Campo de Criptana




27. Februar 2005

60. Jahrestag der Befreiung des Lagers Workuta am 27. Februar 1945

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 17:34

Der russische Ministerpräsident hat am heutigen Tag in Anwesenheit des deutschen Reichskanzlers die Gedenkfeier zur Befreiung des sowjetischen Gulags Workuta geleitet. Blicken wir noch einmal zurück -

Nachdem die USA trotz umfassender und kontroverser Debatten nicht in den 2. Weltkrieg eintraten, konnte die deutsche Armee ungehindert ihren Siegeszug fortsetzen. Obwohl das Deutsche Reich genau eine Woche vor dem Beginn des Krieges mit Sowjetrussland einen Nichtangriffspakt aushandelte, griff es 1941 das vom Stalinismus beherrschte Land an, um dort humanitäre Bedingungen durchzusetzen, wie die offizielle Begründung in Hitlers berühmter „Ansprache an die Russen“ lautete. Nach Schwierigkeiten an der Wolga erreichten die Streitkräfte des Reiches das Konzentrationslager Workuta Ende Januar 1945. Es war entsetzliches Bild, das sich den Deutschen bot. SS-Mann Willy Hackenspeck: “Wir sahen überall Leichen, Leichenberge. Die meisten Menschen lagen nur apathisch herum - die hygienischen Bedingungen waren fürchterlich. Über dem gesamten Lager hing ein Leichengeruch. Die Symbole Hammer und Sichel waren überall präsent. Die Menschen waren glücklich, dass sie dieser Hölle entkommen waren. Nie vorher und nachher bot sich mir ein grauenhafteres Bild“.

Nach der Eroberung Moskaus im Mai 1945 wurde die Sowjetunion unter deutscher Verwaltung gestellt und erst 1990 in die Unabhängigkeit entlassen. Voraussetzung waren dafür große innenpolitische Änderungen im Reich selbst. Erinnern wir uns: Als 1953 Adolf Hitler starb, begann eine schleichende Umorientierung des Reiches. Die vollständige Vernichtung der europäischen Juden, die man offiziell im Juli 1948 für beendet erklärte, wurde nun zum ersten Mal von kirchlichen Kreisen thematisiert. Nach dem großen Parteitag der NSDAP in Nürnberg 1956, distanzierten sich Teile der Partei von der Herrschaft Hitlers. Der als Reformator bekannte Stellvertreter Rudolf Hess sagte die historischen Worte: „Wir waren schlimmer als die Engländer, aber niemand bricht unseren Willen. Doch wenn wir jetzt bereit sind, Farbe zu bekennen, heißt das nicht, wir wären nicht stolz auf unser altes braunes Gewand.“

Reichsfeldmarschall Göring, Propagandaminister Göbbels und der nach dem Tode Hitlers an die Parteispitze gelangte Walter Jens („Unser junger Himmelstürmer“, wie ihn Adolf Eichmann nannte), traten nach diesem Hessschen Bekenntnis zum Pluralismus sofort zurück. Wer Hess am nächsten Tag umbrachte, ist bis heute noch nicht geklärt, man vermutet den Täter im Kreis um Göring. Der Umbau der NSDAP war jedoch nicht mehr aufzuhalten. Sie benannte sich auf dem nächsten, dem „Riesengroßen Parteitag“ des Jahres 1960 in „Die Grünen“ um, da sie deutlich auch im Parteinamen zeigen wollten, wie sehr sie sich vom alten Programm verabschiedet hatten. Die Basis meuterte, doch es kam zu keinem innerparteilichen Putsch.

Der brüskierte Göbbels, erinnerte sich seiner vor 1933 stattgefundenen gemeinsamen Aktionen mit Walter Ulbricht, der auf das von den Engländern unabhängig erklärte souveräne Helgoland geflüchtet war, und organisierte mit diesem unter dem bewusst gewählte Kürzel PDNS (Partei Deutscher Nationaler Sozialisten), eine Widerstandsorganisation. Sie wurde 1965 im Reich wegen „nationalsozialistischer Umtriebe“ verboten. Göbbels starb kurz darauf an einem Herzinfarkt, als er Heinrich Himmler, der inzwischen das Touristikministerium leitete, aber im Jahr darauf wegen seiner ungeklärten Rolle bei der Judendeportation zurück treten musste, bei einem Ausflug an der „Langen Anna“ wieder sah und dieser ihn wörtlich als „unverbesserlichen Nazi, der die Zeichen der Zeit nicht erkennt“ betitelte. Ulbricht lebte nach der Ausweisung Helgolands bis 1989 unter dem Decknamen „Norbert Blümlein“, unerkannt in der westfälischen Stadt Castrop-Rauxel.

„Die Grünen“ ließen zwar keine freien Wahlen zu, erlaubten aber formal unabhängige Organisationen wie „Greenpeace“ oder „Attack“. Letztere wurden oft als Sammelbecken ewig Gestriger bezeichnet, doch konnte trotz internationaler Proteste aus den Reihen fortschrittlicher Staaten, nie etwas gegen sie unternommen werden.

Nun, am 60. Jahrestag der Befreiung von Workuta, wird natürlich klar, dass sich der Charakter des deutschen NS-Regimes stark veränderte, doch noch einmal wehte diesmal die alte Fahne mit dem Hakenkreuz auf rotem Grund über der Erde des geschändeten Ortes in Russland. Der russische Präsident Putin dankte noch einmal den Deutschen für die Befreiung vom Stalinismus.

Der 1944 18jährige Pjotr Petroff sagt in seiner Rede mit tränenerstickter Stimme: „Wegen eines Diebstahls aus Hunger, ausgelöst von den verheerenden Zuständen in der SU, kam ich 1941 als 15jähriger nach Workuta – wegen der Entwendung von 3 Gurken erhielt ich acht Jahre Lagerhaft. Ich habe…Unvorstellbares gesehen.“

Der russische Ministerpräsident legte dann einen Kranz am „Gedenkmal für den Kampf gegen den Stalinismus“ nieder und der deutsche Reichskanzler versicherte, nie wieder dürften diktatorische Elemente an die Macht gelangen. Er überreichte anschließend dem russischen Präsidenten in einem ergreifenden Augenblick die „Ehrenmedaille Ribbentrop“. Die Veranstaltung fand in freundlicher Atmosphäre statt.

Die Vertreter der seit 1991 wieder zugelassenen Kommunistischen Partei Deutschlands im sächsischen Landtag, sprachen von einer Schmach, da die Befreiung der vielen Gulags in der ehemaligen Sowjetunion, nicht im Interesse des werktätigen deutschen Volkes gewesen seien. Der Gedenktag verhöhne zudem die Opfer des Nationalsozialismus. Die Staatsorgane des Deutschen Reiches prüfen nun, ob die KPD verboten werden sollte.

Tanja Krienen

5 Kommentare »

  1. Meinst du das “irgendwie” ernst, hehe…?

    Nein?
    Dann ist das , wie sagte Hans Rosenthal, “Spitze!”

    greetz

    Kommentar von hegelxx — 4. November 2005 @ 16:46

  2. Natürlich meine ich das “irgendwie” und “ernst”, aber ich habe mir abgewöhnt meine Texte zu erklären.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 5. November 2005 @ 08:48

  3. Aus dem öffentlichen Forum der CDU:

    “Bombe: Ganz Deutschland fällt seit 15 Jahren unter den Kommunismus Bombe: Ganz Deutschland fällt seit 15 Jahren unter den Kommunismus

    BOMBE: Noch im November 2005 werden die roten Fahnen über dem Deutschen Reichstag wehen

    Pater Iisidors Morgenandacht

    Liebe Gläubige und Ungläubige

    wahrlich wahrlich ich sage Euch, noch im November 2005 werden die roten Fahnen über dem Deutschen Reichstag wehen.

    Wenn das so eintreffen wird, dann hat es die neosozialistische Verschwörung gegen die 82 Millionen Menschen innerhalb von nur 15 Jahren erreicht, mit ihren kommunistischen SED-KPD-DKP-Seilschaften erreicht, ganz Deutschland zu DDR-isieren und den Kommunismus über das gesamte Land zu stülpen.

    Wie wir alle wissen, wurde die SED-Unterorganisation mit dem vorgetäuschten Namen „OST-CDU“ kurz vor der angeblichen Wende im Jahr 1990 mit 1 Milliarde Deutsche Mark ausgestattet, welche die Zonen-Angie Herrn Kohl mit seiner verarmten West-CDU als Okkupations-Geschenk überbringen musste (= jüdische Vermächtnisse)

    Die Auflagen der Herren Mielke und Honecker & Co. zu diesem Milliarden-Geschenk waren verheerend, aber von langer Hand genauestens in den Okkupationsplan eingebaut worden..

    1.) Umrechnung der DDR-Blechwährung eins zu ein oder zwei zu eins, damit das Geschenk seinen Wert erhalten kann.
    2.) Sofortige Übernahme der West-CDU-Führung durch eine bewährte und mir Orden ausgezeichnete kommunistische SED-FDJ-Kader-Maus für Propagandas und Agitation.
    3.) Innerhalb von 15 Jahren und innerhalb des Ablaufes des alliierten US-Protektorat-Status muss ein kommunistisches SED-Mitglied zur Bundeskanzlerin aufgestellt und gewählt werden. (hier: FDJ-SED-Stasi-Zonen-Angie)
    4.) Innerhalb von 15 Jahren muss ein weiteres kommunistisches SED-Mitglied Kanzleramts-Minister werden. (Entweder IM Czerny oder dessen Sohn Die-Misere)
    5.) Innerhalb von 15 Jahren muss ein weiterers bewährtes kommunistisches Kader-Mitglied die SPD-Führung in Deutschland übernehmen. (Oberkommunist Matthias Platzeck)
    6.) Noch im November 2005, kurz vor Ablauf des westdeutschen alliierten US-Besatzungs-Statuts, müssen die roten Fahnen auf dem Deutschen Reichstag wehen und in allen Städten und Kommunden des SED-okkupierten Deutschen Reiches ist es Pflicht, die roten Fahnen zu hissen.
    7.) Und alle Menschen in Deutschland obliegt die Pflicht, rote Fähnchen und Fahnen in ihre Fenster und an ihre Autos und Fahrräder zu hängen.

    Wie Sie erkennen können, liebe Gläubge und Ungläubige, ist den Pankower Machthabern die totale Verschwörung gegen die 82 Millionen Menschen gelungen, ganz Deutschland innerhalb von nur 15 Jahren zu okkupieren und in Deutschland den Kommunismus mit 345-Gleichstellung und 345-Zwangsarbeit mit 15-Cent-Zwangsarbeitern einzuführen, wobei mit dem Wiederaufbau von Zwangsarbeits-Gulags zur Ankurbelung der Bauwirtschaft pünktlich ab 1.1.2006 begonnen werden wird.

    Da hilft jetzt wirklich nur noch Beten oder die sofortige Republikflucht aus dem kommunistischen Gulag des verkommenen und menschenverachtenden SED-Stasi-Seilschaften-Regimes der okkupierten CDU und SPD.

    Und der CSU-Genius Dr. Edmund Stoiber hat dies von allen als Einziger genau erkannt und konnte gerade noch rechtzeitig vor der dummen, unfähigen, unwissenden, ewig-gestrigen und menschenverachtenden Kommunisten-Meute aus Berlin flüchten.

    So wahr mir G-tt helfe

    Euer Pater Isidor”

    Kommentar von Ruschmeier — 5. November 2005 @ 12:11

  4. Aus dem aktuellen Focus 1/2008:

    Menschliche Schlacke

    In seinem Eassay “Zorn und Zeit” hat der Philosoph Peter Sloterdijk einen Begriff für die großen totalitären Systeme des 20. Jahrhunderst gefunden, der ihre massenvernichtende Dimension in einer einheitlichen Kategorie erfasst, ihre Differenzen aber fest an die Namen derjenigen bindet, die ihnen subjektives Movens und politisches Symbol zugleich waren: Stalin, Hitler, Mao, die Hauptverantwortlichen für die drei “Universalverbrechen der Menscheitsgeschichte”.

    Von diesen “Universalverbrechen” ist bislnag aber nur eines wirklich ins Tiefenbewusstsein der Menschheit vorgedrungen, das Hitlers. Während die politischen Maximalverbrechen Stalins und Maos immer wieder in geschichtspolitischen Rastern gedeutet werdenm die de facto AUF IHRE RELATIVIERUNG HINAUSLAUFEN. Was für die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht gilt, wird so im Falle der “Universalverbrechen” des Kommunismus zu einem POLITISCHEN DAUERSKANDAL, zu schweigen von der PERMANENTEN VERLETZUNG DER WÜRDE DER OPFER. Dabei gibt es schon seit den 30er Jahren authentische Berichte über die gigantische Vernichtungsmaschinerie des Gulag, die im Leninschen KZ-System nach der Machtergreifung im Oktober wurzelt….

    Es war kein Zufall, dass sie (Texte des im Artikel besprochenen Gulag-Häftlings Warlam Schalamov) mit dem in Frankreich lebenden spanischen Schriftsteller und Ex-Kommunisten Jorge Semprun vom ersten Moment an einen entschiedenen Fürsprecher hatten. Semprun plädiert noch heute leidenschaftlich gegen die Gedenk-Asymmetrie, was die politisch und rassisch Verfolgten Stalins und Hitlers betrifft, und für ein “Doppelgedächtnis” Europas, das ungeteilte Empathie für die Opfer BEIDER TOTALITÄRER Systeme umfasst….

    Kommentar von Campo-News — 5. Januar 2008 @ 15:42

  5. “Ich habe doch nichts verbrochen”

    Kommentar von Campo-News — 23. August 2010 @ 09:42

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