Claudias Abendrot in Waldeck-Frankenberg
Es geht eigentlich nicht mehr. DIESE Art der Parteipolitik mit DIESEN Gestalten hat sich quasi selbst erledigt. Die Decadence sucht und – das überrascht längst nicht – findet ihren Ausdruck wie von Geisterhand. Die Presse („Am Anfang war die Presse und dann erschien die Welt“, Karl Kraus) schlägt dabei den Schaum und liefert den Wind, der die Blasen vor sich her treibt. Es ist aus. Einfach aus. Warten wir ab, bis es blitzt, donnert, regnet und stürmt (in verlinkten Beitrag ganz unten).
Da sucht eine „Vollblutpolitikerin“ den „direkten Draht zum Publikum“, doch das kümmert sich nicht drum und bleibt vor dem Ofen. Gut so, eigentlich. Doch es verpasste eine Szene, die zum großen Kabarett zu zählen ist. Vor allem aber gehört es „auf das Theater“, woher die Dame ja bekanntlich kommt und ihre Theatralik claudte, die allerdings nur „vor kleiner Runde im Wildunger Bahnhof“ (nicht einmal ihre „Antifa“ schaute herein) grimassierte.
Und so rundet auch der Artikel aus der WLZ die kleine Kunst ab, wie man mit einer Ladung von Dr. Deislers Katzenkacke oder einem Tropfen Södex auf den Tripp gehen kann (Auszug, veröffentliche Orthographie beibehalten):
Vollblutpolitikerin sucht direkten Draht zum Publikum
Claudia Roth hinterlässt vor kleiner Runde im Wildunger Bahnhof einen überzeugenden Eindruck – Engagierte Frau
…Doch nur wenige Zuhörer nutzten die Gelegenheit, um die Vollblutpolitikerin kennenzulernen. Sie will sowieso ohne Mikrofon sprechen und nutzt darum die Gelegenheit, es wegzulegen, als das knistern im Lautsprecher ihre Stimme übertönt. Frei und offen spricht sie, sucht immer den Blickkontakt…Wenn sie Themen wie Bildung, Gesundheit oder Naturschutz antippt, bezieht sie sich immer mit ein und erzählt Beispiele aus der eigenen Familie…Claudia Roth hält die Atomenergie für „nicht beherrschbar, das kann mir keiner erzählen.“
Wenn sie schildert, wie sie auf einem Berg in Bayern steht, auf dem Windräder gebaut werden könnten, redet sie in einer Weise, als wolle sie die Zuhörer mitnehmen auf eine innere Reise zu diesem Ort.
Entschlossen greift sie das Thema Rechtsextremismus auf (Anm. TK: das ist nur konsequent, was Linksextremismus ist und wohin das führt sieht man ja bei ihr bestens am eigenen Leib)…..Was ihr Sorgen bereitet ist die Tatsache (!, Anm. TK), dass über der aktuellen Finanz – und Wirtschaftkrise die Klimakrise vergessen wird…Ihr Glaubensatz (!, Anm. TK) Wir leben auf dieser einen Welt (Anm: Tk: wobei entweder ihr oder die Schreiberin der Unterschied zwischen „Welt“ und „Erde“ nicht geläufig zu sein scheint, wenn auch sonst alles läuft, bis es glitscht).
Ein Gast (!, Anm. TK) drückte zum Abschied sein Fazit so aus: „Ich bin faschisiert, nein fasziniert von ihrem Vortrag.“
*sing*:
Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen,
steigen dem Gipfelkreuz zu,
in unsern Herzen brennt eine Sehnsucht,
die läßt uns nimmermehr in Ruh´.
Herrliche Berge, sonnige Höhen,
Bergvagabunden sind wir.
Mit Seil und Hacken, den Tod im Nacken
hängen wir an der steilen Wand.
Herzen erglühen, Edelweiß blühen,
vorbei geht´s mit sichrer Hand.
Herrliche Berge…
Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen,
Berge, die leuchten so rot.
Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder,
Brüder auf Leben und Tod.
Lebt wohl, ihr Berge, sonnige Höhen,
Bergvagabunden sind treu.