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29. Mai 2005

Karl Kraus (1874-1936)

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 11:54

Alfred Polgars Nachruf auf Karl Kraus ist beinahe unbekannt, im Internet überhaupt nicht greifbar. Das soll hiermit geändert werden.

Zuvor noch ein paar Zitate aus der Karl Kraus – Biographie von Friedrich Rothe (Piper, Muenchen, Zuerich):

„Bereits im Jahre 1932 bezogen nur noch 150 Abonnenten die selten erscheinende Fackel, und Kraus lud Hörer, deren Zahl den Freundeskreis nicht überschritt, zu den Lesungen nunmehr schriftlich ein….Wie konnte Kraus Anfang der dreißiger Jahre in eine Abseitsposition geraten, die bis heute den Blick auf den Schriftsteller verstellt?…In den Kommunisten hatte er lediglich Wirrköpfe gesehen, die mit >dem roten Halstuch, das man im Kaffeehaus trägt< , und Maschinengewehren die >Arbeit berufener Volksfreunde zu stören entschlossen bereit sind< …Er beobachte bei der österreichischen Sozialdemokratie, einen verdächtigen Hang zum Völkisch-Nationalen, >weil man doch in einer Zeit, wo es mit dem Sozialen so schwer vorwärts geht und für ein primitiver gewordenes Geistesleben der Nation das Nationale seine Zugkraft hat, auch etwas von der Art bieten muss. Es gibt Nationalisten: da bleibt uns nichts übrig, als SOZIALNATIONALISTEN zu werden, und uns so zu gebärden, als wären wir die echten< .

Obwohl ein ausgesprochener Einzelgänger wurde Kraus kein Nestflüchter, lebte aber nie mit einer Frau zusammen….Zu Kraus´ äußerem Habitus gehörte ein bartloses Gesicht, das nichts zu verbergen hatte und einen höflichen Menschen mit Taktgefühl versprach. Er hat nie einen Bart getragen, ein ungewöhnlicher Fall in der patriarchalischen Welt der Jahrhundertwende, in der junge Männer Bärte hatten, um älter und würdiger auszusehen. Das bärtige Gesicht eines gepflegten Bourgeois flößte ihm Abscheu ein. Wie stark dieser Widerwillen werden konnte, verrät der Anblick Moritz Benedikts, des Herrn der Hyänen >schwarzer, graumelierter, wolliger Backen- und Kinnbart, der das Gesicht wie ein Fell umgibt und mit einer ebensolchen Haarhaube verwachsen scheint.< …Kraus verkündete den Weltuntergang und wusste die Unheilszeichen in Messina und Chinatown zu deuten. Der sichere Eintritt der Schlusskatastrophe änderte jedoch nichts an der kümmerlichen Wirkungsperspektive, die ihn Jahr um Jahr mehr ängstigte. Wider alles Erwarten hielt sich sein Einmannunternehmen über Wasser und sorgte in der Wiener Öffentlichkeit für Gesprächsstoff…Der Herausgeber erinnerte stolz an Jahrestage, indem er die Jubiläumsnummern durch fette Zahlen auf dem Umschlag hervorhob, beklagte aber regelmäßig die enttäuschende Resonanz, den kärglichen Lohn für die unendlichen Mühe nächtlicher Arbeit. Seine Resümees klangen immer bitterer.

Nachruf auf Karl Kraus

Von Alfred Polgar

Das Einzigartige an der Erscheinung des Karl Kraus´, von ihrem genialischen abgesehen, war die vollkommene Deckung von Mann und Werk.

Er schrieb mit dem Blut seines Herzens und dem Saft seiner Nerven. Sein Leben abseits der Arbeit, war Vorarbeit zu dieser, und deren Ergänzung, diente in nie erlahmender Leidenschaft der Bekräftigung des geschriebenen Werks, für das er an vielen hundert Abend auch im Vortragssaal eintrat. Diesen nützte er später vor allem dazu, sein Erfassen und Erfüllen dramatischer Meisterschöpfungen in rezitatorischer Wiedergabe der geliebten Werke Shakespeare, Nestroy, Raimund, Offenbach, dem Missverstehn, dem Verfälschen und Verflachen durch das zeitgenössischem Theater entgegenzusetzen. Hierzu legitimierten ihn seine schauspielerische Begabung, seine Musikalität, sein affektgeladenes Sprechorgan, der zarten lyrischen Schattierungen, wie des großen dramatischen Ausdrucks fähig.

Seine Kampfschrift „Die Fackel“ – in den letzten 20 Jahren schrieb er sie allein – diente zum größten Teil der Reinigungsmission, zu der er sich berufen fühlte, nämlich der Aufgabe, die Flecken, die ihm sein Welttraumbild verhässlichten, die Großen wie die Winzigsten, mit der scharfer Säure seines Hohn und seines Witzes anzugehn. Daneben gedieh eine reiche poetische und aphoristische Produktion, und ein dramatisches Oeuvre, als dessen Gipfel „Die letzten Tage der Menschheit“ erscheinen – eine danteske Fahrt durch die geistige Höllenlandschaft des Krieges.

Kraus hatte den schärfsten Blick für das Niedere, Lächerliche, Verlogene, Armselige, das sich in Drucklettern, in Buch und Zeitung manifestiert, und eine überlegene Kunst es in satirisches Licht zu rücken, in ein Licht von erbarmungsloser, zerstörender Grellheit. Er war sich das Maß aller Dinge, musste sich das wohl sein, um als orthodoxer Einzelgänger sein Gleichgewicht unerschüttert zu bewahren.

Schwäche und Fehlbarkeit schloss er für seine Person so ziemlich aus, und ließ sie bei anderen nicht Milderungsgrund gelten. Er verstand es sich Feinde zu machen – im zwiefachen Sinn des Worts. Er modellierte sie in fruchtbarer Hassphantasie um, zu gültigen Typen des Kläglichen und Verderblichen, das er mit nie befriedigtem Zorn ein Leben lang bekämpfte, hierbei wenig beirrt von den Einflüssen so nebuloser Sternbilder wie Objektivität und Gerechtigkeit. Tiefer als er ist kaum ein Zeitgenosse in den Zaubergarten der Sprache eingedrungen. An dem geheimnisvollen sich verflechten und ineinanderwachsen dessen, was dort in nie zu erschöpfendem Reichtum blüht, hatte er sein ungemessenes Entzücken.

Er war Hüter im Bezirk des Geistes, erbarmungslos im Attackieren und Abweisen derer, die ihm den geheiligten Bezirk zu verunreinigen schienen. Liebe für das Große, nährte seinen Hass gegen das Kleine, auch wenn dieses gar nicht anderes sein wollte als klein: Errichte das Ideal an der Wirklichkeit!

Die ihm nahe kamen, unterlagen dem Einfluss der dauernden Hochspannung, in der sein Geist, und sein Wille lebten, und die ihr Bezauberndes hatte, wie ihr Bedrohliches. Vielleicht war es dieses Hochgespannte, das seine Erscheinung für Hass und Liebe so unwiderstehlich anziehend machte. Karl Kraus darf nachgerühmt werden, dass er den Besten seiner Zeit genug getan hat, und, die Wendung anders verstanden, den Schlechten wahrhaftig auch.

18 Kommentare »

  1. “Er beobachte bei der österreichischen Sozialdemokratie, einen verdächtigen Hang zum Völkisch-Nationalen, >weil man doch in einer Zeit, wo es mit dem Sozialen so schwer vorwärts geht und für ein primitiver gewordenes Geistesleben der Nation das Nationale seine Zugkraft hat, auch etwas von der Art bieten muss. Es gibt Nationalisten: da bleibt uns nichts übrig, als SOZIALNATIONALISTEN zu werden, und uns so zu gebärden, als wären wir die echten

    Kommentar von Digenis Akritas — 30. Mai 2005 @ 00:09

  2. Ja, vielleicht sind sie es ja auch, stehen sie doch gewöhnlich DEM Plebs am Nächsten.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 30. Mai 2005 @ 08:13

  3. “…Er [Karl Kraus] beobachte bei der österreichischen Sozialdemokratie, einen verdächtigen Hang zum Völkisch-Nationalen, >weil man doch in einer Zeit, wo es mit dem Sozialen so schwer vorwärts geht und für ein primitiver gewordenes Geistesleben der Nation das Nationale seine Zugkraft hat, auch etwas von der Art bieten muss. Es gibt Nationalisten: da bleibt uns nichts übrig, als SOZIALNATIONALISTEN zu werden, und uns so zu gebärden, als wären wir die echten<

    Der (deutsch-)österreichischen Sozialdemokratie ist es zu “verdanken”, daß bereits im zweiten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts der Slogan: “Serbien muß sterbien!”, erstmals publikumswirksam propagiert wurde. Den völkischen Vernichtungswahn, welchen sie darin zum Ausdruck brachte, teilten nicht nur die Nazis uneingeschränkt, vielmehr manifestierte er sich - wenn auch in “menschenrechtlich” modifizierter Form - zuletzt auch im Frühjahr 1999 in den Haßtiraden eines Bundesverteidigungsministers wie Rudolf Scharping (SPD) gegen jugoslawische Kombattanten sowie einen demokratisch legitimierten jugoslawischen Präsidenten.

    Kommentar von Digenis Akritas — 30. Mai 2005 @ 09:59

  4. Ja, das hat auch Karl Kraus in “Die letzten Tage der Menschheit” in einer Szene verarbeitet. Ich kenne dieser Spruch jedoch nur von einer Postkarte mit anderen chauvinistischen Sprüchen “Jeder Stoß, ein Franzos. Jeder Schuss, ein Russ´. Jeder Tritt, ein Britt”, weiß aber nicht, wer “Serbien, muss sterbien” als erster heraus gespien hat.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 30. Mai 2005 @ 10:11

  5. Der Spruch stammt aus Friedrich Lists “Allianzdenkschrift” von 1845.

    interessant dazu: http://docserver.bis.uni-oldenburg.de/publikationen/dissertation/2000/thogan00/pdf/kap01.pdf

    Grüße

    hgelxx

    Kommentar von hegelxx — 7. Juni 2005 @ 08:48

  6. Tipp aus dem FOCUS

    kraus-10.jpg

    Kommentar von Campo-News — 2. September 2007 @ 15:49

  7. Danke für den Tip, weiß ich aber schon,

    ich könnte das ja kaufen… wenn ich nicht schon die Fackelausgabe mal im Nachdruck gehabt hätte, war von 2001, wenn ich mich recht entsinne, das ärgert mich jetzt noch, daß ich die mal verkauft habe, aus Geldnot… aber 19,90 wären wohl noch drin… Playstation für den Kurzen oder DVD für mich… schwierige Frage… von Karl Kraus hat der Kurze auch später noch was, ich aber auch von seiner eventuellen Playstation…

    Kommentar von hegelxx — 2. September 2007 @ 18:29

  8. Im Netz - http://www.youtube.com/watch?v=e5L12YA3Wkk

    Kommentar von Campo-News — 30. Mai 2013 @ 11:25

  9. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schreib_das_um_kisch

    Kommentar von Campo-News — 30. März 2015 @ 10:42

  10. Gutes Bild - http://1.bp.blogspot.com/-rWVfKJPaXv4/VT5P791j3uI/AAAAAAAAABU/EIVjUOnNIBg/s1600/desinformation.jpg

    Kommentar von Campo-News — 4. August 2015 @ 07:01

  11. Kurt Tucholsky zur Lügenpresse, Verzeihung, Journaille

    Man könnte glauben, die Ereignisse geschähen und glitten … automatisch in die Zeitung hinüber, von der Wirklichkeit in die Presse, von der Realität in die Wiedergabe. Das ist nicht richtig. Weil die Reproduktion der Wirklichkeit unendlich wichtiger ist als das Geschehnis selbst, so ist die Wirklichkeit seit langem bemüht, sich die Presse vorzuführen, wie sie gern möchte, daß sie aussehe. Der Nachrichtendienst ist das komplizierteste Lügengewebe, das je erfunden worden ist.

    Weit entfernt, etwa die Nachrichten von Ereignissen möglichst so wiederzugeben, wie sie geschehen sind, die Wiedergabe also möglichst der Wahrheit anzunähern, ist das Bestreben aller Fachleute darauf gerichtet, die Wiedergabe organisatorisch und pressetechnisch so zu gestalten, daß man sie für die Wahrheit ansieht und daß dabei doch die vielen Interessen von Auftraggebern, Industrien und Parteien gewahrt bleiben.

    Der Redakteur ist durchdrungen von dem Axiom, daß man kein Ereignis so, wie es geschehen ist, vermelden könne, und deshalb kommt ihm gar nicht mehr zum Bewußtsein, wie er die Wirklichkeit verfälscht..

    schreibt Kurt Tucholsky als Ignaz Wrobel am 13. 10. 1921 in der Weltbühne (Nr. 41, Seite 373)

    Kommentar von Campo-News — 7. November 2015 @ 17:50

  12. http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_kurt_tucholsky_thema_zeitung_1400.html

    Kommentar von Campo-News — 7. November 2015 @ 17:53

  13. Jahrelang dachte ich, der Film “Network” aus dem Jahre 1976, zeige eine linke Kritik an der Medienwelt, doch dem ist nicht so, wie ich jetzt, als ich ihn nach Jahrzehnten wieder bei SKY sah, feststellen musste: er zeigt eine zutiefst konservative, republikanische Sicht, auf das Geschehen. Wenn sich im Film die Nachrichtenmacher an der Installation einer “maoistischen” Terrorgruppe berauschen und sich diese als kongenialer Verhandlungspartner für Inszenierungen erweist, alles zusammen aber dem Wachsen einer Mediengruppe dient, dann haben wir der Geburt eines linken Medienkartells zugesehen, das sich auch scheinbar der Stimme des Volkes bedient, um selbst den Protest zu kanalisieren. Es wird aber deutlich, wie es schon 1976(!!!) stand: Die Araber kaufen sich ein und bestimmen! Es fehlen die Fußballvereine, die z.B. in Deutschland den Sport kickten und der Islamisierung und Afrikanisierung unterwarfen. Man MUSS sich das besonders ab 1.44 mal anhören https://www.youtube.com/watch?v=Y2tIXogugIs

    Kommentar von Campo-News — 11. Dezember 2015 @ 11:39

  14. Ich heiße Kleber und weiss von nix

    Es sei schon erschreckend, meint Claus Kleber, “wie viele vernünftige Menschen glauben, dass wir hier regelmäßig Grundlinien unserer Berichterstattung mit den Mächtigen in Berlin absprechen. Wir haben keine Ahnung , woher so was kommt, und mit dieser Bemerkung handle ich mir wahrscheinlich schon wieder viel Post ein”. Denn: “Wenn die Berichterstattung von jemanden im Journal bestimmt wird, dann hätte der oder die ja irgendwann mal zum Beispiel mit mir sprechen müssen, das ist nie passiert. Nie.” (Hier)

    Pass auf, Kleberchen, ich erkläre dir, warum mit dir keiner sprechen will. Weil du trotz deines AT-Vertrages ein zu kleines Licht bist. Die Kanzlerin lädt nur die Intendanten zu sich sein, um mit ihnen die “Grundlinien der Berichterstattung” zu besprechen, zuletzt am 30. September dieses Jahres. Auch im heute journal wurde über dieses Treffen nicht berichtet. Denn es war, wie uns ein enger Mitarbeiter der Kanzlerin bestätigte, “ein informelles Treffen”, nicht im Kranzler am Ku’damm bei Kaffee und Kuchen, sondern im Kanzleramt. Und: “Über derlei informelle Treffen gibt es keine Pressemitteilungen.”

    Weil du, Klebrechen, zu diesem Treffen nicht eingeladen warst und auch keine Pressemitteilung bekommen hast, kannst du nicht wissen, dass es stattgefunden hat. Und schon gar nicht, worüber bei diesem informellen Treffen geredet wurde. Bestimmt nicht über die SUVs von Audi, die Billig-Flüge von Essay Jet oder die neue Koffer-Kollektion von Rimova. Eher schon darüber, worüber nicht berichtet wird..Aber das kannst du nicht wissen, du warst ja nicht dabei. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ich_heisse_kleber_und_weiss_von_nix

    Kommentar von Campo-News — 18. Dezember 2015 @ 07:59

  15. Von mir aus kann der Winter bleiben, wie er grad ist, so es ihm gefällt. Meine Lieblingsdurchschnittstemperatur, wie meine Temperatur im allgemeinen, liegt deutlich über der politisch gewünschten Grenze, woraus man wieder ersieht, dass die Politik und ich nicht….also, es sind verschiedene Dinge. Wie dem auch sei, wem demnach ist, der kann sich ja kalte Gedanken machen und wenn die sie aussehen wie beim alten Karl Kraus, hei, da ging ich doch auch mal gern mit auf die Tour, besonders nach Sils, dem fast heiligen Ort, wohin ich, was ich zu meiner Schande gestehen muss, noch immer nicht wallfahrtete.

    Fahrt ins Fextal
    Karl Kraus

    Als deine Sonne meinen Schnee beschien,
    ein Sonntag war’s im blauen Engadin.

    Der Winter glühte und der Frost war heiß,
    unendlich sprühten Funken aus dem Eis.

    Knirschend ergab sich alle Gegenwart,
    Licht tanzte zur Musik der Schlittenfahrt.

    Wir fuhren jenseits aller Jahreszeit
    irgendwohin in die Vergangenheit.

    Was rauh begonnen war, verlief uns hold,
    ein Tag von Silber dankt dem Strahl von Gold.

    Der Zauber führt in ein versunknes Reich.
    Wie bettet Kindertraum das Leben weich!

    Voll alter Spiele ist das weiße Tal;
    die Berge sammeln wir wie Bergkristall.

    Trennt heut die Elemente keine Kluft?
    Ein Feuerfluß verbindet Erd und Luft.

    Wir leben anders. Wenn’s so weiter geht,
    ist dies hier schon der andere Planet!

    Ins Helle schwebend schwindet aller Raum.
    So schwerlos gleitet nach dem Tod der Traum.

    Nicht birgt die Zeit im Vorrat uns ein Weh.
    Bleicht sich das Haar, so gibt es guten Schnee.

    Uns wärmt der Winter. Leben ist ein Tag,
    da Slivaplanas Wind selbst ruhen mag.

    Nicht Ziel, nur Rast ist’s, die das Glück sich gab,
    hält einmal dieser Schlitten vor dem Grab.

    Kommentar von Campo-News — 19. Dezember 2015 @ 08:23

  16. Jan Fleischhauer über den Erziehungsjournalismus - http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-und-medien-erziehungs-rundfunk-kolumne-a-1070501.html

    Kommentar von Campo-News — 6. Januar 2016 @ 07:20

  17. Der frühere ZDF-Kulturmoderator Wolfgang Herles sagte am Wochenende im “Medienquartett” des Deutschlandfunk, es gebe im öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchaus “Anweisungen von oben”. In den Öffentlich-Rechtlichen dürfe man “heute nichts Negatives über Flüchtlinge” sagen, behauptete der Schriftsteller - und bekam in der ohnehin aufgeheizten Debatte um die angeblich unfreie Berichterstattung der Medien dafür die Aufmerksamkeit, die er wohl damit beabsichtigte.

    “Auch im ZDF sagt der Chefredakteur: Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient. Und da braucht er in Klammern gar nicht mehr dazusagen: Wie es der Frau Merkel gefällt”, sagte Herles im Deutschlandfunk. Solche Anweisungen gebe es und habe es auch zu seiner Zeit gegeben. “Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe. Und das ist was anderes, als zu berichten, was ist.”

    Wie wenig durchdacht diese Aussage gewesen sein muss, belegt ein Interview, das er wenige Tage später dem “Freitag” gab und aus dem “Meedia” zitiert. Im Gespräch mit dem “Freitag”-Verleger Jakob Augstein sagte der ehemalige “aspekte””-Moderator auf die Frage, ob es jene ominösen “Anweisungen von oben” gebe, nämlich wiederum: “Nein, das bestreite ich vehement, da ist nichts von oben befohlen.”

    Er glaube nicht, dass bewusst Informationen unterdrückt würden, weil sie politisch nicht gewünscht seien. “Die fragen sich: Was wollen die Leute hören? Was kommt gut an?”, so Herles. Der Ex-ZDF-Mann spricht somit von einem auf Quoten abgestimmtes Programm - das nichts mit bewusster inhaltlicher Auslassung zu tun hat. Focus

    Kommentar von Campo-News — 1. Februar 2016 @ 17:20

  18. Ich fragte eine noch recht junge, eifrige Mitschreiberin, für welches Medium sie denn arbeite. „Und Sie?“, erkundigte sie sich, nachdem sie es mir verraten hatte. „‚Die Fackel‘, Wien“, erwiderte ich. Ihre Miene blieb vollkommen unbewegt. Irgendso ein neues Online-Magazin, mag sie gedacht haben. Oder sie war richtig cool und hat sich gedacht: Sie glauben doch nicht im Ernst, Sie komischer Vogel, dass ich mich von Ihnen hier hochnehmen lasse. http://ef-magazin.de/2017/09/10/11581-bundestagswahlkampf-der-afd-nicht-mehr-aufzuhalten

    Weg damit!

    Die ihr errungnes Gut geschändet habt,

    bezwungnes Böses nicht beendet habt,

    der Freiheit Glück in Fluch gewendet habt;

    Hinaufgelangte, die den Wanst gefüllt,

    vor fremdem Hunger eigne Gier gestillt,

    vom Futtertrog zu weichen nicht gewillt;

    Pfründner des Fortschritts, die das Herz verließ,

    da Weltwind in die schlaffen Segel blies,

    vom Bürgergift berauschte Parvenüs,

    die mit dem Todfeind, mit dem Lebensfeind

    Profit der Freiheit brüderlich vereint,

    die freier einst und reiner war gemeint –

    mein Schritt ist nicht dies schleichende Zickzack,

    mein Stich ist nicht dies zögernde Tricktrack:

    er gilt politischem Paktiererpack!

    Kommentar von Campo-News — 11. September 2017 @ 08:16

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