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	<title>Kommentare zu: Also sprach Friedrich Nietzsche</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 20:18:57 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-3743974</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2025 06:20:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-3743974</guid>
		<description>Begrüßungsprolog
Ich begrüße Sie sehr herzlich zu dieser Veranstaltung, die an das Leben und Werk Friedrich Nietzsches erinnern soll. Dieser Abend ist konzipiert als Erinnerungsstunde zum 100. Todestag Nietzsches, bzw heute zum 125..doch es stellen sich immer noch viele Menschen die Frage: Wer war eigentlich dieser Nietzsche?  
Nun, “Spiegel” und “Stern” fragten DAMALS pünktlich zum Todestag:
Nietzsche, ein Dämon oder ein Genie? Für die orthodoxen Marxisten war und ist selbstverständlich alles immer ganz einfach. Schon z.B. das unter dem Einfluss der SED entstandene “Philosophen Lexikon“ schimpfte Nietzsche einen “geistigen Wegbereiter des Faschismus” und nannte alle die verdächtig seien unter seinem Einfluss zu stehen, als da wären: Die Psychoanalytiker Freud, Adler und Jung, die Existenzialisten, also Jaspers und Sartre, Schriftsteller wie Thomas und Heinrich Mann und natürlich “die Vertreter des Linksliberalismus”, - die Philosophen der sogenannten Frankfurter Schule,also Adorno, Horkheimer &#038; Co. SIE VERGAßEN JEDOCH „IHREN“ BERTOLT BRECHT! Der aber in seiner JUGENDZEIT EIN GLÜHENDER NIETZSCHEANER WAR!
Um aber ein Werk beurteilen zu können, sollte man es erst einmal kennen, -wenigstens ein bisschen!  Deshalb haben wir eine, zugegeben, subjektive kleine Auswahlaus den Schriften Nietzsches getroffen, und darüber hinaus wollen wir auch den Menschen
Friedrich Wilhelm Nietzsche vorstellen.
Also! Sie erleben jetzt hier kein dramatisches Schauspiel,
auch kein episches Theater, erst recht keinen Götzendienst,
sondern ein, - nennen wir es - “optisches Hörstück”! WENN SIE FRAGEN HABEN ODER SONSTWIE DAZWISCHENGEHEN MÖCHTEN SO MELDEN  SIE SICH EINFACH PER GLOCKE ODER HUPE für eine KURZINTERVENTION!! Nietzsche und ich schauen dann mal wie wichtig es ist denn: NACHHER KÖNNEN WIR NOCH RICHTIG DEBATTIEREN
Berücksichtigen wir bei alledem, was er von uns erwartete, so schrieb er einmal:  Es ist durchaus nicht nötig, nicht einmal erwünscht, Partei für mich zu nehmen: im Gegenteil,
eine Dosis Neugierde, wie vor einem fremden Gewächs,
mit einem ironischen Widerstande, schien mir eine
unvergleichlich intelligentere Stellung zu mir.
In diesem Sinne heißt es jetzt: Also sprach Friedrich Nietzsche
Erwachen
In dem kleinen 200-Seelen Dorf Röcken bei Lützen, grob gesagt zwischen Weimar und Leipzig liegend, heiratete an seinem 30. Geburtstag, der evangelische Pfarrer Karl Ludwig Nietzsche,
die erst 17-jährige Pastorentochter Franziska Oehler. WIR SEHEN: ALLES IM GRÜNEN SEHR EVANGELISCHEN BEREICH! 
Ein Jahr später kam am 15. Oktober 1844 ein Sohn zur Welt, der den Namendes regierenden Preußenkönigs erhielt. Bei der Taufrede des wehrlosen Kindes, sprach der Vater die Worte:
“O seliger Augenblick, o unaussprechlich heiliges Werk,
mein liebes Kind, das ich dem Herrn weihe.
Mein Sohn, Friedrich Wilhelm, so sollst Du genennet werden,

Im Juli 1846 gebar Franziska Nietzsche ein Mädchen,
welches den Namen Elisabeth erhielt. Mit Beginn des Herbstes 1848 litt Pastor Nietzsche an immer stÃ¤rker werdenden Kopfschmerzen und Krämpfen und starb schließlich im Juli 1849, im Alter von nur 35 Jahren.
Als Todesursache wurde eine Gehirnerweichung festgestellt.
FÃ¼r den noch nicht ganz fünfjÃ¤hrigen Friedrich,
war der Verlust des ihn oft streng strafenden Vaters
bedeutungsvoller, als es der Tod eines Elternteils
gemeinhin schon ist und wurde wohl zum SCHLÜSSELERLEBNIS SEINES LEBENS! DENN er erlebte fast während
seines gesamten fünften Lebensjahres, den Niedergang des Menschen, der für ihn Gott auf Erden symbolisierte.
Er hatte seinen Vater, durch den er Gottes Botschaft empfing,
leidend, schreiend, blind werdend und am Ende hilflos
in das Stadium eines SÃ¤uglings zurückfallend erlebt.
Ein halbes Jahr nach dem Tode des Vaters, hatte der Knabe einen Traum, sozusagen eine VERSTÖRENDE GESCHICHTE:
,,Ich hörte in der Kirche Orgelton wie beim Begräbnis. Da erhob sich plötzlich ein Grab und mein Vater im Sterbekleid entsteigt demselben. Er eilt in die Kirche und kommt mit einem kleinen Kinde
im Arm wieder. Der Grabhügel öffnet sich, er steigt hinein und die Decke sinkt wieder auf die Öffnung. Sogleich schweigt der Orgelschwall und ich erwache.“
Den Tag nach dieser Nacht wird plötzlich seinem kleinen Bruder Joseph unwohl, bekommt Krämpfe und stirbt in wenigen Stunden.
„Mein Traum war vollständig in Erfüllung gegangen.“ sagt Nietzsche
1850 musste das Pfarrhaus für den Nachfolger geräumt werden,
und die gesamte Familie zog nach Naumburg an der Saale,
wo der kleine Fritz zu Ostern eingeschult wurde.
Der auffallend ernste, langhaarige Junge mit den etwas starren Augen, der aufgrund seiner Umgangsformen und seiner persönlichen Ausstrahlung den Beinamen ,,der kleine Pastor“ erhielt,
lernte gut, und besuchte schon ein Jahr später ein privates Lehrinstitut als Vorstufe für das Domgymnasium, in das er 1854 eintrat.
Schon früh zeigte der junge Friedrich Nietzsche eine starke Begeisterung für Dichtung und Musik.

Er blieb zeit seines Lebens ein begeisterter und guter Klavierspieler.
Hingegen stand ihm nicht der Sinn nach Leibesübungen, -
Schauturnen war fÃ¼r ihn schlicht ,,Tierquälerei!“
Frühzeitig erlebte das Kind tiefste Einsamkeit.
Nietzsche schrieb später über seine Jugend:
,,In einer absurd frühen Zeit, mit sieben Jahren, wußte ich bereits,
daß mich nie ein menschliches Wort erreichen würde.
Kurz vor seinem vierzehnten Geburtstag begann für Friedrich Nietzsche, in der königlichen Landesschule Pforta, bei BAD KÖSEN
ein neuer Lebensabschnitt.
Dieses Internat galt als eine der ersten Adressen der gehobenen Ausbildung, - streng, elitÃ¤r, aber stark an humanistischen Idealen orientiert. Nietzsche entwickelte ein ambivalentes Gefühl
zu der ihm abverlangten Disziplin; er brach bisweilen aus und erhielt z.b. wegen einiger zugespitzter ironischer Bemerkungen Arrest.
In Schulpforta begann für Nietzsche die lebenslange Freundschaft
zu Paul Deussen, welcher 1911, der erste Präsident der
Schopenhauer-Gesellschaft werden sollte. 1864 bestand Friedrich Nietzsche das Abitur, musste allerdings in die mündliche Prüfung,
da er für die Mathematik so gar keine rechte Begabung zeigte.
Im September desselben Jahres nahm er sein theologisches Studium in Bonn auf, und besonders seine Mutter hoffte, er würde in die Fußstapfen des Vaters treten.
Der junge, zwanzigjährige Theologie-Student jedoch, genoss zunächst seine neuen Freiheiten. Er trat einer studentischen Verbindung bei, lernte Fechten und zog sich bei einer Mensur eine Verletzung an der Nase zu. In der nahen Großstadt Köln wurde der angehende Theologe beinahe verführt.
Nietzsche berichtete einem Freund von einem übelberüchtigten Haus: ,,Ich sah mich plötzlich umgeben von einem halben Dutzend
Erscheinungen in Flitter, welche mich erwartungsvoll ansahen.
Sprachlos stand ich eine Weile.“
UND WIE LÖSTE DER TAPFERE THEOLOGIESTUDENT DIESE SITUATION? 
„ ICH GING instinktmäßig auf ein Klavier als das einzige seelenhafte Wesen in der Gesellschaft los und schlug einige Akkorde an.
Sie lösten meine Erstarrung und ich gewann das Freie“
Dieser Ausflug ins allzu Private muss entschuldigt werden,
liegt ihm doch kein Voyeurismus zugrunde; sondern der Hinweis der Nietzsche-Forschung darauf, dass seine spätere Erkrankung,
möglicherweise tatsächlich mit einer Syphillis- Infektion nach einem Bordellbesuch im anschliessenden Leipziger Studienjahr in Verbindung zu bringen ist. Doch was weiß mna schon, Paralyse hin oder her..?!

Doch noch als Bonner Student brach er sein Theologie-Studium,
zum Entsetzen seiner Mutter ab. Nietzsche hatte während seines Studiums mehrere religionskritische Schriften gelesen -
nun erfuhr sein ohnehin selbstdenkender Geist, den Impuls,
der ihn zu diesem letzten Schritt ermunterte.
Im Herbst kehrte er Bonn endgültig den Rücken und führte sein schon im Rheinland begonnenes Philologie-Studium in Leipzig fort.
Ende 1865 entdeckte Nietzsche für sich den Philosophen Arthur Schopenhauer. 
Nicht ungelegen kam ihm der Militärdienst, den er im Oktober 1867 antreten musste.Nach einem Reitunfall im folgenden März
wurde er jedoch vom Dienst befreit und kehrte nach Leipzig zurück.
Auf Betreiben eines anderen Studenten, kam es am 8. November 1868 zur ersten persönlichen Begegnung mit dem Komponisten Richard Wagner. Hieraus entwickelte sich eine langjährige Freundschaft an der auch die spÃ¤tere Frau Wagners,
Cosima von Bülow, geborene Liszt einen entscheidenden Anteil hatte.
Ãœberraschend wurde Friedrich Nietzsche, noch ohne Promotion im Februar 1869, als außerordentlicher Professor für klassische Philologie an die UniversitÃ¤t Basel berufen.
Nietzsche war erst 24 Jahre alt, als er seine Antrittsrede hielt.
Da er in der Schweiz gemeldet war,
verlor er die preuÃŸische StaatsbÃ¼rgerschaft
und war damit ein Staatenloser, -
was allerdings auch sehr gut
zu seiner europÃ¤ischen Gesinnung passte.
Briefe in dieser Zeit unterschrieb er manchmal mit
,,Der treue Schweizerâ€œ.
Dennoch meldete sich Nietzsche bei Ausbruch des
deutsch-franzÃ¶sischen Krieges freiwillig zum SanitÃ¤tsdienst,
erkrankte aber schon nach kurzer Zeit an Ruhr und Rachen-Diphtheritis,
wurde aus der Armee entlassen und nahm im Oktober 1870
seine LehrtÃ¤tigkeit in Basel wieder auf.
Mehrere Besuche bei Cosima und Richard Wagner
festigten die Freundschaft zwischen den Dreien.
Wagner dachte gar daran seinen Sohn Siegfried
von Nietzsche erziehen zu lassen.
Nietzsche hingegen sah in Wagner immer stÃ¤rker die Inkarnation des höchsten künstlerischen Ideals; er wurde für ihn zur
Identifikationsfigur einer Kultur, die, so glaubte er,
im Geiste der griechischen Antike wirkte.
Nur an die Kunst Richard Wagners dachte der
Basler Philologie-Professor Friedrich Nietzsche,
als er im Januar 1872, seine erste Schrift veröffentlichte.
Sie trug den Titel „Die Geburt der Tragödie“
Die Diktion Nietzsches trug zu einem großen Teil zum Missverständnis seiner Philosophie bei.Weil Nietzsche vom ,,Krieg“ sprach, wenn er Kampf meinte,
oder von den ,,Instinkten“ redete,  die wir heute als Triebe bezeichnen würden usw.
Andere Ausdrücke wie z.B. „entartetet“ haben durch die Nazi- Zeit einen zweifelhaften Klang bekommen. Dass Nietzsche jedoch ständig im Zusammenhang mit der Ideologie der Nationalsozialisten genannt wird, hat seine Ursache im Wirken seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Elisabeth. Das Schicksal wollte es so, dass sie ihren Bruder überlebte, und sich damit des Werkes bemÃ¤chtigen konnte. Elisabeth Förster-Nietzsche starb erst im Jahre 1935.
Sie war es, die in unerträ¤glicher Weise manipulierte, d.h., sie unterschlug ganze Passagen der Texte, schnitt oder riss bisweilen unliebsame Stellen aus den Originaltexten, brannte manchmal gar mit einer Kerze ein Stück heraus oder verteilte Tintenkleckse auf das Papier und sie stellte letztlich, wie im Falle des posthum erschienenen ,,Wille zur Macht“  eine ganze Schrift mit ihrem Willen zur Fälschung zusammen.
Von frühester Jugend an verehrte die jüngere Schwester ihren Bruder;
sammelte schon frühzeitig alles was er schrieb….ihre aufopferungsvolle Pflege des Bruders  während seiner letzten Lebensjahre, bezahlte das Werk jedoch, mit nach wie vorbestehenden Anfeindungen, da sie federführend für alles verantwortlich war, was im späteren Nietzsche-Archiv passierte.
Im Jahre 1885 heirate sie den bekennenden Antisemiten
Bernhard Förster, der mit ihr nach Paraguay zog und dort „Neu-Germania“ gründete, doch scheitete und 1889 Selbstmord verübte.
Kurt Tucholsky schrieb 1932 -  ,,Was hat das Nietzsche-Archiv
mit Nietzsche getrieben?Das Archiv und seine Leute sind Schuld daran, daß die Weltmeinung Nietzsche für einen Kriegsanstifter gehalten hat, Dieses Archiv ist ein Unglück. Frau Förster-Nietzsche hat aus ihrem Bruder mit Gewalt das machen wollen, was sie an ihm begriff - und viel war das nicht. Sie gibt auch zu Teile des Werkes vernichtet zu haben.

Einige Analphabeten der Nazis, die wohl deshalb unter die  hitlerischen Schriftsteller aufgenommen worden sind, weil sie einmal einem politischen Gegner mit dem Telefonbuch  auf den Kopf gehauen haben, nehmen Nietzsche heute in Anspruch!
Auch der Publizist und Kritiker Karl Kraus verteidigte Nietzsche, in der ,,Dritten Walpurgisnacht, geschrieben 1933, gegen den Vorwurf des Antisemitismus.
Kraus schrieb:
,,War schon die Einführung Hitlers  in die Gedankenwelt Wagners
ein Missgriff, so ist es vielleicht eine noch größere Fahrlässigkeit,
dass man ihn auf die geistige Verwandtschaft mit Nietzsche aufmerksam gemacht hat, ja geradezu ein faux pas, ihn im Weimarer Kreise neben der Nietzsche-Büste zu photografieren.
Ein Autor der sagte:Ich mag sie nicht die Antisemiten.
Und: Pfui über die, welche sich jetzt zudringlich der Masse
als ihre Heilande anbieten.
So spricht die Büste auf dem Photo“
Friedrich Nietzsche hatte schon geahnt, was da kommen könnte. Eine selbstverständlich von seiner Schwester zensierte Textstelle lautete:
Aber ich bekenne, dass der tiefste Einwand
gegen die ,,Ewige Wiederkunft“, Mutter und Schwester sind.
Das nach der Ehe mit dem Antisemiten Förster
stark abgekühlte Verhältnis Friedrich Nietzsches zu ihr
liest sich in seinen Briefen aus dem Jahr 1884 so:
,,Zu alledem malträtiert mich meine Schwester nach wie vor mit Briefen, welche ich unter dem Begriff Antisemitismus fassen will. Inzwischen ist die Lage dahin verändert, dass ich mit meiner Schwester radikal gebrochen habe; zwischen einer rachsüchtigen antisemitischen Gans und mir gibt es keine Versöhnung. Es ist durchaus nötig, dass sie möglichst bald nach Paraguay absegelt. 
Die nächsten Schriften die Nietzsche noch selbst während seiner letzten extatischen Arbeitsphase herausgab, waren die ,,Genealogie der Moral und ,,Die Götzendämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert. Zudem redigierte er die beiden Endabrechnungen mit Richard Wagner,
,,Der Fall Wagner und ,,Nietzsche contra Wagner letzteres Werk erschien allerdings erst nach seiner geistigen Umnachtung.
L.G. trägt wieder vor.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Begrüßungsprolog<br />
Ich begrüße Sie sehr herzlich zu dieser Veranstaltung, die an das Leben und Werk Friedrich Nietzsches erinnern soll. Dieser Abend ist konzipiert als Erinnerungsstunde zum 100. Todestag Nietzsches, bzw heute zum 125..doch es stellen sich immer noch viele Menschen die Frage: Wer war eigentlich dieser Nietzsche?<br />
Nun, “Spiegel” und “Stern” fragten DAMALS pünktlich zum Todestag:<br />
Nietzsche, ein Dämon oder ein Genie? Für die orthodoxen Marxisten war und ist selbstverständlich alles immer ganz einfach. Schon z.B. das unter dem Einfluss der SED entstandene “Philosophen Lexikon“ schimpfte Nietzsche einen “geistigen Wegbereiter des Faschismus” und nannte alle die verdächtig seien unter seinem Einfluss zu stehen, als da wären: Die Psychoanalytiker Freud, Adler und Jung, die Existenzialisten, also Jaspers und Sartre, Schriftsteller wie Thomas und Heinrich Mann und natürlich “die Vertreter des Linksliberalismus”, - die Philosophen der sogenannten Frankfurter Schule,also Adorno, Horkheimer &#038; Co. SIE VERGAßEN JEDOCH „IHREN“ BERTOLT BRECHT! Der aber in seiner JUGENDZEIT EIN GLÜHENDER NIETZSCHEANER WAR!<br />
Um aber ein Werk beurteilen zu können, sollte man es erst einmal kennen, -wenigstens ein bisschen!  Deshalb haben wir eine, zugegeben, subjektive kleine Auswahlaus den Schriften Nietzsches getroffen, und darüber hinaus wollen wir auch den Menschen<br />
Friedrich Wilhelm Nietzsche vorstellen.<br />
Also! Sie erleben jetzt hier kein dramatisches Schauspiel,<br />
auch kein episches Theater, erst recht keinen Götzendienst,<br />
sondern ein, - nennen wir es - “optisches Hörstück”! WENN SIE FRAGEN HABEN ODER SONSTWIE DAZWISCHENGEHEN MÖCHTEN SO MELDEN  SIE SICH EINFACH PER GLOCKE ODER HUPE für eine KURZINTERVENTION!! Nietzsche und ich schauen dann mal wie wichtig es ist denn: NACHHER KÖNNEN WIR NOCH RICHTIG DEBATTIEREN<br />
Berücksichtigen wir bei alledem, was er von uns erwartete, so schrieb er einmal:  Es ist durchaus nicht nötig, nicht einmal erwünscht, Partei für mich zu nehmen: im Gegenteil,<br />
eine Dosis Neugierde, wie vor einem fremden Gewächs,<br />
mit einem ironischen Widerstande, schien mir eine<br />
unvergleichlich intelligentere Stellung zu mir.<br />
In diesem Sinne heißt es jetzt: Also sprach Friedrich Nietzsche<br />
Erwachen<br />
In dem kleinen 200-Seelen Dorf Röcken bei Lützen, grob gesagt zwischen Weimar und Leipzig liegend, heiratete an seinem 30. Geburtstag, der evangelische Pfarrer Karl Ludwig Nietzsche,<br />
die erst 17-jährige Pastorentochter Franziska Oehler. WIR SEHEN: ALLES IM GRÜNEN SEHR EVANGELISCHEN BEREICH!<br />
Ein Jahr später kam am 15. Oktober 1844 ein Sohn zur Welt, der den Namendes regierenden Preußenkönigs erhielt. Bei der Taufrede des wehrlosen Kindes, sprach der Vater die Worte:<br />
“O seliger Augenblick, o unaussprechlich heiliges Werk,<br />
mein liebes Kind, das ich dem Herrn weihe.<br />
Mein Sohn, Friedrich Wilhelm, so sollst Du genennet werden,</p>
<p>Im Juli 1846 gebar Franziska Nietzsche ein Mädchen,<br />
welches den Namen Elisabeth erhielt. Mit Beginn des Herbstes 1848 litt Pastor Nietzsche an immer stÃ¤rker werdenden Kopfschmerzen und Krämpfen und starb schließlich im Juli 1849, im Alter von nur 35 Jahren.<br />
Als Todesursache wurde eine Gehirnerweichung festgestellt.<br />
FÃ¼r den noch nicht ganz fünfjÃ¤hrigen Friedrich,<br />
war der Verlust des ihn oft streng strafenden Vaters<br />
bedeutungsvoller, als es der Tod eines Elternteils<br />
gemeinhin schon ist und wurde wohl zum SCHLÜSSELERLEBNIS SEINES LEBENS! DENN er erlebte fast während<br />
seines gesamten fünften Lebensjahres, den Niedergang des Menschen, der für ihn Gott auf Erden symbolisierte.<br />
Er hatte seinen Vater, durch den er Gottes Botschaft empfing,<br />
leidend, schreiend, blind werdend und am Ende hilflos<br />
in das Stadium eines SÃ¤uglings zurückfallend erlebt.<br />
Ein halbes Jahr nach dem Tode des Vaters, hatte der Knabe einen Traum, sozusagen eine VERSTÖRENDE GESCHICHTE:<br />
,,Ich hörte in der Kirche Orgelton wie beim Begräbnis. Da erhob sich plötzlich ein Grab und mein Vater im Sterbekleid entsteigt demselben. Er eilt in die Kirche und kommt mit einem kleinen Kinde<br />
im Arm wieder. Der Grabhügel öffnet sich, er steigt hinein und die Decke sinkt wieder auf die Öffnung. Sogleich schweigt der Orgelschwall und ich erwache.“<br />
Den Tag nach dieser Nacht wird plötzlich seinem kleinen Bruder Joseph unwohl, bekommt Krämpfe und stirbt in wenigen Stunden.<br />
„Mein Traum war vollständig in Erfüllung gegangen.“ sagt Nietzsche<br />
1850 musste das Pfarrhaus für den Nachfolger geräumt werden,<br />
und die gesamte Familie zog nach Naumburg an der Saale,<br />
wo der kleine Fritz zu Ostern eingeschult wurde.<br />
Der auffallend ernste, langhaarige Junge mit den etwas starren Augen, der aufgrund seiner Umgangsformen und seiner persönlichen Ausstrahlung den Beinamen ,,der kleine Pastor“ erhielt,<br />
lernte gut, und besuchte schon ein Jahr später ein privates Lehrinstitut als Vorstufe für das Domgymnasium, in das er 1854 eintrat.<br />
Schon früh zeigte der junge Friedrich Nietzsche eine starke Begeisterung für Dichtung und Musik.</p>
<p>Er blieb zeit seines Lebens ein begeisterter und guter Klavierspieler.<br />
Hingegen stand ihm nicht der Sinn nach Leibesübungen, -<br />
Schauturnen war fÃ¼r ihn schlicht ,,Tierquälerei!“<br />
Frühzeitig erlebte das Kind tiefste Einsamkeit.<br />
Nietzsche schrieb später über seine Jugend:<br />
,,In einer absurd frühen Zeit, mit sieben Jahren, wußte ich bereits,<br />
daß mich nie ein menschliches Wort erreichen würde.<br />
Kurz vor seinem vierzehnten Geburtstag begann für Friedrich Nietzsche, in der königlichen Landesschule Pforta, bei BAD KÖSEN<br />
ein neuer Lebensabschnitt.<br />
Dieses Internat galt als eine der ersten Adressen der gehobenen Ausbildung, - streng, elitÃ¤r, aber stark an humanistischen Idealen orientiert. Nietzsche entwickelte ein ambivalentes Gefühl<br />
zu der ihm abverlangten Disziplin; er brach bisweilen aus und erhielt z.b. wegen einiger zugespitzter ironischer Bemerkungen Arrest.<br />
In Schulpforta begann für Nietzsche die lebenslange Freundschaft<br />
zu Paul Deussen, welcher 1911, der erste Präsident der<br />
Schopenhauer-Gesellschaft werden sollte. 1864 bestand Friedrich Nietzsche das Abitur, musste allerdings in die mündliche Prüfung,<br />
da er für die Mathematik so gar keine rechte Begabung zeigte.<br />
Im September desselben Jahres nahm er sein theologisches Studium in Bonn auf, und besonders seine Mutter hoffte, er würde in die Fußstapfen des Vaters treten.<br />
Der junge, zwanzigjährige Theologie-Student jedoch, genoss zunächst seine neuen Freiheiten. Er trat einer studentischen Verbindung bei, lernte Fechten und zog sich bei einer Mensur eine Verletzung an der Nase zu. In der nahen Großstadt Köln wurde der angehende Theologe beinahe verführt.<br />
Nietzsche berichtete einem Freund von einem übelberüchtigten Haus: ,,Ich sah mich plötzlich umgeben von einem halben Dutzend<br />
Erscheinungen in Flitter, welche mich erwartungsvoll ansahen.<br />
Sprachlos stand ich eine Weile.“<br />
UND WIE LÖSTE DER TAPFERE THEOLOGIESTUDENT DIESE SITUATION?<br />
„ ICH GING instinktmäßig auf ein Klavier als das einzige seelenhafte Wesen in der Gesellschaft los und schlug einige Akkorde an.<br />
Sie lösten meine Erstarrung und ich gewann das Freie“<br />
Dieser Ausflug ins allzu Private muss entschuldigt werden,<br />
liegt ihm doch kein Voyeurismus zugrunde; sondern der Hinweis der Nietzsche-Forschung darauf, dass seine spätere Erkrankung,<br />
möglicherweise tatsächlich mit einer Syphillis- Infektion nach einem Bordellbesuch im anschliessenden Leipziger Studienjahr in Verbindung zu bringen ist. Doch was weiß mna schon, Paralyse hin oder her..?!</p>
<p>Doch noch als Bonner Student brach er sein Theologie-Studium,<br />
zum Entsetzen seiner Mutter ab. Nietzsche hatte während seines Studiums mehrere religionskritische Schriften gelesen -<br />
nun erfuhr sein ohnehin selbstdenkender Geist, den Impuls,<br />
der ihn zu diesem letzten Schritt ermunterte.<br />
Im Herbst kehrte er Bonn endgültig den Rücken und führte sein schon im Rheinland begonnenes Philologie-Studium in Leipzig fort.<br />
Ende 1865 entdeckte Nietzsche für sich den Philosophen Arthur Schopenhauer.<br />
Nicht ungelegen kam ihm der Militärdienst, den er im Oktober 1867 antreten musste.Nach einem Reitunfall im folgenden März<br />
wurde er jedoch vom Dienst befreit und kehrte nach Leipzig zurück.<br />
Auf Betreiben eines anderen Studenten, kam es am 8. November 1868 zur ersten persönlichen Begegnung mit dem Komponisten Richard Wagner. Hieraus entwickelte sich eine langjährige Freundschaft an der auch die spÃ¤tere Frau Wagners,<br />
Cosima von Bülow, geborene Liszt einen entscheidenden Anteil hatte.<br />
Ãœberraschend wurde Friedrich Nietzsche, noch ohne Promotion im Februar 1869, als außerordentlicher Professor für klassische Philologie an die UniversitÃ¤t Basel berufen.<br />
Nietzsche war erst 24 Jahre alt, als er seine Antrittsrede hielt.<br />
Da er in der Schweiz gemeldet war,<br />
verlor er die preuÃŸische StaatsbÃ¼rgerschaft<br />
und war damit ein Staatenloser, -<br />
was allerdings auch sehr gut<br />
zu seiner europÃ¤ischen Gesinnung passte.<br />
Briefe in dieser Zeit unterschrieb er manchmal mit<br />
,,Der treue Schweizerâ€œ.<br />
Dennoch meldete sich Nietzsche bei Ausbruch des<br />
deutsch-franzÃ¶sischen Krieges freiwillig zum SanitÃ¤tsdienst,<br />
erkrankte aber schon nach kurzer Zeit an Ruhr und Rachen-Diphtheritis,<br />
wurde aus der Armee entlassen und nahm im Oktober 1870<br />
seine LehrtÃ¤tigkeit in Basel wieder auf.<br />
Mehrere Besuche bei Cosima und Richard Wagner<br />
festigten die Freundschaft zwischen den Dreien.<br />
Wagner dachte gar daran seinen Sohn Siegfried<br />
von Nietzsche erziehen zu lassen.<br />
Nietzsche hingegen sah in Wagner immer stÃ¤rker die Inkarnation des höchsten künstlerischen Ideals; er wurde für ihn zur<br />
Identifikationsfigur einer Kultur, die, so glaubte er,<br />
im Geiste der griechischen Antike wirkte.<br />
Nur an die Kunst Richard Wagners dachte der<br />
Basler Philologie-Professor Friedrich Nietzsche,<br />
als er im Januar 1872, seine erste Schrift veröffentlichte.<br />
Sie trug den Titel „Die Geburt der Tragödie“<br />
Die Diktion Nietzsches trug zu einem großen Teil zum Missverständnis seiner Philosophie bei.Weil Nietzsche vom ,,Krieg“ sprach, wenn er Kampf meinte,<br />
oder von den ,,Instinkten“ redete,  die wir heute als Triebe bezeichnen würden usw.<br />
Andere Ausdrücke wie z.B. „entartetet“ haben durch die Nazi- Zeit einen zweifelhaften Klang bekommen. Dass Nietzsche jedoch ständig im Zusammenhang mit der Ideologie der Nationalsozialisten genannt wird, hat seine Ursache im Wirken seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Elisabeth. Das Schicksal wollte es so, dass sie ihren Bruder überlebte, und sich damit des Werkes bemÃ¤chtigen konnte. Elisabeth Förster-Nietzsche starb erst im Jahre 1935.<br />
Sie war es, die in unerträ¤glicher Weise manipulierte, d.h., sie unterschlug ganze Passagen der Texte, schnitt oder riss bisweilen unliebsame Stellen aus den Originaltexten, brannte manchmal gar mit einer Kerze ein Stück heraus oder verteilte Tintenkleckse auf das Papier und sie stellte letztlich, wie im Falle des posthum erschienenen ,,Wille zur Macht“  eine ganze Schrift mit ihrem Willen zur Fälschung zusammen.<br />
Von frühester Jugend an verehrte die jüngere Schwester ihren Bruder;<br />
sammelte schon frühzeitig alles was er schrieb….ihre aufopferungsvolle Pflege des Bruders  während seiner letzten Lebensjahre, bezahlte das Werk jedoch, mit nach wie vorbestehenden Anfeindungen, da sie federführend für alles verantwortlich war, was im späteren Nietzsche-Archiv passierte.<br />
Im Jahre 1885 heirate sie den bekennenden Antisemiten<br />
Bernhard Förster, der mit ihr nach Paraguay zog und dort „Neu-Germania“ gründete, doch scheitete und 1889 Selbstmord verübte.<br />
Kurt Tucholsky schrieb 1932 -  ,,Was hat das Nietzsche-Archiv<br />
mit Nietzsche getrieben?Das Archiv und seine Leute sind Schuld daran, daß die Weltmeinung Nietzsche für einen Kriegsanstifter gehalten hat, Dieses Archiv ist ein Unglück. Frau Förster-Nietzsche hat aus ihrem Bruder mit Gewalt das machen wollen, was sie an ihm begriff - und viel war das nicht. Sie gibt auch zu Teile des Werkes vernichtet zu haben.</p>
<p>Einige Analphabeten der Nazis, die wohl deshalb unter die  hitlerischen Schriftsteller aufgenommen worden sind, weil sie einmal einem politischen Gegner mit dem Telefonbuch  auf den Kopf gehauen haben, nehmen Nietzsche heute in Anspruch!<br />
Auch der Publizist und Kritiker Karl Kraus verteidigte Nietzsche, in der ,,Dritten Walpurgisnacht, geschrieben 1933, gegen den Vorwurf des Antisemitismus.<br />
Kraus schrieb:<br />
,,War schon die Einführung Hitlers  in die Gedankenwelt Wagners<br />
ein Missgriff, so ist es vielleicht eine noch größere Fahrlässigkeit,<br />
dass man ihn auf die geistige Verwandtschaft mit Nietzsche aufmerksam gemacht hat, ja geradezu ein faux pas, ihn im Weimarer Kreise neben der Nietzsche-Büste zu photografieren.<br />
Ein Autor der sagte:Ich mag sie nicht die Antisemiten.<br />
Und: Pfui über die, welche sich jetzt zudringlich der Masse<br />
als ihre Heilande anbieten.<br />
So spricht die Büste auf dem Photo“<br />
Friedrich Nietzsche hatte schon geahnt, was da kommen könnte. Eine selbstverständlich von seiner Schwester zensierte Textstelle lautete:<br />
Aber ich bekenne, dass der tiefste Einwand<br />
gegen die ,,Ewige Wiederkunft“, Mutter und Schwester sind.<br />
Das nach der Ehe mit dem Antisemiten Förster<br />
stark abgekühlte Verhältnis Friedrich Nietzsches zu ihr<br />
liest sich in seinen Briefen aus dem Jahr 1884 so:<br />
,,Zu alledem malträtiert mich meine Schwester nach wie vor mit Briefen, welche ich unter dem Begriff Antisemitismus fassen will. Inzwischen ist die Lage dahin verändert, dass ich mit meiner Schwester radikal gebrochen habe; zwischen einer rachsüchtigen antisemitischen Gans und mir gibt es keine Versöhnung. Es ist durchaus nötig, dass sie möglichst bald nach Paraguay absegelt.<br />
Die nächsten Schriften die Nietzsche noch selbst während seiner letzten extatischen Arbeitsphase herausgab, waren die ,,Genealogie der Moral und ,,Die Götzendämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert. Zudem redigierte er die beiden Endabrechnungen mit Richard Wagner,<br />
,,Der Fall Wagner und ,,Nietzsche contra Wagner letzteres Werk erschien allerdings erst nach seiner geistigen Umnachtung.<br />
L.G. trägt wieder vor.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2023 06:57:13 +0000</pubDate>
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		<description>Bitte Nietzsche im Original lesen! "Gott ist tot" schrie im ZARATHUSTRA keiner aus Leidenschaft, sondern ein Suchender mit Laterne am hellichten Tag, der dies eher erschreckt feststellte. Wie ja auch der Pfarrersohn Nietzsche selbst dies erlebte, als Gott (wer sonst) seinen eigenen Vater qualvoll sterben lieÃŸ. Da war Nietzsche vier Jahre alt. In eben jenem Werk gibt es auch die Phrase vom Ãœbermenschen, der jedoch NICHT als Superman beschrieben ward, sondern als untergehender Leidener. Die in diesem Zusammenhang fallende Bemerkung Ã¼ber den "letzten Menschen" ist eine, die kaum jemand entschlÃ¼sseln vermag. Zuletzt: auch ich glaube nicht an eine Weltbeherrschung durch Maschinen, jedoch an eine dadurch kÃ¤ltere, technischere im negativen, weil entmenschte Welt. Ein weites Feld. Einstweilen reichen mir Telefonstimmen und BedienungsgerÃ¤te aus Logarithmen, um zu sagen: bis hierhin und nicht weiter. https://www.achgut.com/artikel/der_mythos_von_der_kuenstlichen_intelligenz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte Nietzsche im Original lesen! &#8220;Gott ist tot&#8221; schrie im ZARATHUSTRA keiner aus Leidenschaft, sondern ein Suchender mit Laterne am hellichten Tag, der dies eher erschreckt feststellte. Wie ja auch der Pfarrersohn Nietzsche selbst dies erlebte, als Gott (wer sonst) seinen eigenen Vater qualvoll sterben lieÃŸ. Da war Nietzsche vier Jahre alt. In eben jenem Werk gibt es auch die Phrase vom Ãœbermenschen, der jedoch NICHT als Superman beschrieben ward, sondern als untergehender Leidener. Die in diesem Zusammenhang fallende Bemerkung Ã¼ber den &#8220;letzten Menschen&#8221; ist eine, die kaum jemand entschlÃ¼sseln vermag. Zuletzt: auch ich glaube nicht an eine Weltbeherrschung durch Maschinen, jedoch an eine dadurch kÃ¤ltere, technischere im negativen, weil entmenschte Welt. Ein weites Feld. Einstweilen reichen mir Telefonstimmen und BedienungsgerÃ¤te aus Logarithmen, um zu sagen: bis hierhin und nicht weiter. <a href="https://www.achgut.com/artikel/der_mythos_von_der_kuenstlichen_intelligenz" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/der_mythos_von_der_kuenstlichen_intelligenz</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-1084926</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 05:42:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-1084926</guid>
		<description>https://www.achgut.com/artikel/Zwischen_Prometheus_und_Trockennasenaffen</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-927854</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2022 10:38:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-927854</guid>
		<description>https://www.focus.de/kultur/kino_tv/tv-kolumne-allein-unter-millionen-doku-ruettelt-auf-einsamkeit-macht-so-krank-wie-15-zigaretten-am-tag_id_58002587.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.focus.de/kultur/kino_tv/tv-kolumne-allein-unter-millionen-doku-ruettelt-auf-einsamkeit-macht-so-krank-wie-15-zigaretten-am-tag_id_58002587.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/kultur/kino_tv/tv-kolumne-allein-unter-millionen-doku-ruettelt-auf-einsamkeit-macht-so-krank-wie-15-zigaretten-am-tag_id_58002587.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-442732</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2017 09:16:41 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-442732</guid>
		<description>Hunding und Sieglinde (Foto), Merkelinde und Sauerei, Silvifiste, ZyprieschmeiÃŸweite, Glorinella von Tutundtatnix, Grupprildis, BrÃ¼nnhilde, Erda, Waltraute, Ortlinde, RoÃŸweiÃŸe, Schwertleite, Gerhilde, Siegrune, Grimgerde und Helmwige, mÃ¼ssen wir dazu denken, kÃ¶nnen wir uns aber auch schenken. - http://static2.mdhl.de/storage/pic/mdhl/fotostrecken/leben-erleben/kultur_region/2017/juli2017/bayreutherwagner-festspiele/6239024_1_dpa_1495F200896B8832.jpg?version=1500989767
Friedrich Nietzsche schrieb dazu: Schon im Sommer 1876, mitten in der Zeit der ersten Festspiele, nahm ich von Wagner Abschied. Ich vertrage nichts zweideutiges; Wagner wirkt wie ein fortgesetzter Gebrauch von Alkohol. Er stumpft ab, er verschleimt den Magen....Bayreuth reimt sich auf Kaltwasserheilanstalt. Auf wen wird da gewirkt? Auf etwas, worauf ein vornehmer KÃ¼nstler niemals wirken soll, - auf die Masse! auf die Unreifen! auf die Krankhaften! auf die Idioten! auf Wagnerianer!....Was war geschen? Der Wagnerianer war Herr Ã¼ber Wagner geworden! â€“ eine haarstrÃ¤ubende Gesellschaft. Keine MiÃŸgeburt fehlte darunter, nicht einmal der Antisemit. Zuletzt sollte man, zur Belehrung der Nachwelt, einen echten Bayreuther ausstopfen, besser noch in Spiritus setzen, - mit der Unterschrift: so sah der Geist aus, auf den hin man das Reich grÃ¼ndete.
Mehr dazu ab 13.8. in der Musikkiste "Nietzsche und Wagner â€“ Allzumenschliches mit und ohne Musik" - Sendetermine -
Sonntag, 13.8., 19-20 Uhr
Dienstag, 15.8., 9-10 Uhr
Mittwoch, 16.8.,13-14 Uhr
Donnerstag, 17.8., 0-1 Uhr
Freitag, 18.8., 17-18 Uhr
Sonntag, 20.8., 19-20 Uhr
Dienstag, 22.8. 9-10 Uhr
Mittwoch, 23.8. 13-14 Uhr
Donnerstag, 24.8., 0-1 Uhr
Freitag, 25.8., 17-18 Uhr

Der zerknirschende, selbst- und fremdanklagende Duktus, wie er heute in den Geisteswissenschaften herrscht und als Ausweis einer aufgeklÃ¤rten Haltung gilt, macht Geisteswissenschaft, wie sie noch Friedrich Nietzsche vorschwebte und die er sich als eine frÃ¶hliche Wissenschaft vorstellte, unmÃ¶glich.  https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_mir_die_hoffnung_austreibt_eine_chronik

Es kann doch nicht wirklich so gemeint sein, dass hieÃŸe ja Nietzsche so billig misszuverstehen, wie es die historischen Vorbilder taten. Nein, "stark" will schon etwas differenzierter interpretiert sein, eher gleich "beharrlich", "berechenbar", "eigen", "nicht weichend" usw. "Krieg", dÃ¼rfen wir bei N. auch nur mit "Kampf" Ã¼bersetzen... 
https://ef-magazin.de/2020/10/16/17656-auf-der-suche-nach-dem-gleichgewicht-ueber-staerke-und-schwaeche</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hunding und Sieglinde (Foto), Merkelinde und Sauerei, Silvifiste, ZyprieschmeiÃŸweite, Glorinella von Tutundtatnix, Grupprildis, BrÃ¼nnhilde, Erda, Waltraute, Ortlinde, RoÃŸweiÃŸe, Schwertleite, Gerhilde, Siegrune, Grimgerde und Helmwige, mÃ¼ssen wir dazu denken, kÃ¶nnen wir uns aber auch schenken. - <a href="http://static2.mdhl.de/storage/pic/mdhl/fotostrecken/leben-erleben/kultur_region/2017/juli2017/bayreutherwagner-festspiele/6239024_1_dpa_1495F200896B8832.jpg?version=1500989767" rel="nofollow">http://static2.mdhl.de/storage/pic/mdhl/fotostrecken/leben-erleben/kultur_region/2017/juli2017/bayreutherwagner-festspiele/6239024_1_dpa_1495F200896B8832.jpg?version=1500989767</a><br />
Friedrich Nietzsche schrieb dazu: Schon im Sommer 1876, mitten in der Zeit der ersten Festspiele, nahm ich von Wagner Abschied. Ich vertrage nichts zweideutiges; Wagner wirkt wie ein fortgesetzter Gebrauch von Alkohol. Er stumpft ab, er verschleimt den Magen&#8230;.Bayreuth reimt sich auf Kaltwasserheilanstalt. Auf wen wird da gewirkt? Auf etwas, worauf ein vornehmer KÃ¼nstler niemals wirken soll, - auf die Masse! auf die Unreifen! auf die Krankhaften! auf die Idioten! auf Wagnerianer!&#8230;.Was war geschen? Der Wagnerianer war Herr Ã¼ber Wagner geworden! â€“ eine haarstrÃ¤ubende Gesellschaft. Keine MiÃŸgeburt fehlte darunter, nicht einmal der Antisemit. Zuletzt sollte man, zur Belehrung der Nachwelt, einen echten Bayreuther ausstopfen, besser noch in Spiritus setzen, - mit der Unterschrift: so sah der Geist aus, auf den hin man das Reich grÃ¼ndete.<br />
Mehr dazu ab 13.8. in der Musikkiste &#8220;Nietzsche und Wagner â€“ Allzumenschliches mit und ohne Musik&#8221; - Sendetermine -<br />
Sonntag, 13.8., 19-20 Uhr<br />
Dienstag, 15.8., 9-10 Uhr<br />
Mittwoch, 16.8.,13-14 Uhr<br />
Donnerstag, 17.8., 0-1 Uhr<br />
Freitag, 18.8., 17-18 Uhr<br />
Sonntag, 20.8., 19-20 Uhr<br />
Dienstag, 22.8. 9-10 Uhr<br />
Mittwoch, 23.8. 13-14 Uhr<br />
Donnerstag, 24.8., 0-1 Uhr<br />
Freitag, 25.8., 17-18 Uhr</p>
<p>Der zerknirschende, selbst- und fremdanklagende Duktus, wie er heute in den Geisteswissenschaften herrscht und als Ausweis einer aufgeklÃ¤rten Haltung gilt, macht Geisteswissenschaft, wie sie noch Friedrich Nietzsche vorschwebte und die er sich als eine frÃ¶hliche Wissenschaft vorstellte, unmÃ¶glich.  <a href="https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_mir_die_hoffnung_austreibt_eine_chronik" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/wie_deutschland_mir_die_hoffnung_austreibt_eine_chronik</a></p>
<p>Es kann doch nicht wirklich so gemeint sein, dass hieÃŸe ja Nietzsche so billig misszuverstehen, wie es die historischen Vorbilder taten. Nein, &#8220;stark&#8221; will schon etwas differenzierter interpretiert sein, eher gleich &#8220;beharrlich&#8221;, &#8220;berechenbar&#8221;, &#8220;eigen&#8221;, &#8220;nicht weichend&#8221; usw. &#8220;Krieg&#8221;, dÃ¼rfen wir bei N. auch nur mit &#8220;Kampf&#8221; Ã¼bersetzen&#8230;<br />
<a href="https://ef-magazin.de/2020/10/16/17656-auf-der-suche-nach-dem-gleichgewicht-ueber-staerke-und-schwaeche" rel="nofollow">https://ef-magazin.de/2020/10/16/17656-auf-der-suche-nach-dem-gleichgewicht-ueber-staerke-und-schwaeche</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-442537</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2017 17:03:02 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-442537</guid>
		<description>Anton (mit Fliege), Angela, die Claudia (und war nicht die stets lÃ¤chelnde Zypries zu sehen), trafen sich heute dort, wo sie hingehÃ¶ren: in Bayreuth.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anton (mit Fliege), Angela, die Claudia (und war nicht die stets lÃ¤chelnde Zypries zu sehen), trafen sich heute dort, wo sie hingehÃ¶ren: in Bayreuth.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-422127</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2017 08:47:32 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-422127</guid>
		<description>Es war nicht mehr weit bis zum Kirchentag, als mir ein Mann in entgegengesetzter Richtung, schnellen Schritts und laut schimpfend begegnete: "Genug! Genug! Ich halte es nicht mehr aus. Schlechte Luft! Schlechte Luft!" Sogleich erkannte ihn ihn. Es war der alte Herr Nietzsche. 
Auch er schien mich zu erkennen und sagte mit groÃŸen Augen: "Ach, - ausgerechnet Sie - ?! Kehren Sie um! HÃ¶ren Sie: Diese WerkstÃ¤tte, wo man Ideale fabriziert â€“ mich dÃ¼nkt, sie stinkt vor lauter LÃ¼gen. Luther, ein unmÃ¶glicher MÃ¶nch, der, aus GrÃ¼nden seiner Â»UnmÃ¶glichkeitÂ«, die Kirche angriff und sie â€“ folglich! â€“ wieder herstellte... Die Katholiken hÃ¤tten GrÃ¼nde, Lutherfeste zu feiern, Lutherspiele zu dichten... Luther â€“ und die Â»sittliche WiedergeburtÂ«! Zum Teufel mit aller Psychologie! " 
Er wandte sich ab und lief weiter. Ich drehte mich um und lief ihm nach. "Nun warten Sie doch, lieber Herr Nietzsche. Ich hÃ¤tte da ein paar Fragen." 
Doch er lief weiter und rief nur: "Sehen Sie nicht, wie alle Himmel sich freuen? Ich habe eben Besitz ergriffen von meinem Reich und werfe den Papst ins GefÃ¤ngnis." 
Ich blieb stehen. War das nicht ein Zitat aus einem seiner Wahnzettel? Hm, nie erschien er mir vernÃ¼nftiger. VernÃ¼nftiger als alles um mich her.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es war nicht mehr weit bis zum Kirchentag, als mir ein Mann in entgegengesetzter Richtung, schnellen Schritts und laut schimpfend begegnete: &#8220;Genug! Genug! Ich halte es nicht mehr aus. Schlechte Luft! Schlechte Luft!&#8221; Sogleich erkannte ihn ihn. Es war der alte Herr Nietzsche.<br />
Auch er schien mich zu erkennen und sagte mit groÃŸen Augen: &#8220;Ach, - ausgerechnet Sie - ?! Kehren Sie um! HÃ¶ren Sie: Diese WerkstÃ¤tte, wo man Ideale fabriziert â€“ mich dÃ¼nkt, sie stinkt vor lauter LÃ¼gen. Luther, ein unmÃ¶glicher MÃ¶nch, der, aus GrÃ¼nden seiner Â»UnmÃ¶glichkeitÂ«, die Kirche angriff und sie â€“ folglich! â€“ wieder herstellte&#8230; Die Katholiken hÃ¤tten GrÃ¼nde, Lutherfeste zu feiern, Lutherspiele zu dichten&#8230; Luther â€“ und die Â»sittliche WiedergeburtÂ«! Zum Teufel mit aller Psychologie! &#8221;<br />
Er wandte sich ab und lief weiter. Ich drehte mich um und lief ihm nach. &#8220;Nun warten Sie doch, lieber Herr Nietzsche. Ich hÃ¤tte da ein paar Fragen.&#8221;<br />
Doch er lief weiter und rief nur: &#8220;Sehen Sie nicht, wie alle Himmel sich freuen? Ich habe eben Besitz ergriffen von meinem Reich und werfe den Papst ins GefÃ¤ngnis.&#8221;<br />
Ich blieb stehen. War das nicht ein Zitat aus einem seiner Wahnzettel? Hm, nie erschien er mir vernÃ¼nftiger. VernÃ¼nftiger als alles um mich her.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-346315</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2016 14:28:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-346315</guid>
		<description>Reine Vor-Zivilisation, wabernder Urschlamm im mythischen Nebel, Individuen agieren reduziert auf schicksalhaften Schienen. Opulenter Bombast mit Feuerzauber und stadionaffiner Megaoptik, breit vergrÃ¶bernd, chargierende Spieler voraussetzend.

GefÃ¤llt mir Â· Antworten Â· 4 Std.
Friedhelm Bestek
Friedhelm Bestek Immerhin! Einem Volk wie einem Individuum Vergangenheit schenken (indem man deutet) - das ist des SchweiÃŸes der Edlen wert. Und nur das verbÃ¼rgt letztlich Zukunft, wie wir aktuell schmerzhaft erkennen mÃ¼ssen. Ich warne mit Bloch vor der UnterernÃ¤hrung der heutigen Massenphantasie - so hungrig nach Mythen, Archetypen, Ur-Wirklichkeiten, Zufallsenthobenem, unangreifbarer Tiefe!
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Tanja Krienen
Tanja Krienen Friedhelm Bestek "Ur-Wirklichkeiten" ja, aber nach MÃ¶glichkeit ohne einen Ã¤therischen Mythos, denn der verdampft, wenn man nur etwas pustet. Nein, man gehe dem Mythos auf den Grund, reiÃŸe die nebelhaften Schleier hinfort und stelle sich mit klarem, Quellwasser gekÃ¼hlten Kopf und wachem Verstand, vernÃ¼nftig und frei vom alten Ballast modernder FÃ¤ulnis, dem Ergebnis jener SchlÃ¼sse, die du zu ziehen imstande bist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Reine Vor-Zivilisation, wabernder Urschlamm im mythischen Nebel, Individuen agieren reduziert auf schicksalhaften Schienen. Opulenter Bombast mit Feuerzauber und stadionaffiner Megaoptik, breit vergrÃ¶bernd, chargierende Spieler voraussetzend.</p>
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Friedhelm Bestek<br />
Friedhelm Bestek Immerhin! Einem Volk wie einem Individuum Vergangenheit schenken (indem man deutet) - das ist des SchweiÃŸes der Edlen wert. Und nur das verbÃ¼rgt letztlich Zukunft, wie wir aktuell schmerzhaft erkennen mÃ¼ssen. Ich warne mit Bloch vor der UnterernÃ¤hrung der heutigen Massenphantasie - so hungrig nach Mythen, Archetypen, Ur-Wirklichkeiten, Zufallsenthobenem, unangreifbarer Tiefe!<br />
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Tanja Krienen<br />
Tanja Krienen Friedhelm Bestek &#8220;Ur-Wirklichkeiten&#8221; ja, aber nach MÃ¶glichkeit ohne einen Ã¤therischen Mythos, denn der verdampft, wenn man nur etwas pustet. Nein, man gehe dem Mythos auf den Grund, reiÃŸe die nebelhaften Schleier hinfort und stelle sich mit klarem, Quellwasser gekÃ¼hlten Kopf und wachem Verstand, vernÃ¼nftig und frei vom alten Ballast modernder FÃ¤ulnis, dem Ergebnis jener SchlÃ¼sse, die du zu ziehen imstande bist.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-317718</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2016 05:39:41 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-317718</guid>
		<description>http://www.rolandtichy.de/meinungen/i-am-gutmensch/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rolandtichy.de/meinungen/i-am-gutmensch/" rel="nofollow">http://www.rolandtichy.de/meinungen/i-am-gutmensch/</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-268294</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2015 05:28:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/27/589.html#comment-268294</guid>
		<description>Wolfgang Luley Danke fÃ¼r den engagierten und lesenswerten Beitrag, Wolfgang. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Es gibt Autoren, die schielen von vornherein auf das Geld - und schreiben auch so. Manche schauen dann doch irgendwann, was das Publilum gerne hÃ¶rt und bewegen sich darauf zu. Nur sehr wenige Autoren schreiben ausschlieÃŸlich was sie selbst fÃ¼r richtig halten, ohne jedwede Konzessionen. "Anfangs macht man Konzessionen, um zu essen und zu wohnen/spÃ¤ter macht man Konzessionen fÃ¼r Personen, die sich lohnen/bis man eines Tages einzusehn beginnt/dass die meisten Konzessionen keine mehr sind/Denn man teilt die Meinung derer/die es leichter haben statt schwerer/und das Publikum will lachen/und man kauft sich schÃ¶ne Sachen" - so Georg Kreisler Ã¼ber Kabarett-Autoren. Nietzsche hat ja Wagner gerade vorgeworfen diesen Turn vollzogen zu haben!!! Hast du seine Ã„uÃŸerungen je gelesen? Egal. Und natÃ¼rlich bekommt Dieter Bohlen sein Publikum, die BÃ¶hsen Onkelz das ihre und Mickie Krause seins. Ich diese populÃ¤r gehaltenen Beispiele genommen, weil angesichts der Verflachung der Literatur, resp. des aktuellen BÃ¼hnenschaffens kaum irgendein Autor fÃ¼r eine Richtung oder ein bestimmtes Publikum stehen kann. Mir fÃ¤llt da kaum etwas ein. Beim Kabarett, nun ja, aber es hat sich alles eingeebnet, schon, weil offiziell fast nur eine Richtung vorkommt: die laute und versimpelte.

Ich warf auch Wagner nicht vor, fÃ¼r irgendwelche politischen Folgen ein halbes Jahrhundert spÃ¤ter verantwortlich zu sein, wohl aber hat sein Umfeld dieses befÃ¶rdert und da wÃ¤ren wir dann doch wieder beim Thema. Doch darauf focussierte ich mich gar nicht, sondern auf einen bestimmten Menschentyp. Dies ist ja auch nicht zu 100% bierernst gemeint, wie man unschwer erkennen kann, sondern kommt daher als salopp hingeworfener Hinweis.

Wenn man Goebbels mit Propaganda gleichsetzt, dann kann man Ã¼berall Parallelen sehen und ob man darÃ¼ber lacht, ist kein Kriterum. Ãœber Goebbels haben sich auch viele Leute amÃ¼siert, auch Ã¼ber Hitler und Ã¼ber Parodien darÃ¼ber lacht man noch heute. Doch bezÃ¼glich Claudia Roth liegt der Fall einen Tick, aber auch nur den, anders, denn: der dramaturgische Stil, das Pathos, die "groÃŸe BÃ¼hne", aber auch das Ã¼berhÃ¶ht Hohle - das hat nach meiner EinschÃ¤tzung doch sehr viel mit Wagner zu tun. Merkel ist da anders, viel nÃ¼chternder. Doch der Fakt, dass beide Figuren dort auftauchen und diesen schwÃ¼lstigen Heldengestalten mit viel Bumbum und Feuerzauber zugeneigt sind, kann man auch als Symptom fÃ¼r die VerrÃ¼cktheit des ganzen Milieus sehen. Wagners Musik kann nicht immer etwas dazu, denn er hat Ã¼ber die Jahre nicht immer denselben Stil gepflegt, doch was sich im Mythos Bayreuth dann herauskristallisierte, ist, wie bei meist allen sektenÃ¤hnlichen Milieus, ziemlich ungut. Das gilt im Grunde fÃ¼r alle Kunstrichtungen und Sparten.

Privat Ã¼brigens, war Wagner eher der Realist und Nietzsche der SchwÃ¤rmer, vereinfacht gesagt. Das war aber VOR ihrem Bruch. SpÃ¤ter dichtete Nietzsche dann Ã¼ber Wagners Werk -
Ist das noch deutsch?

Aus deutschem Herzen kam dies schwÃ¼le Kreischen?
Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Zerfleischen?
Deutsch ist dies Priester-HÃ¤nde-Spreizen,
Dies weihrauchdÃ¼ftelnde Sinne-Reizen?
Und deutsch dies StÃ¼rzen, Stocken, Taumeln,
Dies zuckersÃ¼ÃŸe Bimbambaumeln?
Dies Nonnen-Ã„ugeln, Ave-Glockenbimmeln,
Dies ganze falsch verzÃ¼ckte Himmel Ãœberhimmeln?...
â€“ Ist das noch deutsch?
ErwÃ¤gt! Noch steht ihr an der Pforte...
Denn was ihr hÃ¶rt, ist Rom â€“ Roms Glaube ohne Worte!
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Luley Danke fÃ¼r den engagierten und lesenswerten Beitrag, Wolfgang. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Es gibt Autoren, die schielen von vornherein auf das Geld - und schreiben auch so. Manche schauen dann doch irgendwann, was das Publilum gerne hÃ¶rt und bewegen sich darauf zu. Nur sehr wenige Autoren schreiben ausschlieÃŸlich was sie selbst fÃ¼r richtig halten, ohne jedwede Konzessionen. &#8220;Anfangs macht man Konzessionen, um zu essen und zu wohnen/spÃ¤ter macht man Konzessionen fÃ¼r Personen, die sich lohnen/bis man eines Tages einzusehn beginnt/dass die meisten Konzessionen keine mehr sind/Denn man teilt die Meinung derer/die es leichter haben statt schwerer/und das Publikum will lachen/und man kauft sich schÃ¶ne Sachen&#8221; - so Georg Kreisler Ã¼ber Kabarett-Autoren. Nietzsche hat ja Wagner gerade vorgeworfen diesen Turn vollzogen zu haben!!! Hast du seine Ã„uÃŸerungen je gelesen? Egal. Und natÃ¼rlich bekommt Dieter Bohlen sein Publikum, die BÃ¶hsen Onkelz das ihre und Mickie Krause seins. Ich diese populÃ¤r gehaltenen Beispiele genommen, weil angesichts der Verflachung der Literatur, resp. des aktuellen BÃ¼hnenschaffens kaum irgendein Autor fÃ¼r eine Richtung oder ein bestimmtes Publikum stehen kann. Mir fÃ¤llt da kaum etwas ein. Beim Kabarett, nun ja, aber es hat sich alles eingeebnet, schon, weil offiziell fast nur eine Richtung vorkommt: die laute und versimpelte.</p>
<p>Ich warf auch Wagner nicht vor, fÃ¼r irgendwelche politischen Folgen ein halbes Jahrhundert spÃ¤ter verantwortlich zu sein, wohl aber hat sein Umfeld dieses befÃ¶rdert und da wÃ¤ren wir dann doch wieder beim Thema. Doch darauf focussierte ich mich gar nicht, sondern auf einen bestimmten Menschentyp. Dies ist ja auch nicht zu 100% bierernst gemeint, wie man unschwer erkennen kann, sondern kommt daher als salopp hingeworfener Hinweis.</p>
<p>Wenn man Goebbels mit Propaganda gleichsetzt, dann kann man Ã¼berall Parallelen sehen und ob man darÃ¼ber lacht, ist kein Kriterum. Ãœber Goebbels haben sich auch viele Leute amÃ¼siert, auch Ã¼ber Hitler und Ã¼ber Parodien darÃ¼ber lacht man noch heute. Doch bezÃ¼glich Claudia Roth liegt der Fall einen Tick, aber auch nur den, anders, denn: der dramaturgische Stil, das Pathos, die &#8220;groÃŸe BÃ¼hne&#8221;, aber auch das Ã¼berhÃ¶ht Hohle - das hat nach meiner EinschÃ¤tzung doch sehr viel mit Wagner zu tun. Merkel ist da anders, viel nÃ¼chternder. Doch der Fakt, dass beide Figuren dort auftauchen und diesen schwÃ¼lstigen Heldengestalten mit viel Bumbum und Feuerzauber zugeneigt sind, kann man auch als Symptom fÃ¼r die VerrÃ¼cktheit des ganzen Milieus sehen. Wagners Musik kann nicht immer etwas dazu, denn er hat Ã¼ber die Jahre nicht immer denselben Stil gepflegt, doch was sich im Mythos Bayreuth dann herauskristallisierte, ist, wie bei meist allen sektenÃ¤hnlichen Milieus, ziemlich ungut. Das gilt im Grunde fÃ¼r alle Kunstrichtungen und Sparten.</p>
<p>Privat Ã¼brigens, war Wagner eher der Realist und Nietzsche der SchwÃ¤rmer, vereinfacht gesagt. Das war aber VOR ihrem Bruch. SpÃ¤ter dichtete Nietzsche dann Ã¼ber Wagners Werk -<br />
Ist das noch deutsch?</p>
<p>Aus deutschem Herzen kam dies schwÃ¼le Kreischen?<br />
Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Zerfleischen?<br />
Deutsch ist dies Priester-HÃ¤nde-Spreizen,<br />
Dies weihrauchdÃ¼ftelnde Sinne-Reizen?<br />
Und deutsch dies StÃ¼rzen, Stocken, Taumeln,<br />
Dies zuckersÃ¼ÃŸe Bimbambaumeln?<br />
Dies Nonnen-Ã„ugeln, Ave-Glockenbimmeln,<br />
Dies ganze falsch verzÃ¼ckte Himmel Ãœberhimmeln?&#8230;<br />
â€“ Ist das noch deutsch?<br />
ErwÃ¤gt! Noch steht ihr an der Pforte&#8230;<br />
Denn was ihr hÃ¶rt, ist Rom â€“ Roms Glaube ohne Worte!</p>
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