Sie werden es tun!
Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des Despotismus, seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reaktionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, daß er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt. Er braucht die alleruntertänigste Niederwerfung aller Bürger vor dem unbedingten Staat, wie niemals etwas gleiches existiert hat; deshalb bereitet er sich im Stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort “Gerechtigkeit“ wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben, und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen. Wenn seine rauhe Stimme in das Feldgeschrei: “so viel Staat wie möglich“ einfällt, dringt auch das Entgegengesetzte mit umso größerer Kraft hervor: “so wenig Staat wie möglich“.
Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, 1876 (!)
„Der Aufstand ist doch im Grunde genommen die energischste, einheitlichste und zweckmäßigste ‘Antwort’ des gesamten Volkes an die Regierung. Gerade eine solche Arbeit würde endlich alle revolutionären Organisationen an allen Ecken und Enden () dazu anhalten, ständige und gleichzeitig strenge konspirative Verbindungen zu unterhalten, die die faktische Einheit der Partei schaffen – ohne diese Verbindungen aber ist es unmöglich, den Plan des Aufstands kollektiv zu beraten und am Vorabend des Aufstands die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen, über die das strengste Geheimnis gewahrt werden muß.”
Lenin in „Was tun?“
„Deckt sich für einen Sozialdemokraten der Begriff des politischen Kampfes mit dem Begriff des »ökonomischen Kampfes gegen die Unternehmer und gegen die Regierung«, so ist natürlich zu erwarten, daß der Begriff „Organisation der Revolutionäre“ sich für ihn mehr oder weniger mit dem Begriff „Organisation“ der Arbeiter« decken wird. Und das geschieht tatsächlich, so daß wir buchstäblich verschiedene Sprachen sprechen, wenn wir über Organisation reden.“
Lenin ebenda, über die „Kaderpartei“
“Die kleinbürgerlichen Demokraten, diese Pseudosozialisten, stellten sich auch die sozialistische Umgestaltung träumerisch vor, nicht als Sturz der Herrschaft der ausbeutenden Klasse, sondern als friedliche Unterordnung der Minderheit unter die sich ihrer Aufgaben bewußt gewordene Mehrheit.”
Lenins Hohn über die Sozialdemokraten
In diesem Blog wurde ja schon – und seit meinem Austritt aus der Linken im Jahre 1999 sage ich bekanntlich nichts anderes – alles zu dem Fakt geschrieben, dass die Linke nach wie vor eine umstürzlerische Kraft ist, die in alter Strategie vorgeht, Bündnisse eingeht und auch totschlägt, wenn es soweit ist. Alles andere anzunehmen ist naiv oder bewusst dumm stellend, deshalb kann man hier schon lange nachlesen, wie sie es machen.
SIE WERDEN ES TUN!
Wolfram „Marcus Tullius“ Weimar irrte jüngst, als er froh mit der Analyse lockte, die Linkspartei habe wider Erwarten nicht von der derzeit kursierenden Kapitalismus-Endzeit-Stimmung profitiert, habe sich doch „die Masse im Angesicht einer drohenden Rezession konservativ“ und die Stimmung, „die tatsächliche des Volkes“ „reziprok“ entwickelt. Er irrt, weil er um der Perspektive willen schön reden muss und reden will, weil er will und weil er muss, dass die Gesichter des Todes der bürgerlichen Klasse (deren Abgesang ich schon vor einer halben Dekade(nz) beschrieb) nicht, und seine Ursachen erst recht nicht, so zu erkennen sein sollen, auf dass die Lösung außerhalb des vertrauten, des Merkelkantilismus liegt. „Es gibt weder eine latente noch eine akute Sehnsucht nach Umbruch“, mutmaßt er merkelnd, während der Umbruch so laut knackt und kracht, auf dass jeder Schwerhörige hoch schreckt .
Der Ball ist im Spiel, sagt der Mann also, nicht sehend, dass da jemand hinter seinem Rücken die Linie längst neu zog. Und dies geschah. Scheinbar bewegt sich innerhalb des Spektrums nicht viel, doch wer wagt zu leugnen, dass ehedem die Grenze zwischen „Neoliberalen“ und „Sozialreformern“, nun aber zwischen „Sozialdemokraten aller Schattierungen“ und „Kommunarden ähnlicher Art“ verläuft?! Da sich das ganze Spektrum dramatisch nach links bewegte – und mit ihm die (verbliebene) Wählermasse – ist die Perspektive selbstredend eine andere. Den partiell aufgeputschten Massen, dem seit Jahren in weiten Teilen irrational argumentierenden Volk zu bescheinigen, es habe entgegen der Erwartung votiert, spricht nicht nur die Erfahrung des ablaufenden Jahres in Hessen und Bayern, sowie überall dort, wo in den Ländern nachgefragt wird Hohn, es ist vielmehr eine folgenschwere Fehleinschätzung. Denn: die gaben ihre Stellungen auf, weshalb man ihr Haus einst angriff. Jene aber, deren Haus zusammenbrach und die als Aussatz galten, werden ob ihrer Überzeugung ins Recht gesetzt.
Mit dieser Entwicklung schmiert sich ein - im Wortsinn - von allen guten Geistern verlassener „Liberalismus“ nach oben, der, auf verstandesgemäße Einsichten pfeifend, nahezu kultur – und zivillos, bar jeder Regung abseits infantiler Vergnügungen, eine höhere Moralität hinter sich lassend, im letzten Hier und Jetzt seinen Trip der Unverantwortlichkeit tanzt. Die laue Partei-Vorhaut trägt den passenden Namen zum warmen Charakter gleich in der Mehrzahl und lautet „Julis“.
Der allgemeine politische Charleston treibt der Spitze zu und hat jetzt sogar seinen Präsidenten. Wie einheitlich es in dem, was sich Deutschland nennt, zugeht, zeigt sich an dem Fakt, dass immer 95%tige, zustimmende Mehrheiten zustande kommen, wenn die Abwahl oder der Tod ausländischer Konservativer erfolgte, egal ob sie Bush, Aznar, Berlusconi, Fortuyn, Schüssel oder Haider heißen. Hauptsache das Schuldenmachen, der pseudoreligiöse Schmäh des verlogenen Ökologismus, die falsche Finanzierung kalkulierter Lobbyisten-Kampagnen unterschiedlichster Art, die fehlerhafte Einwanderer - und Integrationspolitik, die Unterhöhlung des Rechtsstaates, die Pflege ewiger deutscher Traumata u.v.m., dauern fortwährend an.
Keine Zwangsvereinigung zur SED
Wir sind sogar schon viel weiter. Unverfroren und mit lauem öffentlichem Protest, resp. Kritik, geht es selbst den so genannten „rechten“ Sozialdemokraten an den Kragen, auch einem der ehemals ersten Riege wie Wolfgang Clement. Wie sehr modifizierte neostalinistische Methoden heute relevant sind und zum Teil offen, vehement und aggressiv zur Anwendung kommen, konnte in Hessen gut beobachtet werden. Nicht die Lügnerin wurde abgestraft, sondern diejenigen mit der Redlichkeit der letzten Sekunde vor der Katastrophe. Was dabei sichtbar wurde, lässt tief blicken. Es muss von nun an als Mär bezeichnet werden, dass es einst eine „Zwangsvereinigung“ von SPD und KPD gab. Ich war übrigens – aus unterschiedlichen Sichtweisen – nie dieser Meinung. In dem neuen historischen Moment erleben wir – und künftig wird dies nicht zu bestreiten sein – dass offenkundig eine Annäherung und Konturverwischung erfolgt.
Wenn nun in Hessen aus parteitaktischen Gründen CDU und FDP sich Koalition mit einem jeweiligen Partner aus dem linken Lager vorstellen können, so ist dies rational und redlicherweise nicht mehr zu begreifen. Schon das Treffen zwischen dem eigentlich ansprechenden Hahn (FDP) und Schäfel-Gimpel (SED Fraktion SPD), hätte nicht stattfinden dürfen. Wer mit denen noch kann, kann nichts mehr. Sollte nichts mehr. Es dürfte von rechts wegen hier nur eine Losung geben: Kein Koalition mit irgendeiner Partei, die den Ypsilanti-Exzess abklatschte. Entweder CDU/FDP – oder gar nichts.
Man muss ich wirklich wundern, wer glaubt, dass er miteinander kann. Die Kaste der Politiker und Medienvertreter im Schaumstoff Berlin kann es so unter sich, das da drunter nichts mehr geht. Alles ist möglich. Das Schmatzen des Vorgeschmacks zukünftiger Schlachtfeste übertönt schon die Trommel ihres Straßenmobs. Tatsächlich also formiert sich etwas, das über die Jahre auch von denen gefördert ward, die dies formal nicht sollten. Wenige halten ideologisch dagegen, eine offene Debatte findet nicht statt. Wer stört, wird liquidiert. Vorerst noch unblutig.
Strizzi-Mentalitäterschaft
Eine, ihrer Grundlagen völlig beraubte Gesellschaft, wird fast widerstandslos überführt.
Es scheint schon zu spät zu sein. Ein kleiner Kick und es kippt das System in einer fortgeschrittenen Krisenzeit. Das Restbürgertum, das ohnehin meist mit jedem handelt, so es ökonomisch etwas verspricht, kann nicht widerstehen, weil es längst ohne Inhalte dasteht und völlig theorielos einher dümpelt. Seine Sprösslinge sind ebensolche Strolche wie jene Ballermänner, die man an Spaniens Küsten millionenfach züchtet. Auch sie waren dort und lärmen – zurückgekehrt – in ihren Dörfern, so wie überall auf der Welt gelärmt wird. Man denkt an Brecht: „Hinter ihm fährt der Betrug, schwenkend einen großen Krug Freibier. Müßt nur, draus zu saufen, Eure Kinder ihm verkaufen.“ Oder Koks, oder das beliebte Marihuana – der Effekt ist derselbe. Spaß macht es, kurz vor dem Abgrund und schnell wird noch ein Piercing ins Fleisch gehauen. Welcher 60jährige trägt heute keinen Ohrring oder einen „Brilli“? Wohin man schaut Kuranyi-Bärte und Strizzi-Mentalitäterschaften.
Wer Lenin liest, weiß was kommt. Es werden Streiks organisiert, Bedürfnisse geweckt, dann mit „fortschrittlichen Gruppen und Parteien“ paktiert, solange, bis man die nächste Stufe erreicht hat. Dann werden die ehemalige „Bündnispartner“ mit allen Mittel bekämpft, abgestoßen, ausgeschlossenen, gesellschaftlich geächtet, inhaftiert, gegebenenfalls liquidiert.
Wer einmal in einem Büro der Grünen eine Parteimitarbeiterin erlebte, die zwar vehement für das Bündnis mit der Linken votierte, aber nicht wusste, wer Trotzki war, der weiß, was uns blüht. Die Harmlosigkeit der Halblinken ist noch immer der Garant dafür gewesen, dass die gebildeten Marxisten sie taktisch und inhaltlich ohne Probleme erledigen konnten.
Wenn, nach Lenin, die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen – oder gar die oben nicht mehr wollen, auch wen die unten gar nicht können, wird niemand – wie in allen anderen Revolutionsphasen – nicht mehr fragen dürfen, wie es angefangen hat. Die Wahrheit wird man frühestens nachher sortieren. Keine Frage aber ist, dass sie seit etwa 2003 nicht mehr fragen „Was tun?“, sondern: es ist gewiss, dass sie es tun werden. Ja: Sie werden es tun!
*sing* (Hanns Dieter Hüsch)
Da hock ich dann mit einem Transparent
Das man in eingeweihten Kreisen kennt
Es steht nichts drauf es ist nicht rot
Es ist schneeweiß und mancher droht
Seht da der alte Einzelidiot.
Ich schleiche mich auf Umwegen nach Haus
Der Rundfunk sendet stundenlang Applaus
Dann spricht ein Herr es singt ein Chor
Das Leben wär kein Trauerflor
Es läge alles am Humor Humor.
Dann schmier ich mir ein Brot mit Schmalz und Salz
Und schütt mir einen Klaren durch den Hals
Der Himmel wird schon gelb und grün
Die Katzen von den Dächern fliehn
Die Menschen durch die Länder ziehn
Die Toten auf den Äckern blühn
Zuletzt sitzt man allein auf einer Bank
Es ist erreicht na gottseidank
Man löst sich auf na gottseidank (na gottseidank)
Und wird ganz leicht na gottseidank (na gottseidank)
Und fliegt davon na gottseidank (na gottseidank)
Sehr richtig, man kann mit ihnen keinen gemeinsamen Schritt gehen, keine Koalition beschreiten.
Wolfgang Clement:
“Hiermit erkläre ich mit Wirkung vom heutigen Tag meinen Austritt aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.
Die Gründe dafür sind
* erstens die Entscheidung der Bundesschiedskommission, die meint, die Wahrnehmung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit mit einer öffentlichen Rüge drangsalieren zu sollen,
* zweitens die Tatsache, dass die SPD-Parteiführung zugleich keinen klaren Trennungsstrich zur PDS/Linken zieht, sondern sogar - in den Ländern - zu einer Zusammenarbeit mit dieser Partei ermuntert, obgleich deren Stasi-Verstrickung offenkundig ist, und
* drittens eine Wirtschaftspolitik treiben lässt, die - wie der IGBCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt soeben wieder warnend hervorgehoben hat - auf eine De-Industrialisierung unseres Landes hinausläuft.”
Kommentar von Campo-News — 25. November 2008 @ 10:32
Und sie haben leichtes Spiel, weil nur Zuviele lediglich in den Schoß des Apparates zurückkehren. Das gilt auch für für manche FDJlerin mit “Dritte Welt-Solidaritäts”-Mentalität.
Kommentar von Campo-News — 26. November 2008 @ 09:50
Wolfgang Clement: “Ich bin sicher, dass hier noch eine verfassungsrechtliche Debatte folgen wird.”
TK: Nichts wird erfolgen, diese Republik ist längst verlost. Als ich Müntefering einst das SED-Enblem überreichte, wusste ich, was gespielt wird. Seit der Staat es zuließ, dass sich PDS und WASG - ohne verfassungsrechtlich die Voraussetzung zu erfüllen - als gemeinsame Partei wählen lassen konnten, ist alles klar. Es ist nur ein Spiel, ein böses, zugegeben. DDR-Seilschaften haben diese Republik längst komplett untergraben und wo sie nicht ausreichen, haben sie alle Reflexe z.B. bei FDJlerinnen abgerufen, die nun zur Rettung der Welt, zur Solidarität der Völker etc.. abgerufen werden können, ohne dass die Adressaten ahnen, dass sie damit vom Leim nicht mehr herunterzukommen. Die lenistische Taktik hat gesiegt und das, obwohl Menschen wie ich permanent darauf aufmerksam machten. Aber deshalb wird man ja mit allem was der Maschine zur Verfügung steht, ausgegrenzt.
“Die Rüge für Wolfgang Clement war ein fairer Weg, den alle beschreiten konnten. Das hat er abgelehnt. Dann gilt: Reisende soll man nicht aufhalten.” (in der “Frankfurter Rundschau” vom 25. November) Andrea Nahles.
Dazu dies aus Hessen:
Flörsheim - Die Nerven in der Flörsheimer Stadthalle liegen blank. In einer bereits aufgeheizten Atmosphäre greift sich ein Genosse das Mikrofon - und attackiert wütend die Abgeordnete Marjana Schott: Sie mobbe systematisch Mitglieder aus Parteifunktionen und fordere blinden Kadavergehorsam. “Wo ist sie?”, fragt der Mann. Sein Name ist Achim Steinmeier. “Ich will es ihr ins Gesicht sagen.”
Buhrufe, Pfiffe - das Parteitags-Präsidium versucht Steinmeier das Wort zu entziehen. Doch der reagiert nicht, er hat sich in Rage geredet. Delegierte versuchen, ihm das Mikrofon zu entreißen und brüllen dabei immer wieder: “Du bist doch von der CDU, du bist doch von der CDU!” Auch beim Sprecher der Linkspartei liegen die Nerven blank. Er fordert ein Fernseh-Team vom “Hessischen Rundfunk” auf, ihre Kamera auszuschalten. Die Journalisten weigern sich.Beinahe droht die Situation am Samstagnachmittag zu eskalieren, selbst eine Schlägerei scheint nicht weit.
Helge Welker ist einer der führenden Kritiker der Parteiführung. Er wirft den sechs Abgeordneten und dem Landesvorstand vor, “nur nach Macht und Geld zu streben”. Einfache Mitglieder seien mit falschen Job-Angeboten für den Wahlkampf “ausgenutzt und danach fallen gelassen” worden. Zudem beklagt auch er den “Kadavergehorsam”, die Partei werde zentral aus Berlin gesteuert. Welker stammt aus der Wetterau, er hat nicht viele Mitstreiter an diesem Tag, aber sie treten lautstark auf und lassen sich auch von Buhrufen und Schmähungen nicht beeindrucken.
Kommentar von Campo-News — 30. November 2008 @ 09:38
Eine interessante Seite
Kommentar von Campo-News — 4. Dezember 2008 @ 13:56
Es müsste nun endgültig klar sein, was die Linke will, egal ob sie Linkspartei, SPD oder Grüne heißt, oder ob ihre Habe - und Taugenichtse in der Gewerkschaft aktiv sind. In Absehbarer Zeit sind Menschen mit einem Vermögen von 250 000 Euro reich, dann mit 100 000 und irgendwann jeder, der überhaupt nur irgendetwas besitzt.
Kommentar von Campo-News — 11. Dezember 2008 @ 18:55
Zumindest kann man nicht sagen, man hätte es nicht gewusst: “”Sollte die FDP tatsächlich ihren absurden und menschenverachtenden Vorschlag am Donnerstag in die BVV einbringen, können wir eigentlich nur noch Berliner Hartz-IV-Bezieher dazu auffordern, dass sie anstatt Jagd auf Ratten zu machen, besser Jagd auf Berliner FDP-Politiker machen“, erklärte der Sprecher des Forums, Martin Behrsing.”
Kommentar von Campo-News — 15. Dezember 2008 @ 18:05
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,597844,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,597848,00.html
Das war vorherzusehen und ich weiß das seit 1999 - Es äuft schon solange ich denken kann. In meiner Biographie Hammerschläge (2004) schrieb ich dazu: “Aber auch in der heimischen Presse werden Proteste gegen diese Zusammenarbeit ignoriert. So wollte ich im Mai 2001 dem Generalsekretär und jetzigen Vorsitzenden der SPD, Franz Müntefering, bei einer Ansprach in Unna ein SED-Emblem, nämlich jenes, das die zwei Hände Grotewohl und Piecks symbolisiert, überreichen - er lehnte dankend ab: „Ich weiß schon, wie ich die PDS einzuschätzen habe“ Ich wurde noch einige erklärende Sätze los, ehe mich sein regionaler Lakai, der Bundestagsabgeordnete Stöckel unterbrach: „Frau Krienen, Sie sind doch nur in die PDS eingetreten, um wieder austreten zu können!“ Welch scheppernde Worte, aus dem schmalen Munde eines Sozialdemokraten, der nur an der Leine seines Herrn beißen kann.”*
*Worte, die er ausgerechnet einer Person kalkuliert entgegenlog, die zu den Mitbegründern der ersten demokratisch-sozialistischen Partei (1982) auf deutschem Boden gehört.
Kommentar von Campo-News — 22. Dezember 2008 @ 09:45
Sehr gut: Ich zitiere, was Sunzu, der chinesische Kriegsherr, etwa 500 v. Chr. gesagt hat: “Die grösste Kunst besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf zu brechen: Zersetzt alles, was im Landes des Gegners gut ist; verwickelt die Vertreter der herrschenden Schichten in verbrecherische Unternehmungen; unterhöhlt auch sonst ihre Stellung und ihr Ansehen; gebt sie der öffentlichen Schande ihrer Mitbürger preis; nutzt die Arbeit der niedrigsten und abscheulichsten Menschen; stört mit allen Mitteln die Tätigkeit der Regierungen; verbreitet Uneinigkeit und Streit unter den Bürgern des feindlichen Landes; hetzt die Jungen gegen die Alten; zerstört mit allen Mitteln die Ausrüstung, die Versorgung, die Ordnung der feindlichen Streitkräfte; entwertet alte Überlieferungen und Götter; seid grosszügig mit Angeboten und Geschenken und Nachrichten, um Komplizen zu kaufen; bringt überall geheime Kundschafter unter.”
Kommentar von Campo-News — 3. Januar 2009 @ 16:41
Der Einzelne, sei er Mitglied oder nicht, wird nicht als aufgeklärter, für sich selbst denkender Mensch wahrgenommen. Die Partei erwartet von dem Mitglied blinden Gehorsam, von den WählerInnen, dass sie den ausgerufenen Parolen Glauben schenken und der Partei daher ihre Stimme geben.
Kommentar von Campo-News — 12. Januar 2009 @ 16:43
Tipp http://www.amazon.de/dp/3939562041/ref=pe_6981_14550381_pe_ar_v1
Hat der Nationalsozialismus eine sozialdemokratischen Wurzel? Alle Kernelemente, die dem NS zum Vorwurf gemacht werden müssen, finden sich im klassischen Sozialismus ideologisch vorgezeichnet. Trotz erbitterter Auseinandersetzung zwischen den Sozialismen stellen sich die Übergänge als fließend dar. Der Autor fordert eine umfassende Sozialismus-Bewältigung, die nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt werden kann. Nur dann erscheint es möglich, die Wiederkehr faschistischer Tendenzen zu verhindern, die in der BRD vor allem als Antifaschismus auftreten und sich in der Verehrung für die Nationalsozialisten Mao Tse-tung und Pol Pot bei der 68er-Generation manifestiert haben. Diese will nunmehr im Sinne der Wiederkehr des nachhhaltig Verdrängten das Vermächtnis von Adolf Hitler umsetzen, den ‘Schlag gegen rechts’ zu führen.
Über den Autor
Josef Schüßlburner, Regierungsdirektor (Jurist), geb. 1954 in Niederbayern, arbeitet in einem Bundesministerium; er war zum Sekretariat der Vereinten Nationen in New York und als Experte des Luftverkehrsrechts zur Kommission der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel abgeordnet. Er hat sich im Zusammenhang mit verfassungs- und völkerrechts- geschichtlichen Studien eingehend mit der Geschichte politischer Ideen beschäftigt. Zuletzt hat er als Mitherausgeber den Sammelband: Was der Verfassungsschutz verschweigt veröffentlicht. Für dieses 2007 erschienene Werk hat er u. a. den Beitrag: Diskussion über Verbot der SPD? beigesteuert, der im Interesse eines effektiven Verfassungsschutzes die Notwendigkeit einer umfassenden Sozialismus-Bewältigung aufzeigt. Zur damit verbundenen Demokratieproblematik ist 2004 das Werk Demokratie-Sonderweg Bundesrepublik erschienen. Im August 2007 hat die Bundestagsfraktion der Ex-SED in einer gegen den Autor gerichteten Kleinen Anfrage der Bundesregierung das Grundrechtsverwirkungsverfahren nahe gelegt.
Kommentar von Campo-News — 5. Februar 2009 @ 10:07
“Wir sind die Fans von Egon Krenz”. Was die Piusbrüder für die katholische Kirche sind, das sind die Altkader für die Linke.
Kommentar von Campo-News — 16. Februar 2009 @ 13:40
Selbstverständlich macht der Herr Müntefering mit.
Kommentar von Campo-News — 11. März 2009 @ 08:26
Das sagte ich immer und fast im Wortlaut unverändert seit 1999. Die Ignorierung derartiger Wertungen und die Förderung ebenjener Chaoten durch FAST ALLE Medien, ist in seiner Genealogie einst so zu verfolgen, wie wir heute akribisch die Zeit vor 33 dokumentieren. Ich weiß, wie es geschah.
“Diejenigen, die mit Lafontaine und der WASG in das gemeinsame Parteiprojekt eintraten, waren vielfach gerade keine pragmatischen SPD-Aktivisten, sondern alle Linkssektierer, die der Westen aufzubieten hatte und zahlreiche alte Gewerkschaftsfunktionäre. Nach jahrzehntelanger Demütigung durch die SPD traten sie mit der festen Absicht in die WASG ein, es politisch noch mal so richtig krachen zu lassen.”
Kommentar von Campo-News — 10. Mai 2009 @ 10:13
Wie auch im oben reflektierten Weimar-Artikel, trifft er nun wieder gut und haut anschließend total daneben. KO geht er so immer.
Die Dialektik nämlich ist anders: Sie, die Stasi-Leute der Linken, sind bekannt - die insgeheimen der CDU aber nicht!!! Da aber die CDU eine fast ganz normale linke Partei ist und gerade ihre Ostvertreter hanebüchende Auffassungen zu Markte tragen, die nichts, aber rein gar nichts mit der alten BRD-Union zu tun haben, ist auf dieser Seite der Flanke ALLES möglich.
Und: Köhler ist mitnichten ein Vorzeigepräsident und seine Zustimmungskanonenwerte im Volk sind - gleich denen der Kanzlerin - nur damit zu erklären, dass das Volk in den letzten Jahren zuviel pulsierenden Sonnenflecken ausgesetzt war. Köhler steht für mich weit unter Heinrich Lübke, der gegen diesen ein wahrer Intellektueller und Schönredner war. Wie ein König sah er sowieso aus…
Und wieso “bürgerlich”???
Kommentar von Campo-News — 15. Mai 2009 @ 18:43
Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum z.B. die PDS und WASG ihre Stimmen zusammenlegen konnten, obwohl sie KEINE gemeinsame Partei bildeten. Normalerweise wären sie nicht in den Bundestag gekommen. Die “Freunde” sitzen überall.
Kommentar von Campo-News — 28. Mai 2009 @ 09:27
Wer wissen will, wie wirr und gefährlich diese linke denkt, MUSS das einmal lesen. “Ein Embryo/Fötus befindet sich in einem Zustand der Dämmerung, etwa vergleichbar mit dem unbewussten Gefühlsleben einer Pflanze. Er verfügt also weder über einen Charakter, über nichts, was man mit nachhaltiger Emotion oder gar Intelligenz auch nur entfernt vergleichen könnte, über keine wie auch immer geartete Persönlichkeitsstruktur oder irgend eine andere spezifische Disposition, die ihn einmalig machen würde. Er ist kein Individuum und befindet sich im besten Falle auf der evolutionären Stufe mit einer Kaulquappe, aber ganz sicher nicht mit einem Menschen, auch wenn er – rein ontologisch betrachtet – aufgrund seines potentiellen Menschseins der Kategorie „Mensch“ zugeordnet werden muss. Ein Schwangerschaftsabbruch kann demnach niemals als „Mord“ bezeichnet werden, da schlicht niemand ermordet wird. Punkt.” Drecksäue!!!!
Kommentar von Campo-News — 25. August 2009 @ 11:15
Die Heroisierung des gewöhnlichen Kriminellen gehört auch dazu.
Kommentar von Campo-News — 8. September 2009 @ 08:07
Von Alexander Schuller
Die politischen Parteien sind sich alle einig, und sie haben Recht: Das zentrale gesellschaftspolitische Problem unserer Gegenwart ist die Soziale Gerechtigkeit. In der Tat durchwirkt die Soziale Gerechtigkeit unsere Strukturen, unsere Kultur und unser Verhalten.
Wahlen werden mit dem Thema Soziale Gerechtigkeit gewonnen und verloren. Selbst Bildung und Begabung gelten als eine Frage der Sozialen Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit beherrscht den Zeitgeist. Sie ist die Macht im Staate. Das gilt nicht nur für Deutschland. Das gilt für alle westlichen Gesellschaften. Soziale Gerechtigkeit konvertiert zudem außenpolitische Fragen zu innenpolitischen. Sie universalisiert und egalisiert die Welt. Sie reformiert unsere Beziehungen zu anderen Kulturen und anderen Ländern, auch den fernsten und fremdesten. Soziale Gerechtigkeit hat alle anderen imperialen Ideologien transformiert und abgelöst.
Jedes mit jungen Afrikanern vollgepackte Ruderboot, das an der italienischen Küste landet, verlangt es, die in Europa gültige Theorie von sozialer Gerechtigkeit in die Praxis umzusetzen. Christus oder Moses, Sokrates oder Buddha hätten diese Theorie wohl nicht verstanden, auch Luther nicht. Für sie wird Gerechtigkeit nur dann sozial, also menschlich, wenn sie Menschen von gleicher Tradition und Kultur zu einer Gemeinsamkeit von Pflichten und Rechten bündelt. Hier ist Gerechtigkeit nicht abstrakt, sondern konkret, sinnlich, persönlich. Sie kann nicht verordnet werden.
Gerechtigkeit als soziale, also als administrative Kategorie ist eine eigenartige europäische Erfindung. Sie ist revolutionär. Sie bricht mit jener Einheit von Rechten und Pflichten, die seit Jahrtausenden den Kern dessen ausmacht, was man Gerechtigkeit nennt. So zerstört sie das dialektische Gleichgewicht von Pflichten und Rechten. Sie begründet damit einen halbierten Begriff von Gerechtigkeit. Wer über Rechte verfügt, vernachlässigt Pflichten. Wer Pflichten wahrnimmt, hat oft weniger Rechte. Gerechtigkeit verkümmert zu einem Forderungskatalog. Natürlich ging es in der antiken Philosophie, in der Scholastik und im Protestantismus um Rechte, aber auch - und vor allem - um Pflichten. Anders formuliert: Wer die Gerechtigkeit ihrer Dialektik beraubt, der ist nicht gerecht, sondern totalitär, der will nicht Freiheit, sondern Herrschaft.
Wie konnte es zu dieser Halbierung der Gerechtigkeit kommen? Ebenso wie in anderen historischen Fällen: aus Versehen, als unbeabsichtigte Nebenwirkung. Zu diesen Nebenwirkungen gehören die strukturellen Veränderungen. Manchmal allerdings sind die alten Strukturen mit den neuen identisch, auch wenn die Aufgaben neu sind. Zwei geschichtsmächtige Autoren - John Locke und Jean-Jacques Rousseau - haben den Begriff der sozialen Gerechtigkeit für uns geprägt, und sie haben, wenn auch ungewollt, eine neue Klassengesellschaft erschaffen. Bei allen individuellen und intellektuellen Unterschieden sind die ideologischen Gemeinsamkeiten der beiden Aufklärer weitgehend kongruent.
Erstens: der Mensch ist autonom und hat das Recht, sich frei zu entfalten. Der heutige Begriff der Selbstverwirklichung ist im Denken der beiden Autoren angelegt. Der Mensch hat Rechte, aber keine Pflichten. Daraus folgt zweitens: der Mensch muss durch gesellschaftliche Verträge gebunden werden. Das berühmte Buch von Rousseau heißt sogar: “le contract social”. Sowohl Locke als auch Rousseau abstrahieren soziale Beziehungen als Vertragsbeziehungen. Der Weg zum bürokratischen Sozialstaat ist daher kurz, der zum totalitären Unterdrückungsstaat auch nicht viel länger. Drittens: das Menschenbild der beiden Denker ist egalitär. Alle Menschen seien gleich: “gleich-berechtigt” war gemeint, “gleich-gültig” kam inzwischen zustande. Wir kennen dieses Gleichheitskonzept in der Forderung, die Unterschiede zwischen den Menschen - und seien sie noch so evident - nicht zur Kenntnis zu nehmen.
Das Konzept der Sozialen Gerechtigkeit ist als Abschied von der hochdifferenzierten Adels-Gesellschaft des Mittelalters verständlich, hat aber ärgerliche Konsequenzen für den modernen Staat. Wir haben nämlich wieder eine Drei-Klassen-Gesellschaft und damit auch eine neue Plebs. Die arbeitet in der Produktion, die hat Pflichten. Wir haben eine neue Bourgeoisie, eine neue leisure-class. Die konsumiert. Die hat Rechte. Und wir haben einen neuen Adel, die Funktionäre. Die haben alles, die Macht. Dem Väterchen Stalin wird - wie man hört - in der ehemaligen Sowjetunion nachgetrauert, weil der die soziale Gerechtigkeit verwirklicht habe.
Kommentar von Campo-News — 6. Oktober 2009 @ 12:42
Der Verdacht der Strafverfolger ist schwerwiegend. Denn nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der Linkenpolitiker Ali Al Dailami aus Gießen 60 Gramm Marihuana an einen Minderjährigen verkauft haben. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Reinhard Hübner, Pressesprecher der Gießener Strafverfolgungsbehörde, gestern im Gespräch mit dem Anzeiger. Wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmittel war bereits im April Anklage gegen den 27-Jährigen erhoben worden, der seit Mitte 2008 Mitglied im Bundesvorstand der Linken und migrationspolitischer Sprecher der Partei ist. Am vergangenen Freitag dann kam es am Amtsgericht zum Prozess. Dabei erst stellte sich in der Verhandlung vor einem Strafrichter heraus, dass der mutmaßliche Käufer der Drogen zur Tatzeit im März 2008 noch nicht volljährig war.
Kommentar von Campo-News — 11. November 2009 @ 17:29
Es gibt erheblich mehr linksextreme Gewalttaten als rechte. 139 linken Gewalttaten pro Jahr stehen 72 rechtsextreme Delikte gegenüber. Die Täter sind überwiegend männlich (81 Prozent) und im Durchschnitt 23 Jahre alt. Sie sind formal besser gebildet als rechte Täter, dennoch zu einem erheblichen Teil (43 Prozent) arbeitslos.
Kommentar von Campo-News — 12. November 2009 @ 13:05
Sehr gut.
Kommentar von Campo-News — 29. Mai 2010 @ 15:23
So funktioniert die linksextreme Mafia - http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/so-funktioniert-die-linksextreme-mafia-article1164690.html
Und - http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/das-geheime-netz-der-linken-chaoten-article1165277.html
Kommentar von Campo-News — 19. April 2011 @ 06:56
Zündler, ein hervorrager Artikel - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/politische_zuendler/
Kommentar von Campo-News — 24. August 2011 @ 06:50
Die Grünen - http://pi-news.net/wp/uploads/2011/08/Layout-1.pdf?f764e8
Kommentar von Campo-News — 27. August 2011 @ 17:03
Auch er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, weil er im Mai in Friedrichshain einen BMW angezündet hatte. Ein Rentner hatte ihn dabei vom Balkon fotografiert und konnte die Polizei so auf seine Spur bringen. Das Motiv für seine Tat ließ Detlef M. im Prozess offen. M. gilt in Ermittlerkreisen als Mitglied der linken Szene. Erst vor einer Woche hatte die Polizei einen 27-Jährigen und eine 23-Jährige in Prenzlauer Berg festgenommen, die ein Auto angezündet haben sollen. Beide sitzen wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.
Als Thomas K. hinter Gittern saß, erhielt er viel Unterstützung aus der linken Szene. Während der sechsmonatigen Untersuchungshaft gründete sich eine Solidariäts-Gruppe. - http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/festgenommener-wieder-auf-freiem-fuss/4583586.html
Kommentar von Campo-News — 8. September 2011 @ 08:37