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	<title>Kommentare zu: Hagalil und StrÃ¶bele: Superrrrr!</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Mon, 25 May 2026 11:48:21 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-418</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2005 06:48:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-418</guid>
		<description>Das Spiel endete 8:8 eigentlich ein Synonym fÃ¼r HH - Heil Hitler. Taktisch klÃ¼ger wÃ¤re es gewesen, hÃ¤tte man das Spiel 18:6 enden lassen: RF - Rot Front.

TK

Nicht einmal liest man Araber oder TÃ¼rken - https://www.focus.de/panorama/welt/ueber-180-demonstranten-unfassbare-szenen-in-gelsenkirchen-antisemiten-skandieren-judenfeindliche-parolen_id_13292923.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spiel endete 8:8 eigentlich ein Synonym fÃ¼r HH - Heil Hitler. Taktisch klÃ¼ger wÃ¤re es gewesen, hÃ¤tte man das Spiel 18:6 enden lassen: RF - Rot Front.</p>
<p>TK</p>
<p>Nicht einmal liest man Araber oder TÃ¼rken - <a href="https://www.focus.de/panorama/welt/ueber-180-demonstranten-unfassbare-szenen-in-gelsenkirchen-antisemiten-skandieren-judenfeindliche-parolen_id_13292923.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/panorama/welt/ueber-180-demonstranten-unfassbare-szenen-in-gelsenkirchen-antisemiten-skandieren-judenfeindliche-parolen_id_13292923.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-408</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2005 12:26:25 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-408</guid>
		<description>Na, dann ist ja alles gut. Gagalil schreibt: "Das Match pfiff der grÃ¼ne Bundestagsabgeordnete Christian StrÃ¶bele aus Kreuzberg. Ein Schiri, der zu Zeiten des Golfkriegs Anfang der 90er mit, vorsichtig gesagt, leicht missverstÃ¤ndlichen Aussagen Ã¼ber Israel zu Recht fÃ¼r EmpÃ¶rung vor allem in jÃ¼dischen Kreisen gesorgt hatte. "Jeder verdient eine zweite Chance", kommentierte dies ein jÃ¼discher Spieler gelassen."

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na, dann ist ja alles gut. Gagalil schreibt: &#8220;Das Match pfiff der grÃ¼ne Bundestagsabgeordnete Christian StrÃ¶bele aus Kreuzberg. Ein Schiri, der zu Zeiten des Golfkriegs Anfang der 90er mit, vorsichtig gesagt, leicht missverstÃ¤ndlichen Aussagen Ã¼ber Israel zu Recht fÃ¼r EmpÃ¶rung vor allem in jÃ¼dischen Kreisen gesorgt hatte. &#8220;Jeder verdient eine zweite Chance&#8221;, kommentierte dies ein jÃ¼discher Spieler gelassen.&#8221;</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-349</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 13:01:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-349</guid>
		<description>WarÂ´n sie schon mal in mich verliebt?
Max Hansen, 1928

Hitler und der Sigi Cohn
Kennen sich seit Jahren schon
Eines Tages ging'n sie aus
Miteinand ins HofbrÃ¤uhaus
Doch schon bei der fÃ¼nften MaÃŸ
Werden Hitler's Augen naÃŸ
Er umarmt den Sigi Cohn und stottert blaÃŸ

Warst du schon mal in mich verliebt
Das ist das SchÃ¶nste, was es gibt
Hast du noch nie von mir getrÃ¤umt
Da hast du wirklich nicht versÃ¤umt
Ich bin nicht groÃŸ, ich bin nicht klein
Ich paÃŸ grad so nach MÃ¼nchen rein
Ich bin nicht dumm, ich bin nicht g'scheit
Am grÃ¶ÃŸten Dreck hab i' mei' Freud
Die Freundschaft kannst du ruhig riskieren
Denn unter uns gesagt, ich hab nix mehr zum verlier'n.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>WarÂ´n sie schon mal in mich verliebt?<br />
Max Hansen, 1928</p>
<p>Hitler und der Sigi Cohn<br />
Kennen sich seit Jahren schon<br />
Eines Tages ging&#8217;n sie aus<br />
Miteinand ins HofbrÃ¤uhaus<br />
Doch schon bei der fÃ¼nften MaÃŸ<br />
Werden Hitler&#8217;s Augen naÃŸ<br />
Er umarmt den Sigi Cohn und stottert blaÃŸ</p>
<p>Warst du schon mal in mich verliebt<br />
Das ist das SchÃ¶nste, was es gibt<br />
Hast du noch nie von mir getrÃ¤umt<br />
Da hast du wirklich nicht versÃ¤umt<br />
Ich bin nicht groÃŸ, ich bin nicht klein<br />
Ich paÃŸ grad so nach MÃ¼nchen rein<br />
Ich bin nicht dumm, ich bin nicht g&#8217;scheit<br />
Am grÃ¶ÃŸten Dreck hab i&#8217; mei&#8217; Freud<br />
Die Freundschaft kannst du ruhig riskieren<br />
Denn unter uns gesagt, ich hab nix mehr zum verlier&#8217;n.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-348</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 10:45:45 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-348</guid>
		<description>Nein, dass entbehrt nicht nur einer gewissen Komik, das ist komisch, lÃ¤cherlich, grotesk - es kÃ¶nnte aus einer meiner Satiren sein.

Ich weiÃŸ nicht, wo es stehen soll, dass die Kantorin eine Antisemitin sei? Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, zu welchem Spektakel sie sich da verpflichtete. Auch sage ich nicht, die Organisatoren seien Antisemiten oder Hagalil als Portal, jedoch: die antiisraelische StoÃŸrichtung, vor allem die gegen die gewÃ¤hlte Regierung, ist offensichtlich. 

Wer Avneri-Thesen hierzulande puscht, kann nicht gegen den Vorwurf in Schutz genommen werden, er wÃ¼rde deutschen Antisemiten nicht das Futter fÃ¼r ihre Agitation gegen Israel liefern. Es gibt auch keinen Gegensatz zwischen Gush-Shalom, der Junge Welt, leicht gewendeten Nazis ala Fischer, SED-Parker usw.  zu dem, was Hagalil als Mainstream vertritt: Die Deckung ist beinahe gegeben. Da passt der StrÃ¶bele dann so hinein, dass ich es mich kaum in einer Satire getraut hÃ¤tte zu schreiben. Auch schrieb ich nicht, StrÃ¶bele sei ein absoluter Antisemit, ich sagte nur, er sei kein KÃ¤mpfer gegen den Antisemitismus. Korrekt ausgedrÃ¼ckt ist er wohl ein linker Anti-Zionist - es ist davon auszugehen, dass ihm Israel shitegal ist.

Die Veranstaltung ist nebenbei absoluter Sozial, - GefÃ¼hls, - Politkitsch und damit hochgradig gefÃ¤hrlich.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, dass entbehrt nicht nur einer gewissen Komik, das ist komisch, lÃ¤cherlich, grotesk - es kÃ¶nnte aus einer meiner Satiren sein.</p>
<p>Ich weiÃŸ nicht, wo es stehen soll, dass die Kantorin eine Antisemitin sei? Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, zu welchem Spektakel sie sich da verpflichtete. Auch sage ich nicht, die Organisatoren seien Antisemiten oder Hagalil als Portal, jedoch: die antiisraelische StoÃŸrichtung, vor allem die gegen die gewÃ¤hlte Regierung, ist offensichtlich. </p>
<p>Wer Avneri-Thesen hierzulande puscht, kann nicht gegen den Vorwurf in Schutz genommen werden, er wÃ¼rde deutschen Antisemiten nicht das Futter fÃ¼r ihre Agitation gegen Israel liefern. Es gibt auch keinen Gegensatz zwischen Gush-Shalom, der Junge Welt, leicht gewendeten Nazis ala Fischer, SED-Parker usw.  zu dem, was Hagalil als Mainstream vertritt: Die Deckung ist beinahe gegeben. Da passt der StrÃ¶bele dann so hinein, dass ich es mich kaum in einer Satire getraut hÃ¤tte zu schreiben. Auch schrieb ich nicht, StrÃ¶bele sei ein absoluter Antisemit, ich sagte nur, er sei kein KÃ¤mpfer gegen den Antisemitismus. Korrekt ausgedrÃ¼ckt ist er wohl ein linker Anti-Zionist - es ist davon auszugehen, dass ihm Israel shitegal ist.</p>
<p>Die Veranstaltung ist nebenbei absoluter Sozial, - GefÃ¼hls, - Politkitsch und damit hochgradig gefÃ¤hrlich.</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-347</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 10:18:03 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-347</guid>
		<description>Audiatur et altera pars:

"Anpfiff am 12. Juni, 14.00h:
Muslimisch-jÃ¼disches Freundschaftsspiel

Leider gibt es viel zu selten und meist in nur kleinen, von religiÃ¶sen Gemeinden organisierten Veranstaltungen, die nur von wenigen Menschen wahrgenommen werden, Gelegenheit, mit Leuten anderer Religionen in Kontakt zu kommen. Zu viele Menschen lehnen Traditionen, die ihnen persÃ¶nlich fremd sind, von vornherein ab.

Darum haben wir, Avitall Gerstetter, dir erste deutschsprachig-jÃ¼dische Kantorin, und das jÃ¼dische Online-Magazin haGalil, ein Projekt ins Leben gerufen, das einen regelmÃ¤ÃŸigen Kontakt zwischen den unterschiedlichen Religionen schaffen soll.

Ein FuÃŸballspiel, bei dem Moslems und Juden nicht gegen- sondern in gemischten Teams miteinander spielen, schien uns ein guter Ansatz und ein Zeichen der VerstÃ¤ndigung im Sinne von gegenseitiger Akzeptanz zu sein.

Die diesjÃ¤hrige Auftaktveranstaltung wird von der Firma Nike unterstÃ¼tzt, die unseren Spielern Trikots und FuÃŸballschuhe zur VerfÃ¼gung stellt. Vielleicht halten die Trikots auch nach dem Spiel die Erinnerung an diesen gemeinsamen Nachmittag aufrecht.

Hans Christian StrÃ¶bele, MdB des Bezirks Kreuzberg (GrÃ¼ne), wird das Spiel am 12. Juni um 14 Uhr auf dem FuÃŸballplatz am Anhalter Bahnhof / Tempodrom in Berlin-Kreuzberg anpfeifen. 
Nach dem Spiel werden wir gemeinsam feiern. GetrÃ¤nke- und EssensstÃ¤nde werden vor Ort sein."

http://www.hagalil.com/archiv/2005/06/fussballspiel.htm

Kommentar: DaÃŸ ausgerechnet Hans Christian StrÃ¶bele, der in der Phase des zweiten Golfkrieges (in vergleichbarer Weise wie seine damalige mitteldeutsche Parteikollegin Vera Wollenberger, die heute als Belehrerin auch konservativer "Antiamerikanisten" brilliert) durch antiisraelische und proirakische AusfÃ¤lle hervortrat, Gelegenheit gegeben wird, sich als Mittler jÃ¼disch-muslimischer VerstÃ¤ndigung zu profilieren, entbehrt in der Tat nicht einer gewissen Komik. In wessen Interesse allerdings jÃ¼dische Menschen, wie Avitall Gerstetter, sich als "Antisemiten" verunglimpfen lassen mÃ¼ssen, weil sie - aus welchen GrÃ¼nden auch immer - mit dem multikulturalistischen Kuriosum StrÃ¶bele "koalieren" zu sollen glauben, um Kontakte zu muslimischen BevÃ¶lkerungskreisen Berlins aufzubauen oder zu vertiefen, mÃ¶chte ich an dieser Stelle lieber offen lassen.

Als langjÃ¤hriger Kritiker jeglicher Form des Antisemitismus Ã¤uÃŸerte ich bereits in einem Leserbrief, den die "Allgemeine JÃ¼dische Wochenzeitung" im Januar 1998 verÃ¶ffentlichte:

"Neben den Einzelerfolgen rechtsradikaler Organisationen, wie Dr. Gerhard Freys DVU, und gelegentlich in Erscheinung tretendem peinlichen Rechtspopulismus, wie er sich, beispielsweise, in der Weigerung des Fischbachauer BÃ¼rgermeisters, den Opfern des Dachauer Todesmarsches ein Denkmal zu errichten, manifestiert, gibt der kompromiÃŸlose Antizionismus der Linksradikalen, der Israel in letzter Konsequenz das Existenzrecht abspricht, AnlaÃŸ zur Sorge, zumal er nicht nur in der PDS, sondern auch in betrÃ¤chtlichen Teilen der (westdeutschen und Westberliner) GrÃ¼nen verankert ist. (StrÃ¶bele, der auf Tel Aviv gerichtete irakische Scud-Raketen fÃ¼r gerechtfertigt erklÃ¤rte und die israelische Politik gegenÃ¼ber den PalÃ¤stinensern mit der NS-Rassenpolitik auf eine Stufe stellte, ist ein herausragendes Beispiel fÃ¼r eine allgemeine Tendenz innerhalb einer Organisation, deren FÃ¼hrung aus frÃ¼heren maoistisch-â€žantiimperialistischenâ€œ Kadern sich rekrutiert.)"

Vor verleumderischen Attacken links- UND rechtsextremistischer Kreise, die sich selbst als Philosemiten oder Israel-Freunde tarnen, hat mich mein kontinuierliches Engagement gegen den Antisemitismus nicht bewahrt - im Gegenteil: WÃ¤hrend Apologeten des Klerikalfaschisten Hohmann, der das Fehlen einer "gnÃ¤dige[n] Neubetrachtung oder Umdeutung" der judenmÃ¶rderischen Hitler-Diktatur bedauerte, mir - als DIG-Mitglied - zeitweilig allen Ernstes zur Last legten, mit linken "Antizionisten" an einem Strang zu ziehen (wie es - in dieser Logik - der israelische Botschafter Shimon Stein ebenfalls tat)*, werde ich periodisch seitens der Aktivisten von ATTAC und Ã¤hnlichen pseudo-linken und pro-islamischen Vereinigungen der Sympathien fÃ¼r "Faschisten", wie Sharon, Milosevic oder Putin geziehen.

Difficile est satiram non scribere. 

* Fairerweise muÃŸ angemerkt werden, daÃŸ die erwÃ¤hnten Rechtsradikalen von ihren absurden Anschuldigungen gegen mich (und andere Hohmann-Kritiker) recht schnell abgingen, nachdem ich sie Ã¼ber mein DIG-Engagement aufgeklÃ¤rt hatte, wÃ¤hrend ich auf der anderen Seite noch nie erlebt habe, daÃŸ ein ReprÃ¤sentant des von mir gern als "braun-rot-grÃ¼n" gekennzeichneten Spektrums sich von "Faschismus"-VorwÃ¼rfen gegen einen "Zionisten" distanziert haben wÃ¼rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Audiatur et altera pars:</p>
<p>&#8220;Anpfiff am 12. Juni, 14.00h:<br />
Muslimisch-jÃ¼disches Freundschaftsspiel</p>
<p>Leider gibt es viel zu selten und meist in nur kleinen, von religiÃ¶sen Gemeinden organisierten Veranstaltungen, die nur von wenigen Menschen wahrgenommen werden, Gelegenheit, mit Leuten anderer Religionen in Kontakt zu kommen. Zu viele Menschen lehnen Traditionen, die ihnen persÃ¶nlich fremd sind, von vornherein ab.</p>
<p>Darum haben wir, Avitall Gerstetter, dir erste deutschsprachig-jÃ¼dische Kantorin, und das jÃ¼dische Online-Magazin haGalil, ein Projekt ins Leben gerufen, das einen regelmÃ¤ÃŸigen Kontakt zwischen den unterschiedlichen Religionen schaffen soll.</p>
<p>Ein FuÃŸballspiel, bei dem Moslems und Juden nicht gegen- sondern in gemischten Teams miteinander spielen, schien uns ein guter Ansatz und ein Zeichen der VerstÃ¤ndigung im Sinne von gegenseitiger Akzeptanz zu sein.</p>
<p>Die diesjÃ¤hrige Auftaktveranstaltung wird von der Firma Nike unterstÃ¼tzt, die unseren Spielern Trikots und FuÃŸballschuhe zur VerfÃ¼gung stellt. Vielleicht halten die Trikots auch nach dem Spiel die Erinnerung an diesen gemeinsamen Nachmittag aufrecht.</p>
<p>Hans Christian StrÃ¶bele, MdB des Bezirks Kreuzberg (GrÃ¼ne), wird das Spiel am 12. Juni um 14 Uhr auf dem FuÃŸballplatz am Anhalter Bahnhof / Tempodrom in Berlin-Kreuzberg anpfeifen.<br />
Nach dem Spiel werden wir gemeinsam feiern. GetrÃ¤nke- und EssensstÃ¤nde werden vor Ort sein.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/archiv/2005/06/fussballspiel.htm" rel="nofollow">http://www.hagalil.com/archiv/2005/06/fussballspiel.htm</a></p>
<p>Kommentar: DaÃŸ ausgerechnet Hans Christian StrÃ¶bele, der in der Phase des zweiten Golfkrieges (in vergleichbarer Weise wie seine damalige mitteldeutsche Parteikollegin Vera Wollenberger, die heute als Belehrerin auch konservativer &#8220;Antiamerikanisten&#8221; brilliert) durch antiisraelische und proirakische AusfÃ¤lle hervortrat, Gelegenheit gegeben wird, sich als Mittler jÃ¼disch-muslimischer VerstÃ¤ndigung zu profilieren, entbehrt in der Tat nicht einer gewissen Komik. In wessen Interesse allerdings jÃ¼dische Menschen, wie Avitall Gerstetter, sich als &#8220;Antisemiten&#8221; verunglimpfen lassen mÃ¼ssen, weil sie - aus welchen GrÃ¼nden auch immer - mit dem multikulturalistischen Kuriosum StrÃ¶bele &#8220;koalieren&#8221; zu sollen glauben, um Kontakte zu muslimischen BevÃ¶lkerungskreisen Berlins aufzubauen oder zu vertiefen, mÃ¶chte ich an dieser Stelle lieber offen lassen.</p>
<p>Als langjÃ¤hriger Kritiker jeglicher Form des Antisemitismus Ã¤uÃŸerte ich bereits in einem Leserbrief, den die &#8220;Allgemeine JÃ¼dische Wochenzeitung&#8221; im Januar 1998 verÃ¶ffentlichte:</p>
<p>&#8220;Neben den Einzelerfolgen rechtsradikaler Organisationen, wie Dr. Gerhard Freys DVU, und gelegentlich in Erscheinung tretendem peinlichen Rechtspopulismus, wie er sich, beispielsweise, in der Weigerung des Fischbachauer BÃ¼rgermeisters, den Opfern des Dachauer Todesmarsches ein Denkmal zu errichten, manifestiert, gibt der kompromiÃŸlose Antizionismus der Linksradikalen, der Israel in letzter Konsequenz das Existenzrecht abspricht, AnlaÃŸ zur Sorge, zumal er nicht nur in der PDS, sondern auch in betrÃ¤chtlichen Teilen der (westdeutschen und Westberliner) GrÃ¼nen verankert ist. (StrÃ¶bele, der auf Tel Aviv gerichtete irakische Scud-Raketen fÃ¼r gerechtfertigt erklÃ¤rte und die israelische Politik gegenÃ¼ber den PalÃ¤stinensern mit der NS-Rassenpolitik auf eine Stufe stellte, ist ein herausragendes Beispiel fÃ¼r eine allgemeine Tendenz innerhalb einer Organisation, deren FÃ¼hrung aus frÃ¼heren maoistisch-â€žantiimperialistischenâ€œ Kadern sich rekrutiert.)&#8221;</p>
<p>Vor verleumderischen Attacken links- UND rechtsextremistischer Kreise, die sich selbst als Philosemiten oder Israel-Freunde tarnen, hat mich mein kontinuierliches Engagement gegen den Antisemitismus nicht bewahrt - im Gegenteil: WÃ¤hrend Apologeten des Klerikalfaschisten Hohmann, der das Fehlen einer &#8220;gnÃ¤dige[n] Neubetrachtung oder Umdeutung&#8221; der judenmÃ¶rderischen Hitler-Diktatur bedauerte, mir - als DIG-Mitglied - zeitweilig allen Ernstes zur Last legten, mit linken &#8220;Antizionisten&#8221; an einem Strang zu ziehen (wie es - in dieser Logik - der israelische Botschafter Shimon Stein ebenfalls tat)*, werde ich periodisch seitens der Aktivisten von ATTAC und Ã¤hnlichen pseudo-linken und pro-islamischen Vereinigungen der Sympathien fÃ¼r &#8220;Faschisten&#8221;, wie Sharon, Milosevic oder Putin geziehen.</p>
<p>Difficile est satiram non scribere. </p>
<p>* Fairerweise muÃŸ angemerkt werden, daÃŸ die erwÃ¤hnten Rechtsradikalen von ihren absurden Anschuldigungen gegen mich (und andere Hohmann-Kritiker) recht schnell abgingen, nachdem ich sie Ã¼ber mein DIG-Engagement aufgeklÃ¤rt hatte, wÃ¤hrend ich auf der anderen Seite noch nie erlebt habe, daÃŸ ein ReprÃ¤sentant des von mir gern als &#8220;braun-rot-grÃ¼n&#8221; gekennzeichneten Spektrums sich von &#8220;Faschismus&#8221;-VorwÃ¼rfen gegen einen &#8220;Zionisten&#8221; distanziert haben wÃ¼rde.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-346</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 08:51:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-346</guid>
		<description>Deutlich verÃ¤rgert zeigte sich dagegen der GrÃ¼nen-Fraktionsvize Hans-Christian StrÃ¶bele. "Herr PrÃ¤sident Bush ist mir nicht willkommen", so StrÃ¶bele in der "Neuen OsnabrÃ¼cker Zeitung". Zu sehen, wie der US-PrÃ¤sident "umarmt wurde", sei ihm "kÃ¶rperlich unangenehm" gewesen. StrÃ¶bele zeigte groÃŸes VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die Anti-Bush-Proteste. Der US-PrÃ¤sident habe einen "vÃ¶lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak zu verantworten, dem Zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind". Bush habe diese Menschen "auf dem Gewissen".

Tagesschau

Weniger Begeisterung war von Hans-Christian StrÃ¶bele zu hÃ¶ren: "Meine schlimmsten TrÃ¤ume werden wahr", verriet der Spitzen-GrÃ¼ne angesichts des immer deutlicher ausfallenden Abstimmungsergebnisses in Washington. 

Stern, nach der Wiederwahl George Bushs

CAMPO-Blog - &lt;a&gt;Hier der Beitrag&lt;/a&gt;

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deutlich verÃ¤rgert zeigte sich dagegen der GrÃ¼nen-Fraktionsvize Hans-Christian StrÃ¶bele. &#8220;Herr PrÃ¤sident Bush ist mir nicht willkommen&#8221;, so StrÃ¶bele in der &#8220;Neuen OsnabrÃ¼cker Zeitung&#8221;. Zu sehen, wie der US-PrÃ¤sident &#8220;umarmt wurde&#8221;, sei ihm &#8220;kÃ¶rperlich unangenehm&#8221; gewesen. StrÃ¶bele zeigte groÃŸes VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die Anti-Bush-Proteste. Der US-PrÃ¤sident habe einen &#8220;vÃ¶lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak zu verantworten, dem Zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind&#8221;. Bush habe diese Menschen &#8220;auf dem Gewissen&#8221;.</p>
<p>Tagesschau</p>
<p>Weniger Begeisterung war von Hans-Christian StrÃ¶bele zu hÃ¶ren: &#8220;Meine schlimmsten TrÃ¤ume werden wahr&#8221;, verriet der Spitzen-GrÃ¼ne angesichts des immer deutlicher ausfallenden Abstimmungsergebnisses in Washington. </p>
<p>Stern, nach der Wiederwahl George Bushs</p>
<p>CAMPO-Blog - <a>Hier der Beitrag</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-345</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 08:42:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-345</guid>
		<description>"Ich befÃ¼rworte einen gesetzlichen Feiertag etwa zum Ende des Fastenmonats Ramadan", sagte der stellvertretende GrÃ¼nen-Fraktionschef der Zeitung "Die Welt". DafÃ¼r kÃ¶nne einer der vielen christlichen Feiertage gestrichen werden. Ein islamischer Feiertag bedeute eine gesellschaftliche Aufwertung fÃ¼r die mehr als drei Millionen IslamglÃ¤ubigen in Deutschland. "Genau solche Zeichen sind angesichts der AnschlÃ¤ge von Holland nÃ¶tig", sagte StrÃ¶bele. 
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich befÃ¼rworte einen gesetzlichen Feiertag etwa zum Ende des Fastenmonats Ramadan&#8221;, sagte der stellvertretende GrÃ¼nen-Fraktionschef der Zeitung &#8220;Die Welt&#8221;. DafÃ¼r kÃ¶nne einer der vielen christlichen Feiertage gestrichen werden. Ein islamischer Feiertag bedeute eine gesellschaftliche Aufwertung fÃ¼r die mehr als drei Millionen IslamglÃ¤ubigen in Deutschland. &#8220;Genau solche Zeichen sind angesichts der AnschlÃ¤ge von Holland nÃ¶tig&#8221;, sagte StrÃ¶bele.</p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-344</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 08:30:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-344</guid>
		<description>Es hat sich naemlich etwas veraendert in Deutschland: Wenn heute ueber â€ždie Negerâ€œ so gesprochen wuerde, wie ueber â€ždie Judenâ€œ gesprochen wird, dann waeren es nicht nur Frau Hamm-Bruecher und eine Handvoll anderer, die sich protestierend zu Wort melden. Dann gaebe es einen breiten antirassistischen Konsens und Lichterketten der Anti-Rassismus-Komitees in allen Grossstaedten. Juden sind aber offensichtlich aus dem antirassistischen Konsens ausgeklinkt worden. Weil Israel selber ein rassistischer Staat sei, duerfe man, so lautet der Schluss, gegen die Juden derzeit fast alles sagen: Die Juden in Deutschland werden in Kollektivhaftung genommen fuer das Vorgehen des Staates Israel gegen die Palaestinenser. Schon fliesst auch der tiefsitzende Hass wieder offen, der einst zum Holocaust gefuehrt hat.
 
Gespeist werden diese Vorurteile von Quellen, die in verschiedenen Ecken entspringen â€“ rechtsaussen und linksaussen. Deren Ergiebigkeit und Fliessgeschwindigkeit haben sich unter dem Einfluss des Nahost-Konflikts erhoeht. Zwischen beiden Quellen gibt es schon lang einen Kanal, in dem zum Beispiel Horst Mahler von Linksaussen nach Rechtsaussen geschwommenist. Das, was heute linker Antisemitismus ist, hat einst wohlmeinend begonnen: Als sich die 68er-Studenten die Palaestinensertuecher um den Kopf zu wickeln begannen, taten sie es nicht, um Auschwitz zu vergessen, sondern im Gegenteil, weil sie die Partei der â€žOpfer der Opferâ€œ ergreifen wollten, der Palaestinenser, als Teil einer weltweiten Befreiungsbewegung; es wurde aber daraus eine fast symbiotische Beziehung auch zu Extremistengruppen.

Vielen rutschte das Palaestinensertuch so weit ueber die Augen, dass sie sich politisch verrannten. Moellemann hat durchaus seine Vorlaeufer â€“ Christian Stroebele hat einst waehrend des Golfkriegs den Israelis die Schuld daran gegeben, wenn irakische Giftgas-Raketen deutscher Bauart sie trafen; das sei die Folge brutaler Besatzungspolitik. Damals gab es allerdings einen allgemeinen Aufschrei, damals musste Stroebele als Sprecher der Gruenen zuruecktreten. Nichts dergleichen heute. Linker, rechter und islamistischer Antisemitismus fliessen jetzt in einem grossen See zusammen â€“ und das Gewaesser laedt im Sommer 2002 zum Bade.

Auszug aus Heribert Prantl, Juden in Kollektivhaft
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat sich naemlich etwas veraendert in Deutschland: Wenn heute ueber â€ždie Negerâ€œ so gesprochen wuerde, wie ueber â€ždie Judenâ€œ gesprochen wird, dann waeren es nicht nur Frau Hamm-Bruecher und eine Handvoll anderer, die sich protestierend zu Wort melden. Dann gaebe es einen breiten antirassistischen Konsens und Lichterketten der Anti-Rassismus-Komitees in allen Grossstaedten. Juden sind aber offensichtlich aus dem antirassistischen Konsens ausgeklinkt worden. Weil Israel selber ein rassistischer Staat sei, duerfe man, so lautet der Schluss, gegen die Juden derzeit fast alles sagen: Die Juden in Deutschland werden in Kollektivhaftung genommen fuer das Vorgehen des Staates Israel gegen die Palaestinenser. Schon fliesst auch der tiefsitzende Hass wieder offen, der einst zum Holocaust gefuehrt hat.</p>
<p>Gespeist werden diese Vorurteile von Quellen, die in verschiedenen Ecken entspringen â€“ rechtsaussen und linksaussen. Deren Ergiebigkeit und Fliessgeschwindigkeit haben sich unter dem Einfluss des Nahost-Konflikts erhoeht. Zwischen beiden Quellen gibt es schon lang einen Kanal, in dem zum Beispiel Horst Mahler von Linksaussen nach Rechtsaussen geschwommenist. Das, was heute linker Antisemitismus ist, hat einst wohlmeinend begonnen: Als sich die 68er-Studenten die Palaestinensertuecher um den Kopf zu wickeln begannen, taten sie es nicht, um Auschwitz zu vergessen, sondern im Gegenteil, weil sie die Partei der â€žOpfer der Opferâ€œ ergreifen wollten, der Palaestinenser, als Teil einer weltweiten Befreiungsbewegung; es wurde aber daraus eine fast symbiotische Beziehung auch zu Extremistengruppen.</p>
<p>Vielen rutschte das Palaestinensertuch so weit ueber die Augen, dass sie sich politisch verrannten. Moellemann hat durchaus seine Vorlaeufer â€“ Christian Stroebele hat einst waehrend des Golfkriegs den Israelis die Schuld daran gegeben, wenn irakische Giftgas-Raketen deutscher Bauart sie trafen; das sei die Folge brutaler Besatzungspolitik. Damals gab es allerdings einen allgemeinen Aufschrei, damals musste Stroebele als Sprecher der Gruenen zuruecktreten. Nichts dergleichen heute. Linker, rechter und islamistischer Antisemitismus fliessen jetzt in einem grossen See zusammen â€“ und das Gewaesser laedt im Sommer 2002 zum Bade.</p>
<p>Auszug aus Heribert Prantl, Juden in Kollektivhaft</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-343</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 08:08:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-343</guid>
		<description>"Wenn man die deutsche Linke charakterisieren und definieren will, fÃ¤llt einem die legendÃ¤re Beschreibung der Pornographie durch James Potter Stewart, Richter am US-Supreme Court, ein: 'Ich habe keine Ahnung, wie ich sie definieren soll, aber sagen wir einmal so: Ich weiss, was es ist, wenn ich sie sehe.'"
Andrei S. Markovits

 "Was ist heute noch links?" rÃ¤tselte kÃ¼rzlich eine Hamburger Wochenzeitung. Sind Analytiker mit Blick auf "Konkret" selten um eine Antwort verlegen, fiel Rainer Frenkels Bilanz eher kryptisch aus: "Wo aber und was links auch immer ist - seinen real existierenden Ort hat es auf dem Schreibtisch."

Der gegen links gewendete Antisemitismus-Vorwurf ist beinahe so alt wie das antizionistische Syndrom, das dem schlimmen Verdacht immer wieder Nahrung gibt. Dieser Bestandteil abendlÃ¤ndischer NormalitÃ¤t ist in der Geschichte der deutschen Linken bis heute virulent - mal trotz, hÃ¤ufiger noch wegen Auschwitz. Auch in linken Kreisen geht es nicht selten gegen das "jÃ¼dische Kapital": Berliner Maoisten verfassten ein Flugblatt gegen "US-Imperialismus und Weltzionismus", die Leitung des KB in Hamburg rief zum Kampf gegen den "internationalen Zionismus" auf. Bis in die 80er Jahre nahm der linke Antizionismus eine Platzhalterfunktion fÃ¼r den nicht gesellschaftsfÃ¤higen Antisemitismus ein, er war die "intelligente", die "ehrbare" Variante des Ressentiments.

Bezeichnend war die demonstrative GleichgÃ¼ltigkeit, mit der Teile der Friedensbewegung die existenzielle Bedrohung der jÃ¼dischen BevÃ¶lkerung Israels durch irakische Raketenangriffe im Golfkrieg (1991) hinnahmen. Wer in jenen Winterwochen "SolidaritÃ¤t mit Israel" propagierte, musste sich rechtfertigen und bekam Meinungen zu hÃ¶ren wie die des grÃ¼nen Vorstandssprechers Christian StrÃ¶bele, demzufolge irakische Raketenangriffe auf jÃ¼dische Wohngebiete in Israel "die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels" seien. Immerhin: Mitglieder des grÃ¼nen Bundesvorstandes distanzierten sich seinerzeit von StrÃ¶beles Ã„usserungen, Joschka Fischer nannte sinen Parteifreund gar einen "BÃ¼ttel Saddam Husseins".

Unter dem Druck der Ã¶ffentlichen Kritik trat StrÃ¶bele wenige Tage spÃ¤ter zurÃ¼ck, doch wurde ihm vielfach auch UnterstÃ¼tzung signalisiert. Die GrÃ¼nen-VorstÃ¤ndlerin Renate Damus nannte den Journalisten Henryk Broder, der das Interview mit StrÃ¶bele gefÃ¼hrt hatte, einen "Schmierenjournalisten". Zwar nahm sie den Ausdruck spÃ¤ter zurÃ¼ck, wobei ihr Bedauern vor allem dem Problem galt, dass man als Deutscher eben "nicht alles sagen (kann), auch wenn es wahr ist". Der linke Journalist Dietrich Schulze-Marmeling nannte die Kritik an StrÃ¶bele verÃ¤chtlich "Propagada gegen den Antisemitismus". StrÃ¶beles Anwalt Klaus Eschen sah die gegen StrÃ¶bele gerichtete "Kampagne so geschickt eingefÃ¤delt", dass er anfÃ¤nglich angenommen habe, Broder "wÃ¤re ein Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad mit dem Auftrag, die GrÃ¼nen als die entschiedensten Gegner israelischer Politik in Deutschland zu destabilisieren". Auch StrÃ¶bele sah sich im Nachhinein von konspirativen Machenschaften bedrÃ¤ngt: "Ein paar Wochen nach der RÃ¼ckkehr aus Israel ist mir, als wache ich aus einem bÃ¶sen Traum auf. Da sassen dunkle Gestalten spÃ¤t abends in den RÃ¤umen der 'Taz', verfassten und verschickten einen Drohbrief an mich und versorgten einschlÃ¤gige Landtagsfraktionen der GrÃ¼nen mit Material. Alle scheinen nur auf ein Zeichen gewartet zu haben, sich auf mich zu stÃ¼rzen." Gerade dieses - in der Ã–ffentlichkeit kaum wahrgenommene - Nachspiel zum Fall StrÃ¶bele zeigte, wie schnell VerschwÃ¶rungstheorien virulent werden, wenn es um Israel und 

Ausschnitt aus: Konkret 5/98, Martin Kloke, Ausgelebte Projektionen
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		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn man die deutsche Linke charakterisieren und definieren will, fÃ¤llt einem die legendÃ¤re Beschreibung der Pornographie durch James Potter Stewart, Richter am US-Supreme Court, ein: &#8216;Ich habe keine Ahnung, wie ich sie definieren soll, aber sagen wir einmal so: Ich weiss, was es ist, wenn ich sie sehe.&#8217;&#8221;<br />
Andrei S. Markovits</p>
<p> &#8220;Was ist heute noch links?&#8221; rÃ¤tselte kÃ¼rzlich eine Hamburger Wochenzeitung. Sind Analytiker mit Blick auf &#8220;Konkret&#8221; selten um eine Antwort verlegen, fiel Rainer Frenkels Bilanz eher kryptisch aus: &#8220;Wo aber und was links auch immer ist - seinen real existierenden Ort hat es auf dem Schreibtisch.&#8221;</p>
<p>Der gegen links gewendete Antisemitismus-Vorwurf ist beinahe so alt wie das antizionistische Syndrom, das dem schlimmen Verdacht immer wieder Nahrung gibt. Dieser Bestandteil abendlÃ¤ndischer NormalitÃ¤t ist in der Geschichte der deutschen Linken bis heute virulent - mal trotz, hÃ¤ufiger noch wegen Auschwitz. Auch in linken Kreisen geht es nicht selten gegen das &#8220;jÃ¼dische Kapital&#8221;: Berliner Maoisten verfassten ein Flugblatt gegen &#8220;US-Imperialismus und Weltzionismus&#8221;, die Leitung des KB in Hamburg rief zum Kampf gegen den &#8220;internationalen Zionismus&#8221; auf. Bis in die 80er Jahre nahm der linke Antizionismus eine Platzhalterfunktion fÃ¼r den nicht gesellschaftsfÃ¤higen Antisemitismus ein, er war die &#8220;intelligente&#8221;, die &#8220;ehrbare&#8221; Variante des Ressentiments.</p>
<p>Bezeichnend war die demonstrative GleichgÃ¼ltigkeit, mit der Teile der Friedensbewegung die existenzielle Bedrohung der jÃ¼dischen BevÃ¶lkerung Israels durch irakische Raketenangriffe im Golfkrieg (1991) hinnahmen. Wer in jenen Winterwochen &#8220;SolidaritÃ¤t mit Israel&#8221; propagierte, musste sich rechtfertigen und bekam Meinungen zu hÃ¶ren wie die des grÃ¼nen Vorstandssprechers Christian StrÃ¶bele, demzufolge irakische Raketenangriffe auf jÃ¼dische Wohngebiete in Israel &#8220;die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels&#8221; seien. Immerhin: Mitglieder des grÃ¼nen Bundesvorstandes distanzierten sich seinerzeit von StrÃ¶beles Ã„usserungen, Joschka Fischer nannte sinen Parteifreund gar einen &#8220;BÃ¼ttel Saddam Husseins&#8221;.</p>
<p>Unter dem Druck der Ã¶ffentlichen Kritik trat StrÃ¶bele wenige Tage spÃ¤ter zurÃ¼ck, doch wurde ihm vielfach auch UnterstÃ¼tzung signalisiert. Die GrÃ¼nen-VorstÃ¤ndlerin Renate Damus nannte den Journalisten Henryk Broder, der das Interview mit StrÃ¶bele gefÃ¼hrt hatte, einen &#8220;Schmierenjournalisten&#8221;. Zwar nahm sie den Ausdruck spÃ¤ter zurÃ¼ck, wobei ihr Bedauern vor allem dem Problem galt, dass man als Deutscher eben &#8220;nicht alles sagen (kann), auch wenn es wahr ist&#8221;. Der linke Journalist Dietrich Schulze-Marmeling nannte die Kritik an StrÃ¶bele verÃ¤chtlich &#8220;Propagada gegen den Antisemitismus&#8221;. StrÃ¶beles Anwalt Klaus Eschen sah die gegen StrÃ¶bele gerichtete &#8220;Kampagne so geschickt eingefÃ¤delt&#8221;, dass er anfÃ¤nglich angenommen habe, Broder &#8220;wÃ¤re ein Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad mit dem Auftrag, die GrÃ¼nen als die entschiedensten Gegner israelischer Politik in Deutschland zu destabilisieren&#8221;. Auch StrÃ¶bele sah sich im Nachhinein von konspirativen Machenschaften bedrÃ¤ngt: &#8220;Ein paar Wochen nach der RÃ¼ckkehr aus Israel ist mir, als wache ich aus einem bÃ¶sen Traum auf. Da sassen dunkle Gestalten spÃ¤t abends in den RÃ¤umen der &#8216;Taz&#8217;, verfassten und verschickten einen Drohbrief an mich und versorgten einschlÃ¤gige Landtagsfraktionen der GrÃ¼nen mit Material. Alle scheinen nur auf ein Zeichen gewartet zu haben, sich auf mich zu stÃ¼rzen.&#8221; Gerade dieses - in der Ã–ffentlichkeit kaum wahrgenommene - Nachspiel zum Fall StrÃ¶bele zeigte, wie schnell VerschwÃ¶rungstheorien virulent werden, wenn es um Israel und </p>
<p>Ausschnitt aus: Konkret 5/98, Martin Kloke, Ausgelebte Projektionen</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/07/176.html#comment-342</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2005 07:50:23 +0000</pubDate>
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		<description>Aus Wikipedia: 

Am 1. Mai 1969 grÃ¼ndete er u.a. mit Horst Mahler das sog. Sozialistische Anwaltskollektiv in Berlin, welches dann 1979 aufgelÃ¶st wurde.

Am 9. Juli 1982 wird StrÃ¶bele in einem Wiederholungsverfahren von einer Strafkammer des Landgerichts Berlin wegen UnterstÃ¼tzung einer kriminellen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf BewÃ¤hrung verurteilt. In erster Instanz hatte ihn die Staatsschutzkammer zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf BewÃ¤hrung verurteilt. 

Ebenso tritt er seit vielen Jahren fÃ¼r eine Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Cannabis als weiche Droge ein. Oft ist er auf der Rednerliste der Hanfparade zu finden.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Wikipedia: </p>
<p>Am 1. Mai 1969 grÃ¼ndete er u.a. mit Horst Mahler das sog. Sozialistische Anwaltskollektiv in Berlin, welches dann 1979 aufgelÃ¶st wurde.</p>
<p>Am 9. Juli 1982 wird StrÃ¶bele in einem Wiederholungsverfahren von einer Strafkammer des Landgerichts Berlin wegen UnterstÃ¼tzung einer kriminellen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf BewÃ¤hrung verurteilt. In erster Instanz hatte ihn die Staatsschutzkammer zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf BewÃ¤hrung verurteilt. </p>
<p>Ebenso tritt er seit vielen Jahren fÃ¼r eine Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Cannabis als weiche Droge ein. Oft ist er auf der Rednerliste der Hanfparade zu finden.</p>
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