass man auch ein paar Organen ein Geschlecht zusammensetzt und es damit menschgemacht (und veränderlich) ist, konntest du bisher nicht widerlegen.

    Nun gut, ich versuche ein letztes Mal, Stück für Stück auf deinen Beitrag zu antworten:
    “Ja, die Debatte die ICH “ausblende” ist die eines Sektenmilieus, dass sich eigene Wahrheiten mithilfe von Denunziationskampagnen gegen abweichende Meinungsträger schafft. Was dort debattiert wird, hat mit dem Leben von mehr als 90% der Menschen, die zu heterosexuellen Paarbeziehungen streben, nichts zu tun.”
    Gut, dass du so allwissend bist. Nur, weil die meisten Menschen wenig von Geschlechterforschung verstehen oder nur Vorurteile aufzuweisen haben, heißt das noch lange nicht, dass es nichts mit dem Leben von heterosexuellen Menschen zu tun hat. Ganz im Gegenteil: Freiheit von Rollenvorstellungen in jeder Hinsicht dürfte alle Menschen betreffen.
    Immerhin gibst du offen zu, dass du diesen Diskurs ausblendest, also nicht einmal willens bist, seine Kernargumente zu widerlegen. Für ein paar Zeitungsauftritte mag das reichen, eine akademische Position ist mit dieser Auffassung allerdings unmöglich zu halten.
    Ob die Geschlechterforschung ein “Sektenmilieu” ist, wage ich stark zu bezweifeln. Dafür ist ihre akademische Verankerung zu stark. Im Übrigen wäre diese sicherlich nicht ohne gute Gründe zustande gekommen, gerade weil sie unter den Bedingungen des Patriarchats oder postmodern gesprochen des Phallogozentrismus etabliert wurde.

    “Du machst dich schier lächerlich, wenn du glaubst, man könne Mann und Frau nicht definieren.[…] jenen, die der Meinung sind, es gäbe keine Geschlechter, ist mir unbegreiflich. Lass dich doch operieren! Warum nicht? Wenn du ein Mann bist, kannst du doch auch ohne Penis weiter leben.”
    Aber mir vorwerfen, ich würde nicht genau lesen. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass man Mann und Frau nicht definieren kann. Man kann es lediglich nicht allgemeingültig tun. Des Weiteren habe ich nirgends geschrieben, dass es keine Geschlechter gibt. Ich habe lediglich den Biologismus ad absurdum geführt. Nur, weil Geschlechter nicht im ontologischen Sinne existieren, heißt das ja nicht, dass es sie nicht gibt.

    Erik:
    “Wer behauptet, dass es im sexuellen etwas anderes als Bipolarität existiert, der steht in der Beweispflicht.”
    Irgendwas an meinen Ausführungen über theoretische Statements hast du nicht verstanden. Ich bin unfähig, dir einen empirischen Beweis zu liefern, ebenso wie du unfähig bist, mir einen empirischen beleg für die ontologische Existenz der Zweigeschlechtlichkeit zu liefern. Auf der theoretischen Ebene habe ich bereits vorgeführt, was es bedeutet, dass Geschlechter Konstrukte sind:
    “Wahr ist: Es gibt unterschiedliche Körperteilpakete, die ergänzend zur Fortpflanzung der menschlichen Spezies dienen. Das kann man biologisch feststellen, genauso wie wir feststellen können, dass es X Nasenformen und Y Haarfarben gibt. Wenn wir aus diesen Körperteilpaketen Geschlechter konstruieren und danach sogar Identitäten formen, verlassen wir jedoch den angeblich objektiven Boden der Naturwissenschaft und begeben uns in den theoretischen Bereich der Geistes-/Sozialwissenschaften (diese Trennung ist übrigens eine Illusion, aber ich halte sie im Sinne Feyerabends mal aufrecht, weil sie für die Debatte nützlich ist).
    Daher rührt mein Anspruch, dass man die bipolare Geschlechterordnung theoretisch verteidigen muss, wenn man das schon unbedingt will. Anders gesagt: Was “Mann” und “Frau” bedeuten kann man nicht mit den Mitteln der Biologie erklären.”

    Was die Beweispflicht angeht: Die besteht für beide Seiten, wir befinden uns hier im theoretischen Bereich. Wer jetzt sagt, was ‘Mann’ und ‘Frau’ seien, sei doch offensichtlich, macht sich nur eines naturalistischen Fehlschlusses schuldig.

    Kommentar von Sven Lüders — 27. September 2007 @ 17:31

  23. Hallo Tanja,

    ich habe keine tatsächlich keine Ahnung, wie es sich als Transexuelle oder Transsexueller lebt, ich kann nur nachdem ich mich nun 3 Jahre aus gewecktem Intresse (Eugenidis: Middlesex) mit dem Thema Intersexualität auseinander gesetzt habe, feststellen, dass zwischen Minderheiten die sich Toleranz vom Mainstream wünschen geringe Toleranz gegenüber anderen Minderheiten gibt, die nur an “Offenen Koalitionen” und nicht an einer “Einheitsfront” interessiert sind.

    Unser Disput um Homosexualität und Submissivität, ging allerdings mehr um das Gewicht, dass du psychoanalytsichen Theorien beimisst, die heutigen Erkenntnissen widersprechen und die eher spekulativer Art, als empirisch belegbar sind. Und das du die Bedeutung Homosexueller Nazis übertreibst.
    Auch habe ich darauf hingewiesen, dass diese Typologien nur einen Typus der Homosexualität beschreiben wollen: Den Submissiven.

    Bei den alten Griechen, Römern und auch heute noch in der Türkei betrachtete man immer nur den submissivern, penetrieten Mann als “schwul” oder in Altgriechsisch “Kinaidos”.
    Wie erklärt sich aber der dominante Homosexuelle gemäss deinen Theorien.
    (Würde aber vorschlagen, dafür einen anderen Thread zu eröffnen.)

    Um nun zum Verhältnis Dominant/Submissiv zurückzukommen:
    Es gibt wohl nichts gefährlicheres für einen submissiven Menschen, als wenn er einem “echten” Sadisten in die Hände fällt.

    @Sven Lüders deine Antwort auf meine Frage, stützt meine Vermutung, dass dir deine Ideologie, Religion, Philosophie, Dekonstruktive Spielerei, letztlich tatsächlich wichtiger ist, als die betroffenen Menschen.
    Darin gleichst du anderen Menschheits-Beglückern, die gerne Bereit wahren für ihren “teleologisch” besseren Zukunftsmenschen, die heutigen Menschen für ihre Theorie zu vernachlässigen oder über die Klippe springen zu lassen.

    Ich werde dir in nächster Zeit, aufzeigen, dass die Empirie von seriösen Wissenschaflern nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird, sondern die Verwurstellung von zufälligen Paralellen als “Beweise” für irgendwas.

    Beliebt ist das Verwursten von solchen zufälligen Paralellen beronders in der Oekonomie, die sich ja mit einem riesigen Apparat von Mathematischen Vehikeln ausgestattet, als seriöse Wissenschaft darstellen will, wo sie doch nie etwas anderes als Philosophie war.

    (Unter “Wissenschfts-Theorie” kann man so ziemlich alles subsumieren, dass sich irgendwie mit Wissenschaft auseinander setzt.

    In meinen pubertären Jahren, betrachtet ich das Wort Wissenschaft etymologisch als eine volkstümliche Verballhornung klösterlichen Mönchsbetriebes:
    Wixxen, Saufen.)

    Aber wenn es um die Frage geht, ob es einen dritten, vierten oder fünten Sex-Pol gibt, zeigt die Empirie bisher klar: Es hat sich noch nie einer gezeigt.
    So wie sich auch noch nie ein fliegendes Einhorn gezeigt hat.
    Es lässt sich sicher schön darüber fantasieren.
    In meiner Fantasie kann ich singen und Gitarre spielen, aber und das lustige ist, es ist mir trotzdem nie auch in meinen schönsten Fantasien eine mir eigene Fantasie-Komposition in meinen Traumohren abgelaufen.
    Was beweisst das?: Ich bin in meinen Fantasien ein grosser Musikus, aber auch dieser fantastische Musikus schaft keine fantastische Musik.
    Nun, weil ich realiter eben leider kein Musikus bin.

    Und so gibt es auch kein drittes Geschlecht(Sex), es gibt nur Variationen des einen oder des anderen Geschlechts (Sex).
    Was man lieber wäre,
    ist was anderes.

    Erik

    Kommentar von Erik — 27. September 2007 @ 17:39

  24. Sag mal, “Sven Lüders”, merkst du nicht, wie du in die Sackgasse deiner eigenen Konstrukte gerätst?! Doch hier läuft kein Bond-Thriller, in dem du einen phantastischen Ausgang finden kannst, auch wenn du die zu überwindenden Mülltonnen an den Häuserwänden mit deinem Unsinn geflissentlich ignorierst, indem du schlicht keine Auflösung, keine Erklärung, keine Klärung, der von mir eingebrachten und strikt an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierten Einwände, erbringst.

    Wir befinden uns bei den in deinem Milieu kursierenden “Thesen” AUSSCHLIEßlICH im Bereich der Theorie, imgrunde der Phantasterei, denn dass eine Frau den Samen eines Mannes empfangen kann und diesen innerhalb des Leibes, mit der dazu gehörenden Befruchtung des Eies “ausbrütet”, ist viele Milliarden Male auf dieser Welt PRAKTISCH geschehen. Alles andere ist, um im Bilde zu bleibe, ein Rätselraten über ungelegte Eier.

    Kein Mann kann ein Kind gebären, keine Frau ein Kind erzeugen - es sei, wir nehmen die ganz kleine Bande TATSÄCHLICHER Zwitter/Hermaphroditen/Intersexuelle aus, die wahrscheinlich beides können. Man soll sechs Stück dieser Menschen auf der ganzen Welt gezählt haben. Dazu kommen ein paar andere, die aber nie beides können, weil das die Natur nicht vorgesehen hat. Viel Spaß hat der, der aus der 1 zu 1 Milliarden-Möglichkeit den Schluss frohlockt, damit sei alles bewiesen. Ja, es ist so bewiesen, wie wir von dem Tag an, da eine Kuh mit zwei Köpfen zur Welt kam, in unsere Lehrbücher schrieben: “Man kann grundsätzlich nicht behaupten, eine Kuh sei einköpfig oder ein Mensch habe zwar nur zwei Füße, aber nicht auch zwei Oberkörper. Auch schmilzt Eis nicht bei null Grad, weil es sich ja anderswo bei x Grad verflüssig. Also ist JEDE klare Äußerung gemein, “faschistisch” und aus den “Krienschen Schemata”, die wir durch die UN-Versammlung sofort eliminieren sollten.” Ok so?

    Was ist nun mit der Jungen Freiheit: Anlauf und hüpf über die Mülltonne, weil sie nicht weggeräumt werden kann. Behauptungen gibt es viele, Beweise bezüglich der Vorwürfe in Richtung meiner Person nie. Das ist es ja, was wir so am Hier und Jetzt so schätzen wie ein offnes Geschwür, nicht wahr, weil jeder Popel behaupten kann, was er will.

    Rollen sind ein interessantes Thema, lies mal Rahel Jaeggi. Du spielst, da bin ich mir sicher - ich spiele nicht. Wenn du den Gedanken einmal schnappen würdest, bekämest du die Erkenntnis, die Erleuchtung, die dir, wenn du nicht aufpasst, eines Tages kurz vor dem Abgrund fehlt. Ich blende den Diskurs übrigens überhaupt nicht aus, sondern merkte das augenzwinkernd an - im Gegenteil, ich führe ihn, wie kaum eine andere. Wie du siehst.

    Im “ontologischen Sinne” gäbe es keine Geschlechter, behauptest du, und ziehst wieder eine Schnuppe aus dem Weltall, die nur in deiner Kristallkugel existiert, der ökumenischen - oder bist du nicht der Geschwätzführer der “Humanistischen Union”?

    Zuletzt: sollten WIRKLICHE Intersexuelle, eine rare Spezies, im Einfall sich als “3.Geschlecht” definieren wollen, so sollten sie das können, vorausgesetzt, auch sie präsentieren sich als offene und nachprüfbaren Gestalten. Bis jetzt ist alles was ich in D. zu diesem Thema sah oder las “tolmein”, also jeweils das seine - und das überbordend.

    Kommentar von Tanja Krienen — 27. September 2007 @ 17:55

  25. Korupt an anderer Stelle, nur, damit man weiß, wo das herkommt: “Und aus meiner Sympathie fuer die RAF hab ich nun beileibe kein Geheimnis gemacht.”

    Ein paar andere Meinungen:

    1 Hallo,ich schätze Tanja sehr für ihre konsequente Meinung, in der sie ein Vorbild für mich ist. Liebe grüße

    2 Na - da sag ich doch ernsthaft: Danke, Tanja Krienen, - endlich mal eine der seltenen Leute, die geistige Klarheit in alle Bereiche der gender-Forschung bringen (bzw. auch der Frauenforschung) - und die üblichen Dinge mal kritisch beleuchten. Daß in diesen Bereichen keine Demokratie herrscht - und kritische oder andersdenkende Leute “hinausgemobbt” werden, das ist mir klar. Insofern: Kompliment an eine demokratische TAZ! Wenn nur noch Leute wie der Artikelschreiber oben das alleinige Sagen hätten (und fast sind wir ja schon so weit…) dann sähe es völlig traurig aus hierzulande!

    3  Mir hat der Text ausgezeichnet gefallen. Man schaue sich nur das Foto ganz oben an, dann wird klar, wie uns die Masse der Menschen wahr nimmt. Tanja Krienen bringt die Kritik auf den Punkt. Mir ist auch aufgefallen, wie selten transsexuelle Frauen, oder Pseudofrauen besser gesagt, mit der Sexualität ihres angeblich schon immer empfundenen Geschlechtes anfangen können. Es ist oft eine Schande, was sich so transsexuell nennt. Britta S.

    Kommentar von Campo-News — 27. September 2007 @ 18:54

  26. *auflach* Ad personam, wie mans von dir kennt, Tanja. Schreib doch noch dazu, dass ich die Mohnhaupt nicht von der Bettkante gestossen haette, weil sie klasse aussah und intelligenz gut fickt. Aendert das was an meiner Kritik an deinen Statements? Du willst ne bipolare Geschlechterwelt und disst alles, was sich nicht in dein Schema einfuegen woll und kommst mit reaktionaerem Gefasel wie “Laster”, “schrill” und hastenichtgesehen, um zu diskreditieren, was nicht in dein enges Weltbild passt, und dann wunderst du dich, wenn andere das anders sehen?
    Denk dran: wenn *du* irgendwo ankommen willst, dann hat kein Mensch was dagegen, ich am allerwenigsten. Wenn fuer dich das hoechste der Gefuehle ist, deine Vorstellung vom “Frausein” auszuleben - tu, wie dir beliebt. Aber hoer auf, anderen Vorschriften zu machen, die das anders sehen als du, und komm von deinem Ross runter, ueber anderer Leute Sexualitaet moralische Urteile faellen zu wollen, denn was anderen gefaellt und was sie einverstaendlich machen, geht dich schlicht nichts an.

    Kommentar von Korupt — 28. September 2007 @ 09:19

  27. Da kannst du einmal sehen, welche Verwirrung in deinem Kopf stattfindet, denn du allein findest Mohnhaupt hübsch und intelligent. Besser wären wohl nur „die Gudrun“ und die „Ulrike“, oder? Ach, wie würdest du dir wohl als Baader gefallen haben, nicht wahr? Da wäre wohl die ultimative big, die very big Raushole angesagt! Herr Lüders würde dich auf jeden Fall verstehen.

    Da haben sie sich also alle in der taz versammelt. Einer nennt sich gleich „Nix“ und hat noch weniger zu sagen; dann haben wir da den Herrn Lüders (”Ein Mann in Frauenkleidern ist genau dann ein Mann, wenn er sich für einen Mann hält. Wenn er meint, er wäre eine Frau oder ein drittes, viertes Geschlecht oder vielleicht auch gar kein Geschlecht, dann halt eben das” - Anm. TK oder ein Tier oder eine Pflanze oder irgendetwas dazwischen…) – einen streng bebrillten, ebenso gescheitelten, aber nicht unbedingt gescheiten jungen Mann - der sich berufsmäßig als Lautsprecher der “Humanistischen Union” zu jedem Unsinn äußern muss, den die Beiratleute Volker Beck, Claudia Roth, Walter Jens, Hertha Däubler Gremlin, Renate Künast, Klaus Staeck, Ingrid Matthäus sowie auch Meier undsoheiter verlangen; und einen evangelisch klingenden Menschen namens Jozic, der – das will ich ihm subjektiv glauben – sich „enttäuscht, betroffen, wütend“ wähnt; und zuletzt einen jüngeren Mann aus Ulm und um Ulm herum, der nicht nur beständig Transsexualität (sicher ist er sich nicht, eigentlich nie, und so eiert er mit der Umschreibung „so etwas wie“ um Ulm herum) und Intersexualität nicht zu trennen vermag und auch sonst gewisse Schwächen bei seinen holprigen Formulierungen offenbart.

    P.S. Sven Lüders, Du hast ja so Recht, man gebe mir eine halbe Stunde in einer Talkshow, und ich jage tatsächlich JEDEN der “Frauenforschung” mit “Schimpf und Schande…vom Platz”. Nichts ist leichter als das.

    taz-100.jpg

    Kommentar von Campo-News — 28. September 2007 @ 17:22

  28. zu dem Artikel:
    Ich habe mich nicht mit Tanja Krienen auseinandergesetzt, ich beziehe mich hier einzig und allein auf den von ihr veröffentlichten TAZ-Artikel. Ich weiß nicht, was Tanja Krienen sonst schreibt, aber am TAZ-Artikel habe ich doch Einiges auszusetzten. Vorweg: Ich habe nichts gegen Frauen, Männer, Transsexuelle, Sex in allen seinen Varianten (solange er nicht pervers ist. Pervers definiert als ‘gegen jemandes Einverständnis oder Reife’) - ich habe nichts gegen Menschen per se höchstens gegen Einstellungen.
    Zitate/Abschnitte aus der TAZ habe ich mit “…” gekennzeichnet (hätte ich html verwenden können? - anderes layout auf http://blog.das-plagiat.de/2007/09/28/tanja-krienen-in-der-taz/. Los geht’s:

    TK: Ok, du hast den ganzen Text dann noch einmal hier hineingestellt, aber er würde sehr viel Platz wegnehmen. Aber er ist ja auf deinem Blog nachzulesen. Wenn du meinen ursprünglichen Text genau liest, kannst du dir viele Fragen selbst beantworten, du musst dir nur einmal die Mühe machen, dich ruhig hinsetzen, nachdenken etc.. Falls dann noch zwei, drei übrig blieben, kannst du gerne noch einmal kommen, doch so sitze ich den ganzen Vormittag daran. Natürlich bin ich skeptisch, dass es überhaupt einen Sinn macht, wenn du mit Leuten wie dem Bestechlichen liiert bist.

    Kommentar von plagiat — 28. September 2007 @ 17:59

  29. “Da kannst du einmal sehen, welche Verwirrung in deinem Kopf stattfindet, denn du allein findest Mohnhaupt hübsch und intelligent.”

    …mag ich einfach nochmal als Beispiel fuer die Krienensche “Ich hab die Definitionsmacht”-Verirrung festgehalten wissen.

    Tanja, du hast derbstens einen an der Klatsche. Ich freu mich, dass Leute wie du dennoch die Moeglichkeit haben, gluecklich zu werden, dafuer kaempf ich gelegentlich. Aber dass ich der einzige sein soll, der die Mohnhaupt “hübsch und intelligent” findet, hihi, mit deinem Absolutheitsanspruch solltest du dich an die Physiker wenden, dann kannst du ihnen gleich auch verkuenden, dass es Paralleluniversen gibt. Und erklaer ihnen bei Gelegenheit, wie wir es schaffen zu kommunizieren.

    Ernsthaft. Wenn du dich um ein wenig mehr Logik bemuehen wuerdest bei deinem Kreuzzug, muessten dich mehr Leute ernstnehmen. Ich frag wirklich aus reiner Neugier: machst das bloss, weil Logik nicht in dein Frauenbild passt?

    Kommentar von Korrupt — 28. September 2007 @ 20:48

  30. Hallo Tanja,

    mit etwas Verzögerung komme ich endlich zu einer Antwort. Erstmal freue ich mich, daß Du Dich an Unsere Diskussion im März noch erinnert hast. Dein damaliges Anliegen war ja letztlich dasselbe wie das jetzige. Und ich hatte damals schon geschrieben, dass Dir dieser Wunsch wohl nicht erfüllt werden wird, da die massenmediale Aufmerksamkeitsökonomie nunmal bunt schillernde Simplifizierungen befördert und keinen Raum läßt für Differenzierungen, wie wir sie hier ausdiskutieren. Daran hat sich - fürchte ich - nichts geändert.

    Am besten hat mir hier bisher der Beitrag 20 von Erik gefallen. Er hat das eigentliche gesellschaftliche Thema hinter den Fummeltrinen und den Tuntenaufzügen beim CSD hervorgeholt und klar gesagt, daß Fragestellungen nach der Existenz eines “3. Geschlechts” im biologistischen Sinne für dieses Thema irrelevant sind. Stimmt, finde ich auch. Genausowenig muss die Existenz einer geschlechtlichen Bipolarität im biologistischen Sinne diskutiert werden, sie ergibt sich aus dem Zeugungsakt der genau zwei Komponenten zusammenführt damit daraus ein neues Lebewesen entsteht. Es gibt keine dritte Komponente.

    Worum es also geht ist nicht die biologistische Betrachtung der Thematik sondern der Blick durch die Genderbrille: Rollendefinitionen, Gelebte Rollen, Rollenzuweisungen durch den gesellschaftlichen Mainstream, Sanktionen der Gesellschaft bei Verstoß gegen diese Zuweisungen.

    Du Tanja, hättest gerne eine scharfe Trennung der Geschlechter in den Rollen (Bekleidung, allgemeines Verhalten sind Teil der Rolle) um aus den Graustufenbereich heraus dich klar positionieren zu können.

    Nun leben wir aber in einer Gesellschaft, in der die weibliche Hälfte der Bevölkerung - gesellschaftlich akzeptiert - männliche Rollen leben darf/kann (aber nicht muß) während bei der männliche Hälfte weibliche Rollen nur in einer schillernden Subkultur toleriert werden, zu der dann der oben bereits erwähnte große Simplifikator “Massenmediale Wahrnehmung” eben auch gleich die M2F Transsexuellen dazurechnet.

    Ein ernsthaftes Plädoyer gegen die Aufweichung einer bipolaren Geschlechterordnung (im genderistischen Sinne) müsste also zunächst diese oben erwähnte Asymetrie in der Akzeptanz analysieren um dann die Einhaltung definierter (welche sind das eigentlich?) Rollenschemata einzufordern.

    Zumindest für den letzten Teil bietet Dein Artikel genau zwei Punkte an: Die Forderung an M2F-TS gefälligst Beziehungen zu Männern einzugehen statt zu Frauen, sowie die Forderung als M2F-TS im sexuellen Bereich die nötige Hingabe an den Mann zu zeigen.

    Wobei mir übrigens nicht ganz klar ist, wie das - also gesetzt den Fall, alle M2F-TS folgen brav Deinem Verdikt - die Karnevalisierung mindern soll.

    Was dem Artikel völlig fehlt, ist allerdings eine Analyse der Aufweichung der Rollenzuweisungen auf gesamtgesellschaftlicher Ebene, also ausserhalb des kleinen Soziotops der Transsexuellen/Transgender.

    Das ist schade, weil eben die Überschrift und das Bild genau das verspricht….

    Peter

    Kommentar von Peter — 28. September 2007 @ 22:07

  31. Korrupt - erzähl du nur. Zur Sache sagst du ja nichts. Bumms von mir aus auch im Traum die gutaussehnenden und intelligenten “Gudrun E. und Mohnhaupt”. Letztere lebt ja noch. Viel Spaß.

    Peter - Der Artikel umfasste eine ganze Seite, mein ursprünglicher Text zwei - hätte ich alles berücksichtigt was zu sagen wäre, so müsste ich ein Buch schreiben. Hab ich ja auch, gewissermaßen: meine Biographie.

    Für das Aufmacherfoto kann ich nichts, das hat die taz ausgewählt. Aber wenn du davon sprichst, die Aufweichung der Rollenbilder - wie du es nennst - wäre nicht reflektiert, so meine ich zum einen, dass dies doch bis zu einem Grad geschah, allemal nämlich in der Beschreibung von unterschiedlichen Kriterien für die Geschlechter, zum anderen aber ging es mir eben auch nicht allein um den “kulturellen” Aspekt, sondern mehr um die rechtlichen und biologischen. Welchen Beitrag aber sollten Tunten und “Transen” denn für die “Aufweichung” von Klischees haben? Keine, sag ich dir - im Gegenteil.
    Der Reihe nach: Natürlich kann ich mich an unsere Debatte erinnern, sie war nach anfänglichen Problemen ganz produktiv, so schien es mir zumindest. Du versuchst jedenfalls nachvollziehbar zu debattieren. Du sagst gleichzeitig ganz oben etwas, was in großen Kontrast zu dem ganz unten steht; oben siehst du die schrille Seite als die medial wirksame, meinst aber dann, im Widerspruch dazu stehend unten, es würde sich nichts ändern, wenn eben diese Karnevalisierung herunter gefahren würde. Das macht keinen Sinn. Sehr wohl möchte ich das transvestitische Element, auf das anscheinend 90% der falschen TS “abfahren”, von wirklichen transsexuellen Erscheinungen trennen - “totaler und radikaler als wir uns das heute überhaupt erst vorstellen können” *g*

    Ja, Frauen fallen erheblich weniger auf, wenn sie “Männliches” adaptieren. Aber - und das ist schon ein entscheidener Unterschied - sie treten auch gewöhnlicherweise nicht schrill auf. Ist ja auch klar, sie wollen ja eher von der bunteren weiblichen Erscheinungen weg - hin zur sachlichen der Männerwelt. Auch die Drag Kings stellen normalere Männer dar, als umgekehrt jene Tunten oder aber auch ernsthaftere Transvestiten. Ein kleiner Teil der “Transen” versucht sich auch in recht dezenter Weise und dies Beispiel zeigt, dass es Alternativen zu den jetzigen Formen gibt. Aber die gängigen Erscheinungen sind eben nicht nur transvestitisch, sondern in höchstem Grade exhibitionistisch, noch klarer gesagt: meist sexuell motiviert. Ich sehe jedenfalls nicht im Ansatz einen Grund für eine ursächlich männliche Person, dass sie sich derartig präsentiert, wenn sie nur als weiblich im Alltag wahrgenommen will.

    Also, die “Hingabe” scheint ja nun ein Punkt zu sein, der immer wieder genüsslich zitiert wird. Ich meine damit einfach nur, was für die erdrückende Zahl der biologischen Frauen gilt: “es” mit Männer gefühl - und lustvoll “können”. Dass es so wenige TS gibt, die eben dies können, zeigt, dass sie nie aus dem alten Schema heraus kamen. Bitte, was ist “weiblich”? Sie sagen dann alles mögliche, aber wenn du siehst, welchen Umfang ihr pseudophilosophisches Genuschel über Geschlechter einnimmt, wenn du siehst, wie sie ständig über Kleidung debattieren - und über jeden untergeordneten Unfug, nur nicht über Liebe, dann lernst du den Charakter diesen Menschen langsam aber sicher kennen. Es ist ein schlimmes Milieu, in dem soviel gelogen und sich selbst in die Tasche gelogen wird, wie…ach, da setze jeder ein, woran er schlimmstenfalls denkt.

    In der Schwulenszene gab es einen Spruch, der lautete: “Tunten sind dumm”. Schlimmer, sie sind in der Regel boshaft, zickig, egoistisch, komplett neben der Spur und - infantil.

    Kommentar von Tanja Krienen — 29. September 2007 @ 14:53

  32. Schade, ich habe einige Fragen ernst gemeint und hätte mich über ihre Beantwortung echt gefreut. Ich habe deinen Artikel nicht überflogen, ich habe ihn gelesen… Dass ich Korrupt kenne, heißt nicht, dass ich all seine Meinungen teile (ja, die Mohnhaupt sieht auf einigen der alten Bilder echt gut aus - nein, ich sympathisiere nie und nimmer mit der RAF - ich habe einen eigenen Kopf und manchmal stimme ich mit Leuten überein, anderen Mal nicht. Ich find allerdings RAF und Mohnhaupt passen hier gar nicht hin…). Wäre ja total öde, wenn man nur Freunde hätte, mit denen man immer einer Meinung ist.

    Auch ich habe mich über die “weibliche Hingabe” ausgelassen. Und ich finde es beruhigend, dass du es hier noch mal anderes formuliert hast.

    Ich meine bei dir eine Abneigung gegen das “schrille aufgesetzt Weibliche” zu lesen. Lass sie doch, lass sie doch ‘infantil’ sein und sei erwachsen. Oder behindern sie dich?

    Kommentar von plagiat — 29. September 2007 @ 20:21

  33. Entschuldigung, ich blicke da nur, egal ob Ennslin oder Mohnhaupt (lustiger Name in diesem Zusammenhang), in von Drogen gezeichnete Visagen. Wer Spaß dran hat!? Was würdest du zu jemandem sagen, der von sich gibt, Eva Braun (persönlich unbescholtener als Mohnhaupt) sei eine nette Frau gewesen und er würde gern…?

    Naja, mag sein, dass ich, die ich sehr in der Welt des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebe, in meiner Diktion manchmal etwas “klassisch” daherkomme - aber nicht ich bin schuld an der partiellen Entartung der Sprache. Und so mag die “Hingabe” antiquiert erscheinen, wo man doch heute “ein geiler Fick” oder ähnliches sagt (Anzeigentext: “Transe”, gern aktiv, macht auch den Hengst”). Sowas kommt bei mir halt nicht vor, sorry. Außerdem geht es um mehr; um die Zulassung von Berührungen, Genuss, ja auch “dienen”, will sagen “dem Mann eine Frau sein”, auch einmal uneigennützig usw. - wer schon einmal Sex hatte, müsste wissen, was ich meine.

    Ja, ich lass sie ja auch! Warum ist es so schwer zu begreifen was gemeint ist? Auch du kritisierst doch wahrscheinlich auch den “Typ dummes Blondchen”, oder etwa nicht? Und so darf auch ich bestimmte Leute der “Szene” kritisieren. Doch vor allem geht es mir darum, dass diese schrillen Leute mit ihrer bizarren Präsentation nicht wirkliche Transsexualität repräsentieren und es sich auch im Normalfall nicht um Transsexuelle handelt. Tatsächlich “behindern” sie mich in sofern, als dass ihr Verhalten, aufgebläht durch die schwul-feministische Medienallianz, für das Bild von “Transen” steht. So wie doch ein islamistischer Gewalttäter, ein erzreaktionärer oder pädophiler Geistlicher, ein mafiöser Rechtsanwalt, ein dopender Radsportler usw. der eigenen Gruppe, die redlich arbeitet, schadet, so schaden auch diese.

    Wie gesagt, wenn da wirklich konkrete Fragen und nicht nur Bemerkungen “aus dem Bauch” heraus sind, so frage nur.

    An anderer Stelle steht ein netter Kommentar von einer WIRKLICHEN Betroffenen und nicht von einem Menschen, der für seine kalkulierte Empörung bezahlt wird, und besser über die Kurierung von Hühneraugen schreiben sollte:

    “Ich frage mich immer wieder was das soll, wenn vermeintliche Betroffene kommen und sagen, ich bin eine Frau, fühle mich so und zwar schon als kleines Kind, dan aber hingehen und jegliche Anpassung an das weibliche geschlecht ablehnen. Da frage ich mich selber dann schon, sind das wirklich Frauen, oder nur solche die behaupten Frau zu sein, so wie jemand behauptet Napoleon zu sein?
    Ich bin ebenfalls durchaus der meinung, dass Trassexualismus eine Krankheit ist, auf der einen Seite verweigern Betroffene die Bezeichnung, dass es sich hierbei um eine Krankheit handelt, auf der anderen Seite, möchten sie medizinische Behandlung und das die Krankenkassen sämtliche Kosten für die Angleichung bezahlen. Darin sehe ich einen Widerspruch, entweder ich bin krank, dann kann ich Leistungen von einer Krankenkasse beziehen, oder nicht, dann bekomme ich halt nicht diese Leistungen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dieses ganze Tuntibunti den wirklichen und ehrlich Betroffenen sehr geschadet haben.

    Was soll eine Änderung des TSG’s dahingehend, dass man auch ohne Genital OP sich als Frau bezeichnen lassen kann. Ich stelle mir das gerade schön bildlich bei ner Leibesvisitation im Ausland vor wo man weniger tolerant gegenüber Menschen mit TS ist, die einen Pass mit F haben, aber noch ein voll funtionstüchtigen Zipfel. Na dann schöne Zeit dort im Knast.

    Und wenn Sie Frau Kamm. behaupten keine Frau zu sein, na warum ändern Sie dann nicht mehr ihren Vornamen in einen männlichen um und beantragen die Geschlechtszugehörigkeit - männlich, das verstehe ich nun nicht. Denn wirkliche MzF TS sind Frauen und FzM sind Männer, basta, daran ist nicht zu rütteln. Alle anderen die das nicht so sehen, bei denen verstehe ich nicht, warum sie sich nicht psychiatrisch behandeln lassen und eventuell ein Leben als TV leben.”

    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

    Kommentar von Tanja Krienen — 30. September 2007 @ 07:42

  34. Na klar, so sind sie und die Schwulen finden das wichtig (im Gegensatz zu seriösen Aufsätzen). Natürlich ist der Trans-Kerl, der auch schon in einer anderen Sendung mit kahlem Haupt und Minirock, seine Lesbe zu Hause lassend, eigenes einjähriges Kind auf den Armen (unfassbar, was heute das Sorgerecht zugesprochen bekommt) daher stiefelte, nicht transsexuell. Was ist das für ein Land? -
    http://209.85.129.104/search?q=cache:ihZMl0Z86QAJ:www.queer.de/boulevard_detail.php%3Farticle_id%3D7675+Willkommen+in+der+Nachbarschaft,+Transsexuelle&hl=de&ct=clnk&cd=6&gl=de

    Kommentar von Campo-News — 2. Oktober 2007 @ 13:48

  35. Komisch,

    es will sich nun schon seit 4 Tagen niemand mehr melden, die/der an fliegende Einhörner glaubt.

    Erik

    Kommentar von Erik — 3. Oktober 2007 @ 06:09

  36. Das ist klar: Die Schwulen, die Sadomaso-Fraktion und jene “Transgender” die, weil sie GANZE MÄNNER sind (und so denken), Betroffenen oder nur Schein-Betroffenen von einer Operation abraten, weil diese risikoreich und “eine Verstümmelung” sei, haben ihr linksextremistischen und rein politisch motiviertes Werk der Verwirrung und der fortgesetzten Sprengung der Gesellschaft getan.

    Noch dies: Sie beten ja an anderen Stellen des Webs ihre Pseudowissenschaft (nichts, als die zusammengetragenen Ergebnisse ihrer eigener Szene) herunter. Nehmen wir z.B. einmal ihre Aussage, eine Operation sei eine “Verstümmelung”. Richtig, für Männer sind die weiblichen Geschlechtsorgane eine Verstümmelung. Diese, durch Aneignung eines esoterischen, pseudoreligiösen Feminismus zu ihrer “Weiblichkeit” gelangten Männer, haben selbstverständlich mit ihrem Körper (obwohl sie aus taktischen Gründen das Gegenteil floskelhaft und mit der falschen Phrase vom falschen Körper immer wieder betonen) kein echtes Problem. Im Gegenteil, ihnen würde - buchstäblich - etwas fehlen. Sie, die ja überwiegend mit Frauen - wie eh und je - liiert sind, möchten weiter ganz normal Frauen penetrieren und sogar zeugungsfähig bleiben. Ja, so sind unsere Transgender des Jahres 2007 - ein Zerrbild des ehemals guten Vorsatzes, geborenen Männern, die WIRKLICH UNTER EINEM LEIDENSDRUCK stehen, sofern sie konsequent als Frauen leben möchten, dies zu gestatten.

    Ein letztes Wort zum Gehirn. Es gibt noch keine einzige klare Studie zur pränatalen Ausprägung des Hirns. Selbst wenn ein Hormon eine Prägung verschuldete, so hat dies eine Auswirkung auf ganz wenige Bereiche - von einem generell “weiblichen Gehirn” kann gar nicht die Rede sein. Dann wäre es z.B. kleiner. Nur eine geringe Zahl von Frauen (bei denen die typische Geschlechtlichkeit auch mitunter gering entwickelt ist oder die ein frühkindliches Trauma entwickelten) orientieren sich lesbisch. Dass diese Gruppe bei “Trans”frauen” nicht 3% wie üblich, sondern etwa 70 % beträgt, zeigt auf den ersten BLick, dass dies alles nichts mit einem “pränatal weiblichen Gehirn” zu tun hat. Falls es das gibt, dann gilt es für die kleine Schar von echten Transsexuellen - alle anderen benötigen dies als Konstrukt, um sich zu definieren.

    Kommentar von Tanja Krienen — 3. Oktober 2007 @ 08:15

  37. Ja, bei Herrn Randolf Klug, der sich Ria nennt, kommt ALLES zusammen, was die moderne Transerei ausmacht: Keine körperlichen Veränderungen, eigenes Kind, “lesbische Liebe” (schlicht ein Witz, schließlich ist er ein ganz normaler Mann nur mit Vorliebe für Fummel), “sie” will ein ER sein (also die reichlich vorkommende Beziehung unter “Transen” (als Hilfskonstrukt, weil sie nicht wirklich ihrer gewählten Rolle entsprechen) und natürlich SM (wie bei mindestens jeder zweiten Person, die sich “trans” nennt - fast möchte man meinen, dies sei eine Grundvoraussetzung). Konsequenterweise wird er dann auch als ER bei ERtl/twoinone vorgestellt: “Kej (35) und Randolf (52) sind verheiratet und haben ein gemeinsames Kind, Yanis (1). Beide sind berufstätig, Kej ist Biologin, Randolf selbstständiger Tischler. Alles in allem klingt es nach eine perfekten, kleinen Familie. Aber nichts ist wie es scheint. Denn Randolf ist transsexuell. Er nennt sich Ria, kleidet sich weiblich, schminkt sich und trägt langes Haar (Anm: TK - in Wirklichkeit ist er total kahl). Nichtsdestotrotz steht er auf Frauen und hatte bereits mehrere Beziehungen. Bevor er Kej kennen lernte, wollte er keine Kinder. Immer hatte er das Gefühl, die Frau, die sein Kind zur Welt bringen könnte, würde ihm danach die Mutterrolle streitig machen. Und er wollte unbedingt Mama sein. Mit Kej hat er dieses Gefühl nun nicht.

    Denn Kej ist lesbisch und fühlt sich mehr wie ein Mann. Deshalb übernimmt sie auch den männlichen Part in der Beziehung und lässt Ria Mama sein. Von autoritärer Kindeserziehung halten die beiden allerdings nichts. Kej und Ria reden offen über ihre Beziehungen und ihre Sexualität, ihr Rollenverständnis diskutieren sie gerne und oft. Für ihre kleine Familie wollen sie das Haus von RTL II unbedingt gewinnen.

    Aber wie werden die neun Nachbars-Familien, die sowohl direkt nebenan als auch in der gleichen Straße wohnen, auf diese alternative Familienkonstellation und Kindeserziehung reagieren? Um die Nachbarn auf ihre Seite zu ziehen, planen die beiden eine ganz besondere Überraschung: Eine Sexspielzeug-Party. Immerhin geht es um ein ca. 250.000 Euro teueres Haus mit Grundstück, das sie geschenkt bekommen sollen! Aber wie wird die Idee ankommen?”

    Wir können anhand dieses Falles feststellen, was “trans” heute geworden ist: Äußerst selten mehr als eine Sexsekte.

    Kommentar von Campo-News — 3. Oktober 2007 @ 14:27

  38. Hallo Tanja,

    hat länger gedauert bis ich die zeit fand zu antworten aber hier nun:

    Zu Deinem Zitat aus #31 “Du sagst gleichzeitig ganz oben etwas, was in großen Kontrast zu dem ganz unten steht; oben siehst du die schrille Seite als die medial wirksame, meinst aber dann, im Widerspruch dazu stehend unten, es würde sich nichts ändern, wenn eben diese Karnevalisierung herunter gefahren würde. Das macht keinen Sinn.”

    Ja, so würde das auch keinen Sinn ergeben. Geschrieben habe ich jedoch, dass eine Änderung des Rollenverhaltens entsprechend Deiner Forderungen an der Karnevalisierung nichts ändern würde. Diese ist schlicht Phänomen einer massenmedialen Partygesellschaft mit Quotendruck und Befriedigung des Voyeurismus (”Perversegucken”) der Massen und hat nichts mit gelebten Rollen zu tun.

    Jetzt noch zu Deinem Beispiel in #37: An sich ein witziges Beispiel für “was es alles gibt”. Nach Deiner Diktion liegt ja der Fehler in dem Text darin, dass “Ria” als transsexuell definiert wird, wo er doch Transvestit sei.

    Interessante Frage hier nun: Hat er sich selber als transsexuell definiert? Und wenn ja warum? Oder war das die Texterin? Und die vielleicht, weil (”sex sells”) hier diese Wortwahl höhere Aufmerksamkeit sichert?

    Peter

    Kommentar von Peter — 5. Oktober 2007 @ 09:50

  39. Hallo Peter!

    Nein, Randolf, der Tischer, ist ja derzeit das heißeste Eisen des „paraphilen“ Gender-Prekariats, weil er ALLES repräsentiert, was ich in Satiren beschrieb. Ich wurde auf ihn aufmerksam, als er schon zuvor in „We are family“ „auftrat“. Nun reicht man ihn weiter.

    Tatsächlich ist es so, dass die Medien etwas vorspielen, was es in Wirklichkeit nur äußerst selten gibt. Aber wo ist da der Widerspruch in meinen Ausführungen? Ich schreibe doch ständig, dass FAST NUR Leute diese Thematik als Ideologie propagieren, die nicht TS sind und es auch nie leben werden. Alles ist nur „Gender-Ideologie“.

    Ich stelle als Ergänzung eine weitere aktuelle Äußerung von mir aus dem anderen, dem “Zentralrat-Thema”, ein (die Antwort richtet sich in der Schärfe ja nicht an deine Adresse):

    Das Hilfskonstrukt liegt auf eurer Seite, weil ihr keinen einzigen definitiven Beweis vorlegen könnt, und die Einordnung der Psychologen weder zufällig noch willkürlich erfolgt. Bitte, zum 1000sten Mal: Wo ist der Beweis? Was ich lese, sind nur Umdeutungen des Genderlagers, die natürlich inzwischen auch die offizielle WHO-Schreibung beherrschen, sowie ja die eigentlichen Fachleute, also die Psychoanalytiker, nicht von sich aus Homosexualität von der Liste der Störungen gestrichen haben, sondern dazu gezwungen wurden. Was befähigt dich dazu, Äußerungen zur Psychologie vorzunehmen? Die “eigene Betroffenheit”? Das ist ja lächerlich. Seit wann forscht eine Kakerlake zum Thema Schädlingsbekämpfung?

    Benjamin hat auch nicht gesagt, dass Transsexuelle geborene Frauen sind! Ich wies ja auch schon zum xten Mal darauf hin, dass es durchaus eine Beeinflussung des werdenden Kindes, also eine pränatale SCHÄDIGUNG, auf der Basis einer hormonelle Störung und diese wiederum einen “günstigen” Nährboden für TS abgeben könnte. Die Frage ist dann aber doch, wie oft soetwas vorkommt, wie es sich äußert, und inwieweit dies in der Gemengelage überhaupt relevant ist. NIEMAND vernünftigen Verstandes bezweifelt doch, dass die frühkindliche Erziehung AUCH in nicht geringer Weise für die weitere Entwicklung verantwortlich ist, und solange hier nicht wissenschaftlich nachprüfbare Fakten hergezeigt gezeigt werden, erübrigt sich eine weitere Auslegung.

    Schauen wir uns aber die vorliegenden Fakten an und sehen nach, worauf es wirklich ankommt. In einer Erklärung zu Benjamin heißt es GANZ, ABER HAARGENAU IN MEINEM SINNE: “…darin entwickelte er eine dreigliedrige Skala, die eine Einteilung in Transvestiten (I), nicht operationsbedürftige Transsexuelle (II) und Transsexuelle höherer Intensität (III) vornahm (Anm. TK: Wenn ich von “höherer Intensität” geschrieben hätte, würde man mich zerreißen). Nur bei letzteren sollte eine Operation geschlechtsanpassender Merkmale durchgeführt werden. Grundlage für die Einstufungen sind dabei das Verhältnis der einzelnen Typen zur Kleidung und sexuellen Orientierung.”

    Aha! Diesmal AHAHA!!! “EBEN DRUM” rufe ich hier viermal, fünfmal aus! Es gibt Tunten, es gibt falsche Transsexuelle UND ES GIBT Transsexuelle UND NUR DENEN sollte man die OP ERLAUBEN! Was ist die Grundlage nach Benjamin? KLEIDUNG UND, nochmal UND, zehnmal UND: DIE SEXUELLE ORTIENTIERUNG!!!! Ahaha!

    Fazit: Transsexualität wird MÖGLICHERWEISE AUCH durch Hormone BEGÜNSTIGT - viel wissen wir nicht. Aber diese PARTIELLE Begünstigung, heißt bei weitem nicht, diese Person sei von Geburt aus weiblich in ihrer Gesamtheit, so wie z.B. ein Hirsutismus nichts damit zu tun hat, dass die Frau eigentlich ein Mann wäre, obwohl augenscheinlich doch der Hormonhaushalt bisweilen gewaltig gestört ist. Wäre das also bei TS so, gäbe es von vornherein eine Reihe von weiblichen Eigenschaften - doch die sieht man gewöhnlich, außer bei wirklichen TS, nicht vorher.

    Kommentar von Tanja Krienen — 6. Oktober 2007 @ 09:12

  40. Nun hab ich mich natürlich weiter schlau gemacht, weil man ja immer wieder neu gezwungen wird, sich mit den absurdesten “Ideen”, Fiktionen und Ausfällen zu beschäftigen. Das Grüppchen Schlickfang und Niezuhus hat ja nun etwas ganz Neues “entdeckt”: Die geborene Frau in einem Männerkörper (letzteres stimmt ja unzweifelhaft auch für die beiden). Das alles ist listig und lustig zugleich, lausig und lau im Wortsinn, flach und falsch, aber auch dumm und doof. Sie adaptieren Harry Benjamin, drehen und wenden den armen Kerl und unterschlagen (das ist das, was sie am besten können), dass HB ausdrücklich von geborenen Männern sprach.

    Benjamins Einteilungen sind übrigens recht interessant, wenngleich auch hier durchschlägt, dass imgrunde zu fragen ist, ob sich nicht die ganzen Informationen - mit wenigen Ausnahmen - aus dem Fundus einer Sexsekte, eines komplett dubiosen Milieus speist, das etwas vorgaukelt, was es beinahe nicht gibt, Auffallend ist nämlich auch, dass Sexualität auf der Skala der 6stufigen Benjaminschen Einteilung kaum vorkommt. Es ist ja absolut richtig, dass Tunten und Transen kaum über einen sexuellen Trieb verfügen - und wenn, ist er auf die durch Federboas, bunte Röckchen, Stiefelchen, Korsetts und anderem Tatütatatrara repräsentierten Fetischen gerichtet, aber deshalb fehlt die Stufe 7, die sich nochmal von den anderen abgrenzt, und zwar als “ganz normale” weibliche Sexualität widerspiegelnd. Dass dies so wenig berücksichtigt wird, weist darauf hin, dass so gut wie alles was mit “trans” zu tun hat, möglicherweise ein Fake ist.

    Interessant auch nochmal die Selbstbeschreibungen der “Szene”, aus denen gut ersichtlich ist, dass die Begriffsverwendung Transgender & Co ohne Abstriche NICHT für Transsexuelle gelten kann. Jede Person also, die sich als transsexuell empfindet, ist es nicht, wenn sie diese Begriffe adaptiert (da er von Tunten und Asexuellen, aber nicht von TS propagiert wird). Was zu beweisen ist - O-Ton “Szene”:

    “Mitte der 70er Jahre stand der Begriff Transvestismus immer noch im Zusammenhang mit sexueller Befriedigung. Virginia Prince (USA), die vollzeit in der weiblichen Rolle lebte, lehnte aber jegliche medizinische Behandlung ab und hatte auch in der sozialen Rolle keine sexuelle Motive (Anm TK: sie haben ja auch keine echte Sexualität). Da sie sich somit in keinem der medizinischen Begriffe wiederfand, erschuf sie 1978 das Wort Transgender, das schnell von Mitbetroffenen (Anm. TK: selbstverständlich haben das diejenigen, die wir AUCH nach der Benjaminschen Skala schnell als Tunten apostrophiert wiederfinden quick und queer adaptiert) angenommen wurde.

    Damit war ein Begriff geboren, der, als Vorstufe der Transsexualität (nicht-operierte Transsexuelle), für einen Aufbruch des zweigeschlechtlichen Denkens der Gesellschaft stand (soziale Identität). (Anm TK: also schlicht ein Konstrukt erfunden, weil sie nicht wirklich Transsexuelle, niemals “geschlechtlich-Hinübergehende” sind)

    So wie der Begriff Transsexualismus tauchte auch Transvestismus 1975 erstmals in der ICD-9 unter “Sexuelle Verhaltensabweichungen und Störungen” als Krankheit auf (während Homosexualität daraus verschwand). Auch wegen dieser Einstufung als Krankheit lehnten manche Betroffene den Begriff Transvestismus ab und bekannten sich als Crossdresser. Virginia Prince machte aber deutlich: “This is a term that says what we do, not what we are” (Dieser Begriff sagt was wir tun, nicht was wir sind).

    In den 80er Jahren gründeten sich in Deutschland die ersten Selbsthilfegruppen. Eine dieser Gruppen war Transidentitas, deren Treffen erstmals 1985 stattfanden. Auf die Gründerin Klein geht die Schöpfung des Begriffs Transidenten zurück, der als Oberbegriff Transgender (nicht-operierte Transsexuelle), Crossdresser (Transvestiten), Transsexuelle (vor- und nachoperativ), so wie Intersexuelle beinhaltete.”

    Kommentar von Tanja Krienen — 7. Oktober 2007 @ 11:17

  41. Auszug aus einem oben verlinkten Forum

    [quote]donut schrieb am 26.09.2007 um 14:37:26:

    ein zitat aus einem interview, das muslim markt mit ihr führte (ist auf ihrer hp nachzulesen):

    [i]Aber gestatten Sie mir noch eine Bemerkung zu den Homosexuellen. Diese sollte man wegen ihrer unglücklichen Neigung und ihres gewählten Lebensweges nicht bestrafen, sondern nur dafür sorgen, dass ihre “Kultur” nicht medial in den Vordergrund gerückt und die Regeln des öffentlichen Anstandes von ihnen eingehalten werden. [/i]

    dazu und zu dem, was bereits geschrieben wurde, erspare ich mir jeden kommentar, sonst würde ich meine gute erziehung vergessen.[/quote]

    Anmtwort:

    Wieso? Sie hat doch recht. Schwul sein ist keine Leistung, und das ist auch gut so. Und die Selbstdarstellung auf dem Karnevalswagen ist doch zumeist mehr als peinlich und ekelerregend, wenn Zivilisation auf den Hund kommt, da die Protagonisten der Szene sich teilweise in hündische Gummikostüme einpellen, was nun wirklich etwas für den privaten Bereich ist. Öffentliche Hemmungslosigkeit ist kein Anzeichen von Liberalismus, sondern von geistiger Verwarlosung. Etwas mehr Bürgerlichkeit, die sich in der Verfeinerung der Sitten ausdrückt, sollte doch auch die schwule Szene anstreben, denn Retardierung ist äffisch. Ein Affe auf dem Baum mit einem Laptop in der Hand bleibt ein Affe.

    Kommentar von Korrektor — 8. Oktober 2007 @ 05:12

  42. Richtig, ich plädiere immer für die Einhaltung bestimmter Grenzen. Wenn man in privat verkäuflichen Magazinen oder auch in Büchern den Rahmen weiter öffnet, so ist das in Ordnung, aber wir müssen mit allen Mitteln dafür sorgen, dass das öffentliche Leben nicht verkommt. Deshalb muss die Zurschaustellung von Homosexualität und des besagten Tuntentums auch deutlich zurückgefahren werden.

    Wie im letzten Beitrag ja auch anklingt, ist es ebenso nicht so, als seien Schwule einfach nur Leute, die Männer lieben. Mitnichten ist das so. Es ist leider in seinem Mainstream ein Lebensstil, der viele andere Dinge beinhaltet, z.B. Sadomasochismus, Exhibitionismus, Drogenkonsum und auch Delinquenz (was für “Transen” in noch höherer Weise gilt). Über den enthemmten Charakter lässt sich bei Freud ja auch manches nachlesen und das er mit eben jener Delinquenz, aber auch Schwachsinn einhergeht, ist ja kein Geheimnis. Wären sie richtige Affen, so könnte man es ja entschulden.

    Der Satz aus meinem Interview mit dem Muslim-Markt ist auch im Nachhinein völlig in Ordnung. Homosexualität nimmt im öffentlichen Leben einen Platz ein, der ihr absolut nicht zusteht. Und was den “öffentlichen Anstand” angeht, so ist das oben skizzierte Verhalten gemeint. Es gibt da Bilder, die möchte ICH nicht sehen, und ich möchte auch nicht, dass sie 8jährige Kinder des Nachmittags, wenn Herr Ücker wieder mal einen CSD im WDR kommentiert, sehen. Wenn überhaupt, sollen die Herren das in den Darkrooms machen, in die sie geflissentlich auch dabei gehören. Solange sie sich derartig öffentlich präsentieren, zeigen sie dem guten Beobachter auch, wie sehr neurotisches Verhalten noch immer ihre Zustand nach der “Befreiung” dominiert. Kritisiert man dies, erhält man oft die Antwort, dies sei aber eine homophobische Einstellung, gehöre doch dieses Verhalten zu “ihrer gelebten Kultur”. Ich will das nicht hoffen, ließe es es doch so tief blicken, dass man ganz böse Gedanken bekommen könnte…

    Kommentar von Tanja Krienen — 8. Oktober 2007 @ 07:28

  43. Da kann man mal sehen, wie dumm beim Spiegel agiert wird. 8 Jahre später ist ein Ereignis aus der hintersten Mongolei - sozusagen - noch ein Lacher wehrt. Aber dass man den Brüller der deutschen Gesetzesgebung einmal benennt, oder noch besser aufschlüsselt, kommt den Herren Haas und Co nicht in den berühmt-berüchtigten Unsinn -
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,509974,00.html

    Kommentar von Campo-News — 8. Oktober 2007 @ 10:31

  44. Hallo Tanja,

    ich stelle hier auch den Text ein, der eigentlich in die TAZ sollte,
    dort aber immer noch nicht veröffentlich wurde; scheint es dort eine
    Zeitsperre zu geben?

    ___________________________________________________________________

    Sehr geehrte Leser, hallo Taz Redaktion, liebe Tanja Krienen,

    ich möchte mich als selbst Betroffene zuerst bei Frau Krienen für ihren Artikel bedanken, da sie mir aus dem Herzen sprach.

    Um was geht es denn überhaupt? Leider werden die Diskussionen auf allen Fronten gleichzeitig geführt. Das mag zur Bewußtseins Erweiterung förderlich sein, löst aber nicht die Probleme einzelner.

    Die Gesellschaft wird freier und vielfältiger, Geschlechtsgrenzen zerfließen und für mich gibt es keine Zuordnung in Mann oder Frau mehr; dem widerspricht auch Frau Krienen nicht. Für mich gibt es als Konsequenz nur noch Menschen. Das ist auf allen Ebenen des Zusammenlebens auch so umsetzbar, schwer wird es nur, diese Ideen mit langsamen Apparaten wie unserer Jurispondenz zu vereinbaren.

    Es existiert durch Eintrag in der Geburtsurkunde eine Trennungen der Geschlechter, und zwar von genau zwei Geschlechtern: “w” und “m”. Durch den Eintrag ergeben sich andere Pflichten und Rechte, seien es Wehrpflicht, unterschiedliche Renteneintrittsalter, geschlechtsspezifische Trennung in Gefängnissen, Möglichkeiten zur Heirat und vieles mehr.

    Um all diese Punkte geht es aber bei Menschen, die einen operativen Wechsel ihres Geschlechtes möchten aber nicht, oder nur sekundär. Es gibt Menschen wie mich, die einen gesunden Körper haben und einen ebenso gesunden Geist, die dummer weise nicht miteinander harmonieren. Da aus der bisherigen medizinischen Erfahrung nur eine körperliche Änderung zu langfristig positiven Ergebnissen führt, bin ich der Gesellschaft überaus dankbar, dass diese Behandlungen durch die Krankenkassen mit enormen Mittel für Psycho-Therapien, Bartepilationen, Hormonbehandlungen, logopädischen Behandlungen und operativen Angleichungen unterstützt werden. Dafür muß ich den Makel oder wie andere es nennen das Stigma des Krank seien hin nehmen. Das auf der anderen Seite Patienten wichtige Medikament oder Behandlungen durch Quotierung versagt bleiben übersehen viele.

    Wo sehe ich die Gefahr bei einer weiteren Aufweichen des Begriffes Transsexualität? Das die erwähnten Behandlungen aus dem Leistungskatalog verschwinden werden. Und das wäre für “wirklich” Transsexuelle ein Drama, oder zumindest ein nur schwer zu finanzierender Brocken. Ich habe überhaupt nichts gegen alle möglichen Facetten des menschlichen Dasein; im Gegenteil, diese bereichern mein Leben. Aber Begriffe wie Queer oder Transgender haben nicht viel mit dem im TSG geprägtem Begriff Transsexualität zu tun. Und sehr schnell können für transsexuelle lebensnotwendige Behandlungen unter den Oberbegriff Schönheitchirurgie fallen.

    So wie ich Frau Krienen verstehe, möchte sie nur auf diese Gefahr hinweisen. Das schließt mit ein, dass der Kreis der Behandelten klein bleiben wird, wenn heutige strenge Kriterien beibehalten werden. Es hat aber auch den Vorteil, dass in Zukunft diesem kleinen Kreis die notwendigen Behandlungen bezahlt werden. Und das wäre mir aus ganz egoistischen Gründen wichtig.

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne

    Kommentar von Susanne — 21. Oktober 2007 @ 13:26

  45. Hallo Susanne!

    Gut siehst du aus!

    Vielleicht hat die taz nach 44 Beiträgen das Thema zur Kommentierung geschlossen, vielleicht aber auch wurde das nicht eingestellt, weil die ab Freitagabend bis Montagfrüh dort niemanden haben, der die Debatten betreut. Schick es doch zur Redaktion als “Leserbrief”.

    Ja, du hast meine Intension richtig verstanden. So wie auch ein Zweisemsterjurastudent, oder ein Anwaltskanzleigehilfe, nicht als Rechtsanwalt agieren darf, sowie auch eine Krankenschwester nicht als Ärztin fungiert, so bedarf es auch in “unserem Bereich” einer Trennung, resp. konkreten Charakterisierung. Es geht da auch einfach um Wahrhaftigkeit, aber ich denke, du hast verstanden, was ich meine.

    Tatsächlich meine ich auch, dass man verantwortungsvoll mit öffentlichen Geldern umgehen sollte und nicht Maßnahmen inflationär empfehlen kann, die nicht nur nicht benötigt werden und auch Millionen aus der Krankenkasse verschleudern. TS ist keine Livestyle-Option und wer die Szene aus nächster Nähe miterlebt, kann nur zu dem Schluss kommen, dass es einer Menge Verkehrtheit bedarf, um sich selbst als Avantegard für irgendeinen Trend zu sehen. Was ich in der Regel sehe, ist nur geckenhafte Grellheit, die Traurigkeit, Tränen und Tod notdürftig übertüncht. Erbärmlich. Aber weil sie das wissen, und weil sie jene, die darüber sprechen, hassen, führen sie einen Diskurs, der mit “Mobberei” und “Rufmordkampagne” noch arg untertrieben umschrieben ist.

    Bis dahin, ich wünsche Dir alles Gute, Tanja

    Kommentar von Tanja Krienen — 21. Oktober 2007 @ 18:47

  46. Hallo Tanja,

    ich habe mir heute die Mühe gemacht einige Deiner Beiträge im Internet zu lesen und erkenne einen deutlichen Hang zur Polarisierung. Das ist, auch wenn es in vielen Fällen weit über die Grenze der Diffamierung geht, in Zeiten der allgemeinen political correctness sehr erfrischend. Das machen viele Satiriker schlechter. Nur leider verstehen das Betroffene selten, da die wenigsten genug Distanz zu sich haben, um über sich und ihr Treiben lachen zu können. Und der Anteil der Intellektuellen geht täglich zurück. Die Menschen lesen Wörter, aber nicht mehr zwischen den Zeilen.

    Ich persönlich habe in meiner Spießigkeit durchaus Probleme mit manchem Treiben in der Öffentlichkeit. Ich brauche in der U-Bahn keine Drogensüchtigen neben mir, die sich einen Schuß setzen, und die Nadel auf den Fußboden schmeißen. Ich brauche keine offen kopulierenden Homosexuellen auf dem Marktplatz. Und ebenso empfinde ich geschminkte bärtige Männer mit Glatze im Rock und hohen Schuhen als optische Katastrophe. Mich ekelt so ein Verhalten an.

    Damit spreche ich keinem dieser Menschen irgend ein Recht auf Menschlichkeit ab, würde nie auf die Idee kommen, sie dafür zu bestrafen oder zu ächten. Selbstkontrolle sollte da ausreichen. Aber immer weniger Menschen nehmen Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer. Jeder kann doch in seinen vier Wänden, im Schwingerclub, im Fixpunkt, in der Sauna oder auf ausgewiesenen Transtreffen machen was er möchte.

    Meine Freunde können zum Glück erheblich besser differenzieren, als ich vermutet hatte und schmeißen mich nicht in einen Topf mit sexuell getriebenen Menschen; Du nanntest sie so schön Tuntibunti. Darum hat sich meine Einstellung auch sehr geändert und ich toleriere heute viel mehr um mich herum. Aber wenn angefangen wird, auch juristisch alles in einen Topf zu schmeißen, wenn alle Grenzen und Regeln ausgehebelt werden sollen, denn endet meine Toleranz.

    Viele sind sich in der Verwirklichung ihrer eigenen Ziel überhaupt nicht bewußt, wieviel Porzellan sie zerschlagen. Natürlich ist es unverständlich, das Homosexuelle nur eine eingetragene Ehegemeinschaft bilden können. Aber was wird denn aus den ganzen Versuchen der Gleichmacherei heraus kommen? Die ehelichen Vergünstigungen werden für alle abgeschafft werden; das ist zumindest meine Prognose. Immer schön nach dem Motto: Bevor einer benachteiligt wird, nehmen wir die Rechte lieber allen weg.

    Und damit gewinnt keiner, aber viele werden verlieren. Herzlichen Dank an die Tuntibuntis.

    Liebe Grüße
    Susanne

    Kommentar von Susanne — 21. Oktober 2007 @ 20:17

  47. Hallo Susanne!

    Naja, was du im Internet lesen kannst, ist ja selten meine Meinung im Originalton. Meist ist es aus dem Zusamenhang gerissen, oder die Leute schreiben ÜBER mich und interpretieren allerhand in die Texte hinein, was dort gar nicht steht. Auch in der Politik fühlen sich die Extreme von rechts und links besonders von der Mitte provoziert. Ich habe eine mittlere Position. Schau dir nur die Debatte um Angeborenes und Anerlerntes an. Beide Fraktionen dreschen auf mich ein, weil ich den Standard der Psychologen, die selbstverständlich hier eine Wechselwirkung erkennen, einbringe.

    Früher war ich toleranter. Dann merkte ich, wie intolerant diejenigen sind, die sonst stets Toleranz einfordern. Die nehmen nämlich “auf uns” keinerlei Rücksicht. Kritik kann in angemessener Weise nicht schaden und so müssen die allzu schrillen Typen schon damit rechnen, dass man ihnen einmal unsere Sicht der Dinge nahebringt. Zumal: ich habe mit dieser Szne nichts zu tun und will es auch nicht. Diese ganze Szenerie liegt fernab des weiblichen, ja auch des allgemeinen Alltags, und seiner Spielregeln.

    Ich bin schon der Meinung, dass man Homosexuellen gleiche Rechte zugestehen sollte - mit Ausnahme der Adoptionen, die ich ihnen nur im streng geprüften Einzelfall zubilligen möchte. Wichtiger aber erscheint mir, die homosexuelle “Kultur” zu kritisieren und die “normale Familie” wieder in den Vordergrund zu rücken. Zudem darf man über das Wesen der Homosexualität nicht schweigen…

    Schöne Grüße, Tanja

    Kommentar von Campo-News — 22. Oktober 2007 @ 06:05

  48. Liebe Tanja,

    wenn ich die aktuellen Einträge auf der FAZ verfolge,
    erkenne ich immer mehr, dass die Diskussion mit gewissen
    Menschen fruchtlos ist. Darum kann ich Deine Aggressivität
    die hin und wieder in Artikel durchscheint mehr als verstehen.

    Aber es nützt nicht. Intolerante Menschen, die uns nicht
    gönnen ein normales Leben anzustreben, ignoriere ich nicht
    einmal.

    Lachende Grüße
    Susanne

    Kommentar von Susanne — 25. Oktober 2007 @ 18:50

  49. Hallo Susanne!

    Du meinst wahrscheinlich die taz, nicht die faz, obwohl sich ja wegen des Juli-Artikels dort, auch schon einige, ja sogar diesselben *g* Gemüter erhitzten. Auch bei der taz sind ja die meisten Beiträge politisch motiviert und von Leuten erbrochen, die gar nichts mit “der Sache” zu tun haben. “Transmann Alex” stammt aus dem Dunstkreis einer Organisaton mit Eunuchen (seit wann sind Eunuchen, resp. Kastraten Transsexuelle?) und selbst erklärten IS an der Spitze (die eher eine Delle ist). Viele der Diskutanten schreiben unter einem weiblichen Namen und sind doch nichts als ihre eigenen Internet und Second-World - Phantasien. Nimmt man die als real auszumachen Leute und deren Äußerungen, so haben wir etwa eine 30% Zustimmung. Maren hat es ja auch auf den Punkt gebracht!

    Aggressiv heißt angreifen. Ja, das muss man auch mal, aber meist fange ich sachlich an, werde dann im Verlauf der Debatte ursächlich in bisweilen schlimmer Weise persönlich diffamiert. Ich benenne nur Fakten, kann damit leben, aber wenn Leute auch einmal deutlich gesagt bekommen möchten, wie es sich wirklich verhält, so ist manchmal eine klare Ansprache nötig. Was diese Typen schon alles über mich schrieben…

    Und dann ihr Demokratieverständnis. Sie schließen aus, anstatt Meinungen zuzulassen. Dass die taz es wagte, schmerzt jenes Milieu, das man durchaus partiell als pöbelhaften Mob bezeichnen kann.
    Schöne Grüße, Tanja

    Kommentar von Campo-News — 26. Oktober 2007 @ 07:13

  50. Liebe Frau Krienen,

    mit den Worten “Früher war ich toleranter. Dann merkte ich, wie intolerant diejenigen sind, die sonst stets Toleranz einfordern. Die nehmen nämlich “auf uns” keinerlei Rücksicht.” sprechen Sie genau das aus, was ich momentan empfinde. Wenn man es auch nur wagt, deren “Ideologie” zu kritisieren, findet man sich sofort in einem Schwall von persönlichen Angriffen und Belehrungsreden wieder. Ach, man braucht ja inzwischen nur zu sagen, daß man eine gewisse körperliche Angleichung und Anpassung als notwendiges Kriterium für eine Transsexualität sieht, und schon fallen diese Gestalten über einen her.

    Was mich persönlich aber am meisten ärgert ist, daß diese bunten Vögel überhaupt gar keine Ahnung davon haben, welchen Schaden sie mit ihrer “Ideologie” anrichten, wie sehr sie selbst dazu bereit sind über Leichen zu gehen. Da gerät man manchmal schon heute, “wo doch die meisten ‘Transsexuellen’ ohne Operation leben” (Zitat eines Arztes), in einen unglaublichen Rechtfertigungsdruck, wenn man sich operieren lassen will. Oder man bekommt zu hören, daß es doch “bei ‘Frau’ X auch ohne Bartepilation ging”. Wenn das so weitergeht, dann möchte ich nicht wissen, wo wir in zehn Jahren stehen. Und das nur, damit ein paar Freaks öffentlich und rechtlich anerkannt Karneval spielen können…

    Meine ursprüngliche Toleranz hat inzwischen jedenfalls deutlich abgenommen.

    Liebe Grüße

    Maren Schmidt

    Kommentar von Maren Schmidt — 26. Oktober 2007 @ 13:14

  51. Hallo Maren (diese Anrede erlaube ich mir, weil ich davon ausgehe, dass wir sonst auch weniger förmlich miteinander umgegangen wären)…

    Ich danke wegen der netten Kommentierung (nicht nur an dieser Stelle).

    Auch ich kann wirklich und wahrhaftig nicht begreifen, was diese Leute überhaupt wollen. Niemand hindert sie als “Bunti-Tunti” herumzulaufen. Aber ich kann rein sachlich auch nicht verstehen, was sie wollen. Unser System ist doch überaus liberal und jeder Mensch kann doch mit ein wenig Konsequenz und Disziplin zu seinem Ziel kommen. Was diese Typen aber wollen, wenn sie sagen, sie möchten keinem “Geschlechter-Klischeee” entsprechen, weiß ich nicht. Sie müssen doch auch nicht, und können sich als Kastratimati bezeichnen und mit einer Federboa im Anus, sich von AIDS-Ücker interviewen lassen - aber solange sie sagen, sie seien “eine Frau” und hätten sich “von Kindesbeinen an wie ein Mädchen” gefühlt - solange werde ich ihnen - schriftlich - Geballtes zukommen lassen. Ich weiß echt nicht, wo das Problem sein soll. Wirklich nicht.

    Schöne Grüße, Tanja

    Kommentar von Tanja Krienen — 26. Oktober 2007 @ 19:43

  52. Hallo Tanja!

    Wer weiß, vielleicht brauchen die einfach die hundertprozentige Zustimmung zu ihrer “Ideologie” zur Besänftigung ihrer doch noch vorhandenen Selbstzweifel. Frei nach dem Motto: “Wenn mir alle zustimmen, dann habe ich auch recht.” Und da ist Kritik dann natürlich gar nicht gern gesehen. Ganz besonders dann nicht, wenn sie von Menschen kommt, die nach Meinung dieser “Ideologen” ja eigentlich doch bitteschön still, brav und Beifall klatschend mit im bunten Töpfchen sitzen sollten.

    Liebe Grüße

    Maren

    Kommentar von Maren Schmidt — 26. Oktober 2007 @ 23:24

  53. Hallo Maren!

    Richtig, wenn die nur in Ihr Töpfchen machen würden, so könnte man damit leben, aber sie beschmutzen auch andere - das ist das Problem. Dazu kommt, dass die ach so “tolerante” Szene eine Meinungsbildung zulässt, gegen die Meinungsäußerungen im nordkoreanischen Parlament pluralistisch zu nennen sind. Halten wir unsere Lampe hoch, so wird es zumindest ein wenig heller…

    Herzliche Grüße, Tanja

    Kommentar von Tanja Krienen — 27. Oktober 2007 @ 07:49

  54. Hier sehen wir die Realität, die von den Pseudotunten nicht ausgehalten werden muss, doch die sie uns einbrocken. Es zeigt zudem, was von diesem Staat, von dieser Justiz, zu halten ist. Natürlich weiß man inzwischen auch, dass die Union in Hessen unwählbar ist…Erst lassen sie in Hessen Geschlechtsexperimente an Kinderrn zu, ein paar Jahre später sagen sie den Menschen: Ätsch, reingefallen, jetzt leb dein Leben mit Rechten der Dritten Klasse. Leb deine Randexistenz.

    Kommentar von Campo-News — 6. Dezember 2007 @ 10:59

  55. Hallo Tanja,

    da machst du es Dir etwas zu einfach.
    Die in den Leserbriefen vorgebrachten
    Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.
    36 ist zu alt für den Beamtenstatus und das
    gilt auch für Transsexuelle.

    Liebe Grüße
    Susanne

    Kommentar von Susanne — 10. Dezember 2007 @ 01:48

  56. Hallo Susanne!

    Das sind doch offensichtlich vorgeschobene Gründe. Wenn ein Antrag zur Verbeamtung vor dem 35. Lebensjahr gestellt wurde, ist sie zudem zulässig. Außerdem gab und gibt es viele Ausnehmeregelungen. Zuletzt ist zu fragen, warum man den Menschen denn durch diese Qualifikation trieb, wenn man nicht vor hatte, ihn zu übernehmen (es hätte auch andere Einsatzmöglichkeiten bei der Polizei gegeben). Nein, Augen auf: Ich habe noch nie erlebt, dass es in diesen Positionen gut abläuft, in zwei der bekannten Fällen endete es mit Selbstmord. Dieser Fall zeigt, wie es um konsequent lebenden Transsexuelle steht. Wer sich nichts in die Tasche lügt und konsequent lebt, wird fast immer derartige Probleme bekommen. Wer sie nicht erhält, beobachtet seine Umwelt nicht oder lebt gar nicht so, dass es auffällt. Oder duckt sich…

    Grüße, Tanja

    Kommentar von Tanja Krienen — 10. Dezember 2007 @ 08:17

  57. Einverleibter Rollentausch – zwei Testpiloten des neuen Geschlechts - mit TK-Zitat aus der Berliner Obdachlosenzeitung “Straßenfeger”

    Kommentar von Campo-News — 10. Dezember 2007 @ 09:06

  58. Ein rundum gelungener Text zur Sozialdemokratisierung der CDU Besonders die Bemerkungen zum Gender-Mainstreaming stimmen bis auf das berühmte Haar mit meinen Einschätzungen überein. Dass die ganze bürgerliche Gesellschaft so gut wie erledigt ist, legte ich ja schon vor Jahren dar.

    Kommentar von Campo-News — 1. Februar 2008 @ 19:10

  59. Am gestrigen Abend sah ich “Mundstuhl” auf der Freilichtbühne Korbach. Zwar gab es auch einen diskutablen “Transenwitz” (mit hoher Ambivalenz), bei dem man den Grund der Lächerlichkeit hätte besser herausarbeiten können, aber interessant ist, dass die Leute dabei wirklich grölen. Tja, warum nur?

    Sehr gut der Song “Wir werden alle mit dem Bus geholt”, der imgrunde auch eine fies gutgemeinte Sozialpädagogen-Gemeinschaftnachmittagsveranstaltungs-Absurdität im Singekreis darstellen könnte: DJ Ötzi und Koch Zacher singen das Lied einer ganz und gar verdrehten Inzucht-Familie. Während in der Gesellschaft die Produkte des Inzest (z.B. Zwitter) geradezu heroisiert werden, behandelt man hier das Thema so, wie es sich gehört.

    Kommentar von Campo-News — 5. Juli 2008 @ 08:22

  60. Hormone sind wohl nicht für die Herausbildung eines Hirns verantwortlich. Es scheint, als gäbe es schon zuvor durch die Gene eine Ausbildung von weiblich und männlich. Abgesehen davon, dass man kaum weiß, welche Rolle das Hirn insgesamt spielt. Fakt ist, dass bei TS KEINERLEI signifikanten Abweichungen körperlicher oder hormoneller Art zuvor festzustellen sind und also alles psychischer Natur ist.

    Ähnliches stand jüngst in der GEO.

    Kommentar von Campo-News — 28. Juli 2008 @ 13:56

  61. Och ja, ist ja eigentlich egal. Eine Bloßstellung sei es, wenn es sich als Tatsache herausstellt. Gut, das Test nach 12 Jahren Zwangspause wieder eingeführt wird.

    Schwierig wird es, wenn eine Transsexuelle gemeint ist. Aber hier sehen wir auch klar, dass ein vollwertiger Mann, der über eine andere Kraft verfügt, der anders lebt etc.. keine Frau sein kann, wenn er die Voraussetzungen nicht erfüllt. TS, die dazu stehen und es EINDEUTIG sind von Olympia auszuschließen, wäre auch zweifelhaft. Schwierig.

    Kommentar von Campo-News — 4. August 2008 @ 13:36

  62. Gutes aus der taz zum “schwangeren Mann”:

    Tatsächlich steht und fällt der Nachrichtenwert dieser Geschichte mit der Bereitschaft, diesen Menschen, der sich Thomas Beatie nennt, überhaupt als Mann anzuerkennen. Es mag ja sein, dass er sich das wünscht, viel Geld für Operationen ausgegeben und noch mehr Schmerzen erduldet hat. Ebenso gut hätte er sich aber auch statt der Brüste die Beine amputieren, sich Flossen annähen und ein Atemloch in den Rücken stanzen lassen können - um zu behaupten, er wäre fürderhin ein Delfin.

    Der Kaiser trägt in diesem Fall nicht neue Kleider, sondern ein neues Geschlecht. Das mag ihm glauben, wer will, und derzeit glauben viele Menschen solchen Quatsch sehr gerne - was vor allem an den bizarren Auswüchsen der Genderstudies liegt, deren Ziel es ist, der Gesellschaft einzutrichtern, das Geschlecht sei nichts weiter als ein soziales Konstrukt, das prinzipiell zur Disposition steht und damit unseren Vorlieben sowie der Geschicklichkeit teurer Chirurgen unterworfen ist. Gebärmutter bleibt Gebärmutter, in wessen Bauch auch immer sie steckt.

    Thomas Beatie ist kein Mann, sondern eine schrecklich verstümmelte Frau - und gottlob nicht verstümmelt genug, um keine Kinder gebären zu können. Wünschen wir also allen Beteiligten das Beste.

    Und das zeigt der empörte Leserkommentarmensch “Richard”, warum die Transszene gut bei der BILD und ihrem Niveau angekommen ist:

    “Arno Frank, Jan Feddersen, Tanja Krienen - die taz stellt immer wieder Raum und somit auch Legitimität für überholte, konservative und damit herabwürdigende Betrachtungen zu transgender zur Verfügung. immer wieder. Eine ganzheitliche Betrachtung, die mit den derzeitigen Entwicklungen und öffentlichen Diskursen Schritt hält, fehlt vollkommen.
    Dem eingangs benannten Anspruch an Qualitätsjournalismus wird das nicht gerecht. Ist es denn nicht peinllich, dass Bild & Co es der taz vormachen wie eine “Mischung aus relevanter Information, intelligenter Unterhaltung und Irritation” unter Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit aussehen kann?”

    Kommentar von Campo-News — 5. August 2008 @ 16:43

  63. Ach, wie sich doch die Pseudoreliösen und tatsächlich Religiösen treffen: beide haben Nix minus 100 Ahnung und landen beim “Gemeimnis Gottes” oder irgendeinem diffusen Etwas, das sie nicht erklären können, selbst wenn es zehn cm vor ihrem Gesicht baumelt.

    So eine Phantasterei fand ich iztz:

    Hrabanus-Maurus-Akademie: Mensch zwischen Mann und Frau“

    “Bei seiner Ansprache vor den Theologieprofessoren im Rahmen seines Deutschlandbesuches 1980 sagte Papst Johannes Paul II. überraschenderweise: „Sie [die Vertreter der Theologie] stehen in einer großen Tradition, wenn ich nur an den hl. Albert den Großen, Nikolaus von Kues, Möhler und Scheeben, Guardini und Przywara denke. Ich nenne diese hervorragenden Theologen stellvertretend für viele andere, die in der Vergangenheit wie in der Gegenwart nicht nur die Kirche des deutschen Sprachraums, sondern die Theologie und das Leben der ganzen Kirche bereichert haben und noch ständig bereichern.“”

    Erich Przywara´s (1889-1972) Theologie der Geschlechter stand im Mittelpunkt des akademischen Vortrags von Herrn Kaplan Florian Böth (Baunatal) anlässlich der Hrabanus-Maurus-Akademie 2008 („Mensch zwischen Mann und Frau“. Anmerkungen zur Theologie der Geschlechter bei Erich Przywara). Von der Beobachtung ausgehend, dass Menschsein immer Mannsein oder Frausein bedeute, entwickelte Florian Böth den Gedankengang des trotz der Einschätzung Johannes Pauls II. relativ unbekannten Theologen und ging dabei von dessen Metaphysik der Geschlechtlichkeit aus. Geschlechtlichkeit sei keine austauschbare Größe; vielmehr gehöre sie jeweils konstitutiv zum Wesen des Menschen dazu. “Um die Sicht katholischer Theologie, wie sie auch Erich Przywara bietet, nachzuvollziehen, ist es nötig anzuerkennen, dass Frauen und Männer objektiv verschieden sind,” so Böth. Die hier dargestellte Theologie der Geschlechter beruhe auf dem Prinzip der Analogia Entis: Bei aller Ähnlichkeit zwischen Schöpfer und Geschöpft gibt es dennoch eine immer größere Unähnlichkeit, wie es 4. Laterankonzil von 1215 festgehalten hat.

    “Bei der Analogia entis geht es zunächst darum, die je immer größere Erhabenheit Gottes herauszustellen, und erst dann darum, das Verhältnis von Schöpfer und Geschöpf zu beschreiben. Dass dieses Verhältnis ein dynamisches ist, insofern es auf die lebendigen Größen von Gott und Mensch und deren lebendige Beziehung verweist, deutet schon an, wie sehr es um die Wirklichkeit selbst geht. Nicht nur das Erkennen und die Rede von Schöpfer und Geschöpf wird betrachtet, sondern ihr Sein an sich, so dass Przywara von einer Analogie des Seins, einer Analogia entis, sprechen kann.”

    Zu dieser gleichsam “senkrechten” Analogie gesellt sich bei Przywara eine waagerechte hinzu. Dies ist die Andersartigkeit des Menschen als Mann und als Frau. Zusammen bilde sich damit eine Kreuzesform: Daher die Rede von der theologia crucis. Nun habe den Theologen besonders die Spannungs-Einheit von Mann und Frau interessiert. Beide seien nicht identisch, aber beide sind Mensch. Böth zeigte im Folgenden verschiedene Erklärungsmodelle für diese Geschlechterdifferenz auf: die Unterordnung der Frau unter den Mann, der Mensch als mann-weibliches Wesen oder die Gleichwertigkeit und Differenz von Mann und Frau (Polarität).

    Erich Przywara`s Beitrag zur Klärung ist die sog. Allo-Enantio-Thetik - das Analogiemodell, für das die Polaritätsthese gleichsam eine Vorstufe bildet. “Dabei meint Thetik einen aufgestellten Satz, eine Behauptung, die die Elemente des anderen, fremden, verschiedenen (Allo vom griechischen állos) wie auch des entgegen gesetzten, gegenüber stehenden, sich begegnenden (Enantio vom griechischen enantíos) umfasst. Es geht also um das rhythmische Gegenüber und Zueinander zum jeweils Anderen, der bei aller Bewegung und Begegnung doch immer der Andere bleibt,” so der Vortragende. Die Geschlechtlichkeit bleibe jedoch auch für Przywara ein Rätsel. Der Weg aber den Erich Przywara gehe versuche, Gott als den je immer Größeren in den Blick zu nehmen: Gott als Deus semper maior . In einer Theologie der Geschlechter müssten nun unbedingt die Unterschiede, also das Andere des Anderen, betont werden. Für Przywara bedeute dies, dass das “Geheimnis des Menschen nur dann angemessen erfasst wird, wenn die Differenz von Mann und Frau anerkannt wird.” Das bedeute ferner, dass der Mensch die konkrete Geschlechtlichkeit annehmen müsse und letztlich die hierin liegende Differenz den Menschen mehr und mehr zum Geheimnis Gottes führe. Von daher ist die Allo-Enantio-Thetik der Geschlechter auch Nykto-Thetik, ›Stand in Nacht‹ des ›Mensch zwischen Mann und Frau‹.

    Böth endet: “Dass die Analogie von Mann und Frau in das Geheimnis des je größeren Gottes verweist, ist der tiefste Sinn der Theologie der Geschlechter. Dass sie letzten Endes nur in der geheimnisvollen Begrifflichkeit der Analogie erfasst werden kann, beweist ihren Stellenwert.”

    Kommentar von Campo-News — 27. August 2008 @ 17:23

  64. Das ist ein recht guter Artikel zum Thema.

    Kommentar von Campo-News — 8. März 2009 @ 15:03

  65. Die Proteste dagegen sind richtig: Wirkliche Transsexuelle brauchen keine gesonderten Toiletten - im Gegenteil, es wäre eine Diskriminierung, wenn sie solche benützen müssten. Außerdem gibt es in Indien gar nicht so viele davon, sondern meist nur Kastraten der tuntigen Art:

    Bombay (AFP) - Transsexuelle sollen in einer Stadt im Süden Indiens eigene öffentliche Toiletten bekommen. Zunächst seien in Chennai drei solche Einrichtungen geplant, berichtete die Zeitung “Indian Express” am Montag. Sie sollten zur Anerkennung der Minderheit beitragen, sagte Stadtdezernent Rajesh Lakhoni. Bei den Transsexuellen stieß der Plan auf gemischte Reaktionen. Einige erklärten, sie wollten nicht anders behandelt werden als andere Frauen. Andere bezeichneten andere das Projekt als hilfreich vor allem für Männer, die noch keine vollständige Geschlechtsumwandlung durchlaufen haben. In Indien gibt es schätzungsweise eine halbe Million transsexuelle Menschen.

    Kommentar von Campo-News — 9. März 2009 @ 08:20

  66. Prima!

    Kommentar von Campo-News — 13. April 2009 @ 18:49

  67. Ein anderes Beispiel ist die Tanja Krienen (Homepage), selbst eine Frau mit transsexueller Vergangenheit, die ihr Hasspamphlet „Pro Status Quo!“ sogar in der TAZ plazieren konnte, bebildert mit Draq Queens. Frau Krienen versuchte mit der Gründung des „Zentralrates der Transexuellen in Deutschland“ die Rechte Transsexueller deutlich zu schwächen, Indem sie jeden Lebensentwurf, der nicht ihrem Wertbild entspicht (Genitaloperiert und Heterosexuell) Rechtliche Barrieren und auch Behandlungsbarrieren in den Weg legen wollte.
    Zu den Forderungen gehörte zum Beispiel:
    Änderung des Transsexuellengesetzes, damit nur noch postoperative Transsexuelle ihren Namen und Personenstand ändern können.
    Keine pupertätsverzögernde Behandlung für transsexuelle Kinder
    Etwas mehr über den Zentralrat und die Persönlichkeit Frau Krienens kann man in folgender Diskussion nachvollziehen.
    Zitate: „Frau sein beinhaltet auch die Sexualität, insofern ist alles, was die 3% Richtung “lesbisch” überschreitet, ein Ausdruck offensichtlicher Fehlentwicklung.“
    „Könnte aber eine nicht durchgängig gelebte Existenz im ,,neuen“ Geschlecht, wie es manche ,,Transidenten“ gar vorschlagen, etwas anderes sein als eine zementierte, schizogen anmutende Lebenssituation, die allenfalls geduldete Halbwesen gebiert?! Für eine Transsexuelle, kann jedoch nur, selbstachtend, der Anspruch eine Frau zu sein, mit dem Ziel höchstmöglichster „Normalität“, angestrebt werden.“
    Also in Frau Krienens Welt kann nur eine Person Transsexuell sein, die das gesellschaftliche, patriarchische Idealbild einer Frau erfüllt.

    Auffällig ist immer, dass die Autoren hier sich nicht nur die Definitionshoheit für Betroffene nehmen, sondern immer an sich selbst bemessen wird (bzw. bei “seelenlos” am Partner).
    Dieses elitäre Schubladendenken hilft keinem, am wenigsten Betroffenen. Und es verhindert durch die ideologische Brille den Blick auf die gemeinsamen Ursachen und fliessenden Übergänge und daraus resultiert besseren Behandlungen. Eine transsexuelle Frau, die aber kein feminines Auftreten hat zum Beispiel, hat, obwohl ihre gefühlte Körperlichkeit extrem mit der Realen differiert und sie darunter leidet, schon heute kaum eine Chance auf offizielle Behandlung.

    Kommentar von Bad hair days — 23. Mai 2009 @ 08:18

  68. Von Anfang an nichts als Show im Dienste der BILD - aber die Vernunft-Schranke wurde wieder eingerissen und die Dummköpfe können mehr und mehr wieder nichts auseinanderhalten, da die Wahrheit - wie siehe oben - nur selten gesagt werden darf.

    Kommentar von Campo-News — 14. Juni 2009 @ 17:50

  69. Genderexperimente im Sozialismus haben Tradition und involvierte Leute dürfen sich als ZDF-Nachrichtersprecher durchschweigen.

    Kommentar von Campo-News — 18. August 2009 @ 12:06

  70. Einfach öfter mal nachschauen.

    Kommentar von Campo-News — 19. September 2009 @ 08:29

  71. So in etwa darf man sich das vorstellen.

    Kommentar von Campo-News — 9. November 2009 @ 11:17

  72. Ganz einfach: ich mache grad eine Geschlechtsumwandlung. Bin ganz am Anfang. Merkt man noch nicht. Kein Kontroll-Dummkopf wird das bestreiten können.

    Kommentar von Campo-News — 31. Dezember 2009 @ 07:34

  73. Der Fall Reimer

    Kommentar von Campo-News — 12. März 2010 @ 16:24

  74. http://www.spiegel.de/fotostrecke/merkt-doch-keiner-deutscher-karikaturenpreis-2011-fotostrecke-75272-20.html

    Kommentar von Campo-News — 17. Juni 2012 @ 09:53

  75. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-die-regierungsvorhaben-der-grossen-koalition-a-937375.html

    Kommentar von Campo-News — 5. Dezember 2013 @ 17:26

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