Campo de Criptana




7. April 2008

Potenziell kreativer Demo-Part Deutschlands

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 17:46

Ich sehe eine Sozialdemokratie, die erst siegen wird, wenn es sie nicht mehr gibt.

Kurt Tucholsky, siehe auch Brief an Arnold Zweig

Die SPD sei in Gefahr, so jubelt man auf jeder Seite ihrer Gegner. Man jubele nicht zu früh, denn: sofern die SPD sich als eine berechenbare Kraft mit gemäßigten Inhalten präsentierte, obsiegte sie mittelprächtig erfolgreich und dominierte den linken Teil des politischen Spektrums. Nichts deutet darauf hin, dass es dieses Mal anders sein wird. Gut, mag sein, sie werden von den Nattern, die Teile ihrer selbst züchteten, wieder einmal verboten, verfolgt oder zwischenzeitlich ins Gefängnis gesteckt. Mag auch sein, sie können DANACH wieder behaupten, das alles sei nur ypsilanti im Gegensatz zu dem, was man ihnen einst antat, aber wichtig sei ihr sauberes Gewissen. Mag auch sein, sie kommen armarmig und einbeinig zurück ins Spiel, jedoch: solange sie Demokratie und Soziales, bei gleichzeitiger Orientierung an überwiegend wissenschaftlicher Weltanschauung vereinen, wird man sie brauchen. Aber nur dann, Obskurantismus liefern die anderen schon genug. Verloren hat man erst, wenn die Eberts, Noskes, Scheidemanns, die Schumachers, Brandts (ja auch er, trotz allem), die Vogels (nicht aber die Raus) und Steinbrücks am Nahlesring durch den Kakao, ihn sogar trinkend, gezogen werden. Was im Übrigen nicht heißt, die Genannten hätten sich nicht auch entsetzliches Fehlverhalten erlaubt, wozu UNBEDINGT NICHT ihre Taktik während jener, als „Novemberrevolution“ verherrlichten Groteske zu zählen ist. In solchen Zeiten bedarf es der Bluthunde so sehr, wie es sie hätte auch später bei der Etablierung des Stalinismus auf deutschen Boden bedurft hätte.

Schauen wir aber in die Geschichte, so sehen wir, dass es lange brauchte, ehe die SPD eine Massenpartei wurde. Bei der ersten Reichstagswahl 1867 erhielt sie 0,8% und erreichte erst während der Zeit des Bismarckschen Betätigungsverbotes ein zweistelliges Ergebnis (1887). Ab 1890 stärkste Partei im Reich, überschritt sie jedoch nur zwei Mal (1903 und 1912) die 30% Marke bevor der permanente und bis heute andauernde Weltkrieg begann. In der ersten Wahl nach dem so genannten 1. Weltkrieg erhielt sie das relativ beste Ergebnis Geschichte, denn nie zuvor distanzierte sie ihre politischen Gegner so deutlich. Dies geschah trotz der Konkurrenz aus „eigenen Reihen“, hatte doch die sich abgespaltenen „Unabhängigen Sozialdemokraten“ (USPD) immerhin 7,6% der stimmen holen können. Als sich der Rauch etwas legte, brach jene Phase an, in der sich der rechte Teil der SPD durchzusetzen hatte und die Partei binnen 1 ½ Jahre von 37,9% auf 21,6 % fiel, während die USPD fast gleichstark mit 18% abschnitt (die KPD wurde 1920 von lediglich 2,0% gewählt). Während der gesamten Weimarer Republik konnte die SPD nicht wieder über 30% springen, schrumpfte der Abstand zur KPD auf 3,5% bei der letzten freien Wahl 1932 (20,4% zu 16,9%).

Greifen wir uns einmal ein paar USPD - Beispiele heraus. Den Charakter der heutigen Zeit an der Tatsache ablesend, dass die gewaltobszessionelle Rosa Luxemburg („Wer sich dem Sturmwagen der sozialistischen Revolution entgegenstellt, wird mit zertrümmerten Gliedern am Boden liegen bleiben“).heroisiert wird, aber der Name ihres ideologischer Gegenpart aus der SPD der Kaiserzeit, Eduard Bernstein, nur wenigen politisch Aktiven oder Historikern noch geläufig ist, lässt Schlimmes befürchten. Und doch bleibt gerade er eine herausragende Gestalt und ein Beispiel für die Suche nach dem richtigen Weg. Aus pazifistischen Gründen trat er 1917 in die USPD ein, kehrte aber 1919 zur SPD zurück. Anders der Mann, der Stalins langer Arm in Deutschland wurde. Ernst Thälmann trat ebenfalls 1917 in die USPD ein, aber wechselte mit dem linken Flügel der Partei 1920 zur KPD. Später (1925) wurde er durch ein Schurkenstück deren Vorsitzender (Festsetzung der amtierenden Vorsitzenden Ruth Fischer, eigentlich Elfriede Eisler – Schwester des Komponisten Hanns Eisler - in Moskau) und gestaltete dann maßgeblich den desaströsen Weg der KPD hin zu einer Partei des uniformierten Extremismus, inklusive Schlägerbrigaden (die bis 1933 mehr mordeten als die Nazi-Organisationen). Zuletzt Kurt Tucholsky. Er schloss sich der USPD Anfang 1920 und war dann ab 1922 wieder SPD-Mitglied, als die Reste der „Unabhängigen“ wieder zur „Mutterpartei“ zurückkehrten.

Zurück zum Einfluss, der bekanntlich an Wählerstimmen gemessen, aber nicht identisch mit diesen ist. So begann die SPD nach dem 2. Weltkrieg nur auf unwesentlich höherem Level unterhalb der 30% Marke. Begünstigt durch die 5%-Hürde festigte sich im Laufe der Jahre ein besonders die beiden großen Parteien bevorzugendes Parlamentsgefüge heraus. 1957 gelang es der SPD erstmals seit 1919 bei einer landesweiten Wahl über 30% zu kommen. Gemessen wird sie aber bis heute an ihrer großen Zeit, die aber im Grunde nur als „relativer Ausrutscher“ zu bezeichnen ist. Die Wahlen zwischen 1969 und 1980 brachten ihr vier Mal in Folge Ergebnisse über 40%, bei o,2 bis 0,3%igen Ergebnissen der „linken Opposition“, die sich DKP nennt.

Von da an (der Zeit ihrer charismatischen Anführer Brandt und Schmidt), auch u..a durch zunehmende parlamentarische Konkurrenz, tendierten die Ergebnisse der Partei wieder eher der 30%-Marke entgegen und sie hievte sich nur einmal noch (1998) über die 40%. Wenn sich also derzeit die Verhältnisse so zeigen, dass links der SPD eine Partei um die 10 bis 12 % etabliert und sie selbst nahe der 30%-Grenze liegt, wäre das durchaus normal, und entspräche dem, was währen der Weimarer Republik üblich war, aber seit 1980 in Form der Grünen auch schon Gestalt annahm. Die SPD landete also in diesen Tagen lediglich dort, wo sie im Durchschnitt ihrer Existenz war. Mag sein, sie erholt sich. Wahrscheinlich ist, sie schmilzt noch ein wenig ab.

Prinzipiell gehen wir also zu den Verhältnissen zurück, die einst herrschten, als bisweilen eine Reihe kleinerer Parteien ins Parlament einzogen. Nun fehlt eigentlich nur eine sechste Partei, oder eine siebte, eine achte usw.!? In anderen Staaten lebt man gut damit, ja es erleichtert die Splitterung wiederum die Mehrheitsfindung, wenngleich dann drei, vier oder fünf Parteien miteinander können müssen. Mag sein, es fördern gar ein derartiger Pluralismus jene Meinungsfreiheit, die in Teilbereichen abhanden kam. Eine 1% Hürde wäre zu empfehlen. Wetten, dass die Wahlbeteiligung um 10 Punkte klettern würde?

Findet die SPD nicht zu den eigenen Traditionen zurück, sondern kopiert die gescheiterten Utopien der prä und ewigkeits -, aber nicht postkommunistischen Linken, so wird es eng. Dann kann es geschehen, dass die SPD nicht schluckt, sondern gefressen wird. Warum aber profitiert derzeit nur die Linke in Form der kommunistischen Liebknecht-Häusler, Luxemburg-(Brand)stifter, Thälmann-Adepten, Dimitroff-Versimpler und Mielke-Sprachstasis? Sagen wir es im Mutter Courage oder Frau Carrar – Duktus: „Die Medien sind´s. Sie sind schäbig. So etwas liest und sieht kein Herr. Das kann nicht sein! Weil: Das sind Irrtümer! Menschenfischer sind´s. Seht her, sie sind schäbig. Das sind keine Denker. Das ist ein Aussatz, und das muß ausgebrannt werden wie ein Aussatz.“*

Leicht abgewandelt aus Brechts „Die Gewehre der Frau Carrar“

31 Kommentare »

  1. Der SPD-Chef von Bochum-Hamme, Rudolf Malzahn, der das Parteiausschlussverfahren mit zwölf anderen Unterbezirken und Ortsvereinen angestrengt hatte, wusste am Abend noch nichts von der Entscheidung. “Wenn es so ein Ergebnis gibt und ich es morgen im Briefkasten finde, haben wir unser Ziel erreicht”, sagte er. “So sollte man mit jedem umgehen, der der Partei schadet.”

    Ja, so geht es zu bei denen, die dabei sind eine neue “Super-SED” zu bauen. Sie sind endgültig erledigt.

    Kommentar von Campo-News — 31. Juli 2008 @ 06:41

  2. Der Mohr zum Thema

    Kommentar von Campo-News — 11. Juni 2009 @ 10:22

  3. Derzeit steht die SPD in ihren schlechtesten Umfragen bei 20%. Ich habe dennoch jetzt gewettet, dass sie über 26% kommt. Für 100 Euro erhält man 183 zurück.

    Kommentar von Campo-News — 6. August 2009 @ 13:48

  4. Alan Posener schreibt sehr richtig - http://www.welt.de/politik/deutschland/article115187850/Beschwoert-Peer-Steinbrueck-ein-fatales-Wir-Gefuehl.html

    Kommentar von Campo-News — 20. April 2013 @ 11:45

  5. http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/spd-feinbild-besserverdiener-und-wieder-hacken-alle-auf-den-reichen-herum_aid_1076813.html

    Kommentar von Campo-News — 21. August 2013 @ 09:13

  6. Das ist nichts Neues. Schaut man aber in das SPD-Programm hinein, findet sich unter der Rubrik Gender folgendes Verdikt. Hamburger Programm, Seite 41 “Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.”

    Damit ist sicher nicht die männlich-dominierte Gesellschaft fremder Kulturen gemeint, sondern es ist die deutsch-deutsche, die urdeutsche, die teutonische Gesellschaft gemeint, die männlich dominiert und abschaffungswürdig wäre. Die deutsche Frau steht also unter rassistischem Generalverdacht und ihr männliches Pendant erst recht, ohnehin und sowieso. - http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-den-teufel-mit-dem-beelzebub-austreiben/9127442-3.html

    Kommentar von Campo-News — 27. November 2013 @ 12:34

  7. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_liebe_der_sozialdemokraten_zu_lupenreinen_diktaturen

    Kommentar von Campo-News — 30. August 2014 @ 07:05

  8. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-kanzlerkandidatur-falsches-bild-von-deutschland-a-1022152.html

    Kommentar von Campo-News — 6. März 2015 @ 15:13

  9. http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001879

    Kommentar von Campo-News — 13. Mai 2015 @ 14:24

  10. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-gegen-gabriel-selbstzerfleischungs-partei-kommentar-a-1042876.html

    Kommentar von Campo-News — 10. Juli 2015 @ 05:59

  11. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/an_die_anstaendigen_in_der_spd

    Kommentar von Campo-News — 18. August 2015 @ 06:54

  12. Viele, die wegen Brandt in die Es-Pe-De eingetreten waren, kreideten Schmidt außerdem an, dass er in konservativen Kreisen hohe Akzeptanz genoss. Für deren Lob („guter Mann, leider in der falschen Partei“) konnte er nichts. Es stimmte so auch nie. Die CDU, in der er nach dieser Spruchweisheit besser aufgehoben gewesen wäre, war damals noch eine regelrecht konservative, in Teilen eine erzkonservative Partei, dazu mit einer reaktionären Strauß-CSU an der Backe. Schmidt hingegen war in seinem politischen Zenit ein zwar etwas aus dem herrschenden Parteizeitgeist gerutschter Sozialdemokrat, dennoch ein Sozialdemokrat.

    Für Atomkraft und gegen einen übermächtigen Einfluss der Gewerkschaften zu sein, Träume von einer multikulturellen Gesellschaft nicht zu träumen, Law & Order für eine prinzipiell richtige Gangart zu halten und im Zweifel auf das transatlantische Bündnis zu setzen - das alles waren früher keine Positionen, für die sich ein deutscher Sozi zu schämen brauchte. Noch heute soll es, hört man, hier und da Genossen geben, die so denken.

    Das Comeback auf einer anderen Bühne hatte er sich hart erarbeitet. Er wurde 1983 Mitherausgeber der „Zeit“, schrieb Leitartikel und Bücher, hielt Vorträge, schuf Netzwerke. Zum Elder Statesman und Erklärer dessen, was die Welt im Innersten zusammenhält, zum Orakel von Hamburg-Langenhorn, an dessen rauchumkränzten Lippen das halbe Land hing, wurde er aber so richtig erst in den letzten fünfzehn Jahren.

    Ein kluger Mensch, dessen Namen ich leider vergessen habe, schrieb vor Jahren sinngemäß, die wundersame Ergebenheit der Deutschen in die Weisheiten ihres Ex-Vorstehers müsse man als Misstrauensvotum begreifen. Schmidt habe es vor allem der Jämmerlichkeit der gegenwärtigen politischen Kaste und ihres erratischen Gemurkses zu verdanken, dass er zur einsamen Lichtgestalt aufsteigen konnte. Wie wahr. Wohl jeder wird beim Begräbnis am Montag den Staatsmann, unter dem Figuren wie das Küsten-Barbie Schwesig oder der Wahlkrepierer Maas niemals hätten dienen dürfen, mit der Staatsversagerin Merkel vergleichen.

    Sicher, man darf den Alten nicht überhöhen. Manchmal hat er auch kräftigen Quark vertellt. Die Euro-Einführung etwa hielt er unerschütterbar für eine gute Idee. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/about_schmidt_zum_letzten

    Kommentar von Campo-News — 25. November 2015 @ 12:03

  13. Die SPD und der Fadenschein

    Im letzten Augenblick
    Mit heißer Nadel gestrickt
    Macht die SPD sich schick
    Und greift zu einem Trick

    Sie, deren Basis aktiv den Istzustand herbei organisierte, deren Gremien und Vertreter stets der Entrechtung der einheimischen Bevölkerung das Wort redeten, indem sie die Gleichheit mit jenen in dem Moment postulierte, da diese barriere- voraussetzungs und grenzenlos ihr Geschäftsmodell auf der Grundlage fremden Volksvermögens zu entfalten trachten, sie, die den Kern der gesellschaftlichen Umgestaltung wie keine zweite vorwärtstrieb und begrüßte, sie greift kurz vor dem Versinken in jenen Zehner-Turm, in den sie gehört, zum Nähbesteck eiligst hingeworfener Phrasen, denen man deshalb die kalkulierte Heuchelei auf den ersten Blick ansieht. So sehr auf Kante genäht, so sehr des billigen KiKs, kam Bangladesch selten zu uns.

    Wer stets auf den Moment hofft, da das Volk spricht, sollte in Betracht ziehen, dass dieses meist nicht denkt. Es fühlt, trinkt, isst und sieht nah. Die Teleschirme, der Fußball und die eigene Faulheit, überzeugen noch jeden, der hofft, andere würden für ihn richten, was sie selbst anrichteten. “Aber wenn ich mich still verhalte und meine Heftigkeit bekämpfe, dann lassen sie uns vielleicht verschont”, dachte schon Brechts Frau Carrar - und es half ihr nichts. Wer aber auf die SPD, also das Tätermilieu, hofft, der ist verloren, können wir generalisierend feststellen, wohl wissend um einige Ausharrende.

    Wie schrieb schon Tucholsky 1926 -

    Sinnend geh ich durch den Garten
    unsrer deutschen Politik;
    Suppenkohl in allen Arten
    im Kompost der Republik.
    Bonzen, Brillen, Gehberockte,
    Parlamentsroutinendreh …
    Ja, und hier –? Die ganz verbockte
    liebe gute SPD.
    Sigmar Gabriel* und die Nahles*
    blühn so harmlos, doof und leis
    wie bescheidene Radieschen:
    außen rot und innen weiß*.

    *Aktualisiert und grün selbstverständlich, weil sie die Farbe derjenigen Ideologie ist, die unsere alte Tante bis in die Wolle färbte: ökologisch und islamisch.

    Kommentar von Campo-News — 28. Februar 2016 @ 10:54

  14. Die SPD zu Gast bei Freunden - http://www.pi-news.net/2016/02/malu-dreyer-zu-gast-bei-nationalistischer-ditib/

    Kommentar von Campo-News — 28. Februar 2016 @ 16:20

  15. Und so begab es sich, dass Martin Schulz, der designierte und umstrittene Vorsitzende der historisch belasteten und mehrfach verbotenen SPD in allen nur erdenklichen politischen Systemen, von seinem europäischen Himmel herabstieg, um auf deutscher Erde profan weiter zu werkeln. Und siehe, Martin Schulz, der designierte und umstrittene Vorsitzende der historisch belasteten und mehrfach verbotenen SPD in allen nur erdenklichen politischen Systemen, der Mann mit dem Gesichtsschnitt steckbrieflich gesuchter Sozialdemokraten zwischen 1878 und 1890, wusch sich den Hals, das Gesicht und bleckte zur Feier des Tages die geweißelten Zähne, die er uns in den Hals zu rammen trachtet, wenn wir nicht sputen. Dann frühstückte Martin Schulz, der designierte und umstrittene Vorsitzende der historisch belasteten und mehrfach verbotenen SPD in allen nur erdenklichen politischen Systemen, gut und wie immer gern, mit dem großem ökologischen Fußabdruck seiner zwei linken, äh linksrheinischen Füße. Martin Schulz, der designierte und umstrittene Vorsitzende der historisch belasteten und mehrfach verbotenen SPD in allen nur erdenklichen politischen Systemen, telefonierte dann mit seiner Beraterin, dem Putzfrau-Orakel und anschließend mit mehreren Genossen, vor allem den zukünftigen. Martin Schulz, der designierte und umstrittene Vorsitzende der historisch belasteten und mehrfach verbotenen SPD in allen nur erdenklichen politischen Systemen, kratze sich darob feixend den schlecht gepflegten Haarkranz, worauf ihm die alte getönte Brille, die er einst von IM Ede erhielt, auf die Nase rutschte. Martin Schulz, der designierte und umstrittene Vorsitzende der historisch belasteten und mehrfach verbotenen SPD in allen nur erdenklichen politischen Systemen, ist soetwas von…von…unbeschreiblich… http://www.globalecho.org/wp-content/uploads/2014/03/47308762.jpg

    Aus der Rede des Fürsten Bismarck über das Sozialistengesetz, 1878: “Um das öffentliche Vertrauen zu heben, glaube ich, daß es nothwendig ist für den Staat, die Macht der Agitatoren zu brechen. Es ist ja heutzutage die Stellung eines sozialistischen Agitators ein ausgebildeter Gewerbszweig wie jeder andere; man wird Agitator, Volksredner, wie man früher Schmied oder Zimmermann wurde, man ergreift dieses Gewerbe und steht sich dabei unter Umständen sehr viel besser, als wenn man bei dem ursprünglichen geblieben wäre, hat ein angenehmes und freies, vielleicht auch angesehenes Leben in gewissen Kreisen. Aber das hindert nicht, daß wir gegen die Herren, die diese Gewerbthätigkeit ergriffen haben, uns im Stande der Nothwehr befinden, und je zeitiger wir diese Nothwehr eintreten lassen, mit desto weniger Schaden für die Freiheit der Uebrigen und für die Sicherheit und den inneren Frieden werden wir, glaube ich, damit zu Ende kommen.”

    Kommentar von Campo-News — 29. Januar 2017 @ 07:29

  16. http://ef-magazin.de/2008/08/14/554-spd-die-lage-der-partei-ist-weniger-dramatisch-als-angenommen

    Kommentar von Campo-News — 17. Februar 2017 @ 16:40

  17. „Dieser Anspruch ist einfach irreal groß und nicht umsetzbar. Und er suggeriert das Ausmaß einer sozialen Ungerechtigkeit, die so nicht existiert“, sagt Schäfer.

    Das gelte beispielsweise für die Forderung von unbefristeten Arbeitsverträgen. „Meine Politik-Dozentin hat gerade zum vierten Mal einen Vier-Jahres-Vertrag verlängert. Nicht einmal die Gewerkschaften bieten nur unbefristete Verträge. Nicht einmal die SPD selbst“, ärgert sich der 73-jährige Politikstudent. „Das nimmt uns doch keiner ab.“ http://www.focus.de/politik/deutschland/landtagswahl_in_nordrhein-westfalen_2017/landtagswahl-in-nordrhein-westfalen-kritik-aus-spd-hochburg-bergkamen-schulz-hat-den-gleichen-fehler-wie-steinbrueck-gemacht_id_7129974.html

    Kommentar von Campo-News — 14. Mai 2017 @ 05:18

  18. http://www.spiegel.de/spiegel/rettet-martin-schulz-die-spd-a-1147433.html

    Kommentar von Campo-News — 14. Mai 2017 @ 07:43

  19. eilt
    9 Kommentare
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    Peter Meier
    Peter Meier Wir sollten uns nicht an einer Regierung beteiligen, zumindest noch nicht in der kommenden Legislaturperiode, wir würden unser Profil verlieren und eingedampft werden. Man kann aber auch wie oben anderer Meinung sein, und die Aufgabe annehmen, dann müßten aber Merkel und Co. in der CDU nicht mehr das Sagen haben.
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    · Gestern um 13:13
    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Welches ist das Profil?
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    · Antworten · Gestern um 14:46
    Heinrich Golombek
    Heinrich Golombek Die AfD wird, wenn sie sich an einer ReGIERung beteiligt(!), bis zum St. Nimmerleinstag etwas für Deutschland verändern. NUR die alleinige Regie bringt Veränderungen. Die CDU und FDP haben den Auftrag Deutschland abzuschaffen…die werden ihre Agenda NIE ändern.
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    · Antworten · 1 Min
    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Heinrich Golombek CDU und FDP ändern zumindest dies und das, ihr Urgenom ist ein anderes. Die Linke jedoch trat als “Vaterlandslose Gesellen” an und zeigt dies JETZT, was ehedem als Gerücht galt.

    Kommentar von Campo-News — 16. Mai 2017 @ 14:45

  20. Nur 24 Stunden nach der Wahlniederlage wusste die SPD in Nordrhein-Westfalen, dass sie auf keinen Fall eine große Koalition mit der CDU eingehen will. Von einer „bitteren Niederlage“ ist in der Erklärung die Rede und davon, dass man das eigene Wahlziel „klar verfehlt“ habe. Nötig sei nun eine „schonungslose und gründliche Analyse“ und angesichts der „klaren Mehrheitsverhältnisse“ stehe man für eine Regierungsbeteiligung nicht zu Verfügung. Auf den ersten Blick klingt das nach tiefer Erschütterung und Demut. Die Partei will aus ihrem Debakel lernen und sich in einem „geordneten Prozess“ erneuern. Das kann sie nach der ersten Einschätzung nur in der Opposition.
    Druck auf die Wahlsieger

    Die Betroffenheitsrhetorik ist allerdings wenig überzeugend. Vielmehr sieht es so aus, als wolle die NRW-SPD die Wahlsieger unter Druck setzen. Für Armin Laschet, der mit seinem Erfolg vom Sonntag einen Auftrag zur Regierungsbildung hat, werden Sondierungsgespräche und wahrscheinliche Koalitionsverhandlungen mit der FDP natürlich schwieriger, wenn er keine Alternative in der Hinterhand hält.

    Dass die SPD eine große Koalition bereits zu einem so frühen Stadium ausschließt, ist reine Parteitaktik und hat mit staatspolitischer Verantwortung nichts zu tun. Selbstverständlich liegt eine schwarz-gelbe Regierung zunächst näher, auch wenn sie nur über eine Stimme Mehrheit verfügt. Doch auch wenn die SPD abgewählt wurde, trägt sie gleichwohl Verantwortung für das Land. Diese wiegt schwerer als die Regeneration einer Partei.
    Spekulieren mit der Ampel

    Das Verhalten wirft zudem die Frage auf, ob die SPD auf ein Scheitern von Schwarz-Gelb hofft und mit einer Ampel-Koalition spekuliert, auch wenn die FDP die vor der Wahl ausgeschlossen hatte. Oder ob der Schachzug in Düsseldorf vor allem auch mit Blick auf die Bundestagswahl zu sehen ist. Die SPD will offenkundig das Signal von Eigenständigkeit senden.
    http://www.focus.de/politik/deutschland/taktik-nach-der-wahlniederlage-die-spd-in-nrw-klingt-nach-demut-doch-das-ist-ein-reines-taeuschungsmanoever_id_7139120.html

    Kommentar von Campo-News — 16. Mai 2017 @ 14:48

  21. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-stellt-deutschland-plan-vor-ein-bisschen-mehr-risiko-a-1158100.html

    Kommentar von Campo-News — 16. Juli 2017 @ 18:32

  22. http://www.focus.de/politik/deutschland/ex-landesmutter-tauchte-nach-wahldebakel-ab-von-der-mutter-courage-zur-hinterbaenklerin-so-einsam-ist-es-um-kraft-geworden_id_7406463.html

    Kommentar von Campo-News — 30. Juli 2017 @ 18:09

  23. http://www.achgut.com/artikel/warum_geht_es_der_spd_so_schlecht

    Kommentar von Campo-News — 18. August 2017 @ 14:33

  24. http://www.pi-news.net/die-21-prozent-lohnluecken-luege-der-spd/

    Kommentar von Campo-News — 22. August 2017 @ 06:15

  25. http://www.achgut.com/artikel/fruehschoppen_mit_poebelralle

    Kommentar von Campo-News — 25. August 2017 @ 07:26

  26. https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/private-wahl/

    Kommentar von Campo-News — 5. September 2017 @ 11:50

  27. https://www.youtube.com/watch?v=1ixi6xLHdZM

    Kommentar von Campo-News — 12. September 2017 @ 16:18

  28. Als Kanzler würde er dafür sorgen, dass Deutschland mehr Risikokapital bereitstelle. Also staatliches Risikokapital? Die Bedingungen für Risikoinvestoren zu verbessern, das könnte der Staat eventuell tun. Aber doch sicher nicht Steuergeld als Risikokapital einsetzen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-kanzlerkandidat-martin-schulz-in-ard-wahlarena-ich-kaempfe-jetzt-einfach-mal-um-ihr-vertrauen-a-1168570.html

    Ja, es war eine reine Werbung des Staatsfernsehens, mit ständig nickenden Fragern - http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/ard-wahlarena-wo-spd-kandidat-schulz-zum-heiligen-martin-wird_id_7608685.html

    Kommentar von Campo-News — 19. September 2017 @ 05:18

  29. Die SPD basiere auf Unterstützermilieus, und diese Milieus habe man gespalten und teils verärgert. „Die SPD ist in die Geiselhaft ihrer sie nun tragenden Milieus gerutscht. Aus der Arbeiterpartei ist eine Angestelltenvereinigung geworden. Die neue Arbeiterpartei ist die AfD.“

    Der Anteil der Arbeiter, die SPD wählen, ist fast genauso groß wie bei der CDU, hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. 24 Prozent der AfD-Wähler gehören einer Gewerkschaft an, bei der SPD sind es nur noch 19 Prozent. http://ef-magazin.de/2017/09/19/11611-ulf-poschardt-in-der-welt-ueber-die-sozialdemokraten-vor-der-wahl-fehleranalyse-der-spd

    Kommentar von Campo-News — 19. September 2017 @ 16:16

  30. „Der Kandidat“ als „frisch, frech und fröhlich“.

    Er wolle den Deutschen wieder Lust auf Politik machen, steht da. Und was tut Schulz? Er präsentiert sich als Anwalt der Menschen, denen es schlecht geht. Das hat nichts mit Lust zu tun. Martin Schulz ist in dem, was er sagt, nicht authentisch. Und das spüren die Menschen, sprich Wähler.

    Die Persönlichkeit eines Menschen setzt sich aus vielen Facetten zusammen. Aus dem Auftreten eines Menschen und seinem äußeren Erscheinungsbild können wir Rückschlüsse ziehen auf seine innere Struktur. Denn Gedanken werden zu Worten, Gefühle zu (sichtbaren) Emotionen und der innere Antrieb (=die intrinsische Motivation) u.a. übersetzt in Taten.

    Er sucht nach Abenteuern und ist enthusiastisch

    Martin Schulz ist eine Frohnatur. Und das liegt nicht nur daran, dass er in dem Teil Deutschlands zuhause ist, in dem die Menschen die dunkle Jahreszeit mit Hilfe des Karnevals zu erhellen suchen. Er hat sich vielmehr das Talent angeeignet, auf die positiven Seiten des Lebens zu schauen und dieses Talent Zeit seines Lebens beibehalten. Always look on the bright side of life! http://www.focus.de/politik/experten/kandidat-wird-in-unpassende-rolle-gezwaengt-persoenlichkeitsexpertin-erklaert-darum-kommt-schulz-nicht-bei-den-waehlern-an_id_7627978.html

    Kommentar von Campo-News — 24. September 2017 @ 06:48

  31. “Schulz war der Sache nicht gewachsen”

    Zum Schluss hat noch Hamburgs Ex-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) seinen ganz großen Auftritt und zieht den Wahlverlierer und Topkandidaten aus der eigenen Partei der Länge nach durch den Kakao. Er geht sogar so weit und fordert den Rücktritt von Martin Schulz. Wir erinnern uns: Der Mann wurde einst mit 100 Prozent zum Parteichef gewählt. “Martin Schulz war von Anfang an die falsche Wahl. Er war der Sache nicht gewachsen. Immer nur Europa, Europa, Europa.”

    Schulz habe nicht verstanden, dass die Leute in der grassierenden Globalisierung wieder mehr ihre eigene Identität suchten. “Die Leute fühlen sich verlassen, weil sie tatsächlich verlassen sind.” Daher habe er wegen Schulz dieses Mal nicht die SPD gewählt.

    Kommentar von Campo-News — 28. September 2017 @ 06:43

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