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8. Mai 2007

Kreationismus contra Evolutionslehre

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 07:34

Von Tanja Krienen

Zum zweiten Teil
Als er starb, er, den sie Gott nannten, ergriff sie, die Familienmitglieder und Nachlassverwalter, eine große Unruhe. Jetzo bemerkten sie erst, dass, so sehr sie auch suchten, nicht einmal eine Geburtsurkunde vorhanden war.Tanja Krienen, 2006

Kreationismus contra Evolutionslehre

Als Georg W. Bush im August 20005 erklärte, die Lehre des „intelligenten Design“ solle gleichrangig zur Evolutionstheorie in den US-Schulen gelehrt werden können, war die Ideologie des neuen Kreationismus endgültig mitten in der Gesellschaft angekommen – mit dem Segen der weltlichen und allerhöchsten Macht.

Solange es die Philosophie als wahrgenommen Spielart des Denkens gibt, also seit der „Griechischen Antike“, existiert der Gegensatz zwischen Materialismus und Idealismus. Beide Begriffe sind nicht in ihrer heutigen Alltagsbedeutung zu verstehen, sondern meinen vielmehr zum einen, die Erklärung der Welt aus einer natürlichen stofflichen Entwicklung, zum anderen aber, ihre Erschaffung durch einen von außen wirkenden, ursächlichen Ideengeber, den man vereinfach Gott nennen kann. Nicht immer schließen sich die Gottesvorstellung und der Versuch, die Welt allein aus der Entwicklungsgeschichte zu erklären aus, allzumal bis zur französischen Revolution, die Kritik an der Kirche und ihrer Welterklärung in der Regel nur innerhalb bestimmter Grenzen möglich war. Selbst Kirchenleute konnten sich der „Ketzerei“ schuldig machen, wenn ihre Postulate die göttliche Vorsehung als absolute Kraft und die weltliche Macht der Kirche in irgendeiner Weise berührten.

Im 19. Jahrhundert wurde infolge der zunehmenden Freiheit der Wissenschaften die “Schöpfungsidee“ zurückgedrängt. Einfluss gewannen in der Folgezeit jene Kräfte, die sich die Welt durch natürliche Abläufe zu erklären versuchten. Bahnbrechend wirkten 1859 die Forschungsergebnisse des Briten Charles Darwin, der mit seiner Schrift „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“, zum ersten Male eine systematische abstammungstheoretische Darlegung auf biologischem Gebiet präsentierte. Karl Marx wollte zunächst den ersten Band des „Kapital“ Darwin widmet, unterließ es jedoch, weil er befürchtete, dessen (von Marx zu vereinfacht interpretierten) Auffassung vom „Kampf ums Dasein“ auf biologischem Gebiet, könne auf die Gesellschaft übertragen und missverstanden werden. Doch der wissenschaftliche und philosophische Disput, ob das Leben nun göttlichen Ursprungs oder ein Produkt der natürlichen Entwicklungsgeschichte sei, ging weiter. In den letzten Jahren erreichte er eine neue Stufe der Konfrontation wie es sie seit ca. 80 Jahren nicht mehr gab, zumal er heute bisweilen mit Diskussionen z.B. um die Gentechnik angereichert ist.

An dieser Stelle können nicht alle Schattierungen beleuchtet werden, die aus theologischer Sicht über die Entstehung der Welt existieren - die Bandbreit ist dafür zu groß. Die radikalsten Wortführer aber sind die Kreationisten. Ihre Lehre vom „intelligenten Design“, leitet sich vom englischen Wort „creare“ (erschaffen) ab. Sie interpretieren den Weltbeginn in klassischer Weise nach dem 1. Buch Moses und nehmen die Bibel in jeder Beziehung wörtlich. Die Kernhypothese ihrer Anschauung lautet, dass die Lebewesen seit Anbeginn der Zeit in ihrer heutigen Form existierten und auch schon so von Gott erschaffen wurden. Dieser Auffassung stimmen nach Umfragen in den USA 42% der Bevölkerung zu!

Schon einmal eskalierte dieser Streit in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, als in den US-amerikanischen Staaten Tennessee, Mississippi, Arkansas die Evolutionslehre verboten wurde. Die u.a. darin enthaltenen Behauptung, der Mensch stamme vom Affen ab, resp. sei einer ihrer Seitenzweige, wurde von den dogmatischen Gläubigen schon immer als Beleidigung der Schöpfung, ja als Gotteslästerung betrachtet.

Begonnen hatte der Streit, als ein 24jähriger Junglehrer mit Namen John Thomas Scopes, im April 1925, vor seiner Schulklasse eine Lehrstunde über die Evolutionsgeschichte abhielt. Zwei Wochen später wurde er verhaftet und in einem spektakulären Prozess wegen angeblicher Verleugnung der Bibel verurteilt. Das Urteil wurde erst 1968 - inklusive der „Anti-Evolutionsgesetze“ - wieder aufgehoben. Das Verfahren aber ging in die Geschichte ein und wurde weltweit durch seine Verfilmung „Wer den Wind sät“, mit Spencer Tracy und Gene Kelly in den Hauptrollen, bekannt.

Evolutionsbiologen bestreiten den Kreationisten jeglichen wissenschaftlichen Anspruch. Sie äußern sich zum Teil besorgt darüber, dass ihre Gegner mit der Taktik, nur eine Gleichberechtigung ihrer Lehre einzufordern und somit die Vormachtstellung der „Evolutionisten“ brechen zu können, Erfolge feiern. Während in Europa auf Grund der Tradition der Aufklärung die Kreationisten nur ein Nischendasein einnehmen, scheinen sie in den USA – allzumal bei den einfacheren Leuten – zu dominieren.

Zugespitzt geht es bei dieser Auseinandersetzung also um die Frage, ob es überhaupt eine Entwicklung der Lebewesen gegeben habe. Schon im historischen Scopes-Prozess argumentierte jedoch die Verteidigung, Gott habe im Paradies die Schlange zum Kriechen verurteilt, folglich müsse sie doch vorher gegangen sein, also habe selbst die Heilige Schrift eine Entwicklung von Lebewesen eingeräumt. Die Spaßfraktion der Evolutionisten in den Vereinigten Staaten reagierte inzwischen mit der Behauptung, die Welt sei in Wirklichkeit von einem „fliegenden Spaghettimonster“ erschaffen worden. Sie persiflieren also den ihrer Meinung nach willkürlich geschaffenen Gottesglauben, nennen sich Pastafaris und haben jetzt sogar einen offiziellen Antrag gestellt, um als Glaubensgemeinschaft Anerkennung zu erhalten.

Hatte Papst Johannes Paul II. 1996 erklärt, die Evolutionslehre “mehr als nur eine Hypothese” fügte Kardinal Ratzinger im Jahre 2000 hinzu, „dass die Welt in einem sehr komplizierten Evolutionsprozess entstanden ist, dass sie aber im tiefsten eben doch aus dem Logos entstand.“ Als Papst Benedikt XVI. schreibt er jedoch 2007 in einem Beitrag für das Buch „Schöpfung und Evolution“ zum einen „Wissenschaft kann Evolution nicht vollständig erklären”, aber zum anderen „Auf die Erklärungsfähigkeit des Glaubens allein für das Ganze würde ich nicht setzen”. So gehen dann die Spekulationen über die Haltung der Kirche weiter, wenngleich prinzipiell davon ausgegangen werden muss, dass der Papst den Streit nicht verschärfen und die Bibel mit den Wissenschaften in Einklang bringen will….

21 Kommentare »

  1. Die Kirche muß ihre Taktik ändern und hat einen Papst der nicht so dumm ist wie seine Vorgänger. Das ändert nichts daran, daß schleichend die atheistische Basis unterhölt wird, nur daß wir kein Militär wie in der Türkei haben.

    Kommentar von Korinthenkacker — 9. Mai 2007 @ 00:52

  2. Nana. Ich glaube schon, dass sich die Kirche etwas bewegt und Realitäten hier und da anerkennt. Unsere Basis ist nicht atheistisch, sondern ein Konglomerat aus nichtreligiösen, esoterischen und religiösen (damit meine ich alle Anschauungen dieser Art) Sichtweisen. Prinzipiell sehr irrational.

    In der Türkei stehen sich zwei Milieus viel deutlicher gegenüber. Hierzulande wird es so schnell keinen religiös-politischen Block geben, die Gefahr sehe ich vielmehr in einer - da hast du in gewisser Weise recht - schleichenden Unterwanderung der Gesellschaft durch Motive, die in einem ziemlich irrationalen Zustand enden können. Und damit meine ich durchaus das Zusammenspiel von christlichen Anschauungen und einem z.B. Dalai Lama-Esoterismus, gepaart mit ungutem Feminismus und zum Teil auch naturreligiösen Versatzstücken (indianische Kultur, Germanenmythen etc.). Diese meine Kritik beinhaltet nicht die Verneinung einer hier jetzt nicht näher zu bestimmenden Metaphysik (wie sie z.B. Schopenhauer in Teilen verfolgte). Eine aggressive Antireligiösität lehne ich ab. TK

    Kommentar von Campo-News — 9. Mai 2007 @ 06:20

  3. was interessiert mich der religiöse Schwurbel.

    “Nebelregionen”, sagt Marx. Er hätte auch noch bessere Sachen schreiben können als Edgar Allan Poe.

    Aber das Fernseh ist noch schlimmer: “Catherine Zeta Jones ist die Marlene Dietrich von heute” wird da kolportiert, nein, so ist das nicht. Frau Jones tummelt sich mit Michael Jackson, und Frau Dietrich hat dem irre guten Orson Welles mal ihre Meinung gesagt… Wer es kennt, der kennt sich aus. Niemals sah sie besser aus!

    Kommentar von hegelxx — 9. Mai 2007 @ 18:10

  4. Der “religiöse Schwurbel” sollte schon intessieren, allzumal er alle Lebensbereiche betrifft.

    Marx hatte wenig Sinn für Literatur, schon gar nicht für abtrakte Fiktionen oder latent psychologisierende kafkaeske Zustände, wie sie bei Poe anklingen.

    Welles war ein Populist, perfid seine Kerzen-Verantaltung auf dem Höhepunkt von Solidarnosc. Populistisch auch, die Inszeninierung anno 1938, als er Marsmenschen im Angriff auf die USA beschrie. Stern TV Vorbild. Alles ab und artig.

    Kommentar von Campo-News — 9. Mai 2007 @ 18:35

  5. Welles war gut genug, für das nur auf Populismus abfahrende Pack. Sollen die doch mal zittern!

    Kommentar von hegelxx — 9. Mai 2007 @ 20:22

  6. *Campo-News Die Aggressivität geht nicht von Atheisten aus. Ich habe nicht umsonst die Bibelzitate gepostet. In den anderen Punkten stimme ich dir zu.

    Kommentar von Korinthenkacker — 10. Mai 2007 @ 00:54

  7. Wie kommt es, dass “Splat” so aggressiv anti atheistisch ist? Gut, ein militanter Atheismus muss nicht sein, und in der Tat gibt es “Freigeister”, die man als ziemliche Eiferer mit einer unerträglichen Rauheit bezeichnen muss - aber Götzenglaube ist doch nun wirklich etwas, das angemessen hinterfragt werden muss (bei fairer Behandlung) - http://www.spiegel.de/spiegel/ - sie haben das ja mit darwin beinahe schon einmal gemacht, siehe auch hier - http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/03/419.html

    Kommentar von Campo-News — 29. Mai 2007 @ 12:57

  8. Ich denke, der Streit wäre völlig gegenstandslos, wenn jene, die die Existenz eines Gottes annehmen, diesem Gott nicht elementarste Fähigkeiten absprechen würden!
    Zu den Fähigkeiten eines hypothetischen Gottes könnte zum Beispiel die Erschaffung von Mechanismen gehören, die die Entwicklung seiner Schöpfung steuern.
    Die Evolution wäre somit vollständig und vorbehaltlos mit dem Wirken Gottes vereinbar!
    Vergleichen wir es doch einfach mal mit einem Computer-Programm:
    Warum sollte Gott eine Software entwickeln, die absolut statisch ist?
    Die Genialität seiner Schöpfung bestünde ja gerade darin, dass „er“ nach dem Start des Programms keine „manuellen“ Eingaben mehr machen müsste!
    Gott könnte zum Beispiel Aufgaben delegieren.
    Er könnte einzelnen Komponenten seiner Schöpfung – also zum Beispiel uns Menschen – die Fähigkeit verleihen, das Programm zu verändern. Jeder Systemadministrator vergibt Berechtigungen – warum also nicht Gott?
    Die Frage wäre allerdings: Ist Gott denn tatsächlich der Systemadministrator?
    Für die Annahme einer Schöpfung genügte es nämlichg durchaus, ihn als Hardware-Konstrukteur zu betrachten! Interessiert sich Bill Gates dafür, was ich mit meinem Computer mache? Nein, er hat nur ein Betriebssystem gebastelt. Gott könnte ein Universum erschaffen haben, ohne auch nur im geringsten beeinflussen zu wollen oder zu können, was darin geschieht!

    Kommentar von Wolfgang — 30. Mai 2007 @ 10:55

  9. Hm, ich weiß nicht. So ähnlich erklären das ja durchuas die gemäßigten Religiösen, die beides miteinander in Einklang zu bringen versuchen. Aber für einen verstandesgemäßen Atheisten ist das natürlich nur eine von vielen hanebüchenden Versuchen die Religion zu retten.

    Kommentar von Tanja Krienen — 30. Mai 2007 @ 15:10

  10. *Wolfgang* Bill Gates als Gott und das Leben als Festplatte? Wer macht die Gesetze?

    Diese Vergleiche hinken weil die Religion eine Kopfgeburt der Menschheit ist. Der Pfaffe wird nichts anderes anerkennen als die göttliche Kraft auch wenn er im Moment Kompromisse schließen muss.

    Kommentar von korinthenkacker — 31. Mai 2007 @ 00:01

  11. @Tanja:

    Ich will mal versuchen, es kriminalistisch zu erklären:
    Der Atheist sagt, die vorliegenden Indizien genügen für die Annahme, dass es kein(en) Gott gibt.
    Der Agnostiker sagt, die vorliegenden Indizien genügen weder für die Annahme, dass es Gott gibt noch für die Annahme, dass es Gott nicht gibt.
    Ich zähle mich da eher zu den Agnostikern, wenngleich ich sozusagen den Anfangsverdacht hege, dass es kein Gott gibt.
    Ich behaupte aber mit relativ großer Sicherheit, dass ein Gott, wenn es denn existieren sollte, von uns auf Grund unserer begrenzten Erkenntnisfähigkeit nicht erkennt werden könnte und wir mit ihm auch nicht kommunizieren könnten.
    Wenn ich also über Gott rede, dann rede ich ganz sicher nicht über Religion!

    Religion gehört für mich in den Bereich Kultur und Folklore. Sie mag für das Zusammenleben von Menschen und als ethisch-moralische Richtschnur für manche sicher bedeutsam sein.
    Mit Gott hat sie aber ganz sicher nichts zu tun.

    @Korinthenkacker

    Ich finde meinen Vergleich gerade deshalb so treffend, weil die Religion und alle infantilen Vorstellungen von Gott eine reine Kopfgeburt sind!
    Wenn „die Pfaffen“ uns einreden wollen, sie wüssten, was Gott will und kann, konstruieren sie ja auch nur ein Gottesbild mit menschlichen Zügen und Grundsätzen.
    Ich spiele den Ball nur zurück und messe ihren Gott an der (menschlichen) Vernunft!

    Wenn ich sagen sollte, welche Fähigkeiten ein hypothetisches Gott meines Erachtens haben müsste, dann wüsste ich nur eine Einzige: Die Fähigkeit, aus dem Nichts ein Elementarteilchen oder ein Energiequantum zu erzeugen. Alles Nachfolgende lässt sich mit unserem heutigen Kenntnisstand bereits hinreichend wahrscheinlich ohne das Wirken eines Gottes erklären.
    Das „mein Gott“ nichts mit dem Gott der Religionen zu tun hat, versteht sich damit wohl von selbst.
    Damit ist aber auch klar, dass Gott für mein Bild von der Welt eigentlich keine Bedeutung hat.
    Denn wenn ich sage, das erste Elementarteilchen kommt von Gott, bleibt die Frage: Woher kommt Gott. Wenn ich darauf antworte, Gott war immer da, dann kann ich auch gleich sagen, das erste Elementarteilchen war immer da. Wenn ich also Gott ausklammere und wegkürze, bleibt das Ergebnis unverändert.

    Kommentar von Wolfgang — 31. Mai 2007 @ 10:08

  12. PS: Oh, sorry, ich glaube, ich bin ganz arg vom Thema abgekommen.
    Bitte um Vergebung!

    Kommentar von Wolfgang — 31. Mai 2007 @ 10:58

  13. Es macht nichts, wenn du meinst, du seist vom Thema abgekommen. Das wird sowieso noch mehr hier und demnächst im CAMPO-Blog vertieft und mit genauso so prominenten Leuten wie aktuell im SPIEGEL - nur: ausgeglichener und weniger hysterisch, resp. negativ.

    “Und da der Himmel uns die Jazzbands geschenkt”, meinte Georg Kreislers Schwiegervater Friedrich Holländer (K. heirate die gemeinsame Tochter von H. und Blandine Ebinger) einst mit jenem vortrefflichen Umkehrschluss den wir hier schon andebattierten - und den Humprey Bogarts Kollege Curt Bois in “Casablanca” so schön im Holländersong von 1930 “Kuck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin” darbot.

    Zwar bin ich nicht der Meinung, Religionskritik sei so aggressiv vorzutragen, wie es manche der “Freigeister” vollziehen, würde aber vehement die Position vertreten, dass ein Anti-Gottesbeweis - nach geltenden logischen Gesetzen - zu erbringen ist. Metaphysik im Sinne des Gotteslästeres Schopenhauer, sofern sie sich auf Wesenserscheinungen bezieht, ist aber nicht so einfach zu tilgen und eigentlich auch bei den meist verzweifelten Ansprachen der Religiösen gemeint. Das Niveau verkommt von Tag zu Tag - auf beiden Seiten.

    Natürlich kann man Religion und Kirche trennen, die meisten Leuten machen das nur aus Feigheit und Unreinheit, sowie aus der Unfähigkeit dialektisch zu denken. An letzterem Fakt, dem Schlüssel zum Verständnis überhaupt, scheitern sogar die meisten der besseren Leute. “Nur der Verlässliche werkelt allein”, um mit eben jenem Kreisler zu sprechen. Grüße

    Kommentar von Tanja Krienen — 31. Mai 2007 @ 20:07

  14. Zwischen Glaube und Wissenschaft kann es prinzipiell keinen Dialog geben, da die beiden Bereiche ganz andere Codes haben. Erkenntnisse, die kritisierbar sein müssen (sonst gäbe es ja keinen Fortschritt) und Glaubensgewißheiten lässt sich keine Vereinbarkeit herstellen. Sind einfach zwei Welten. Mir scheint es aber auch absurd zu sein, dass man Glaubensinhalte wissenschaftlich widerlegen will. Dieses Unternehmen führt eigentlich vom Auftrag der Wissenschaft (Erkenntnisfortschritt) zu weit weg.

    Kommentar von Hermann Zeis — 27. Juni 2007 @ 11:18

  15. Es gibt einen Dialog und es kann/muss/sollte ihn geben.

    Wenn jemand auf einen Aber(glauben) eine “Lehre” errichtet, diese mit einem Machtanspruch philosophisch begründet und ganz konkrete Aussagen trifft, die sich auf wissenschaftliche Phänomene, Erscheinungen und Daseinsformen berufen oder sie sie beschreiben, so ist dem unbedingt durch Erklärungsversuche, sowie Nachweise, zu begegnen. Unbedingt. Nur so erlangte die Aufklärung den Durchbruch. Nur so wurde die Macht des Irrationalen gebrochen. Nur so sollte es in einer Welt des freien Dialoges zugehen.
    Das heißt nicht, wir sollten neue Dogmen etablieren, die sich aus der Kraft der Machtarroganz speisen…

    Kommentar von Campo-News — 27. Juni 2007 @ 17:37

  16. Jetzt bin ich froh, Euch gefunden zu haben. Ich dachte schon, niemand schert sich um die alarmierenden Nachrichten rund um die Kreationisten. Mir sind die Amis ehrlich gesagt wurscht, aber diese Bewegung ist (wie nicht anders zu erwarten) ja nun auch schon in Deutschland angekommen. Ich schrieb auch schon darüber.

    Ich bin natürlich auch der Meinung, dass die “wissenschaftl. Erkenntnisse” mit Vorsicht zu genießen sind und kritisch hinterfragt werden müssen. Aber anzunehmen, dass alles in 6 Tagen da war…

    Kommentar von Jens — 12. Juli 2007 @ 19:50

  17. Ihre Geistesgegenwart und Ihre Präsenz könnten vermuten lassen, dass die lebenslange Beschäftigung mit Literatur jung hält.

    Vielleicht. Trotzdem ist das Alter spürbar, und es ist eine Qual. Aber ich muss es ertragen.

    Denken Sie manchmal an den Tod?

    Manchmal? Ich denke täglich daran! Und ich sage Ihnen ganz offen: Ich habe Angst vor dem Tod.

    Glauben Sie an ein Jenseits?

    Da kann ich nur lachen.

    Wir wünschen Ihnen einen Himmel mit allen Ihren Lieblingsschriftstellern.

    Es wäre herrlich! Aber leider ist es vollkommen unrealistisch. Nein, es kommt nichts danach.

    Kommentar von Campo-News — 2. Juni 2010 @ 07:09

  18. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pew-studie-republikaner-in-usa-lehnen-wissenschaft-ab-a-941618.html

    Kommentar von Campo-News — 4. Januar 2014 @ 08:35

  19. http://www.focus.de/wissen/mensch/bibel-statt-darwin-90-prozent-der-amerikaner-zweifeln-an-evolution_id_3620404.html

    Kommentar von Campo-News — 17. Februar 2014 @ 13:07

  20. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sexuelle-selektion-in-der-biologie-wieso-gibt-s-maenner-a-1034338.html

    Kommentar von Campo-News — 19. Mai 2015 @ 12:21

  21. http://www.spiegel.de/einestages/scopes-prozess-von-dayton-um-evolutionslehre-moses-gegen-darwin-a-1043570.html

    Kommentar von Campo-News — 22. Juli 2015 @ 11:56

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