Bei Tortosa, an des Ebros schmutzigem Ufer
Zehn Strophen zum Abschied aus einem Land, das ich nie wieder betreten werde.
Da fiel sie in den katalonischen Dreck.
Auf verlorenem Posten steht einsam ein Sucher
Mit geröteten Augen und wirr vor Schreck.
Über das große Meer kamen die Banden,
Zu Hause fehlte der Arbeitsmut.
Hilfreiche Hände sie überall fanden.
Was böse ist, nennt sich oft selber gut.
Wen kümmert schon der andere Fremde?
Der Nächste tappt in die Sonnenfalle.
Sie fischen nach ihm und das sehr behände
Mit unmenschlicher, heimtückischer Kralle
Der Ungeist, umhüllt mit atmender Haut
Viel weniger wert als ein unnützes Tier,
Genetisch in tausend mal tausend Jahren gebaut:
Allein für die Spezifizierung der Gier.
Ein Franzose hat sie beim Auto gesehen.
Unachtsam wir, weil mürb und müde.
Da ist es im Schlag einer Wimper geschehen:
Es ist, guter Mann, nicht die fehlende Liebe.
Die Härte ist´s, die sich rar macht im Land -
Im TV einmal live zur Abendstunde:
Praktizierte Scharia: ab mit der Hand!
Am besten mit beiden: das macht die Runde!
Wo keine Finger sind, greift auch nichts zu,
Nach Schecks, Pass, Bankcard und Bargeld.
Da gibt’s keinen raffinierten, sehr schmutzigen Clou
Den manch´ Film für den Mob flockig darstellt.
Das Produkt der „Kultur“ und der „Modernität“-
Gelebter Sadismus tagtäglich gelehrt.
Es fehlt jener Schnitter, der sie flugs abmäht:
Und die Politik mit, die sie ständig vermehrt.
Heraus, schlagt noch einmal die Ebro-Schlacht,
Trefft die Zapaterrorbande ins Herz,
Die Spanien unbewohnbar gemacht-
Gebt ihn zurück, den bohrenden Schmerz.
Es piepte das Handy noch fünf Tage lang,
Bei Tortosa, an des Ebros schmutzigem Ufer -
Bis die Tasche ganz langsam im Schlick dort versank.
Auf verlorenem Posten steht einsam ein Sucher.
Dass ich mich einmal über ein irisches NO freuen würde, hätte ich vor Jahren nicht für möglich gehalten. Doch hier steht, warum. Ansonsten bleibt nur das zu sagen, was ich schon vor meinem Spanien-Desaster beherzigte: Raus aufs Land! Nur dort kann die Rückbesinnung erfolgen. Entschleunigt Euch! (Wo es Sinn macht)
Kommentar von Campo-News — 14. Juni 2008 @ 06:55
Ergänzung -
Der Euro
Georg Kreisler
Man kann nicht umhin zu sagen, dass Wien
eine herrliche Stadt voller Charme ist.
Auch London ist schön und Paris an der Seine,
sogar Oslo macht Spaß, wenn’s dort warm ist.
Aber nix bleibt stabil, weil: die Zeit ändert viel.
Die Zeit ändert überhaupt alles.
Im nächsten Jahrhundert bleibt nix, wie’s halt ist.
Ich bin kein Prophet, aber eins weiß ich g’wiß:
Einmal wird der Eiffelturm nicht mehr sein,
und wo jetzt der Louvre steht, wachst der Wein.
Nur der Euro, der bleibt,
weil den nix mehr vertreibt.
Der wird all’s überleb’n, der allein.
Unser Wiener Stephansturm, der fallt um,
und wo jetzt die Oper ist, dort san’s stumm.
Nur der Euro bleibt stehn;
von Berlin bis Athen
tanzt der Euro um alle herum.
Den Prater werdn’s vernichten.
Der Rhein wird gestaut. Florenz wird verbaut.
Auf’n Petersdom werdn’s verzichten.
Wenn der Papst protestiert, wird er g’haut.
Auf die Champs-Élysées wird ka Wert g’legt,
und das Tivoli wird unter d’ Erd g’legt.
Aus Warschau wird Schutt. Die Schweiz ist kaputt.
Die Grachten erfriern. Die Schweden emigriern.
Dann werd’n militant alle Häuser verbrannt
und als Waren- und Bürohäuser neu eingespannt,
nur der Euro wird leb’n,
nur den Euro wird’s geb’n,
nur der Euro wird zeig’n, was er kann.
Und er kriecht mit Humor
aus der Aschen hervor,
und fangt immer von vorn wieder an.
Mozart verraucht, weil man’n net braucht.
Gleich hinter Mozart raucht Goethe.
Bach wird verjazzt, Rembrandt zerkratzt.
Shakespeare hat auch seine Nöte.
Goldoni und Moliere krieg’n ein neu’n Regisseur.
Nur findet auch der kein Theater.
Denn Theater san g’schlossen, die Museen stehen leer.
Und Buchläden gibt es schon lang keine mehr.
Was braucht ein moderner Mensch Lit’ratur?
Auch von Philharmonikern keine Spur!
Nur der Euro bleibt stark!
Den legt niemand in’n Sarg!
Hast du Euro, dann hast du Kultur.
Der kann Kunst imitiern,
der kann die Politiker schmiern,
der baut Banken zu den Sternen,
baut McDonalds, baut Kasernen,
der schmückt’s Fernsehn mit ein’m Glorienschein:
Man ist stolz, Europäer zu sein!
Für den Euro sterb’n die Poeten,
und zum Euro lernt man beten:
Euro unser, der du bist…
Und dann merkt auch der letzte Tourist,
was Europa ist.
Kommentar von Tanja Krienen — 14. Juni 2008 @ 09:11
An der wichtigsten Adresse scheint die Nachricht von der dramatischen Entwicklung indes noch nicht angekommen zu sein. Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero nimmt das Wort Krise nicht in den Mund. Und das, obwohl die Volkswirte Spaniens Wirtschaft im zweiten Quartal schon in der Rezession sehen. “Schwierige Lage”, “komplexe Situation” oder “Abnahme der Wachstumsgeschwindigkeit” tauft er das, was passiert. Er verbringe mehr Zeit damit im Wörterbuch nach Synonymen für Krise zu suchen, als sich um die Lösung der Probleme zu kümmern, lästern seine Gegner im Parlament.
Kommentar von Campo-News — 18. Juli 2008 @ 07:07
Man muss wissen, was passieren kann, wenn man ein Land außerhalb Europas betritt.
Kommentar von Campo-News — 22. August 2008 @ 14:20
12.50 Uhr: Die spanische Regierung hat die Golfstaaten um Hilfe bei der Rettung der heimischen Bankenbranche gebeten. Das Land fordere arabische Staatsfonds dazu auf, öffentliche Schulden in Form von Staatsanleihen zu kaufen, mit denen ein milliardenschweres Rettungspaket finanziert werden solle, sagte Industrieminister Miguel Sebastian der Nachrichtenagentur Reuters. “Wir können dem Land nur Liquidität verschaffen, wenn sie von außen kommt.” Spon
Hahahahahaaarrrrrrr
Kommentar von Campo-News — 20. Oktober 2008 @ 13:11
In der Fakultät der Geisteswissenschaften wird nicht nur wild philosophiert, die spanischen Studenten rauchen, kiffen und trinken auch gern auf dem Institutsflur.
“Ja, ja, die Fakultät der Geisteswissenschaften. Die haben wir längst aufgegeben“, erklärt einige Tage später Beatriz, unsere Spanischlehrerin.
Kommentar von Campo-News — 12. Dezember 2008 @ 11:01
Das Land der Idioten ist jetzt komplett wehrtauglich. Es ist halt, wie ich schon vor Jahren sagte, eines außerhalb Europas!
Kommentar von Campo-News — 25. Januar 2009 @ 18:37
Spanien ist die Nr. 1 - wer sonst?
Kommentar von Campo-News — 27. April 2009 @ 11:33
Immer daran denken!
Kommentar von Campo-News — 4. August 2009 @ 13:57
Da liegt es im Matsch: das in weiten Teilen dekadenteste Volk Europas. Wirtschaftlich komplett unten, darf das sonstige Verhalten nicht fehlen.
Kommentar von Campo-News — 26. August 2009 @ 17:31
Das ganze Land ist eine einzige Krise und korrupt.
Kommentar von Campo-News — 31. Dezember 2009 @ 09:52
Es wird immer besser in Spanien.
Kommentar von Campo-News — 1. Januar 2010 @ 14:13
Wenn dies die “Guten” doch einmal verstehen würden.
Kommentar von Campo-News — 16. März 2010 @ 09:21
Frage: Die “finanzielle Schieflage”, von der Sie sprechen, ist ein Schuldenberg von inzwischen mehr als einer halben Milliarde Euro. Wie haben Sie die Geldsorgen des Clubs gespürt?
Hildebrand: Generell wurden die Spielergehälter monatlich nur zu einem Bruchteil ausgezahlt, die Restzahlungen kamen im Juni und Januar. Ich fing im Juli 2007 in Valencia an, meine Winterrate sollte eigentlich im Januar 2008 überwiesen werden.
Frage: Wann haben Sie Ihr Geld bekommen?
Hildebrand: Im März.
Frage: Haben Sie sich nicht beschwert?
Hildebrand: Als Spieler geht man nicht dagegen vor, wir haben uns auf den Sport konzentriert.
Frage: Die spanische Immobilienkrise hat beim FC Valencia eine gigantische Geldblase platzen lassen. Wie kann dieser Club, der mehr Schulden hat als alle Bundesligisten zusammen, überhaupt noch existieren?
Hildebrand: Weil Spanien anders ist. Valencia ist ein großer Club, dem wird nicht einfach so die Lizenz entzogen, weil kein Geld mehr da ist.
Kommentar von Campo-News — 20. März 2010 @ 15:54
Nie wieder! Wehret den Anfängern!
Kommentar von Campo-News — 30. April 2010 @ 14:44
Spanische Sonne und günstige Ferienhäuser locken deutsche und britische Rentner an die Mittelmeerküste.
Kommentar von Campo-News — 7. Mai 2010 @ 13:57
Laut den Aufzeichnungen muss ein unbekannter dritter Mann im Cockpit gewesen sein. Dieser habe starke Zweifel an der Arbeit der Techniker geäußert, die vor dem verunglückten Start einen überhitzten Sensor mit Eiswürfeln gekühlt hatten. “Das ist Flickschusterei!”, empörte sich der Unbekannte. Der Co-Pilot antwortete: “Das kann man wohl so machen.” Kurz darauf rollte das Flugzeug zur Startposition des Madrider Flughafens.
Kommentar von Campo-News — 10. Mai 2010 @ 15:50
Quatsch, das ganze Land ist gedopt! “Zwei Drittel sind aber bislang noch guter Hoffnung und meinen: Nein.”
Kommentar von Campo-News — 10. Dezember 2010 @ 19:21
Es könnte auch in Spanien sein, die Südländer benehmen sich ähnlich - http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,774259,00.html
Kommentar von Campo-News — 19. Juli 2011 @ 08:03