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27. Mai 2007

Kräftige und unpopuläre Ansprache an den einzelnen Massenmensch

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 11:21

Eine Tirade

Von Tanja Krienen

Zuvor kurz eine Einführung: Aus „Über das Verschwinden des bürgerlichen Bewusstseins“ von Tanja Krienen (liberal 2004)

„Heute herrscht das Bild eines Bürgertums vor, das für sämtliche Verbrechen aller Zeiten und Orte verantwortlich gemacht, dessen eigentliche Tätigkeiten gar – Herstellung und Handel – zur kriminellen Handlung stilisiert wird. Obwohl Maßregelungen, wie sie zur Zeit des NationalSOZIALISMUS herrschten, dem Geist der Freiheit des Wettbewerbs völlig widersprachen, und – im Gegenteil – aus den Untiefen der Regulationssüchtigen, der Angsterfüllten, der Unfreien und der Massenmenschen stammten, werden sie in grotesker Weise denen unterstellt, dessen Prinzipien dadurch über Bord geworfen wurden…. Dafür jedoch wird nicht mehr gekämpft, man geniert sich. Verschämt bekennen sich Politiker zu den Grundmotiven des schaffenden, unkonventionellen und unabhängig denkenden Menschen, werden Projekte wie die Gentechnologie entschuldigt, wird der Bevormundung – die selbst bis in den Ernährungsbereich neuer Frauenschaftlerinnen mit Schwarzbrot – Empfehlungen reicht – nicht mit dem nötigen Widerstand begegnet, wird der alltägliche Geschlechterrassismus durch Feministinnen, inklusive des Babymordes, stillschweigend aus der öffentlichen Debatte ausgeklammert. Fehlt jedoch die Möglichkeit zur Forschung, zur Wissensmehrung, sinkt der Grad der Freiheit eigenständiger und eigen williger Möglichkeiten zur Entscheidung in gleicher Qualität, wie die Ohnmacht und Desorientierung des Einzelnen steigt. Es bedurfte eines langen Kampfes, ehe die Menschheit aus dem Dunkel der Geschichte trat, den Ballast abwarf und sich neue Horizonte in einer sukzessiv offenen Gesellschaft eroberte. Der Mensch wird zum Tabu erklärt, wer forschen will, muss sich erklären – das Trauma der Naziideologie wird als schlecht begründete Moralbremse auf alle Bereiche ausgedehnt. Selbst eindeutig und ausschließlich positive Optionen der Menschheitsforschung, sind mit dem Geruch der Manipulation behaftet. Die Gefahren, mit der herrschenden „Political Correctness“, Wissenschaft und Entscheidungsfreiheit einzuengen oder sogar zu ersticken, wachsen von Tag zu Tag, obwohl ohne sie der „relativ freie Wille“ – stärker denn je – zur bloßen Abstraktion wird. Es bedarf des Willens zur Aufklärung, um das Prinzip: „Ich will“ zu verteidigen, und das „Du sollst“ jenen zuzueignen, welche mit untauglichen Mitteln, Erkenntnisse verhindern möchten – als eine quasi Neuauflage der Erbsünde…Aktuell dominiert eine laxe Haltung zur Verteidigung der Werte einer bürgerlichen Gesellschaft, eines nachvollziehbaren Rechtssystems und einer Eigenverantwortlichkeit, zuletzt gar die Aufgabe der eigenen Existenz durch allgemeine Postulierung der Wehrlosigkeit. Verteidiger des Status Quo werden mit plakativen Begriffen wie rassistisch oder faschistisch abgestraft, die politischen Vertreter bei jedem öffentlichen Auftritt beschimpft, verleumdet oder durch Krawalle in den Zustand der Mitteilungsunfähig gesetzt – die Versammlungsfreiheit besteht für das konservative Spektrum längst nicht mehr. Niemand wehrt sich dagegen; die liberal-konservative Jugend pflegt ihre Frisuren, schaut, ob die Krawatte sitzt und gibt sich zum Wochenende seinen wenig exklusiven Neigungen, die sich von anderen in so weit unterscheiden, als dass sie weniger lustig sind, in gleicher Decadence hin, wie es der Vorsitzende einer Spaßpartei auf dem CSD oder im Container bei den ausgesuchten Lumpenproletarierdarstellern macht.“

Kräftige und unpopuläre Ansprache an den einzelnen Massenmensch

 

Jede Bewegung braucht ihren Udo

Hanns Dieter Hüsch

Ja, dich meine ich! Dich da! Tritt hervor! Versteck dich nicht hinter dem Nebenmann oder der Quotenfrau! Von dir ist die Rede! Nur von dir! Schau mich an! Höre zu! Blick mir in die Augen! Also. Was ich dir schon lange sagen wollte: Du bist schuld! Ja du! Ganz allein!

Nun marschierst du wieder, in Heiligendamm, protestierst, rebellierst, urinierst. Aber ich sage dir: Du solltest zu Hause bleiben. Ja, zu Hause bleiben! Denn: Du bist schuld. Nicht die Konzerne. Nicht der Staat. Nicht die Politik. Nicht die Gesellschaft. Zuallererst bist du es selbst! Es ist sowieso komplett lächerlich, weil der Staat, die Gesellschaft, die Politik, ja selbst die Konzerne, schon längst nach deiner populistische Pfeife tanzen und alles was passiert, nach deiner Facon geschieht. Glaubst du nicht? Glotz nicht so. Lass deinen Augen keine Stiele wachsen, die Täuschung wird dir nicht gelingen.

Jetzt jammerst du wieder über die Benzinpreise? Aber warum? Du bist doch der, der stets hohe Steuern fordert! Ohne „deine“ Steuern wäre der Preis für Öl skandalös niedrig. Und du bist es auch, der für die „Öko“-Steuer plädierte. Eine Steuer, mit der hauptsächlich die Renten finanziert werden. Wusstest du das? Warum willst du das nicht wissen? Und wenn du es weißt, warum sagst du es nicht? Sprich also langsam nach: Die-Kon-zer-ne-ha-ben-am-al-ler-wenig-sten-mit-dem-ho-hen-Öl-preis-zu-tun.

Und wie kommst du jetzt nach Heiligendamm? Mit dem Auto. Natürlich. Womit sonst? Seit wann benutzt einer wie du öffentliche Verkehrsmittel? Und zum Fahrradfahren bist du doch auch viel zu faul. Zu unsportlich. Zu ängstlich. Die hohen Preise in den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen nur zustande, weil deinesgleichen nicht mit ihnen fährt. Würden alle Grünen, Linksparteiler, Linkssozis, Gutmenschen aller Schattierungen, Bedenkenträger und anderen Christen – also rund 66,67 der Bevölkerung - die stets das im Munde führen, was sie nur anderen zumuten, öffentliche Verkehrsmittel benutzen, so würden die Preise um ca. eben jenen Prozentsatz sinken.

Und du, hemdsärmeliger gewerkschaftlicher Bauchträger, Linksparteiler, Grünbart (neuerdings auch mit kahl geschabten Wangen), du Fahnenstangenputzer und Sprechtütenbenutzer (posthumen Dank an HDHüsch), du Fleischvernichter auf zwei Beinen, du willst jetzt ausgerechnet denen Brandsätze oder auch nur Sätze hinterher werfen, die deinen moralischen Rigorismus nicht teilen, die deine evangelische Lebensart (der du altkatholische Leibesfreude auf dem breiten Fuß folgen lässt) nicht in ihr Programm aufnehmen wollen, weil sie die Vielschichtigkeit des Lebens - die deine Einfalt zwar kennt, aber aus ideologischen Gründen nicht eingestehen will - nicht um deinen Preis (bezahlt mit falschen Münzen) zur Disposition stellen, eingedenk dessen, dass ausgerechnet du deutsches Wesen, an dem die Welt genesen soll, immer weiter fressen wirst.

Aber offiziell wirst du dich beschweren. Du! Dabei sind die Konzernherren und leitenden Angestellten, die du kritisierst, so asketisch, so diszipliniert, so verstandesgemäß, wie du es selbst im Grab nicht sein wirst. Das weißt du - und das ärgert dich. Das lässt dich umso mehr hassen. Und wenn übrigens aus dem Kreis derer, die du zu hassen vorgibst, besonders jemand negativ auffällt, dann kannst du sicher sein, sind es die zu Ansehen gekommenen Mitglieder deiner Klasse – die Arbeiterklassenvertreter jener Betriebrats-Elite, die es nicht mal schafft, ihre Puffbesuche geräuschlos zu kaschieren. Geschweige denn ihre Jahreswagen ordentlich zu steuern.

Ach, so!? Du schreist jetzt, weil du dich um die Armen auf der Welt sorgst? Na, wenn’s sonst nichts ist. Komisch nur, dass so viele Länder, die sich der Globalisierung, die du angeblich bekämpfst, anschlossen, in bemerkenswerte Konkurrenz zu uns traten. Ist es vielleicht das, was dir nicht passt? Ist es vielleicht, dass du merkst, wie sie einfach, ohne dich zu fragen, mit dir auf dem Markt ringen? Ist es vielleicht, weil du dabei merkst, dass sie dadurch dir etwas wegnehmen? Ist es vielleicht so, dass du also gar nicht um die Gerechtigkeit für andere, sondern für sich selbst demonstrierst, agierst, salonrevolutionierst!?

Versteh mich recht: Es ist dein Problem, und du hast es dir geschaffen! Du bist doch der Technik-Freak, der Techno-Fan, der E-Gitarren-Fetischist, der Computer-Spezialist und der, der immer mehr an der Leistungsschraube durch höhere Löhne dreht, weil du noch mehr Unnützes haben willst. Du jammerst doch, wenn die Stromkonzerne höhere Kosten, die durch deine Forcierung längst nicht rentabler Energieproduktionsmittel entstehen, an die Abnehmer weiter geben. Es ist deine Welt und gesteh: Sie ist aus dem Rausch geboren!

Ja, aus dem Rausch geboren und ich will das hier gar nicht vertiefen, aber: Du bist doch der, der nicht die Zeit findet um ruhig sitzen zu bleiben, der die Fähigkeit zum Zuhören verloren hat, der die Nacht zum Tag machte, weil er nur so fühlt, das er lebt. Kennst du das: Mit einem Textheft auf den Knien Schallplatten anhören? Kennst du das: Einen Text durchdenken, eintauchen, erschüttern gar. Du kennst nicht einmal die Lieder der Klasse, die du penetrierst! Geschweige ihre sonstige Kunst! Und wann bist du zum letzten Male an einem Fluss entlang spaziert? Nicht mal anständig marxistisch denken kannst du, und es sind ausschließlich die älteren – ja selbst deiner Gegner – die aus dieser Schule stammen und grad deshalb dich zu widerlegen halbwegs imstande sind. Hättest du nicht deinen Gysi, wäre von dir und deinesgleichen nicht mehr die Rede. Dass dieser von keinem in Talksshows widerlegt wird, zeigt, dass Liberale und Konservative schnelles Denken und Spontanität erst recht nicht beherrschen, und zwar: weil ihr Herz nicht mit dem Verstand klingt. Sie finden es überaus richtig, dass man gegen sie demonstriert, sie würden auch noch Beifall klatschen, wenn man sie zum Hängen verurteilte. Sie sind als scheinbürgerliche Klasse völlig entkernt, fertig, kaputt, von nichts überzeugt (werden ja jetzt konsequenterweise auch von einer protestantischen Ex-FDJlerin, die besser russisch, als englisch spricht, repräsentiert). Aber darauf wies ich ja schon vor Jahren im Aufsatz „Über das Verschwinden des bürgerlichen Bewusstseins“ hin.

Du siehst ein Demokratiedefizit bei den Mächtigen, kritisierst die fehlende Transparenz. Ich bitte dich: deine Partei, egal wen du wählst, handelt nicht anders, wenn sie entscheiden. Die Politik der verschlossenen Türen gilt für alle und besonders für die Grünen, attac und anderen Linken, die schon traditionell zur Verschwörung neigen. Das Internet bildet den Untergrund, in der deine Parallelwelt entstand. Wer wissen will, wo das endet, schaue genauer hin auf das, was deinesgleichen sagen. Wenn das innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht in Gewalt endet, werde ich schweigen, weil ich irrte. Wahrscheinlich werde ich aus anderen Gründen schweigen.

Meine Güte! Ist es dir eigentlich klar, dass deine Ansprüche, deine Gefräßigkeit, erst das Level dieser Welt auf eine problematische Höhe bringen? Du gehörst doch sicher zu denen, die glauben, dass Grünzeug, dieses aufgeblähte, wasserintensive Null-Balaststoff Nichts mit den Namen Tomaten oder Salat („Ernährungsphysiologie eines Papiertaschentuches mit einem Glas stillen Wasser.“, Zitat Pollmer) „gesund“ sei. Deine blöde unreflektierte Öko-Quaksalberei ist es, die alles übertrumpft, was gestern nur unzulänglich war. Und wieviele qm Wohnraum benötigt einer wie du? Oder zu zweit? Zu dritt? Du klagst über den Euro, über die Kosten des Lebens, und siehst nicht, dass du allein sie verursachst! Ja, du bist allein schuld! Bescheide dich. Dass ist übrigens der beste Weg zur Unabhängigkeit! Aber du misst die Qualität deines Lebens an der Größe deiner Behausung und beschwerst dich über Nebenkosten. Hast du mal deine Eltern oder Großeltern gefragt wie sie lebten? Du bist es also, der die Folgen der Globalisierung durch deinen billigen Konsumtionismus für dich selbst unzulässig erhöhst. Ich könnte problemlos auf dem Niveau des Jahres 1970 leben – du nicht! Du bist es, der verzogen, aller Maße beraubt, auch keine Grenzen akzeptierend, das Prinzip des „Alles geht“, so rücksichtslos wie noch keine andere Generation ausleben willst. Auf Kosten anderer, versteht sich. Hauptsächlich auf Kosten der absoluten Minderheit, die heute noch arbeitet und Werte schafft.

Deshalb ist auch dein Gejammere über die „Klimakatastrophe“ so entsetzlich heuchlerisch, kindisch und falsch, wie nur etwas falsch sein kann. Abgesehen davon, dass es jedem frei steht anders zu leben, aber du weit entfernt von einem „alternativen Lebensstil“ bist, abgesehen davon, dass du als Raucher wohl schizophren sein musst, wenn du über die schädliche Umwelt klagst, abgesehen von deinen „Vorschlägen“, die so erbärmlich unausgegoren, kontraproduktiv und übel sind: du bist schlimmer als andere, weil du so tust, als wärest du gut. Dabei bist du derjenige, der Gentechnik verhindert, wohl weil du wie die Kirche Krüppel als Subjekt für Hilfsleistungen, die dich erhöhen sollen, benötigst. Wohl auch, weil du den Hunger in der Welt brauchst, damit du dir Schuldige dafür ausgucken kannst. Dabei bist du derjenige, der den Einsatz von Mitteln zur Malaria-Bekämpfung verhinderst, aber über die Fieber-Phantasie „AIDS“ klagst und ausgerechnet die animierst, die für das Problem hierzulande sorgen. Du bist ein wandelnder Widerspruch, ein ekliger noch dazu, weil du deine Ideologie (es ist nichts als das) zum Teil wider besseres Wissen aus kalkulierten Motiven in die Welt pustest.

Du bist ja sogar zu eitel zum Sterben! Du hängst wie ein primitiver Einfaltspinsel an dieser lächerlicher Existenz, schwadronierst vielleicht sogar etwas von der „Schöpfung, in die man nicht eingreifen soll“, und verhinderst, siehe oben, sowohl machbare Verbesserungen, als auch die freie Entscheidung des Menschen über sein Leben bestimmen zu können. Du bist mit deiner Apparatemedizin, deinem flehentlichen Blick mit dem überraschenden Postulat, immer das technisch Beste heraus zu holen, deinem Wunsch das Leben zu verlängern (ohne dass du je selber dafür etwas getan hast), eine bigotte arme Kreatur, die noch andere, die sich die Freiheit nehmen „nein“ zu sagen, mit ihrem Hass verfolgt. Du bist also der, der die Gesundheitskosten in die Höhe treibt, weil du nicht loslassen willst, weil du dich wie ein Kind vor dem Tod fürchtest. Weil du glaubst – obwohl du in Wirklichkeit nicht glaubst, denn sonst gingst du ja freudig in den Tod. Du bist der, der sich verstandesgemäß nicht mit sich verständigen kann, was er will und Optionen auf ein Maschinenleben als vegetative Existenz nicht mit der Heftigkeit zurückweist, mit der du es – zum Beispiel – bei Studiengebühren machst.

Du bist auch schuld daran, dass ich meinen Restmüll und diese ganze fliegenanziehenden Schweinereien, einen Monat lang im Keller aufbewahren muss, vom „Biomüll“ ganz zu schweigen – während die Müllabfuhr früher zwei Mal pro Woche ALLES mitnahm. Dazu muss ich, die ich kein Auto besitze, im Gegensatz zu dir, der sich sicher noch mit einem lautstarken Quad durch die Gegend lärmt, seichende Flaschen in 20km entfernte Läden zurücktragen. Die Asozialität des öffentlichen Lebens, die sich u.a. in euren aufgestellten Abfallboxen, so auch in eurer Kunst, wie ihr die Verschandelung von Häusern durch „Graffitis“ nennt, zeigt, ist Ausdruck eurer gesamten Gesinnung.

Oder siehe dir die Subventionsmaschinerie an. Du bist schuld, dass die Dummheit zu ihrem „Recht“ kommt, obwohl es sonst niemanden interessiert. Deine Politik lässt Kasten entstehen, lässt Seilschaften das Leben inszenieren, lässt Cliquen untransparent agieren und genehme Gruppen finanzieren: vom Theater bis zur Gesellschaft. Aber wenn ein polnischer EU-Bürger – wie ich es jüngst im TV sah – EIGENES GELD in der lächerlichen Höhe von 18 000 Euro über die Grenze trägt, muss er es „anmelden“, sonst wird ihm (wie geschehen) 9% als Strafe abgezogen. Eine Devisenpolitik im eigenen Wirtschaftsbereich, die beinahe „ostzonale Standards“ erreicht hat, weil die Kontrolle über alles geht.

Das Leben wird überhaupt erst durch dich verteuert, sodass man berechtigt ist zu sagen, dass Reglementierungs-Fetischisten wie du, erst die Armut erzeugen. Zwar beschwerst du dich über bis zu 5 Milliarden „Steuergeschenke an die Großindustrie“ durch die Unternehmenssteuerreform, ohne zu überlegen, wie viele Geld dadurch zusätzlich in die Kassen kommt, aber gerade du bist es, der die Gesellschaft völlig durch alimentieren will. Frauengleichstellungsberatungsstellen en masse, deren Milliarden-Folgekosten durch Gleichstellungs-Einstellungen trotz mangelnder Qualifikation von der Allgemeinheit getragen werden müssen, Schwangerschaftsabruchsunternehmungen an jeder Ecke, Drogenberatungsstellen in denen tatsächlich hauptsächlich Drogeneinnahmen beraten werden, „AIDS“-Stellen, die in erster Linie als Schwulentreffs und Rekrutierungsbüros für Gleichgesinnte dienen, Millionenprogramme für jede neue Verrücktheit, deren Ziele nicht die Überwindung und Bekämpfung des Knacks, sondern seiner Etablierung dienen usw. – Abgesehen davon behaupte ich, dass noch keine eurer Sozialeinrichtungen einem Menschen half, der sich nicht bedingungslos den gemeinschaftlichen Zielen unterwarf oder aus irgendeinem Grund politisch unkorrekt war. Das heißt nicht, er war nicht so unkorrekt, dass es euch wiederum nicht korrekt erschien.

Das Leben wird außerdem erst durch dich brutalisiert. Pazifistisch bist du nur aus politischem Kalkül. Deine laxe Haltung zur Tötung ungeborenen Lebens aber führt zu einer Relativierung des Lebens an sich. Der Krieg der Geschlechter, der mit dem Krieg gegen das werdende Leben korrespondiert, schafft das nie zu überwindende Bewusstsein, Verhandlungsmasse gewesen zu sein. Paradoxerweise entfällt eine Diskussion darüber gerade jetzt, da über die Familie debattiert wird. Je mehr deinesgleichen die brutale Realität ausklammert, weil ihr alle miteinander nicht nur Gröl, - sondern auch Verdrängungsweltmeister seit, umso mehr wächst die Propaganda und der Hype, um die paar Kinder, die noch zur Welt kommen. Die wollt ihr totaler und radikaler für euch, als es sich nie eine Generation träumen ließ und umso mehr, als ihr ihre natürliche Entstehung – und die Bedingungen dafür – leugnet oder verleumdet. Das ist wohl auch die stillschweigende Sofortmaßnahme nach der Diskussion um den demographischen Faktor, die es gar nicht gäbe, wäre Abtreibung wie früher verboten und nur in wohlbegründeten Einzelfällen erlaubt. Der staatliche Zugriff ist auch egal, seit ihr doch auch sonst nicht gegen staatliche Maßnahmen, sondern nur gegen jene, die euch an der Gewaltanwendung zur Durchsetzung eurer letzten Schritte zur Macht, die ihr so ohne „demokratische Umwege“ erreichen wollt, hindern.

Man könnte durchaus gegen die Politik demonstrieren, da wüsste ich unzählige Beispiele, von denen ich nur wenige nannte – aber du hast keine Grund dafür, weil: Du bist schuld! Du bist doch der Treiber, der Initiator dieser Politik! Deine Prinzipien werden doch schon lange umgesetzt, du hast es anscheinend nur noch nicht bemerkt. Du solltest gegen dich selbst demonstrieren! Ja, das wäre nötig! Wirf doch Bomben auf dich selbst! Nehme die dicksten! Der Dirigismus, geboren aus deiner Ideologie, schlägt, wohin man auch blickt, Wurzeln, hat bereits das ganze öffentliche Leben erfasst und sich wie Feinstaub zwischen alles gesetzt. Nun knirscht es. Bis die Maschine zerspringt.

*sing*

Allein wie eine Mutterseele

Die KPD ist verboten - die DKP ist erlaubt.
Die SPD hält Versammlungen ab und glaubt, daß man ihr etwas glaubt.
Die Gewerkschaft fordert Solidarität, so wie früher der Turnvater Jahn.
Und der Lohengrin singt noch immer: Sei bedankt, mein lieber Schwan!
Der Hunger, die Bomben, die Werbung - die sind nach wie vor immer dabei.
Und die Menschen, wie durch Vererbung, vertrauen nach wie vor ihrer Partei.

Aber allein wie eine Mutterseele,
so mach Revolution, dann ist sie deine! Zieh Leine
und stütz dich nicht auf Kampf und Bach-Choräle!
Ohne viel Geschrei mach dich, denn darauf kommt’s an, selber frei!
Sei schwarz, schwarz wie ein Kohlpechrabe!
Wirf dich wie ein Sperrangel so weit!
Hab keine Angst - hab Zeit!

Aber allein wie eine Mutterseele!
Schieb es nicht auf viele lange Bänke und lenke
dein Leben ohne Blut und Autoöle!
Schöpfe aus dem Vollen, anstatt zu schaun, was andre von dir wolln!
Bleib nackt wie eine Splitterfaser!
Warte nicht auf Lenin und Godot!
Du kannst die Welt befrei’n,
wie eine Mutterseele: allein.

Georg Kreisler, 1974

57 Kommentare »

  1. Vortrag von Justus Wertmüller, Redaktion Bahamas
    Die (radikale) Linke ist hässlich. In ihren Händen verkehrt sich Kritik ins Bekenntnis trivialer Seelen, jede schriftliche Äußerung in Propaganda aus dritter Hand und Sprache in einen fiesen Jargon. Sie weiß von sich selbst kaum mehr als dass man sich irgendwie im Widerstand gegen Systeme, Strukturen und Herrschaftsverhältnisse befände, die sie nicht bestimmen kann. Ihre Elendsumzüge im Zeichen von Antifa und Noglobal, Antirassismus und irgendetwas mit Gender, auf denen schreckliche Wursthaarträger ihre beispiellose Kreativität zur Schau stellen, androgyne Antifaburschen oder -mädchen die neueste Turnschuh- und Kapuzenpullikreation auftragen, und Quotenmigranten ein Herz für fiese Kulturen und Religionen einfordern, vermögen noch nicht einmal die Teilnehmer zu begeistern, geschweige denn irgendwelche Passanten. Und doch bleibt sie gefährlich und ist zurecht auch weiterhin Objekt ständiger Beobachtung durch den Kritiker. Nicht weil das „Who is who?“ von Belang wäre, die Protagonisten sind austauschbar und banal, sondern weil die je verkündete Losung, strategische Orientierung und praktische Mobilisierung manchen Aufschluss darüber gibt, wohin die Mehrheit in diesem Land treibt. In diesem Jahr geht es gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Die Mobilisierung wird wenig erfolgreich sein, die Mecklenburger Einöde lädt nicht so recht zum Protest ein. Wer aber warum ausgerechnet gegen dieses harmlose und belanglose Stelldichein von Staats- und Wirtschaftsfunktionären aufruft, ist dennoch von Belang. Auf die Straße oder besser auf die nicht nur wegen Regenmangels braune Wiese lädt ein breites Bündnis nationaler Sozialisten, das von der PDS bis zur NPD von den globalisierungskritischen Gemeinschaften bis zu den originalen Kameradschaften,von der Jungen Freiheit bis zur Jungen Welt reicht. Dabei wird es zu keiner Vereinigung in Freundschaft und Toleranz von Nazis und Linken kommen. Die Linken werden die Nazis im Gegenteil in dem Maße wie sie ihnen immer gleicher werden, nur umso mehr hassen, und auch eine wirkliche Stärkung der Massenbasis von NPD und Kameradschaften steht nicht zu befürchten. Auf dem Feld, wo Linke und Nazis um den gleichen Kuchen streiten, die angemaßte Führerschaft über vom Kapitalismus „betrogene“ und „enttäuschte“ Massen, wird für beide Avantgardebewegungen wenig zu gewinnen sein, für die Globalisierungskritiker in Amt und Würden dafür desto mehr. Das politische und publizistische Establishment hat schon lange gelernt, von den hässlichen Struppis aus der Protestbewegung zu lernen, woher der Wind weht, und sie setzen Segel.
    Die Linke ist genauso hässlich wie Schicksalsgemeinschaften, deren tiefster Wunsch eine große nationale Aussprache aller Deutschen ist, eben sein müssen: abgrundtief.

    Diskussions-Veranstaltung in Halle, am 29.05.2007, 19:00 Uhr
    Melanchthonianum Universitätsplatz
    Vortrag und Diskussions, am 6.6.2007, 19:00 Uhr, Max und Moritz,
    Oranienstraße 162, Berlin

    Kommentar von Wertstoff — 27. Mai 2007 @ 12:35

  2. Interessant, werter Wertstoff,

    die Ankündigung ist uns jedoch längst bekannt.

    Aus anderen Foren:

    hegelxx schrieb:

    Nach Halle könnt ihr selber gehen, “Ostler”, das ist neben Magdeburg eine der finstersten Städte dieses Planeten!

    Aber in Berlin dürft ihr mich bei Interesse gerne begleiten (Anruf, mail oder PM genügen, hehe…):

    Zum antikapitalistischen Kameradschaftstreffen in Heiligendamm
    Ein Beitrag zur Demobilisierung

    Vortrag von Justus Wertmüller, Redaktion Bahamas

    Die (radikale) Linke ist hässlich. (…) Sie alle lernen von den Mobilisierungen auf Mecklenburgs braune Wiesen, wo noch Nachholbedarf ist, welche Radikalisierung der öffentlichen Meinung und der praktischen Politik zur Befriedigung der Bedürfnisse von Deutschlands Antikapitalisten gefragt ist.
    Die Linke ist genauso hässlich wie Schicksalsgemeinschaften, deren tiefster Wunsch eine große nationale Aussprache aller Deutschen ist, eben sein müssen: abgrundtief.

    Diskussions-Veranstaltung in Halle, am 29.05.2007, 19:00 Uhr
    Melanchthonianum Universitätsplatz

    Vortrag und Diskussions, am 6.6.2007, 19:00 Uhr, Max und Moritz, Oranienstraße 162, Berlin

    P.S.: Ach ja, Cottbus habe ich ganz vergessen, ja verdrängt, aus dem Club der fiesen Städte, da traut sich nicht mal der Wertmüller hin…

    Kommentar von hegelxx — 27. Mai 2007 @ 13:22

  3. Ich zappe grad und sehe erschreckt Bilder vom Berliner “Karneval der Kulturen”. Da scheint ja auch viel Grobzeug im leider abgeflauten Hagel herum zu hüpfen, zu trommeln und zu krakeelen. Tanzen und lachen gilt in diesen Kreisen schon als etwas Positives an sich. Ich sehe die Zeit kommen, da ich mich wirklich noch in meinen deutschen Wald vergraben werde. Nie fand ich den Zeitgeist abstoßender.

    Kommentar von Campo-News — 27. Mai 2007 @ 14:41

  4. Eine wunderbare Tirade und ich dachte ich kenne Hüsch.

    Kommentar von Drainer — 27. Mai 2007 @ 16:41

  5. Die Tirade ist jedoch von mir - von Hüsch stammt der vorangestellte Spruch “Jede Bewegung braucht ihren Udo”. TK

    Und weiter:

    Ja die Gesunden habens gut

    Denn sie essen schon zum Frühstück eine Lehre

    Und wenn sie auf dem Gipfel der Gesundheit sind

    Verteilen sie wenns sein muss auch Gewehre

    Denn das steht an einer Stelle in der Lehre

    Kommentar von Campo-News — 27. Mai 2007 @ 16:47

  6. Auch wenn du derzeit einen extrem lahmen Internetanschluss hast, Tanja,

    trotzdem das:

    http://www.youtube.com/watch?v=6CWkq1zXs10

    Warte halt ab uns schau es dir an. Das ging mir die ganze Zeit, als ich da bei dir in xxxxxxxxxx war (darf ich ja nicht sagen), durch den Kopf.

    Und so viele Fragen:

    Hassen Lesben Schwule?
    Warum gehen sie heterosexuelle Beziehungen ein?
    Ist man dann irgendwie weiblich?
    sind Menschen wie seinerzeit Zazie de Paris (eine Berliner Discoqueen) weiblich?
    Muss man da mal besser operieren?

    Ehrlich gesagt, ich weiss nix.

    Und Jenna Jameson finde ich auch langweilig. Ist das verdächtig?

    Muss ich die Nuckeltussi geil finden?

    Nö.

    Ach, übrigens: Ich war einmal ganz schrecklich verliebt, nein, nicht zu Schulzeiten, das habe ich ausgehalten mit der Schönheitspreisgewinnerin, aber die war öde, nein, mit einer, die sich selber als undefiniert bezeichnete, “ich habe kein Geschlecht, such dir eines aus”, soso…

    Anatomisch betrachtet war sie aber ganz eindeutig eine Frau.

    Komisch…

    Kommentar von hegelxx — 27. Mai 2007 @ 17:56

  7. Bitte: was hat das mit diesem Thema zu tun? Warum postest du das nicht an die richtige Stelle? Ich kann das ohnehin nicht sehen, weil das viel zu lange dauert, habe auch prinzipell NULL Interesse an diesem Internet-You-Tube-Quatsch. NULL! Was diese Person angeht: hast du sie nackt gesehen, dann müsste das doch klar sein (bitte nicht in diesem Thema antworten, ich verstehe deinen Beitrag dazu sowieso nicht und wenn sich jemand operieren lassen will, soll er sich operieren lassen, sofern TS vorliegt - aber TUNTEN brauchen das nicht und sollen sich einfach aus der Sache heraus halten. Ist das so schwer zu verstehen? Wertmüller scheint es doch im Gegensatz zu dir zu verstehen…und sagt Richtiges zu diesem Androgynen-Unsinn, der in Wirklichkeit mit Androgynität nicht viel, mit TS schon gar nichts zu tun hat).

    Kommentar von Campo-News — 27. Mai 2007 @ 18:27

  8. ich sage was ich will und wo ich will!

    Ja, Massenmensch! Ist das Wort nicht schon per se rassistisch?

    Ich bin es auch, habe ich heute zugegeben. Und Waffen, sozusagen Handfeuerwaffen, die finde ich gut!

    mal wieder aus anderen Foren:

    och, die “Amis” und die “Antideutschen” werden dir schon noch eine Weile erhalten bleiben.

    fängt ja auch beides mit “A” an, das ist psychoanalytisch betrachtet “ganz interessant”.

    A-A eben. Kommt immer “von hinten”!

    Mal ordentlich “Abzukacken”, so morgens, kann ganz befreiend sein, nicht nur für den Darm. Aber wie bemerkte diese amerikanische “Sexschriftstellerin”, hab gerade den Namen vergessen, nein habe ich nicht, Erica Jong heisst sie: “Ich habe nur in Deutschland Toiletten gesehen, da liegt dann die eigene Scheisse auf dem Präsentierteller, die kann dann ewig betrachtet werden, bis man die Spülung bedient. In anderen Ländern verschwindet das alles sofort in Löchern oder Wasserleitungen.”

    Etwas spitzfindig und dialektisch nicht unbescholten könnte man einwenden, schon die Kackschüsseln sind ein KZ oder so ähnlich… Jedenfalls hätte der Popper mit seiner “freien Gesellschaft” nichts mehr zu sagen. Aber der hatte ja auch von Psychoanalyse keine Ahnung. Deswegen hat ihn und seine Adepten Adorno ja mal so richtig fertiggemacht. Irgendwo nachzulesen im sogenannten “Positivismusstreit”.

    Für die an sich zahlungsfähigen Deppen: Kauft lieber die Bücher, aber ich gebe zu, das kann man wegen des abgelaufenen Urheberrchts auch online “googlen”, ja.

    Ja, und das ist genau das Problem, was die “Achse des Guten” und die einschlägigen blogs so vorführen

    Gerade musste die Polizei mal wieder einschreiten, weil irgendwelche Migrantendeppen sich wieder vor der Haustür versammelt haben und sich dicke machen wollten. Die genervte Nachbarin, also die Lehrerin, hat die Polizei gerufen, aber die Bullen waren voll antisemitisch, und das ohne das Kreislersche AAAAA… “Na, ein Glück, dass hier kein Jude wohnt” meinte der Streifenbulle, und ich fragte ihn: “Wie soll ich das verstehen?” “Zeigen sie mal ihren Ausweis!”
    Ich dachte, ich bin in einem falschen Film, irgendwie DEFA in den Spätdreissigern… mir wurde unheimlich.

    Aber was interessiert euch das, ihr Deppen, ihr wohnt ja nicht in Bagdad-Schöneberg… ihr Spiesser!

    Ich plädiere jedenfalls für Ausgangssperre für alle, die nicht deutsch sprechen können ausser “Isch fick dein Mutter” und Waffenscheine für alle, die von solchen Schwachmaten belästigt werden!

    PENG! Du bist tot.

    Dann sagt die antisemitische und rassistische Polizei immerhin: “Zeigen sie mal ihren Waffenschein. Ok. Das war Notwehr!” Denn wenn das Loch von einem Geschoss aus einer 3.65er genau zwischen den Augen ist und von hinten ein Krater, wo man erkennen kann, dass da niemals ein Hirn war, nur so ein BMW-Signet auf der Hirnhaut, dann sagt der rassistische Bulle: “Ok, das spart den Kollegen viel Arbeit. Gehen sie mal nach Hause und ruhen sich aus…”

    Genau.

    Kommentar von hegelxx — 27. Mai 2007 @ 23:17

  9. Wie? Der Begriff soll “rassistisch” sein? Oder ist es nicht vielmehr die Masse, von der kein Denker abstrakt viel hielt. Da verweise ich z.B. auf Hermann Brochs “Massentheorie”, in der solche netten Sätze stehen und ich füge hinzu: Man nehme ihnen ihre Drogen (von Mariuana bis Poppers) und Trommeln weg, dann wird der Unvernunftsfaktor halbiert und die Grundlage zu einer rationalen Debatte gegeben sein. Wenn, wie gestern beim “Karneval der Kulturen” (Eine Konfettiparade, nur noch witzloser als die bekannten Deppen - und Jeckenveranstaltungen) gesäßlastige deutsche Frauen vor wippenden Negerbecken ausrufen, wie schön doch der weiße Sand auf deren Körper sei, da er die Verbindung zum Himmel symbolisiere und mit diesem kommuniziere dann, ja dann, ist das feuchte Höschen der BDM-Mädels beim Führer geradezu ein Akt der Aufklärung. Siehe auch Live-AIDS


    broch.jpg

    Kommentar von Campo-News — 28. Mai 2007 @ 08:14

  10. Mal wieder ein klasse Zitat, das von Broch!

    Kannte ich alter Rassist zwar schon, aber egal, bei Canetti steht auch ähnliches…

    Noch besser hiesse der Titel dieses threads übrigens: “… an den vereinzelten Massenmnschen”. Denn genau da bekommt dieser Menschenschlag Panik, wie Broch das trefflich beschreibt. Niemals könnte solch ein Mensch vollkommen gelassen in einer Bar äussern: “Es hat etwas faszinierendes, so einsam unter Vielen zu sein…” Das hat Max Goldt mal zu mir gesagt, in irgendeiner Berliner “Szene”-Kneipe, und dann hat er aus dem Fenster geschaut auf den Nollendorfplatz und das Piscatorsche “Metropol”-Theater, wo sich gerade eine ungeheure Meute drängte, die ein Konzert von Mark E. Smiths “The Fall” glotzen wollten, aber Mr. Smith hat mal wieder einfach abgesagt! haha!

    Kommentar von hegelxx — 28. Mai 2007 @ 09:40

  11. Eine atemberaubende Rede. Trifft ins Schwarze. Gruß A. Penger

    Kommentar von apenger — 28. Mai 2007 @ 22:41

  12. Danke. Ich stelle fest, dass sich quasi seit dem 1981er Jahr, die Gemengelage gar nicht so sehr in einem bestimmten Milieu veränderte, siehe auch - http://www.campodecriptana.de/blog/2007/02/23/677.html

    Allerdings war es damals lustiger, leichter, weniger durchorganisiert, pluralistischer, intellektueller, vor allem: wir hatten Lieder, ganz verschiedene sogar, ich meine: ganz verschiedenerer Art. Und: wir lasen! Und zwar ständig.

    Kommentar von Campo-News — 29. Mai 2007 @ 05:06

  13. Bald ist es wieder mal soweit. Die Chaoten können wieder mal Randale machen. Der Winter ist vorbei und das Wetter ist sommerlich warm. Also ab zur schönen Ostsee. Natürlich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln sondern mit alten spritfressenden Autos. Um den Hals den Mörderschal gebunden. Endlich mal wieder gegen die USA demonstrieren. Nebenbei auch ein wenig gegen die bösen Briten und natürlich auch gegen unsere Regierung. Wo aber sind Plakate gegen die Putinbande? Nichts ist zu sehen. Und gegen die Regierung Venezuelas? Ist doch eine linke Regierung und die ist gut. Das dieses wunderschöne Land in kürzester Zeit fast pleite gemacht worden ist, ist doch scheiß egal. Daß der letzte Private Fernsehsender geschlossen wurde juckt keine Sau. Hauptsache der Präsident ist links und gegen die USA. Dass der Iran fast die Bombe hat wird vergessen. Arme kranke Welt.
    Afrika ist zurzeit das Maß aller Dinge. Als Kind vor 50 Jahren habe ich schon als Messdiener Geld für“ Brot für die Welt“ gesammelt. Was ist in diesen 50 Jahren in Afrika geschehen?. Nichts, alles nur noch bis auf wenige Länder schlimmer geworden. Wo sind denn die Milliarden geblieben? In Waffen, für Kriege und sinnlose Projekte verballert. Man muss endlich einsehen dass man in vielen Ländern Afrikas nicht leben kann. Es geht einfach nicht. Wir schicken auch kein Geld nach Grönland oder die Antarktis damit die armen Eskimos und andere Bewohner dort Tomaten und Salat anbauen. Da wissen wir das dieses nicht klappt. Warum sehen wir nicht ein und erklärenden Menschen dort, das Sie wegziehen müssen, denn man kann kein Wasser dort bekommen. Wir werden in hundert Jahren noch immer Geld sammeln.
    Wenn afrikanischen Regierungen nicht strikt auf die Finger gesehen wird ändert sich nichts. Normalerweise könnte Afrika alleine die gesamte Weltbevölkerung ernähren. Aber wir schauen vielen nur tatenlos zu und gehen (fahren) zur Ostsee und demonstrieren gegen die USA. Einfach geil.

    Kommentar von khf — 29. Mai 2007 @ 14:13

  14. Es gab gestern Nacht noch eine Zuschrift an die CAMPO-Redaktion, die den Globalisierungsgegnern, die sich jetzt Kritiker nennen, wahrscheinlich völlig wurscht ist:

    Von: Mario Jose Ramirez
    Mail: mramirez@icm-technology.com

    Titel/Bezug: RCTV WERE CLOSED YESTERDAY 05-28-2007 BY HUGO CHAVEZ

    Beitrag:
    President of Venezuela Hugo Chavez has closed the most popular Television Broadcasting Company RCTV, (RADIO CARACAS TELEVISION) yesterday 05-28-2007, 53 year on the air broadcasting, were Finished yesterday for maintaining an editorial line against the Hugo Chavez Government.

    In addition to this news there are more thing that so much people ignores, Also there was a decision adopted yesterday by the VENEZUELAN´s SUPREME COURT OF JUSTICE (Controlled by Chavez) that takes a decision over the RCTV´s Broadcasting Equipments and goods, they were kidnapped without administrative procedure in less than 24 hours, Just to be used by the new governmental television broadcasting station TVES, (GOVERNMENT TELEVISION) that starts its Broadcasting today 05-28-2007 to 12:20 a.m. local time of Venezuela using the equipment product of the armed robbery makes by the VENEZUELAN GOVERNMENT against the owners and shareholder of RCTV. TVES is right now broadcasting using goods products of the crime and product of the Venezuelan Government authority abuse. Right now there is only a single Broadcasting Station with criticizes line to the government with open signal to the air, it is GLOBOVISION and it opens signal only reaches two cities: Caracas and Valencia.

    With this actions the VENEZUELAN GOVERMENT has closed technically RCTV

    Because without its broadcasting equipments, RCTV can’t continue its labor even by Cable TV.

    More inquires click here: http://www.globovision.com

    Please we need your help, let know to the German citizens what is happening in Venezuela.

    See More:

    http://www.globovision.com/news.php?nid=56890

    http://www.globovision.com/news.php?nid=56911

    http://www.globovision.com/news.php?nid=56894

    http://www.globovision.com/news.php?nid=56928

    http://www.globovision.com/news.php?nid=56927

    http://www.globovision.com/news.php?nid=56924

    http://www.eluniversal.com/2007/05/29/pol_art_concentracion-en-cha_302783.shtml

    http://www.dj.com.ve/

    Kommentar von Leserbrief — 30. Mai 2007 @ 07:25

  15. dass es in Venezuela nicht so ganz astrein zugeht,

    das weiss auch jeder halbwegs gescheite Linke, das “antideutsche Milieu” weiss es schon lange.

    Nur der an sich klugen Frau Wagenknecht fällt es schwer, das einzusehen, was so ein kleinwüchsiger Caudillo in Venezuela so abzieht. Nichts Neues jedenfalls!

    Aber was interessiert mich das, oder langweilt mich, ein Glück heisst Frau J. Lange nicht “Evita”. Die Madonnatussi jedoch schon…

    Kommentar von hegelxx — 31. Mai 2007 @ 19:01

  16. Es waren Szenen, die das Land seit langem nicht mehr gesehen hatte: Hunderte Vermummte hielten eine ganze Stadt in Atem, ließen ihrer blinden Wut freien Lauf, zertrümmerten, was ihnen in den Weg kam und attackierten mit äußerster Brutalität die Polizei.

    Der Aufmarsch der Autonomen, ihre militante Uniformierung und ihr radikales Vorgehen erinnerten an die Auseinandersetzungen der frühen achtziger Jahre: Schlachten um Kernkraftwerksbaustellen, die Startbahn West am Frankfurter Flughafen oder besetzte Häuser im ehemaligen West-Berlin. Spiegel-online

    Kommentar von Find — 3. Juni 2007 @ 04:25

  17. Jetzt wundern sich alle (zum Teil so kalkuliert bräsig, dass man schwer an sich halten muss), dass etwa 15-20% der “Demonstranten” gewaltbereite Chaoten sind - ich halte den Prozentsatz derer, die dazu bereit sind für noch entschieden höher. Vor allem sage ich seit Jahren, was die neue SED wirklich will und wohin das Ganze angesichts des völlig entkernten bürgerlichen Lagers führt. Es bedarf eigentlich nur einer Kleinigkeit, um in einer Talksshow jenen, die sich als legaler Arm des Pöbels verstehen, die Maske herunter zu reißen. Aber es macht ja keiner, weil es keiner kann, wie auch, wo selbst die WELT Lucy Redler pusht?

    Dass das Milieu zum einen aus unverändert leninistisch-stalinistisch-trotzkistischen Elementen besteht, und die ideologische Basis zu den zwischen Anthroposophen, Homöopathen, Schamanengläubigen und anderen Hirngerissenen ergänzt wird, ist ja auch klar. Dieses Land ist unrettbar verloren.

    Von “Spon”:

    [17:37] Grünen-Chefin Claudia Roth nennt es “beschämend”, dass eine Gruppe von Neonazis heute durch das Brandenburger Tor gezogen ist. Die Bilder des Tages kämen aber aus Rostock, “wo viele tausend Menschen aus ganz Europa bunt und kreativ für eine gerechte Globalisierung demonstrieren”.

    Bongo-Spieler trommeln, zwei Typen mit löchrigen Jeans tanzen dazu schamanisch, als wäre irgendwo ein Kriegsbeil vergraben. Die Frau mit dem gelben Turban hat jetzt auch gelbe Augen und tut sich schwer, auf Fragen zu antworten. Woody Allen nuckelt auf dem Boden glücklich an einem Bier. Heiner Geißler sitzt auf dem Tresen und erzählt von seiner Arbeit als Schriftsteller. Daneben FDJ-Gesang: “Der Rosa Luxemburg haben wir’s geschworen.” Der Flüstertüten-Sänger erzählt von grün angestrichenen Panzern, die gegen Demonstranten in Berlin eingesetzt werden. Der Spiegel-TV-Kollege gilt mittlerweile als “putzig” und kann ungestört filmen. Nichts los, ich will zurück zu den beiden Homöopathinnen, als mich eine Frau im schmalen Gang voller Menschen nach einer Zigarette fragt. Norma aus Wien, 22 Jahre alt. Sie lockt mich in ihr Abteil und verwickelt mich in ein anregendes Gespräch über kulturelle Anthropologie.

    Wagen 8, 22.30 Uhr

    Ich frag mich immer noch, was kulturelle Anthropologie ist, als zwei Punks aus Österreich ins Abteil treten. Hagere, bleiche Typen, aus ihrem MP3-Player erklingt melodiös ein Akkordeon. “Techno” erklärt der eine, der die wohl originale Brille von Woody Allen und eine Schirmmütze mit Totenkopf-Aufdruck trägt. Der andere entpuppt sich als der erste Mensch, der anschaulich erklären kann, was Anarchie ist: “Was ma brauchn, mach ma selbst und was ma net brauchn, mach ma net. Es geht auch ohne Kieberer.” Kieberer? Ösi-Slang für Polizisten.

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2007 @ 07:50

  18. Die afrikanische Realität ist diese

    und es ist prinzipiell der Geist, der auch “Live AIDS” hochhält.

    liveaids.JPG

    Focus 2005

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2007 @ 09:10

  19. Meine Rede http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,486346,00.html

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2007 @ 13:24

  20. Das Beispiel aus “Spiegel-online” ist amüsant, auch wenn dieser Holger Mehlig so schreibt wie er heisst…

    Mich an das Brechtsche Diktum erinnerns, “Was ist schon ein Banküberfall gegen die Gründung einer Bank” fällt mir ein: Richtige Revolutionäre hätten so einen Mc-Donalds oder Burger King Laden gestürmt, sich mit den Niedriglohnarbeitern dort solidarisiert, den dort “Manager” genannten Kapos das Maul gestopft, alle Telefonnummern der geilen Kassenmiezen ins Handy programmiert, die gesamte Kohle eingesackt und danach die Produktion aufrecht erhalten, um die Burger dann zum doppelten und dreifachen Preis an die Bullen und die Wankelmütigen zu verkloppen!

    Aber das bringen die Eso-Luschen ja nicht!

    Kommentar von hegelxx — 3. Juni 2007 @ 14:43

  21. Das wäre nun wirklich das Letzte, was man sich wünchen sollte und was es mit den zu relativierenden Aussagen Brechts auf sich hat, habe ich ja schon hier erklärt.

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2007 @ 15:48

  22. Von wegen!

    Ich habe nun nicht auf die zu erwartende Rostocker Randale angespielt, das sind ja gerade die Idioten, die nichts bewirken, außer dass Schäubles Brandreden Gefallen finden.

    Hast du schon mal bei Mc Donalds gejobbt? Nein? Kann ja noch werden. Und dann verstehst du, was ich meine.

    Ich lasse mich aber nicht davon abhalten, weiterhin Brecht, Hacks und auch Heiner Müller zu lesen und derweil niemanden zu überfallen und auch keine Steine zu werfen.

    Das mit den Kassenmiezen und den Handies nehme ich aber trotzdem nicht zurück.

    Kommentar von hegelxx — 3. Juni 2007 @ 16:36

  23. Immer wieder McDonalds! Warum? Dort sind die Jobs nicht schlechter als anderswo, auch nicht übler bezahlt. Und irgendwo müssen Ungelernte und Schulabbrüchler doch auch arbeiten können. Was soll das also? Ich dachte, du wüsstest, warum der Laden so gehasst wird!?

    Noch einmal zum langsam mitlesen: Brecht hat dies als Literat geschrieben - seit wann ist in einem Bühnenstück alles wortwörtlich zu nehmen? Sind auch die anderen Äußerungen wörtlich zu nehmen? Meint Brecht “Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral” ? und ist er der Auffassung, dass dies richtig sei? Und ist es so, dass der Mensch den Menschen “anfällt, auszieht, peinigt, abwürgt und frisst” (hab ich das jetzt richtig zitiert?) - und soll es so sein, dass “minderjährige Witwen geschändet” (Mackie Messer) werden? Nein, Quatsch - ebenso ist Brecht nicht der Meinung, man solle Banken überfallen. Du nimmst das so wörtlich, wie andere etwas wörtlich nehmen und skandalisieren, weil sie es heraus picken und versimpelt interpretieren.

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2007 @ 17:13

  24. Nun mal halblang, werte Tanja,

    weder bei McDonalds noch bei anderen Buden würdest du gerne jobben, die Minderlöhne zahlen, zwar nicht für Schulabbrecher wie Brecht, die durch ihr Revolutionsgeschwafel für bourgeoise Theaterhocker berühmt wurden! So kann man das auch sehen!

    Nebenbei hätte der Brecht auch die ein oder andere Kassenmieze von McDonalds weggenagelt!

    Genau wie ich. Und ich habe da gejobt, als ich noch das Abi gemacht habe, und ans “abbrechen” hätte ich nie gedacht, wozu 13 Jahre in den Sand hauen!

    Kommentar von hegelxx — 3. Juni 2007 @ 18:07

  25. Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Brecht war ein Klassiker in spe und jeder macht mal Scheißjobs (auch schlecht bezahlte, Mann, was habe ich schon miese Jobs gemacht), aber diese Leute haben nichts gelernt. Sag mir, wofür du sie einsetzen willst, und wie du deren Arbeit bezahlen willst? 10% der Schulabgänger können kaum lesen oder schreiben - wo willst du die einsetzen? (dabei sind die Mac-Angestellten schon besser qualifiziert).
    Aber darum geht es nicht, sondern um die Objektwahl und den völlig aufgepropften Grund, denn: Fressbuden brauchen sie offensichtlich, wie man sehen kann, nur wollen sie nicht darin arbeiten, diese nicht betreiben und auch nicht als Zulieferer produzieren. Was sie wollen ist: Randale, kiffen, dumm rum schwätzen, revoluzzern. Meine Güte, das kann man das doch nicht verteidigen (ich denke, du folgst wenigstens Wertmüller oder hat der nur Recht, weil er nicht Mohr oder Krienen heißt)?! Und wenn man manches in der Jugend nicht so scharf und klar sah, muss man es doch heute nicht immer noch so sehen. Dieser Protest ist also, siehe die Tirade, IN DIESER FORM KOMPLETTER BLÖDSINN.

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2007 @ 18:41

  26. dass der Heiligendammprotest kompletter Blödsinn ist, bestreite ich gar nicht, im Gegenteil!

    Aber egal. Jetzt kommt mal eine andere Frage: Hast du zu der Agentin Wieser in Zürich gesagt, Sibylle Berg sei eine “Sau”?

    Kommentar von hegelxx — 3. Juni 2007 @ 21:44

  27. Selbstverständlich nicht, aber ich bin es ja gewohnt, dass man meine Texte nicht lesen kann und zwei Worte, in einem bestimmten Abstand, nicht voneinander zu trennen, noch in den passenden Bezug zu bringen vermag.

    Kommentar von Campo-News — 4. Juni 2007 @ 05:58

  28. Und selbstverständlich beginnt die herrschende Kirchentagsethik, gepaart mit ganz banalem Stalinismus, bei der Organisation, die schon so heißt, wovor sie sich in Sonntagsreden drückt: attac. Wir sehen auch das, was schon lange klar ist: Gegner sind nicht “Rechte”, sondern Neuliberale. Sie ersetzen was einst “Sozialimperialisten” oder “Sozialfaschisten” hieß.

    Doch was schreibt sie auf der Seite, die kaum jemand besucht:

    Die gemeinsame Ideologie der G8 ist der Neoliberalismus. Die Politik der G8 steht für Kriege, Umweltzerstörung und die Vergrößerung der sozialen Unterschiede, sowohl innerhalb der Staaten, als auch zwischen Nord und Süd.

    Die G8 stehen für:

    * den Ausbau der Atomenergie
    * die Förderung der Gentechnik
    * das Patentrecht auf Saatgut, Aidsmedikamente, Lebewesen etc…
    * Kriege und Waffenhandel (90% am Weltmarkt)
    * Hedgefonds und Währungsspekulationen
    * die Politik von IWF, Weltbank und WTO
    * die Schuldenfalle der Entwicklungsländer
    * Privatisierung und Sozialabbau
    * …

    In klaren Worten, treffen sich hier weltfremde und elitäre Leute die, oftmals gegen jede Sachkenntnis, sich anmaßen Entscheidungen zu treffen, die einen großen Teil der Welt beeinflussen. Die Entscheidungen, die sie treffen sind ausschließlich auf den persönlichen Machterhalt und die Bereicherung der Wirtschafts- und Finanzeliten ausgerichtet. Weswegen verständlich ist, dass sie den Großteil Ihrer Entscheidungen lieber für sich behalten.

    Es ist eine Politik die am: „Wir wollen immer mehr Geld und Macht“, anstatt: „Wir wollen eine schöne Welt“ ausgerichtet ist…

    „…weil der Besitz der Gewalt das freie Urteil der Vernunft unvermeidlich verdirbt.“
    Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, Berlin 1781

    Wir sind der Überzeugung, dass eine andere Welt nicht nur möglich, sondern auch nötig ist.Deshalb leisten wir Widerstand und setzen uns mit unseren Alternativen und unserer Lebensweise für eine bessere Welt ein.

    Kommentar von Campo-News — 4. Juni 2007 @ 16:45

  29. Nachdem was ich hörte, muss man den Ausdruck “dumme Sau” wohl doch etwas enger fassen. Aber ich beende damit diesen Unterpunkt.

    Kommentar von Campo-News — 4. Juni 2007 @ 18:27

  30. Ein erfreuliches Wort auf SPON:

    CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla forderte die SPD zu einem klaren Wort gegen Gewalt von links auf. “Wir sehen, dass in Deutschland aktuell die Gefahr von linksradikaler Gewalt ausgeht”, sagte er nach einer Präsidiumssitzung in Berlin. In den vergangenen Wochen sei dagegen mehr von rechtsradikaler Gewalt die Rede gewesen. “Ich wünsche mir jetzt ein ebenso entschiedenes Auftreten beispielsweise der SPD gegen linksradikale Gewalt, wie sie das in den vergangenen Wochen und Monaten auch gegen rechtsradikale Gewalt deutlich gemacht hat”, betonte der Generalsekretär. “Für uns als CDU gilt: Wir lehnen Gewalt von links und von rechts gleichermaßen ab.”

    Pofalla forderte die Organisatoren der Protestaktionen gegen den G-8-Gipfel auf, ihre Haltung zur Gewalt zu klären. “Wir halten es für einen Skandal, dass militante Linkschaoten in den Protestzügen eine Aufmarschbasis gefunden haben”, sagte der CDU-Politiker. 2000 schwarzgekleidete Linkschaoten könnten sich nicht so einfach unter friedliche Demonstranten mischen.

    TK: Doch, sie können, weil es Letztere in Reinkultur so wenig gibt, wie einen friedlichen und sinnvollen Einsatz der Wehrmacht zwischen 1939 und 1945.

    Kommentar von Campo-News — 4. Juni 2007 @ 18:32

  31. Ich nix versteh.

    Ausser dass die SPD schon 1918 so geschwafelt hat und ein paar Leute dann im Berliner Landwehrkanal gelandet sind. Und die dumpfe CDU ist keinen Deut besser. Was soll’s.

    Krawattenheinis wie Pofalla, Pflüger oder sonst was mit “P” sülzen mich voll.

    Das höre ich aber nicht so gerne.

    Danach unterstellt mir Frau Berg noch, ich hätte Texte von ihr einfach so als meine ausgegeben, dfas stimmt nun wieder gar nicht.

    Und wenn der Erik mich am Bahnhof abholt in Zürich, und sagt, ich soll doch besser mal fahren mit der teuren Karre, die etliche Euros pron Stunde kostet, ja, dann bin ich der letzte Linke.

    Kommentar von hegelxx — 4. Juni 2007 @ 20:37

  32. Jaja, es ist auch die große Gefahr, dass wir eine Neuauflage der Landwehrkanalaktion bekommen, nicht wahr? Wach bitte auf! So schlimm und überflüssig der Mord an L & L auch war - immerhin waren auch sie es, die die neue Republik sogleich ins vollkommene Chaos stürzen wollten, nachdem ihre bisherige Partei bei den ersten freien Wahlen glatt unterlag. An diesem Kamikazee-Unternehmen trägt vor allem Liebknecht schuld, der “Wirrkopf”, wie USPD-Mitglied Tucholsky meinte. Wo also liegt die Falschaussage in den Sätzen Pofalles? Ich kann nichts davon entdecken.

    Liebknecht und Luxemburg

    ER: ein Wirrkopf von mittleren Maßen
    Er suchte das Menschenheil auf den Straßen
    Armer Kerl: es liegt nicht da

    SIE: der Mann von den zwei beiden.
    Ein Leben voll Hatz und Gefängnisleiden.
    Sie hatte die stärkste Manneskraft

    Sie ruhen in Frieden.

    Kurt Tucholsky

    Kommentar von Campo-News — 5. Juni 2007 @ 05:05

  33. Ach ja, dies fand ich nun und es stammt aus dem Jahre 2005:

    TK: Außerdem, was Sie unter Kommunismus verstehen, ist doch sowieso nur eine Schakalität einer in seinen Anfängen diskussionswürdigen Kritik an einer Gesamtgemengelage in der Phase der Industrialisierung. Aus meiner Sicht verleugnet ihr ständig viele der wichtigsten Aussagen von Marx und Engels – vor allem die naturwissenschaftlichen und jene, die den Namen Philosophie verdienen – und habt alles in einer primitiven Weise der Ökonomie zentrierten Sicht ungeordnet, die alle anderen Lebensbereiche in sträflicher Weise vernachlässigt. Ihr berücksichtig nur den späteren Marx, den ihr euch auch noch extrem verbogen zurechtschneidert. Marx hätte sich übrigens stark dagegen gewehrt in Form einer „geschlossenen Ideologie“ vereinnahmt zu werden – der „Marxismus“, zudem noch angereichert durch das aktionistische Programm eines „Lenins“, ergänzt durch den stählernen Höllenhund, in Szene gesetzt von mit tarfüffscher Dreistigkeit agierenden Dachdeckern (ost), sowie Studienräten und Bummelstudenten (west), heute propagiert durch quengelige Ex-Stasis, hausbackene Arbeiterdarsteller und Möchtegernnixalsaufmerksamkeits-Bolzern oder anarcho-trotzkistischen, reinkarnierten Essensresten aus der großen römischen Armenspeisung von 1698 mit einem Maul daran, oder Amalgamnesen – parteilegiert, nicht delegiert, weil niemandem aus dem Volk verantwortlich - da wäre Marx sicher zum Contrarevolutionär geworden.

    EM: Ich verstehe nicht was Sie sagen wollen.

    TK: Nun, Sie eingebildeter Marxist. Sie wissen nicht einmal, warum der Kommunismus siegen soll.

    EM: Der wird siegen, das ist völlig klar, weil der Kapitalismus zwangsläufig untergehen muss. Ich sage nur: Die Krisen!

    TK: Warum soll es nicht in einem bestimmten Bereich mal auf und mal etwas ab gehen? Daraus zu folgern, das Prinzip sei falsch, ist kindisch, beweist doch dieses System seit es den Ton angibt, dass es sich prinzipiell immer wieder mit erstaunlicher Phantasie und geradezu artifiziellen Methoden neu erfindet, handelt es doch ohnehin nur nach einem ewigwährenden Prinzip: Produktion – Konsumtion - und das unter Freiwilligen und mit freiem Willen Handelnden.

    Das Ende des realen Sozialismus war auch gleichzeitig das Ende der bis dahin herrschenden Ideologie, die als „Historischer und dialektischer Materialismus“ gelehrt wurde. Es war schlicht nicht vorgesehen, dass die propagierte Entwicklung der Menschheitsgeschichte Urgesellschaft, Sklavenhalterordnung, Feudalismus, Kapitalismus, Kommunismus, kurz bevor die letzte Stufe erreicht wird, sich wieder zurück entwickelt. Das wäre, als wenn die Menschen wieder ins Meer zurückkriechen würden – absurd und die Evolution beschämend. Haben Sie schon einmal einen Sozialisten gesehen, der unter Wasser atmen kann? In diesem Augenblick aber wurde der gelehrte Marxismus endgültig entlarvt. Übrigens bis zu der Analyse des Eintritts in die kapitalistische Welt, ist die „historische und dialektische“, sowie die „materialistische“ Erklärung durchaus zutreffend, und immer noch die am wenigstens idealistische und am geringsten Spekulativste aller denkbaren und kursierenden Welterklärungen.

    EM: Hört Hört!

    TK: Jaja, habe ich je etwas anderes gesagt? Doch wer die Naturwissenschaften der Ideologie unterordnet, Darwin verleugnet, Freud verhöhnt, Religionskritik in Form von billigen Schmähungen, statt profunden Argumenten begeht – der stellt ein lächerliches, phantastisches Surrogat für Dumme dar, ein Tuschpapierdurchschlag einer minderwertigen Fälschung, eine Attrappe für Schabracken-Tapiere

    Davon abgesehen sind natürlich sämtliche dirigistische Vorstellungen der mit dem Marxismus verbundenen Ideologie nicht nur falsch, sondern auch gefährlich, menschenverachtend und im negativen Sinne autoritär. Die Problemlösung ist falsch, weil falsche Fragen gestellt werden und die Antworten nur einen sehr kleinen Bereich betreffen. Man trenne den „Marxismus“ von seinen abstrusen ökonomischen Verengungen und man könnte einen gewissen Teil des aufklärerischen Potenzial als radikale Fortschreibung der deutschen Klassik retten – doch in der Hand von rabaukenhaften Lumpenproletariern und depravierten Elementen, verkommt jeder positive Ansatz zu einer Alternative für eine Diktatur, aber nicht einmal die des Proletariats, sondern einer Sub-Bewegung national begrenzter, fanatischer Hassprediger, die mit anderen Hasspredigern fast alles teilen, vor allem: Die Ablehnung der individuellen Freiheit und des eigenständiges Denken und Handeln, die unsägliche Haltung, andere für das eigene Leben verantwortlich zu machen und deren Früchte der Unabhängigkeit zu beanspruchen.

    Kommentar von Tanja Krienen — 5. Juni 2007 @ 09:26

  34. Nachtrag zu “deiner Freundin” Sybille Berg: Wer sich über Transsexuelle und mich im Speziellen derart äußert, solche doch lieber weiter mit Katja Riemann Ameisenbären im Zoo gucken oder gleich Getier mitsaugen: Den spitzen Mund zur Konkurrenz hat sie ja - http://www.avantimedia.de/ddn_berg_riemann.html

    Kommentar von Tanja Krienen — 5. Juni 2007 @ 16:23

  35. Hehe, Tanja,

    das Psychogramm von “Marxisten”, welches du da im Interview entwirfst, ist durchaus treffend und witzig, auf mich passt das aber nicht.

    Und die Frau Berg sagt da in dem Bildchen links oben gerade zu der Riemann, dass der Typ doch scheisse aussieht, und im Abspann des Films sagt sie noch “komm, wir gehen noch ficken”, worauf Riemann entsetzt in die Kamera kommentiert: “Die Frau ist unglaublich…”

    Stimmt geradezu.

    TK: Meine Güte, das ist doch alles affiges Medientheater. Sehe ich die Berg, spucke ich ihr aufs linke Auge. Und jetzt Schluss mit diesem…Menschen.

    Kommentar von hegelxx — 6. Juni 2007 @ 12:34

  36. Berg en Belsen

    http://www.welt.de/welt_print/article930102/Der_Sex_die_Stadt_und_der_Pornodarsteller.html

    http://www.welt.de/welt_print/article930117/Friedenstaeubchen_und_Pornodarsteller.html

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2007 @ 19:25

  37. “Die gemeinsame Ideologie der G8 ist der Neoliberalismus. Die Politik der G8 steht für Kriege, Umweltzerstörung und die Vergrößerung der sozialen Unterschiede, sowohl innerhalb der Staaten, als auch zwischen Nord und Süd.

    Die G8 stehen für:

    * den Ausbau der Atomenergie
    * die Förderung der Gentechnik
    * das Patentrecht auf Saatgut, Aidsmedikamente, Lebewesen etc…
    * Kriege und Waffenhandel (90% am Weltmarkt)
    * Hedgefonds und Währungsspekulationen
    * die Politik von IWF, Weltbank und WTO
    * die Schuldenfalle der Entwicklungsländer
    * Privatisierung und Sozialabbau
    * …

    In klaren Worten, treffen sich hier weltfremde und elitäre Leute die, oftmals gegen jede Sachkenntnis, sich anmaßen Entscheidungen zu treffen, die einen großen Teil der Welt beeinflussen. Die Entscheidungen, die sie treffen sind ausschließlich auf den persönlichen Machterhalt und die Bereicherung der Wirtschafts- und Finanzeliten ausgerichtet. Weswegen verständlich ist, dass sie den Großteil Ihrer Entscheidungen lieber für sich behalten.

    Es ist eine Politik die am: „Wir wollen immer mehr Geld und Macht“, anstatt: „Wir wollen eine schöne Welt“ ausgerichtet ist…

    „…weil der Besitz der Gewalt das freie Urteil der Vernunft unvermeidlich verdirbt.“
    Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, Berlin 1781

    Wir sind der Überzeugung, dass eine andere Welt nicht nur möglich, sondern auch nötig ist.Deshalb leisten wir Widerstand und setzen uns mit unseren Alternativen und unserer Lebensweise für eine bessere Welt ein.”

    Ein klasse Zitat von Tanja Krienen. Das erste das ich wirklich vollumfänglich unterschreiben würde.

    Kommentar von Gähn — 9. Juni 2007 @ 00:08

  38. Naja,

    was ist daran so schlimm, einen “Pornodarsteller” zum Freund zu haben, das ist genauso, als hätte man eine Prostituierte zur Freundin. Alles halb so wild, aber sowohl die “Welt” wie die Boulevardblätter machen daraus einen “Buhei” und man kann sich richtig vorstellen, wie sich verklemmte “Freier” und reinliche Hausmuttis aufregen… und noch andere.

    Frau Riemann ist ja nun wirklich nicht mein role model, aber da könnte man sie schon verteidigen.

    Und Frau Berg hatte doch fast schon hellseherisch alles geahnt. Aber sie kann auch schon manchmal zickig sein… und wie die Welt-Schreiber richtig sagen, das Stück im Maxim Gorki ist nicht von Frau Berg, denn wäre es von ihr, dann hätte das alles einen weitaus depressiveren touch, obwohl, ich weiss nicht, ob man mit dem Wort depressiv die Sache trifft.

    Grüsse

    Kommentar von hegelxx — 9. Juni 2007 @ 06:01

  39. Lass uns bitte die Debatte über diese Patzpatrone beenden, Hegel: den “depressiven Touch” habe ich wahrlich von ihr erfahren und wer Katja Riemann zum Klimpern inspiriert, ist ein “Pop-Autor” besonderen Ranges. Oder, um mit Brecht zu sprechen:
    Was an dir Berg war haben sie geschleift
    Und dein Tal schüttete man zu
    Über dich führt ein bequemer Weg

    Gähn – Nein, das Zitat ist eine Sprechblase. Welches sind „alternative Lebensweisen“? Die, die wir von den Protestlern gesehen haben? Welches ist die „bessre Welt“? Die der Chaves und Morales, die sie sonst empfehlen?

    Wir könnten über alles reden, doch weiß ich aus Erfahrung, dass die ach so alternativen und toleranten Leute das einfach nicht zulassen. Ihre Gebots-Verbote sind so scharf, so „alternativ“, dass alles was tradiert argumentiert, entweder als „rassistisch“, „sexistisch“ oder „faschistisch“ apostrophiert wird, obwohl sie längst sagen, was sie, die Neo-Autoritäten, wirklich hassen: die „Neo“-Liberalität.

    Vorgestern waren es die Kriege, gestern das Soziale, heute ist es das Klima, morgen das Geschlecht und übermorgen Mond und Sterne. Nun könnten wir uns jeden Punkt der Verbesserungen, die oft Verschlimmbesserungen sind, genauer ansehen. Nur mal das:

    Ich bin auch nicht unbedingt für die Kernkraft, aber noch weniger für Kohlekraft.
    Ich habe nichts gegen Gentechnik. Es gibt keine Anhaltpunkte für Gefahren. Grüne Gentechnik hat es schon immer gegeben (früher hatten Bananen Kerne) und auch die Biotechnik kann uns weiter bringen. Es ist total verlogen, wenn Abtreibungsbefürworter plötzlich Probleme mit ein paar Stammzellen vorgaukeln! Aber so krude läuft die Debatte!
    Kriege und Waffenhandel sind solange beinahe wertneutral, wie es Bedrohungen und Aggressionen gibt – es gibt hier keinen Königsweg da sonst die Gewalttätigen dominieren. Es gibt auch in der Klimapolitik keine Ideallösung, da fast alle „grünen Lösungen“, also diejenigen, die auf „erneuerbare Energien“ zielen, fast alle ebenso auf die Umwelt wirken. Oft wird die „alternative Energie“ zudem hoch subventioniert. Komisch, dass ausgerechnet die, die man sonst zur Forschung überreden muss, nun groß angelegte Vorschläge machen, für die sie selber wenig ihren Kopf anstrengten. Sämtliche gangbare Lösungen sind dem System und der Forschungsfreiheit selbst entsprungen. Und wer über den Einsatz von DDT nicht reden will, soll über „AIDS“ schweigen. Das sowieso. Zuletzt: Wenn ich mir Geld leihe, muss ich es zurückgeben. Die Mehrheit der schwarzafrikanischen Länder sind extrem korrupt, von Clans dominiert, undemokratisch, irrational. Doch ein Klischee basteln daraus allein die Globalierungsgegner, die diese Länder in Wirklichkeit in einen neuen Kolonialismus und eine neue Bevormundung mit falschen Zungenschlägen treiben, anstatt Positives zu benennen und jenen freie Hand lassen, die den richtigen Weg erkannten. Aber das geht ja nicht, die sind ja „neo-liberal“…

    Ich bin wahrlich nicht für die Arbeits - und Profitlogik dieser Gesellschaft, aber was da auf der links-rechten Seite heran wächst ist zum Fürchten. Und nebenbei: da wird ja auch von “eurer Seite” gar nicht widersprochen, siehe neue Erziehungsmaßnahmen z.B. (Kinderkrippe ab sechs Wochen, Vorschuljahr, Ganztagsschule etc.) finden doch EUREN Beifall. Meinen nicht…

    Kommentar von Tanja Krienen — 9. Juni 2007 @ 12:41

  40. 09.06.2007 | 04:00 Uhr
    Rheinische Post: FDP-Chef Westerwelle warnt vor Linksruck in Deutschland

    Düsseldorf (ots) - FDP-Parteichef Guido Westerwelle hat vor einem

    Linksruck in Deutschland gewarnt. “Es gibt einen Linksdrift des

    Denkens, und daran hat die Union leider auch erheblichen Anteil”,

    sagte Westerwelle im Interview der “Rheinischen Post”

    (Samstagausgabe). Die PDS dränge SPD und Grüne nach links. Und die

    Union falle “als Gegenkraft leider aus”. Es sei tragisch, dass sich

    die SPD zurückentwickelt habe in die Zeit vor der Agenda 2010 und

    die Union hinter ihr Leipziger Reformprogramm zurückgefallen sei,

    befand der Parteichef. “Diese vertane Zeit wird Deutschland mit

    Wohlstands-Verlust bezahlen”, mahnte Westerwelle. Zudem gebe es

    innerhalb der politischen Linken eine Fundamentalisierung.

    Kommentar von gowest — 9. Juni 2007 @ 16:07

  41. Leider schweigen User Marke “Gähn” und “Angus” (im Thema “Stimmen gegen Anmut) nun wieder - ich hätte doch zu gern gewusst, wie sie ihre Widersprüche aufzulösen gedenken.

    Vorab: Ich bin er festen Überzeugung, dass die Globalisierungsgegner oder meinetwegen auch nur Kritiker (wer ist schon mit allem einverstanden?), so einen Gipfel, wenn es ihn nicht gebe, als erste fordern würden. Sie agieren taktisch, nicht inhaltlich, nicht logisch. Würden nämlich die führenden Industriestaaten “einfach so” agieren, wären es die Kritiker, die SOFORT “alle an den runden Tisch” beordern möchten. Es ist die reine Willkür der “Argumente”.

    Fragen einer lesenden Arbeiterin:

    Warum also erklärt nicht mal einer wie es angeht, dass man gegen Stammzellenforschung, aber für die Abtreibung ganzer Kinder eintritt? Oder warum Kohlekraftwerke so gut sind? Oder warum die “regenerativen Energien” so problemlos sein sollen? Und: Was man Afrika ihrer Meinung abverlangen darf!? Und wie sie hier Arbeitsplätze schützen, den sozialen Standard halten und dennoch nicht in Konkurrenz zu anderen treten wollen?! Und warum sie keine Pflanzen schädlingsresistent machen möchten? Und überhaupt: wie sie sich erklären, dass es vor 1000 Jahren keineswegs kälter war!? Und warum sie nicht vom Methan reden? Und vieles mehr. So viele Fragen, so wenig Antworten.

    Kommentar von Tanja Krienen — 10. Juni 2007 @ 11:40

  42. @ gowest:

    mal abgesehen vom Textbausteingeschwafel eines Herrn Westerwelle:

    Es gibt eine gefährliche Bauchrednerei bei der Linken, einen verzweifelten Marsch in die Esoterik, in widerwärtige Karnevalsveranstaltungen und, zum Teil, schon eine Duldung von extremen Rechten, dass es nur noch zum kotzen ist! Aber die Milchbubis der CDU oder ein altbewährter Clearasiljünger wie Westerwelle wollen aus diesen unerträglichen Zuständen auch nur ihren jeweiligen Profit schöpfen, so geht es halt zu im Kapitalismus! Nichts kann blöde genug sein, wenn sich daraus noch ein Mehrwert schöpfen läßt!

    (Sorry, ich habe gerade eine “Bio” über die Kanadierin Pamela Anderson Lee gesehen…)

    Und ich verwahre mich gegen alles antiamerikanische Ressentiment, die kommt ja auch aus Vancouver, Kanada, engagierte sich nicht nur bei der Brustimplantateindustrie, sondern auch bei PETA und ist Vegetarierin… Würg!

    Kommentar von hegelxx — 10. Juni 2007 @ 13:11

  43. Ein möglicher Lösungsansatz wäre alle männlichen Afrikaner in Frauen zu verwandeln. Damit hätte an das “Aids” Problem das ja gar keines ist schonmal gelöst. So etwas passiert bekanntlich nur Hinterladern.

    Kommentar von Gähn — 10. Juni 2007 @ 17:12

  44. Ja genau, so schaut die Qualität “eurer” Antworten aus. Was soll man auch von Leuten erwarten, die wie ihre proklamierten geistigen Gegner ausschauen - und auf der Straße auch so handeln. Zu deiner Bemerkung noch

    http://www.aids-kritik.de/aids/artikel/VitaSana/index.html

    Kommentar von Campo-News — 10. Juni 2007 @ 18:26

  45. http://de.wikipedia.org/wiki/Aids-Dissident

    Lass dich doch mit diesem Satz dort verewigen :

    Es gibt KEINEN (!) KEINEN (!) KEINEN (!) normal fickenden Jugendlichen, bei dem “AIDS” festgestellt wurde

    TK: Du siehst, es gibt eine fundierte AIDS-Kritik, deren Qualität weit über dem Gestammel von Dir und Deinesgleichen liegt. Aber damit, und den zig-anderen Bemerkungen von mir, setzt du dich ja nicht auseinander. Und warum? Weil Ihr in einer offenen Diskussion nicht bestehen könnt! In der Tat gibt es KEINEN (!) normal fickenden Jugendlichen, der AIDS hat. Bitte: zeig mir einen! Weitere Hinweise zur Wahrheitsfindung hast du ja selbst verlinkt.

    Kommentar von Gähn — 10. Juni 2007 @ 20:43

  46. Nach deiner Definition dürfte das einem “normal fickendem Jugendlichen” doch noch recht nahe kommen bezieht man einmal deine Einstllung zur “Jugendsexualität” mit ein :

    http://www.dcrs.de/news/1175/69.html

    tztz was sich die Presse alles so ausdenkt beim nahenden Sommerloch……….

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kids

    Ein reiner Science Fiction Film fernab jeglicher Realität

    http://www.kinder-und-aids.de/

    Eine völlig sinnlose Initiative

    http://www.airport1.de/fs.php?/hivchild.htm

    Alles Nonsens

    Kommentar von Gähn — 10. Juni 2007 @ 22:33

  47. Meine Güte! Da hast aber auch den schlimmsten Propagandaschmand der AIDS-Industrie zusammengekratzt. Wirklich ganz ganz tolle seriöse Seiten. Aber: wer sagt denn, Kinder könnten das Virus nicht durch ihre drogenan - und abhängige Eltern bekommen? Wer sagt denn, es habe keine verseuchten Blutkonserven gegeben? Aber: durch das “normale Ficken” hat es keiner bekommen!!! Zeig sie mir doch mal! Zeig mir nur einen nachweisbaren Fall, wo ihr doch sonst immer Legionen schlecht ernährter “AIDS-Patienten” vorführen könnt.

    Aber da musst du schon auf eine Fiction überwechseln, nämlich auf den durchaus seinerzeit in einem positiven Sinne provokativen Film namens “Kids”, der nämlich zeigte, was Kids so machen, wie sie so drauf sind und leben. Es war allerdings dem Zeitgeist geschuldet diese “Aids”-Geschichte einzubauen (beruht auf nichteinvernehmlichen Sex!) und wie der “Held”, der ja nur “Jungfrauen knackt” “AIDS” bekommen habe soll, ist nun wirklich schleierhaft. Weil du keine Ahnung vom Kino hast, sage ich dir warum: Das ist, weil man diese Geschichten nur durch die Zensur und überhaupt verkauft bekommt, wenn man “marnt und wahnt” wie ich immer zu sagen pflege. Oder damit kokettiert. Herrje, der Regisseur war Gus vant Sant - der spielt traditionell mit solchen Dingen, hätte ja beinahe “Sarah” von JT Leroy verfilmt. Sieh dir doch mal an, wie reißerisch schon mit der Katastrophe geworben wird! Übrigens habe ich den Film damals gleich im Kino gesehen und seit dieser Zeit auf Kassette. Die Schauspieler waren übrigens alle über 18. Der Film ab 16!

    Mit der AIDS-Kritik setzt du dich natürlich nicht auseinander - garantiert ja auch ein “bessres Leben” wenn man sich nicht zu sehr mit der Realität einlässt. Und zur Sache sagst du auch nichts. Meine unzähligen Anmerkungen übergehst du, nicht zuletzt, weil du selber weißt, dass dieser ganze Anti-8-Hype mit Argumenten geführt wurde, die lächerlich sind und die vor allem von der Kanzlerin selbst als “Wissenschaftlerin” hyperventiliert werden. Schau mal heute um 22.15 Uhr RTL - da gibt es eine Menge Aufklärung über die Klimahysterie.

    kids.jpg

    Kommentar von Campo-News — 11. Juni 2007 @ 06:47

  48. Ja, sie sind selbst schuld, ganz allein. Von SPON: “Claudia Klemm arbeitet in einem Buchladen am Heinrichplatz und kommt jeden Tag mit ihrem Golf zur Arbeit. Sie findet, dass die Polizei im Vorfeld des G-8-Gipfels falsch gehandelt und die Straftaten somit provoziert hat. “Die Polizei hat nichts dazu gelernt. Die kesseln die Leute ja so ein”, sagt sie. “Wenn die Autonomen mein Auto abbrennen, kann ich das verstehen.”

    Kommentar von Campo-News — 21. Juni 2007 @ 09:03

  49. Ich hatte schon befürchtet, dieses vortreffliche Interview sei nicht online gestellt und wollte es soeben zusammenfassen, da entdecke ich es im letzten Moment. Hans Magnus Enzensberger: “Sonderbar, dass die Deutschen, die man in jedem Winkel der Erde, von Bolivien bis Tibet, antrifft, nicht einsehen wollen, dass sie nach wie vor in einem Narrenparadies leben. Sie sind verdutzt oder empört, wenn das Wirtschaftswachstum unter die Nulllinie rutscht, als wäre das Weltende nahe. Offenbar wollen sie gar nicht wissen, wie der Kapitalismus funktioniert….Andererseits ist die Definition der Armut auch ziemlich dünner Kaffee. Als arm gilt bekanntlich, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdient. Nach dieser Definition müssten in einer Gesellschaft von Milliardären die Millionäre Sozialhilfe beantragen.”

    Kommentar von Campo-News — 8. November 2008 @ 11:54

  50. SO PASST DIE KRITIK:

    Ich verstehe das Geschäftsmodell dieser Gesellschaften nicht. Ich habe mich vor einigen Jahren mit meiner Putzfrau gestritten, die sagte, sie würde für neun Pfund nach Prag fliegen. Ich habe gesagt, dass das verboten werden sollte.

    Kommentar von Campo-News — 22. März 2009 @ 13:56

  51. Kapitalismus immer schlimmer: Vollrausch fast umsonst.

    Kommentar von Campo-News — 15. Januar 2010 @ 10:47

  52. Absoluter Respekt für diese Frau!

    Bei AIDS wurde uns ja fast eine Ausrottung der Menschheit verkündet. Was ist daraus geworden ? Den bösen AIDS Virus hat man noch immer nicht gefunden.

    Kommentar von Campo-News — 14. Februar 2010 @ 14:28

  53. Dass der Rest der Weltbevölkerung so verdammt uneinsichtig ist, macht dem Idealisten eine dergestalt schlechte Laune, dass Säureblocker fast sein zweiter Vorname ist. Das Gutsein, das Auf-der-richtigen-Seite-stehen, das Prinzipienhaben setzt eine so ungeheure Überbewertung der eigenen Existenz voraus. Dabei ist der Idealist wie wir alle, er ist wir, sieben Milliarden, und wir werden uns hoffentlich bald von dieser Welt gemobbt haben. Um Platz für freundliche Tiere zu schaffen. - http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,801398,00.html

    Kommentar von Campo-News — 4. Dezember 2011 @ 12:47

  54. “Wir wollen den Mitarbeitern und Kunden zeigen, wie es draußen wirklich läuft”, sagte auch Jonas Beirer, ein Schlecker-Bezirksleiter. Dabei gehe es auch um Vorurteile - denn Schikanen und schlechte Arbeitsbedingungen entsprächen nicht mehr der Realität. - http://wirtschaft.t-online.de/schlecker-mitarbeiter-gruenden-selbsthilfe-verein/id_54079224/index

    Kommentar von Campo-News — 17. Februar 2012 @ 08:26

  55. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article118933520/Wir-Jammerlappen-auf-der-Insel-der-Seligen.html

    Kommentar von Campo-News — 13. August 2013 @ 07:30

  56. Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe auch die Welt daran zugrunde. https://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_iustitia_et_pereat_mundus

    Kommentar von Campo-News — 1. Juni 2017 @ 04:42

  57. Irre, als wäre es nicht Sache des Unternehmens selbst - http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-vs-eu-kommission-eu-verhaengt-rekordstrafe-von-2-42-milliarden-a-1154605.html

    Kommentar von Campo-News — 27. Juni 2017 @ 11:19

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