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12. Mai 2013

Eine Alternative zur Alternativlosigkeit - ein politisches Portrait des Soester Stadtanzeigers

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 09:33

Dieses Portrait gab den Anstoß mich zu mobbem und quasi zu entfernen. Hier mehr darüber.

Eine Alternative zur Alternativlosigkeit - ein politisches Portrait des Soester Stadtanzeigers (Soest, Werl, Möhnesee, Warstein, Bad Sassendorf, Lippetal, Ense, Wickede, Welver) über fast eine ganze Seite in 80000 Haushalten. Ein Ausschnitt -

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4 Kommentare »

  1. Der ganze Text -

    Eine Alternative zur Alternativlosigkeit

    Soest. „Die Rettung des Euro ist alternativlos“ – dieses Zitat von Angela Merkel hat Tanja Krienen auf die Palme gebracht. Dabei gibt es im Soester Vorort Hiddingsen gar keine Palmen. Der 55-jährigen Autorin und Journalistin geht es zuerst gar nicht mal um den Euro. Sondern vielmehr um den Begriff „alternativlos“. Für Tanja Krienen ist nichts alternativlos: nichts im Leben, nichts in der Politik und schon gar nichts in den eigenen Ansichten.

    Wer die hochgewachsene Dame nach Konstanten in ihrem Leben fragt, der landet schnell bei Wolf Biermann (1976 aus der DDR ausgebürgerter Liedermacher, Anm. der Redaktion) und dessen Zitat „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“.

    Was treibt diese Frau an, deren Maxime die Alternative zur Alternativlosigkeit ist? Im Moment ist es vor allem die Partei „Alternative für Deutschland“. Klar, dass für jemanden wie Krienen das eingangs genannte Zitat eine Kampfansage ist. Deshalb kämpft sie jetzt: gegen die CDU, der sie noch bis vor wenigen Wochen angehörte; gegen den Euro, „den wir schrittweise abschaffen wollen“; gegen zu viel Europa, „damit die Nationalstaaten wieder souveräner werden“; und gegen eine verfehlte Einwanderungspolitik, „weil wir jüngere Leute mit besserer Ausbildung brauchen“.

    „Das ist ja eine verzweifelte Situation aus meiner Sicht“, sagt Tanja Krienen, wenn sie an Europa denkt. Deshalb ist sie im Januar dabei, als sich die neue Partei formiert; ist dabei, als die ersten Strukturen in NRW gezimmert werden; und ist jetzt „Kreisbeauftragte der Wahlalternative“.

    Tanja Krienen sitzt in ihrem Büro, hinter sich den PC, daneben das Bücherregal. Manchmal klickt sie sich schnell durchs Internet, wenn sie ein Zitat sucht; oder sie greift ins Regal, zieht eines der Werke heraus, das sie durch Leben begleitet hat: Marx und Engels gehören dazu oder das Buch über die Ausbürgerung von Wolf Biermann, an dem sie selbst mitwirkte.

    Dann greift sie nach unten, zieht ein Heft hervor, das mit „Campo de Criptano“ beschrieben ist. „Das Magazin habe ich eine zeitlang rausgebracht“. Viele namhafte Autoren habe sie gewinnen können, sagt sie. Wofür? Für ein Heft, das den Titel jenes Ortes trägt, an dem Don Quijote gegen die Windmühlen kämpfte. „Als ich das Magazin gemacht habe, da gefiel mir die Haltung Don Quijotes“, erklärt Krienen. Mut aufbringen gegen scheinbar Unveränderliches, dabei aber nicht verrückt sein, das seien auch ihre Triebfedern gewesen damals.

    Dieses „damals“ macht klar, dass die Zeit von „Campo de Criptano“ beendet ist. Sie gehört zu den Jahren in Spanien. Damals, 2003, wandert Tanja mit ihrem Mann aus: auf eine Finca im spanischen Hinterland. Doch der Traum vom „Dolce Vita“ unter südlicher Sonne platzt. Südländischer Lärm vor allem in den Nächten, der ausgeprägte Regionalismus, die Sprachbarriere wegen der vielen lokalen Sprachen und nicht zuletzt die sommerliche Dauerhitze – das sind die Hauptgründe, warum „das Leben im Hinterland mit einer Dorfgemeinschaft, die wenig mit dem eigenen Leben zu tun hat, scheitert“.

    Spanien zeigt Tanja, wie deutsch sie ist

    In Spanien lernte Tanja Krienen, wie deutsch sie ist. Das ist typisch. Krienen stürzt sich in ein Abenteuer, erkennt es als Fehler – und macht eine Kehrtwende. So wie mit der CDU. Für die machte sie 2005 Wahlwerbung, „um etwas gegen den Linkstrend in der Gesellschaft zu tun“.

    Ausgerechnet sie, deren Wurzeln ganz weit links liegen. Emotional von einer frühen Begegnung mit Willy Brand geprägt unterstützt das soziale Umfeld in ihrem Heimatort Hagen die Lust am Linken. Der Vater kommt als Maurer aus der Arbeiterschaft, Tanja wird Energieanlagenelektroniker, engagiert sich in der Gewerkschaft, in der DKP. Irgendwann tritt sie aus, schließt sich den „Demokratischen Sozialisten“ an. Auch eine Liaison mit der PDS folgt, dauert nur ein Jahr, dann der Austritt, „weil sich im Vergleich zu den Altkommunisten nichts geändert hat“. Krienen redet, erklärt, findet Argumente, sucht auch vor sich selbst wieder nach Rechtfertigungen für den steten politischen Wechsel. Irgendwann ist sie bei Marx angekommen, zitiert, dass das Sein das Bewusstsein bestimme, lacht, lehnt sich zurück und schaut auf, ob die Worte Wirkung zeigen.

    Heute gehört der Wechsel zu Tanja Krienen wie Angela Merkel zur CDU. Das war nicht immer so. Denn der eine, der entscheidende Wechsel dauerte sehr lange. Tanja hieß nämlich nicht immer Tanja. Früher hatte sie einen Jungennamen. Dazu den ordentlichen Job, eine Ehefrau. 37 Jahre dauert es, ehe sie ausbricht. Warum so lange? „Man führt das normale Leben bis es nicht mehr geht“. 1994 habe sie die äußere Rolle nicht mehr halten können. Sie löst die Ehe auf, zwei Jahre später folgt die Operation, nochmal zwei Jahre später die Hochzeit mit ihrem jetzigen Mann.

    Die Befreiung aus der männlichen Zwangsjacke schlägt sich nieder in Ortswechseln: Nach 37 verwurzelten Jahren in Hagen zieht es Tanja nach Dortmund und Unna, nach Spanien und an den Edersee in Hessen, schließlich nach Hiddingsen. Wer aufgrund der geografischen Vielfalt eine Flucht im neuen Körper vor der Konfrontation vermutet, irrt. Denn Tanja Krienen bezieht klar Stellung. In der „Bild“ etwa, wo sie sich zu Unisex-Toiletten äußert („Wir benötigen diesen Unsinn nicht“). Das Thema ist ihr viel zu schrill dargestellt in den Medien.

    Tanja Krienen will einfach nur ganz normal leben. Eine gewisse Wachsamkeit ist aber geblieben, weil sie nicht passen will in eine Schublade, sich vielen Lebensentwürfen entzieht. Deshalb erlebt sie auch immer wieder Anfeindungen. „Das passiert immer wieder, das hat auch Verletzungen hinterlassen“.

    Doch Krienen wäre nicht Krienen, wenn sie sich unterkriegen ließe. „Alt werden mit ihrem Mann“ will sie in Soest – und im Kreis politisch aktiv sein. Schon ist sie wieder in Form, spricht von ihrer Liebe zur Musik, die schon früh von den Beatles befeuert wurde; macht sich selbst neue Lust auf Psychologie, weil sie „unendlich spannenden Thema“ während ihrer zweiten Ausbildung zur Erzieherin begegnete; schließt den Bogen bis zur Philosophie, der sie schon als Jugendliche verfallen sei. Die Verbindung all dieser Themen, das ist für Tanja der Mensch – und damit die Politik.

    „Was mich von den meisten Frauen unterscheidet, ist mein ausgeprägtes analytisches Denken“.

    „Was mich von den meisten Frauen unterscheidet, ist mein ausgeprägtes analytisches Denken“. Mit diesem Satz blickt der Mensch, der längst zur Dame geworden ist, plötzlich laut auflachend Stellung zum eigenen Leben. Und als hätte dieser kurze Augenblick ausgereicht, um die eigene Aufmerksamkeit sinken zu lassen, bricht sie die Treue zu Wolf Biermann, sagt: „Ich kann nicht anders: Alles ist Politik, das erfordert täglich eine Stellungnahme“. An diesem Punkt ist sie sich untreu geworden. Denn ändern wird sie diese Einstellung nicht.

    Ein erstes Treffen der Wahlalternative hat bereits am 27. April stattgefunden. Wer sich interessiert für die lokale Ausprägung der „Alternative für Deutschland“, kann Tanja Krienen aber auch noch unter Z 02921/3472940 oder Z 0160/91637954 kontaktieren.

    Jürgen Vogt

    Redaktion Sonderthemen / Stadtanzeiger

    Kommentar von Campo-News — 13. Mai 2013 @ 11:55

  2. Eine Frau Umzulike aus Warstein, selbsternannte „scharf-links“ Propagandistin und Attackistin, die auch schon mal bei einem Mord eines Arabers an einer Neusser Arge-Mitarbeiter das Täter-Opfer-Verhältnis mindestens infrage stellt, wenn nicht sogar ins Gegenteil verkehrt - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_tat_eines_intensivopfers/ beschwert sich heute im Stadt-Anzeiger über das Tanja Krienen-Portrait der letzten Woche, es enthalte „keine kritische Reflektion“. Das Sonntags-Brötchen sei ihr fast im Halse stecken geblieben, sagt die kalkuliert eine Opferrolle angesichts der bösen Krienen-Präsentation einnehmende, klassisch links dreinblickende, 46 jährige rote Lehrerpersonin http://www.die-linke-kreis-soest.de/nc/presse/detail/browse/5/zurueck/archiv-5/artikel/neue-landesratsdelegierte-gewaehlt/ - oh welch ein böses Brötchen, möchte man anfügen, das wahrscheinlich mit der rechten Hälfte plötzlich hinabrutsche. (Unbegreiflich, warum sie so etwas politisch Unkorrekt-Ungesundes isst, noch dazu am Sonntag kauft, wo das Personal dort doch sicher besonders scharf-rechts ausgebeutet wird). Sie rügt meine angeblich „extremen Pendelschläge von links nach rechts“ und zeigt damit, was sie für „rechts“ hält. Es ist anzunehmen, dass sie einen echten Pendelschlag von wirklich rechtsaußen nach linksaußen freudig hinnehmen würde, wahrscheinlich aber ohne wirklich die Unterschiede in der Argumentation beider verwandter Lager je bemerkt zu haben, gerät man doch von „scharf-links“ gewöhnlich stufenlos nach „scharf-rechts“. Die AfD nennt sie dann eine „sogenannte“ Alternative für Deutschland und schimpft wie ein in die Enge getriebenes, hilfloses Rotspätzchen über die „gnadenlos marktradikale und tendenziell rechtspopulistische Partei“, die „ultra-neoliberale und sozialdarwinistisch Zielsetzungen“ habe. Nachdem sie das feststellte, wird die AfD dann gar „rechtslastig“, ich „verworren“ und an „Orientierungslosigkeit“ leidend bezeichnet und überhaupt sei ganze Interview sowieso ein Skandal, da „völlig kostenfrei“ und „zu allem Überfluss“ mit den Kontaktdaten versehen! Man stelle sich das vor: ein Interview im Vorwahlkampf ohne die Linke, die Antifa und den „Ausschuss für Genderfragen“ zu kontaktieren, noch dazu von einem Reporter, „der seine Sympathie für die AfD kaum kaschiert schamlos aus (nutzt) um Wahlwerbung für diese Partei zu machen“. Anstelle solcher Unfassbarkeiten, schlägt Frau Umezulike ein Interview mit sich, nein, „mit weiteren politisch aktiven Personen aus anderen Parteien“ für ein Sonntagsgespräch vor. Ja, der Antifaschismus muss immer wachsam sein und jede Regung schonungslos ersticken, da „gnadenlos Marktradikale“, nicht explizit kommunistische Menschen und „Ultraneoliberale“ ihr Haupt der Menschheitsbeglückungsmaschinerie entgegenstrecken. Der Weg in Warstein zur Fachklinik ist nicht weit.

    Kommentar von Campo-News — 19. Mai 2013 @ 09:44

  3. Es war nicht zu ahnen, dass die Partei wirklich sexistisch und ewiggestrig ist. Ekelhaft!

    Kommentar von Campo-News — 8. Juli 2013 @ 09:54

  4. Bis dahin galt Reil vielen als Vorzeige-Sozialdemokrat: Einer von den kleinen Leuten, ein Arbeiter mit Ruhrgebietscharme und Job in der Zeche. Seine offene und direkte Art machte den Politiker populär – nicht nur in der SPD. In seinem Wahlkreis im Essener Norden hatte Reil für die Partei ein Direktmandat mit fast 42 Prozent der Stimmen errungen.

    Er galt als einer, der ausspricht, was andere sich nicht zu sagen trauen und der Probleme anpackt. Hätte er mit diesen Eigenschaften nicht gerade in diesen Tagen auch in der SPD Karriere machen können?

    „Nein, null“, sagte Reil auf diese Frage zu FOCUS Online. „Weil man Menschen wie mich dort nicht will.“ Die SPD verschließe inzwischen völlig die Augen vor der Realität, so der altgediente Politiker und weiter: „Die AfD ist für mich die neue Volkspartei, weil sie diese Realität wahrnimmt – und etwas gegen Probleme tut. Dort wird Politik mit Herz und Verstand gemacht.“
    http://www.focus.de/politik/deutschland/ich-bin-in-der-afd-und-das-ist-gut-so-obwohl-er-das-ausgeschlossen-hatte-spd-aussteiger-wechselt-zur-afd_id_5729556.html?fbc=fb-shares

    Kommentar von Campo-News — 15. Juli 2016 @ 17:26

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