Campo de Criptana




18. Januar 2010

“Die Frage, ob das richtig ist, wird inzwischen nicht mehr gestellt”

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 18:44


Grüne entdecken die Pornosteuer

 

Die Blut – Hirnschranke beim Telefonieren

 

Der grüne Clown

 

Die Grünen stammen bekanntlich aus ehemaligen Putztruppen, heute sind sie nur noch putzig. Das aber sehr.

 

Unser Hauptgrüner in Waldeck-Frankenberg heißt Daniel May, ist 29 und schon Landtagsabgeordneter. Seine Frau ist bereits Bundestagsabgeordnete (sie ist es seit dem 26. Lebensjahr), heißt Nicole Maisch und hebt sich - das muss man sagen – in relevanten Punkten vom bekannten grünen Frauenschnitt ab. Das Paar May-Maisch oder Maisch-May steht auch nicht zur Debatte. Vorstellen möchte ich die Selbstauskünfte im O-Ton, die der junge Herr May im WLZ-Interview von sich gab und die alles über den Zustand der grünen Bewegung aussagen.

 

Einleitend ist anzumerken, dass Herr Daniel May selbstverständlich als Lehrer arbeitete - und Lehrer waren es auch, die ihn auf den Weg brachten, auch wenn er das bestreitet. Das Milieu kreist schließlich um sich selbst. Wie die Milchsäuren. Er sagt:

 

„Ein Schlüsselerlebnis aus dieser Zeit war sicher die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 (da war er knapp drei Jahre alt. Es wäre so, als würde ich mein politisches Engagement mit dem Inkrafttreten des Atomgesetz zur friedlichen Kernenergieverwendung im Januar 1960 begründen). Und auch die Beschäftigung mit dem Thema Waldsterben in der Grundschule war so ein prägendes Erlebnis.

 

Wir haben sehr häufig beantragt, dass kreiseigene Gebäude mit Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgestattet werden sollen. Das wurde oft abgelehnt. Mittlerweile ist das gar kein Thema mehr. Die Dachflächen werden an Investoren vergeben, die darauf Photovoltaikmodule installieren. Wir haben im Kreistag hochemotional darüber geführt, ob man in Schulen Mittagessen und Ganztagsbetreuung anbieten sollte. Die Frage, ob das richtig ist, wird inzwischen nicht mehr gestellt. …Durch stetige Nerverei kann man eben auch etwas erreichen. Grüne Themen wandern eben nicht von alleine in die Mitte der Gesellschaft.

 

Die Sozialdemokraten haben jedoch in der Großen Koalition von 2005 bis 2009 nicht Klimaschutz betrieben, sondern dafür gesorgt, dass sehr viele Kohlekraftwerke neu gebaut wurden. Das hat mit grüner Politik herzlich wenig zu tun. Die Themen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, teilweise haben die anderen Parteien versucht, darauf zu reagieren, aber sie haben dann nicht die entsprechende Politik gemacht. Zur Zeit spüren wir deshalb eher Aufwind. Wir haben so viele Parteieintritte wie seit Langem nicht mehr…Renate Künast hat mit ihrer Diagnose recht. Aber wir müssen noch viel tun, um die Mitte der Gesellschaft zu bewegen, auch Grün zu wählen.“

 

May hat Recht: die Mitte kommt ihnen mit Schwung entgegen. Ehemals ultralinksesoterisch gewirkte Themen, erscheinen „ganz normal“. Es wird gar nicht mehr darüber diskutiert. Der theoretische Entwurf des Ökosozialismus der 80er Jahre hat komplett und unumkehrbar gesiegt. Keine Pflanze darf in Hessen verändert werden – nur das Geschlecht 6jähriger Kinder. Das zum Stand der Realitäten in der Gesellschaft.

1 Kommentar »

  1. In der Ökobranche sind 400-Euro-Minijobs weit verbreitet, viele Firmen beschäftigen studentische Aushilfen und Teilzeitkräfte, nur wenige sind an Tarifverträge gebunden. Ähnlich wie im übrigen Handel sind auch in Biomärkten Stundenlöhne von sieben bis acht Euro Usus.

    Kommentar von Campo-News — 27. Februar 2010 @ 17:29

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