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27. Juli 2006

Also sprach Friedrich Nietzsche

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 07:13

Leben und Werk, Teil III

Von Tanja Krienen

Edvard Munch

Mittag

TK beginnt.

Nietzsches körperlicher und seelischer Zustand
schwankte ständig zwischen bedenklichen und euphorischen Momenten.
“Ich kann nur noch am Meer leben“, schrieb er seiner Mutter.

LG liest weiter.

„Wenn die Sonne scheint,
gehe ich immer auf einen
einsamen Felsen am Meer
und liege dort im Freien
unter meinem Sonnenschirm,
still wie eine Eidechse.
Meer und reiner Himmel!
Der Norden, und all das Nordische
hat mir schrecklich zugesetzt.“

T.K. übernimmt.

Das hochgespannte und sensibele seiner Person
lässt sich erahnen, wenn man Nietzsches Selbstbeschreibung hört:

LG als Nietzsche.

,,Die Intensität meines Gefühls
machen mich schaudern und lachen.

Ich hatte auf meinen Wanderungen
zuviel geweint,
und zwar nicht
sentimentale Tränen,
sondern Tränen des Jauchzens;
wobei ich sang
und Unsinn redete.“

T.K. liest.

Friedrich Nietzsche versuchte
den Begriff der Inspiration aus einem,
herkömmlich so bezeichneten,
Zustand der Irrationalität zu erklären,
der für ihn einer Offenbarung gleichkam.

LG macht weiter.

,,Der Begriff Offenbarung,
in dem Sinn, daß plötzlich,
etwas sichtbar, hörbar wird,
daß einen im tiefsten
erschüttert und umwirft.

Man hört, man sucht nicht,
man nimmt, man fragt nicht, wer da gibt;
wie ein Blitz leuchtet ein Gedanke auf.

Eine Entzückung, deren ungeheure Spannung
mitunter einen Tränenstrom auslöst;
ein vollkommenenes Außer-sich-sein
mit einer Unzahl feiner Schauder
bis in die Fußzehen; eine Glückstiefe;
ein Instinkt rhytmischer Verhältnisse.
Dies ist meine Erfahrung von Inspiration.

T.K. liest weiter.

In den Jahren 1883 bis 1885 entstand die Schrift
,,Also sprach Zarathustra“. Ein Buch für Alle und Keinen,
so untertitelte es Nietzsche.

Hierin formulierte er zwei Gedanken,
die in Verbindung mit seinem Namen
immer wieder zitiert werden:
Die ewige Wiederkehr des Gleichen
und das Erscheinen des Übermenschen.

LG rezitiert.

Also sprach Zarathustra

Als Zarathustra dreißig Jahre alt war,
verließ er seine Heimat
und ging in das Gebirge.
Hier genoß er seines Geistes
und seiner Einsamkeit
und wurde dessen
zehn Jahre nicht müde.

Endlich aber verwandelte sich sein Herz –
und eines Morgens
stand er mit der Morgenröte auf,
trat vor die Sonne hin
und sprach zu ihr:
Siehe! Ich bin meiner Weisheit überdrüssig.
Ich möchte verschenken und austeilen.
Dazu muß ich in die Tiefe steigen:
Ich muß gleich dir, untergehen,
wie die Menschen es nennen,
zu denen ich hinab will. –

Also begann Zarathustras Untergang.

Als Zarathustra in die nächste Stadt kam,
fand er viel Volk versammelt
auf dem Markte. Und Zarathustra sprach also zum Volke:

Ich lehre euch den Übermenschen.

Der Mensch ist etwas,
das überwunden werden soll.
Alle Wesen bisher schufen etwas
über sich hinaus:
und ihr wollt lieber noch
zum Tiere zurückgehn
als den Menschen überwinden?

Was ist der Affe für den Menschen?
Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham?
Und ebendas soll der Mensch
für den Übermenschen sein:
ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham.

Der Mensch ist ein Seil,
geknüpft zwischen
Tier und Übermensch –
ein Seil über einem Abgrunde.

Was groß ist am Menschen,
das ist, das er eine Brücke
und kein Zweck ist:
was geliebt werden kann am Menschen,
daß ist, daß er ein Übergang
und ein Untergang ist.

Ich liebe die, welche nicht zu leben wissen,
es sei denn als Untergehende,
denn es sind die Hinübergehenden.

Ich liebe den, dessen Seele tief ist
auch in der Verwundung,
und der an einem kleinen Erlebnis
zugrunde gehen kann:
so geht er gerne über die Brücke.

Ich liebe den, der freien Geist
und freien Herzens ist:
so ist sein Kopf nur
das Eingeweide seines Herzens,
sein Herz aber treibt ihn zum Untergang.

Ich liebe alle die,
welche wie schwere Tropfen sind,
einzeln fallend aus der dunklen Wolke,
die über den Menschen hängt:
sie verkündigen, daß der Blitz kommt,
und gehn als Verkündiger zugrunde.
Seht, ich bin ein Verkündiger des Blitzes
und ein schwerer Tropfen aus dieser Wolke:
dieser Blitz aber heißt Übermensch.

Also sprach Zarathustra.

LG TK, - Ein kurzer Dialog zwischen Zarathustra und einem alten Weib. LG beginnt.

Eines Tages begegnete Zarathustra
ein altes Weiblein.
Zweierlei will der echte Mann:
Gefahr und Spiel.
Deshalb will er das Weib
als das gefährlichste Spielzeug.
Das Glück des Mannes heißt:
ich will.
Das Glück des Weibes heißt:
er will.

Seltsam ist´s
Zarathustra kennt wenig Weiber,
und doch hat er über sie recht!
Und nun nimm zum Dank
eine kleine Wahrheit!
Wickle sie ein
und halte den Mund:
sonst schreit sie überlaut,
diese kleine Wahrheit.

Gib mir, Weib,
deine kleine Wahrheit!

Du gehst zu Frauen?
Vergiß die Peitsche nicht! –

Also sprach Zarathustra.

LG und TK. Zarathustra im Dialog mit dem Zwerg. TK beginnt

Zarathustra begegnete einem Zwerg.

O Zarathustra,
Du Stein der Weisheit,
du Schleuderstein.
Du warfst dich hoch,
aber jeder geworfene Stein muß – fallen!

Zwerg! Du! Oder ich!
Du kennst meinen
abgründlichen Gedanken nicht!
Den – könntest du nicht ertragen!
Siehe diesen Torweg!
Der hat zwei Gesichter.
Zwei Wege kommen hier zusammen.
Diese lange Gasse zurück:
die währt eine Ewigkeit.
Und jene Gasse hinaus –
das ist eine andere Ewigkeit.
Der Name dieses Torwegs
steht da oben geschrieben: Augenblick.

Alles Gerade lügt!
Alle Wahrheit ist krumm,
die Zeit selber ist ein Kreis.

Muß nicht, was laufen kann von allen Dingen,
schon einmal diese Gasse gelaufen sein?
Muß nicht, was geschehn kann von allen Dingen,
schon einmal geschehen, getan,
vorübergelaufen sein?
Und diese langsame Spinne,
die im Mondlicht kriecht,
und dieser Mondschein selber,
und ich und du im Torweg,
zusammen flüsternd,
von ewigen Dingen flüsternd –
müssen wir nicht alle schon
dagewesen sein?

Da plötzlich
hörte ich einen Hund heulen.
Hörte ich jemals einen Hund so heulen?
Mein Gedanke lief zurück.
Ja! Als ich Kind war,
in fernster Kindheit,
da hörte ich einen Hund so heulen.
Und ich sah ihn auch, gesträubt,
den Kopf nach oben, zitternd,
in stillster Mitternacht,
wo auch Hunde an Gespenster glauben.
Denn Hunde glauben an Diebe und Gespenster.

Wohin war jetzt Zwerg?
Und Torweg? Und Spinne?
Träumte ich denn?
Wachte ich auf?
Zwischen wilden Klippen
stand ich mit einem Male,
allein, öde, im ödesten Mondschein.

Aber da lag ein Mensch!
Und da! Der Hund,
springend, gesträubt, winselnd –
da heulte er wieder,
da schrie er: -
hörte ich je einen Hund
so Hilfe schrein?

O wie ertrage ich noch zu leben!
Und wie ertrüge ich´s,
jetzt zu sterben!

Von alten und neuen Tafeln

Zerbrecht mir, ihr Erkennenden,
die alten Tafeln!

Den Schaffenden hassen sie am meisten:
den, der die Tafeln bricht
und alte Werte; den Brecher –
den heißen sie Verbrecher.

Die Guten nämlich –
die können nicht schaffen:
die sind immer der Anfang vom Ende: -
sie kreuzigen den, der neue Werte
auf neue Tafeln schreibt,
sie kreuzigen alle Menschen-Zukunft!

Ihr flieht von mir?
Ihr seid erschreckt?
Ihr zittert vor diesem Worte?
In Lügen der Guten wart ihr geboren und geborgen.
Alles ist in den Grund hinein verlogen und verbogen
durch die Guten.
Aufrecht geht mir beizeiten,
lernt aufrecht gehn!
Was Vaterland!
Dorthin will unser Steuer,
wo unser Kinder-Land ist!
Dorthin stürmt unsere
große Sehnsucht!

Also sprach Zarathustra.

T. K. übernimmt.

Wurden bis hierher alle Bücher Nietzsches
nur in einigen kleineren Kreisen oder von seinen Freunden
und Bekannten gelesen, so erzielte sein 1886
erschienenes Buch „Jenseits von Gut und Böse“
größere Beachtung, wenngleich immer noch
auf niedrigem Niveau.

Bereits im September desselben Jahres
schrieb die in Bern erscheinende Zeitung ,,Der Bund“:

Jene Dynamitvorräthe,
die beim Bau der Gotthardbahn verwendet wurden,
führten die schwarze, auf Todesgefahr deutende Warnungsflagge.
Ganz in diesem Sinne sprechen wir von den neuen Buch
des Philosophen Nietzsche als von einem gefährlichen Buche.
Wir legen in diese Bezeichnung keine Spur von Tadel
gegen den Autor und sein Werk, so wenig als jene schwarze Flagge
jenen Sprengstoff tadeln sollte.

L.G. liest.

Der freie Geist

Man muß den schlechten
Geschmack von sich abtun,
mit vielen übereinstimmen zu wollen.

,,Gut“ ist nicht mehr gut
wenn es der Nachbar
in den Mund nimmt.
Und wie könnte es gar
ein ,,Gemeingut“ geben.
Das Wort widerspricht sich selbst:
was gemein sein kann,
hat immer wenig Wert.

Zuletzt muss es so stehn,
wie es steht und immer stand:
die grossen Dinge bleiben
für die Grossen übrig,
die Abgründe für die Tiefen,
die Zartheiten und Schauder
für die Feinen, und, im ganzen und Kurzen,
alles Seltene für die Seltenen.

Sprüche und Zwischenspiele

Nicht die Stärke, sondern die Dauer
der hohen Empfindung macht die hohen Menschen.

Der Teufel hat die weitesten Perspektiven für Gott,
deshalb hält er sich von ihm so fern: -
der Teufel nämlich als der älteste Freund der Erkenntnis.

Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes, -
aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.

Es ist unmenschlich da zu segnen,
wo Einem geflucht wird.

Unsere Tugenden

Das moralische Urteilen und Verurteilen
ist die Lieblingsrache der Geistig-Beschränkten an denen,
die es weniger sind, auch eine Art
Schadensersatz dafür, dass sie von der Natur
schlecht bedacht wurden.

Völker und Vaterländer

Dank der krankhaften Entfremdung,
welche der Nationalitäts-Wahnsinn
zwischen die Völker Europas gelegt hat
und noch legt, werden jetzt die
unzweideutigsten Anzeichen übersehn
in denen sich ausspricht,
dass Europa Eins werden will.

Was ist vornehm

Der vornehme Mensch
trennt die Wesen von sich ab,
an denen das Gegenteil solcher
Zustände zum Ausdruck kommt:
er verachtet sie.

Verachtet wird der Feige,
der Ängstliche, der Kleinliche,
der an die enge Nützlichkeit Denkende;
ebenso der Mißtrauische
mit seinem unfreien Blick,
der Sich-Erniedrigende,
die Hunde-Art von Mensch
welche sich misshandeln lässt,
der bettelnde Schmeichler,
vor allem der Lügner:

Die vornehme Art Mensch fühlt
sich als wertbestimmend:
eine solche Moral
ist Selbstverherrlichung.

Die Mittelmässigen allein
haben Aussicht sich fortzupflanzen,
sie sind die Menschen der Zukunft,
die einzig Überlebenden;
seid wie sie! werdet mittelmäßig!

Die ähnlicheren, die gewöhnlichen Menschen
waren und sind immer im Vorteile,
die Ausgesuchteren, Feineren, Seltsameren,
schwerer Verständlichen bleiben leicht allein, unterliegen,
bei ihrer Vereinzelung, den Unfällen und pflanzen sich selten fort.

Es gibt freie Geister, welche sich verbergen
und verleugnen möchten, dass sie zerbrochene
stolze unheilbare Herzen sind;
und bisweilen ist die Narrheit selbst
die Maske für ein unseliges
allzugewisses Wissen.

Woraus sich ergibt,
dass es zur feineren
Menschlichkeit gehört,
Ehrfurcht ,,vor der Maske“ zu haben
und nicht an falscher Stelle
Psychologie und Neugierde zu treiben.

Bei aller Art von Verletzung und Verlust
ist die niedere und gröbere Seele
besser dran, als die vornehmere:
die Gefahren der letzteren
müssen größer sein,
ihre Wahrscheinlichkeit,
dass sie verunglückt
und zu Grunde geht,
ist sogar, bei der Vielfachheit
ihrer Lebensbedingungen, ungeheuer. –

Bei einer Eidechse wächst ein Finger nach,
der ihr verloren ging: nicht so beim Menschen.

T.K. fährt fort.

Die Diktion Nietzsches
trug zu einem großen Teil
zum Missverständnis seiner Philosophie bei.
Weil Nietzsche vom ,,Krieg“ sprach,
wenn er Kampf meinte,
oder von den ,,Instinkten“ redete,
die wir als Triebe bezeichnen würden usw.

Andere Ausdrücke wie z.B. „entartet“,
haben durch die Zeit der Nazi-Diktatur
für uns einen zweifelhaften Klang bekommen.

Das Nietzsche jedoch ständig im Zusammenhang
mit der Ideologie der Nationalsozialisten genannt wird, -
dieses hat seine Ursache im Wirken seiner zwei Jahre
jüngeren Schwester Elisabeth.
Das Schicksal wollte es so, dass sie ihren Bruder überlebte,
und sich damit des Werkes bemächtigen konnte.
Elisabeth Nietzsche starb erst im Jahre 1935.

Sie war es, die in unerträglicher Weise manipulierte,
d.h., sie unterschlug ganze Passagen der Texte,
schnitt oder riss bisweilen unliebsame Stellen
aus den Originaltexten, brannte manchmal gar
mit einer Kerze ein Stück heraus
oder verteilte Tintenkleckse auf das Papier
und sie stellte letztlich, wie im Falle
des posthum erschienenen ,,Wille zur Macht“,
eine ganze Schrift mit ihrem Willen zur Fälschung zusammen.

Von frühester Jugend an verehrte die
jüngere Schwester ihren Bruder;
sammelte schon frühzeitig alles was er schrieb
und organisierte oftmals die Erfüllung seiner Wünsche,
wenn er mit Bitten während seiner langen Auslandsaufenthalte
an sie herantrat.

Ihre aufopferungsvolle Pflege des Bruders
während seiner letzten Lebensjahre,
bezahlte das Werk jedoch, mit nach wie vor
bestehenden Anfeindungen, da sie federführend
für alles verantwortlich war, was im
späteren Nietzsche-Archiv passierte.

Ein folgenschwerer Akt war ihre Heirat
mit dem berüchtigten Antisemiten
Bernhard Förster im Jahre 1885.

Dieser hatte sich neben der Bekämpfung der Juden,
überdies die Aufgabe gestellt,
das ,,Deutschtum“ in alle Welt zu tragen.

So zog er mit Nietzsches Schwester
nach Paraguay und versuchte dort,
eine deutsche Kolonie zu etablieren,-
scheiterte aber damit und verübte 1889 Selbstmord.


Nietsches Schwester Elisabeth (gestorben 1935), begrüßt Hitler vor dem Nietzsche-Archiv in Weimar.

Kurt Tucholsky schrieb 1932,
also ein Jahr vor der Machtübernahme der Nazis:

,,Was hat das Nietzsche-Archiv
mit Nietzsche getrieben?
Das Archiv und seine Leute
sind Schuld daran,
daß die Weltmeinung Nietzsche für einen
Kriegsanstifter gehalten hat,
zu welcher Auslegung allerdings
die Verschwommenheit
seiner Diktion beigetragen hat.
Dieses Archiv ist ein Unglück.

Frau Förster-Nietzsche
hat aus ihrem Bruder
mit Gewalt das machen wollen,
was sie an ihm begriff –
und viel war das nicht.
Sie gibt auch zu Teile des Werkes vernichtet zu haben.
Doch wer hat sie danach gefragt?
Wir wollen nicht die Werke Lieschens Förster,
sondern die Werke Friedrich Nietzsches lesen.

Einige Analphabeten der Nazis,
die wohl deshalb unter die
hitlerischen Schriftsteller
aufgenommen worden sind,
weil sie einmal einem politischen Gegner
mit dem Telefonbuch
auf den Kopf gehauen haben,
nehmen Nietzsche heute in Anspruch!

Daß aber Erben das Recht haben sollen,
über hinterlassene Manuskripte frei zu verfügen,
sie zu veröffentlichen oder nicht,
und – noch schlimmer zu verfälschen:
das ist ein unerträglicher Gedanke.“

Auch der Publizist und Kritiker Karl Kraus
verteidigte Nietzsche, in der ,,Dritten Walpurgisnacht“,
geschrieben 1933, gegen den Vorwurf des Antisemitismus.
Kraus schrieb:

,,War schon die Einführung Hitlers
in die Gedankenwelt Wagners
ein Mißgriff, so ist es vielleicht
eine noch größere Fahrlässigkeit,
daß man ihn auf die geistige Verwandtschaft
mit Nietzsche aufmerksam gemacht hat,
ja geradezu ein faux pas,
ihn im Weimarer Kreise
neben der Nietzsche-Büste zu photografieren.

Ein Autor der sagte:
Ich mag sie nicht die Antisemiten.
Und: man sollte
Mit keinem Menschen umgehen,
der an dem verlogenen
Rassenschwindel Anteil hat.

Und: Pfui über die,
welche sich jetzt zudringlich der Masse
als ihre Heilande anbieten.

So spricht die Büste auf dem Photo.“

Elisabeth Förster-Nietzsche
wurde von den Nazis
,,Die Priesterin des ewigen Deutschland“ genannt.
Die so geheiligte schenkte sogar ihrem Führer,
des nicht ganz tausendjährigen Reiches,
Nietzsches Spazierstock.

Friedrich Nietzsche hatte schon geahnt
was da kommen könnte.
Eine selbstverständlich von seiner Schwester
zensierte Textstelle lautete:

L.G. als Nietzsche

Aber ich bekenne,
dass der tiefste Einwand
gegen die ,,Ewige Wiederkunft“,
Mutter und Schwester sind.“

T.K. liest.

Das nach der Ehe
mit dem Antisemiten Förster
stark abgekühlte Verhältnis
Friedrich Nietzsches zu ihr
liest sich in seinen Briefen
aus dem Jahr 1884 so:
L. G. spricht.

,,Zu alledem malträtiert mich meine Schwester
nach wie vor mit Briefen,
welche ich unter dem Begriff
„Antisemitismus“ fassen will.
Inzwischen ist die Lage dahin verändert,
daß ich mit meiner Schwester
radikal gebrochen habe;
zwischen einer rachsüchtigen
antisemitischen Gans und mir
gibt es keine Versöhnung.

Es ist durchaus nötig,
daß sie möglichst bald
nach Paraguay absegelt.“

T.K. macht weiter.

Die in den Achtzehnhundert-Achtziger-Jahren,
unter dem Arbeitstitel ,,Wille zur Macht“,
von Nietzsche nur in unsystematischer und loser Form
dargelegten Gedanken als Antithese zum Schopenhauerischen
,,Wille zum Dasein“, brachte Elisabeth Förster-Nietzsche,
wie schon erwähnt, erst nach dem Tode des Philosophen heraus.

Die nächsten Schriften die Nietzsche noch selbst
während seiner letzten extatischen Arbeitsphase herausgab,
waren die ,,Genealogie der Moral“
und ,,Die Götzendämmerung“ oder
Wie man mit dem Hammer philosophiert.

Zudem redigierte er die beiden
Endabrechnungen mit Richard Wagner,
,,Der Fall Wagner“ und ,,Nietzsche contra Wagner“;
letzteres Werk erschien allerdings erst
nach seiner geistigen Umnachtung.

L.G. trägt wieder vor.

Zur Genealogie der Moral

Ich sehe nichts,
ich höre um so mehr.
Es scheint mir,
daß man lügt.

Die Schwäche soll
zum Verdienst umgelogen werden
und die Ohnmacht,
die nicht vergilt, zur Güte;
die ängstliche Niedrigkeit, zur Demut;
die Unterwerfung vor denen,
die man haßt, zum Gehorsam.

Das Unoffensive des Schwachen,
die Feigheit selbst,
an der er reich ist,
sein An-der-Tür-Stehen,
sein Warten-müssen
kommt hier zu einem guten Namen,
als Geduld;
das sich-nicht-rächen-Können heißt
sich-nicht-rächen-Wollen,
vielleicht selbst, - Verzeihung.

Auch redet man von der Liebe zu seinen Feinden –
und schwitzt dabei.

Aber genug! Genug!
Ich halte es nicht aus.
Schlechte Luft!

Diese Werkstätte,
wo man Ideale fabriziert –
mich dünkt, sie stinkt vor lauter Lügen.

Was den Deutschen abgeht

Deutschland, Deutschland über alles,
ich fürchte, das war das Ende
der deutschen Philosophie.

Wagner

Schon im Sommer 1876,
mitten in der Zeit der ersten Festspiele,
nahm ich von Wagner Abschied.
Ich vertrage nichts zweideutiges;
Wagner wirkt wie ein
fortgesetzter Gebrauch von Alkohol.
Er stumpft ab, er verschleimt den Magen.
Die Jünglinge beten Wagner an..
Bayreuth reimt sich auf Kaltwasserheilanstalt.

Bayreuth ist große Oper - und nicht einmal gute Oper.

Auf wen wird da gewirkt?
Auf etwas, worauf ein vornehmer Künstler
niemals wirken soll, - auf die Masse!
auf die Unreifen! auf die Krankhaften!
auf die Idioten! auf Wagnerianer!
TK liest.

Turin hiess die letzte von Nietzsche bewußt erlebte Station.
Dort traf er in der letzten Septemberwoche des Jahres 1888 ein.

Kurios erscheint, dass Nietzsche in dieser Phase seines Lebens,
vielleicht zum ersten Male überhaupt, keinerlei gesundheitliche
Probleme verspürte. Vielleicht kann das Ausbleiben
der Schmerzempfindungen aber schon, als auffallendes
psychisches Indiz für die bevorstehende Katastrophe gewertet werden.

Die Kenntnis einiger Vorlesungen von Georg Brandes
an der Universität Kopenhagen über Nietzsche,
entfachten ihn jenem, eine weitere Steigerung
des Selbstbewußtseins. In allen persönlichen Angelegenheiten
nahm er nun zunehmend eine oft verletzende Haltung ein
und verkrachte sich mit vielen derjenigen, die ihm bis dahin
freundschaftlich in mittlerer Distanz begegneten.

Nietzsche schrieb z.B. an Malwida von Meysenbug,
mit der er seit beinahe zwanzig Jahren bekannt war:

LG. liest weiter.

,,Ich habe allmählich fast alle meine menschlichen
Beziehungen abgeschafft, aus Ekel darüber,
daß man mich für etwas anderes nimmt
als ich bin. Jetzt sind Sie an der Reihe!“

T.K. übernimmt.

Zwischen dem 15. Oktober
und dem 4. November 1888,
entstand Nietzsches persönlichstes Werk ,,Ecce homo“,
in dem er in atemberaubenden Worten
sein Leben und sein Werk erklärte.
Jeder Satz erscheint als eine
unbewußt bewußte Abrechnung
mit der Welt und seiner selbst.

Mit dem Druck dieses Werkes und der Herausgabe
der im Herbst 1888 ebenfalls fertig gestellten Schrift
,,Der Antichrist“ wartete er, da er erhebliche
politische Probleme befürchtete.
In Rußland waren seine Schriften schon verboten.

Und nach dem Tode des von Nietzsche verehrten
liberalen Kaisers Friedrich der Dritte,
der nach nur 99 Tagen Regentzeit
im Juni 1888 starb, herrschte mit Wilhelm Zwo,
wieder ein konservativer Geist in Deutschland.

Zudem befürchte Nietzsche,
dass Bismarck und andere Figuren der Politik,
wie zum Beispiel der antisemitische Domprediger Stoecker,
ihn in seiner Existenz bedrohen könnten.

9 Kommentare »

  1. Ja, sie ist “gut”. Focus: “10.22 Uhr: Lübeck - Mit einem Geständnis und einer Entschuldigung hat in Lübeck ein Prozess um mit Nadeln gespicktes Fleisch begonnen. Sie habe Verbraucher mit ihren Taten darauf aufmerksam machen wollen, dass das Fleisch mit Medikamenten belastet sei, sagte die 60 Jahre alte Angeklagte am Montag beim Prozessauftakt.

    Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau aus Bad Malente (Kreis Ostholstein) vor, fast ein Jahr lang in Supermärkten vor allem in Eutin und Umgebung abgepacktes Fleisch mit Nadeln und abgebrochenen Kanülen präpariert zu haben. Wie durch ein Wunder kam niemand ernsthaft zu Schaden. Lediglich eine Frau verletzte sich leicht an der Hand, als sie Hack zubereiten wollte.”
    Nietzsche hat das sehr gut erkannt und von der „persönlichen Notwendigkeit des Unglücks“ gesprochen. Demnach wären nicht nur die Unheilsvisionen vom Ende der Welt, sondern auch die Empfindlichkeiten des Diskriminiertseins psychisch bedingt. Das phantasierte Unglück entlastet das schlechte Gewissen, denn es erscheint als Sühne. Deshalb hat Schopenhauer „das Unglück als Surrogat der Tugend“ bezeichnet. Am heutigen Schuldkult eines vom Menschen verursachten Klimawandels und eines Rassismus des „weißen Mannes“ kann man sehr deutlich sehen, wie Schuld als moralische Droge funktioniert – „Moralin“, wie Nietzsche wohl sagen würde. https://www.achgut.com/artikel/der_regenbogenmensch

    Kommentar von Campo-News — 4. Mai 2015 @ 09:46

  2. Die liberalen Institutionen hören alsbald auf, liberal zu sein, sobald sie erreicht sind: es gibt später keine ärgeren und gründlicheren Schädiger der Freiheit, als liberale Institutionen. Man weiß ja, was sie zuwege bringen: sie unterminieren den Willen zur Macht, sie sind die zur Moral erhobene Nivellierung von Berg und Tal, sie machen klein, feige und genüßlich – mit ihnen triumphiert jedesmal das Herdentier. Liberalismus: auf deutsch Herden-Vertierung

    Die Gözendämmerung 1888/89

    Kommentar von Campo-News — 16. September 2015 @ 14:56

  3. Nietzsche hatte recht - http://www.cicero.de/salon/die-fluechtlingsfrage-muss-man-nicht-mit-empathie-beantworten/59862

    Kommentar von Campo-News — 21. September 2015 @ 17:36

  4. Wolfgang Luley Danke für den engagierten und lesenswerten Beitrag, Wolfgang. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Es gibt Autoren, die schielen von vornherein auf das Geld - und schreiben auch so. Manche schauen dann doch irgendwann, was das Publilum gerne hört und bewegen sich darauf zu. Nur sehr wenige Autoren schreiben ausschließlich was sie selbst für richtig halten, ohne jedwede Konzessionen. “Anfangs macht man Konzessionen, um zu essen und zu wohnen/später macht man Konzessionen für Personen, die sich lohnen/bis man eines Tages einzusehn beginnt/dass die meisten Konzessionen keine mehr sind/Denn man teilt die Meinung derer/die es leichter haben statt schwerer/und das Publikum will lachen/und man kauft sich schöne Sachen” - so Georg Kreisler über Kabarett-Autoren. Nietzsche hat ja Wagner gerade vorgeworfen diesen Turn vollzogen zu haben!!! Hast du seine Äußerungen je gelesen? Egal. Und natürlich bekommt Dieter Bohlen sein Publikum, die Böhsen Onkelz das ihre und Mickie Krause seins. Ich diese populär gehaltenen Beispiele genommen, weil angesichts der Verflachung der Literatur, resp. des aktuellen Bühnenschaffens kaum irgendein Autor für eine Richtung oder ein bestimmtes Publikum stehen kann. Mir fällt da kaum etwas ein. Beim Kabarett, nun ja, aber es hat sich alles eingeebnet, schon, weil offiziell fast nur eine Richtung vorkommt: die laute und versimpelte.

    Ich warf auch Wagner nicht vor, für irgendwelche politischen Folgen ein halbes Jahrhundert später verantwortlich zu sein, wohl aber hat sein Umfeld dieses befördert und da wären wir dann doch wieder beim Thema. Doch darauf focussierte ich mich gar nicht, sondern auf einen bestimmten Menschentyp. Dies ist ja auch nicht zu 100% bierernst gemeint, wie man unschwer erkennen kann, sondern kommt daher als salopp hingeworfener Hinweis.

    Wenn man Goebbels mit Propaganda gleichsetzt, dann kann man überall Parallelen sehen und ob man darüber lacht, ist kein Kriterum. Über Goebbels haben sich auch viele Leute amüsiert, auch über Hitler und über Parodien darüber lacht man noch heute. Doch bezüglich Claudia Roth liegt der Fall einen Tick, aber auch nur den, anders, denn: der dramaturgische Stil, das Pathos, die “große Bühne”, aber auch das überhöht Hohle - das hat nach meiner Einschätzung doch sehr viel mit Wagner zu tun. Merkel ist da anders, viel nüchternder. Doch der Fakt, dass beide Figuren dort auftauchen und diesen schwülstigen Heldengestalten mit viel Bumbum und Feuerzauber zugeneigt sind, kann man auch als Symptom für die Verrücktheit des ganzen Milieus sehen. Wagners Musik kann nicht immer etwas dazu, denn er hat über die Jahre nicht immer denselben Stil gepflegt, doch was sich im Mythos Bayreuth dann herauskristallisierte, ist, wie bei meist allen sektenähnlichen Milieus, ziemlich ungut. Das gilt im Grunde für alle Kunstrichtungen und Sparten.

    Privat übrigens, war Wagner eher der Realist und Nietzsche der Schwärmer, vereinfacht gesagt. Das war aber VOR ihrem Bruch. Später dichtete Nietzsche dann über Wagners Werk -
    Ist das noch deutsch?

    Aus deutschem Herzen kam dies schwüle Kreischen?
    Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Zerfleischen?
    Deutsch ist dies Priester-Hände-Spreizen,
    Dies weihrauchdüftelnde Sinne-Reizen?
    Und deutsch dies Stürzen, Stocken, Taumeln,
    Dies zuckersüße Bimbambaumeln?
    Dies Nonnen-Äugeln, Ave-Glockenbimmeln,
    Dies ganze falsch verzückte Himmel Überhimmeln?…
    – Ist das noch deutsch?
    Erwägt! Noch steht ihr an der Pforte…
    Denn was ihr hört, ist Rom – Roms Glaube ohne Worte!

    Kommentar von Campo-News — 2. Oktober 2015 @ 06:28

  5. http://www.rolandtichy.de/meinungen/i-am-gutmensch/

    Kommentar von Campo-News — 11. Juni 2016 @ 06:39

  6. Reine Vor-Zivilisation, wabernder Urschlamm im mythischen Nebel, Individuen agieren reduziert auf schicksalhaften Schienen. Opulenter Bombast mit Feuerzauber und stadionaffiner Megaoptik, breit vergröbernd, chargierende Spieler voraussetzend.

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    Friedhelm Bestek
    Friedhelm Bestek Immerhin! Einem Volk wie einem Individuum Vergangenheit schenken (indem man deutet) - das ist des Schweißes der Edlen wert. Und nur das verbürgt letztlich Zukunft, wie wir aktuell schmerzhaft erkennen müssen. Ich warne mit Bloch vor der Unterernährung der heutigen Massenphantasie - so hungrig nach Mythen, Archetypen, Ur-Wirklichkeiten, Zufallsenthobenem, unangreifbarer Tiefe!
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Friedhelm Bestek “Ur-Wirklichkeiten” ja, aber nach Möglichkeit ohne einen ätherischen Mythos, denn der verdampft, wenn man nur etwas pustet. Nein, man gehe dem Mythos auf den Grund, reiße die nebelhaften Schleier hinfort und stelle sich mit klarem, Quellwasser gekühlten Kopf und wachem Verstand, vernünftig und frei vom alten Ballast modernder Fäulnis, dem Ergebnis jener Schlüsse, die du zu ziehen imstande bist.

    Kommentar von Campo-News — 18. September 2016 @ 15:28

  7. Es war nicht mehr weit bis zum Kirchentag, als mir ein Mann in entgegengesetzter Richtung, schnellen Schritts und laut schimpfend begegnete: “Genug! Genug! Ich halte es nicht mehr aus. Schlechte Luft! Schlechte Luft!” Sogleich erkannte ihn ihn. Es war der alte Herr Nietzsche.
    Auch er schien mich zu erkennen und sagte mit großen Augen: “Ach, - ausgerechnet Sie - ?! Kehren Sie um! Hören Sie: Diese Werkstätte, wo man Ideale fabriziert – mich dünkt, sie stinkt vor lauter Lügen. Luther, ein unmöglicher Mönch, der, aus Gründen seiner »Unmöglichkeit«, die Kirche angriff und sie – folglich! – wieder herstellte… Die Katholiken hätten Gründe, Lutherfeste zu feiern, Lutherspiele zu dichten… Luther – und die »sittliche Wiedergeburt«! Zum Teufel mit aller Psychologie! ”
    Er wandte sich ab und lief weiter. Ich drehte mich um und lief ihm nach. “Nun warten Sie doch, lieber Herr Nietzsche. Ich hätte da ein paar Fragen.”
    Doch er lief weiter und rief nur: “Sehen Sie nicht, wie alle Himmel sich freuen? Ich habe eben Besitz ergriffen von meinem Reich und werfe den Papst ins Gefängnis.”
    Ich blieb stehen. War das nicht ein Zitat aus einem seiner Wahnzettel? Hm, nie erschien er mir vernünftiger. Vernünftiger als alles um mich her.

    Kommentar von Campo-News — 29. Mai 2017 @ 09:47

  8. Anton (mit Fliege), Angela, die Claudia (und war nicht die stets lächelnde Zypries zu sehen), trafen sich heute dort, wo sie hingehören: in Bayreuth.

    Kommentar von Campo-News — 25. Juli 2017 @ 18:03

  9. Hunding und Sieglinde (Foto), Merkelinde und Sauerei, Silvifiste, Zyprieschmeißweite, Glorinella von Tutundtatnix, Grupprildis, Brünnhilde, Erda, Waltraute, Ortlinde, Roßweiße, Schwertleite, Gerhilde, Siegrune, Grimgerde und Helmwige, müssen wir dazu denken, können wir uns aber auch schenken. - http://static2.mdhl.de/storage/pic/mdhl/fotostrecken/leben-erleben/kultur_region/2017/juli2017/bayreutherwagner-festspiele/6239024_1_dpa_1495F200896B8832.jpg?version=1500989767
    Friedrich Nietzsche schrieb dazu: Schon im Sommer 1876, mitten in der Zeit der ersten Festspiele, nahm ich von Wagner Abschied. Ich vertrage nichts zweideutiges; Wagner wirkt wie ein fortgesetzter Gebrauch von Alkohol. Er stumpft ab, er verschleimt den Magen….Bayreuth reimt sich auf Kaltwasserheilanstalt. Auf wen wird da gewirkt? Auf etwas, worauf ein vornehmer Künstler niemals wirken soll, - auf die Masse! auf die Unreifen! auf die Krankhaften! auf die Idioten! auf Wagnerianer!….Was war geschen? Der Wagnerianer war Herr über Wagner geworden! – eine haarsträubende Gesellschaft. Keine Mißgeburt fehlte darunter, nicht einmal der Antisemit. Zuletzt sollte man, zur Belehrung der Nachwelt, einen echten Bayreuther ausstopfen, besser noch in Spiritus setzen, - mit der Unterschrift: so sah der Geist aus, auf den hin man das Reich gründete.
    Mehr dazu ab 13.8. in der Musikkiste “Nietzsche und Wagner – Allzumenschliches mit und ohne Musik” - Sendetermine -
    Sonntag, 13.8., 19-20 Uhr
    Dienstag, 15.8., 9-10 Uhr
    Mittwoch, 16.8.,13-14 Uhr
    Donnerstag, 17.8., 0-1 Uhr
    Freitag, 18.8., 17-18 Uhr
    Sonntag, 20.8., 19-20 Uhr
    Dienstag, 22.8. 9-10 Uhr
    Mittwoch, 23.8. 13-14 Uhr
    Donnerstag, 24.8., 0-1 Uhr
    Freitag, 25.8., 17-18 Uhr

    Der zerknirschende, selbst- und fremdanklagende Duktus, wie er heute in den Geisteswissenschaften herrscht und als Ausweis einer aufgeklärten Haltung gilt, macht Geisteswissenschaft, wie sie noch Friedrich Nietzsche vorschwebte und die er sich als eine fröhliche Wissenschaft vorstellte, unmöglich. https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_mir_die_hoffnung_austreibt_eine_chronik

    Es kann doch nicht wirklich so gemeint sein, dass hieße ja Nietzsche so billig misszuverstehen, wie es die historischen Vorbilder taten. Nein, “stark” will schon etwas differenzierter interpretiert sein, eher gleich “beharrlich”, “berechenbar”, “eigen”, “nicht weichend” usw. “Krieg”, dürfen wir bei N. auch nur mit “Kampf” übersetzen…
    https://ef-magazin.de/2020/10/16/17656-auf-der-suche-nach-dem-gleichgewicht-ueber-staerke-und-schwaeche

    Kommentar von Campo-News — 26. Juli 2017 @ 10:16

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