Frankfurt am Main
Fotos: KH Fleischhauer und Tanja Krienen
Dabei hatte der Tag friedlich und beschaulich angefangen. Auf dem Hauptfriedhof ist es nicht immer leicht die weitgehend unbeschilderten und nicht auf einem Plan aufgezeichneten Lageplätze der Gräber zu finden – so suchte ich vergebens nach der Kämpferin gegen das Unrecht, Margarete Buber-Neumann - reichte die Zeit nicht für Matthias Beltz oder Ricarda Huch, aber das eigentliche Ziel war schnell erreicht.
Friedrich Nietzsches Jugendfreund Paul Deussen hatte die 1911 die Schopenhauer-Gesellschaft gegründet, von 1937 bis 1982 leitete sie der 1985 verstorbene Arthur Hübscher (der sich, nicht unumstritten, in Schopenhauers Grab beisetzen ließ) und der derzeitige Präsident, Matthias Koßler, hatte 2003 einen Beitrag zum Leben Schopenhauers für den CAMPO verfasst. Ein Grabgeist blickt herüber.
Eine Träne floss, da eine ebensolche „Verrückte“ auf dem Grab einen Brief mit einer Blume an den lieben Arthur verfasst und abgelegt hatte.
Für die Opfer der „Hindenburg“-Katastrophe in Lakehurst 1937 gibt es in Frankfurt ein Denkmal. 
Und..
…dann, äh…ich weiß nicht…wie heißt er denn gleich….äh, ich, äh… ach Alzheimer


Der Eiserne Steg, die Hochwasserbezeichnungen sind interessant – 1970 ganz unten, 1342 gaaaaaanz oben! ALLE Höchststände stammen aus vergangenen Jahrhunderten.
Blicke über den Main nach Sachsenhausen

Innenstadtimpressionen
Die Börse




















Im acht(!) Waggon-Zug von Frankfurt nach Marburg gab es nur eine theoretisch zu benutzende, offene, aber verdreckte Toilette, am Marburger Bahnhof hatten die Toilettenanlagen bereits geschlossen und von Marburg nach Frankenberg (Eder) fuhr der “Schienenersatzverkehr”, zu deutsch: der Bus. Meine Beschwerde brachte nun das Folgende:
Kassel, 05.08.2010
Sehr geehrte Frau Krienen,
wir danken Ihnen für Ihre Mitteilung. Um den Sachverhalt zu klären, haben wir diese an die zuständige Stelle weitergeleitet. Von dort haben wir die folgende Stellungnahme erhalten:
“Wir bedauern, dass Sie unsere Züge nicht so vorfanden wie Sie es erwarten durften.
Sauberkeit und guter Service in unseren Zügen tragen ohne Zweifel entscheidend zur
Zufriedenheit unserer Fahrgäste bei. Unsere Wagen (u.a. Sanitäreinrichtungen) werden daher
in regelmäßigen Intervallen gewartet und gereinigt. Damit wollen wir gewährleisten, dass sich
die Züge stets in einem ansprechenden Zustand befinden und den Erwartungen unserer
Kunden entsprechen.
Es kommt leider auch immer wieder vor, dass Reisende die sanitären Einrichtungen nicht so
verlassen, wie sie diese vorzufinden wünschen. Dies führt zu Unmut und Verärgerung anderer
Fahrgäste. Da die Beseitigung extremer Verunreinigungen während der Fahrt kaum möglich ist, müssen nicht mehr benutzbare Toiletten verschlossen werden.
Dass diese Situationen für die betroffenen Reisenden nicht befriedigend sind und die
getroffenen Maßnahmen nicht immer ausreichen, steht außer Zweifel. Daher bitten wir sie
nochmals um Entschuldigung.
Selbstverständlich haben wir den geschilderten Sachverhalt an die zuständige Fachabteilung
für Fahrzeugmanagement weitergeleitet.
Wir würden uns freuen, Sie wieder in unseren Zügen begrüßen zu dürfen und wünschen Ihren
weiteren Fahrten mit der Deutschen Bahn AG einen angenehmeren Verlauf.”
Mit freundlichen Grüßen
Ihr NVV Kundenservice
Kommentar von Campo-News — 5. August 2010 @ 11:43
Siehe auch Kommentar 1. Das sieht Herr Broder richtig: “Das Erste, was mir nach der Rückkehr auffiel, war, wie dreckig der Frankfurter Hauptbahnhof ist und wie unfassbar heruntergekommen das Bahnhofsviertel. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir es nicht mehr wahrnehmen. So wie wir uns daran gewöhnt haben, dass die Züge der Deutschen Bahn unpünktlich sind, im Sommer keine Klimaanlage und im Winter keine Heizung haben und man von einem Ende des Zuges zum anderen laufen muss, um eine intakte Toilette zu finden.”
Kommentar von Campo-News — 12. August 2010 @ 10:47
Typisch Bahn
Kommentar von Campo-News — 22. August 2010 @ 20:06
Ich weiß nicht wo, aber irgendwo in diesem Blog habe ich erwähnt, dass die vielen, scheinbar mit sich selbst redenden Dummschwätzer, einem gehörig auf die Nerven gehen - wie überhaupt die Alltagskultur in der Bahn. Mohr ist derzeit gut in Form und schreibt darüber.
Kommentar von Campo-News — 31. August 2010 @ 07:42