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2. Juli 2005

Die „Berliner Republik“ im Reichstag und welches Resümee einst Tucholsky im Exil zog.

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 08:51

Die “Berliner Republik“ im Reichstag und welches Resümee einst Tucholsky im Exil zog.

Der Abgeordnete Werner Schulz sprach gestern im Bundesparlament, das vielleicht nicht umsonst im Reichstagsgebäude angesiedelt ist (als wäre schon der Name ein Menetekel für das, was kommen kann), von Volkskammer-Verhältnissen, und das Parlament selbst steckt in einem Prozess, der seit 1933 einzigartig ist.

Draußen warten diejenigen, die den schizo-sozialistischen Zwillingsstaat schufen, auf ihre Rückkehr an die Macht, ohne sich weder vom Denkgebäude Marxismus-Leninismus, noch von seinen konkreten Erscheinungen in Theorie und Praxis inhaltlich überzeugend zu distanzieren. Auf der Rechten wartet latent das andere Ungeheuer mit unverdauten Ideologiebrocken aus dem Haus des 1000jährigen Reiches, das nicht mal 1000 Wochen alt wurde, und deren Vertreter partiell dort mitmarschieren, wo der Populismus Erfolge verspricht – also auch unter der Fahne der vorgeblichen Feinde. Das geht, weil ihr Dirigismus prinzipiell austauschbar ist. Zusammen kommen diese Extreme momentan auf klare zweistellige Ergebnisse und sind struktuell durchaus mehrheitsfähig, falls Rot-grün nach dem 18. September keine Deutschen, sondern nur noch nationale Sozialisten kennt.

Die letzte Reste, die an die Diktatur in Ostdeutschland erinnern, werden momentan abgeschraubt, beseitigt, liquidiert, auf den Müllhafen der Geschichte geworfen. 15 Jahre nach der DDR-Diktatur verschwinden die letzten Zeichen ihrer Existenz, werden die letzten Abgeordneten, die letzten Zeitzeugen und Revolutionäre ins Abseits gestellt, gemobbt, - wird ihnen signalisiert: Die große neue Zeit der natioanalen Rückbesinnung ist da! Wer spricht z.B. heute noch über die „Verabschiedung“ des ehemaligen Abgeordneten Konrad Weiß? Wer war das?

Übrig bleibt ein institutionalisierter Antifaschismus, der nicht mal erklären kann, was Faschismus ist. Antikommunismus als Denkmalsmodell käme einem Skandal nahe, wäre beinahe „Faschismus“. Die Erosion schreitet fort. Wenig Licht, aber viel Schatten liegt über dem Land, und so richtig, befürchtet man, kann niemand für Sonnenschein sorgen. Die deutsche Genese und ihre Krankenakte, ist älter als ihre Symbole, ihre Ausweise.

Worauf der Deutsche vorgibt stolz zu sein, berücksichtigt er so wenig wie das Zähneputzen. Er besitzt manchen Schatz, doch wo der vergraben ist, weiß er nicht mehr, vor allem: es ist so mühselig den Spaten heraus zuholen, um den Schatz wieder zu heben. So zeigt der Deutsche ein paar Stücke, die er einzubuddeln vergaß, in der Auslage. Wie sie zusammengehören, weiß er nicht, ihre Bedeutung ging verloren, genau wissen will er es auch nicht und seine Besucher gehen schnell vorüber. Aus! Aus?

Tanja Krienen

Kurt Tucholsky - Ein Pseudonym

Von Prof. Fritz J. Raddatz

Aus dem CAMPO Nr. 5

Tucholsky hat sich zwar für Carl von Ossietzky eingesetzt, hat für die Verleihung des Nobelpreises an ihn gekämpft; aber er hat an Einsatz und Kampf – an den Erfolg – nicht geglaubt. Nicht wegen des mangelnden Einflusses, der klapprigen Mechanismen, fehlenden Beziehungen – sondern, weil er sich innerlich von den Inhalten verabschiedet hatte, für die einst gekämpft wurde. Er misstraute dem Sieg in dieser Schlacht, weil für ihn – seit langem – der ganze Krieg verloren war. Das Hickhack um Ossietzky war ihm Symbol für einen großen Umbruch; drei Monate vor seinem Tod schreibt er an Hedwig Müller:

“Und nun will ich dir mal was sagen: Ich habe es satt. Nein, ich will es nicht mehr, nie, nie mehr wieder. Und der Zweck heiligt nicht die Mittel. Und der Zweck heiligt nicht die Mittel, das habe ich mir 20 Jahre mit angesehn, und wir haben ja gesehn, welchen Erfolg das alles gehabt hat. Ich weiß mit der letzten Faser meiner Instinkte: das ist zur Erfolgslosigkeit verdammt, und das stimmt auch – das ist nichts. Kompromisse muß jeder machen, das ist richtig. Wenn aber bereits im innersten Kern einer Sache nichts als Kompromisse stecken, dann wird sie nichts. Man wird einwenden: >Aber hier sollen ja keine Revolutionen gemacht werden, hier soll für den etwas erreicht werden, und das kann man nur, indem man die Leute nicht vor den Kopf stößt< , und ich sage dir: das ist alles Unfug. Wahrscheinlich wirst du recht behalten, und die denken gar nicht dran, ihm das zu geben. (Wofür man sie nicht schmähen darf – niemand hat Anspruch auf diese Sache). Aber wenn denen überhaupt etwas imponiert, so ist es die Kraft und Stärke, der Mut und das Draufgängertum. Erfolg hat nur der Erfolg. Wer hat sich früher um die geistigen Elaborate des Faschismus gekümmert? Das wurde ernst genommen, als Straßenschlachten geschlagen worden waren, als er eine Macht geworden war – und überall sind Tyrannen nur zur Macht gekommen durch Gewalt. (Was nicht immer Roheit sein muß, aber sein kann). Mit Kompromissen anzufangen, sich stets und immer die Melodie durch die andern vorschreiben zu lassen – ich will nie mehr etwas damit zu tun haben, und mir tut noch heute jeder Schlag leid, der damals danebengegangen ist, als ich noch schlug.“

Das wäre ein großer Aufsatz. Es ist aber ein Brief. Seine Briefe in den letzten Jahren, in denen er öffentlich schwieg, das vorletzte Aufbäumen. Die Knappen und Matadore, die er einst ausgeschickt hatte zu den Kampfspielen – der knarzige Wrobel und der giftige Tiger und der versponnene Hauser - , die hatte er nun fortgeschickt. War der eine geblieben, der Kurt Tucholsky hieß?

Die vier PS gab es nicht mehr. Das fünfte löste sich auf. Seit 1932 hat Tucholsky nichts mehr publiziert. Die Karriere des Autors hatte mit einer erfundenen kleinen Liebeserzählung begonnen; „Rheinsberg“, einem imaginierten Liebesroman, "Schloß Gripsholm“, 1931.

Und der Publizist? Sein Verstummen hat viele äußere Gründe und einen tiefen inneren Grund. Die äußeren waren: Er hatte keine Plattform mehr. Von der „Weltbühne“ hatte er sich entfernt. Ende 1931, Anfang 1932 war bereits eine Wiener Parallelausgabe „Wiener Weltbühne“ installiert worden, an deren Zustandekommen Tucholsky in Wien mit dem dortigen Redakteur Willy S. Schlamm mitgewirkt hatte; es war eine, das baldige Verbot vorausssehende, Vorsichts-maßnahme. Das Blatt erschien in einem von Edith Jacobsohn und dem Wiener Industriellen Dr. Hans Heller – zu gleichen Teilen gegründeten Verlag. Schlamm war nach dem verbot der Berliner Zeitschrift deren Chefredakteur und gab sie ab 14. April 1933 unter dem Titel „Die neue Weltbühne“ in Prag heraus, die nach weiterem Verlags– und Redaktionswechsel im August 1939 eingestellt wurde.

Mit Ausnahmen weniger Glossen und Briefratschläge nahm Tucholsky am Schicksal der Exilzeitschrift nur mehr als räsonierender Leser teil, so wie er – dessen Bücher am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt wurden und der am 25. August 1933 zusammen mit Lion Feuchtwanger, Hellmut von Gerlach, Alfred Kerr, Heinrich Mann, Willi Münzenberg, Ernst Toller u.v.m. ausgebürgert worden war – auch nicht an einer der diversen anderen Exilzeitschriften mitarbeitete. Auch das Interesse von Exilverlegern – wie Emil Oprecht – griff er nie auf. Ausländische Zeitungen oder Verlage standen ihm nicht zur Verfügung – Tucholsky war im nicht deutschsprachigen Ausland so gut wie unbekannt. Einige – sehr wenige – Offerten beschied er negativ. Seine Reisen in Zentren der deutschen Exilliteratur – Zürich, Tessin, Paris, La Lavandou – vermied er es geradezu peinlich, ehemaligen Kollegen zu begegnen. Was war passiert? Passiert war zuerst einmal gar nichts. Tucholsky lebte in seinem elegant möblierten Haus in Hindas im südlichen Schweden, hatte eine große Bibliothek, mehrere Zeitschriften abonniert, verlebte die Sommermonate mit Dienstmädchen an der Ostküste oder auf Reisen.

Von den drei zuletzt erscheinen Büchern „Deutschland, Deutschland über alles“ (1929), „Lerne lachen ohne zu weinen“ (1931) und „Schloß Gripsholm“ (1931) waren hohe Auflagen verkauft worden; sein Paß war noch nicht abgelaufen (im März erhielt er einen schwedischen Ausländerpaß). Im Sommer 1932 hatte er im vornehmen Tessiner Sanatorium La Barca – wo es wegen einer anderen Frauenaffäre zum Zusammenprall mit Ignazio Silone kam – die Zürcher Ärztin Hedwig Müller kennengelernt; sein letztes Publikum: Klagebank, Trösterin, Beichtvater.

Vor allem den - auszugsweise veröffentlichten – Briefen an sie und den ihr gewidmeten Tagebüchern verdanken wir Kenntnis über Tucholsky letzte Jahre, bis hin zu dem befremdlich ausgedörrten Notat: "Außerdem träume ich immerzu von meiner sel. Zweiten, was mag das bedeuten?“

Passiert war nicht viel. Geschehen war Einschneidendes. Mit derselben unerbittlichen Schärfe, mit der Tucholsky die Fehlentwicklung der Weimarer Republik gegeißelt hatte, kritisiert er nun – sich selber. Unter der Überschrift "Es ist aus…“ hält er Gericht über alle Denkmodelle, Fühlweisen, Verhaltens-muster, die die Katastrophe ermöglichten.

Das Instrument war noch nicht erfunden, das sich Tucholsky da Tag für Tag selber konstruiert, um ohne jegliches erbarmen, ohne jegliche Sentimentalität, ohne jegliches (Selbst-)Mitleid zu diagnostizieren:

"Aber links ist nichts und aber nichts…“; „Man muss sich schämen, Jude zu sein“; „(…) ich für meinen Teil also lehne jeden ab, der das bejaht, der dort mitmacht, ja, schon den, der dort leben kann.“

Das sind die drei Credos, die Tucholsky in hundertfacher Variation – in den Briefen an Walter Hasenclever und einige andere – wiederholt. Im vollkommen unbarm-herzigen Feuer seiner Radikalität verbrennt er, was hinter ihm liegt. Verbrennt sich: „Die Welt, für die wir gearbeitet haben und der wir angehören, existiert nicht mehr. (…) Ich für meinen Teil habe kein Mitteilungsbedürfnis mehr; für welches Publikum! Man kann für kein Parkett schreiben, das man verachtet.“ Der hier unter der litaneienhaft wiederholten Selbstbeschwörung, er sei müde, am Ende, desinteressiert, es ginge ihn alles nichts mehr an, „- es ist ja ein bisschen kindisch, immer wieder auszudrücken, dass es einen nichts mehr angeht -„: der wächst noch einmal auf zu dem vielleicht klarsichtigsten, großartigsten politischen Publizisten seiner Zeit; ohne zu publizieren. Noch heute – gerade heute – möchte man stundenlang und seitenlang vorlesen aus diesen Prophezeiungen, Warnungen, Abrechungen. Die nahezu datenexakte Voraussage des Krieges: „Das bedeutet dann in fünf Jahren etwa irgendeinen Krieg“ – Juli 1934! „Immer stärker bis zur Gewissheit ist in mir: det sind sie! Es ist nicht wahr, dass das arme Volk unterjocht ist, dass sie es nicht gewollt haben, es ist nicht wahr“ – Juli 1934! „Rußland wird, wenn Deutschland gesiegt hat, am Rhein beginnen“ – März 1935! „Man muß von vorn anfangen – nicht auf diesen lächerlichen Stalin hören, der seine Leute verrät, so schön, wie es sonst nur der Papst vermag – nichts davon wird die Freiheit bringen. Von vorn, ganz von vorn“ – Dezember 1935! Tucholskys Feder trennt Lüge und Seelenfett und Mogelstränge und die tauben Nerven voneinander ab; und sich mitten durch.

Die Lektüre der Briefe bietet den Anblick einer Gespensterarmee: Auf Pferdeskeletten galoppieren die ermordeten Pseudonyme heran, über ihren Totenköpfen flattern zerschlissene Fahnen, auf denen die alten Symbole gelöscht sind. Noch lebt der Heerführer, dessen Litanei ein grindendes Geräusch macht: als mahle sich da einer selbst durch die Pfeffermühle, zu Staub. Hier ist das literarische Dokument für jenen Auflösungsprozeß eines Ich festgehalten – von eben diesem Ich.

In Wahrheit sind diese Briefe – ob an Nuuna, die er mochte, oder an Hasenclever, an dem er hing – keine Briefe. Es sind Notate mit einer Anrede. Der eigentliche Adressat heißt Tucholsky. Die Ruf-Monologe werden immer rasender, voller Entsetzen schreiben sie das eigene Verlöschen auf – nicht zu zählen die Sätze wie „da kommt nichts mehr“, „ein aufgehörter Dichter“, „ich kann mir nicht denken, dass es jemals nochmals fließt“. Rührend dabei die vielen kleinen Späßchen über mögliche spätere Herausgeber dieser Korrespondenz und das flehentliche Bitten zugleich, niemand dürfe das lesen, es sei nur so herausgekollert, nicht formuliert, ohne Belang; Hasenclever habe ich gefragt, „warum so einen Brief, wie ich an ihn schriebe, nicht veröffentlichte“ – winziges Hoffnungsblinzeln, ein Haschen nach Sternen, die sich im verrinnenden Wasser spiegeln; sie verzischen bei der Berührung.

Die überwältigende Würde dieser Texte wurzelt eben darin, dass Tucholsky sich ohne jeden Umstand einbezieht. Er dekretiert nicht nur, „Wer einmal marxistisch denken gelernt hat, der kann überhaupt nicht mehr denken und ist verdorben“, sondern stülpt sich auch selber um: „Hier ist die ganze Hohlheit der >Linken< , ihre Wortberauschtheit, ihre Leere und ihre elende Schwäche. Ich auch? Ich auch. Nur habe ichs nun eingesehn, und nie, nie wieder.“ Im Auflösen des überkommenen Kanons berührt Tucholsky sich überraschenderweise mit Autoren, die er nicht mochte oder die ihn nicht mochten. Wir stehen vor dem seltsamen Phänomen, dass marxistische Schriftsteller – ob Bertolt Brecht oder Johannes R. Becher oder Anna Seghers, im Exil auf je verschiedenen Kontinenten, in Kalifornien, Moskau und Mexico – stets die These vom „anderen, besseren Deutschland“ vertraten. Sie glaubten an die Massen, als die schon am roten Wedding die Hakenkreuzfahne hissten; an das Volk, als das schon die Schaftstiefel im Gleichschritt schwang; an das Proletariat, als das schon die Panzer, Stukas und U-Boote bestieg, um die Nachbarvölker zu morden. „(…) wie dieser Koloß, der sich im Osten mit Blut voll saugen wird, sich eines Tages auf die andere Seite wälzen wird, und dann wehe Frankreich!“ – nur die Reihenfolge war falsch an Tucholskys Schreckensvision. Aber es war ein Thomas Mann – von Tucholsky nie geschätzt -, der den Nationalsozialismus eine „politische Erfüllung von Ideen“ nannte, „die seit mindestens anderthalb Jahrhunderten im deutschen Volk und in der deutschen Intelligenz rumoren“; und es war ausgerechnet Joseph Roth, der nicht nur verblüfft konstatierte, „gegen den Auswurf der Hölle ist selbst mein alter Feind Tucholsky mein Waffenkamerad“, sondern der auch mit fast denselben Worten dieselbe schneidende Konsequenz zog: "Jedermann, ganz gleichgültig, was er ist, wie er früher war, der öffentlich heute in Deutschland ist, ist eine Bestie.“

Es scheint, als ob die irrten, deren Entwurf vom Menschen der des Fortschritts war, der weiter – und Höherentwicklung zur Vernunft. Und als ob diejenigen die historische Wahrheit erkannten, die das Bild vom Menschen schwärzten als eines Wesens, von dunklen Trieben gesteuert. Es war eine zerstörerische Wahrheit.

Sie formuliert zu haben, bleibt das – weithin noch nicht erkannte – Verdienst dieses Schriftstellers. Er hat die ganze verschmockte Furtwänglerei vorher-gesehen, das Weglaufen, Mitlaufen, Lavieren, das unappetitliche „Man muß doch leben“ mit dem sie Ufa-Filme drehten, und die feige Drückebergerei des „Ich habe doch nur…“ mit dem sie alle mitmachten, die Millionen Rädchen eines barbarischen Systems: die Radiosprecher der Sondermeldungen und Blockwarte, die Zeitungsredakteure und Rampenselektierer, die Hausfrauen vom Winterhilfswerk und Sportpalastjubler. Tucholsky war immer der Mann der „kleinen Stimme“ gewesen – so sah er vielleicht nicht das Massenverbrechen und den Millionenmord der Zukunft voraus. In einem Brief hat er sich selber „keinen Tiresias“ genannt: „1913 habe ich an eine >Kinomüdigkeit< des Publikums geglaubt und die Bedeutung dieser löblichen Institution nicht erkannt. 1918/1919 habe ich überhaupt nichts verstanden. (…) 1933 habe ich an die Ernsthaftigkeit der Judenverfolgung nicht geglaubt, wenigstens nicht bis zum Reichstagsbrand.Du siehst: ich halte mich für keinen Tiresias.“

Aber die hunderttausendfache Mediokrität, die klebrige Seligkeit von Schlusnus-Liedern im Reichsrundfunk als seelische Durchhalteparole und Hans Schmidt-Isserstedt mit dem Chor der Deutschen (die da schon in Trümmern lag) vor den Arbeitern einer Rüstungsfabrik: dieses ganze Kunst-Make-up über der Fratze der Verbrecher durchschaute er genauso wie die Lügen der Unternehmer, die er „Negociants de morts“ bezeichnete: „Sage dem Syndikus einer solchen Waffenfabrik, er sei schuld am nächsten Kriege, und sage: Sie sind Helfershelfer des Massenmordes! – so wird er dir antworten: >Sie haben wohl einen Vogel. Ich mache hier Bürostunden, und Sie sagen mir Helfershelfer! Was wollen Sie eigentlich?< “

Es blieb jedoch nicht bei dieser Unheilsprophetie, nicht bei der gespenstischen Vorwegbeschreibung – als habe dieser Mann die munteren Marika-Rökk-Hopsereien, Zarah Leanders Raunen und Werner Krauß´ Jud-Süß-Infamie gesehen und gehört. Vielmehr geschah etwas Radikales: Tucholsky – das Alte als Irrtum erkennend – suchte nach Neuem. Eine Idee? Ein Glaube? Ein Inhalt?

Schwer zu sagen. „Immer suchen ist nicht schön“, schreibt er einmal, „Man möchte auch mal nach Hause…“ Dieses neue Haus kann man nur mit einer positiven Kraft bauen – das ist von nun an Tucholskys ganzes Sinnen und Trachten: Man muß den Menschen positiv kommen. Dazu muß man sie – trotz allem – lieben.

Wenn auch nicht den einzelnen Kulicke, so doch die Menschheit. Ich vermags nicht. Meine Abneigung gegen die Schinder ist viel größer als meine Liebe zu den Geschundenen – hier klafft eine Lücke.“

Tucholsky, der sich mal „kein Bolschewist, aber ein Anti-Anti-Bolschewist“ genannt hat, verabschiedet das „Anti“. Das Wort von der „positiven Doktrin“, mit der man jetzt den Kampf führen müsse, fällt oft, eine eigene Kraft, die dem Gewölk aus Rassismus, Natio-nalismus und Militarismus entgegenzusetzen wäre. Solange das fehlt, weiß er, dass Hitler siegen wird. "Man siegt nicht mit negativen Ideen.“

Der Mann mit den reizbaren Nerven und dem untrüglichen Wahrnehmungs-system war – wieder einmal, das letzte Mal – der erste: am Schluß. Was er hier vordefinierte fand und in quälenden Variationen weiterdachte – das war das Ende: „Die freiheitlichen Ideen des Bürgertums aber sind tot, niemand lässt sich dafür ohrfeigen. Hier ist etwas zu Ende gegangen. Daß auf dem Champs Elysées antisemitische Blätter verkauft werden, zeigt, dass niemand das als schändlich empfindet – achselzuckend, murrend und gleichgültig gehen die Leute daran vorbei, und die Juden sind ja auf Meilen nicht zu sehn. Nun, was sich nicht aggressiv verteidigt, das geht unter, und man soll es noch stoßen, denn es ist nicht mehr lebensfähig. Es ist für uns andere, die wir weder Faschisten noch Kommunisten sind, keinerlei Idee da, für die wir ein Opfer bringen könnten, keine, die uns befeuert, wir wissen nur, was wir nicht wollen. Und der, der etwas nicht will, ist immer schwächer als der, der etwas will.“

Keinerlei Idee. Das ist es, was Tucholsky in den letzten Jahren seines Lebens umtreibt….(Er) diagnostiziert mit geradezu klinischer Kühle, warum an „morgen arbeiten“ nicht zu denken ist: "Daß übrigens mit guten Vorsätzen in diesem Zustande nichts zu machen ist, steht auch bei Schopenhauer – er beschreibt den Moment jeder Inspiration großartig, sagt wie stark das vom Physischen abhänge und bemerkt: >Der Wille vermag dazu nichts< , nämlich dazu, dass die Gegenstände zu sprechen anfangen. Für mich sind sie tot, ich aber auch.“

Mit derselben akribischen Ironie, mit der Tucholsky das Gemauschel derKauflaute und das Geplapper der Huren, den Klatsch der TennisBeaus, das Genäsel der Herren Offiziere und die Schnoddrigkeiten der kessen kleinen Berlinerinnen, alle Noten des ganzen Foxtrotts zum Abgrund hin notierte, schraffierte er das Bild seiner Auflösung; er weiß, „Ich sage zu allem nur Nein, weil ich krank bin“ – „Alles, was ich hier schreibe, muß man mit dem Müdigkeits und Krankheits- Koeffizienten multiplizieren“, und er raucht sich lauter kleine Rettungsringe in die Luft, von denen er genauso weiß, sie sind blauer Dunst.

Geradezu rührend diese Schräglichter in die Schwärze – mal hier der Gedanke zu einem Lied, mal dort die Erwägung, einen französischen Artikel zu schreiben. Aber über allem die Gewissheit, „ich werde nie mehr, wie ich gewesen bin“ – „Daß ich mein Leben zerhauen habe, weiß ich.“

Zerhauen. Ein großer Wurf – und viele kleine Stücke. Er hat Wahrheiten gesagt – und viele kleine Lügen gelebt; nicht einmal dem selbstformulierten Bann ist er gefolgt: Niemanden mochte er akzeptieren, der „dort“ überhaupt leben, es aushalten konnte in Nazideutschland. Ob Walter Hasenclevers Schwester – „…ich hatte immer so ein Gefühl…:>Sie kann es also aushalten –hm -< “ – bis zu Freund Karlchen – "Kallchen schreibt nicht mehr.

Ist auch er hinüber?“ werden alle misstrauisch beargwöhnt nach dem selbst auferlegten Gesetz: „(…) ich für meinen Teil also lehne jeden, aber auch jeden radikal ab, der das bejaht, der dort mitmacht, ja, schon den, der dort leben kann.“ Aber sein Werk – war es das Kind, das er mit ihr erdichtet, nicht erzeugt hatte? – vermachte er testamentarisch der Frau, die Deutsch-land nie verließ und von der er sich 1933 hatte scheiden lassen, damit sie ungefähr-det „dort“ lebe. Auch das noch ein Akt des unauflösbaren Widerspruchs: mit ihm wollte er sein Lebenswerk erhalten – doch er wusste, dass es genau durch diese Bestimmung bis zum Ende der Hitlerzeit (das 1935 nicht absehbar war) nicht vorhanden sein könnte; kein Wort, keine Silbe, keine Zeile. Den Gedanken, es einer der beiden Vertrauten seiner letzten Jahre – der Schweizerin Hedwig Müller, der Schwedin Gertrude Meyer – zu übertragen, hat er nie erwogen. Es gehörte zu einem imaginären Deutschland. Dessen Teil er war: der dicke kleine Jude aus Berlin – das er haßte und liebevoll beschrieb wie kein anderer; der Rotsporn bechernde Kasinokommissar – dessen pazifistische Gedichte hell durch die Zeiten leuchten; der elegante Bonvivant – mit dem Herz für die Unterdrückten; der „externe“ Dr. jur. – vor dem die Weimarer Justitia zitterte; der frivol seine vielen Liebschaften zu klingender Chansonmünze Schlagende – dessen Lebensgesetz wir in jener nistenden Melancholie zu erkennen haben, die den Brief an seine Frau Mary diktierte, den Tag, an dem er das Gift nahm: „(…) der wie ewig gejagt war, der immerzu Furcht, nein, Angst gehabt hat, jene Angst, die keinen Grund hat, keinen anzugeben weiß (…) >O-Angst<…nicht vor dem Ende. Das ist mir gleichgültig, wie alles, was um mich noch vorgeht, und zu dem ich keine Beziehung mehr habe. Der Grund zu kämpfen, die Brücke, das innere Glied, die raison d´êntre fehlt. Hat nicht verstanden.“

Er hatte sich viele Namen gegeben, mit denen er die Welt bannen wollte. Er hatte sich in ihren Schatten verlaufen. Er hatte gläserne Wände zwischen sich und die Menschen gebaut, Pseudonyme. Er war in das Glas hineingeschmolzen, ein sterbender Falter. Das Glas war zersprungen.

Fritz J. Raddatz, geboren 1931 in Berlin, ist freier Autor, Essayist und Publizist. 1960-69 war er Cheflektor im Rowohlt Verlag, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hannover, 1977-85 Feuilletonchef der ZEIT. Herausgeber von Tucholskys Gesammelten Werken, Gemeinsam mit Tucholskys Witwe Mary Mitbegründer der Kurt-Tucholsky-Stiftung – und bis heute ihr Vorsitzender. Romane, Erzählungen, Essays; Biografie „Unruhestifter“; Propyläen Verlag, München 2003 ISBN 3549071981, Gebunden 496 Seiten, 24,00 EUR; Rowohlt-Verlag, 1490 ISBN- 3499133717

19 Kommentare »

  1. “Draußen warten diejenigen, die den schizo-sozialistischen Zwillingsstaat schufen, auf ihre Rückkehr an die Macht, ohne sich weder vom Denkgebäude Marxismus-Leninismus, noch von seinen konkreten Erscheinungen in Theorie und Praxis inhaltlich überzeugend zu distanzieren. Auf der Rechten wartet latent das andere Ungeheuer mit unverdauten Ideologiebrocken aus dem Haus des 1000jährigen Reiches, das nicht mal 1000 Wochen alt wurde, und deren Vertreter partiell dort mitmarschieren, wo der Populismus Erfolge verspricht – also auch unter der Fahne der vorgeblichen Feinde. Das geht, weil ihr Dirigismus prinzipiell austauschbar ist. Zusammen kommen diese Extreme momentan auf klare zweistellige Ergebnisse und sind struktuell durchaus mehrheitsfähig, falls Rot-grün nach dem 18. September keine Deutschen, sondern nur noch nationale Sozialisten kennt.

    Die letzte Reste, die an die Diktatur in Ostdeutschland erinnern, werden momentan abgeschraubt, beseitigt, liquidiert, auf den Müllhafen der Geschichte geworfen. 15 Jahre nach der DDR-Diktatur verschwinden die letzten Zeichen ihrer Existenz, werden die letzten Abgeordneten, die letzten Zeitzeugen und Revolutionäre ins Abseits gestellt, gemobbt, – wird ihnen signalisiert: Die große neue Zeit der natioanalen Rückbesinnung ist da! Wer spricht z.B. heute noch über die ‘Verabschiedung’ des ehemaligen Abgeordneten Konrad Weiß? Wer war das?”

    Wenn der (angebliche) Vernichtungsfeldzug, der gegen ehemalige DDR-Bürgerrechtler geführt wird, als Ausdruck einer “nationalen Rückbesinnung” klassifiziert werden kann, so handelt es sich in dieser Logik bei diesen Opfern “nationaler Sozialisten” um die Galionsfiguren einer unpatriotischen Politik. Daß dies dem Selbstverständnis zumindest des liberal-konservativen Teils dieser Politiker(innen) widerspricht, braucht nicht näher erörtert zu werden.

    Abgesehen davon hat die Diffamierung politischer Gegner, selbst wenn diese tatsächlich geschichtspolitisch fatale Akzente setzen und/oder (wie von Vera Lengsfeld veschrieben) auf unfaire Methoden des persönlichen “Rachefeldzuges” zurückgreifen, als von Nazis in einer zivilisierten Debatte nichts verloren. Wenn sich in unserer Republik jemand in die Tradition Hitler-Deutschlands stellte, so waren dies gewiß nicht nicht die (Provinz-)Politiker, die an ehemaligen Bürgerrechtlern keinen Gefallen fanden, sondern ausschließlich die Propagandisten der Bombardierung wehrloser Bürger eines VN-Gründungsmitgliedstaates und die Verharmloser islamistischer Massenmorde.

    Kommentar von Digenis Akritas — 2. Juli 2005 @ 20:36

  2. Wie bitte? Die Bürgerrechtler sind “Galionsfiguren einer unpatriotischen Politik?” Wie das?

    Du solltest die “falschen Akzente” (welch eine Verharmlosung für die politische Ausradierung des Widerstandes gegen die DDR-Diktatur) kritisieren, nicht aber die Thematisierung dieser skandlösen Vorfälle.

    Dass dir Kommunisten, die ehemalige Bürgerrechtler mitsamt ihrer Politik in den Orcus jagen wollen, lieber sind, als redliche Antikommunisten oder jene, die - in guter Absicht, wenngleich hier einen Fehler begehend - den Krieg in Jugoslawien unterstützten, ist mir schon klar. Es muss ja alles durch das Belgrader Ideologie-Nadelöhr, das manchen auch Beslan heißt. Ich bitte dich diese Dinge endlich mal abzutrennen.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 08:18

  3. Als freiheitlich-republikanisch motivierter Antikommunist betrachte ich beispielsweise Personen, die als mehrfach vorbestrafte neonazistische Gewalttäter sich als Sachwalter der Opfer des Kommunismus aufspielen und das Gedenken dieser Opfer gegen das Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus auszuspielen trachten, nicht als “redlich”, sondern als zutiefst verbrecherisch. Als Christdemokrat möchte ich mit dieser Form des “perversen Antikommunismus” (Ralph Giordano) nicht das geringste zu tun haben. Ferner gilt: Wer GEGENWÄRTIGE (staats-)terroristische Gewaltverbrechen verharmlost oder gar rechtfertigt, sollte von den Opfern des Kommunismus UND des Nationalsozialismus schweigen. Wer es für unstatthaft hält, für Opfer des Islamismus in Tschetschenien, dem Iran, Saudi-Arabien, dem “befreiten” Irak oder dem Sudan einzutreten, ist in gleicher Weise als verachtenswerter Defaitist zu betrachten, wie ein “Appeaser” der 1930er Jahre, der in Hitler-Deutschland ein prinzipiell erhaltenswertes Bollwerk gegen den Bolschewismus zu sehen vermeinte. Die Parteinahme für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien und den massenmörderischen tschetschenischen Islamismus durch “Intellektuelle”, die sich derzeit als PDS-Kritiker aufspielen, kann mit Blick auf das (in regierungsoffizieller Sicht) zuverlässige Schweigen dieser Leute über die globale Dimension des Islamofaschismus beim besten Willen nicht als “Ausrutscher” gelten.

    Um Mißverständnisse zu vermeiden: Die von ihnen Kritisierten sind oftmals um keinen Deut besser, wie die Hoffähigkeit eines radikalen Antiisraelismus à la SED in der PDS und deren Organ “Neues Deutschland” vor Augen führt. Gerade der Umstand, daß sich aus der antiisraelischen Frontstellung alt-stalinistischer Kader eine Solidarisierung mit islamistischen Mordbrennern sunnitischer und schiitischer Couleur ergibt, die einer vernichtenden Kritik zu unterwerfen ist, verbietet es jedoch, ausgerechnet im Schulterschluß mit den KONSEQUENTESTEN “Weißwäschern” des politischen Islam völlig UNBEGRÜNDETE Vorwürfe gegen Gysi/Lafontaine (”Fremdenfeindlichkeit”) zu erheben.

    Was der SED-Fortsetzungspartei aus demokratischer Sicht heute zur Last gelegt werden muß, ist die KOMPATIBILITÄT ihrer pro-arabischen, im Gewande des “Anti-Imperialismus” auftretenden Sympathien für “unterdrückte Völker” mit Tschetschenenfreunden wie Peter Schneider, die nicht - wie Oriana Fallaci - bereit sind, die europäische Zivilisation gegen die Angriffe der Mörder Theo van Goghs zu verteidigen. Daß das Stalinismus-Opfer Alexander Solschenizyn in den vergangenen zehn Jahren zu einer “Befreiung” Chinas, Nordkoreas, Vietnams oder Kubas vom “kommunistischen Joch” aufgerufen hätte, ist mir nicht bekannt; dadurch, daß er die Inangriffnahme der Befreiung Tschetscheniens vom Islamismus durch die Regierung Putin begrüßte, desavouierte er antirussische Propagandisten wie Glucksmann und Co., die sich in den 1970er Jahren zeitweilig mit ihm solidarisiert hatten, als objektive Parteigänger eines Totalitarismus, der die moralischen Werte Europas negiert, für deren Respektierung Solschenizyn und unzählige andere Russen sich dem Terror der bolschewistischen Diktatur aussetzten.

    Kommentar von Digenis Akritas — 3. Juli 2005 @ 09:52

  4. Es bedarf schon eines geradezu grenzdemokratischen Sophismus, um ausgerechnet nichtredliche Antikommunisten zu reklamieren, um die Analysen redlicher Antikommunisten so zu diskreditieren, dass sie als Verbündete jener gelten können.

    Staatsterroristische Gewaltverbrechen müssten erst einmal deutlich benannt werden, damit wir bei Lichte untersuchen können, was jetzt noch die Dunkelheit des Unausgesprochenen verbirgt.

    Mir ist niemand bekannt, der nicht SÄMTLICHE Opfer des Islamismus benennen wird, sobald er einmal diese Bewegung als die neue, und eigentliche Gefahr erkannt hat. Jedoch ist ein wenig zu differenzieren zwischen gesprächsbereiten Ländern wie z.B. Saudi-Arabien oder Spanien *g* oder den anderen, besonders verachtenswerten, besonders heimtückischen Staaten.

    In der Tat wäre es ratsam, hier jegliche Missverständnisse zu vermeiden, dazu kann ich nur raten. Über die “Fremdenfeindlichkeit” La Fontaines, die irgendwo zwischen Tölpelhaftigkeit, Populismus und unverdauten politischen Betrachtung angesiedelt ist, wäre noch differenziert zu reden, ist in der mir gegebenen Zeitknappheit aber derzeit nur am Rande möglich.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 10:33

  5. “Mir ist niemand bekannt, der nicht SÄMTLICHE Opfer des Islamismus benennen wird, sobald er einmal diese Bewegung als die neue, und eigentliche Gefahr erkannt hat. Jedoch ist ein wenig zu differenzieren zwischen gesprächsbereiten Ländern wie z.B. Saudi-Arabien oder Spanien g oder den anderen, besonders verachtenswerten, besonders heimtückischen Staaten.”

    Peter Schneider, Klaus Happrecht, Hans Christoph Buch etc. pp. gehören eben NICHT zu denjenigen, die den Islamismus als eine tendenziell und potentiell ALLE säkularen Gemeinwesen existentiell bedrohende weltrevolutionäre Bestrebung erkannt haben. Sie glauben, durch eine Bekundung ihrer Sympathien für muslimische “unterdrückte Völker”, deren Verbrechen - ob in Pristina oder Beslan verübt - sie mit Stillschweigen übergehen, wo sie sie nicht gar als Ausdruck eines berechtigten “Freiheitskampfes” gegen serbische resp. russische “Fremdherrschaft” feiern, “Kerneuropa” aus dem Konflikt zwischen islamofaschistischen Aggressoren und den Staaten, die den Greueln dieses klerikalen Faschismus bereits unmittelbar ausgesetzt sind - wie Rußland oder Israel -, heraushalten zu können.

    Was auch Du nicht begriffen hast, ist folgendes: Selbst, wenn Saudi-Arabien nichts mit Al Qaida zu tun hätte, verdient ein terroristisches System, wie es sich auch in einer bestialischen Verfolgung von Christen zeigt, aus kosmopolitischer Sicht nur Verachtung. Inwieweit es sich von “besonders verachtenswerten, besonders heimtückischen Staaten” (welchen?) in seinem absoluten politisch-moralischen Unwert unterscheiden soll, entzieht sich meinem Verständnis. Ein arabischer Christ hat das gleiche Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, wie ein Amerikaner.

    Kommentar von Digenis Akritas — 3. Juli 2005 @ 11:14

  6. Ich schrieb im Tagesschau-Forum:

    Der “schizo-sozialistische Zwillingsstaat” war natürlich die DDR.

    Nun, wenn die großen Parteien sich in vielen Punkten in der liberalen Mitte treffen und bestimmte Themen “Schwulen und Feminismus-Protegie”, Abtreibung oder die Intrumentalisierung eines verbal reklamierten, doch nicht definierten Antifaschismus (maximal in dimitroffscher Einfalt), bei gleichzeitiger Tilgung jeder Erinnerung an die Schrecken der DDR - dann darf man das kritisieren, jedoch verbietet sich eine Heilssuche dirigistischer Optionen, die sich, wenn man gut hinschaut, auch in Internetforen in erschreckender Weise breit macht.

    La Fontaine ist einer, der dorthin geht, wo der Plebs Zustimmung signalisiert. Niemand kann sagen, wo das Ende des Weges ist. Wenngleich ich auch geneigt bin, ihn nicht für das Übel, welches in der Negierung und Verfälschung der kapitalistischen Produktsweise zu sehen ist, allein verantwortlich zu machen (das wäre grotesk, zudem, da es ihm an theoretischen Kenntnissen des Marxismus komplett mangelt, dieses ihn aber anderseits anfällig für Populismus macht – siehe den Begriff “Fremdarbeiter”), aber zumindest hilft er jenen, die in UNVERÄNDERTER WEISE am Marxismus-Leninismus festhalten, und nur darauf warten, sich unter neuen Bedingungen so verpuppen zu können, wie es das “National Komitee Freies Deutschland” gemeinsam mit der Gruppe Ulbricht, seinerzeit unter anderen Bedingungen machte. Wer das leugnet, ist vom Fleische dieser Gesinnung, oder hat nicht die Spur einer Ahnung von leninistischer Taktik. Diese kann nur jemand haben, der wie ich das alles einmal gelernt hat und partiell mitmachte. Schande über mein Haupt.

    Gruß, TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 11:49

  7. Sau die, Arabien verdient Verachtung – gerne! Aber es hat sich keine Bomben verdient. Muss ich das noch weiter ausführen?

    Im Übrigen bin ich nicht für jede Dummheit verantwortlich, die einer auf unzähligen zur Verfügung stehenden, anderen Politikterrains ausspricht. Hier geht es um die Einordnung dessen, was derzeit passiert. Mit Schuld beladene SED-Aktivisten maßen sich an, die – immer noch und trotzallem – demokratische Republik mit ekelhaft anmutenden „Argumenten” zu stürmen, mit “Argumenten”, die sich in vielen Bereichen in völlig undiskutabler Weise zeigen. So sind sie für wirtschaftlichen Dirigismus; verbreiteten hanebüchende Thesen über die USA (wobei sie gleichsam über 52% der Menschen urteilen wie ein Nazi über Demokraten); stehen auf der Seite jeglicher völkischer, bisweilen auch islamistischer Kräfte usw. – sie verstoßen damit sogar gegen die Grundlagen des frühen Marx, der dagegen ein berechenbarer freundlicher Kautz war. DIESE Linke ist durch und durch kaputt. Will mich nicht schon wieder echauffieren, schon bei dem Gedanken merke ich, wie die Haut unterhalb meiner Lippe pulsiert, auf dass sie Bläschen bekommt.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 12:02

  8. Kein Grund zu jammern Tanja,

    der schönste und auch traurigste Satz in Tucholskys Brief an Hedwig Müller ist doch der:

    “Und nun will ich dir mal was sagen: Ich habe es satt. Nein, ich will es nicht mehr, nie, nie mehr wieder. Und der Zweck heiligt nicht die Mittel, das habe ich mir 20 Jahre mit angesehn, und wir haben ja gesehn, welchen Erfolg das alles gehabt hat. Ich weiß mit der letzten Faser meiner Instinkte: das ist zur Erfolgslosigkeit verdammt, und das stimmt auch – das ist nichts. Kompromisse muß jeder machen, das ist richtig. Wenn aber bereits im innersten Kern einer Sache nichts als Kompromisse stecken, dann wird sie nichts. Man wird einwenden: >Aber hier sollen ja keine Revolutionen gemacht werden, hier soll für den etwas erreicht werden, und das kann man nur, indem man die Leute nicht vor den Kopf stößt

    Kommentar von hegelxx — 3. Juli 2005 @ 12:04

  9. Jaja, das hat Hannaske aus DIESEM Beitrag gemobbst, ohne zu sagen, woher es stammt, und stellte es dann in das Forum dieses NVA-Aktricen ein, nicht mich als psychopathisch zu bezeichnen und zusätzlich zu schreiben: “Und das mit den Eltroschockern oder wie die schwarzen stockähnlichen Geräte richtig heißen, Nita, ist doch wirklich bei Schwätzern aller Couleur keine schlechte Idee, um ihnen Ehrlichkeit, Anstand, Fairnis und mehr Auffassungsgabe in Diskussionen beizubringen, oder ? Das würde ich allerdings bei TK dann auch zur Therapie empfehlen.”

    Ich habe meine Augen überall! Ansonsten verlasse ich mich auf mein Gespür, das meist ausreicht. Hans Schnier, Hauptfigur in Bölls “Ansichten eines Clowns”, hatte die Fähigkeit Gerüche durchs Telefon wahrzunehmen - - -

    hier bricht das Manusscript ab

    TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 12:10

  10. Welcher Geist herrscht, und warum die Verhältnisse so sind, wie sie sind, zeigt der Kommentar einer Person, die als “Schmock” zu bezeichnen, eine groteske Verharmlosung wäre - Spiegel-online

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 12:25

  11. “Sau die, Arabien verdient Verachtung – gerne! Aber es hat sich keine Bomben verdient. Muss ich das noch weiter ausführen?”

    Ja. Da ich bekanntlich nicht zu denjenigen gehöre, die - wie Peter Schneider, Wolf Biermann und andere - Angriffe auf serbische und russische Zivilisten für “auch selbst verursacht” ansehen, hätte ich nicht das geringste dagegen einzuwenden, den Promotoren der Kindermorde von Beslan Bomben um die Ohren fliegen zu lassen.

    Kommentar von Digenis Akritas — 3. Juli 2005 @ 15:52

  12. “Nun, wenn die großen Parteien sich in vielen Punkten in der liberalen Mitte treffen und bestimmte Themen ‘Schwulen und Feminismus-Protegie’, Abtreibung oder die Intrumentalisierung eines verbal reklamierten, doch nicht definierten Antifaschismus (maximal in dimitroffscher Einfalt), bei gleichzeitiger Tilgung jeder Erinnerung an die Schrecken der DDR - dann darf man das kritisieren, jedoch verbietet sich eine Heilssuche dirigistischer Optionen, die sich, wenn man gut hinschaut, auch in Internetforen in erschreckender Weise breit macht.”

    Reden wir Tacheles: Während Du einen in der BR Deutschland omnipräsenten “Dimitroffschen” Antifaschismus halluzinierst, der außerhalb linksextremistischer Splittergruppen nicht existiert, gehört es tatsächlich seit mehreren Jahren - maßgeblich gefördert durch die spezifisch “neulinke” Unbefangenheit der rot-grünen Bundesregierung und deren Parteigänger - zum Volkssport, den historischen Nationalsozialismus durch eine völlig BELIEBIGE Weise zu instrumentalisieren und somit in grotesker Weise zu verharmlosen. Mit Dimitroffs stalinistischer “Faschismus”-Theorie, die sich - nebenbei bemerkt - zum Unterschied von den heutigen “historischen Vergleichen” tatsächlich auf eine Politik des Widerstandes gegen die expansionistischen Bestrebungen Hitler-Deutschlands unter Einbeziehung “bürgerlich-demokratischer” Kräfte richtete, hat ein “Antifaschismus”, der wahlweise Verstöße gegen den Tierschutz (PETA), erfundene Massaker an Muslimen in Serbien (Scharping/Fischer) oder die Tötung ungeborenen Lebens (Kardinal Meisner) als Wiederauflage des Hitlerismus anprangert, wahrlich nichts zu tun.

    Die - prinzipiell berechtigte - Empörung über eine Mißachtung der Würde von Opfern der SED-Diktatur wird dann zu einer Farce, wenn sie einhergeht mit der - völlig unbegründeten - Behauptung, das Desinteresse an der juristischen und politischen Aufarbeitung der SED-Diktatur sei Ausdruck eines “einseitigen” Antifaschismus, mit anderen Worten: Begünstigte einer solchen Politik seien die NS-Opfer, die sich gegen eine umstandslose Gleichsetzung von SED- und NS-Unrecht zur Wehr setzen.

    Kommentar von Digenis Akritas — 3. Juli 2005 @ 16:19

  13. Wer sind denn die Promotoren, denen du Bomben um die Ohren fliegen lassen würdest?

    Selbstredend ist es Nonsens, ausgerechnet mich zu verdächtigen, ich würde den grünen Ökofaschismus meinen, wenn ich von der Dimitroffscher Ideologie spreche, wobei der Ökofaschismus das Ergebnis von 35 Jahren Förderung groteskesten Denkens abseits der Ursache und Wirkung-Relation und bar jeder Wissenschaftlichkeit exempelhafter Schmonzes ist, oder wie Schröder sagen würde: Gedöns.

    Aber die Dimitroffsche Einfaltigkeit, die auch von der Frankfurter Schule in schlechteren Bemerkungen abgesondert wurde, ist die vorherrsche Ideologie in der Linken, denn sie ist der Kern der Kapitalismus Diffamierung. Wer das nicht sieht, und ich denke tatsächlich, dass können Personen, die nie mit der linken Denkschule als Teil derselben in Kontakt waren nicht erkennen, bleibt eine bleiernde Ente der Ideologiekritik, was sich AUCH darin zeigt, dass es bei der CDU kaum Leute gibt, die diese leisten können. Deshalb wird auch fast jeder harmlose Konservative von gut geschulten Linken mitsamt der polierten Schuhe über den Diskussionstisch gezogen, auf den Kopf gestellt, wieder zurück geschoben und im Sessel gerade gerückt. Deshalb sah Joschka Fischer so verteufelt gut am Freitag aus, und Frau Merkel so schlecht – es ist eine Frage der Emotionen, der Kenntnisse der Dialektik (die Fischer beinahe in der mir eigenen Penetranz beschrie) und der politischen Bildung, die man nicht durch Bibelkenntnis und Mozartrequiems erreicht, sondern nur durch das Lesen von philosophischen und politischen Büchern. Die deutschen Konservativen und Libertäre sind so dumm, naiv und infantil, dass sie eigentlich die Opposition verdient haben und können nur hoffen, dass solche Sendungen nicht von den Omas, Opas und anderen Einfältigen dieser Republik gesehen werden, die aus Tradition das ankreuzen, was sie ahnen.

    Übrigens hat Kardinal Meisner nie gesagt, die Abtreibung sei mit dem NS-Unrecht gleichzusetzen, wohl aber eine Reihung vorgenommen, die große Verbrechen an der Menschheit beinhaltet – zu dieser zählt zweifellos die massenhafte Abtreibung wachsenden Lebens, die in der Größenordnung von mindestens 300 000 pro Jahr gesehen werden muss.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2005 @ 16:49

  14. “Selbstredend ist es Nonsens, ausgerechnet mich zu verdächtigen, ich würde den grünen Ökofaschismus meinen, wenn ich von der Dimitroffscher Ideologie spreche, wobei der Ökofaschismus das Ergebnis von 35 Jahren Förderung groteskesten Denkens abseits der Ursache und Wirkung-Relation und bar jeder Wissenschaftlichkeit exempelhafter Schmonzes ist, oder wie Schröder sagen würde: Gedöns.

    […]

    Übrigens hat Kardinal Meisner nie gesagt, die Abtreibung sei mit dem NS-Unrecht gleichzusetzen, wohl aber eine Reihung vorgenommen, die große Verbrechen an der Menschheit beinhaltet – zu dieser zählt zweifellos die massenhafte Abtreibung wachsenden Lebens, die in der Größenordnung von mindestens 300 000 pro Jahr gesehen werden muss.”

    Kardinal Meisner ist kein Schwachkopf, sondern ein rhetorisch brillanter Ideologe, weshalb er gegenüber der Interpretation, er habe lediglich “eine Reihung vorgenommen, die große Verbrechen an der Menschheit beinhaltet”, ohne die Shoah in einen geschichtspolitisch gewünschten Kontext zu stellen, in Schutz zu nehmen ist. Abgesehen davon hat Meisner die in demokratisch organisierten Gemeinwesen “legal” vorgenommene Tötung ungeborenen Lebens UND die Verbrechen Hitlers und Stalins nicht etwa mit weiteren historischen Massentötungen - wie etwa dem Völkermord an den Armeniern oder den riesigen Massakern, die die indonesischen Militärdiktatoren an den Katholiken (!) Ost-Timors verübten - “in eine Reihe gestellt”, sondern mit einem FIKTIVEN “staatsterroristischen” Verbrechen vermeintlich “jüdischer” Provenienz: dem Kindermassenmord von Bethlehem.

    Die legitime Forderung nach einer Ächtung jeglicher Form der willkürlichen Auslöschung menschlichen Lebens bedarf solcher abstrusen Analogien nicht, die ausschließlich der Dämonisierung des parlamentarisch-demokratischen Gesetzgebungsstaates - als eines permanenten (passiven) “Holocaust”-Täters - sowie der Denunziation der Juden dient.

    Allerdings ist davon auszugehen, daß Kardinal Meisner - im Gegensatz zu den “Ökofaschisten” - wenigstens am Anthropozentrismus festzuhalten bestrebt ist. Dieser wird allerdings in Frage gestellt, wenn die Feststellung, daß der islamistische Kindermassenmord von Beslan neben Auschwitz als ein Verbrechen gegen die Menschheit zu ächten ist, als ebenso abwegig angeprangert wird, wie die Identifikation der Austrocknung eines Froschtümpels mit dem “Holocaust”. Demnach haben ermordete nordossetische Kinder mit den ermordeten Kindern von Auschwitz ebenso wenig gemein, wie Frösche.

    Kommentar von Digenis Akritas — 3. Juli 2005 @ 23:44

  15. Wie Frösche mit was? Wie mit abgetriebenen Kinder?

    Focus-Online:

    In der PDS, die sich demnächst in „Die Linkspartei“ umbenennen will, drängen Genossen mit Stasi-Vergangenheit in den Bundestag.

    Wie FOCUS meldet, will der sächsische PDS-Politiker Klaus Bartl, früher als IM „Andreas Richter“ tätig, als Direktkandidat in Chemnitz antreten.

    Die Leipziger PDS nominierte ihren Vorsitzenden Volker Külow als Direktkandidaten, der als IM „Ostap“ für das MfS im westlichen Ausland spitzelte. In Potsdam strebt PDS-Bundesgeschäftsführer Rolf Kutzmutz, ehemals IM „Rudolf“, in den Bundestag

    Kommentar von Campo-News — 4. Juli 2005 @ 13:09

  16. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/41802

    Kommentar von Campo-News — 11. April 2014 @ 15:15

  17. http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/gruenen-politiker-gegen-russland-versteherin-schulz-nach-talkshow-zoff-krone-schmalz-ist-fuer-putin-eine-nuetzliche-idiotin_id_4501303.html

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/sandra-maischberger-ukraine-talk-mit-marina-weisband-a-1020346.html

    Kommentar von Campo-News — 25. Februar 2015 @ 07:46

  18. Wenn ich trüb bei Stimmung bin und mir nichts rechtes einfallen will, und derzeit bin ich sehr sehr trüb gestimmt, weil mich die Welt tief anekelt (auch hier bei FB) und so schaue ich zurück und finde meist etwas, das mich bitterlich erheitert, weil es so sehr passt, als sei es gestern geschrieben - aber dennoch geschah nichts, das den rollenden Zeitstein aufhielt. In Vorausschau auf den zu wählenden Bundestag schrieb ich am 2.7.2005:

    Die „Berliner Republik“ im Reichstag

    Draußen warten diejenigen, die den schizo-sozialistischen Zwillingsstaat schufen, auf ihre Rückkehr an die Macht, ohne sich weder vom Denkgebäude Marxismus-Leninismus, noch von seinen konkreten Erscheinungen in Theorie und Praxis inhaltlich überzeugend zu distanzieren. Die letzte Reste, die an die Diktatur in Ostdeutschland erinnern, werden momentan abgeschraubt, beseitigt, liquidiert, auf den Müllhafen der Geschichte geworfen. 15 Jahre nach der DDR-Diktatur verschwinden die letzten Zeichen ihrer Existenz, werden die letzten Abgeordneten, die letzten Zeitzeugen und Revolutionäre ins Abseits gestellt, gemobbt, - wird ihnen signalisiert: Die große neue Zeit ist da!

    Übrig bleibt ein institutionalisierter Antifaschismus, der nicht mal erklären kann, was Faschismus ist. Antikommunismus als Denkmalsmodell käme einem Skandal nahe, wäre beinahe „Faschismus“. Die Erosion schreitet fort. Wenig Licht, aber viel Schatten liegt über dem Land, und so richtig, befürchtet man, kann niemand für Sonnenschein sorgen. Die deutsche Genese und ihre Krankenakte, ist älter als ihre Symbole, ihre Ausweise.

    Worauf der Deutsche vorgibt stolz zu sein, berücksichtigt er so wenig wie das Zähneputzen. Er besitzt manchen Schatz, doch wo der vergraben ist, weiß er nicht mehr, vor allem: es ist so mühselig den Spaten heraus zuholen, um den Schatz wieder zu heben. So zeigt der Deutsche ein paar Stücke, die er einzubuddeln vergaß, in der Auslage. Wie sie zusammengehören, weiß er nicht, ihre Bedeutung ging verloren, genau wissen will er es auch nicht und seine Besucher gehen schnell vorüber. Aus! Aus?

    Kommentar von Campo-News — 20. April 2017 @ 18:52

  19. Irre Thesen, auch bezüglich des Reichstagsbrandes - http://www.focus.de/politik/deutschland/festnahme-von-bundeswehrsoldaten-fremdenfeindliches-motiv-oberleutnant-wegen-terrorverdacht-verhaftet_id_7039051.html

    Kommentar von Campo-News — 27. April 2017 @ 14:24

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