Campo de Criptana




29. Juli 2016

Oswald Spengler, der Kulturrelativist

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 11:45

Über die „Jahre der Entscheidung – Deutschland und die weltgeschichtliche Entwicklung“ und mehr

Mit einem Schlagwort ist der 1880 In Blankenburg am Harz geborene und 1936 in München verstorbene Oswald Spengler schwer zu charakterisieren. Ein Nationalsozialist war er sicher nicht. Vielleicht ein Faschist? Mussolini erschien ihm jedenfalls als größtes zeitgenössisches Ideal. Oder war er, der Sohn eines Postbeamten, einfach nur ein am klassischen Preußentum orientierter, ein Überbleibsel einer verflossenen Ära, ein „letzter Preuße“ sozusagen? Mag sein, er war am Ende nur ein etwas verpeilter Geschichtsphilosoph und Kulturhistoriker, dessen Methodik unscharf blieb. Von einer Rätselhaftigkeit oder einem gewissen kryptischen Raunen weit entfernt, bleibt er „bäuerlich“ (für ihn geradezu ein Lob), einfach gehalten, undialektisch, jedoch in vielen Einzelfragen mit treffenden Schilderungen ein tiefes Verständnis für die Psychologie der Ereignisse beweisend.

Eine ganze Reihe von Aussagen in seinem 1933 erschienenen, aber eigentlich 1932 geschriebenen Buch „Jahre der Entscheidung – Deutschland und die weltgeschichtliche Entwicklung“ laufen als tagespolitische Spekulationen ins Leere. Man möchte sagen: das kommt davon, wenn man sich zu sehr in der Kommentierung der laufend und rasch ändernde Gegenwart an kurzschlussartigen Strategiespielen beschäftigt. Aber das greift zu kurz, denn immer wieder gelingen ihm auch Abrisse kulturhistorischer Ereignisse, sowie Fortschreibungen beginnender Entwicklungen, die vom heutigen Standort aus verblüffend treffen. Spenglers Denken steht auf traditionellen Füßen. Diese Füße sind, im übertragenen Sinne bäuerlich, breit, fest und ohne formell zugelassenen Widerspruch, obwohl davon strotzend, aber dazu später. Vor allem aber denkt er und proklamiert dies überdeutet antirational, wobei der apodiktische Ton am wenigsten stört. Den Rationalismus hasst er und dieser Hass ist es, den seine Methode so unzulänglich macht. Wer das verstandesgemäße Denken so ablehnt wie er, wie kann der ordentlich einen Gedanken von Gehalt zu Ende denken? Und doch: es funktioniert überraschend oft! Zufall oder nicht. Aber als Manko einer Rechten, die den Willen als überlegenen Aspekt für die Geschichte über alles setzt, stößt er an jene Grenzen, die „rechtes“ Gedankengut bestenfalls als intuitive Anregung, nicht aber als ein Konzept von Tragweite empfinden und bewerten lässt. Zu einer Anleitung für eine „konservative Revolution“ reicht es jedenfalls - nicht zuletzt auf Grund der fehlenden Methodik - nicht.

Spengler ist so etwas wie der Erfinder des dualen Systems, zumindest in der Polit-Philosophie. Für ihn existieren nur zwei Arten von Kategorien: das Bäuerliche und das Städtische; das Urbane und letztlich vitale, welches nur Fakten durch die Macht und den Krieg schafft, durch „die wirkliche Geschichte mit ihrem mitleidslosen Schritt durch die Jahrhunderte“, und anderseits das Großstädtische, dem Rationalen und Intellektuellem entgegenstehend, im dem er - und er belegt das mit durchaus überzeugenden Beispielen – den Charakter der Unterwelt erblickt. Mehr noch, er weist nach, dass die Unterwelt und das sozialistische Prinzip im Grunde nach denselben Spielregeln funktionieren. Doch wie immer fehlt es an der Dialektik, an der Abwägung, an der Suche nach Ausnahmen, Facetten und Besonderheiten. Schon gar nicht wird nach Fehlern der „bäuerlichen Art“ gesucht oder reflektiert, welchen Anteil am konstatierten Niedergang sie für sich reklamieren könnte. Für ihn zählt „das blutvolle  Denken der Vergangenheit und die Weisheit alter Bauerngeschlechter“, die er in absolutem Gegensatz zum „Hochmut des städtischen, entwurzelten, von keinem starken Instinkt mehr geleiteten Geistes“ sieht, zumal: nichts ist nach Spengler dümmer als „die wurzellose städtische Intelligenz“, die in „deutschen Gelehrtenstuben“ als „reine Vernunft“ der „Besserwisser“ „elementare Tatsachen der Geschichte“ verachte und ein „flache(r) Optimismus der Bildungsphilister“ sei. „Der Mensch ist ein Raubtier“ und nur Mussolini entspräche den Anforderungen, zumal: „er regiert wirklich allein“ (was nun wahrlich sachlich nicht richtig ist), „eiskalt“ und habe die nötige „überlegende Rücksichtslosigkeit“. Er schließt: „Wahrscheinlich wäre sein Vorbild Lenin das auch geworden, wenn er länger gelebt hätte“. Strasser lässt grüßen und immerhin war es diese anklingende „Querfront“-Mentalität, die in ab 1934 nach dem „Röhm-Putsch“ in einen unversöhnlichen Gegensatz brachte. Nicht zuletzt auch, weil er den Antisemitismus verurteilte und auch darum aus dem Vorstand des Nietzsche-Archivs ausschied.

Den „Fortschritt der Menschheit“ bestreitet Spengler energisch und höhnt: „Wer daran zweifelt, ist beschränkt, ein Reaktionär, ein Ketzer, vor allem ein Mensch ohne demokratische Tugend: aus dem Wege mit ihm!“ Tatsächlich wird ein Mensch mit Realitätssinn abseits optimistischer und versimpelter Sichtweisen bis heute in dieser Weise abgestraft, beschimpft und selektiert. Nicht richtig ist, dass der Reaktionär, so er dies denkt, auch richtig liegt. Treffend aber ist dagegen die Aussage: „Sie hassen den, der sie feststellt, und heißen ihn einen Pessimisten“. Und doch: wäre es nicht die Pflicht eines Historikers Vorschläge zur Verbesserung auf seinem Kampffeld, der Schrift, vorzulegen? Gern auch kühl durchdacht, aber doch auch auf festem Fundament von nachvollziehbaren und objektiven Gründen, Kriterien benennend, schreibend über Ethik, Wissenschaft, zivile Standards, Habitus, Mode, Kultur und Ethik. Personen wie Thomas Mann oder Adorno haben Spengler positiv rezipiert, da sie in seinen Aussagen den Zerfall und Verfall der Gesellschaft wiederfanden. Tatsächlich irren sie in ihrem Urteil nicht, denn es gibt eine Fülle von Beschreibungen, Aussagen, Voraussagen, die seismographisch jene herrschenden Schwingungen des Niedergangs wiedergeben, die wir heute auch ohne ein besonderes Naturtalent für das Feingefühl wahrnehmen. Doch echte Ursache-Wirkungsprinzipien vermag der Seismograph Spengler nicht aufzuzeigen, weil er bewusst auf die Kategorie des kritischen Geistes verzichtet und sämtliche modernen Prinzipien des Intellektuellen verachtet und negiert. Es gibt also einen Unterschied zwischen Tenochtitlan um 1500 oder London um 1900, keinen zwischen Rom im Jahre 0 und Berlin im Jahre 1913?! Den Zug ins „Große Ganze“ bestreitend, in den Stufen von der Urgesellschaft über die Sklavenhalterordnung, den Feudalismus bis hin zum Kapitalismus keinen Fortschritt sehen und das an keinem Charakteristikum festmachen zu wollen, bedeutet keinen Plan für irgendein Ziel entwerfen zu können.

Fragmentarische Abrisse werfen allerdings ein grelles Licht auf Istzustände, die in ihrer Beschreibung den ganzen Charakter einer niedergehenden Epoche skizzieren. Bisweilen fallen Wiedersprüche auf, weil er, der z.B. die Bebel-Arbeiter ob ihrer preußischen Disziplin heroisiert oder den Kompass innerhalb seiner Tiraden neu ausrichtet. Auch wenn er über den geringen Lohn schwarzer Arbeiter lamentiert wie ein Vertreter der Bewegung bunter Hungertücher, dabei Marx scharf angreifend, weil dieser angeblich die Kolonialpolitik schön redete, obwohl er, Spengler, kurz zuvor noch die „politischen Löhne“ in Grund und Boden schrieb, greift er überraschend auf eine egalitäre Sichtweise zurück. Die von ihm kurz nach dem Krieg beschriebene Allianz zwischen Preußentum und Sozialismus (den er nicht mit dem Marxismus gleichsetzt) blitzt wider besseres Wissen um die realen Zustände an solchen Stellen auf. Manches ist nachvollziehbar, anderes bleibt eklektizistisch ohne sich in ein logisches, bzw. systematisches Denkgebäude einzufügen, so, wenn er zurecht mit einem Blick auf die Vereinigten Staaten fragt: „Aber wieviel Einwohner des Landes gehören diesem herrschenden angelsächsischen Typus innerlich überhaupt nicht an?…Sie sind zum großen Teil nicht mehr im Amerikanertum aufgegangen und bilden ein fremdartiges, andersdenkendes und sehr fruchtbares Proletariat.“ Diese guten Traditionen werden jedoch kaum konkretisiert, zumal sie überwiegend nicht bäuerlicher, sondern bürgerlicher Natur sein dürften, denn schuld ist immer nur das „entwurzelte Volkstum() das dem bäuerlichen Land entzogen wird“. Nun steht es nach Spengler so: „Aus jeder Gesellschaft sinken beständig entartete Elemente nach unten, verbrauchte Familien, heruntergekommene Glieder hochgezüchteter Geschlechter, Mißratene und Minderwertige an Seele und Leib – man sehe sich nur einmal die Gestalten in diesen Versammlungen an, Kneipen, Umzügen und Krawallen an; irgendwie sind sie alle Mißgeburten, Leute, die statt tüchtiger Rasse im Leib nur noch Rechthaberei und Rache für ihr verfehltes Leben im Kopfe haben, und an denen der Mund der wichtigste Körperteil ist. Es ist die Hefe der großen Städte, der eigentliche Pöbel, die Unterwelt in jedem Sinne, die sich überall im bewussten Gegensatz zur großen und vornehmen Welt bildet und im Haß gegen sie vereint: politische und literarische Boheme, verkommener Adel…gescheiterte Akademiker, Abenteuer und Spekulanten, Verbrecher und Dirnen, Tagediebe, Schwachsinnige, untermischt mit ein paar traurigen für irgendwelche abstrakten Ideale. Ein verschwommenes Rachegefühl für irgendein Pech, das ihnen das Leben verdarb, die Abwesenheit aller Instinkte für Ehre und Pflicht und ein hemmungsloser Durst nach Geld ohne Arbeit und Rechten ohne Pflichten führen sie zusammen. Aus diesem Dunstkreis gehen die Tageshelden der Pöbelbewegungen und radikalen Parteien hervor. Hier erhält das Wort Freiheit den blutigen Sinn sinkender Zeiten. Die Freiheit von den Bedingungen der Kultur ist gemeint….Aber dazu kommt die ungeheure Menge der geistig, seelisch und leiblich Unnormalen jeder Art, der Hysterischen, Seelen - und Nervenkranken, die gesunde Kinder weder zeugen noch gebären können…Aus solchem Nachwuchs entwickeln sich das revolutionäre Proletariat mit dem Haß der Schlechtweggekommenen, und der Salonbolschewismus der Ästheten und Literaten, die den Reiz solcher Seelenverfassungen genießen und verkünden.“ Hoffnung wächst nicht nach, „nachdem man jeden Instinkt für vornehmes Leben und Empfinden verloren hat und die öffentlichen Manieren aller „Klassen“ und „Parteien“ gleich pöbelhaft geworden sind.“ Und daraus soll uns das Bäuerliche retten? Das Hinterwäldnerische der Hinterweltler!? Nietzsche dachte darüber anders, wenngleich nicht unterschlagen werden soll, dass die „echte Aristokratie“ der „Plantagenbesitzer“, wie Spengler sie nennt, man könnte in diesem Zusammenhang auch die großen Farmer in den USA nennen, in ihrer Spitze an einem Ideal kratzen, das Moderne und Tradition versöhnen, resp. vereinen. Doch die lang zitierte Passage zeigt, wie nah er partiell der Wahrheit kommt (9 von 10 RTL-Sendungen belegen das) und wie bedauerlich es ist, wenn man sieht dass er zum Sprung ansetzt, um dann doch als Kopffüßler zu enden.

Alles Nicht-Weiße fasst Spengler unter „farbig“, dem verwandten Begriff von „bunt“, zusammen. Der Rassebegriff der Nazis erschien ihm zu eng definiert, denn als „Rasse“ etikettiert er generell das Starke, nicht das reine. Auch der integrierte Fremde vermag ein Anführer zu sein. „Das Barbarentum ist das, was ich starke Rasse nenne“, und: „Ich wiederhole: Rasse, die man hat, nicht eine Rasse, zu der man gehört. Das ist Ethos, das andere – Zoologie“, sowie: „Wer zuviel von Rasse spricht, der hat keine mehr. Es kommt nicht auf die reine, sondern auf die starke Rasse an, die ein Volk in sich hat“. Es sei ein Fakt, dass seit „Jahrtausenden alle Stämme und Arten sich gemischt haben, und dass gerade alle kriegerische, also gesunde, zukunftsreiche Geschlechter von jeher gern einen Fremden sich eingegliedert haben, wenn er „von Rasse“ war, gleichviel zu welcher Rasse er gehörte. Ein Lob von Multikulti? Kulturrelativismus? Ausgerechnet bei Spengler? Die Herkunft spielt keine Rolle, solange das Individuum nur barbarisch genug sei? Na prima, dann ist ja alles in Ordnung. Oder? Ist vielleicht sogar sein Schlagwort vom „Untergang des Abendlandes“ ein Missverständnis? Wohl möglich, ziemlich sicher sogar. Zumal er selbst meinte, er habe auch statt „Untergang“ „Vollendung“ sagen können. Der Mann war kein Philologe, doch jeder Achtklässler sollte den Unterschied zwischen Untergang und Vollendung definieren können.  Letztlich, so Spengler, leben wir nur in einer der acht Hochkulturen die allesamt gleichwertig gewesen seien – nur zu verschiedenen Zeiten. Es klingt da die „identitäre  Überzeugung“ an: Hauptsache „identitär“, du hier, ich dort, du damals, ich jetzt, warum und weshalb spielt eine geringe Rolle, zumal alles gleich ist. „Wer Geschichte nicht erlebt, wie sie wirklich ist, nämlich tragisch, vom Schicksal durchweht, vor dem Auge der Nützlichkeitsanbeter ohne Sinn, Ziel und Moral, der ist auch nicht imstande, Geschichte zu machen“, raunt er in „Jahre der Entscheidungen“. Umgekehrt aber passt der Schuh: wer keinen Sinn, kein Ziel und keine Moral sehen will, der hat auch keine und hat auch nichts zu sagen! André Malraux sagte 1974: „Spenglers enormer Beitrag zur Geistesgeschichte war, daß er – eine Idee Goethes wiederaufnehmend – die Zivilisationen wie Pflanzen oder Tierarten betrachtete. Sie waren das, was er Organismen nannte. Demzufolge besitzt jede Zivilisation ihre Jugend, ihre Reife und ihren Untergang, besitzt also ein Schicksal. Jede Kultur endet auf analoge Weise…“ (Die ZEIT, 7.9.1984) Na prima, wir kommen und gehen, wie, was und warum ist einerlei. Wir leben quasi auf vegetativem Niveau. Alle atmen für Jahre die Lebendigkeit des Krieges und der Blüte. Was solls? Das Abendland ist nur eine Kultur von vielen und es lässt sich nicht begründen was an ihm ein Fortschritt sein soll. Wundert man sich, warum das, was als „Marxismus“ bekannt ist und die Welt beherrscht, erfolgreicher ist?

Oswald Spengler schneidet in dieser Besprechung wohl schlechter ab, als er es verdient, weil hier überwiegend seine Unzulänglichkeiten im Blickpunkt stehen, die in Hinsicht auf ein brauchbares Instrumentarium für die heutige Zeit zu wünschen übrig lassen. Gibt man sich mit treffenden Einzelaussagen zufrieden, mit eklektisch hingeworfenen Augenblicksbeschreibungen oder mit Miniaturen der Respektlosigkeit gegen den Zeitgeist, so wird der geneigte Leser fündig und sollte sich nicht abschrecken lassen. Denn nur die eigene Fähigkeit dialektisch zu denken, bringt ans Licht, was uns der Autor methodisch nicht präsentiert.

Tanja Krienen

 

17 Kommentare »

  1. Veröffentlicht bei http://preussischer-anzeiger.de/2016/07/29/oswald-spenglerkulturrelativist/

    Kommentar von Campo-News — 29. Juli 2016 @ 11:46

  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Phillips_Huntington

    Kommentar von Campo-News — 17. Oktober 2016 @ 08:27

  3. Natürlich ist es oft Pack. Vorbild sollte der gebildete Proletarier sein, alles andere ist bestenfalls ambivalent, meist schlimmer - http://www.achgut.com/artikel/der_grosse_luemmel

    Kommentar von Campo-News — 28. November 2016 @ 08:29

  4. Wo war Merkel? Es ist ein Wahnsinn offenbar geworden – und doch hat er Methode: Am Ende muss man gar Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin, in Schutz nehmen, weil nicht bloss sie allein für diese Toten verantwortlich ist, sondern eine ganze Generation von weltfremden Politikern, die sich berauschen liessen von den günstigen Winden der Geschichte. Was sie in den frühen Neunzigerjahren begannen, nach dem Fall der Berliner Mauer, der sie unvorbereitet traf, was sie damals entwarfen und einleiteten: ­dieses Programm der europäischen Erlösung von dem Bösen, sei es vom bösen Nationalstaat, sei es vom bösen Straftäter, sei es von den bösen Gefahren, die ausserhalb Europas lauerten: Es bricht in diesen Tagen vor unseren Augen zusammen. http://bazonline.ch/ausland/europa/merkels-tote/story/21047209

    Kommentar von Campo-News — 24. Dezember 2016 @ 14:30

  5. Junge Weiße am stärksten betroffen

    Die Analyse der Fed-Daten zeigt auch, dass weiße Millennials immer noch deutlich mehr verdienen als gleichaltrige Schwarze oder Latinos. Im relativen Verhältnis zu den Babyboomern sank ihr Einkommen jedoch am meisten. Ihr durchschnittliches Einkommen brach im Vergleich zur weißen Vorgängergeneration um 21 Prozent ein - auf etwa 47.700 Dollar.

    Das Durchschnittseinkommen von schwarzen Millennials ist dagegen nahezu gleich geblieben bei etwa 27.900 Dollar im Jahr. Die Situation junger Latinos hat sich dagegen deutlich verbessert. Sie bekommen im Schnitt 30.500 Dollar pro Jahr, 29 Prozent mehr als Gleichaltrige noch 1989 verdienten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-millenials-verdienen-viel-weniger-als-noch-ihre-eltern-a-1129831.html

    Kommentar von Campo-News — 13. Januar 2017 @ 15:46

  6. http://www.achgut.com/artikel/wenn_selbstaufloesung_als_erloesung_daher_kommt_1

    Kommentar von Campo-News — 14. Januar 2017 @ 08:55

  7. Rainer David W. Früh Für wann ist nochmal die Übernahme des Rests der ehemaligen Bundesrepublik durch die Türkei terminiert? Nur, dass ich bis dahin meinen Pass abgegeben habe…
    Gefällt mir · Antworten · 1 · 5 Std.
    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Manchmal entwickelt die Historie so ihre eigene Dynamik. Nichts ist terminiert, daran glaube ich nicht, es hängt vielmehr von vielen Faktoren ab, ob und wann dieses System kippt. Jedes Urteil unseres Bundesverfassungsgerichts, jede Installation neuer Rechtsansprüche durch Landesregierungen und jede Gleichsetzung durch die Regierung im Bund, bringt uns diesem Zustand näher. Irgendwann reicht ein Aufstand Marke Paris, um aus der Evolution eine Revolutuion werden zu lassen.

    Kommentar von Campo-News — 18. Februar 2017 @ 07:00

  8. https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/die-rache-des-nationalismus/

    Kommentar von Campo-News — 1. März 2017 @ 11:43

  9. Eine von langer Hand geplante Zerstörung der deutschen Seele

    „Der Zweite Dreißigjährige Krieg (1914-1945) entmachtete, dezimierte, schwächte und beraubte das Deutsche Reich entscheidend und beendete schließlich seine Existenz. Nahezu ein Drittel des Reiches wurde abgetrennt und die deutsche Bevölkerung daraus mit Mord und Totschlag vertrieben. Das in vier Besatzungszonen geteilte Restdeutschland, die Bundesrepublik Deutschland unter der Herrschaft der westlichen Alliierten sowie die Deutsche Demokratische Republik unter der Herrschaft der Sowjetunion, musste sodann eine mehr als 45-jährige Besatzung erdulden. Diese führte im Rahmen einer von langer Hand wissenschaftlich geplanten und durchgeführten Umerziehung (Re-education), auch ‚Rezivilisierung‘ genannt (Wolffsohn), zur Zerstörung der deutschen Seele und zur Schaffung eines neuen Deutschen.“

    Unangepassten Bürgern wird die Narrenkappe des „Rechtspopulisten“ aufgesetzt

    „Die über viele Jahrhunderte gewachsene Wertewelt, die Traditionen und Verhaltensnormen wurden planvoll abgebaut und durch eine Bußkultur in Verbindung mit kultureller Kollaboration ersetzt, die weder Würde noch Stolz noch Selbstbewusstsein aufkommen ließen. Nationale Interessen und Staatsraison galten in der Politik nicht, wie sonst üblich, als maßgebliche Größen. Volk und Nation fanden als herausgehobene Werte keine Beachtung mehr. Wer solches vertrat, wurde und wird bis zum heutigen Tage regelmäßig als Rechter, Rechtsextremer (Verfassungsfeind!) oder gar als Neonazi ausgegrenzt und verfolgt. Gern wird auch unangepassten Bürgern die unbestimmbare Narrenkappe des ‚Rechtspopulisten‘ aufgesetzt.“ http://ef-magazin.de/2017/03/14/10681-aufloesung-deutschlands-der-letzte-akt

    Kommentar von Campo-News — 14. März 2017 @ 14:25

  10. Einfach unfassbar - http://www.focus.de/panorama/videos/db-werbespot-so-wirbt-die-bahn-mit-kopftuch-und-studenten-gegen-vorurteile_id_6799276.html

    Kommentar von Campo-News — 16. März 2017 @ 17:09

  11. Der Nationalismus ist das Mittlere - ein großer Kompromiss

    Der Nationalismus ist wirklich die geringste Forderung, das Allernächstliegende, Mittlere, Vernünftige, könnte man mit Brecht leicht abgewandelt sagen. Die Vereinigung auf dem Boden eines Nationalstaates, darf als großer Kompromiss zwischen oft unterschiedlichen Menschen gewertet werden. Die Nation ist also kein Extrem, für dessen Eintreten man sich schämen müsste, sondern ein recht natürlicher, gemeinsamer Raum Ähnlicher, nicht Gleicher. Eine notwendige, angemessene Besinnung auf den Nationalstaat ist nötig, wenn er in Gefahr gerät. Der nationalen Idee gegenüber steht links die Phantasie der einer Welt ohne Nationen, Grenzen und Völker. Von rechts droht das Konzept des Tribalismus, des Stammes, des Zurückzuges auf die kleinste Einheit, aber auch das echte völkische Denken, das sich auf eine kleine historische Gruppe oft diffuser Herkunft besinnt. Sie wird zur Gefahr für den “großen Kompromiss Nationalstaat”, wenn die Fliehkräfte aus unterschiedlichen Gründen zu groß werden, weil eine Basis auf gegenseitigem Vorteil und Partizipation nicht stattfand, bzw. die neue kleine Einheit ökonomisch mehr verspricht. Doch die Kleinstaaterei stellt keine Lösung dar. Der Nationalstaat steht nicht selten auf einem wackligen Fundament, wenn er ohne “Staatsvolk” bleibt. Seine Inhalte wollen überzeugend definiert und umgesetzt werden. Auf gesicherter und souveräner Basis stehend, unterhält er zwischenstaatliche Kontakte vielfältigster Art zum Nutzen seiner einzelnen Mitglieder. Wer ihn nicht nutzen will und verachtet, wird, falls das erfolgreiche Projekt “deutscher Nationalstaat” weiter in diesem Tempo erodiert, schneller auf den Stamm, die Familie oder sich selbst zurückgeworfen, als ihm lieb ist. Staat und Nation sind keine identischen Begriffe. Die Re-Vitalisierung der bewährten nationalstaatlichen Idee und die Verteidigung des Status Quo stehen auf der Tagesordnung. http://3.bp.blogspot.com/-fhkkEWLyIvM/Ugntyz7BIKI/AAAAAAAAAJ8/hAidphVNpns/s1600/Kleinstaaten.png

    Kommentar von Campo-News — 23. März 2017 @ 10:20

  12. Eins der schwierigsten Themenfelder überhaupt - aber gelungen umrissen. Unser Volk ist das kulturells zerissenste Europas - immer schon, daher die übergroße Mühsal einer notwendigerweise vergröberten Einigung, durch Militär, Bürokratie und Schulmeisterei. Nicht alle deutschen Stämme sind Deutsche, siehe die Alemannen, gespalten in 4 Staaten. West oder Ost, Nord, oder Süd, und dabei immer ans jeweilige Ausland geklammert. Slawische Oberschlesier und Masuren waren mitunter verläßlichere Patrioten als arische Rheinländer, Niedersachsen oder Süddeutsche. Und doch ist hier die wichtigste Nation Europas entstanden, unverwechselbar zum jeweiligen Ausland nicht nur in den Stadtbildern. Ihr Fall an den Süden könnte Europa tatsächlich mitreißen. Das hätten unsere “Freunde” in Frankreich, GB und Rußland bedenken sollen, bevor sie uns den dienstbaren Selbsthaß als politisches Programm auferlegten.
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen So ist es. Und ein ZURÜCK bedeutet, dass die Vereinzelung, die wir jetzt empfinden, wachsen wird, gleichermaßen, wie der Schutz durch das Ganze, verschwindet wird. Man hat ihn uns schon jetzt entzogen.
    Gefällt mir · Antworten · Gerade eben
    Peter Maria Rueth
    Peter Maria Rueth nationales Empfinden ist in aller Welt sichtbar. Völker aller Nationen sind stolz auf eigee Identität und Kultur.

    (Ich würde mich schämen Türke sein zu müssen. Zumindest fühlte ich mich dabei unwohl)
    Die letzte beiden Sätze schrieb ich in der Abscht national und rassistisch Empfinden deutlich zu machen. Der Satz, Ich bin froh/stolz ein Deutscher zu sein, ist somit auch schon rasssistisch konnotiert.

    Keine Nation brachte so viele Denker, Mediziner und Wissenschaftler hervor - wie die Deutsche.
    Gefällt mir nicht mehr · Antworten · 2 · 35 Min
    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Darum siollten sie auch in einem Nationalstaat wohnen und nicht im Königreich Preußen oder im Fürstentum Waldeck oder im Flecken “Ich”.

    Kommentar von Campo-News — 24. März 2017 @ 16:14

  13. Die postmodernen Denker haben mit ihrer These, dass jegliche Bedeutung “sozial konstruiert” ist, also relativ, einiges kaputtgemacht. Sie haben objektivierbare Fakten und damit auch wissenschaftliche Erkenntnis zu einer Perspektive unter vielen erklärt - und damit allen Tür und Tor geöffnet, die jetzt mit Propaganda und “alternativen Fakten” eine rechtsnationale oder religiöse Agenda vorantreiben. Sie haben Worte mit Gewalttaten - Stichwort: “Mikroaggressionen” - gleichgesetzt und damit ein für viele verwirrendes Sprachregime geschaffen, von dem sich jetzt mancher unterdrückt und eingeschränkt fühlt.

    Ob es wirklich einen Kausalzusammenhang zwischen linker Theoriebildung und dem Erstarken des Rechtspopulismus gibt, kann und will ich nicht beurteilen. Sicher ist aus meiner Sicht aber eins: Eine Linke, die nicht daran glaubt, dass es Meinungen und Fakten, Lügen und Wahrheit, verbale und reale Gewalt, falsch und richtig gibt, hat rechten Lügnern, Leugnern und Tätern argumentativ wenig entgegenzusetzen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ideologien-was-heisst-das-eigentlich-noch-links-kolumne-a-1141372.html

    Kommentar von Campo-News — 3. April 2017 @ 14:44

  14. Die Linke streitet sich - http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/linke-identitaet-rueckwaerts-und-viel-vergessen-kolumne-stokowski-a-1141765.html

    Kommentar von Campo-News — 5. April 2017 @ 12:00

  15. Ist doch ihre “Identität” oder? http://www.oe24.at/welt/Muslimische-Lehrerinnen-erklaeren-wie-Maenner-ihre-Frauen-schlagen-sollen/277949065

    Kommentar von Campo-News — 15. April 2017 @ 11:26

  16. DIE ZEIT: Herr Gauland, Sie waren 40 Jahre lang in der CDU, in einem respektierten konservativen Umfeld, jetzt stehen Sie am Rand des politischen Spektrums. Wie haben Sie sich radikalisiert?

    Alexander Gauland: Was ich heute sage, habe ich auch schon früher vertreten. Ich stehe weiterhin in der Mitte, anders als die heutige CDU.

    ZEIT: Damals waren Sie ein Intellektueller in einer liberal-konservativen Partei, heute sind Sie Politiker in einer radikalen Partei. Deswegen wirken die Sätze aus Ihrem Buch Anleitung zum Konservativsein aus dem Jahre 2002 jetzt anders, etwa die Forderung, “das Sittengesetz eines Volkes” müsse verteidigt werden. Was bitte soll das bedeuten?

    Gauland: Das ist das, woraus sich ein Volk entwickelt hat, aus Geschichte, Tradition, aus Umbrüchen. Sie können die Formulierung auch durch das Wort “Identität” ersetzen, und diese Identität verteidigen andere Völker sehr viel stärker. http://www.zeit.de/2016/17/alexander-gauland-afd-cdu-konservatismus?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share_small.link.x&utm_medium=sm&utm_source=facebook_zonaudev_ext&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_share_small_link_x

    ZEIT: Jetzt sind wir schon nach fünf Minuten bei unserer größten Differenz. Im Gegensatz zu Ihnen schätzen wir gerade das Deutschland, das sich in Negation zum Nationalsozialismus entwickelt hat. Es ist heute sehr erfolgreich und auf positive Weise mächtig. Es genießt großes Ansehen und hat eine prosperierende Wirtschaft. Das hat sicher auch mit den sogenannten deutschen Tugenden zu tun, Pünktlichkeit, Fleiß, Genauigkeit – aber noch mehr mit einer neuen Post-Auschwitz-Haltung. Deutschland ist ökologischer, weiblicher, offener, föderaler, weniger militärisch. Das macht uns so erfolgreich. Können Sie sich darüber nicht freuen?

    Gauland: Gegen diesen Teil der Identität habe ich gar nichts.

    Aber das reicht nicht aus. Die Frage ist doch: Können diese Deutschen eine Krise überstehen, so wie Sie sie jetzt schildern, so ökologisch, feminin und weiß der Teufel was, all diese Dinge, die mir nicht so sympathisch sind …

    ZEIT: Warum eigentlich nicht?

    Gauland: Weil sie mir nicht so viel bedeuten. Was ist ökologisch?

    Gauland: Wir wollen ja nicht aus der EU raus, sondern aus dem Euro, weil der wirtschaftlicher Blödsinn ist. Die EU als Ordnungsfaktor wollen wir beibehalten.

    ZEIT: In der AfD ist der sogenannte Genderwahn ein großes Thema. Im Kern scheint Ihre Partei auf lupenreine Heterosexualität fixiert zu sein. Dabei hatten doch gerade die deutschen Konservativen eine recht affektive Beziehung zum Homosexuellen, sei es Stefan George oder Thomas Mann. Oder denken Sie an die unterschwellige Homoerotik des deutschen Soldatentums. Warum hat die AfD Probleme mit Homosexualität?

    Gauland: Ich habe da keine Probleme, nur mit der Brüsseler Genderbürokratie, das ist doch durchgeknallt. Aber mit der normalen Homosexualität habe ich überhaupt kein Problem, warum sollte ich?

    ZEIT: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Ihnen und Sahra Wagenknecht?

    Gauland: Ich schätze Frau Wagenknecht persönlich sehr.

    ZEIT: Nennen Sie mal ein wichtiges politisches Thema, bei dem Sie nicht übereinstimmen?

    Gauland: Wahrscheinlich schon in der Eigentumsordnung, ich habe mit Frau Wagenknecht nie ausführlich diskutiert …

    ZEIT: Sie sind doch beide gegen das Finanzkapital?

    Gauland: Also, ja, Frau Wagenknecht ist mir von der ganzen Linken die Sympathischste, weil sie auch abweicht von ihrer Partei. Das finde ich mutig.

    Kommentar von Campo-News — 17. April 2017 @ 14:45

  17. Vor Jahr und Tag noch, gab es “Liberal-Konservative”, “Nationalliberale” oder “Nationalkonservative”. Diese Differenzierung honoriger Begriffe wurde unter der Dampfwalze der pseudomodernen Historisierung und der politischen Sprachmanipulation ihrer Inhalte beraubt und ihres Charakters verunstaltet. Neuerdings wird der eigentlich geringe Unterschied zwischen den Positionen in einer Weise plattgewalzt, sodass die einen nur noch “Rechtspopulisten” sehen, und die anderen, darunter die Gruppe der Nichtlinken abseits der Mitte, sich selbst boshaft auseinanderdifferenzieren lassen, aufdass es nur noch “Liberal-Konservative” und “irgendwas Richtung Teufel in Menschengestalt” geben soll. In nicht geringer Weise wird dieses ausgerechnet von jenem publizistischem Lager taktisch in die Waagschale geworfen, das sich selbst einst gern mit “Nationalliberalen” und “Nationalkonservativen” schmückte. Wer verwirrt und warum?

    Kommentar von Campo-News — 18. April 2017 @ 13:53

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