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1. Juli 2006

Ein Michel pfeift die Michels zum Sieg und: Pekermann = Dummermann

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 14:31

Von Tanja Krienen

Mir ham als kleine Schrappen ein Ziel vor uns gesehn
Wir wollen sehr berühmt wern und in der Zeitung stehn
Egal ob als Verbrecher oder Bundeskanzler war
Drum wählten wir den mittlern Weg und wurden Fußballstar
Und jetzt schätz die ganze Fußballjugend
Den Ballack und den Schweinssteiga
Das bin ich und dieser da
Als Vorbild sportlicher Tugend
Von Hinterndorf und Florenzdorf bis nach Amerika.
Aus „Der Opitz und der Zwirschina“, Gerhard Bronner, ca. 1960

Der ehemalige Kicker-Chefredakteur und jetzige Herausgeber Karl-Heinz Heimann 1983 an T. Krienen: “Ich bin noch nirgends auf ein solches Maß von Intoleranz gestoßen” (schrieb der Mann, der immerhin in russischer Gefangenschaft war, und so rufe ich ihm auch heute noch zu: “Wir sind intolerant” *g*).

WM-Vergabe durch Bestechung

Es geht hier nicht um Miesmacherei, sondern lediglich um die Graderückung fußballerischer Fakten in einer Öffentlichkeit, die über Gebühr euphorisiert erscheint. Eine sehr kühle Betrachtung muss deshalb, besonders nach dem gestrigen, sehr merkwürdigen Spiel, vorgenommen werden.

Bei den Argentiniern kam der Ruf nach Manipulation auf – doch für die größten Ungereimtheiten sorgte ein Argentinier selbst: Trainer Pekerman! Sicher, schon die WM-Vergabe, die nicht Franz Beckenbauer, sondern die Satire-Zeitung Titanic mit einer kaum außerhalb der Fifa-Kreise für möglich gehaltenen, grotesk anmutenden Bestechung erreichte, muss nachdenklich machen. Manipulationen im deutschen Profi-Fußball durch verschiedene Äffären (u.a. Fall Hoyzer), der große Skandal – nicht der erste - in der italienschen Liga, zeigen, dass solche Vorgänge durchaus nicht gerade selten geschehen. Dazu kommt, dass schon bei der letzten WM Südkorea auffallend bevorzugt wurde, möglicherweise, damit die ökonomische Maschinerie im Gastgeberland nicht vor dem Halbfinale ins Stocken geriet – Schmiermittel sind in solchen Fällen nicht selten – siehe oben.

Schonung des Polensturms

Nehmen wir aber zugunsten des europäischen Schiedsrichters Michel an, dass er, wie so viele seiner abstrus pfeifenden Kollegen bei dieser WM, schlicht überfordert war. Wie aber ist es zu erklären, dass er darauf verzichtete, den Polensturm nicht schon nach gut einer Viertelstunde zu dezimieren, als Poldolski sein zweites verwarnungswürdiges Foul beging?! Wie ist es zu erklären, dass er dem zweiten aus jenem Sturm, Miroslaw K., keine gelbe Karte bei seinem FOUL IM FÜNFMETERRAUM gegen den argentinischen Keeper (der kurz danach – möglicherweise spielentscheidend – verletzt ausgewechselt werden musste) gab?! Wie ist es zu erklären, dass ein klarer Elfmeter für Argentinien nicht gegeben wurde, aber man den gefoulten Spieler sogar verwarnte (!), jedoch Ballack für seine zur Schau gestellte, eingebaute Sprungfeder, nicht mit gelb versah?! Wie ist es zu erklären, dass mehrfach ein „Abseits“ der Argentinier gepfiffen wurde, wo keines war, und „Fouls“ mit gelben Karten oder Freistößen geahndet wurden, wo nichts war als der Körpereinsatz weniger verwöhnter Spieler?!

Doch was der Schiedsrichter nicht schaffte, besorgte der argentinische Trainer selber, der sich sagen lassen muss, für eine in der Fußballgeschichte wohl beispielslose Reihe von Fehlentscheidungen - rational nicht erklärbar – die Verantwortung zu tragen. Die Auswechselung Riquelmes knapp 20 Minuten vor dem Ende der Partie, war der ALLES entscheidende Fakt. Schlicht unfassbar, unbegreiflich, unakzeptable – das Dümmste was je ein Trainer in der WM-Geschichte anordnete. Als er kurz danach den ewigen Unruheherd Crespo noch herunterholte, war der Skandal hinter dem Skandal doch noch immer nicht perfekt, denn nun brachte Pekerman nicht etwa das Supertalent Messie, sondern den hochgewachsenen Cruz. Bitte: warum? Ein großer Spieler ist vielleicht vonnöten, wenn man in einer Schlussoffensive, zurückliegend, mit der Brechstange und hohen Flanken ein Tor erzielen will, doch hier war die Ausgangslage eine komplett andere: Argentinien führte zu diesem Zeitpunkt (und hatte vor dem Spiel klar die taktische Marschrute „unten herum“ zu spielen ausgegeben)! Doch anstatt aus einer etwas zurück haltenden und auf Konter, mit eben jenen schnellen Messie, ausgerichtet zu sein, brachte der Trainer einen Spieler der zweiten, wenn nicht dritten Garnitur. Mehr hat wohl nie ein gegnerischer Trainer zum Aufbau einer fast geschlagenen Mannschaft geleistet. Der „FC Bundeskanzlerin“ - Kommentator – mit Betonung auf Tor - Beckmann im Laufe seiner Schwadroniererei angesichts der erblickten und wie immer rotbejackten Regierungschefin “Ich konnte mich nur schwer auf dem Stuhl halten”) - kam wieder ins Spiel.

Strategische Euphorie

Die deutsche Mannschaft gewann auch gestern wieder auf Grund ALTER Tugenden. Wer partout die offensive Spielweise gegen Costa Rica (da hieß es noch einhellig sei „Licht und Schatten“ erkennbar), mit einem neuem Fußball verwechselt, irrt sich. In der Tat spielt die Mannschaft leicht verbessert, doch diese Phasen gab es auch früher immer, so wie Deutschland auch immer über gute Stürmer, und hier und da über variable einsetzbare Spieler verfügte. Es ist nur der Begründung zur Euphorie geschuldet, wenn heute getan wird, als sei eine Mannschaft mit Rummenigge, Völler, Matthäus, Thon, Riedle, Hässler etc. zu ihren Glanzzeiten nicht zu solchen partiell befriedigenden Spielen in der Lage gewesen.

Doch nach dem Polen-Spiel, ich meine, das, gegen 11 Polen auf der anderen Seite, wurde die Euphorie-Bremse gelöst und gezielt mit der Propaganda begonnen, Mythen gebildet. Was aber war da passiert? Eigentlich nichts, der Kick war total mäßig. Möglich wurde der Sieg überhaupt nur durch eine zweifelhafte Hinausstellung nach zwei gelben Karten eines polnischen Spielers (auf der Seite der Polen, wohlgemerkt). Ansonsten hätten die Deutschen noch weitere 90 Minuten spielen können. Nachdem in der Nachspielzeit der Ball aus kurzer Distanz mühsam über die Linie gedrückt wurde, begann das Drama. Als die letzte Vorrundenmannschaft, die im Grunde drittklassigen Ecuadorianer ausgeschaltet wurden, weil deren Trainer auch anscheinend nicht wusste, dass ein Gruppensieg absolute Priorität besitzenden würde, um auf die recht schwachen Schweden treffen zu können, und er fünf Spieler der Grundelf auswechselte, war man in Deutschland ja schon fast Welt-Meister.

Zugegeben – in der ersten halben Stunde des Schwedenspiels sahen wir eine deutsche Mannschaft, die ihre besten 30 Minuten seit der EM 1996 ablieferte, aber ebenfalls durch eine Hinausstellung dezimiert wurde. Gegen eine Truppe zudem, die nicht einmal gegen die torlosen WM-Touristen aus Trinidad erfolgreich war. Bis dahin also: nichts als Mittelmaß, jedoch durch eine Propaganda aufgebläht, die jedem kritischen Fußballfan schwer aufstoßen muss.

Heim-WM

Fast zuletzt: Wir sehen hier AUSSCHLIEßLICH HEIMSPIELE der deutschen Mannschaft, die gestern sogar dermaßen vom Stadionsprecher unterstützt wurde, dass die Fifa ihn nun auswechselte und er nicht mehr zum Einsatz kommen darf. Nur ein Vorgang unter vielen…

Wie gesagt: es sei der Menge gegönnt, der Menge, die jedoch oft in blanker Unkenntnis mitläuft, weil alles so schön bunt ist (aber deshalb von kritischen Fußballfans skeptisch beurteilt wird). Auch verstehe und akzeptiere ich weitgehend den naiven Umgang der Jüngeren mit dem, was man unter „Patriotismus“ verbucht. Nicht jedem ist, das gilt überall, eine angemessene Distanz gegeben. Der wirkliche Fan wendet sich mit Grausen bei manchen Bildern ab, denn er weiß, dass manch fußballfremdes Outfit, manch aufgesetzte Begeisterung, verschwunden ist, wenn der Anlass nicht mehr da ist, der bei manchen auch „Galopperpreis der 4jährigen“, „gespritzter Fahrradfahrer mitten in Paris“, „Schumi und die alten erfolgreichen Tricks“ oder „Skifahren und Schießen in den Alpen bei Minusgraden“ heißen könnte. Fußball hat jedoch eine andere Dimension als die eben genannten Abarten des wirklichen Sportes. In Bananenrepubliken dient der Sport oft als Tünche – wir sind gerade Zeuge, wie auch hierzulande die Sprach- und Schreib-Stricher ihr Handwerk ausüben, unabhängig von den Fakten, denn Fußball ist unser Leben

16 Kommentare »

  1. Gut gegeben!

    (der Schlussatz hätte aber nicht sein müssen).

    Jedoch die schiedsrichterfrage beschäftigt mich auch schon eine Weile, denn das grobe Foul von Klose am argentinischen Torhüter war vielleicht spielentscheidend, denn beim Elfmeterschiessen hätte Abbondanzieri gewiss besser ausgesehen als Franco… wenn es überhaupt so weit gekommen wäre. Aber lassen wir den Konjunktiv beiseite.

    Die übelste Entscheidung war jedoch der Abpfiff des Elfmetertors im Spiel England-Portugal. Das stank nun wirklich zum Himmel!

    Schiedsrichter, Telefon! (Von der Beckenbauer-Blatter-Mafia, called FIFA!)

    Kommentar von hegelxx — 2. Juli 2006 @ 14:26

  2. Der Elfer bei Spiel Ghana - USA war noch schlimmer.

    Was ist an dem Schlussatz deiner Meinung nach falsch? TK

    Kommentar von Campo-News — 2. Juli 2006 @ 14:48

  3. Es gibt aber auch Gerechtigkeit.

    Nachdem die Schweizer ja nichts mehr hassen als ne siegreiche Deutsche Fussball-Mannschaft, am meisten dann, wenn sie sogar tatsächlich mal gut spielt,

    haben sich die Schweizer auf “Deutsche Art” ins Penaltyschiessen gegen die Ukraine geschmuggelt.

    Da haben sie dann aber endlich wieder die typische schweizerisch-puritanische Bescheidenheit an den Tag gelegt.
    Ganz so “Deutsch” wollte man dann doch nicht sein.

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hab ich das Debakel zu Kenntniss genommen.

    Ich hoffe sie spielen 2008 an der eigenen EM wesentlich besser.

    Erik

    Kommentar von Erik — 2. Juli 2006 @ 15:09

  4. Worüber hast du gelacht und geweint? Über die Schweizer? Nun, die waren so schlecht wie die Ukraine in dem besagten Spiel, weil die verordnete Taktik beider Mannschaften zur Folge hatte, dass sie sich gnadenlos aufhoben. Aber das hat mit der Genealogie des Spieles BRD-Argentinien nichts zu tun. TK

    Kommentar von Campo-News — 2. Juli 2006 @ 15:40

  5. Dazu meint Tangokönig Carlos Gardel (1890-1935): “Muy triste, pero - proximo: Adelante! Volver! Revolver!

    Und Imperio Argentina (1906-2003) sagt No Senior Hitler und echauffiert ihre Lieder in die Nacht - nicht buenos aires, nicht buenos noches…

    Doch dieser Argentinier, befragt zum Spiel, finstert zwieträchtig: “Ambi-Valencia! Preguntar poco loca Senior Maradonna!”

    Kommentar von Campo-News — 2. Juli 2006 @ 17:45

  6. Der Maradonna ist ein dummer Bollo, da müssen wir nicht streiten, der hat mit Antisemit Chavez zusammen Sachen erzählt, da kann man nur noch denken was ist denn da kaputt, die Nasen- oder die Hirnscheidewand… der “Superpatriot” hat sogar das Stadion verlassen bei diesem Viertelfinalspiel! Ganz früh!

    Egal. Und du hast ganz recht, Tango kann ganz traurig sein… besonders mit “Bräuten” die das fast perfekt können… und auch noch preussische Nachnamen haben.

    Nein! Nicht “Merk”!

    Grüsse an die “Fussballversteherin” TK!

    Kommentar von hegelxx — 2. Juli 2006 @ 18:56

  7. “Bülow” heisst die.

    Die “Braut” mit dem preussischen Nachnamen. Und dem Tango. Fast wie “Schlütow”, (Billy Wilders Film mit Marlene Dietrich ist unübertroffen: “A Foreign Affair”)…

    aber was rede ich.

    “Zu Gast bei Freunden”, ja, prost Deppen. War ja auch nur ein Traum von Vögeln:

    http://www.planethop.blogspot.com/

    Kommentar von hegelxx — 2. Juli 2006 @ 22:38

  8. Der in der Schweiz geborene und lebende Deutsche Sohn einer dänischen Mutter hat geweint und gelacht.

    So sehr ich den Schweizern eine gute WM gegönnt hätte, so schlecht spielten sie gegen Togo und gegen die Ukraine.

    Sie spielten so, wie es die Schweizer den Deutschen auch dann vorwerfen, wenn die Deutschen gar nicht so, sondern gut spielen.

    Und dass die Schweizer dann aber auf so typisch schweizerische Art verloren, erfüllte mich bei aller Trauer doch mit klammheimlicher Freude.

    Erik

    Kommentar von Erik — 3. Juli 2006 @ 00:12

  9. Maradonna war gar nicht im Stadion - er hat den Besuch boykottiert, weil einer aus seinem Tross ohne Karte nicht hineingelassen wurde. Nochmal nachgefragt: was soll an dem Schlussatz nicht stimmen?

    Naja, es gibt letztlich nur wenige gute Tango-Lieder, das erwähnte “Volver” (und Revolver kommt tatsächlich daher) gehört dazu.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2006 @ 09:20

  10. @Erik

    So sehr ich den Schweizern nach dem Eklat seinerzeit beim Spiel Schweiz-Türkei auch ein weiterkommen gewünscht hätte,

    dafür muss man aber besser Fussball spielen. So ist das halt im Rennsport.

    Jetzt wird aber der Frings als Bauernopfer dargebracht für die von deutschen Managerknilchen angeheizte Randale nach dem Spiel Dt. vs. Argentinien!

    Das ist auch ein übles Thema. Alles “Homezone”-Mafia!

    Dem Beckenbauer möchte man fast wünschen, in Anlehnung an einen “antideutschen” Schlachtruf: “Hubschrauberabsturz, Hubschrauberabsturz!”

    Zu dem Schlussatz ein andermal, Tanja, der ist zu vieldeutig…

    Kommentar von hegelxx — 3. Juli 2006 @ 11:33

  11. Ach so, ich vermute, du meinst die Akzeptanz einer gewissen patriotische Haltung!? Hm, naja, immer kann man so ja auch nicht mit “Dudu, ihr wart aber mal ganz böse” kommen. Das Land muss ja mal in einer gewissen Normalität ankommen, damit sie auch notwendige internationale Maßnahmen - ohne dauert zu lamentieren - mitzutragen imstande sind. Dazu kommt die Verkrampftheit, bis in die Semantik, auf vielen Ebenen. Das man nicht den Begriff der “Selecao” mit ernstem Gesicht kommentierte hat mich doch positiv überrascht.

    Was nun die Turbulenzen nach dem Spiel angeht, so ist es schwer da etwas zu sagen, weil man viele Dinge nicht weiß: Hat Borowski mit Gesten provoziert? Haben die Argentinier jedem Schützen spanische Schimpfwörter hinterhergerufen? Wer hat angefangen, wer dann was gemacht? Fakt ist natürlich, dass die “südländische Krankheit” oft so abläuft: Man provoziert, kassiert dafür eine Strafe (gelbe Karte) und beschwert sich, steigert sich da hin ein, wird brutal - bis die rote kommt. Das ist ja auch die “spanische Mentalität” im Alltag, die ich ja mehrfach hier angedeutet habe und die für ein paar Konflikte steht, welche ich hier mit Spaniern hatte und letztlich auch ausschlaggebend für meine “Kafka-Geschichte” war. Sie haben halt einen Knall, spielen mit theatralischem Gesicht den Unschuldigen, sind um keinen Preis kompromissfähig, sind nicht konfliktfähig - aber alles sind sie ursächlich selbst schuld, weil sie sich wie die Kanacken (Tucholsky) verhalten. TK

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2006 @ 12:24

  12. Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat im Fall des deutschen Nationalspielers Torsten Frings folgende Urteilsbegründung gegeben:

    “Der Spieler der deutschen Nationalmannschaft, Torsten Frings, ist heute von der Fifa-Disziplinarkommission für zwei Spiele gesperrt worden. Auf Grund einer zuvor erfolgten gegnerischen Provokation wurde die Sperre für das zweite Spiel auf sechs Monate zur Bewährung ausgesetzt. Frings kann deshalb, je nach Ausgang des Halbfinales vom 4. Juli zwischen Deutschland und Italien, im Endspiel oder in der Partie um den dritten Platz wieder eingesetzt werden. Zudem belegte die Disziplinarkommission Frings mit einer Geldstrafe von 5000 Schweizer Franken. Der Entscheid der Kommission ist endgültig.

    Die Kommission sah es als erwiesen an, dass Frings dem Spieler der argentinischen Nationalmannschaft, Julio Cruz, im Anschluss an das WM-Viertelfinalspiel Deutschland - Argentinien am 30. Juni einen Faustschlag versetzt hatte. Diesen Vorgang qualifizierte die Kommission als Tätlichkeit.

    Die Fifa-Disziplinarkommission hatte die Ermittlungen gegen Torsten Frings auf Grund von TV-Bildern am Sonntagnachmittag aufgenommen. Im Verlaufe des Verfahrens wurden dem Deutschen Fußball- Bund (DFB) sowie dem beschuldigten Spieler Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Nennung von entlastenden Beweismitteln gegeben. Für eine Verurteilung Frings sprachen die eindeutigen TV-Bilder, die seine Tätlichkeit gegenüber Cruz dokumentierten. Diese objektiven Beweismittel konnten vom DFB und vom Spieler nicht entkräftet werden.”

    dpa

    Kommentar von Campo-News — 3. Juli 2006 @ 17:53

  13. Wahrscheinlich hat Frings Recht und da verstehe ich ihn selbstverständlich: Wer schlägt, muss Schläge erhalten.

    Ihn wegen einer Tätlichkeit gegen den Argentinier Julio Cruz für das Halbfinale zu sperren, sei eine politische Entscheidung der Disziplinarkommission gewesen, schimpfte der Profi des SV Werder Bremen. „Da wollte die Fifa mit dieser Sperre nur zeigen, dass Deutschland bei der WM im eigenen Land nicht bevorzugt behandelt wird.“

    Geschlagen und getreten

    Der 29-Jährige betrachtet sich nach wie vor als Opfer bei den Tumulten nach dem Sieg der deutschen Mannschaft im Viertelfinale gegen Argentinien. „Ich wurde dafür gesperrt, dass ich mich gewehrt habe, nachdem ich zweimal geschlagen und einmal getreten wurde“, sagte Frings. Er betonte: „Das würde ich sofort wieder machen.“ Der Argentinier Leandro Cufre, der die Tumulte mit einem Tritt gegen Per Mertesacker ausgelöst hatte und dafür die Rote Karte sah, müsste für zwei Jahre gesperrt werden, erklärte Frings.

    Focus-online

    Kommentar von Campo-News — 8. Juli 2006 @ 09:42

  14. Karl-Heinz Heimann ist gestorben - siehe die erste Grafik in diesem Beitrag (“Ich bin noch nirgends auf ein solches Maß von Intoleranz gestoßen”)

    Kommentar von Campo-News — 13. Juli 2010 @ 18:04

  15. Ich sage es ja ebenso: “Usedom ist überall: Nicht nur bei der Fußball-WM, auch in ihren Nachrichtensendungen haben sich ARD und ZDF von jeglicher Analyse verabschiedet. Eine Mischung aus schwülstigem Populismus und Anbiederung führt zu kritikloser Berichterstattung.” - http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-fussball-und-politik-im-deutschen-fernsehen-a-840369.html

    Kommentar von Campo-News — 22. Juni 2012 @ 15:54

  16. http://www.kicker.de/news/fussball/wm/startseite/607047/artikel_pekermans-wandlung_aus-messi-fehler-gelernt.html

    Kommentar von Campo-News — 28. Juni 2014 @ 09:49

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