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17. April 2006

Rettet unsere Welt: Die Gletscher wachsen!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 17:01

„Weg mit dem Packeis!“ Ein Beitrag des historischen WELTSPIEGELS anno 1624.

Von Tanja Krienen

Zwar schrieb schon im Jahre 1817(!) die „Schweizerische Naturforschende Gesellschaft“ einen Preis zu dem Thema aus “Ist es wahr, dass unsere höheren Alpen seit einer Reihe von Jahren verwildern?” und gesucht sei “eine unpartheyische Zusammenstellung mehrjähriger Beobachtungen über das teilweise Vorrücken und Zurücktreten der Gletscher in den Quertälern, über das Ansetzen und Verschwinden derselben auf den Höhen; Aufsuchung und Bestimmung der hier und da durch die vorgeschobenen Felstrümmer kenntlichen ehemaligen tiefern Grenzen verschiedener Gletscher”, aber der WELTSPIEGEL, z.B. am gestrigen Tag, verbreitet noch immer rührselige Geschichten von alten Eisschollentrappern, welche den angeblich erst seit kurzer Zeit einsetzenden Gletscherrückgang beklagen (der zwar hauptsächlich schon mit Beginn des Holozän einsetzte, - was auch völliger schnurz ist, es sei gepriesen der Tag, da im Unterricht der Begriff „Endmoräne“ nicht mehr fällt!) Ein gegenteiliger Effekt wird z.B. hier ausgewiesen.

Da man nicht glücklich ohne Katastrophen leben kann, ist leicht eine WELTSPIEGEL-Sendung vorstellbar, in der ein gegenteiliger Effekt, als der des GletscherRÜCKGANGS in die Geschichte trat, seinerzeit gesendet worden wäre. Selbst in Norwegen nämlich, waren sämtlich Eiszeitgletscher bis vor 2500 Jahren wieder verschwunden. Die mitteleuropäischen Gletscher bildeten sich in ihrer bekannten Größe erst in der „Kleinen Eiszeit“ und zwar in ihrer kältesten Periode zwischen 1620 und 1680 heraus.

Blicken wir also in das Jahr 1624. WELTSPIEGEL-Moderator: „Große Veränderung finden in Europa statt. Nein, nicht nur der schon sechs Jahre dauernde Krieg, sondern: es wird immer kälter, ganze Landstriche drohen zu vereisen. Unser Schweden-Korrespondent Benedikt Bullerjahn hat sich in Oxelösund umgesehen und nebenbei bekannte Leute getroffen. Unser Bericht aus Schweden.“

Benedikt Bullerjahn: „Wir befinden uns hier in Schweden, auf der Straße nach Oxelösund und es ist mächtig kalt. Alle Menschen mit denen wir hier gesprochen haben, befürchten das Schlimmste. Das ist nicht der Krieg, sondern: das Eis! Ach, was sehe ich denn da: Da kommt ein Planwagen gefahren. Fragen wir doch einmal nach.”

(Wie durch einen Zufall nämlich, kommt grad Mutter Courage mit ihrem Planwagen daher.)

Benedikt Bullerjahn: „God dag. Ursäkta…

Mutter Courage: „Sie, mit mir könnens deutsch reden. Ich bin die Mutter Courage!“

Benedikt Bullerjahn: „Aa! Sehr schön. Mutter Courage? Heißen Sie so wirklich?“

Mutter Courage: „Na, Mutter Courage heiße ich, weil ich den Ruin gefürchtet habe und bin durch das Geschützfeuer von Riga gefahren mit 50 Brotlaib im Wagen. Sie waren schon angeschimmelt, und es war höchste Zeit. Aber hier ist´s schlimmer: die Kält´, Sie verstehn? Nein richtiger Name ist Fierling. Anna Fierling. Ich bin mit meinen Kindern auf Fahrt durch ganz Europa, weil ich G´schäft machen will. Aber jetzt bin ich auf der Flucht vor die Kält` und das Eis.“

Benedikt Bullerjahn: „Und jetzt verlässt Familie Fierling Schweden?“

Mutter Courage: „Was redens denn da? Es ist ganz anders. ICH heiße Fierling, aber der zum Beispiel heißt Elif Nojocki. Warum? Sein Vater hat immer behauptet, er heiße Kojocki oder Mojocki. Der Junge hat ihn noch gut im Gedächtnis, nur, das war ein anderer, den er im Gedächtnis hat, ein Franzos mit einem Spitzbart. Aber sonst hat er vom Vater die Intelligenz geerbt, der konnt einem Bauern die Hos´ vom Hintern wegziehn, ohne dass der was gemerkt hat. Und so hat eben jedes von uns seinen Namen.“

Benedikt Bulerjahn: „Was, jedes einen anderen?“

Mutter Courage: „Sie tun grad so, als ob Sie das nicht kennten. Das hier ist ein Schweizer!“

Benedikt Bullerjahn: „Von dem Franzosen?!“

Mutter Courage: „Nach was für einem Franzosen? Ich weiß von keinem Franzosen. Bringen Sies nicht durcheinander, sonst stehen wir am Abend noch da. Ein Schweizer! Heißt aber Fejos, ein Name, der nix mit seinem Vater zu tun hat. Der hieß ganz anders und war Festungsbaumeister, nur versoffen.

Benedikt Bullerjahn: „Wie kann er da Fejos heißen?“

Mutter Courage: „Ich will Sie ja nicht beleidigen, aber Phantasie haben Sie nicht viel! Er heißt Fejos, weil, als er kam, war ich mit einem Ungarn, dem wars gleich, er hatte schon den Nierenschwund, obwohl er nie einen Tropfen angerührt hat. Ein sehr redlicher Mensch. Der Junge ist nach ihm geraten.

Benedikt Bullerjahn: „Aber er war doch gar nicht der Vater?“

Mutter Courage: „Aber nach ihm ist er geraten. Ich heiß ihn Schweizerkas. Warum? Er ist gut im Wagenziehn. (Auf ihre Tochter deutend) Die heißt Katrin Haupt, eine halbe Deutsche. Ja, ich bin durch die ganze Welt gekommen mit meinem Planwagen. Aber jetzt ist´s kalt. Jetzt geht’s wieder weiter. Ich lass mir den Krieg nicht madig machen. Es heißt, er vertilgt die Schwachen, aber die sind auch hin im Frieden. Nur, der Krieg ernährt seine Leute besser. Aber mit die Endmoränen ist nix zu verdien. Es ist´s aus mit uns, wenn die sich überall breit machen. Servus, Herr Fernsehmann, ich kann meine Zeit nicht weiter mit ihnen vertrödeln, denn ich suche den Feldhauptmann, der was hier irgendwo rumsteht.“

Bendikt Bullerjahn: „Gute Fahrt noch. Und viel Erfolg! (Zur Kamera gewandt): Was Frau Fierling feststellt, weiß der ganze Kontinent: Es sieht bald überall so aus, wenn es noch kälter wird. Blicken wir hier auf die kleinsten Anhöhen, so sehen wir, dass sie rings herum von Eis bedeckt sind. In jeder Woche trotz die Natur dem Menschen viele Meter ab. Es wird einen gigantischen Wandel in Europa zur Folge haben, mehr als bislang angenommen. Wie eine Studie der britischen Swansea Universität nun belegt, hat sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Gletscher bewegen, in einem Zeitraum von nur zwei Jahren verdoppelt. Diese Tatsache lässt Rückschlüsse auf das schnelle Anwachsen der Polkappen und der Ausbreitung des Eises zu. Weitere Gletscher dürften dem Trend folgen. Es steht zu erwarten, dass die Eisdecke wesentlich schneller wächst sein wird als bisher prognostiziert. Das in den Gletschern gebundene Wasser für eine Meereserwärmung beeinflusst so die Meereszirkulation. Das Eis könnte daher maßgeblichen Einfluss auf das europäische Klima nehmen.

Zurück in die Redaktion.“

Moderator: „Das hört sich wenig gut an. Es scheint, dass wir uns auch in Mitteleuropa mit riesigen Eisflächen abfinden müssen, die unsere Kinder und Ekelkinder und deren Ekelkinder und sogar noch deren Ekelkinder Ekelkinder, mit diesem ungeheuren und fatalen Wetter-Phänomen, belasten werden. Die Umweltexpertin Henriette Schwertfeger-Gamsgebrech – hier auf einem Foto während ihres letzten Aufenthaltes am Bosporus, wo sie vier Wochen lang das Balzverhalten der einheimischen Flora, sowie auch der Fauna beobachtete - stand uns Rede und Antwort.“

Moderator: „Frau Schwertfeger-Gamsgebrech, Sie beobachten die Gletscher-Ausdehnung schon seit Jahren. Was ist das Ergebnis? Ist die Kriegspolitik Wallensteins Schuld?“

Schwertfeger-Gamsgebrech: „Das wäre vielleicht zu einfach, auch wenn es Hinweise darauf zu geben vermag. Die Klima-Modelle projizieren, dass das weithin stattfindende Anwachsen von Gletschern und polaren Eismassen im 17. Jahrhundert fortdauern wird. Zum Ende des 17. Jahrhunderts könnte die Hälfte Europas mit ihnen bedeckt sein. Verlust und Rückzug von fließendem Wasser, würde den Wasserfluss und die Wasserverfügbarkeit in Gebieten, in denen das Wasser eine wichtige Quelle ist, negativ beeinflussen. Das Eis der Polkappen wächst. In der Antarktis friert jährlich ein Wasservolumen von der Größe Jamaikas fest. Die meterdicke schwimmende Eisschicht der Arktis breitet sich über ganz Europa aus, jährlich ist dies eine Fläche von der Größe der Niederlande. Damit kommt es zu einer gefährlichen Vermehrung der Eisbären, die an den Kanten des Meereises unsere süßen Robben jagen. Die weltweiten Gletscher der Polarregionen und Hochgebirge wachsen in noch nie da gewesener Geschwindigkeit zurück. Die Folgen sind weitreichend - von zunehmender Trinkwasserknappheit, von der Gefahr eines sinkenden Meeresspiegels bis zur Vernichtung ganzer Ökosysteme.“

Moderator: „Was schlagen Sie von der braunen Partei/Bündnis ´92 vor, Frau Schwertfeger-Gamsgebrech?“

Schwertfeger-Gamsgebrech: „Wir weisen zuerst auf unser Erbe hin. Die `92 steht ja für unseren Pakt mit der „Anti-Kolumbus-Achse“, gegen die überall in schädlichster Weise ausufernde Globalisierung. Ich brauche keine Seidenstrümpfe aus China, keinen Pfeffer aus Indien, keine Naturschätze aus Übersee. Wie meine Kollegin Kühn-Knarz empfehle ich: Kauft nur in deutschen Landen! Stoffe aus Olmütz, Bier aus Prag, Käse aus Straßbourg.

Moderator: „Bitte zum Thema zurück kommen, Frau Gamsfeger-Schwertgebrech.“

Frau Schwertfeger-Gamsgebrech: „Aber Sie müssen wir schon die Möglichkeit geben, die globalen Probleme ganz global darzustellen. Es ist doch so: Die Existenz der riesigen polaren Eisflächen hat in vielerlei Hinsicht einen direkten Einfluss auf das globale Klimasystem. Ein Aspekt ist ihre Spiegelfunktion. In den polaren Regionen wird ein Großteil der auf der Erdoberfläche auftreffenden Sonnenenergie von den Eisschilden in den Weltraum reflektiert, der Planet wird indirekt gekühlt. In der Arktis sind die eisigen Bedingungen aber auch essentiell für den Antrieb des Golfstroms, einer thermohalinen Zirkulation im Nordatlantik. Seine Wassermassen transportieren Wärmeenergie aus dem Golf von Mexiko quer über den Atlantik bis nach Norwegen und sorgen für das Klima Europas.“

Moderator: „Äh, ja und?“

Schwerfeger-Gamsgebrech: „So genau wissen wir auch nicht was passiert, aber klar ist, das die Gletscher der polaren und subpolaren Regionen insgesamt in den vergangenen Jahren deutlich an Flächenausdehnung und Dicke gewonnen haben. Im Spätsommer des Jahres 1623 führte die Expedition des Brownpeace-Schiffs Arctic Sunprise in die Chukchi-See zwischen dem nördlichen Alaska und der russischen Chukotka-Halbinsel. Um an die Eisgrenze zu stoßen, musste das Schiff über 150 Seemeilen weniger weit nach Norden fahren, als es normalerweise um diese Jahreszeit nötig gewesen wäre. Dies ist eine Bestätigung der aktuellen Ergebnisse. Diese besagen, dass auf der nördlichen Hemisphäre die Ausdehnung von Frühjahrs- und Sommermeereis seit den 50er Jahren des 16. Jahrhunderts um etwa zehn bis 15 Prozent wächs. Auch die Dicke der arktischen Eisschicht hat vom Spätsommer bis Frühherbst in den letzten Jahrzehnten um etwa 40 Prozent zugenommen. In den amerikanischen Rocky-Mountains, bedecken seit Beginn des 17. Jahrhunderts bereits 100 Gletscher weite Teile des Gebietes. Die restlichen freien Flächen, so die Berechnungen, werden in spätestens 30 Jahren zugewachsen sein. Die Wachstumsrate des Quelccaya Gletschers in den peruanischen Anden beträgt mittlerweile 30 Meter im Jahr, eine zehnfache Steigerung seit den Jahren 1600 bis 1620. Eine 127 Gletscher in Neuseeland einbeziehende Untersuchung von 1623 zeigt, dass sie sich seit Beginn des 17. Jahrhunderts um knapp 40 Prozent gewachsen und ein Viertel an Masse gewonnen haben. Die gut erforschten Alpengletscher haben seit Beginn des 17. Jahrhunderts über ein Drittel ihrer Fläche und weit über die Hälfte ihrer Masse zugelegt. Dies ist eine Liste, die sich beliebig lang weiterführen und mit unzähligen Beispielen aus allen Regionen der Erde bestücken ließe. Lediglich die Gletscher Norwegens schrumpfen. Dies ist eine Entwicklung, die mit der Veränderung der regionalen Niederschlagsverhältnisse im Zuge der globalen Klimaabkühlung erklärt wird.“

Moderator: „Ist das endgültig?“ Werden die Gletscher bleiben, oder werden unsere Nachkommen einmal trauern, wenn sie verschwunden sind.“

Frau Schwertfeger-Gamsgebrech: „Wir müssen unserer Kinder halt ökologisches Bewusstsein lehren, dann werden sie wissen, wie wichtig ein Europa ohne Eis sein wird – ohne Gletscher und mit viel höheren Temperaturen, die das Leben in Deutschland attraktiver machen werden. „Weg mit dem Packeis!“ rufe ich den Menschen da draußen zu! „Rettet die Erde“ Spendet für Brownpeace.“

Moderator: „Vielen Dank Frau äh. Sie sehen, meine Damen und Herren: Jeder kann etwas tun. Legen Sie ein paar Scheite mehr auf die Feuerstelle, lassen Sie den Ölsieder ruhig einmal draußen stehen, erhöhen Sie die Zimmertemperatur so stark Sie können, und bohren Sie Brunnen, soweit es in ihren Kräften steht, Hauptsache: die Erdtemperatur steigt! Ansonsten droht uns die Katastrophe! Einen schönen Abend noch.“

Einige Zitate stammen aus Greenpeace Verlautbarungen, in denen lediglich „schmilzt“ durch „wächst“ oder „anwachsen“, resp. „verloren“ durch „gewonnen“ ersetzt wurde. Ist halt alles nur wowereit, also umkehrt zu lesen.

Teile des Dialoges der Mutter Courage mit BB wurden dem Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ entnommen.

25 Kommentare »

  1. Hallo Tanja,

    Treffen sich zwei Planeten, frägt der erste den zweiten:
    Was ist mit dir los, du siehst so schlecht aus?
    Der zweite: Oh, ich hab gerade Homo Sapiens.
    Der erste: Ah so, nun das geht vorbei.

    Es heisst nie und niemals Schweizer Kas. Nie
    Kas ist österreichisch, und wenn die Stammburg Habsburg auch im Aargau liegt, heisst es in der Schweiz trotzdem Chäs.
    Zur Zeit des römischen Einfalls in die heutige Schweiz, lag die Waldgrenze tatsächlich wesentlich höher als heute.
    Trotzdem hat die sehr schnelle Gletscherschmelze Nachteile.
    Gerade weil Gletscher im Gegensatz zu Regenschauern eine konstante Wasserabgabe bieten.
    Wenn sich die Erde aus Gründen, die sich unserer Macht entzieht, erwärmt, sollten wir trotzdem darauf achten, dass wir den Prozess nicht noch beschleunigen.
    Rationalistischer Resourcen-Umgang ist schliesslich lernbar.
    Intelligenter Konsum muss ja nicht Fortschrittsfeindlich sein.
    Der tatsächlich hohe Sauberkeitsgrad des Trinkwassers in der Schweiz, liegt eben auch an Umweltschützerischen Bestrebungen. Ich trinke jeden Tag Zürichsee-Wasser aus der Hausleitung.
    Du könntest auch im Sommer schwimmend im Zürichsee Wasser in grossen Mengen Schlucken ohne deswegen gesundheitliche Probleme zu bekommen.
    Das weil in der Schweiz Gewässerschutz ernst genommen wird.

    Erik

    Kommentar von Erik — 18. April 2006 @ 10:33

  2. Hallo Erik!

    Da musst du dich bei Herrn Bertolt Brecht aus Augsburg beschweren. Der hat das der Anna Fierling aus Bamberg in den Mund gelegt. Ich weiß nicht, ob es etwas mit dem bayrischen Akzent zu tun hat? Aber es ist auch schwierig so haargenau über andere Länder eine konkrete Aussage zu machen - da steckt immer mal ein kleiner Fehler drin. Ein Finne würde vielleicht eine Reihe Fehler z.B. im Stück “Herr Puntila und sein Knecht Matti” entdecken, und ein Spanier sicher auch in “Die Gewehre der Frau Carrar” (da spricht die Weigel z.B. ständig den Namen Perez hinten mit tz aus) und sicher fassen sich Chinesen bei “Der gute Mensch von Sezuan” an den Kopf. Was habe ich gelacht, als der Kölner Millowitsch in der US-Komödie “Hilfe, die Amis kommen” (mit Chevy Chase) einen einheimischen Bayern spielen musste. Ausländer generalisieren immer etwas und niemand kennt sich aus, als das nicht einige Fehler geschehen könnten.

    Natürlich bin ich auch für den Gewässerschutz und dergleichen, aber worauf es mir ankommt, ist die Hysterie. Diese nervt, und sie ist überall, und wenn sie nicht wegen dieser Ursache in Szene gesetzt wird, dann wegen einer anderen; dass diese widerum der ersten völlig entgegensetzt und wesensspiegelbildchen sein kann, ist ja der Clou der Sache. Es ist schon erstaunlich, dass ich quasi nichts am Schreckenszenario textlich verändert musste, sondern die Furcht der Veränderung tatsächlich entgegengesetzt genauso “echt” funktioniert.

    Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 18. April 2006 @ 11:26

  3. Hallo Tanja,

    Wir leben ja seit 30 Jahren um 5 vor 12, wenn man auf die Öko-Fundis hört.
    Wenn ich denen mal zu erklären Versuche, warum ein eigenes Auto für viele eben ein bisschen persönliche Freiheit bedeutet, reissen sie mir den Kopf ab.
    Ich plädiere für das Auto als Luxusgut.
    ÖV benützen, wo immer es geht, aber ein schönes Auto, mit nem energiesparenden Motor für die besonderen Momente im Leben.
    Wobei ich kein Auto habe, weil ich nicht Autofahren kann (voll der Neid).
    Das ich in der Schweiz, mit dem dichtesten Eisenbahnnetz der Welt, damit nur geringe Einbussen habe, tröstet mich nicht über die Tatsache hinweg, dass ich mir nicht einfach mal frei meine Route wählen kann, zeitlich wie räumlich.

    Aber das momentan “liberale” meinen, dass industrielle Emissionen nicht mit zur Erderwärmung beitragen, ist ideologisch bedingt.
    Das man mit Umweltschutz gute Geschäfte machen kann, wollen die nicht erkennen.
    Ich meine ein noch raffinierteres Abführsystem für unsere persönlichen Schlacken, so das wir damit evtl. sogar unser Wohnung heizen könnten, verlangt ja nun vor allem die Beanspruchung unserer vornehmsten Ressource: Grips.

    Die Schweizer lassen sich noch nicht mal von einem Brecht verkasen, da sind sie heikel, wofür habens denn die Habsburger mit Morgenstern und Hellebarde und unritterlichen Kampfmethoden aus der heutigen Schweiz rausgeprügelt.

    Erik

    Kommentar von Erik — 18. April 2006 @ 12:37

  4. “Wann ist der Gotthardtunnel fertig”, lautete ein Stoßseufzer des Basler Professors Nietzsche - und nach ihm wurde auch die Weimarer Ausstellung zum 100. Geburtstag benannt. Ja, die Schweiz ist für ihre Elektrische bekannt. Auch ich benutze oft den öffentlichen Nahverkehr und benötige nicht einmal ein “schönes Auto” sondern sehe es als eine rein praktisch zu nutzende Erfindung an. Allerdings stört mich die Einfaltslosigkeit, mit der heute Autos hergestellt werden, ebenso der Schnick-Schnack, vor allem die Technik. Ich denke, dass ein einfaches Auto auch heute noch absolut schlicht a la anno 1952 herzustellen wäre (plus mehr Sicherheit, aber mit nur 30 PS, Spitze 120)), für einen Preis von rund 5000 Euro. Mir würde es reichen.

    Ich bin mir nicht sicher, woher die Erderwärmung kommt - aber es geht ja zunächst darum, dass die Ökos GANZ SICHER WISSEN WOLLEN warum dies geschieht. Wie gesagt, fraglich ist, ob es überhaupt passiert (seit 1998 scheint da ein Stillstand eingetreten zu sein) und fraglich ist ebenfalls, ob in diesem kleinen Zeitausschnitt nicht auch Schwankungen gemessen werden, die imgrunde völlig normal sind. Die Erde hat in ihrer Geschichte selber immer die größten Katastrophen verursacht, warum nicht auch jetzt? Ich sehe die Existenz des Menschen nicht so negativ. Zwar kann es alles/vieles vernichten, aber er stellt schon die höchste Entwicklung dar. Fehlerhaft, sicher, aber: Sind die Kritiker der menschlichen Präsens auf der Erde, bessere, höhere Existenzen? Ich habe eher einen gegenteiligen Eindruck von ihnen. Grüße, TK

    Auf ihrer im Jahre 2000 getätigten Vorbereitungsreise für das Nietzsche-Stück “Also sprach Friedrich Nietzsche”, verlässt Tanja Krienen soeben die Ausstellung “Wann ist der Gotthardtunnel fertig” (siehe auch das Plakat, oben) in Weimar.

    Kommentar von Campo-News — 18. April 2006 @ 14:52

  5. Hallo Tanja.

    Obwohl Anhänger des Rechts auf Gleichberechtigung, wird eine Wespe, die sich nicht aus meinem Zimmer verdünnisiert, zu guter Letzt erschlagen.

    Der Planeten-Witz ist ja eh nur ein Witz.

    Ob das mit 1998 stimmt oder nicht, weiss ich nicht. Ich bin nicht Wissenschaftsskeptiker aber Wissenschaftler-Skeptiker.
    Was jeder denkende Mensch sein sollte.

    30PS, Tempo120km/h und Steigfähigkeit von 20% damit man auch die schönen alten Passstrassen hochkommt, würde mir auch Genügen.

    Umweltschutz lohnt sich ja nicht nur wegen der Lufttemperatur, sondern der Luftqualität und ja dem Trinkwasser.
    Es gibt gute egoistische und materialistische Gründe für Sinnvollen Umweltschutz.

    Erik

    Kommentar von Erik — 19. April 2006 @ 21:37

  6. Selbstverständlich ist das sinnvoll, doch was weitgehend passiert, ist die autoritäre Tyrannei einiger völlig verlogener Öko-Pimpfe, deren Thesen durch nichts nachzuprüfen sind. Dazu kosten sie unser Geld. Jeder Raucher unter den Grünen ist ohnehin nicht ernst zu nehmen

    Ich bin mir mit meinem bescheidenen Konsum, meiner geringen Autofahrleistung, meinem gemäßigten Fleischkonsum usw… keiner Schuld bewusst. Fast allen Ökos die ich traf, konnte ich binnen weniger Minuten x Lügen und x Beispiele ihres völlig inkonsequenten Verhaltens nachweisen. Beinahe nichts als Ideologie.

    Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 20. April 2006 @ 07:00

  7. Hallo Tanja,

    Es gibt ja nicht nur Umweltschützer bei den Grünen, die sowieso ein komisch zusammengewürfelter Haufen sind.
    Nicht in jedem Bundesland, oder jedem Kanton.
    Bei den Grünen sind vor allem die “säkularen Erbsündler” mit ihrem Doppelmoralischen Puritanismus sehr stark vertreten.
    Der Tsunami ist da dann die Rache der gequälten Natur, wenn ich das Höre könnte ich solchen Schwäzern stundenlang in den Hintern treten, was heisst stundenlang, TAGELANG.
    Das sind ja auch die grössten Anhänger von “Multikulti”, die Artenvielfalt wollen sie eben auch beim Homso Sapiens erhalten.
    Bewusst machen die das noch nicht mal, den sie sind ja “Idealisten” sagen sie von sich, als ob das gut wär.

    Dann gibts auch Umweltschützer in anderen demokratischen Parteien, die oftmals im Hintergrund für vernünftige Gesetze sorgen.
    In Deutschland sind in Sachen Umweltschutz soweit ich weiss, Bayern und Baden-Würtenberg führend.
    Nicht sehr “Grüne” Bundesländer.

    Umweltschutz ist so wichtig, wie das eigene Haus sauber zu halten und Körperhygiene.

    Wer will schon “vergülltes” (sry deutsch “verjauchtes”) Grundwasser saufen müssen.

    Erik

    Kommentar von Erik — 22. April 2006 @ 00:00

  8. Genau so ist es:

    Die ökologische Konsequenz
    3 SAT, 4. Juli 2002

    Die ökologische Konsequenz trägt eine weiße Jeans und einen lilafarbenen Sweater zu den offenen Sandalen. Sie, die Schweizerin, fuhr als Ökoaktivistin nach Transsylvanien, um dort einen Freizeitpark zum Thema DRACULA zu verhindern. Die Umwelt, so sagt sie den armen, rings um sie stehenden und staunenden rumänischen Bürgern, die doch so viel Hoffnung in das wirtschaftlich interessante Projekt legten, sei in Gefahr. Sie redet sich heiß und vergisst dabei beinahe, die kalte Asche der Zigarette in Ihrer Hand, auf die saubere karpatische Erde abzuschlagen.

    Feinstaub

    „Rettet unsere Städte“, schrie sie den schnell vorübereilenden Passanten schrill in die Ohren, „Auschwitz ist überall. Rettet unsere Städte!“ Ihre Stimme war hörbar heiser.

    „Hast du mal ´ne Zigarette?“ fragte die langhaarige Kreatur unbestimmten Geschlechtes drei Meter neben ihr. „Mit oder ohne?“, es grinste. „Ey, bist du beknackt, jetzt is´es doch noch viel zu früh dafür. Gib schon!“ Die Kreatur kramte in der Tasche und fingerte nach und nach eine ölige Fahrradkette, einen Dildo und ein Päckchen Tabak heraus. Ein Exemplar einer halb zerknüllten „Junge Welt“-Ausgabe folgte zuletzt. Es drehte seiner Mitstreiterin eine Zigarette und gab sie ihr.

    „Feuer?“, fragte sie. Sie steckten die Köpfe zusammen, der Rauch, der vertraute, stieg auf. Das „Ey-du-fühlst-du-es-auch-so-wie-ich-du-Gefühl?!“ verband ihre Lungen, ihre Herzen, ihr Hirn. Sie rieben sich aneinander und den Rauch ins Ohr, in die Poren. Sie waren eins. So wie damals, als alles begann. Samstagnachmittagsdemo-Sonnen-Wonne. Mädchenzimmer, Peace-Poster, Grönemeyer-Platte, Mutter wartete mit dem Essen. Reagan, der böse Sheriff, räumte ihre Ideale hinweg.

    „Auschwitz ist überall. Rettet unsere Städte“, noch einmal schrie sie es so laut sie vermochte. Die Kreatur packte alles wieder in die Tasche, auch den toten Vogel, den es am Bordstein fand und den es, so hatte es sich überlegt, zu Hause solange streicheln wollte, bis es sicher sei, dass er, der Vogel, wirklich nicht mehr lebe.

    „Hab´ kein Bock mehr.“, sagte sie nach einer Weile. Is´ irgendwo nix los. Ich hau ab.“

    „Ich komm´ mit“, sagte die Kreatur. Sie packten die übrig gebliebenen Flugblätter und gingen. An der nächsten Straßenecke standen drei Personen vor einem Info-Stand „Für das werdende Leben. Stoppt die Abtreibung!“

    „Kuck da – Faschos“, raunte die Kreatur. „Faschos raus!“ schrie sie die verängstigt schauenden Menschen an, „Alles Fascho-Dreck!“ Die Kreatur nickte heftig. Sie gingen weiter.

    „Soll ich dich mitnehmen?“, fragte sie. „Oh ja, das wär´ Klasse. Hast du immer noch deine geile Kiste?“ „Claro“, sagte sie, müsste eigentlich längst zum TÜV, aber dat Ding hat keine Chance mehr.“ Sie standen nun vor einem alten bunten Volkswagen, Marke Käfer. „Nix wie rein“, sagte sie, „und das ordentlich Gas gegeben, weißte, lange kann ich das hier nicht machen, dann kommen die Bullenschweine.“

    Sie ratterten ab.

    „Ich sehe was, was du nicht siehst“, lachte der kleine Junge mit dem Burger in der Hand, und versprach einem Mädchen ohne Gummireifen spontan, nie mehr Grönemeyer zu hören.

    Kommentar von Campo-News — 22. April 2006 @ 09:54

  9. Hallo Tanje,

    Ja, so isses!

    Obwohl ich Trottel im hohen Alter von 28 zum Raucher wurde, und blöderweise *Kopf auf die Tischkante hau tausendmal* immer noch bin.
    Weiss der Geier warum?

    Erik

    Kommentar von Erik — 26. April 2006 @ 04:04

  10. Aus dem SPIEGEL:

    Kommentar von Campo-News — 2. September 2006 @ 09:53

  11. “Im weiten bunten Märchenland” heißt das Kinderbuch, das fast so alt ist, wie ich selbst, aber noch immer Wahrheiten bereit hält, für die es heute keine Ohren mehr gibt. Von den Augen und offen stehenden Mündern ganz zu schweigen. Da ich derzeit in einer “märchenhaften Landschaft” wohne, von der ich auch irgendwann einmal ein paar Bilder einstellen werde, dachte ich in der letzten Zeit wieder öfter an diesen Klassiker.

    Schauen wir auf dieses Bild, dass einen Eisbären abseits der Ideologie darstellt. Wie erfahren auch, dass der kleine Pingino, der vom Südpol stammt (an dem es genauso kalt wie am Nordpol), in einer Gegend lebte (ehe er, weil er neugierig in den Fotoapparat von Prof. Klug, dem wissbegierigen und talentierten Polarforscher gekrochen, auf das Schiff gen Norden gelangte) in der es keine Walrösser gab! Man stelle sich das Ungeheuliche einmal vor: Am Südpol gibt keine Walrösser! Ist das nicht ein Grund irgendeine UN-Konferenz einzuberufen? Weiter erfahren in dem Märchen, dass der arme Pingino am Nordpol erste Erfahrungen mit einem Narwal machen muss, denn: der Südpol ist gänzlich Narwal frei! So ein Umweltskandal aber auch. Und dann kam plötzlich dieser große böse Eisbär, vor dem die Seehunde (die usner Pingiono auch nicht kannte, weil die nur im Norden leben) Angst hatten. Na, das Bild spricht für sich.

    Aber die Geschichte hat ein gutes Ende, denn Pingino traf seine Eltern, die er so sehr vermisste, in einem hübschen Tiergarten wieder. Ach, was war das für eine Freude.
    pingino.jpg

    Pingino, ein Märchen von Kurt Schäfer

    Kommentar von Campo-News — 19. Februar 2007 @ 09:25

  12. Nun will ich nicht in eine gegensätzliche Hysterie verfallen, aber das war wahrscheinlicher, als die grotesken Prognosen einer Klimaerwärmung. Wirklich, man lebt in finsteren Zeiten, da mit diesem religiösen Unfug noch immer Politik gemacht wird.

    Und was nun? Ist doch klar, es steht doch in der obigen Satire:

    Sie sehen, meine Damen und Herren: Jeder kann etwas tun. Legen Sie ein paar Scheite mehr auf die Feuerstelle, lassen Sie den Ölsieder ruhig einmal draußen stehen, erhöhen Sie die Zimmertemperatur so stark Sie können, und bohren Sie Brunnen, soweit es in ihren Kräften steht, Hauptsache: die Erdtemperatur steigt! Ansonsten droht uns die Katastrophe! Einen schönen Abend noch.“

    Kommentar von Campo-News — 23. September 2008 @ 16:25

  13. „Das muss einem schon beim oberflächlichen Lesen falsch aufstoßen…Doch jetzt löst sich diese Behauptung des Wissenschaftlergremiums in Luft auf…. Im Jahre 2350 könnte nur noch ein Fünftel des Himalaja-Eises vorhanden sein, und nicht im Jahre 2035, was immerhin ein Unterschied von 315 Jahren ausmacht.“

    Natürlich musste es das! Das MUSSTE es!!!!! http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,672709,00.html

    Kommentar von Campo-News — 19. Januar 2010 @ 14:48

  14. Gletscher sind eigentlich unnormal.

    Kommentar von Campo-News — 29. April 2010 @ 16:42

  15. Mutter Courage und ihre Kinder (1955) - Movie…

    Mutter Courage und ihre Kinder is a Short Movie of 1955 made in East Germany, Sweden. Director: Wolfgang StaudteCast: Helene Weigel, Simone Signoret, Bernard Blier, Erwin Geschonneck, Ekkehard Schall, Joachim Teege, Sigrid Roth, Hans-Peter Minetti…

    Trackback von Mutter Courage und ihre Kinder (1955) - Movie — 26. Dezember 2010 @ 16:20

  16. Aha!!!!!! Kein Schmelzen seit 2003! Kein Anwachsen der Meere seit 2003!!!!!! - http://nachrichten.t-online.de/weltweite-gletscherschmelze-verlangsamt-sich/id_53888912/index

    Kommentar von Campo-News — 10. Februar 2012 @ 08:07

  17. Himalaja-Gletscher sind leicht gewachsen - http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,827781,00.html

    Kommentar von Campo-News — 17. April 2012 @ 13:16

  18. Weitgehend ist es so: Wenn es warm ist, ist es besser für Mensch und Tier - http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/temperatur-daten-klima-der-vergangenen-2000-jahre-fuer-alle-kontinente-a-895356.html

    Kommentar von Campo-News — 22. April 2013 @ 08:45

  19. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frontbegradigung_ii

    Kommentar von Campo-News — 20. Mai 2013 @ 13:04

  20. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_waermste_jahr_war_1540

    Kommentar von Campo-News — 5. Juli 2014 @ 19:12

  21. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/groenlands-gletscher-schmelzen-anders-als-gedacht-a-1008617.html

    Kommentar von Campo-News — 16. Dezember 2014 @ 14:38

  22. In den 1950er Jahren, als der Kalte Krieg intensiviert wurde, erhielt eine Gruppe sowjetischer Wissenschaftler den Auftrag, die UdSSR von Erdöl und Erdgas unabhängig zu machen. Als Erstes studierten sie kritisch die gesamte wissenschaftliche Literatur über den Ursprung der Kohlenwasserstoffe. Bei einer genaueren Prüfung der so genannten fossilen Theorie waren sie überrascht, wie unwissenschaftlich diese war.

    Ein Physiker schätzte, für das Öl, das aus der großen Quelle Ghawar in Saudi-Arabien gefördert wurde, sei ein Block aus toten Dinosauriern – vorausgesetzt, deren Fleisch und Knochen seien zu 100 Prozent in Erdöl umgewandelt worden – von 30 Kilometern Kantenlänge erforderlich. Schon bald suchten die Wissenschaftler nach anderen Erklärungen für den Ursprung des Öls.

    Sie unternahmen umfangreiche Tests in den Erd-Forschungslabors der sowjetischen Streitkräfte in Moskau. Sie entwickelten die brillante Hypothese, das Erdöl werde ständig tief im Erdinneren unter dem Erdmantel gebildet. Von dort dränge es nach oben an die Erdoberfläche durch Schichten verschiedener Elemente wie beispielsweise Ferrit. Bei Laborexperimenten produzierten sie wiederholt Kohlenwasserstoffe unter ähnlichen Temperatur- und Druckbedingungen wie im Erdmantel. Diese Migrationskanäle, wie die sowjetischen Wissenschaftler sie nannten, waren Risse im Erdmantel, die über Jahrmillionen durch die Ausweitung der Erde und erzwungen durch die enormen Temperaturen und Drücke innerhalb des Erdmantels entstanden.

    Der Weg, den das ursprüngliche Methangas aufwärts in Richtung Erdoberfläche nimmt, bestimmt, ob es sich zu Erdöl, Erdgas, Kohle, als Bitumen wie im kanadischen Athabasca-Teersand oder sogar als Diamanten sammelt, die ebenfalls Kohlenwasserstoffe sind. Darüber hinaus entdeckten die russischen und ukrainischen Wissenschaftler – nicht überraschend –, dass sich jedes Giant-Ölfeld »selbst wieder auffüllte«; das heißt, neues Öl oder Gas wird ständig aus dem Mantel über die Verwerfungen oder Migrationskanäle nach oben gedrückt, um die entnommene Menge auszugleichen.

    Alte Ölquellen in Russland, die am Ende der Sowjetära, als maximale Produktion oberste Priorität hatte, über ihr natürliches Volumen hinaus abgepumpt worden waren, wurden geschlossen. Sie galten als erschöpft. 20 Jahre später seien diese »erschöpften« Quellen, wie mir russische Geophysiker berichteten, wieder eröffnet worden, und siehe da, sie waren komplett mit neuem Öl wieder aufgefüllt. http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/oel-wo-ist-dein-peak-.html

    Kommentar von Campo-News — 3. Oktober 2015 @ 11:03

  23. Die Kilimandscharo-Gletscher schmelzen seit Jahren gar nicht mehr. „Sie sind weit davon entfernt zu verschwinden“, verkündet Kinapa-Ökologe Imani Kikoti. Donnerlüttchen!

    Woran das liegen mag, weiß niemand so genau. Vielleicht liegt es daran, daß die Welttemperatur seit zwanzig Jahren ohnehin nicht mehr steigt, vielleicht daran, daß Aufforstungsprogramme Wirkung zeigen und die Niederschlagsmenge zunimmt; vermutlich wirkt alles zusammen.

    Manchmal, wenn sich die Wolken verzogen haben und das Eis des Berges meine Augen blendet, halte ich Zweisprache mit dem Kilimandscharo. Gelegentlich erhört er mich; dann ruft der Berg: „Wir schaffen das.“

    Thilo Thielke, 47, war viele Jahre für den SPIEGEL unterwegs, bevor er sich 2013 in Tansania niederliess, wo er am Fuße des Kilimandscharo eine Lodge betreibt und Reportagen schreibt. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/neuschnee_auf_dem_kilimandscharo

    Kommentar von Campo-News — 6. November 2015 @ 09:53

  24. “Wann ist der Gotthardtunnel fertig?” 14. November 1881 Friedrich Nietzsche an Franz Overbeck - Auf ihrer im Jahre 2000 getätigten Vorbereitungsreise für das Nietzsche-Stück “Also sprach Friedrich Nietzsche”, verlässt Tanja Krienen soeben die Ausstellung “Wann ist der Gotthardtunnel fertig” (siehe auch das Plakat, oben) in Weimar.

    Kommentar von Campo-News — 1. Juni 2016 @ 13:26

  25. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimakatastrophe-im-mittelalter-europas-haertestes-jahrzehnt-a-1126832.html

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hitze-und-duerre-1540-katastrophe-in-europa-im-mittelalter-a-978654.html

    https://www.bild.de/ratgeber/wissenschaft/ratgeber/jakobshavn-gletscher-in-groenland-waechst-ploetzlich-wieder-60880554.bild.html?wtmc=fb.shr&fbclid=IwAR32TfgQP1IYY0OgR7Q6edplbSJmd8AYRNjYvntNtQt2dJy_9_mhgtcMszA

    Kommentar von Campo-News — 28. Dezember 2016 @ 13:28

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