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27. November 2009

Transen-Inferno

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 17:38


SPON berichtete

 

Sie hausen bekanntlich tatsächlich mehr, als dass sie wohnen. Während aber aus dem Nachbarmilieu ab und an zumindest ein Tönchen über die mitunter herrschende Gewalt tritt, wundern sich jene, die lediglich einen „anderen, aber gleichwertigen Lebensstil“ sehen wollen, über die ihnen nicht bekannten Drogenexzesse einer Szene, die sich immer so schön „bunt“ und „vielfältig“ zeigt. Zwar agiert sie im Kerngeschäft völlig gleichgeschaltet und hirngewaschen, aber solange man bei Teilen der Journaille „spannende Storys“ basteln kann, muss einem der Kopf vor Faktensuche nicht brummen.

 

Man nehme ein, besser zwei Leichen, werfe die Worte Sex, Politik, Mord, Drogen, Berlusconi und „mächtige Männer“ in den Nebel, rühre kräftig und heftig um, und erhalte eine Geschichte, die an allen Ecken und Ende vor Spekulation und Firlefanz trotz und tropft. Hauptsächlich aus schmieriger Transensoße. Direkt auf das weiße Blatt.

 

Aber einige Realitäten dringen doch durch, aber gefragt wird danach nicht, z.B., warum Herr „Luxaria“ (endlich hat man sich bei Wikiblödia dazu durchgerungen, ihn als das, was er ist, zu führen, nämlich als Dreck äh, Verzeihung Drag Queen, während er für den Spiegel gar ein(e) „studierte Literaturwissenschaftlerin“ ist, obwohl von keinem Abschluss die Kunde ins Land getragen wurde, während es hingegen kaum eine Kunst ist, sich für das Studium selbiger „einzuschreiben“; aber Kunst macht man ja schon genug, vor allem die, des Täuschens und Transens, ich meine Tarnens), also warum Herr Luxaria nicht aufklären kann, ob man in Transenhausen immer erpresst, droht, oder sich persönlich wie ein penetrantes Ferkel verhält.

 

Der Kommunist Vladimr “Luxaria”, als dessen politisch eindrucksvollste Hinterlassenschaft im italienischen Parlament jene Debatte zu sehen ist, in der es darum ging, ob man für ihn eine dritte Toilette einzurichten habe (ICH hätte ihm was gegeben!), will genau wissen, dass sich die abgebildete Transe nicht umbrachte, sondern vielmehr..na Sie wissen schon, die „mächtigen Männer“. Es wäre zwar bei Weitem nicht die erste mir bekannte Transe, die erstickt oder im Wasser treibend gefunden worden wäre – nicht ermordet, nicht selbst gemordet, sondern wegen des eigenen Risikoverhaltens, bzw. eines undisziplinierten Gebarens, das sich durch das gesamte Leben zieht.

 

Hauptsächlich aber, so darf man spekulieren, wurde der Artikel geschrieben, um irgendwie Berlusconi mit hinein ziehen zu können, und sei es nur durch ein ach-wie-lustiges-Apercu, er sei ja so stinknormal und treibe es mit „mit schönen und kostspieligen Eskort-Damen, während die Linke es mit schäbigen Transsexuellen treibt.“

 

Schäbig erscheint hier zwar allein eine Journalistin Langer, die SOWAS als archetypisch für Transsexuelle, mit denen man(n) „es  treibt“ erklärt, von denen sie undifferenziert nur „falsche Mädchen“ zu kennen scheint (weil ja alle falsch sind) und überdies an keiner Stelle als wahrheitssuchende Journalistin auftritt, sondern nur das Gerede der Transenszene mit angeschlossener krimineller und Drogen - Szene wiedergibt, vor allem aber zur Definition von „trans“ und sonstigen „sexuellen Minderheiten“-Erscheinungen - gerade durch die wirklich in diesem Fall schäbigen Linken - nichts zu sagen imstande ist. Dass sie, zur Rede gestellt auch noch schweigt, wie alle „Qualitätsjournalisten“, zeigt, wie es um diesen Komplex bestellt ist.

 

Man möchte den größten Hammer holen, wenn man heute einen Christian Stöcker liest, der doch tatsächlich schreibt: „Man kann das auch heroisch interpretieren, wenn man will: Wir, die Informations(ver)arbeiter, stellen uns zwischen Sie, die Leser, und die Flut, die von da draußen ununterbrochen hereinbrandet, und bemühen uns nach Kräften, nur das durchzulassen, was irgendeinen Nutzen haben könnte (und sei es nur ein Stückchen Smalltalk-Munition fürs Mittagessen). Darin besteht unsere Arbeit - oder doch wenigstens ein Teil davon..“

 

Ich habe mein SPIEGEL-ABO nun auslaufen lassen.

 

Hier noch die unbeantwortete Mail an Frau Langer:

 

Hallo Frau Langer!

 

Es ist immer wieder entsetzlich, wie im Spiegel über Transsexuelle geschrieben wird. Auf der einen Weise machen Sie ein fürchterliches Gewese um ein fragwürdiges Milieu, in dem eine dramatisch vorgetragene Überzeugung stets über die Wahrheitsfindung geht, zum anderen schreiben Sie schon in der Überschrift „Tod eines falschen Mädchens“, und sprechen damit Transsexuellen echte Weiblichkeit ab. Hätten Sie den Transvestiten Luxuria (welch ein dümmlicher Phantasienamen) als das bezeichnet, was ER ist, so wäre es ok. Sie aber ernennen ein wirklich „falsches Mädchen“, einen Mann, zur SIE und spielen damit selber falsch. Lesen Sie einmal nach, was ich, Tanja Krienen, im Jahre 2007 in der taz zu dem Thema schrieb. Aber auch dieser Fall ist ja nur deshalb interessant, damit die Kampagne gegen Berlusconi um ein neues, schlüpfriges Highlight erweitert werden kann, während die Lage TATSÄCHLICHER transsexueller Menschen in Deutschland, niemanden wirklich interessiert.*

 

Beste Grüße, Tanja Krienen

 

* im Gegenteil, mit jeder dieser Berichte entsteht in den Köpfen der Menschen eine neue Verheerung, vor allem durch falsche Definitionen. Dagegen wäre eine reale Beschreibung des Transmilieus vonnöten, dass nicht durch einen Politclown Fakten ins Gegenteil verdreht, sondern schonungslos Klartext redet.

 

 

 

 

2 Kommentare »

  1. So sind sie.

    Kommentar von Campo-News — 9. Januar 2011 @ 15:24

  2. Ja, so sind sie, nur, dass die Presse wieder Müll redet, denn: entweder es wusste angeblich keiner, oder er war nicht als Exot begehrt. Was denn nun? http://www.focus.de/panorama/welt/beim-sex-gefilmt-gieriger-ladyboy-erpresst-muenchner-prominente_aid_1097348.html

    Kommentar von Campo-News — 11. September 2013 @ 11:34

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