Campo de Criptana




6. Oktober 2015

“Nicht die DDR lebt in Gauck auf, sondern die Verkörperung des idealen Christentums, also des “Wahren Sozialismus”

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 16:39

Das neue Interview mit dem Demokratur-Blog aus der Reihe “Wolfgang Luley trifft Tanja Krienen”

“Nicht die DDR lebt in Gauck auf, sondern die Verkörperung des idealen Christentums, also des “Wahren Sozialismus”

WL: Hallo Tanja, wir haben ein regelmäßiges Interview vereinbart, das regelmäßig unsere Leser mit aktuellen Themen erfreuen soll. Ich schlage vor, wir unterhalten uns über das 25 – jährige Jubiläum der Deutschen Einheit, das eben zu Ende ging. Mir hätte die Feier gefallen, wenn nicht die Politiker gewesen wären, zum Beispiel der peinliche Bundespräsident Gauck. Wie hast Du das Jubiläum erlebt?

TK: Ich habe davon – gottlob – nur ein paar Minuten gesehen. Peinlich zelebrierter Pomp einer so genannten Einheit, obwohl gerade das Gegenteil in der Gesellschaft vollzogen wird. Gastgeber Bouffier schrieb seine Rede wohl schon vier Wochen vorher, denn sie versprühte jenen Pesthauch der Fremdenphilie, die von keinem Gegenmittel, und sei es von harten realen Fakten, getrübt wurde. Gaucks pastorales Multikulti-Gestochere im Politnebel, habe ich nur nachgelesen. Alles sehr grausam, naivitätstrotzend und doch berechnend. Diese Staatsakte sind zu meiden, sie sind vergiftet. Das war schon immer so.

WL: Das ist schön und hart gesagt. Wenn Du erlaubst, will ich näher auf Gauck eingehen, seine Rede kann man ja im Internet nachlesen. Er meinte zum Beispiel, dass die Integration von Flüchtlingen eine größere Aufgabe sei, als die Einheit. Ich frage mich, wo unser Land geeint ist? Auch meinte er – im Hinblick auf Flüchtlinge – : „Doch anders als damals soll nun zusammenwachsen, was bisher nicht zusammengehörte.“ Für mich ergibt das keinen Sinn. Wir haben die Asylsuchenden nicht gerufen, im Gegensatz zu den Ostdeutschen, die wir nach dem Mauerfall in die Arme geschlossen haben. Warum sollen Fremde, die nicht zu uns passen – weder politisch noch kulturell – mit uns zusammenwachsen? Ich glaube, ein Islamist, der einen Gottesstaat will, würde eher Schweinebraten essen, als mit uns „zusammen zu wachsen“.

TK: Komischerweise schwärmt Vera Lengsfeld von der Rede Gaucks, da er angeblich in einigen Varianten auf Distanz zu Merkel gegangen sei und die Rechte der Frauen und der Homosexuellen, sowie den Antisemitismus angesprochen habe. Gauck habe “auch über die Notwendigkeit, die EU- Aussengrenzen zu schützen und die Einwanderung zu begrenzen” geredet und zuletzt die erste Zeile der Buntschland-Hymne mit den Worten “Recht und Freiheit” kämpferisch betont, sodass Vera Lengsfeld mit den Worten abschließt: “Fast war er wieder der alte Gauck, den ich kannte, nicht der Bundespräsident, den ich ablehne.” Ich würde den Focus auch eher auf die sehr fragwürdigen Stellen seiner Rede legen und ihn vor allem daran messen, was er nicht sagt, denn: ein paar rhetorische Bekenntnisse zu zivilisatorischen Errungenschaften, die ich im Übrigen auch nicht ohne Widerspruch sehe, übertünchen nur für einen oberflächlich analysierenden Zeitgenossen die lückenhafte Scheinargumentation seiner Ansprache. Kein Wort zum Wesen des Islam, zu seiner Geschichte, seiner Alltagspraktik all dort, wo sie sichtbar wird und kein Wort zur überdehnten Interpretation des Asylrechts und einer konkreten Option der Einschränkung. “Sicherheit in Freiheit” findet in seinem Kopf kaum statt. Vielleicht ahnt er etwas, aber seine christliche Ethik wischt dies hinweg, warum auch nicht: sein Held starb am Kreuz und wurde für sein Leiden berühmt.

WL: Gaucks Rede kommt mir schwammig vor. Er sagte zum Beispiel auch: „Wir Deutschen können Freiheit.“ Mir scheint, Gauck hantiert gern mit Worten, ungeachtet der Realität, die mit diesen Worten gemeint ist. Kanzlerin Merkel fragt uns Deutsche nicht, ob wir Asylanten wollen, sie bestimmt es einfach. Dabei hat sie einen Amtseid zum Wohle des deutschen Volkes geschworen. Sie scheint eher eine Kanzlerin für Ausländer zu sein, als eine für Deutsche. Mit anderen Worten, wir Deutschen können keine Freiheit. Uns wird von einer politischen Klasse diktiert, was wir zu wollen haben. Ich frage mich, wozu wir solche Politiker brauchen? Ein Land, dass Politiker wie Gauck und Merkel hat, braucht keine Feinde mehr. Für mich zeichnet sich immer deutlicher ab, dass wir, dass Volk, uns unser Land von unseren Politikern zurückerobern müssen. Gleichzeitig müssen wir unsere Kultur gegenüber den Fremden verteidigen, die glauben, sie könnten uns Deutschen unser Land wegnehmen, weil sie in der Überzahl sind. Was meinst Du, übertreibe ich?

TK: Ich glaube ja gar nicht, dass dies Merkels ureigensten Vorstellungen entspricht. Sie hat einen längeren Weg hinter sich. Als liberal-konservative Politikerin gestartet, als “Kohls Mädchen”, landete sie auf Grund des allgemeinen gesellschaftlichen Wischi-Waschi letztlich in einer fatalen Option auf eine Koalition mit den Grünen. Deren gesellschaftlichen Spin hat sie weitgehend übernommen und es ist auch einer, der sich bei der Linkspartei und dem linken SPD-Milieu wiederfindet. Ich sagte es schon mehrfach in diesen Wochen: Merkel ist eine Getriebene, die Treiber sind andere. Dennoch ist ihr Handeln mehr als schädlich und unentschuldbar. Aber ich warne davor Merkel als Baueropfer allein schlachten zu lassen, während die eigentlichen ideologischen Täter daraus profitieren. Das System ist möglichweise bereit die ungeliebte Merkel preiszugeben, aber nicht für ihre jetzigen Taten, sondern für ihre früheren. Ihre Politikwechsel waren für uns eine Katastrophe, doch die Linke sieht sie noch immer als FDP-Freundin und eher “Neoliberale”. Das System aber will überleben, obwohl es in dieser Verfassung selbst das eigentliche Problem darstellt und ich weiß derzeit keinen Politiker, der mir Hoffnung auf eine andere Kanzlerschaft machen könnte. Linke Prinzipien sind hoffnungslos in der Offensive, vor allem, wenn sich die Medien vor Wahlen mit einem Dauerbeschuss der Öffentlichkeitwarm machen. Kurz gesagt: Ich glaube nicht, dass der Nachfolger Merkels einen Fortschritt in unserem Sinne darstellt.

WL: Das sehe ich ähnlich. Selbst wenn der SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel Kanzler wird, ändert sich nichts, allenfalls die Art, wie über Probleme gesprochen wird. Gleiches gilt für Merkel selbst. Ich weiß noch, wie sie 2005, noch vor ihrer Zeit als Kanzlerin, meinte, sie würde keine „Basta-Kanzlerin“, sie würde anders regieren als ihr Vorgänger Schröder. In der Flüchtlingsfrage sieht man aber, dass auch ihr nicht mehr einfällt, als ein „Basta“. Denkt man über Merkel hinaus, fällt auf, dass ihre unnachgiebige Haltung wirtschaftlichen Interessen entspringt. Schon jetzt gibt es Forderungen, etwa von Hans-Werner Sinn, dem Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsfragen (ifo), der den Mindestlohn von 8,50 Euro für zu hoch erklärt. Er meint, wenn man Asylsuchende integrieren will, müsse man den Mindestlohn senken. Abgesehen davon, dass 8,50 Euro ein Witz ist, soll – mit Hilfe der Asylanten – Druck auf deutsche Arbeiter ausgeübt werden. Das ist Kapitalismus pur! Wenn man Gauck, der mit Worten hantiert, als einen „Jongleur der Wirklichkeit“ bezeichnen kann, dann ist Merkel eine Marionette der deutschen Wirtschaft. Ein Gabriel – oder sonst wer – ändert an diesen Verhältnissen nichts. Als ehemaliger Linker, hätte ich darauf nur eine passende Antwort: Revolution! Sieht man sich aber an, wie Revolutionen verliefen, etwa bei den Franzosen oder den Russen, dann bin ich doch eher für direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild. Könnten die Politiker, einschließlich des Bundespräsidenten, direkt vom Bürger gewählt werden, wären Merkel und Gauck längst weg. Wir brauchen bloß noch eine geeignete Methode, wie wir den Lobbyismus der Wirtschaft brechen können. Was schlägst Du vor? Welches Gesellschaftsmodel gefiele Dir?

TK: Ich habe das gesellschaftliche Modell bis vor kurzer Zeit verteidigt und es kommt auch darauf an, was man genau kritisiert. Im Wesentlichen aber will ich keine Revolution, sondern nur die stattfindende, linke Revolution stoppen! Was mich wirklich traurig macht und erschüttert, das ist der Verrat. Als ich Merkel zum ersten Mal sah, da saß sie (neben Manfred Krug) im Biermann-Konzert am 25. Jahrestag der Ausbürgerung und da ich für ein begleitendes Buch einen Beitrag geschrieben hatte, traf ich als geladener Gast in der Kantine des “Berliner Ensembles” auch auf Joachim Gauck, der kurz zuvor der ebenfalls anwesenden Marianne Birthler seine Behörde zur Sichtung der Stasi-Unterlagen übertragen hatte. Beide Politiker galten als Anti-Kommunisten, resp. Freunde der Bürgerrechtler und zudem als liberale Wirtschaftsleute. Und nun diese Entwicklung, bar jeder Zurhandnehmung eines Rechenstiftes. Vergessen wir bei Merkel nicht, dass sie 2010 Kurt Westergaard, den Zeichner der Mohammed-Karikaturen, auszeichnete. Ich glaube überhaupt nicht, dass das Volk andere Politiker wählen würde, denn schließlich haben sie die ja gewählt. Und wer böte sich als anderer Bundespräsident mit Chancen an? Derzeit sehe ich niemanden.

WL: Sagen wir so: Wir kennen niemanden, zu dem wir Zutrauen hätten. Ich glaube aber schon, dass es unter uns Bürgern jetzt schon fähige Leute gibt. Wir kennen sie bloß nicht! Ich bin ohnehin der Meinung, dass man ruhig auch selbst zu Wahlen antreten kann. Das Grundgesetz erlaubt jedem Bundesbürger, sich für Wahlen aufstellen zu lassen. Man muss dazu nicht mal in einer Partei sein. Man braucht lediglich einige Unterstützerunterschriften, hat man die zusammen, kann man kandidieren. Dieses Recht sollten viel mehr Bürger in Anspruch nehmen. Wir müssen keine Parteien wählen, wir sind bloß faul und voller Untertanengeist. Wir rekeln uns lieber auf der Couch, als dass wir unsere Bürgerrechte beanspruchen. Dass Politiker über unser Köpfe hinweg entscheiden, liegt an uns! Wir lassen das zu. Wir finden uns zu schnell ab und geben auf. Was sind Revolutionäre anderes als Leute mit Stehvermögen? Ich will nicht diskutieren, ob Revolutionäre immer recht haben, ich sage bloß, sie kümmern sich um ihre Rechte. Wir müssen jetzt keine Revolutionäre werden, aber unsere Hintern sollten wir schon von der Couch bewegen. Sonst gibt es bald keine Westergaards mehr bei uns. Was glaubst Du, sollte sich kulturell bei uns ändern, dass mehr Bürger sich um Demokratie kümmern?

TK: Wir müssen uns die Realitäten ansehen! Und zwar kalt. Basisdemokratie und Hoffnungen machen noch kein anderes System und bringen erst in längeren oder tatsächlich revolutionären Situationen bessere Anführer hervor. Doch die Revolution sehe ich immer noch von anderen Seite erfolgreich durchstarten. Die Leninisten/Trotzkisten werden ihren Bündnispartner mit dem religiösen Anstrich fressen – wie im klassischen linken Handbuch für angewandte Revolutionen. Die erdrückenden Fakten sind das Ergebnis einer permanenten linken Propaganda und ihren Basisaktivitäten. Dazu gehören auch die christlichen Milieus, vereinfacht Käßmännerei genannt. Die Frage ist: wer versucht sich demokratisch?! Ich sehe nicht einmal auf der liberal-konservativ-nationalen Seite zentrale Fragen gelöst und in die richtige Richtung gedacht. So muss das “rechte” Spektrum aufpassen, nicht selbst zum Spielball der revolutionären Linken zu werden, partiell, so scheint es, sind manche radikale Kräfte bis auf die nationale Frage nicht weit auseinander. Das liegt nicht auf meiner Linie.

WL: Darauf fällt mir keine passende Antwort ein. Das ist vielleicht gut so, müssen sich eben die Leser unserer neuen Reihe Gedanken machen! Ich bin sehr für Meinungs- und Gedankenfreiheit. Um beim Thema zu bleiben: Wie verschiedene Zeitungen meldeten, haben am Samstag, beim Fest der Deutschen Einheit in Frankfurt, Demonstranten das Bundesratszelt gestürmt und randaliert. Sie forderten ein Bleiberecht für Asylanten und wollten sich nicht beruhigen. Am Ende musste die Polizei einschreiten. Das scheint mir ein Merkmal der Linken zu sein. Sie fordern und statt Argumente zu bringen randalieren sie. Das hat wenig mit Demokratie und Debattierkultur zu tun, sondern mit Erpressung und Gewalt. Das sieht man auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook, wo gegen Politiker sogenannte „Shitstorms“ organisiert werden, wenn der etwas sagt, was Linken nicht gefällt. Ich erinner mich da an jüngste Aussagen des Innenministers de Maiziere, der randalierende Asylanten gerügt hatte und von ihnen mehr Dankbarkeit gefordert hatte. Noch am selben Tag wurde er auf Facebook von Linken beleidigt und verhöhnt. Gilt jetzt nur noch das Recht des Stärkeren?

TK: So ist es. Das ist schon seit längerer Zeit zu beobachten. Dass sich die Regierung seit ein paar Jahren letztlich auch widerspruchslos dieser Schlägertrupps bedient und die ideologischen Wurzeln nicht mehr benennt, sondern sogar adaptierte, macht aus einem ärgerlichen Zustand, einen skandalösen und damit einen, der sogar den zivilen Widerstand in den Stand eines Notwehrrechts setzt.

WL: Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du, Merkel und Gauck wurden gekauft. Sie waren mal auf dem richtigen Weg und seien von dem abgekommen. Ich glaube das nicht. Ich sehe in den beiden viel DDR aufleben. Für mich sind das Linke, die ein Politikverständnis haben, das man auch in der DDR entdecken konnte: bürokratisch und voll Misstrauen gegen das eigene Volk. Gauck lehnt sogar direkte Demokratie ab, weil er uns, das Volk, für zu blöd hält. Dabei hat er, bevor er Bundespräsident wurde, das genaue Gegenteil gesagt! Ich glaube aber – vielleicht irre ich mich – dass er sich vorher nur verstellt hat. Ich glaube, der hat andere schon immer für blöder gehalten.

TK: Gekauft wurden sie: aber ja – und wie! Aber nicht im Sinne von Bakschisch, sondern: durch Bedeutung. Nicht die DDR lebt in Gauck auf, sondern die Verkörperung des idealen Christentums, also des “Wahren Sozialismus”, auch des “Demokratischen Sozialismus”, der als bürgerlicher Haupt-Koalitionär, scheinbar nicht nur mit ins Boot geholt wurde, sondern am Ruder steht. Doch das ist seit Jahren eine Illusion: sie sind inzwischen nichts anderes als das Phantom-Ruder ohne Wasserkontakt, ein Spielball der Elemente: der leninistisch-trotzkistischen. Sie verkörpern den Februar 1917, dem der November folgt. Nicht der Geldzufluss ist es, der Merkel zunehmend zum gewieften Kretin machte, sondern das sich Hineinsteigern in ein Kanzler-Ideal: Helmut Schmidt-Kohl plus grüner Endlösung. Sie sind Linke, weil sie den siegreichen Weltspin für sich entdeckten und keinen Widerstand leisteten. Hin und wieder blitzt Unbehagen auf – siehe weiter oben die Einsprüche von Vera Lengsfeld.

WL: Vera Lengsfeld verbindet also Gauck mit Recht und Freiheit? Mag sein, dass er als Ost-Gauck viel über Recht und Freiheit geredet hat, was hat das aber schon für eine Bedeutung? Er ist ein Pastor, sein Beruf ist das Predigen. Es waren aber Bürger, die handelten. Im Grunde ist doch Gauck – selbst als Politiker – noch immer ein Pastor? Er predigt, was andere tun sollen und was seiner Ansicht nach, richtig ist. Die Rede, die er am Tag der Deutschen Einheit hielt, mag Vera Lengsfeld, in Teilen, gefallen haben. Für mich war es nur eine Predigt. Für mich ist Gauck ein „Jongleur der Realität“, er spielt mit ihr. In Schloss Bellevue, wo er mit goldenen Löffeln isst und auf Daunen schläft, mag das noch angehen; dann soll er doch sagen, dass das, was er uns predigt, nur für einen kleinen Kreis von Leuten gilt, nämlich für ihn und die oberen Zehntausend. Das wäre immerhin ehrlich. So hantiert er nur mit Worten und redet uns seinen Wahn ein. Mit der Merkel ist es ähnlich. Neulich hat sie behauptet, Gott habe ihr die Asylanten beschert und sie müssen diese Aufgabe jetzt bewältigen. So reden Irre. Ich weiß, ich bin selbst irre! Ob die beiden aber wirklich so ganz ohne Bodenkontakt zur Realität sind, glaube ich nicht. Die wissen schon, was sie sagen müssen, um die Massen für dumm zu verkaufen. Immer hört man, wer gegen Merkel ist, ist rechts. Mit anderen Worten: Die Rechten sind schuld, dass Asylanten bei uns Heime anzünden, randalieren, Frauen begrapschen und den Islam einführen wollen? Mir scheint eher, die Merkel und der Gauck brauchen die Rechten, weil ihr schönes Gerede von einer bunten Gesellschaft nur dann funktioniert, wenn sie für Fehler und Schäden einen Sündenbock haben. Scheitert die bunte Gesellschaft, liegt es nicht an den unterschiedlichen Kulturen der Asylanten und der Deutschen, sondern an den Rechten, die keine Überfremdung wollen. Ich meine, man kann jetzt schon absehen, dass die bunte Gesellschaft scheitern wird. Sie entspringt einem gedanklichen Konzept, das nicht in die Realität passt.

TK: Gauck hat nun einmal mehrere Facetten, nicht umsonst ist er Cover-Boy der “Liberal” und somit der FDP, weil er als freier Wirtschafter gilt. Viel zu frei, aus meiner Sicht. Deine Schelte ist nicht verkehrt, die Frage ist nur: wer braucht wen und woher stammt es? Ich habe in der letzten Antwort schon einen Hinweis gegeben und möchte zudem Oswald Spengler zitieren: “Der Kapitalismus ist überhaupt keine Form der Wirtschaft oder “bürgerliche” Methode Geld zu machen. Es ist eine Art, Dinge zu sehen.” So ist es!

WL: Kommen wir langsam zum Schluss. Wenn ich bedenke, dass wir Bürger, Jahr für Jahr, die Predigten der Politiker ertragen müssen, trübt das meine Freude auf Jubiläen oder Feiertage. Wenn mir die Feier zur Deutschen Einheit etwas gezeigt hat, dann, dass Deutschland gespalten ist: zwischen Ost und West, oben und unten und zwischen In- und Ausländer. Insofern ist das Wort „Einheit“ unpassend. Es müsste lauten: Tag der Deutschen Zerrissenheit. Mir wird aber auch immer klarer, dass wir mit solchen Politikern wie Gauck und Merkel nicht weiterleben können. Sie denken nur an sich und rauben uns Bürger unser Leben und unsere Zukunft. Ein Ausweg sehe ich darin, selbst zu kandidieren und andere dazu aufzurufen. Welche Schlussfolgerung ziehst Du aus der Jahresfeier?

TK: Dass ich das Fernsehen noch mehr boykottieren muss, zumindest die offiziellen Verlautbarungen im O-Ton und die propagandistisch aufbereiteten Nachrichten. Diese Feiern sind zu ignorieren. Die Fakten sind auf der Straße zu besichtigen! Leider schweigen fast alle gewählten Abgeordneten, selbst die so genannten alternativen. Da kommt nichts von Bedeutung, obwohl bis in die Kommunen hinein widersprochen werden sollte. Die neue Einheit kann mir gestohlen bleiben. Eine Einheit mit mir und islamischen Ideologen wird es nicht geben! Dazu stehe ich nicht zur Verfügung!

WL: Danke für Deine Einschätzung. Ich glaube, damit haben wir unseren Lesern genug Stoff zum Nachdenken gegeben. Mal sehen, was nächste Woche für Themen auf uns wartet. Bis dann!

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29 Kommentare »

  1. Dieses Milieu schafft Fakten und weiß sich eins mit einer völlig desorientierten Bevölkerung - http://www.soester-anzeiger.de/…/wickede-fest-5622904.html

    Kommentar von Campo-News — 10. Oktober 2015 @ 07:53

  2. Wolfgang Herles - Und wenn schon der Links-Protestantismus die Regentschaft im Mainstream-Deutschland übernommen hat, dann darf an Luther und Kant erinnert werden. Was ist mit der Freiheit des Christenmenschen, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen? Auch die Vernunft wird abgeschafft unter der Warmwasserdusche des Konformismus. Wir sind gut. Das muss genügen. http://www.rolandtichy.de/kolumnen/herles-faellt-auf/merkels-tv-auftritt-schafft-den-diskurs-und-zwar-ab/

    Kommentar von Campo-News — 10. Oktober 2015 @ 13:09

  3. “Durch die Idealisierung der Armut habe sie die Festigung sozialer Ungerechtigkeiten bewirkt, die Lebensbedingungen der Menschen hätten sie jedoch nicht interessiert.” Wikipedia über Mutter Teresa.

    Da ich einst ab und an die DDR besuchte, erinnere ich mich noch an das Plakat “Das packen wir”. http://thumbs4.ebaystatic.com/d/l225/m/mj7C64hSDVnsB4Gs25JkUAw.jpg Wir sehen, es ist der christlich-sozialistische Impetus, der uns freien Geister nötigt. Merkel, Gauck, Göring-Eckardt u.v.m. stammen aus diesem Komplex, der oft zu weiteren führt.

    Kommentar von Campo-News — 23. Oktober 2015 @ 10:21

  4. Zu Gregor Grezel - Mit den richtigen Schlüssen könnte man als Kulturlinker, zu denen ich mich bis zu einem gewissen Grad noch immer zähle, dennoch solche Dummheiten vermeiden. Was ist eigentlich das Gegenteil eines “Kulturmarxisten”? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich Brauchtum fast aller Art ablehne und nur sublimiert vorgetragene Kunst akzeptiere. Vereinfacht gesagt.

    Kommentar von Campo-News — 20. November 2015 @ 08:17

  5. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Deutschland 2015 ist ein Land ohne Zukunft: Erstens belastet mit finanziellen Verpflichtungen, die Kindern und Kindeskindern mehr abverlangen, als sie jemals werden erwirtschaften können; zweitens außenpolitisch zunehmend isoliert durch eine Flüchtlingspolitik, die den Nachbarn Angst macht; und drittens überrollt von einer mutwillig provozierten Völkerwanderung, die an historische Vorbilder heranreicht. Schon ehedem, als sich die Hunnen und später die Langobarden auf den Weg machten, führten ihre Umsiedlungen zum Zerfall bestehender und geschichtlich ermüdeter Reiche, Kulturen, Zivilisationen.

    Ob das der auf unbegrenzter Zuwanderung beharrenden Bundeskanzlerin bewusst ist, wissen wir nicht, möchten es eher bezweifeln. Vielleicht handelt sie ja nur aus dem Bauch heraus oder eingedenk ihrer Erziehung. Auf jeden Fall ist es ihr innerhalb eines Jahrzehnts gelungen, die bürgerliche Gesellschaft auf breiter Front in die Knie zu zwingen, Deutschland so zu destabilisieren, wie die Kommunisten, bei denen sie in Lehre ging, es sich immer gewünscht haben. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kinder_wie_die_zeit_vergeht

    Kommentar von Campo-News — 23. November 2015 @ 11:24

  6. JUGEND ERWACH, ERHEBE DICH JETZT! Manchmal habe ich mich ja fast geschämt, zur Jugendzeit in der DDR eine Alternative gesehen zu haben. Und doch gibt es Momente, da klingt Bechers Satz “Es sind die alten Weisen, die neu in uns erstehn” in uns und lässt tatsächlich den alten Resonanzkörper schwingen. Oft unter Tränen. Ja, in der deutschen Kultur leben wir, aber wer nur das heutige Desaster kennt oder akzeptiert, der kennt sich selbst nicht mehr.

    Singet also frohgemut, so wie wir, damals, als dennoch längst die leuchtende Fackel längst gelöscht ward. Aber wir waren frohgemut, resp. konnten die ambivalente Aufbruchsstimmung nachvollziehen. Gegenüber dem Hier und Jetzt sind die Einwände dagegen beinahe Sophisterei.

    Es gibt noch eine bessere Varinate dieses Songs, die mir die ehemalige Sekretärin von Horst Sindermann in den 70er Jahren mal auf Kassette überspielte, eine, wo es richtig groovt und das Akkordeon aggressiv vorprescht. Diese hier ist schon Spät-DDR, vorn abgebrochen, geglättet, phrasiert.

    Ein Volk, das keine Lieder kennt, keine Fahnen und keine Identifikationsfiguren, wird seine Spuren tilgen.

    Jugend erwach, erhebe dich jetzt, die grausame Nacht hat ein End.
    Und die Sonne schickt wieder die Strahlen hernieder vom blauen Himmelsgezelt.
    Die Lerche singt frohe Lieder ins Tal, das Bächlein ermuntert uns all.
    Und der Bauer bestellt wieder Acker und Feld, bald blüht es all überall.
    Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, Freie Deutsche Jungend, bau auf.
    Für eine bessre Zukunft richten wir die Heimat auf!

    Allüberall der Hammer ertönt, die werkende Hand zu und spricht:
    Deutsche Jugend, pack an, brich dir selber die Bahn, für Frieden, Freiheit und Recht.
    Kein Zwang und kein Drill, der eigene Will’ bestimme dein Leben fortan.
    Blicke frei in das Licht, das dir niemals mehr zerbricht.
    Deutsche Jugend steh deinen Mann.
    Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, Freie Deutsche Jungend, bau auf.
    Für eine bessre Zukunft richten wir die Heimat auf!
    https://www.youtube.com/watch?v=NVMQR9tiYSA&index=10&list=PL5E62973BF6E8E878

    Und - https://www.youtube.com/watch?v=HYy-ecbUgfo

    Kommentar von Campo-News — 14. Dezember 2015 @ 18:08

  7. Wer sagt eigentlich, daß ein vereintes Europa die Kriegsgefahr auf dem Kontinent mindert? Vielleicht verhält es sich genau anders herum. Vielleicht schaffen wir ein Monster, ohne es zu merken.

    Sind diejenigen, die so vehement die Auflösung Deutschlands in Europa fordern, nicht einfach nur von ihrem deutschem Selbsthaß getrieben? Sind es nicht die selben, die einen Staat DDR ganz gerne noch eine Weile erhalten hätten – trotz der wirklich schrecklichen Grenzen? Und die jetzt in Deutschland die massenhafte Besiedlung mit Arabern und Afrikanern erzwingen wollen – angeblich aus Nächstenliebe?

    Sind das vielleicht auch diejenigen, die gleichzeitig ständig durch die Welt reisen und jeder noch so schrägen Rebellentruppe zu einem eigenen Staat verhelfen wollen? Die uns jetzt erzählen, Grenzen innerhalb Europas würden den Warenverkehr beeinträchtigen, obwohl sie sonst immer lautstark „Grenzen des Wachstums“ für Deutschland fordern?

    Sie müßten doch ganz zufrieden sein, wenn die Laster mit den deutschen Waren sinnlos an den Grenzen herumstünden und so der Kapitalismus gezähmt würde. Die Wahrheit ist: Sie glauben ihre eigenen Märchen nicht. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_grenzen_des_wachstums

    Kommentar von Campo-News — 8. Februar 2016 @ 08:14

  8. Christian Klar zum Entern, aber typisch dreist und dehmlich.

    “Der linke Rand reicht bis in die Mitte der Gesellschaft” übertitelte ich einen Kommentar schon vor 11 Jahren! Er endete mit den Worten: “”Der „Kampf gegen rechts“ trifft vor allem jene Demokraten, die sich die Freiheit nehmen, in kämpferischer Weise auf die Instrumentalisierung dieses vorgeblichen Kampfes zugunsten einer Propaganda gegen lediglich liberal-konservativer Personen hinzuweisen. Mit Stalin und Gefolge gegen Adenauer, dies ist im Grunde seit 1945 das wirkliche Programm dieser Leute… Die Allianz linkssozialdemokratischer und grüner Kräfte, ihre Akzeptanz durch die linke Mitte, bei gleichzeitiger Bewahrung der Interessenslage der äußersten Linken, ist das größte Argument für einen Politikwechsel in Deutschland.”

    Heute steht uns eine Kanzlerin vor, die den ultralinken Schlachtruf “Niemand ist illegal” zum ersten Hauptanliegen ihrer Regierung erhob. Der großen Interessenkoalition von der Linkspartei, den Trotzkisten der SPD, über die pseudochristlichen Ökosozialisten der Grünen bis hin zu den ökosozialistischen Pseudochristen der Union, stehen im Bundestag keine 10% versprengten Mitglieder einer vage als Opposition zu bezeichnenden Gruppe gegenüber, während eine breite Mehrheit der Bevölkerung zentralen Punkte der derzeitigen Politik vehement widerspricht. Während also die Positionen der Extemlinken - nicht nur in der Asylfrage - von fast allen Bürgerlichen mitgetragen wird, versucht die offiziellen Politik so zu tun, als sei der angeblich fließende Übergang “rechter” (was in Wirklichkeit in der Regel rechtsstaatlicher) Kräfte bis hin in das bürgerliche Lager, das große Problem.

    Tatsächlich aber wäre die Beschäftigung eines Mörders mit rechtsextremer Gesinnnung in einem Büro eines CDU oder AfD-Politikers undenkbar, doch ein RAF-Mann wie Christian Klar, darf Mitarbeiter des linken Politikers Diether Dehm werden, nachdem er schon in Peymanns Berliner Ensemble helfen durfte. Und man stelle sich vor, ein rechtsextremes Pendant zur “antideutschen” Claudia Roth würde wie diese von Thomas Strobl, leidenschaftlich und bis zur Penetranz gegen den politischen Gegner von irgendeinem AfD-Mann zu sehen sein. Der Umgang mit Christian Klar zeigt, dass diese Gesellschaft zum Entern freigegeben wurde.

    Es ist kein Zufall, dass ein Diether Dehm zum Türöffner für einen weiteren Tabruch und Linksrutsch wird. Aus diesem Anlass stelle ich einen Text von mir aus dem Jahre 2003 ein -

    Typisch dehmlich

    (Auszig eines Berichtes über den “Sonderparteitag” der P”D”S im Sommer 2003, im Tempodrom zu Berlin, veröffentlicht in Campo de Criptana Nr.2, als es so aussah, als sei seine Karriere in der Partei erledigt, noch ehe sie richtig beginnen konnte.)

    Der Mann war sauer. Ja, es ist für den Diether dämlich gelaufen. Da wartete er 1998 vorsichtig das positive Wahlergebnis ab, ehe er der PDS beitrat, empfahl sich und der Partei binnen weniger Monate als unentbehrlich, mogelte das fast fettlosen Corpus Delicti auf den Stellvertreter - Posten und ward sodann ein westlicher Hoffnungsträger mit obligatorisch großer Klappe und Agitpopprop-Luftnummern - welche drollige Lieblosigkeiten mit dem Aktionsradius eines Bierdeckels blieben - und deren famosester Medienevent in der „Aktentaschenaffäre“ des doch garantiert bar an Ideen, Zetteln und Unterlagen vom Hirn bis zur Sohle, die Treppen des Karl-Liebknecht-Hauses herunterstürzenden meck– und vorpommernschen Bartsches gipfelte.

    Unser Mann hat sich also schlichtweg verspektakuliert, jedoch, er kann beeindrucken! Wie er so im „Hemd über der Hose-Gestus“ im heißen Kreuzberger Tempodrom da stand („Und dann siehste Letzter biste und dann wankste bleich nach Hause – ganz wie beim Sechstagerennen“), die nassforsche Legenden-Rhetorik fein abgestimmt zum imitierten jugendbewegten Augenaufschlag, da kann ich – im Saal sitzend - nicht leugnen, für einen Moment daran erinnert worden zu sein, wie ein lebendiger Politiker wirkt, müsste man nicht der gezeigten Darstellung das Wort Spielerei zuschreiben und zuvor: falsch.

    Dehm sieht sich als Vertreter des letzten aufrechten Restes in der Partei und sein bisheriges, Kampf erfülltes Leben, für die Entrechteten, Missachteten und Verachteten als eine ungebrochene Abfolge von Triumphen - bis zur jetzt erfolgten, „eiskalten Abservierung“ durch den jüngsten „Putsch von rechts“.

    Er hat ja Recht – wie er es jahrelang als Organisator an der Seite von Katharina Witt aushielt, das war schon ein Zeichen größter Aufopferungsbereitschaft und eine Leidenszeit ohne bisheriges Muster; und wie musste er sich verhöhnen lassen, weil er weiche Wasser nicht nur aus dem Brechtschen Taoteking-Gedicht einkalkte, sondern dies auch noch eine holländische Gruppe plärren ließ, deren unorganische Töne in Ohrdruf eins aufs Ohr druff, in Dortmund, aber einen Schlag genau dort hin Wert gewesen wären. Vergessen wir auch nicht – wie böse „reaktionäre Zungen“ immer wieder behaupten - seinen heldenhaften Einsatz, den er im Auftrage der Stasi durchgeführt haben soll, nämlich in seiner Funktion als Manager von Wolf Biermann, diesen „so ganz nebenbei“ zu bespitzeln. Er war und ist eben ein toller Typ!

    Als jugendlicher Schnauz auf der beschaulichen Burg Waldeck gestartet, erfolgte nun das Finish mitten im zerpflückt-zusammengefügten Teil Berlins. Er steht nun mit wenigen Getreuen auf der Seite des Parteienspektrums, dessen Richtung noch erfunden werden muss - http://www.campodecriptana.de/index.php?page=ausgabe3_dehmlich

    Kommentar von Campo-News — 19. Februar 2016 @ 13:36

  9. Wolfgang Grupp ist jetzt auch dabei und man musste dies schon länger ahnen. Erst einen Affen als Werbepartner, nun dies - http://blog.trigema.de/gegen-diskriminierung/?utm_source=social&utm_medium=facebook&utm_campaign=b_diskriminierung

    Kommentar von Campo-News — 2. März 2016 @ 18:05

  10. Die Beimischung einiger Tropfen Christentums zu einer linken Gesinnung verwandelt den Trottel in einen perfekten Trottel.

    Nicolás Gómez Dávila

    Kommentar von Campo-News — 19. März 2016 @ 11:08

  11. Auch Karl Marx stieß in seiner Lehre immer wieder auf das “Unerklärbare” und “Göttliche” - so sieht es Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Für ihn ist das Christentum wichtiger als der Marxismus. Als Gläubiger in der “Linken” habe er auch nie Probleme gehabt.

    Für Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ist das Christentum wichtiger als der Marxismus. “Im Christentum wohnt die Erkenntnis, dass es etwas gibt, was nicht vom Menschen beeinflusst ist”, sagte Ramelow der “Berliner Zeitung” vom Samstag. “Da ist das Göttliche - am Ende kam auch Marx immer wieder an Punkte, die er nicht erklären konnte.”

    Diese Erkenntnis über das Vorhandensein des Unerklärbaren gebe ihm Kraft, sagte Ramelow weiter. “Ich bin froh, dass ich nicht auf alles eine Antwort habe.” Man müsse Widersprüche auch aushalten und daraus Kraft ziehen können. Versöhnung heiße, aufeinander zuzugehen, “selbst in Fällen, in denen das nicht möglich erscheint”.

    Konfessionslosigkeit als Erbe der DDR http://www.focus.de/politik/deutschland/marx-und-das-unerklaerbare-ministerpraesident-ramelow-christentum-ist-wichtiger-als-marxismus_id_5386729.html

    Kommentar von Campo-News — 26. März 2016 @ 13:02

  12. Führerscheinentzug als Allheilmittel - http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bei-steuerbetrug-fuehrerschein-weg-aid-1.5024706

    Kommentar von Campo-News — 21. April 2016 @ 11:16

  13. Das Feld der selbstgestellten Aufgaben ist riesig, gerade für ältere alleinstehende Frauen oder gut situierte Rentner der 68er-Generation, die soziales Engagement zeigen, aber nicht vor dem Fernseher oder auf Karibik-Kreuzfahrten verdämmern wollen. Die christliche Wurzel dieses Altruismus ist nicht zu übersehen. So forderte jüngst der Philosophie-Professor Stephan Gosepath von der Freien Universität Berlin, daß die Deutschen die Pflicht hätten, ihr persönliches Lebensglück im Zweifelsfall für Flüchtlinge zu opfern. Wie bei den Bettelmönchen des Mittelalters dient so die Entsagung der Reinwaschung der Seele von materiellen Verlockungen.

    Das Gedankengebäude dieser Leute ist tendenziell dualistisch. Der „Flüchtling“ wird zum verhätschelten und entmündigten Ersatz-„Baby“, das mit großen Kulleraugen die liebe weiße Mami anschaut und für deren Einsatz in Zukunft nur Dankbarkeit zeigen wird. Böses kann allenfalls vom „rassistischen“ Deutschen ausgehen, nicht aber vom freudig empfangenen „Refugee“. Um so heftiger bricht in dieses Weltbild bisweilen die Wirklichkeit ein, sofern man nicht Strategien zur Verdrängung entwickelt hat. https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/das-grosse-finale-steht-noch-bevor/

    Kommentar von Campo-News — 20. Mai 2016 @ 12:49

  14. Buntschland fällt von 10 auf 12 - http://www.focus.de/finanzen/videos/wettbewerbsfaehigkeit-die-usa-muessen-zittern-dieses-land-strebt-an-die-spitze-der-weltwirtschaft_id_5579997.html

    Kommentar von Campo-News — 31. Mai 2016 @ 13:55

  15. Linke sind keine Linken mehr - http://www.zeit.de/campus/2016-06/politisches-engagement-junge-linke-studenten-parteizugehoerigkeit?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.twitter.ref.zeitde.dskshare.link.x&utm_medium=sm&utm_source=twitter_zonaudev_ext&utm_campaign=twitter_referrer&utm_content=zeitde_dskshare_link_x

    Kommentar von Campo-News — 27. Juni 2016 @ 15:36

  16. Bedenklich ist diese Überhöhung politischer Positionen und Institutionen auch deswegen, weil sie nicht nur die EU betrifft, sondern viele gesellschaftliche Diskurse. Ob Spannungen rund um Angela Merkel oder Orban, ob Putin, Obama, Erdogan oder Papst Franziskus. Ob Flüchtlingskrise, Terror, Nationalismus, USA oder Nahost: immer wieder erleben wir Repräsentanten, die es nicht mehr nötig haben, sich selbstkritisch dem Gegenargument zu stellen, sondern die Verkündigungen aus dem Himmel fertiger Überzeugungen präsentieren. Das geschieht in Talkshows ebenso wie im Parlament oder im Wahlkampf, im Parteienmarketing wie im Mediengeschäft. Die Politik als Gottesdienst, geleitet von Meinungs-Priestern, die das gute Leben für alle kennen. Staats- und Wirtschaftsführung? Sozialengagement und Kulturbildung? Alles eine Liturgie von Auserwählten, zum Wohl unserer Gesellschaft, die längst nicht so liberal ist, wie sie glaubt. http://www.achgut.com/artikel/politik_als_gottesdienst_geleitet_von_meinungs_priestern

    Kommentar von Campo-News — 2. Juli 2016 @ 06:44

  17. Welt: Warum haben Sie diese Verlorenheit nicht erlebt? Wie haben Sie den Weg gefunden zu Frankfurt, zu Adorno, Horkheimer, zu 68?

    Tibi: Bei den beiden habe ich, und das klingt fast schon rassistisch, das logische analytische Denken gelernt. Und ich habe unter Deutschen gelebt, nicht in einer syrischen Parallelgesellschaft. Ich lernte deutsche Sitten und Gebräuche unter anständigen deutschen Linken beim SDS. Das war für mich meine Heimat. Die zehn Jahre in Frankfurt fühlte ich mich wie ein Deutscher, obwohl ich noch nicht einmal eingebürgert war. Ich hatte Frau und Kind. Der Sohn, Fabian-Fuad, ging in den Kindergarten bei Cohn-Bendit. Er lebt übrigens heute immer noch in Frankfurt und betreibt eine Bar, die “Tibi-Bar” in Bockenheim.

    Ich habe aber auch das andere erlebt: Arabische Freunde kamen an die Uni und sagten empört, meine Freundin säße da mit anderen Männern zusammen. Ich antwortete, das seien ihre Kommilitonen und es sei schließlich eine Mensa. Sie fragten, ob ich keine Ehre hätte. Das war schon damals nicht meine Welt! Eine Frau war bei denen entweder eine Mutter oder nur ein Sexualobjekt. Alles ist übersexualisiert. Meine Freunde sagten dann abfällig, ich benähme mich “deutsch”. Ich glaube, so ist das heute noch bei vielen Muslimen.

    Welt: Die Parallelgesellschaften sind einerseits instinktiv entstanden, weil viele in der Fremde mit Vertrauten zusammen sein wollen, das kennt man auch von Deutschen im Ausland. Aber irgendwann werden sie zur Einbahnstraße.

    Tibi: Man landet nicht richtig in Europa. Ich kenne die libanesische Parallelgesellschaft in Berlin gut. Da gibt es viele Kriminelle. Die türkischen sind zwar besser, die Menschen leben aber auch oft so, als seien sie noch in der Türkei. Und wenn Sie jetzt sehen, welchen Einfluss Erdogan über die türkischen Verbände auf die türkischstämmigen Deutschen auszuüben versucht, dann hören Sie die Nachtigall trapsen.

    Welt: Es gibt aber auch viele Ausländer, die wir nicht sehen, die integriert sind, die ihre Steuern zahlen, ihre Kinder in die Schulen schicken und nicht auffallen wollen.

    Tibi: Vielleicht fünf bis zehn Prozent der Muslime in Deutschland leben wie ich, europäisch. Voraussetzung ist eine ökonomisch gesicherte Basis und die Sprache. Das sind oft Mittelständler. Aber selbst das schützt nicht. Sogar syrische und iranische Ärzte in Göttingen leben unter sich, und wenn Deutsche dazukommen, fühlen sich die Deutschen fremd.

    Welt: Wieso sehen Sie in Angela Merkels Politik nur eine des Versagens und des undemokratischen Diktats? Sie bringen immer wieder ihre DDR-Sozialisation ins Spiel und sagen, sie “entwestliche” das Land. Ist dies nicht auch rassistisch?
    Kanzlerin Angela Merkel (CDU)
    Foto: AP Kanzlerin Angela Merkel (CDU)

    Tibi: Es gibt ein Buch, das ist für mich die Bibel der Demokratie: John Stuart Mills “On Liberty”. Das war Pflichtlektüre für die Nachkriegsdeutschen. Ich studierte bei Carlo Schmid, dem Mitverfasser des Grundgesetzes. Die DDR-Menschen sind nicht in diesem westlichen Geiste erzogen worden. Und mit Merkels Entscheidung, eineinhalb Million Menschen ins Land zu lassen, verändert sich Deutschland immens. Das sehen Sie schon an Göttingen: Die Stadt war früher sehr studentisch, 20 Prozent waren Ausländer, eine verträumte, idyllische Stadt. Heute sieht sie aus wie ein Flüchtlingslager. Da laufen die Gangs, ob afghanisch oder eritreisch, durch die Straßen, und man bekommt es mit der Angst. Das Göttinger Gemeinwesen ist erschüttert. Und über all das: keine Sitzung oder Debatte des Bundestages! Alles der Alleingang einer Frau.

    Welt: Sie reden wie die AfD.

    Tibi: Wenn man etwas Kritisches sagt, kommt gleich die AfD-Keule! Wir brauchen hier endlich eine Debattenkultur, die diesen Namen auch verdient. Das ist Demokratie. Wir müssen nicht übereinstimmen. Aber wenn ich widerspreche, darf man sich nicht gleich hämisch über mich äußern.

    Welt: Was machen wir jetzt mit Ihrer Beschreibung von Göttingen?

    Tibi: Ich finde die Lage unerträglich. Da kommen Menschen mit keiner Ausbildung und wenig Geld. Und sie erleben eine prosperierende Gesellschaft. All das ist hart erarbeitet. Das kann man nicht einfach verschenken. Mit der Zeit werden aus diesen Gruppen Gangs, die sich das dann holen. Göttingen wird in einem Jahr eine Stadt voller Kriminalität. Und das verdanken wir Frau Merkel. Das ist keine Einwanderung wie im Falle Amerikas, wo man sich die qualifizierten Immigranten aussucht. Das hier ist eine demografische Lawine, die über uns schwappt http://www.welt.de/debatte/article156781355/Heute-sieht-Goettingen-aus-wie-ein-Fluechtlingslager.html

    Kommentar von Campo-News — 5. Juli 2016 @ 13:03

  18. Bundespräsident Joachim Gauck gibt Kanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik Rückendeckung. “Ich mag mir eine Regierungschefin nicht vorstellen, die vor das Volk tritt und sagt, wir schaffen das nicht. Also, warum sollte man eine solche Person wählen”, sagte Gauck im ZDF-Sommerinterview mit Blick auf das von Merkel geprägte Motto “Wir schaffen das”. Die Bundeskanzlerin und er verfolgten dieselbe Linie beim Thema Flüchtlinge, sie verwendeten nur “unterschiedliche Ausdrücke”.

    Laut Gauck befindet sich Deutschland trotz der Probleme bei der Integration der Flüchtlinge nicht in einer bedenklichen Lage. “Das Land ist nicht in einem Zustand wie ein sinkendes Schiff, es ist noch nicht mal in einem Zustand eines schweren Orkans, sondern es sind Böen, die uns schütteln, und es sind Böen, die die Gesellschaft auch durcheinanderbringen ein wenig.” http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-joachim-gauck-stellt-sich-hinter-die-bundeskanzlerin-a-1107564.html

    Kommentar von Campo-News — 14. August 2016 @ 05:31

  19. http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/ethik/ethik/297641-lieber_ein_islamisches_als_ein_religionsloses_europa.html

    Kommentar von Campo-News — 14. September 2016 @ 12:59

  20. https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/die-infantilisierung-ist-gewollt/

    Kommentar von Campo-News — 25. September 2016 @ 08:04

  21. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/joachim-gauck-blickt-mit-sorge-auf-us-wahl-a-1119818.html

    Kommentar von Campo-News — 6. November 2016 @ 09:53

  22. Was sagt Merkel da? https://www.youtube.com/watch?v=qpSDELFNPYM&feature=youtu.be

    Kommentar von Campo-News — 21. November 2016 @ 07:27

  23. Lion Edler über Gauck - http://ef-magazin.de/2016/12/13/10232-joachim-gauck-bilanz-einer-erbaermlichen-amtszeit

    Kommentar von Campo-News — 13. Dezember 2016 @ 11:13

  24. http://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/schattenseiten-der-empathie-forscher-mitgefuehl-ist-wie-eine-droge-mit-negativen-folgen_id_6597321.html

    Kommentar von Campo-News — 5. Februar 2017 @ 08:53

  25. http://www.achgut.com/artikel/maas_co_haben_es_eilig_parteien-geld_kuenftig_nach_gesinnung

    Kommentar von Campo-News — 12. Februar 2017 @ 11:25

  26. http://www.focus.de/finanzen/recht/tabu-themen-im-wahlkampf-fuenf-teure-gemeinheiten-die-die-politik-sich-fuer-nach-der-bundestagswahl-aufhebt_id_6642717.html

    Kommentar von Campo-News — 15. Februar 2017 @ 09:44

  27. Irre! Unfassbar! - Bundeskanzlerin Angela Merkel “Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt” http://www.sueddeutsche.de/politik/merkel-cdu-partei-der-subsidiaritaet-1.3395370

    Kommentar von Campo-News — 26. Februar 2017 @ 08:45

  28. Was aber, wenn bald der Islam diese von Harich avisierte Aufgabe übernimmt? Im Islam gilt bekanntlich Zinsverbot, das heißt, der Entfesselung der Wirtschaft (und der Gier) sind Grenzen gesetzt, und der Schutz der Schöpfung ist eine dem frommen Muslim auferlegte Pflicht. Für die Entwicklung der Technosphäre, die sich wie ein gewaltiger Parasit auf den Planeten gelegt hat, kann man die Muslime eher wenig verantwortlich machen. Ihre Religion heiligt die Arbeit nicht. Der fromme Muslim verspürt nicht den Drang, sich unbedingt in Werken verewigen zu müssen; stattdessen zeichnen ihn Gottergebenheit und Lässigkeit im Umgang mit der Zeit aus. Es muss doch irgendeinen tiefen gottgefälligen Sinn haben, wenn dieser Glaube derzeit am stärksten wächst. Warum nicht der Rückbau der Industriegesellschaft? Damit wüchse dem Islam heilsgeschichtlich eine völlig neue, welterlösende Bedeutung zu, und für die deutschen Grünen und deren Wähler würde er auf einmal noch „anschlussfähiger“ als ohnehin schon, wobei sie ihre eigenen ökologischen Fußabdrücke schon deutlich reduzieren müssten. Und was die Vermehrung angeht, könnten die Muslime wiederum von den Grünen lernen. Denn ohne ständiges Wirtschaftswachstum sowie immer neue Technologien der Nahrungs- und Energieerzeugung sollte die Erdbevölkerung im Sinne des finalen ewigen Friedens besser schrumpfen. http://ef-magazin.de/2017/03/10/10653-wolfgang-harich-heute-der-islam-als-vollendung-des-oeko-stalinismus

    Kommentar von Campo-News — 10. März 2017 @ 11:48

  29. Zappa sagt es: Sozialismus produziert meist Negatives. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10208270643355704&set=p.10208270643355704&type=3&theater

    Kommentar von Campo-News — 24. März 2017 @ 12:37

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