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7. Juni 2005

Hagalil und Ströbele: Superrrrr!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 18:13

Hagalil ist der Wahnsinn, doch isch weisch nisch, ob isch mitkicken darf! Denn Hagalil wird offensiv und vor allem total antisemitisch sind sie, ehrlich. Deshalb haben Sie jetzt den Neffen des „54er Deutschland-Erwache-Finale“-Kommentator Herbert Zimmermann, Hans Christian Ströbele, als Fußballballermann engagiert.

Dass der Ströbele jetzt gegen den Antisemitismus agiert ist so neu, wie so vieles bei Hagalil, wo man seit geraumer Zeit mit sozialisierten Nazis kopuliert -
siehe auch Hagalils Schweinereien Aber es ist insoweit konsequent, als dass die so nahe Gezeichneten IMMER Freunde Palästinas waren, und darüber hinaus alles mitmachen, was unter der Rubrik „Halten Sie mich für verrückt, halten Sie mich für übergeschnappt“ einzuordnen ist.

Man gab eine Nummer dazu und ISCH rief an

Mann: Hallo!
Isch: Isch will mitmachen? Name ist Mehmet. Will misch anmelde.
Mann: Was möchtest du, du willst Samuel sprechen?
Isch: Nix Samuel. Fußball spiele.
Mann: Das habe ich jetzt nicht verstanden.
Isch: Isch will mitmache bei Kickespiel gegen Jud. Isch Moslem.
Mann: Ahha, jetzt weiß ich. Da ist jetzt keiner da.
Isch: Aba ist doch Nummerwo kann ich misch melden für Kicken gegen die?
Mann: Ja ja, ist aber keiner da. Wie war dein Name?
Isch: Name ist Mehmet.
Mann: Da musst du nach 8 Uhr noch mal anrufen. Ja?
Isch: Gutt, rufe nach 8 nochma an. Allah akbar.

Keiner war da, wie immer, wenn man von Linken etwas will. Werbung wird gemacht, dass sieht vordergründig aus, gut aus sogar, vor allem wenn der Ströbele mitmacht, aber anmelden kann man sich spontan nicht, nicht mal, wenn man Mehmet heißt.

Nun, es kam vorhin eine Megawerbung herein, die in ihrer ganzen Herrlichkeit so lautete:

„haGalil bringt’s: Das erste jüdisch-muslimische Fußballturnier in Berlin
haGalil, das größte jüdische Online-Magazin Europas, veranstaltet, zusammen mit der Kantorin Avitall Gerstetter, eine besondere Aktion gegen Antisemitismus: das erste jüdisch-muslimische Fußballturnier in Berlin. Der schwarze Mann auf dem Feld ist Grünenpolitiker Christian Ströbele, Nike stellt die Ausrüstung. Wer sich fit genug für die Auswahl fühlt, kann sich auch noch spontan als Spieler anmelden. Am 12. Juni ist es dann soweit. Der Bessere möge gewinnen. Jüdisch-muslimisches Fußballturnier 12.6.2005, ab 14 Uhr, Sportplatz Anhalter Bahnhof, Kreuzberg; Spielermeldungen unter Tel.: (030) Nixweißmannich. Für Speisen, Getränke und Unterhaltung ist gesorgt…“

Geile Sache also, das geht voll in die Knochen, da ist der Ströbele voll dabei gegen Antisemitismus, vor allem wenn die Nike – Heuschrecken da mitmachen.

Mehmet will auch dabei sein. Drücken Sie Mehmet die Daumen. ISCH werde tun, wass kann!

Tanja Krienen

12 Kommentare »

  1. Über H. C.Ströbele, der ebenfalls der Neohumanistischen Bewegung von 1968 angehörte, äußerte sich H. M.Broder: “Israel galt ihnen als Hort des Bösen, die sogenannten Volksdemokratien außenrum wurden gefeiert. Oder wenn ich an Ströbele denke, den Prototypen des linken Antisemiten: Der wollte Israel keine Patriot-Raketen gegen Saddams Giftgas zukommen lassen - hatte aber keine Schwierigkeiten mit der Kampagne “Waffen für El Salvador’“ (Broder; cit. Elsässer 1998).

    Quellen

    Elsässer,J.; Interview Henryk M. Broder; Jungle World (29.04.1998)

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 08:37

  2. Für Christian Ströbele war die Situation im Nahen Osten unter völliger Verkehrung der Verhältnisse klar. Als Mitglied einer weiteren GRÜNEN Delegation reiste Ströbele Mitte Februar nach Israel. Bereits vor dem Abflug äußerte er in einem Interview mit Henryk M. Broder, das in der englischsprachigen Jerusalem Post, der Süddeutschen Zeitung und nachträglich in der taz veröffentlicht wurde,: “Die irakische Raketenangriffe sind die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels.” (taz, 20.02.1991) Joschka Fischer, der sich mit anderen für die Lieferung von Abwehrwaffen an Israel eingesetzt hatte, entgegnete Ströbele, seine Position bedeute, “sich zum Büttel Saddam Husseins zu machen” (ebd.). Nicht nur Fischer distanzierte sich von der Äußerung Ströbeles, auch Teile des Bundesvorstandes rückten ab. Bemerkenswert ist allerdings, daß Ströbele - wie Martin Kloke nachweist - bereits vier Tage vor dem Interview in dem Brief eben dieses Bundesvorstands an die “Freundinnen und Freunde der israelischen Friedensbewegung”, den er als Sprecher verfaßt hatte, im Kern gleiches behauptet hatte, daß nämlich die Raketen auf Israel eine Konsequenz der von Israel verfolgten kriegerischen Lösung seien (Kloke 1994:318). Da das Interview bereits bei Ankunft der Delegation in Israel bekannt war, wurde das Gespräch mit den GRÜNEN von vielen abgelehnt, einmal mehr geriet eine Reise der GRÜNEN nach Israel zu einem fatalen politischen Fiasko.

    Aus einem Artikel von Corinna Kaiser

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 08:46

  3. Aus Wikipedia:

    Am 1. Mai 1969 gründete er u.a. mit Horst Mahler das sog. Sozialistische Anwaltskollektiv in Berlin, welches dann 1979 aufgelöst wurde.

    Am 9. Juli 1982 wird Ströbele in einem Wiederholungsverfahren von einer Strafkammer des Landgerichts Berlin wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf Bewährung verurteilt. In erster Instanz hatte ihn die Staatsschutzkammer zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt.

    Ebenso tritt er seit vielen Jahren für eine Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Cannabis als weiche Droge ein. Oft ist er auf der Rednerliste der Hanfparade zu finden.

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 08:50

  4. “Wenn man die deutsche Linke charakterisieren und definieren will, fällt einem die legendäre Beschreibung der Pornographie durch James Potter Stewart, Richter am US-Supreme Court, ein: ‘Ich habe keine Ahnung, wie ich sie definieren soll, aber sagen wir einmal so: Ich weiss, was es ist, wenn ich sie sehe.’”
    Andrei S. Markovits

    “Was ist heute noch links?” rätselte kürzlich eine Hamburger Wochenzeitung. Sind Analytiker mit Blick auf “Konkret” selten um eine Antwort verlegen, fiel Rainer Frenkels Bilanz eher kryptisch aus: “Wo aber und was links auch immer ist - seinen real existierenden Ort hat es auf dem Schreibtisch.”

    Der gegen links gewendete Antisemitismus-Vorwurf ist beinahe so alt wie das antizionistische Syndrom, das dem schlimmen Verdacht immer wieder Nahrung gibt. Dieser Bestandteil abendländischer Normalität ist in der Geschichte der deutschen Linken bis heute virulent - mal trotz, häufiger noch wegen Auschwitz. Auch in linken Kreisen geht es nicht selten gegen das “jüdische Kapital”: Berliner Maoisten verfassten ein Flugblatt gegen “US-Imperialismus und Weltzionismus”, die Leitung des KB in Hamburg rief zum Kampf gegen den “internationalen Zionismus” auf. Bis in die 80er Jahre nahm der linke Antizionismus eine Platzhalterfunktion für den nicht gesellschaftsfähigen Antisemitismus ein, er war die “intelligente”, die “ehrbare” Variante des Ressentiments.

    Bezeichnend war die demonstrative Gleichgültigkeit, mit der Teile der Friedensbewegung die existenzielle Bedrohung der jüdischen Bevölkerung Israels durch irakische Raketenangriffe im Golfkrieg (1991) hinnahmen. Wer in jenen Winterwochen “Solidarität mit Israel” propagierte, musste sich rechtfertigen und bekam Meinungen zu hören wie die des grünen Vorstandssprechers Christian Ströbele, demzufolge irakische Raketenangriffe auf jüdische Wohngebiete in Israel “die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels” seien. Immerhin: Mitglieder des grünen Bundesvorstandes distanzierten sich seinerzeit von Ströbeles Äusserungen, Joschka Fischer nannte sinen Parteifreund gar einen “Büttel Saddam Husseins”.

    Unter dem Druck der öffentlichen Kritik trat Ströbele wenige Tage später zurück, doch wurde ihm vielfach auch Unterstützung signalisiert. Die Grünen-Vorständlerin Renate Damus nannte den Journalisten Henryk Broder, der das Interview mit Ströbele geführt hatte, einen “Schmierenjournalisten”. Zwar nahm sie den Ausdruck später zurück, wobei ihr Bedauern vor allem dem Problem galt, dass man als Deutscher eben “nicht alles sagen (kann), auch wenn es wahr ist”. Der linke Journalist Dietrich Schulze-Marmeling nannte die Kritik an Ströbele verächtlich “Propagada gegen den Antisemitismus”. Ströbeles Anwalt Klaus Eschen sah die gegen Ströbele gerichtete “Kampagne so geschickt eingefädelt”, dass er anfänglich angenommen habe, Broder “wäre ein Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad mit dem Auftrag, die Grünen als die entschiedensten Gegner israelischer Politik in Deutschland zu destabilisieren”. Auch Ströbele sah sich im Nachhinein von konspirativen Machenschaften bedrängt: “Ein paar Wochen nach der Rückkehr aus Israel ist mir, als wache ich aus einem bösen Traum auf. Da sassen dunkle Gestalten spät abends in den Räumen der ‘Taz’, verfassten und verschickten einen Drohbrief an mich und versorgten einschlägige Landtagsfraktionen der Grünen mit Material. Alle scheinen nur auf ein Zeichen gewartet zu haben, sich auf mich zu stürzen.” Gerade dieses - in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene - Nachspiel zum Fall Ströbele zeigte, wie schnell Verschwörungstheorien virulent werden, wenn es um Israel und

    Ausschnitt aus: Konkret 5/98, Martin Kloke, Ausgelebte Projektionen

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 09:08

  5. Es hat sich naemlich etwas veraendert in Deutschland: Wenn heute ueber „die Neger“ so gesprochen wuerde, wie ueber „die Juden“ gesprochen wird, dann waeren es nicht nur Frau Hamm-Bruecher und eine Handvoll anderer, die sich protestierend zu Wort melden. Dann gaebe es einen breiten antirassistischen Konsens und Lichterketten der Anti-Rassismus-Komitees in allen Grossstaedten. Juden sind aber offensichtlich aus dem antirassistischen Konsens ausgeklinkt worden. Weil Israel selber ein rassistischer Staat sei, duerfe man, so lautet der Schluss, gegen die Juden derzeit fast alles sagen: Die Juden in Deutschland werden in Kollektivhaftung genommen fuer das Vorgehen des Staates Israel gegen die Palaestinenser. Schon fliesst auch der tiefsitzende Hass wieder offen, der einst zum Holocaust gefuehrt hat.

    Gespeist werden diese Vorurteile von Quellen, die in verschiedenen Ecken entspringen – rechtsaussen und linksaussen. Deren Ergiebigkeit und Fliessgeschwindigkeit haben sich unter dem Einfluss des Nahost-Konflikts erhoeht. Zwischen beiden Quellen gibt es schon lang einen Kanal, in dem zum Beispiel Horst Mahler von Linksaussen nach Rechtsaussen geschwommenist. Das, was heute linker Antisemitismus ist, hat einst wohlmeinend begonnen: Als sich die 68er-Studenten die Palaestinensertuecher um den Kopf zu wickeln begannen, taten sie es nicht, um Auschwitz zu vergessen, sondern im Gegenteil, weil sie die Partei der „Opfer der Opfer“ ergreifen wollten, der Palaestinenser, als Teil einer weltweiten Befreiungsbewegung; es wurde aber daraus eine fast symbiotische Beziehung auch zu Extremistengruppen.

    Vielen rutschte das Palaestinensertuch so weit ueber die Augen, dass sie sich politisch verrannten. Moellemann hat durchaus seine Vorlaeufer – Christian Stroebele hat einst waehrend des Golfkriegs den Israelis die Schuld daran gegeben, wenn irakische Giftgas-Raketen deutscher Bauart sie trafen; das sei die Folge brutaler Besatzungspolitik. Damals gab es allerdings einen allgemeinen Aufschrei, damals musste Stroebele als Sprecher der Gruenen zuruecktreten. Nichts dergleichen heute. Linker, rechter und islamistischer Antisemitismus fliessen jetzt in einem grossen See zusammen – und das Gewaesser laedt im Sommer 2002 zum Bade.

    Auszug aus Heribert Prantl, Juden in Kollektivhaft

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 09:30

  6. “Ich befürworte einen gesetzlichen Feiertag etwa zum Ende des Fastenmonats Ramadan”, sagte der stellvertretende Grünen-Fraktionschef der Zeitung “Die Welt”. Dafür könne einer der vielen christlichen Feiertage gestrichen werden. Ein islamischer Feiertag bedeute eine gesellschaftliche Aufwertung für die mehr als drei Millionen Islamgläubigen in Deutschland. “Genau solche Zeichen sind angesichts der Anschläge von Holland nötig”, sagte Ströbele.

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 09:42

  7. Deutlich verärgert zeigte sich dagegen der Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele. “Herr Präsident Bush ist mir nicht willkommen”, so Ströbele in der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Zu sehen, wie der US-Präsident “umarmt wurde”, sei ihm “körperlich unangenehm” gewesen. Ströbele zeigte großes Verständnis für die Anti-Bush-Proteste. Der US-Präsident habe einen “völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak zu verantworten, dem Zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind”. Bush habe diese Menschen “auf dem Gewissen”.

    Tagesschau

    Weniger Begeisterung war von Hans-Christian Ströbele zu hören: “Meine schlimmsten Träume werden wahr”, verriet der Spitzen-Grüne angesichts des immer deutlicher ausfallenden Abstimmungsergebnisses in Washington.

    Stern, nach der Wiederwahl George Bushs

    CAMPO-Blog - Hier der Beitrag

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 09:51

  8. Audiatur et altera pars:

    “Anpfiff am 12. Juni, 14.00h:
    Muslimisch-jüdisches Freundschaftsspiel

    Leider gibt es viel zu selten und meist in nur kleinen, von religiösen Gemeinden organisierten Veranstaltungen, die nur von wenigen Menschen wahrgenommen werden, Gelegenheit, mit Leuten anderer Religionen in Kontakt zu kommen. Zu viele Menschen lehnen Traditionen, die ihnen persönlich fremd sind, von vornherein ab.

    Darum haben wir, Avitall Gerstetter, dir erste deutschsprachig-jüdische Kantorin, und das jüdische Online-Magazin haGalil, ein Projekt ins Leben gerufen, das einen regelmäßigen Kontakt zwischen den unterschiedlichen Religionen schaffen soll.

    Ein Fußballspiel, bei dem Moslems und Juden nicht gegen- sondern in gemischten Teams miteinander spielen, schien uns ein guter Ansatz und ein Zeichen der Verständigung im Sinne von gegenseitiger Akzeptanz zu sein.

    Die diesjährige Auftaktveranstaltung wird von der Firma Nike unterstützt, die unseren Spielern Trikots und Fußballschuhe zur Verfügung stellt. Vielleicht halten die Trikots auch nach dem Spiel die Erinnerung an diesen gemeinsamen Nachmittag aufrecht.

    Hans Christian Ströbele, MdB des Bezirks Kreuzberg (Grüne), wird das Spiel am 12. Juni um 14 Uhr auf dem Fußballplatz am Anhalter Bahnhof / Tempodrom in Berlin-Kreuzberg anpfeifen.
    Nach dem Spiel werden wir gemeinsam feiern. Getränke- und Essensstände werden vor Ort sein.”

    http://www.hagalil.com/archiv/2005/06/fussballspiel.htm

    Kommentar: Daß ausgerechnet Hans Christian Ströbele, der in der Phase des zweiten Golfkrieges (in vergleichbarer Weise wie seine damalige mitteldeutsche Parteikollegin Vera Wollenberger, die heute als Belehrerin auch konservativer “Antiamerikanisten” brilliert) durch antiisraelische und proirakische Ausfälle hervortrat, Gelegenheit gegeben wird, sich als Mittler jüdisch-muslimischer Verständigung zu profilieren, entbehrt in der Tat nicht einer gewissen Komik. In wessen Interesse allerdings jüdische Menschen, wie Avitall Gerstetter, sich als “Antisemiten” verunglimpfen lassen müssen, weil sie - aus welchen Gründen auch immer - mit dem multikulturalistischen Kuriosum Ströbele “koalieren” zu sollen glauben, um Kontakte zu muslimischen Bevölkerungskreisen Berlins aufzubauen oder zu vertiefen, möchte ich an dieser Stelle lieber offen lassen.

    Als langjähriger Kritiker jeglicher Form des Antisemitismus äußerte ich bereits in einem Leserbrief, den die “Allgemeine Jüdische Wochenzeitung” im Januar 1998 veröffentlichte:

    “Neben den Einzelerfolgen rechtsradikaler Organisationen, wie Dr. Gerhard Freys DVU, und gelegentlich in Erscheinung tretendem peinlichen Rechtspopulismus, wie er sich, beispielsweise, in der Weigerung des Fischbachauer Bürgermeisters, den Opfern des Dachauer Todesmarsches ein Denkmal zu errichten, manifestiert, gibt der kompromißlose Antizionismus der Linksradikalen, der Israel in letzter Konsequenz das Existenzrecht abspricht, Anlaß zur Sorge, zumal er nicht nur in der PDS, sondern auch in beträchtlichen Teilen der (westdeutschen und Westberliner) Grünen verankert ist. (Ströbele, der auf Tel Aviv gerichtete irakische Scud-Raketen für gerechtfertigt erklärte und die israelische Politik gegenüber den Palästinensern mit der NS-Rassenpolitik auf eine Stufe stellte, ist ein herausragendes Beispiel für eine allgemeine Tendenz innerhalb einer Organisation, deren Führung aus früheren maoistisch-„antiimperialistischen“ Kadern sich rekrutiert.)”

    Vor verleumderischen Attacken links- UND rechtsextremistischer Kreise, die sich selbst als Philosemiten oder Israel-Freunde tarnen, hat mich mein kontinuierliches Engagement gegen den Antisemitismus nicht bewahrt - im Gegenteil: Während Apologeten des Klerikalfaschisten Hohmann, der das Fehlen einer “gnädige[n] Neubetrachtung oder Umdeutung” der judenmörderischen Hitler-Diktatur bedauerte, mir - als DIG-Mitglied - zeitweilig allen Ernstes zur Last legten, mit linken “Antizionisten” an einem Strang zu ziehen (wie es - in dieser Logik - der israelische Botschafter Shimon Stein ebenfalls tat)*, werde ich periodisch seitens der Aktivisten von ATTAC und ähnlichen pseudo-linken und pro-islamischen Vereinigungen der Sympathien für “Faschisten”, wie Sharon, Milosevic oder Putin geziehen.

    Difficile est satiram non scribere.

    * Fairerweise muß angemerkt werden, daß die erwähnten Rechtsradikalen von ihren absurden Anschuldigungen gegen mich (und andere Hohmann-Kritiker) recht schnell abgingen, nachdem ich sie über mein DIG-Engagement aufgeklärt hatte, während ich auf der anderen Seite noch nie erlebt habe, daß ein Repräsentant des von mir gern als “braun-rot-grün” gekennzeichneten Spektrums sich von “Faschismus”-Vorwürfen gegen einen “Zionisten” distanziert haben würde.

    Kommentar von Digenis Akritas — 8. Juni 2005 @ 11:18

  9. Nein, dass entbehrt nicht nur einer gewissen Komik, das ist komisch, lächerlich, grotesk - es könnte aus einer meiner Satiren sein.

    Ich weiß nicht, wo es stehen soll, dass die Kantorin eine Antisemitin sei? Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, zu welchem Spektakel sie sich da verpflichtete. Auch sage ich nicht, die Organisatoren seien Antisemiten oder Hagalil als Portal, jedoch: die antiisraelische Stoßrichtung, vor allem die gegen die gewählte Regierung, ist offensichtlich.

    Wer Avneri-Thesen hierzulande puscht, kann nicht gegen den Vorwurf in Schutz genommen werden, er würde deutschen Antisemiten nicht das Futter für ihre Agitation gegen Israel liefern. Es gibt auch keinen Gegensatz zwischen Gush-Shalom, der Junge Welt, leicht gewendeten Nazis ala Fischer, SED-Parker usw. zu dem, was Hagalil als Mainstream vertritt: Die Deckung ist beinahe gegeben. Da passt der Ströbele dann so hinein, dass ich es mich kaum in einer Satire getraut hätte zu schreiben. Auch schrieb ich nicht, Ströbele sei ein absoluter Antisemit, ich sagte nur, er sei kein Kämpfer gegen den Antisemitismus. Korrekt ausgedrückt ist er wohl ein linker Anti-Zionist - es ist davon auszugehen, dass ihm Israel shitegal ist.

    Die Veranstaltung ist nebenbei absoluter Sozial, - Gefühls, - Politkitsch und damit hochgradig gefährlich.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 11:45

  10. War´n sie schon mal in mich verliebt?
    Max Hansen, 1928

    Hitler und der Sigi Cohn
    Kennen sich seit Jahren schon
    Eines Tages ging’n sie aus
    Miteinand ins Hofbräuhaus
    Doch schon bei der fünften Maß
    Werden Hitler’s Augen naß
    Er umarmt den Sigi Cohn und stottert blaß

    Warst du schon mal in mich verliebt
    Das ist das Schönste, was es gibt
    Hast du noch nie von mir geträumt
    Da hast du wirklich nicht versäumt
    Ich bin nicht groß, ich bin nicht klein
    Ich paß grad so nach München rein
    Ich bin nicht dumm, ich bin nicht g’scheit
    Am größten Dreck hab i’ mei’ Freud
    Die Freundschaft kannst du ruhig riskieren
    Denn unter uns gesagt, ich hab nix mehr zum verlier’n.

    Kommentar von Campo-News — 8. Juni 2005 @ 14:01

  11. Na, dann ist ja alles gut. Gagalil schreibt: “Das Match pfiff der grüne Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele aus Kreuzberg. Ein Schiri, der zu Zeiten des Golfkriegs Anfang der 90er mit, vorsichtig gesagt, leicht missverständlichen Aussagen über Israel zu Recht für Empörung vor allem in jüdischen Kreisen gesorgt hatte. “Jeder verdient eine zweite Chance”, kommentierte dies ein jüdischer Spieler gelassen.”

    Kommentar von Campo-News — 17. Juni 2005 @ 13:26

  12. Das Spiel endete 8:8 eigentlich ein Synonym für HH - Heil Hitler. Taktisch klüger wäre es gewesen, hätte man das Spiel 18:6 enden lassen: RF - Rot Front.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 18. Juni 2005 @ 07:48

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