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4. April 2016

Comeback! – eine Lesung mit Tanja Krienen

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 12:11

Artikel und Fotos

Ankündigung in der Hagener Presse - Tanja Krienen liest: „Fackeln in der Dämmerung“

Hagen. (as) Sie entzündet „Fackeln in der Dämmerung“. Jedenfalls literarisch. So hat die gebürtige Hagenerin Tanja Krienen ihr neues Buch genannt. Sie wird es am Samst
ag, 2. April, um 19.30 Uhr in ihrer Heimatstadt vorstellen. Genauer: Sie bittet zur Lesung

Für Toleranz, gegen Borniertheit

Schreiben war immer eine Leidenschaft von Tanja Krienen. Schon damals am Käthe-Kollwitz-Berufskolleg hat sie für die Schülerzeitung geschrieben. Und sie war immer ein politischer Mensch. Sie erinnert sich an ihre Kinderzeit, als ihre Großeltern sie zu einer politischen Kundgebung von Willy Brandt mitgenommen hatten. „Mein urpolitisches Erlebnis“, sagt Tanja Krienen. In jungen Jahren provozierte die gebürtige Hagenerin als Punk. Sie engagierte sich für die DKP . Doch bei einem Aufenthalt in der DDR erlebte sie die Kluft zwischen kommunistischer, beziehungsweise sozialistischer Theorie und Realität. Sie trat aus der Partei aus. Politisch aktiv blieb sie. Sie liebäugelte mit der PDS, wurde jedoch von alten ostdeutschen Kadern abgeschreckt. Sie gehörte zu den ersten Mitgliedern der AfD. Doch auch hier fand sie keine politische Heimat. Sie forderte Toleranz, erlebte hingegen Borniertheit.

Ihre „Fackeln in der Dämmerung“ sind ein Rückblick auf Deutschland und die deutsche Geschichte der vergangenen vier Jahrzehnte. Tanja Krienen liest eigene Gedichte, Aphorismen, Essays und journalistische Artikel, die sie einst und jetzt für „taz“, Spiegel, Huffington Post, Rheinischer Zeitung oder Costa-Blanca-Zeitung geschrieben hat. Sie hat Bücher über Wolf Biermann und Georg Kreisler eröffentlicht - und die Ökosatire „2022 – Schönes Grün, die nicht überleben wollen“.

Rückkehr nach Hagen

Tanja Krienen lebte in Dortmund, Spanien, Waldeck und nun in Soest. Die Lesung am Samstag, 2. April ist zugleich eine Heimkehr. Es ist der erste öffentliche Auftritt von Tanja Krienen in ihrer Heimatstadt.

 

Comeback – eine Lesung mit Tanja Krienen

“Autorenlesung? Da hört man Texte, die du schon kennst, in einer Auswahl, die man so nicht getroffen hätte und ist nur Staffage für das Ego des Autors. Da müßte man Geld dafür bekommen, dass man dorhin fährt!” riet mir ein Freund. Nein, es war ganz anders.

Im Kreise von zwei Dutzend aufmerksam Zuhörenden, erlebten wir in Hagen eine Lesung von Tanja Krienen, die einen großen Bogen von der ersten Wahlkampf-Veranstaltung der SPD über das aufgeregte Drumherum des 11. Septembers 2001 bis hin zur political correct verstimmten Gegenwart schlug. Eingeleitet und begleitet durch Musik aus diesen Zeiträumen kam ein Hauch von Kabarett auf.

Ironisches, Bissig-Witziges wie ihr Gedicht über “Brilon-Wald” ließen die Augen der Zuhörer blitzen. Manchmal schien das Publikum etwas überfordert zu sein, wenn mit “Sei Schwarz” und “Sie werden kommen - und ich gehe jetzt” die Zeichen eines dystopischen Zukunftsbildes an die Wand gemalt wurden. Das aber macht den Reiz bei Tanja Krienen aus: Der Leser und Zuhörer ist gefordert. Wer das nicht bewältigt, der kann sich ja von Volker Pispers Rumpelrhetorik beschallen lassen.

Tanja Krienen nötigt uns, RICHTIG zu zu hören. Und so hat sich dieser Abend wirklich gelohnt. Auch die Anfahrt über fast 100 km.
Und - ehrlich - ich hätte sogar Eintritt dafür bezahlt!

Reinhard “Hardy” Rupsch, Münster

Hier geht es zu Informationen und Rezensionen zum Buch “Fackeln in der Dämmerung”

Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts – und zur Autorin

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7 Kommentare »

  1. Ein netter Artikel dazu - http://preussischer-anzeiger.de/2016/04/05/erfolg-romowe-autorin/

    Erfolg für ROMOWE-Autorin

    Ja, sie ist umstritten. Und persönlich hoffe ich, dass sie es bleibt. Wäre sie es nicht, wäre sie nicht sie; aber der Verlag könnte tausende Bücher mehr von ihr verkaufen. Doch Sinnlos- und Weichspülbücher gibt es genug.

    Ein Einwand von Hagen Ernst

    Die Rede ist von Tanja Krienen. Stolz war ich, als einer der Romowe-Verlagsgründer, als sie zustimmte, ihr aktuelles Werk “Fackeln in der Dämmerung”, über Romowe verlegen zu lassen. Und noch mehr schwellte sich meine Brust, als ihr Buch in der Jungen Freiheit rezensiert wurde.

    Und ich freute mich, als man verlautbarte, sie könne auf eine kleine Lesetour gehen. Doch was wäre die Freude ohne Hindernisse?

    Und so gab es Blindschleichen die, sich kulturell auf festen Boden bewegend, Kultur nicht als das verstehen was sie ist: streitbar, böse, aufrüttelnd, unartig! Und so kam, was kommen musste. Und so kam, was ich nicht für möglich hielt. Krienen wurde “vertagt”, ausgeladen. Eben weil Kultur heute keine Kultur mehr ist, sondern sich der Gleichstellung bedient. Gerade und bewusst auch bei Büchern, besonders bei politischen. Dabei, davon ist auszugehen, haben die Absager “Fackeln in der Dämmerung” nicht gelesen – oder, noch schlimmer, nicht verstanden. Immerhin ist es ein vielseitiges Buch. Nicht nur wegen den 376 Seiten. Es sind “Texte aus 4 Jahrzehnten”. Mal links, mal rechts, mal menschlich, mal besonnen, mal verbal ausfallend. Eben kein Buch für einen Wohlfühlabend.

    Endlich vermeldete Krienen auf ihrer Facebook-Seite, eine weitere Lesung sei geplant. Ich wünschte ihr Glück und hatte, wenn ich ehrlich zurückblicke, Befürchtungen. Die nächste Absage? Daran könnte, die nach aussen hin stark erscheinende Krienen, zerbrechen. Selbst Thor oder Odysseus wäre dies nicht zu verdenken.

    Doch der Abend kam und wurde erfolgreich.

    Darf man mehr erwarten? Nein? Doch: Sowohl von Tanja Krienen, die sich durchbeißt und uns alle weiter zwingen sollte richtig zu lesen und hin-zu-hören, als auch von den Veranstaltern, die nur noch seichte, politisch korrekte Brühe ihre Leser zum Schlürfen anbieten.

    Für mein Teil eicht es aber, etwa 400 Kilometer entfernt, laut zu klatschen und sich mit der streitbaren Autorin zu freuen. Und ehrlich? Ganz leise klatsche ich dabei, denn wir wissen, das auch der leiseste Flügelschlag eines Schmetterlings die Umgebung, die Natur verändern kann, bis hin zum tönenden Grollen der alten Gipfel während des Einsturzes. Und nicht geheim wünsche ich mir: weiter so!

    Denn Tanja Krienen stand und las nicht für sich an diesem Abend. Sondern für tausende kritische Autoren und Künstler in unserer Zeit. Eben für jene, ohne Staatsaufträge aber mit reinem Gewissen.

    Kommentar von Campo-News — 5. April 2016 @ 11:51

  2. Nun in Soest - http://www.dorfinfo.de/tanja-krienen-nach-einer-erfolgreichen-lesung-in-ihrer-heimatstadt-hagen/10124572

    Kommentar von Campo-News — 11. Mai 2016 @ 06:46

  3. Gestern fand eine Lesung in Soest statt. Auch wenn sich nur auf Grund der Boykott - und schamlosen Ausgrenzungspolitik ein halbes Dutzend Menschen einfanden, war es doch sehr nett und anregend, denn die beinahe private Atmosphäre erbrachte immer wieder eingehende Diskussionen nach den einzelnen Beiträgen, im Gegensatz zur herkömmlichen Frontallesung in einer Richtung. Jedenfalls war es wichtig und eine Pflichtaufgabe diese störungsfrei verlaufende Lesung durchzuführen, trotz jener antidemokratischen Haltung einiger Zeitgenossen, deren Zeit eigentlich abgelaufen ist. Der Höhepunkt bestand übrigens in der Verspeisung eines ganzen Kartons Schokostrolche (vormals Negro-Küsse)! Siehe auch Boateng vs. Asamoah aus dem Jahre 2011 - https://www.youtube.com/watch?v=OTVsRP_hdX8&feature=mfu_in_order&list=UL

    Kommentar von Campo-News — 14. Mai 2016 @ 06:34

  4. Ich bedanke mich sehr sehr herzlich bei allen etwa 350 Facebook-Freunden, die mir auf unterschiedlichste Weise - per Nachricht oder öffentlich - zum Geburtstag gratulierten! Zum allerletzen Male möchte ich heute auf mein Buch “Fackeln in der Dämmerung” aufmerksam machen und stelle einmal alle bisherigen sechs AMAZON-Renzensionen ein, denn vielleicht bekommt ja der eine oder die andere Appetit auf mehr. (Bei mir gibt es das Buch zum selben Preis, signiert und inklusive Versand) http://www.amazon.de/Fackeln-D%C3%A4mmerung-Texte-vier-Jahrzehnten/dp/1512277193/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1463744576&sr=1-1&keywords=Tanja+Krienen

    Die Amazon-Rezensionen -

    5,0 von 5 Sternen Vier Jahrzehnte bundesrepublikanische Befindlichkeit!
    VonBig Jayam 22. September 2015

    …ist es ein politisches Buch? Ja, aber nicht nur das. Ist es ein lyrisches Buch? Auf jeden Fall. Es wird all die berühren, die ebenfalls auf bewusst erlebte 4 Jahrzehnte Bundesrepublik zurückblicken. Ist ein ein leichtes Buch? Ja und nein. Es gibt Momente, die einen zum Lachen bringen und Momente bei denen eben dieses Lachen gefriert. Ein literarischer Schatz, bei dessen Verköstigung man über andere lachen kann und im nächsten Moment bei seiner eigenen Bigotterie ertappt wird. Dieses Füllhorn voller brillanter Essays und Prosa wird den Leser lange begleiten. Es gibt Tage, an denen man einen Beitrag liest und genug hat und es gibt Tage an denen man es nicht aus der Hand legen möchte. Eines jedoch halte ich für unmöglich. Es an einem Stück zu lesen. Zuviel der Gedanken, zuviel der Erinnerungen. Ein gelungener Effekt ist, das Erscheinungsdatum der Beiträge jeweils an das Ende des Textes zu setzen. Die Aktualität manch 20 Jahre alter Beiträge kann erschüttern. Modern, anspruchsvoll, künstlerisch, non-konformistisch, humorvoll! Kaufen!

    5,0 von 5 SternenGegenpol
    Von Reinhard Rupsch am 21. Juli 2015

    So streng, wie Tanja Krienen bei Meinungen, Thesen und Weltbildern anderer nachhakt, so sehr nimmt sie sich selbst in die Pflicht. Wenn mit diesem Buch Texte aus vier Jahrzehnten angeboten werden, dann verheißt das bei Krienen nicht die geballte Wucht festgezurrter Erfahrung sondern eher spielerisches Um-die Ecke-Denken, hintergründigen, bissigen, bisweilen auch skurrilen Humor und die Aufforderung zum neu Nachdenken.

    Wer die vergangenen Jahrzehnte der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung verfolgt hat, der staunt immer wieder über die frühen Erkenntnisse Tanja Krienens und man wünscht sich, sie hätte damals mehr Gehör gefunden. Wer zu früh kommt, denn bestraft das Leben? Nicht unbedingt. Wir alle haben die Chance, es jeden Tag neu besser zu machen. Eine der Botschaften, die in diesem lesenswerten Buch steckt!

    5,0 von 5 Sternen Fackeln in der Dämmerung- Eine Leseempfehlung von Karsten Patenge
    VonAmazon Kundeam 16. Mai 2016

    Tanja Krienen ist eine Kratzbürste. Eine von der Art, die Linderung bringt, wenn es gewaltig juckt. Tanja Krienen und die Parteien- eine lange Geschichte von Missverständnissen und Enttäuschungen. Für wen, sei hier an dieser Stelle einmal dahingestellt. Das Spektrum derer, die sie hinauswarfen oder wo sie von selbst gegangen ist, reicht vom linken bis zum rechten Rand und zeigt nur, sie ist die Krienen und passt in keine Schublade, Brecht erwähnt sie und folgt ihm nach. Der Atemzug, in dem die Krienen genannt wird, sollte Heiner Müller nicht aussparen, der treffenden Polemisierung wegen. Susan Sontag war auch so eine. Oder der Jünger, Ernst. Passten nicht in die Komfortzone der Gutmenschen und “farblosen Parteiuntertanen”, wie es die “Blaue Narzisse” einmal trefflich formulierte. Die Liste der Medien, in denen sie veröffentlicht hat, ist beeindruckend, die deutschen Qualitätsmedien alle dabei. Nun liegt mit “Fackeln in der Dämmerung” eine Sammlung von Texten aus vier Jahrzehnten vor. Texte, die eine vielschichtige Tanja Krienen zeigen, lyrisch, intellektuell, polemisch, sarkastisch- aber auch nackte Propaganda mit dem Holzhammer- in jedem Falle amüsant zu lesen.

    Was soll man hervorheben? “Landschaft mit Leichentüchern” über die gelegentlich unerträgliche Jelinek? “Fresst Brecht”? Oder das kleine Gedicht “Valencia”? Dem Leser sei dieser Band in Gänze empfohlen, sofern er keine Lust hat, sich sein Gehirn mit seichten Banalitäten zerfressen zu lassen. Selbstständig Denkende, weit abseits vom Mainstream Stehende, werden wohl die hauptsächlichen Leser sein. Alle anderen, nach Antworten in einer sich ständig verändernden Zeit suchenden, seien eingeladen, Tanja Krienens Gedanken zu betrachten. Anregungen sind es allemal.

    5,0 von 5 Sternen Ein MUSS zum Lesen!
    VonAmazon Kundeam 22. April 2016

    Tanja Krienen kenne ich schon als FB Freundin deren Beiträge mich vor allem durch die klare durchdringende Analytik immer wieder zum Nachdenken anregte. Ihr Buch ,,Fackeln in der Dämmerung” war daher für mich eine Pflichtlektüre. Ich wurde nicht enttäuscht. Durch ihre radikale Subjektiviät und Introspektion ermöglicht sie ein Spannungsfeld, dass den Leser von der ersten Seite an begleitet.Sie schreibt wie sie die Dinge ,,damals sah” und jetzt sieht. Ihre Standpunkte und Positionen sind klar und haben Ecken und Kanten. Nicht jede (politische) Äußerung mag den ungeteilten Beifall des Lesers erhalten. Und das ist gut so. Von vorne nach hinten durchlesen das geht nicht. Am Besten man sucht sich die Themen nach und nach je nach Stimmung. Tanja Krienen eine geistige Walküre, ein dialektisches Monster, eine einsame in der Wüste. Eine Herausforderung für jeden an Zeitgeschichte interessierten! Eine Frau die den aufrechten Gang nicht verlernt hat. Helmut Leitner Buchautor

    5,0 von 5 Sternen Wieder mal ein wunderbares Buch.
    VonAmazon Kundeam 13. März 2016

    Jede Seite dieses Buches lohnt sich zu lesen. Man kann Tanja Krienen nur loben für dieses wunderbare Buch. Ich freue mich schon auf Ihr nächstes Werk.

    5,0 von 5 Sternen 40 Jahre aus Sicht von Frau Krienen
    Von Christian Müller am 10. Juli 2015

    Ein sehr gutes Buch, dass viele Artikel, Lieder und Gedichte der Schriftstellerin Tanja Krienen enthält. Politisch korrekte Gutmenschen würden keine Freude an diesem Werk haben; ich aber finde es sehr gut. Es steckt sehr viel Satire in dem Buch; zum Beispiel die fiktive Anekdote über Raffi, Schlaffi und das Transgenderschwein, bei der ich soooooooooolch einen Lachanfall bekam, dass ich mir minutenlang den Bauch halten musste :-)

    Klasse auch was Frau Krienen über Volker Beck schreibt: “Er war mal der Fitteste aller. Aller Spermien. Das war seine erfolgreichste Zeit-kurz nur, zugegeben.” Fazit: Das Buch ist sehr lesenswert und es lohnt sich die 370 Seiten zu lesen, denn es steckt viel Gutes darin.

    Kommentar von Campo-News — 17. Mai 2016 @ 09:54

  5. Es ist noch eine hinzugekommen -
    5,0 von 5 SternenEine Krienen, wie sie im Buche steht!
    VonAmazon Kundeam 21. Mai 2016
    Verifizierter Kauf
    Nein, das ist kein Buch zum lesen, zum schmöckern. Das ist ein Buch zum lesen, zum verstehen, zum streiten, zum nachdenken, zum wach werden. Es wird nie langweilig sich durch die Jahrzehnte zu blättern, auch wenn man nicht ihre Meinung teilt.
    Ja, sie ist streitsüchtig und nie wirklich lieb. Aber sie erweitert einen den Horizont. Vollste Empfehlung, für die, die Harry Potter nicht verstanden und trotzdem kein Parteibuch zum Vorzeigen haben wollten

    Kommentar von Campo-News — 7. Juni 2016 @ 10:23

  6. Rainer Gebhardt Walter Benjamin: “In der Tat gewährleisteten die dadaistischen Kundgebungen eine recht vehemente Ablenkung, indem sie das Kunstwerk zum Mittelpunkt eines SKANDALA machten. Es hatte vor allem einer Forderung Genüge zu leisten: öffentliches ÄRGERNIS zu erregen.”

    Überflüssig zu sagen, das Skandal und Ärgernis heute zu wohlfeilen Präsentationsformen geworden sind.
    Gefällt mir · Antworten · 39 Min
    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Rainer Gebhardt Benjamin war ein KPD-Mann, der im Gegensatz zu den KP-Leute auf der Dada-Seite, keinen Sinn für Humor hatte. Die Unterteilung in Spaß-Fraktion und Agitprop führte um 1980 zur Spaltung des KBW ;)
    Gefällt mir · Antworten · 1 · 18 Min · Bearbeitet
    Rainer Gebhardt
    Rainer Gebhardt Du bist besser informiert. Und ja, Benjamin hatte keinen Humor. Er war der Schmerzensmann des chiliastischen Materialismus/Marxismus.
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Rainer Gebhardt So ist es. Er hat seine Berechtigung, aber für die Kunst ist/war er nicht zuständig.
    Gefällt mir · Antworten · 1 · 17 Min
    Rainer Gebhardt
    Rainer Gebhardt War schön die Sendung.
    Gefällt mir nicht mehr · Antworten · 1 · 9 Min
    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Rainer Gebhardt Danke. Schön soll sie aber gar nicht sein, denn es gibt erheblich bessere Musik, aber lehrreich sollte sie sein. Mehr nicht.
    Gefällt mir · Antworten · 8 Min
    Rainer Gebhardt
    Rainer Gebhardt Sei doch nicht selbstkritisch.
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Rainer Gebhardt Bin ich immer. Jedes Lob ist mir peinlich, weil es meist auf einem Missverständnis beruht.
    Gefällt mir · Antworten · Gerade eben
    Tanja Krienen
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    Kommentar von Campo-News — 18. Januar 2017 @ 14:15

  7. Tanja Krienen mit einem Gastspiel in ihrer Heimatstadt
    31. März 2016 PA

    Tanja Krienen liest aus „Fackeln in der Dämmerung“ Nach knapp 20 Jahren kehrt sie unter dem Motto – “Comeback – Tanja Krienen mit einem Gastspiel in ihrer Heimatstadt“ nach Hagen zurück und wird in der Gaststätte Humpert aus ihrem Buch „Fackeln in der Dämmerung“, Artikeln, Satiren und Aphorismen lesen.
    Am 2.4.2016 um 19.30 Uhr

    Publiziert hat sie in der taz, Spiegel-online (Rubrik Eines Tages), Huffington Post, Neue Rheinische Zeitung, Waldeckische Landeszeitung, hna, Costa Blanca Zeitung u.v.m; Bücher: “Wolf Biermann – Die Ausbürgerung”, 2001 mit Wolf Biermann, Günter Wallraff, Manfred Krug, Ralph Giordano, Carmen Thomas, Marianne Birthler, Bärbel Bohley, Fritz Pleitgen u.a.; 2022 – Schönes Grün, die nicht überleben wollen, Ökosatire, 2007; Georg Kreisler – Doch gefunden hat man mich nicht“, Briefe, mit Konstantin Wecker, Danile Kehlmann, Ilja Richter, 2014; Fackeln in der Dämmerung – Texte aus vier Jahrzehnten, 2015. http://www.hohenlimburger-blatt.de/8229-comeback-tanja-krienen-mit-einem-gastspiel-in-ihrer-heimatstadt/

    Ein vertonter Text: Das Ziel in weiter Ferne https://www.youtube.com/watch?v=afAJSh9Qpbo&feature=youtu.be&fbclid=IwAR1qVksYmjFfN7yl6IwaHlejnseqAgHcanTlOy1dZxQB9sTQ1MCmqpXEXX8

    Ich nehme jetzt die Maske ab
    (Fröhliches Lied während des Marsches zu singen)

    Ich nehme jetzt die Maske ab
    Das Atmen macht mich sonst nur schlapp
    Auch wenn du sagst: Nimm sie nicht ab!
    So sag ich nur: Papperlapapp!

    Ich kann kein lecker Eis mehr essen
    Seh nur noch diese Einheitsfressen
    Kann auch kein kühles Bier mehr trinken
    Das alles tut mir ganz schön stinken!

    Ich nehme jetzt die Maske ab
    Die Luft sie wird mir sonst zu knapp
    Und sagst du streng: Du brauchst ´ne App!
    Nehm ich die Maske trotzdem weg!

    Ich sag´ dir was: es gibt jetzt Stunk
    Wie auf dem Bild von Edward Munk
    So seht ihr aus, so ungesund
    Ofenrohrgroßer Riesenschlund!

    Ich nehme jetzt die Maske ab
    Das CO2 macht mich nicht satt
    Kriegst du auch einen Atmungsschnapp
    Nehm ich die Maske grade ab!

    Im Bus, der Bahn, im Supermarkt
    Genau derselbe Sklavenmarkt
    Wie bleiche Zombies in ´nem Sarg
    Im riesengroßen Horrorpark

    Ich nehme jetzt die Maske ab
    Und gehe lieber in den Pub
    Dort trinke ich zehn Gläser Wein
    Mag sein, ich hör´ dann auf zu wein`

    Da sitzt dort dieser Mann im Fernsehn
    Das ist genau der den wir gern sehn
    Er sagt wir solln zu Hause sitzen
    Das würde auch dem Klima nützen

    Der nimmt ganz sicher keine Maske ab
    Der sitzt dort maskenlos und macht Rabatz
    Der warme Duscher ist ein Sesselfurz
    Und ganz privat ist es ihm schnurz

    Du brauchst jetzt einen dicken Schutzanzug
    Sagt FB-Freundin Lisa superklug
    Weil das Leben so gefährlich ist
    Und Frau Merkel immer ehrlich ist
    Also, liebe Lisa…Wenn du das glaubst…
    Dann nimm die Maske bloß nicht ab
    Versteck dich auch noch unter dem Niqab
    Du bist ja wirklich ganz schön krass
    Und machst dich sogar hinten nass

    Marktleiter Schnauzibär mit viel Tatü
    Rast nuschelnd ran wie einst Monsieur Tati
    „SchischindeingroschesRischigo“
    Wie Borcherts Schischypusch unfroh!

    Mensch! Nehmse mal die Maske ab
    Ich höre nur Schwawappschwischwapp
    Das Risiko das sind Sie selber
    Spiel´n Wachhund für die dummen Kälber!

    Da seht -
    Die Abstandsregeln sind ihm heilig
    Huscht dieser Feigling-Sohn ganz eilig
    Vorbei und wird es nie vermissen
    Mal fremd und frei und heiß zu küssen

    Der nimmt niemals die dumme Maske ab
    Der trägt sie selber bis ins tiefste Grab
    Da fallen mir doch diese Verse ein
    Ich summe mit, dann stimme ich laut ein:
    *sing*
    „Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen
    So wie sie es mit uns heute immer noch tun
    Und du hast ihnen alles gegeben:
    deine Kraft, deine Jugend, dein Leben“

    Mein Opa stand des Morgens auf
    Nur mit dem linken Fuß voraus
    Mit Siebzig wurd´s selbst ihm zu bunt
    Er überwand die Zwangshandlung

    Drum nehme ich jetzt diese Maske ab
    Die Luft wird mir sonst einmal wirklich knapp
    Denn keines der Revolverblätter
    Schreibt mitleidsvoll „Krienen lives matter“

    Oje da kommt mein Schwager Samuel
    Der war im Denken doch noch nie sehr hell
    Ihm ist nicht nur von außen kalt
    Er steht auch allgemein im Wald
    Und sagt:
    Setz bloß die Maske auf ganz schnell
    Du bringst uns alle in die Höll´
    Setzt noch in Brand das ganze Land
    Dann folgt bestimmt der Weltenbrand
    (kurzes melancholisches Zwischenspiel)
    Ich sei zur Menschheit so gemein
    Sagt er zu mir und: Lass es sein!
    Wenn alle wären so wie du
    Bräucht es ganz viele Boxhandschuh´
    Ich sag: Ach was,
    Nimm einfach deine Maske ab
    Das Heucheln nimmt dir keiner ab
    Du warst doch früher ein ganz harter Hund
    Und nicht wie heute Muttis zahmster Mund

    Dort wo die Menschen sind nicht frei
    Da ist das Ganze einerlei
    Da hängt ein Vorhang vorm Gesicht
    Da sieht man keinen andern nicht

    Drum nehme ich jetzt diese Maske ab
    Leg du auch dieses blöde Spucktuch ab
    Du sagst du seist ein alter kranker Sack
    Das weiß ich doch, du bist schon lang ein Wrack
    Und schnüffeltest zuviel vom Nagellack
    Drum mach dir heute bloß nicht in den Frack
    Das ist doch alles nur noch Schizo-Fuck
    Drum legen jetzt alle die Masken ab
    Und singen laut dabei Rabappzibapp
    Mit drei bis vier Millionen Gigawatt
    Tanzen die Nacht wir durch bis zum Sabbat
    Drum nehmen wir jetzt diese Masken ab
    Und rocken durch die ganze Geisterstadt
    So kommen wir ins nächste Extrablatt
    Die Kanzlerin ist dann total schachmatt
    Sie kriegt auch nimmer mehr einen Rabatt
    Und auch ihr Sprachrohr nicht, der ist aalglatt
    Und auch der andere nicht, der Nimmersatt
    Drum nehmen wir jetzt diese Masken ab
    La la la la la la papperlapapp… usw..

    TK, 29.7.2020

    Kommentar von Campo-News — 5. Oktober 2017 @ 17:13

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