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1. Mai 2007

Links, links, links, links, die Arbeiterklasse stagniert

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 07:32

Von Tanja Krienen

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Neues vom Kommissariat

 

Bei den Gewerkschaften ist alles beim Alten, nicht ganz: sie laden jetzt Sozialdemokraten als Mairedner aus und Linksparteiler ein. Warum nicht leicht, wenn es schwerer Verdruss bringt. Der Mensch, dessen Spielräume über die Lohnpolitik geregelt werden, ist das einzig vorstellbare Ideal. Kommissariatsware. An der Arbeitsschraube dreht und verantwortet man mit. Der Fetisch Wachstum geilt noch jeden auf, der fein zwischen Hammer und Zange unterscheiden kann. So kann ich diesen Text nun schon zum fünften Male hintereinander anlässlich des Maifeier-Tages bringen, an dem ich mich selbstredend nicht beteilige.

 

Den Tätigen fehlt gewöhnlich die höhere Tätigkeit: ich meine die individuelle.
Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik. –

Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten, so auch jetzt noch, in Sklaven und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter und Gelehrter.

Friedrich Nietzsche, „Menschliches, Allzumenschliches“, 1878 -

Das schöne Geld der Arbeitswelt

Der DGB, die Tradition und die große Pleite

„Wir wollen die Arbeitswelt humanisieren“ tönten die Gewerkschaften. „Wir wollen mehr Lohn“, schreit die Belegschaft. Die Mitgliederzahlen sinken. Widerspruch in der zunehmend durchorganisierten Arbeitswelt wäre wünschenswert – debattiert wird jedoch wohl kalkuliert an der Oberfläche mit Stimmungen und dem alten Bart, den viele der Agierenden zur Schau und spazieren tragen, denn -…

Es wird der Status Quo zementiert; notwendige Veränderungen - möglich und sinnvoll - durch Geldzahlungen befriedet. Eine Diskussion darüber findet nicht statt! Paul Lafargues Müßiggang – abzüglich idealistischer Schwärmereien – wird unter den Proletariern verachtet. Wenn er stattfindet, dann als billiges Spektakel, als simple Belustigung, gedacht und bemessen wird dabei: Nichts!

Man nimmt sie hin, die Hatz, die Einfalt des tagtäglichen Einerleis, auch Stumpfheit, welche durch immergleiche Handlungen, die schöpferischen unter den Menschenmaschinen, fast bis in den Wahnsinn treibt. Unterordnung herrscht vor, weil Fragen stören; Initiativen Einzelner werden skeptisch beäugt, da sie eine Autoritätsverschiebung darstellen; Misstrauen wird gesät, weil es zur Differenzierung der Belegschaft beiträgt.

Der Laden brummt. Die Lautsprecher dröhnen. Sie blöken unentwegt das Lied im Stil der Pressmusike. Der Rhythmus klebt im Raum. Er sickert in die Gemüter. Hier und dort strömt Duft aus einem Plastikgehäuse. Tag für Tag, Stunde für Stunde, - Pausen werden nervös abgesessen. „Für den Lärm muss es 10 Cent Zuschlag in der Stunde geben“, poltert der Betriebsrat. Alle nicken. Guter Mann, der schonungslos sagt, was Sache ist. Sie klopfen ihm auf die Schulter. Die Wiederwahl ist ihm sicher. Seine Schritte werden länger und breiter.

Es wird gehn. Das billige Glück, der breiteste Fernseher, die funktionellste Uhr, die Anlage mit noch dunkleren Bässen (für noch mehr nichts sagende Töne als je zuvor), das Auto mit allen Schikanen. Hat man es nicht, heißt man das Armut. Um nicht arm zu sein, werden die Rahmenbedingungen jeden Morgen taxiert und verschämt begrüßt. Sonne fehlt sowieso.

Früher war alles besser. Die Bergmannskappelle spielte so schön. Jawoll, da wurde im Pütt malocht (Staublunge ab 45 garantiert), vor dem Hochofen um die Wette geglüht, mit heißer Schlacke getanzt, Plaste und Elaste durch die Nasen direkt ins Hirn gesogen. An diese Tradition erinnert man sich, schwelgt, beschwört – es hat das kleine Häuschen gebracht. Die Enkelkinder können nicht stotterfrei „Bilderbuchwetter“ sagen. Und bemerkt jemand doch mal: „Boah Mutter, was ist das schön warm“, sagt die: „Dir macht der neue Holocaust wohl Spaß, was, du Ignorant!?“

Die Arbeiterbewegung findet nicht statt. Sie hockt auf dem Campingplatz und schmort Würste, große Würste; sie klopft sich auf die breiten Schenkel, im Schunkel-Takt; sie hört die Lieder der „Geschwister Weißwäscher“; sie liest manchmal, die Frauen das „Bunte Blatt“ und die Männer jetzt auch ein Buch: „Die Dieter Bohlen-Biographie“ – dann diskutiert man bis spät in die Nacht, ob Naddel es mehr bringt als Verona. Geprügelt wird selten. Die Frauen werden nicht angesehn. Ihre übel riechenden Hunde fressen die Reste.

Ja, gesungen wird oft, doch sind darunter keine politischen Mailiedchen und schon gar nicht das von Erich Weinert aus dem Jahre 1923:

Sozialdemokratisches Mailiedchen

Stell auf den Tisch das Bild von Vater Bebel,
den Vorwärts, Jahrgang 13, hol herbei,
Und klirre wieder mit dem Schutzmannsäbel
Wie einst im Mai

Lies mir noch mal die alten Manifeste,
Der ersten Jugend holde Schwärmerei,
Und reich mir wieder die gestrickte Weste
Wie einst im Mai

Noch einmal singt die INTERNATIONALE,
Doch macht nicht wieder solchen Krach dabei,
Und nicht mit so pathetischem Finale
Wie einst im Mai

Noch einmal tragt die feierlichen Fackeln
Die Reichswehr mit Musik ist auch dabei.
Wer weiß, ob uns nicht doch die Ärsche wackeln
Dereinst im Mai

12 Kommentare »

  1. ich möchte ja nicht noch mehr Ärger bekommen oder so berühmt werden wie Tanja, und Sorgen machen will ihr auch nicht, nachher singt sie noch mit ihrer schönen Altstimme Heintjelieder. Und das wird ja keiner wollen, ausser vielleicht Herr Broder.

    von daher nur ein link http://www.neumarktonline.de/art.php?newsid=48843 in die oberpfälzische Provinz zum Thema… ist nur so ein Randaspekt…

    Kommentar von hegelxx — 1. Mai 2007 @ 10:15

  2. Altstimme? Hm, ich weiß nicht. Naja, jedenfalls die Stimme der Arbeiterbewegung, als sie noch Kultur und nicht Grölemeierei produzierte, war diese, die unübertroffene -
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Busch_%28Schauspieler%29

    siehe auch -

    http://www.campodecriptana.de/blog/2006/04/26/517.html

    Kommentar von Campo-News — 1. Mai 2007 @ 11:58

  3. Mit “Altstimme” habe ich nicht das Alter gemeint, sondern die Tonlage. So wie das bei Männern “Bariton” oder “Tenor” usw. heisst. Bei Frauen heisst es eben “Alt”, wenn sie ein sonores Organ haben und nicht herumqieken.

    Grüsse

    Kommentar von hegelxx — 1. Mai 2007 @ 12:45

  4. Ja meine Güte, das weiß ich doch. Aber wenn ich wirklich tiefe Frauenstimmen höre…

    Ich singe dir demnächst mal Lale Andersens “Blaue nach am Hafen” vor. Das trifft genau. Ist das “Alt”. TK

    Kommentar von Campo-News — 1. Mai 2007 @ 13:24

  5. Tja Kriensche , hättest du ihn dir halt vor dem stimmbruch abschnippeln lassen sollen ^^

    TK: Idiot. Ich habe keine Probleme wegen des Stimmbruchs und werde mich im Nachhinein verkünstlichern. Habe ich nicht nötig, komme auch so bestens klar.

    Kommentar von Schalk — 1. Mai 2007 @ 20:00

  6. Sehr geehrte Damen und Herren,
    heute landete ich zufällig auf Ihrer Website und fand unmittelbar unter der Abbildung “Liederbuch für Arbeiterkinder” folgenden Satz Ihres Redakteurs:

    “Bei den Gewerkschaften ist alles beim Alten, nicht ganz: sie laden jetzt Sozialdemokraten als Mairedner aus und Linksparteiler ein. Warum nicht leicht, wenn es schwerer Verdruss bringt.”

    Was bedeutet die Bemerkung Ihres Redakteurs: “Warum nicht leicht, wenn es schwerer Verdruss bringt”?

    Ist das Pisa-Deutsch?
    Waß du sagen wollen haben mitt solchem deutsches Wörters und Saz?
    Viehlen Tank fir teine Andvord!
    MfG
    s.h.

    Kommentar von s. hirsch — 2. Mai 2007 @ 16:13

  7. Sie sind aber auch ein Hirsch! Der Artikel ist namentlich gezeichnet und zwar von Tanja Krienen, also einer Redakteurin. Hätte man leicht schließen können.

    Was nun den Einwand angeht, so erwarte ich nicht, dass, wenn Sie schon behaupten, der angemahnte Satz stünde “unmittelbar” unter jener Abbildung (steht doch dort vielmehr das, was Sie gerade repräsentieren nämlich “Neues vom Kommissariat”), eine derartige Konstruktion eines Sachverhaltes sogleich verstehen.

    Aber schauen Sie: „Warum nicht leicht, wenn es schwerer Verdruss bringt.“, ist eine lapidare Feststellung, eine salopp hingeworfene, optionelle Spektakulation (bitte nicht wieder „Pisa“ rufen, das war Absicht), die einerseits darauf abhebt, dass die Gewerkschaften es sich ihrer Klientel mit der absichtvollen Präsentierung der Arbeiterkampfdarsteller leicht machen, da „starke Sprüche“, tiradeske Brüllereiereien und versimpelte Arbeitswelt-Metaphysik gut ankommen und anderseits die eigentlich notwendige Auseinandersetzung verdrießlich stimmen würde, wenn man statt des vertrauten „mehr, mehr, mehr“, endlich einmal ein z.B. „Bitte anders, liebe Kolleginnen und Kollegen“ hätte zu hören bekommen. Dieser schwere Weg, der unbequeme, der neue, der andere, beinhaltet Verdruss und ist nicht leicht gehen. Und mit den Linksparteilern, vor allem mit dem WASG-Sumpf, der tief im untheoretischen, unphilosophischen, unhistorischen und uninspirierten Niemandsland watet, wird der Verdruss de facto natürlich ein schwerwiegenderer sein, obwohl er so leicht zu haben ist. Diese Dialektik ward in dem kleinen Sätzchen konstruiert. Tanja Krienen

    Kommentar von Campo-News — 2. Mai 2007 @ 16:27

  8. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/volker-kitz-arbeit-muss-keinen-spass-machen-a-1036254.html

    Kommentar von Campo-News — 6. Juli 2015 @ 08:47

  9. Ich würde unter diesen Bedingungen nicht arbeiten - http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/schmuck-verbot-am-arbeitsplatz-muss-der-ehering-abgesetzt-werden-a-1085378.html

    Kommentar von Campo-News — 6. April 2016 @ 10:51

  10. Stagniert? Degeneriert - Wieder Wirbel um Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will auf ein Grußwort des Grünen-Politikers am 1. Mai verzichten. “Grund: Mein ‘Flüchtlingskrisengerede’ sei ’scheinheilig’”, beschwerte sich Palmer am Donnerstag auf Facebook. Daher habe man “lieber den Landrat oder die erste Bürgermeisterin” eingeladen, die hätten aber - im Gegensatz zu ihm selbst - keine Zeit für den DGB.

    Der DGB bestätigte den Verzicht auf eine Einladung. Der Tübinger Kreisvorstand habe sich demokratisch gegen ein Grußwort Palmers entschieden - wegen “seiner Äußerungen und seiner Haltung zur Flüchtlingspolitik”, sagte Peter Fischer, DGB-Regionsgeschäftsführer Südwürttemberg, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Palmer hatte einen härteren Kurs in der Flüchtlingspolitik und ein Ende der unkontrollierten Einwanderung gefordert - und damit scharfe Kritik nicht zuletzt aus den eigenen Reihen geerntet. Focus

    Kommentar von Campo-News — 29. April 2016 @ 16:25

  11. Die Verbingungen zu ECHTEN Linskextremisten ist der AWO egal, sie ist doch selbst linksextrem. - AWO kritisiert Verbindungen zu Rechtsradikalen http://www.derwesten.de/politik/arbeiterwohlfahrt-will-afd-mitglieder-nicht-beschaeftigen-id11990181.html

    Kommentar von Campo-News — 11. Juli 2016 @ 11:25

  12. Zum 1. Mai!

    Das schöne Geld der Arbeitswelt
    Der DGB, die Tradition und die große Pleite.

    Treibt der Deutsche Gewerkschaftsbund eigentlich die Arbeiter und Angestellten in den verschärften Kapitalismus weil er ihn liebt oder bekämpft?

    „Wir wollen die Arbeitswelt humanisieren“ tönten die Gewerkschaften. „Wir wollen mehr Lohn“, schreit die Belegschaft. Die Mitgliederzahlen sinken. Widerspruch in der zunehmend cool durchdachten Arbeitswelt wäre wünschenswert – debattiert wird jedoch wohl kalkuliert an der Oberfläche mit Stimmungen, denn -…

    Es wird der Status Quo zementiert; notwendige Veränderungen - möglich und sinnvoll - durch Geldzahlungen befriedet. Eine Diskussion darüber findet nicht statt! Paul Lafargues Müßiggang – abzüglich idealistischer Schwärmereien – wird unter den Proletariern verachtet. Wenn er stattfindet, dann als billiges Spektakel, als simple Belustigung, gedacht und bemessen wird dabei: Nichts! Man nimmt sie hin, die Hatz, die Einfalt des tagtäglichen Einerleis, auch Stumpfheit, welche durch immer gleiche Handlungen, die schöpferischen unter den Menschenmaschinen, fast bis in den Wahnsinn treibt. Unterordnung herrscht vor, weil Fragen stören; Initiativen Einzelner werden skeptisch beäugt, da sie eine Autoritätsverschiebung darstellen; Misstrauen wird gesät, weil es zur Differenzierung der Belegschaft beiträgt.

    Der Laden brummt. Die Lautsprecher dröhnen. Sie blöken unentwegt das Lied im Stil der Pressmusike. Der Rhythmus klebt im Raum. Er sickert in die Gemüter. Hier und dort strömt Duft aus einem Plastikgehäuse. Tag für Tag, Stunde für Stunde, - Pausen werden nervös abgesessen. „Für den Lärm muss es 10 Cent Zuschlag in der Stunde geben“, poltert der Betriebsrat. Alle nicken. Guter Mann, der schonungslos sagt, was Sache ist. Sie klopfen ihm auf die Schulter. Die Wiederwahl ist ihm sicher. Seine Schritte werden länger und breiter.

    Es wird gehn. Das billige Glück, der breiteste Fernseher, die funktionellste Uhr, die Anlage mit noch dunkleren Bässen (für noch mehr nichtssagendere Töne als je zuvor), das Auto mit allen Schikanen. Kann man sich nicht sämtliche unnötigen Notwendigkeiten leisten, heißt man das Armut. Um nicht arm zu sein, werden die Rahmenbedingungen jeden Morgen taxiert und verschämt begrüßt. Sonne fehlt sowieso.

    Früher war alles besser. Die Bergmannskappelle spielte so schön. Jawoll, da wurde im Pütt malocht (Staublunge ab 45 garantiert), vor dem Hochofen um die Wette geglüht, mit heißer Schlacke getanzt, Plaste und Elaste durch die Nasen direkt ins Hirn gesogen. An diese Tradition erinnert man sich, schwelgt, beschwört – es hat das kleine Häuschen gebracht.

    Die Arbeiterbewegung findet nicht statt. Sie hockt auf dem Campingplatz und schmort Würste, große Würste; sie klopft sich auf die breiten Schenkel, im Schunkel-Takt; sie hört die Lieder der „Geschwister Weißwäscher“; sie liest manchmal, die Frauen das „Bunte Blatt“ und die Männer jetzt auch ein Buch: „Die Dieter Bohlen-Biographie“ – dann diskutiert man bis spät in die Nacht, ob Naddel es mehr bringt als Verona. Geprügelt wird selten. Die Frauen werden nicht angesehn. Ihre übel riechenden Hunde fressen die Reste.

    Ja doch, gesungen wird oft, aber darunter sind keine politischen Mailiedchen und schon gar nicht das „Sozialdemokratische Mailiedchen“ von Erich Weinert aus dem Jahre 1923:
    Stell auf den Tisch das Bild von August Bebel,
    Den Vorwärts, Jahrgang 13, hol herbei,
    Und klirre wieder mit dem Schutzmannsäbel
    Wie einst im Mai
    Lies mir noch mal die alten Manifeste,
    Der ersten Jugend holde Schwärmerei,
    Und reich mir wieder die gestrickte Weste
    Wie einst im Mai
    Noch einmal tragt die feierlichen Fackeln
    Die Reichswehr mit Musik ist auch dabei.
    Wer weiß, ob uns nicht doch die Ärsche wackeln
    Dereinst im Mai

    Tanja Krienen, April 2003 (!)

    http://ef-magazin.de/2017/12/18/11994-loehne-und-produktivitaet-von-der-produktion-zur-dienstleistung

    https://www.focus.de/finanzen/news/bedingungsloses-grundeinkommen-jeder-zweite-deutsche-haette-gerne-geld-vom-staat_id_10572853.html

    Ich habe die Linke immer für ihren klaren ökonomischen Blick auf die Welt geschätzt. Wer in Interessenlagen denkt, ist relativ immun gegen Sentimentalismus und falsche Solidarität. Leider gibt es die marxistisch geschulte Linke, die in Interessengegensätzen zu denken vermochte, kaum noch. An ihre Stelle ist eine akademische Linke getreten, der die Frage nach der Zugehörigkeit wichtiger ist als jede Klassenfrage.

    Was heute unter dem Begriff „Identitätspolitik“ läuft, ist die Aufgabe ökonomischer Kategorien zugunsten von psychologischen.

    Es war nämlich so, dass Herr Hauschild sich vor Reparaturaufträgen nicht mehr retten konnte, weil er eben einer der letzten seiner Zunft war. Einen Nachfolger gibt es nicht. Aber dafür ist nicht Herr Hauschild verantwortlich, sondern eine Bildungspolitik, die Handwerker im graublauen Kittel insgeheim verachtet. Dafür sind die Unis voll von jungen Leuten, die keinen geraden Satz schreiben können. https://www.achgut.com/artikel/Das_Sterben_der_Fachgeschaefte

    Kommentar von Campo-News — 30. April 2017 @ 12:08

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