Campo de Criptana




6. Juli 2017

Finis Germania – ein Büchlein wirft Licht und Schatten

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 09:59

Ob Rolf Peter Sieferle ein „luzider Denker“ war, wie ihn der Verlag sieht, oder doch eher ein „suizider“, und ob er „plötzlich von rechts her denken“ lernte, oder nur einen kulturrelativistischen und enttäuschten Ex-Grünen Spenglerschen Ausmaßes verkörperte, muss hier offen bleiben und jeder für sich entscheiden. Was er hinterließ, lässt den geneigten Leser entmutigt zurück, aber nicht allein wegen der pessimistischen Beschreibung, sondern, weil er hier eine Chance vergeben sieht, die ein unkonventionelles Büchlein unvorhergesehen erhielt, aber letztlich die Hoffnung auf einen durchschlagenen Erkenntnisgewinn nicht einhalten kann.  Es hätte ein Gegenmanifest zu den Hesselschen Pamphleten „Empört euch!“ und „Engagiert euch“ sein könne, doch daraus wurde nichts, auch weil der Autor keinen echten Gegensatz zu seinem kommunistischen Pendant einzunehmen imstande ist.

30 „Miszellen” ergeben noch keinen Zusammenhang. Aphoristisch könnte mancher Gedankengang neben dem anderen stehen, doch dieses Konzept liegt hier nicht zu Grunde. Dennoch gelingt Sieferle manch richtiger Satz, liegt er sogar im Ergebnis richtig, doch dialektisch argumentiert er nicht. Es überwiegt der Anriss, die oberflächliche Beschreibung, die allgemeine große Draufsicht.  Selten wird er konkret, erkennt man, woran er leiden könnte, resp. litt. Zieht er ansatzweise Schlüsse, sind sie ambivalent, letztlich stimmt er ein: „Man fragt sich allerdings, ob es wirkliche Alternativen gibt“… „Es gibt sicherlich keinen Grund dies zu bedauern…“ usw..  Auch mit diesen Abwägungen liegt er nicht falsch und doch springt er oft nicht über das Stöckchen, das er selbst aufhob. Honeckers Bestrafung machte für ihn keinen Sinn, Nietzsche lässt er verdampfen und Technik ist auch nicht gut. Nur der Müll wächst, sagt der Ex (?) Grüne Sieferle: „Der Strand ist, so weit das Auge reicht, von dichtem Teppich Zivilisationsmüll bedeckt“ da ist er wieder, er, der die „Rodung der unterirdischen Wälder“ als Frevel beschrieb.

„Ernst Jünger als Erzieher“ übertitelt er einen Absatz und man fragt sich anschließend: Ja wo denn nun? Nachdem er schon zuvor einen „postanthropomorphen Raum“ beschrieb, ruft er das „Ende des Menschen“ aus. Wenn er sich dabei mal nicht verrechnete und den eigenen Beschreibungen zu sehr auf den Leim ging, so wie jene, die den Rückgriff auf Klassengegensätze weglächeln, weil sie wirklich meinen, es gäbe einen qualitativen Unterschied zwischen Arbeitern und Angestellten. Sieferles Bemerkungen zur Kultur, die er arg erhöht, geben ebenso keine Antwort auf die Frage, welche Verluste er konkret wo sieht. Den Massenmensch reduziert e auf fast Food, selten wird er so polemisch, aufdass man sich freuen darf, z.B. wenn er über die „nihilistische Relativität in jeder Fußgängerzone“ spricht und den Betrachtungen des Beobachters, der „die Rangstreitigkeiten der Affen beobachtet, ohne doch dabei zu wünschen, sich einen solchen Affen mit nach Hause zu nehmen.“ Ansonsten schreibt er humorlos.

Die Deutschen sieht er als furchtsames „Hühner-Volk“, deren Auslöschung gewiss sei. Sieferle kommt tendenziell auch hier zum richtigen Ergebnis, das Kreisen um „Ausschwitz“ zeigt jedoch eine gewisse Fixiertheit, die auch mit falschen Tönen begründet wird. Ein „Ja“ als Eingeständnis fehlt, ebenso der Versuch dialektisch anderes zu begründen und mit dem Verweis  auf andere Verbrechen der Menschheit eine nachvollziehbare Kompromissformel zu finden. Wäre er wirklich ein rechter Intellektueller der Grenzen zu sprengen gedachte, würde er sich der Frage zugewendet haben, warum es keinen „Mythos Workuta“ gibt. So aber friemelt er sich neutestamentarisch durch die Historie und füllt den christlichen Antisemitismus mit Leben. Die umgekehrten Kräfte sieht er nun Deutschlands vernichten. Warum nur Deutschland? Sind Schweden, Engländer, Franzosen nicht ebenso bedroht? Wird der „Adam Hitler“ wirklich einseitig zielgerichtet benutzt? Und von wem? Ein verquaster Komplex. Wieviel besser wäre es gewesen, den tatsächlich wirkenden linken Kräften den marxistisch-leninistisch-trotzkistischen Zahn zu ziehen?

Vieles spricht Sieferle kurz an und man ist geneigt zu nicken, doch der große Knall bleibt aus. Zu sehr schilt er die Aufklärung und die Demokratie an sich, als dass man in ihn einen empathischen Denker sehen kann, der doch um Dasselbe trauert, wie der pessimistisch gestimmte Mitleser und Mitdenker.

Licht, Schatten, Schatten, Licht, Licht, Schatten – so wechselt die Lese – und Erkenntnisstimmung. In einer Stunde hat man das Büchlein gelesen und weil der Preis nicht zu hoch ausfällt, gibt es hier allemal eine Leseempfehlung. Wer sich mit ein paar provokanten Kernsätzen und Überlegungen zufrieden gibt, der mag sich freuen, wer einen großen Wurf, eine echte fulminante Analyse erwartet, wird doch ein wenig enttäuscht. Am Ende überwiegt die Irritation.

Finis Germania, Rolf Peter Sieferle (1949-2016), Verlag Antaios, 104 Seiten , 8,50 €

15 Kommentare »

  1. http://www.achgut.com/artikel/darf_man_dieses_buch_besprechen

    Kommentar von Campo-News — 20. Juli 2017 @ 06:47

  2. http://vera-lengsfeld.de/2017/07/21/wer-selbst-denkt-ist-rechts/

    Kommentar von Campo-News — 21. Juli 2017 @ 11:49

  3. Unter der Überschrift „Replacement Migration“ veröffentlichte die UNO „Eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen“. In einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 13.7.16 klingt das so:

    „Die Europäische Kommission schlägt heute einen EU-Neuansiedlungsrahmen vor. Damit soll eine gemeinsame europäische Neuansiedlungspolitik festgelegt werden, die gewährleistet, dass Personen, die internationalen Schutz benötigen, geordnete und sichere Wege nach Europa zur Verfügung stehen.“

    Um all diese Gruppierungen einzugliedern, braucht man das vom „Europäischen Rat für Toleranz und Versöhnung“ (Vorsitz Tony Blair) 2015 vorgelegte „Rahmengesetz zur Förderung von Toleranz“ (Nur auf Englisch im Internet). In der Einleitung wird die Schaffung von Akzeptanz und Tolerierung menschlicher Vielfalt und von jeder Form von unterschiedlicher Lebensführung als Vorbedingung für ein erfolgreiches Zusammenleben von diversen religiös, ethnisch, kulturell, sexuell oder anderweitig definierten Gruppen innerhalb eines Staates ausgeführt. Auf diese Weise soll Gleichstellung gesichert und Diskriminierung jeder Art ausgeschlossen werden.- Klingt doch wie gemacht für die Situation, in die wir heute mit den „Flüchtlingen“ , den „neu Hinzugekommenen“ gestellt sind.

    Zum Zweck der Implementierung soll jeder EU-Mitgliedsstaat eine eigenen Dienststelle einrichten, die die Einhaltung der Richtlinien im Kampf gegen Vorurteile, Rassismus, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Antifeminismus, Islamophobie und Homophobie überwacht. Diffamierende Äußerungen gegenüber einer Gruppe gelten als schwere Straftaten. Beispiele: „Zigeuner sind Diebe“ und „Moslems sind Terroristen“. Wer sich solcher Vergehen schuldig macht, soll ein „Rehabilitationsprogramm“ durchlaufen, in dem ihm eine „Kultur der Toleranz“ anerzogen werden soll. Ein Klima der Toleranz und Harmonie soll hinfort die Welt der Bücher, Theaterstücke, Zeitungsreportagen, Magazine, Dokumentationen, Spielfilme und Fernsehprogramme durchziehen.

    Kommentar von Campo-News — 22. Juli 2017 @ 10:01

  4. https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2017/spiegel-reinigt-bestsellerliste-von-sieferle-buch/

    Kommentar von Campo-News — 25. Juli 2017 @ 14:48

  5. Spenglerschen Ausmaßes verkörperte, muss hier offen bleiben und jeder für sic…
    campodecriptana.de
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    Jan Ole Hansen
    Jan Ole Hansen Rezensiere dann mal … bei Gelegenheit!
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Lies mal den Link!
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    Jan Ole Hansen
    Jan Ole Hansen Tanja Krienen … Was hat dein “Lies mal” mit meiner Aufforderung an Philipp zu tun?
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    Philipp Döbbe
    Philipp Döbbe Sie will, dass Du IHRE Rezension liest. ;)
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    Jan Ole Hansen
    Jan Ole Hansen Philipp Döbbe … Achsooo …
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Philipp Döbbe Jan Ole Hansen Ich WILL überhaupt nichts, man sollte es jedoch tun, wenn man Kindereien durch erfahrende politische Sichtweisen ersetzen will. Wahrscheinlich aber wurde auf “Antworten” geklickt und dann geschrieben, statt eine Antwort unter das Thema zu setzen. In jedem Fall rechtfertigt es nicht irgendwelche Kaspereien, wenn man selbst stets nur anreißt statt zu liefern oder nachfragt, statt zu handeln.

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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Jan Ole Hansen Du soltest erkennen, wer Bücher reflektiert und das in annehmbare Formen präsentiert.
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    Jan Ole Hansen
    Jan Ole Hansen Tanja Krienen … Warum “sollte” ich solches? Was hat diese Aufforderung mit meinem Interesse an Philipps Buchlektüre zu tun?
    Ich bin reichlich verwirrt …
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Jan Ole Hansen WARUM? Du bist mit befreundet und es juckt dich nicht, was ich leiste und stets vorlegte? Du ignorierst einfach, wenn man dir in guter und freundlicher Absicht einen Link zueignet, weil man glaubt, es würde dich wirklich interessieren, was abseits der dumpfrechten und antisemitischen Journaille sonst noch über das Büchlein gesagt wird.

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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Jan Ole Hansen WARUM? Du bist mit befreundet und es juckt dich nicht, was ich leiste und stets vorlegte? Du ignorierst einfach, wenn man dir in guter und freundlicher Absicht einen Link zueignet, weil man glaubt, es würde dich wirklich interessieren, was abseits der dumpfrechten und antisemitischen Journaille sonst noch über das Büchlein gesgat wird.
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    Jan Ole Hansen
    Jan Ole Hansen Tanja Krienen … Du hast mir keinen Link “zugeeignet”. Dein Link stand bereits vor meiner Anfrage in dem Thread. Daß ich deinen Post ignorierte, kannst du mir nicht zum Vorwurf machen, denn logischerweise hat der Status Priorität. Wo kommen wir hin, wenn ich JEDEN Kommentator eines Themas “würdigen” sollte!?
    Du hättest mich jedoch auch ganz dezent und bescheiden auf dein Werk hinweisen können. Dann wäre hier einiges anders gelaufen.
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Jan Ole Hansen ICH habe DEZENT darauf hingewiesen und du hast blasiert, ignorant und dumm darauf geantwortet. Tatsächlich war mein Link zuerst da und darum ist ja um so dümmer eine Bitte an einen zu zu richten, er möge doch weise Worte sprechen, der noch nie eine Arbeit dieser Güte vorlegte, gleichzeitg ignorierend, was ich verlinkte. Geh bitte, bevor ich lösche.

    Kommentar von Campo-News — 25. Juli 2017 @ 16:46

  6. Maxeiner hat es erkannt - Wer sich in die Traktate der deutschen Umwelt-Kassandras und Klima-Alarmisten vertieft, entdeckt sogleich, dass Sieferle kein Alien ist, sondern dass große Teile seines Denkens perfekt in diese Szene passen. Wer sich mit ihr längere Zeit befasst und ihre Publikationen und Verlautbarungen gelesen hat, dem kommt das meiste nur allzu bekannt vor.

    Schon die Titel sind austauschbar, Sieferles ist lediglich lateinisch.http://www.achgut.com/artikel/finis_germania_trifft_finis_klima

    Kommentar von Campo-News — 1. August 2017 @ 15:07

  7. Dasselbe in grau - https://jungefreiheit.de/kultur/2017/schulverweigerer-erringen-teilsieg-vor-gericht/

    Kommentar von Campo-News — 28. August 2017 @ 12:54

  8. Auch wenn vieles nicht stimmt - Dies kann man in vielen Fällen überprüfen (Wahrheitsfeststellung). Überprüfen heißt, die Wirklichkeit genau anschauen, hier konkret in den Raum R gehen und nachschauen, ob X wirklich dort ist, also die Vorstellung testen, ob sie die Realität richtig beschreibt (wahre Vorstellung) oder nicht (Fehlvorstellung). Bei der Gefühlsorientierung wird genau darauf gerne verzichtet, ja diese Überprüfung oftmals gefürchtet. Entscheidend wird jetzt, ob sich eine Vorstellung über die Wirklichkeit angenehm anfühlt. Das Angenehme löst die Wahrheit und das ethisch fundierte objektiv Gute als regulative Idee ab. https://juergenfritzphil.wordpress.com/2017/08/28/das-elend-der-neuen-linken/

    !!!Dies ist einer der vielen Gründe, warum neue Linke und Muslime (zum Teil auch Christen, siehe den aktuellen Papst, viele Bischöfe und Pfarrer) sich so gut verstehen. Sie haben ein gemeinsames Grundparadigma: eine gewisse Verachtung von Wahrheit, Logik und Vernunft.!!!

    Kommentar von Campo-News — 29. August 2017 @ 05:41

  9. Spahn argumentiert sehr naiv https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/was-oezoguz-will/ Sie vermischten sich über die Zeit als Nachfahren der philistäischen, hethitischen und anderen Einwanderer mit den ortsansässigen Stämmen – ein Weg, der sich in vielen Regionen der Welt ähnlich feststellen und nachweisen lässt.

    Die Frage nach staatlich organisierter Integration und Assimilation stellte sich seinerzeit nicht. Niemand kam auf die Idee, dem Nachbarn seine Gewohnheiten aufzuzwingen. Nur hatte man sich im öffentlichen Leben an die vorgefundenen Regeln zu halten. Es war ein zwangloses Multikulti der Ethnien – und vor allem die Tatsache, dass damals das himmlische Pantheon von zahllosen Göttern besiedelt war, die mehr oder weniger miteinander verwandt waren und sich recht menschlich stritten und liebten, sorgte dafür, dass auch niemand dem anderen vorwerfen konnte, einer falschen fiktiven „Wahrheit“ anzuhängen………………………………….Der traditionelle Weg des Zusammenlebens war die Assimilation über die Integration. Der Neubürger wurde manchmal erst über mehrere Generationen zum „Native“ – jenem, dessen Familie schon immer dazu gehörte. Wer in die Telefonbücher des Ruhrgebiets schaut, wird dort unzählige Namen finden, die unschwer auf polnischen oder tschechischen Ursprung zurückzuführen sind. Die Vorfahren dieser Menschen kamen zumeist im 19. Jahrhundert in die aufstrebende Industrieregion, um dort ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ihre Kinder wurden Ruhrpottler und Deutsche. …………….Andere Einwanderer kamen als Banker aus Italien mit Gustav II Adolf, als schwedische Soldaten im 30-jährigen Krieg oder als Glaubensflüchtlinge der spanischen Reconquista. Die einen blieben einfach hängen, die anderen mussten ihre neue Heimat aus Gründen der Verfolgung finden. Sie alle bildeten das, was man heute als deutsches Volk bezeichnet – eine bunte Mischung aus zahlreichen Kulturkreisen, denen eines gemein war: Sich als eine Schicksalsgemeinschaft in der Mitte des europäischen Kontinents zu begreifen, in der sich die Frage nach Integration oder Assimilation nicht stellte, weil derjenige dazu gehörte, der dazu gehören wollte und die Regeln der neuen Heimat akzeptierte – oder der als Gast, der Mitglied seines heimatlichen Kulturkreises bleiben wollte, hier leben und arbeiten, nicht aber zum Staatsvolk dazugehören konnte.

    Friedrich II von Preußen brachte es auf den Punkt. „Jeder kann nach seiner Fasson glücklich werden …“, sagte er, und dachte dabei ungesagt: „… solange er akzeptiert, dass ich in diesem Land die Regeln des Zusammenlebens bestimme.“

    Kommentar von Campo-News — 30. August 2017 @ 14:55

  10. http://www.achgut.com/artikel/wann_der_deutsche_zittern_darf_und_wann_nicht

    Kommentar von Campo-News — 12. September 2017 @ 14:14

  11. ALLE Aussagen sind richtig aus seiner Sicht, aber fürcherlich blöd und zeigen, was uns blüht - http://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-angela-merkel-martin-schulz-wahl-irak-masoud-barzani-a-1169642.html

    Kommentar von Campo-News — 25. September 2017 @ 06:10

  12. Ein sehr guter Artikel - Und niemand war mehr konservativ. Die Tarnnamen für das Wählen linker Parteien und das gleichzeitige Verdienen dicken Geldes in Kunst, Journaille, Unterhaltung und Kommerz lauteten „struktur-konservativ“ oder „wert-konservativ“, aber nie „konservativ“ - igitt.

    Folglich konnte es, zuerst im Narrativ der Linken, keine Konservativen mehr geben. Es gab alte Nazis und „Neue Rechte“. Damals war ich etwas über 30 Jahre alt und musste mich notgedrungen also für einen „Neuen Rechten“ halten, denn Kohl war im Abseits, Dregger im Ruhestand, FJS lange tot, Merz und Meyer waren intern abgesägt. Und wenn man die beiden neuen M, Merkel und Müntefering, in der ersten GroKo sah, dann konnte man sogar hoffen, hier würde eine seltsame Krisenregierung ohne Krise nüchtern-hemdsärmelig zur Sache gehen. Und dann setzte er ein, der Merkel-Effekt, die allmähliche Implosion des Politischen. Sie traf bei den nächsten Wahlen, auch Dank der Linkspartei, erstmals die SPD.

    Ich begriff, dass Große Koalitionen Krisenzeiten vorbehalten bleiben sollten; und die damalige Krise nach dem 11. September 2001 war keine innenpolitische Krise, sie wurde zu einer gemacht. Mich wunderte nichts mehr, als sich Oskar Lafontaine bereit fand, seine WASG mit der SED-PDS des Gregor Gysi zu vereinigen, antikapitalistisch, pazifistisch, außer der Krieg wird von Moskau betrieben, sozial ohne Marktwirtschaft. Niemand regte sich lange auf, dass die Vertreter des DDR-Sozialismus nun auch in Westdeutschland arriviert waren; man lud noch lange Jahre niemand so gern in öffentlich-rechtliche Talkshows ein wie Gregor Gysi – wider den tierischen Ernst. Wie seltsam, wie ironisch, dass die Nutznießerin einer derart zu Lasten der SPD erstarkenden Linken schon wieder Angela Merkel hieß. http://www.achgut.com/artikel/der_merkel_effekt

    Kommentar von Campo-News — 1. Oktober 2017 @ 10:57

  13. Sie starb jetzt leider: Ulrike von Möllendorff. Findet jemand heraus, was noch starb? - https://i.ytimg.com/vi/6CVI4hPXVhE/hqdefault.jpg

    Kommentar von Campo-News — 8. Oktober 2017 @ 18:14

  14. Kein Wunder also, daß auch die Frankfurter Buchmesse umgehend um die Dienste der Kahane-Stiftung warb, als der Verlag Antaois sich für die diesjährige Bücherschau anmeldete. Immerhin hatte Antaios mit Büchern von Akif Pirinçci und Rolf Peter Sieferle in jüngster Zeit für erhebliche Schlagzeilen gesorgt. Bereits im vergangenen Jahr war die Amadeu-Antonio-Stiftung gegenüber dem Stand dieser Zeitung von der Messeleitung plaziert worden – um ein Zeichen zu setzen.

    Was damals nur Spekulation war, ist in diesem Jahr Gewißheit: Die Stiftung braucht für den großzügigen Stand in bester Lage keine Gebühren zu bezahlen, sondern bekommt diesen gestellt. Auf Nachfrage der JF begründet die Frankfurter Buchmesse die Entscheidung damit, sie habe „ein Gegengewicht zu den Themen und Publikationen des Antaios-Verlages in diesem Hallenareal schaffen wollen“.

    „Aktiver Umgang“

    Zu den Kosten dieses Akts der Zivilcourage will sich die Messeleitung jedoch nicht äußern. Fest steht allerdings, daß normalsterbliche Aussteller für einen vergleichbaren Stand gut 20.000 Euro berappen müssen. Aber was sind schon ein paar tausend Euro, wenn es um nicht weniger als den Erhalt der Demokratie geht. https://jungefreiheit.de/kultur/2017/lieb-vaterland-magst-ruhig-sein1/

    Kommentar von Campo-News — 10. Oktober 2017 @ 13:17

  15. http://www.pi-news.net/antaios-verlag-auf-frankfurter-buchmesse-attackiert/

    Kommentar von Campo-News — 12. Oktober 2017 @ 10:59

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