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16. März 2007

Auswandern ?!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 11:55

Bemerkungen gegen den Zeitgeist

Von Tanja Krienen

Auswandern hat durchaus Tradition. Derzeit ist sie so groß in Mode wie schon lange nicht mehr. Seit dem 2. Weltkrieg verließen noch nie so viele Menschen Deutschland: 2005 waren es etwa 150 000 Personen, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Nicht eingerechnet jene, die sich nicht offiziell verabschieden, sodass die berufsmäßigen Zähler eine Dunkelziffer von zusätzlichen 90 000 Menschen annehmen. Doch die „Mode“ entstammt meist nicht der Freiwilligkeit. Sie resultiert aus subjektiv empfundenen, mangelnden Karrierechancen in Deutschland, Perspektivlosigkeit, Reglementierungsüberdruss und hier und da auch aus Abenteuerlust.

Dabei ist es doch eigentlich ein schönes Land das sie verlassen wollen, mittelmäßig groß und mittelmäßig warm, und es liegt sogar mitten in Europa. Es ist aber auch ein Land, dessen Angehörige, gefragt nach ihrer Herkunft, sich nicht selten schämen, wenn sie seinen Namen in anderen Ländern nennen, in denen sie gerade verweilen; auch singt man seine Erkennungsmelodie nicht gern oder versucht sogar seine Verwandtschaft gänzlich zu verleugnen.

Manch einer, der es in diesem Land aushalten muss, hält es kaum aus. Er bezahlt an der Zapfsäule die Rente der alten, mit der Steuer die Verwahrstätten für die jungen - und auf das alles jetzt noch den abermals erhöhten Mehrwert! Wer aber einen Doktor braucht, zahlt Eintritt; wer mit ihm sprach, zahlt einen Satz, wer sein Medikament kaufen möchte, zahlt eine weitere Gebühr. Wer Dosen kauft, muss sie zurücktragen; wer Strom will, zahlt immer mehr, wer es warm haben möchte, überlegt es sich zwei Mal und wer keine Arbeit hat, bekommt auch oftmals keine. Frust entsteht. Mancher will da raus.

Geschlechtspezifische Unterschiede

Mehrere neudeutsch „Doku-Serien“ genannt, zeigen dem Fernsehzuschauer aktuell auswanderungswillige Deutsche, begleiten dabei die Kandidaten in den Wochen vor ihrer Ausreise und in den ersten Monaten im neuen Land ihrer Wahl. Fast immer fallen ähnliche Sätze wie: „Allein schafft man es nicht. Da müssen alle Mitglieder der Familie mitziehen.“ Aber ist das nicht bereits eine Grundlage, die weit über das Normalmaß hinausgeht? Impliziert nicht eine derartige Bemerkung reale Ängste, das Wissen um ein mögliches Vabanquespiel, sowie ein bewusst in Kauf genommenes Risiko mit „Open end“?

Immer sind es Männer, die solche - sachlich durchaus richtigen - Vorgaben äußern. Man muss keine Feministin sein, um zu bemerken, dass sich die geschlechterspezifische Wahrnehmung der neuen Situation nach einer Auswanderung sehr unterschiedlich darstellt - und auch objektiv ist. Wieso das?

Nun, der Mann, so ist bei genauer Beobachtung immer festzustellen, beginnt sofort mit dem „Jagen und Sammeln“, während die Frauen noch beim „Auspacken, Einordnen und Repräsentieren“ sind. Diese Übereinstimmungen und Parallelen im Verhalten der Neuankömmlinge verblüffen. Konkret meint dies, dass Männer sehr schnell mit der neuen Umgebung vertraut werden und aktiv nach außen wirken, zumal sie es ja auch sind, die meist für den Broterwerb sorgen. Aber nicht nur deshalb. Sie finden sich in der Regel schneller im Alltag zurecht, orientieren sich örtlich rascher, sind mobiler, passen sich problemloser an.

Frauen sind sensibler, nachdenklicher, ängstlicher. An jedem ausgepackten Stück klebt für sie eine Erinnerung wie ein schöner Ton aus der alten Welt, von dem man zunächst nicht weiß, ob er hier schwingen wird. Die Schritte nach vorn sind kleiner, die Blicke skeptischer, komplizierter. Für sie spielt das „drinnen“ eine wichtigere Rolle als „draußen“. Bei ihm ist das umgekehrt. Dieser Fakt zieht sich durch sämtliche weibliche Sichtweisen, die oft, und stärker als bei den Männern, Gefühlsweisen sind.

Die Verhältnisse in Europa sind nicht kompatibel

Noch immer hat Europa keine bindenden Regeln. Debatten um eine EU-Verfassung, die Ablehnung der in Aussicht gestellten Reglementierungen in Frankreich und Holland, sowie die Aktivitäten reiner Anti-EU-Parteien wie z.B. in Dänemark, zeigen, dass es ein großes Potenzial von unzufriedenen Menschen gibt. Doch sind es allesamt „EU-Gegner“? Wohl kaum, ebenso wenig, wie jeder Wähler der prinzipiell für die EU-Idee einstehenden Parteien, für die Zustände im Detail, manchmal auch ganz allgemein, eintritt. Fragt man konkret nach, ist es wohl vor allem die Art der Umsetzung die den Menschen unangenehm aufstößt. Sie fühlen sich von einer übergeordneten Institution überrollt und übergangen. Nicht ganz zu Unrecht, wenn man bedenkt, dass die meisten Staaten ihre Bürger gar nicht abstimmen lassen und die Parlamentsdiskussionen darüber in der Regel im Verborgenen stattfinden. Und wer kennt schon den Text der ausgearbeiteten Verfassung? Nun soll bis zu den nächsten Europawahlen im Jahre 2009 ein neuer Vertragstext vorgelegt werden. Warten wir es also ab.

Europa ist kein „Tabula rasa“ – es gibt hier auch traditionell kein klassisches Einwanderungsland in dem eine bunt zusammen gewürfelte Bevölkerung die Verhältnisse komplett neu sortieren kann. Die gewachsenen Nationalstaaten ächzen außerdem mitunter schwer bei der Umsetzung der EU-Richtlinien, die zudem nicht gerade selten der berühmt berüchtigten EU-Bürokratie entstammen. Wer also meint, die Versprechungen der Politiker, es gäbe EIN Europa mit freier Wohnortwahl, gleichen Bedingungen und denselben Rechten, der stolpert über seine Irrtümer mitunter schneller als ihm lieb ist. Fatal dabei, dass diese Umstände meist erst dann konkret erfahrbar sind, wenn die erlebbaren Schritte in der ausgewählten neuen Heimat begangen werden. Plötzlich erweist sich die Bürokratie des einst als paradiesisch empfundenen Landes vertrackter als die alte, die sprachlichen Hürden gewaltiger denn kalkuliert und die Mentalität der neuen Landsleute unerwartet weniger bekannt, als man es in seligen Urlauber-Zeiten empfand. Spätestens nach der „Feuertaufe“, dem Hauskauf, weiß der Neubürger, welche Fallen vielfältigster Art auf ihn lauern. Und so geht es nicht selten weiter. Man melde nur einmal als Ausländer seine Kinder z. B. in einer spanischen Schule an…

Es gibt unzählige Reiseführer und Bücher, die dem Suchenden das Leben in angeblich gastfreundlichen Ländern schmackhaft machen wollen. Auch die jeweilige Presse vor Ort funktioniert meist nach den Regeln der Tourismus - und Maklerindustrie. Kritik hat Seltenheitswert. Missstandsbeschreibungen stellen meist nur das Ventil zur Dampfablassung dar. Dabei könnte man eine Bücherreihe heraus gegeben, in der die unzähligen negativen Seiten des Lebens in anderen Ländern beschrieben werden. Nur kurz seien hier die wichtigsten Auffälligkeiten angerissen.

So brachte der FOCUS jüngst einen Artikel über einen Deutschen, der wegen eines geringfügigen Vergehens – das er zudem heftig bestritt – zwei Tage in einem polnischen Gefängnis unter schlimmen Bedingungen zubringen musste, ehe man ihn großzügig entließ. Ähnliches hört man auch aus Spanien. Den bekanntesten Fall verkörperte dort im Jahre 2005 die österreichische Moderatorin Arabella Kiesbauer, die nur eingekerkert ward, weil ein Beamter der paramilitärischen Polizei-Garde der „Guardia civil“ sich nicht angemessen behandelt fühlte. So wurde die dunkelhäutige Frau ins Gefängnis geworfen, wo sie nur durch die Intervention eines österreichischen Diplomaten relativ zügig heraus kam. Immer wieder kommt es zu solchen Fällen, da man Personen keinen deutsch sprechenden Anwalt, keine ärztliche Hilfe, kein Telefonanruf zugebilligt, obwohl dies ein verbrieftes Recht ist. Bis zu 72 Stunden halten die Behörden Bürger oft unter menschenunwürdigen Bedingungen schon bei geringfügigen Vergehen – oder was sie dafür halten – in Gewahrsam. Wer sich danach mit einem Anwalt verteidigen will, stellt fest, dass dies so leicht gar nicht ist. In Spanien z.B. darf selbst ein Anwalt nicht die Akte der Staatsanwaltschaft einsehen, dies ist nur einem zwischengeschalteten „Prokurador“ gestattet. Den wiederum muss sich der Geschädigte selbst besorgen – und dies alles in einem weitgehend fremden Land, mit nur geringen Kenntnisse der Sprache und den Besonderheiten der Justiz. Was da drohen kann, wenn sich der „Europäisches Haftbefehl“ durchsetzt und einer Brechung sämtlicher bisher gültigen nationalen Rechtsprinzipien gleichkäme, wäre die Grundlage für einen echten „Thriller“. Wer schon einmal ein „Knöllchen“ aus dem Ausland erhielt, bekam einen Vorgeschmack auf das potenzielle menschliche Desaster. Und wer schon einmal versuchte bei den Behörden der EU Hilfe in einem Rechtsverfahren zu erreichen, der weiß, was buchstäbliche Hilflosigkeit bedeutet.

„Der größte Feind des deutschen Residenten, ist der deutsche Resident.“

Ach ja: die Sprache. Wer meint, er wäre in Spanien auf der sicheren Seite, wenn er sich um das Erlernen der Landesprache bemüht, wird sich kräftig wundern, sind doch die Regionalisten allerorten im Vormarsch. Man definiert sich über seine „regionale Kultur“, zwingt sie nicht selten sogar anderen Landsleuten auf. Das spanische Sprachenproblem ist gewaltiger als man denkt, zerbröselt und zerfranst doch das Land jetzt bereits an allen Ecken und Enden. Wenn aber selbst Versammlungen, die zur internationalen „Agenda“ gehören, von herrschenden Regionalisten in ihrem unverständlichen Idiom abgehalten werden, um die Teilnahme für ausländische Bürger und Residenten fast unmöglich zu machen, ist der Toleranzpunkt zulässiger Eigenarten erreicht, resp. überschritten.

Wer im Ausland wohnt, stellt fest, dass die kulturellen Differenzen größer sind als gedacht. „Fiestas“ mögen farbenfroh wirken, doch ein tieferes Verständnis dafür ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. Wer feiert schon gern wochenlang im spanischen Hinterland mit, wenn in großen Volksfesten die Vertreibung der Moslems (Mauren) durch die „Reconquista“ mittels nachgestellter Schlachten in Szene gesetzt oder Puppen mit menschlichem Antlitz während der „Fallas“ verbrannt werden?

Von einer Teilnahme am normalen öffentlichen Leben ist allerdings bei vielen Deutschen im Ausland nicht die Rede. Das Auswanderungsmilieu bildet nicht unbedingt den bürgerlichen Querschnitt der Gesamtbevölkerung ab und die Absichten sind nicht immer lauter: „Der größte Feind des deutschen Residenten, ist der deutsche Resident“, heißt ein geflügeltes Wort mit allzu wahrem Hintergrund.

Der Schatten von „Florida-Rolf“, Günter Grass´ Rausschmiss und Frau Schmidts Direktive

Wichtig ist für den Status eines Deutschen im europäischen Ausland, ob er dort angemeldet ist, denn, wohnt er länger als 183 Tage dort, ist die Anmeldung als „Resident“ zwingend von Rechts wegen geboten. Noch immer wird von Menschen, die z.B. dauerhaft in Spanien leben wollen, dafür ein Fingerabdruck verlangt. Zumindest für die steuerliche Einordnung ist damit ein zwangsbeglückender Vorteil verbunden, obwohl der europäische Gerichtshof schon mehrfach Spanien wegen mancherlei diesbezüglicher Eigentümlichkeiten abmahnte. Voraussetzung zur offiziellen Anmeldung ist ein kompliziertes Procedere, wobei der Europäer besonders abseits der Metropolen, in einer langen Schlange mit Südamerikanern, Schwarzafrikanern und Schweizern sein Anliegen vortragen darf. Die Rechtsauffassung bezüglich des Europäischen Führerscheins war lange Zeit von ähnlicher eigentümlicher und verfassungswidriger Interpretation gekennzeichnet und es brauchte lange, ehe sich der internationale Standard durchsetze, der auch heute noch nicht jeden Streifenpolizisten erreichte. Das gilt ebenso für gebrauchte Autos, die noch immer offiziell als „importiert“ gelten und für deren Schätzungswert Steuern bezahlt werden muss.

Nehmen wir ferner, aber eigentlich sehr nahe liegend, die Krankenversicherung. Wer nicht in Spanien dauerhaft lebt und mit seiner deutschen Krankenversicherungskarte abrechnen möchte, muss nicht selten um viele Posten kämpfen. Die deutschen Krankenkassen bezahlen längst nicht alle Leistungen, die ihre Mitglieder im Ausland in Anspruch nahmen. Bis jetzt wird die Pflegeversicherung zum Beispiel nicht gewährt. Pflegebedürftige Menschen, obwohl sie ihren Lebensmittelpunkt dort haben, müssen sehen, wie sie klar kommen – oder zurückkehren. Erst jetzt wird eine Neuregelung in Aussicht gestellt, die für langjährige Residenten mit ausschließlichem Wohnsitz in Spanien gelten kann – natürlich nach spanischem Leistungskatalog. Ähnliche Nachteile haben deutsche Rentner, die dort ausschließlich gemeldet sind: Sie müssen nämlich ihre Rente in Spanien versteuern! Bei hohen Renten erfolgt gar eine allgemein als rechtswidrig anerkannte Doppelbesteuerung!

Einen Rechtsanspruch auf Sozialhilfe gibt es für deutsche Staatsbürger in Spanien nicht. Einst zahlte Deutschland jenen, die in Schwierigkeiten geraten waren, eine entsprechende Hilfe ins Ausland. Dies wurde in Gedenken an die Nazi-Zeit gemacht, da man nie wieder Deutsche im Ausland ohne Hilfe allein lassen wollte. Seit dem Fall von „Florida-Rolf“ ist das anders. Binnen kürzester Zeit wurde nach einer populistischen Thematisierung der BILD-Zeitung, die den Fall eines möglicherweise sich Leitungen erschleichenden Deutschen in den USA zum Anlass für eine Kampagne gegen „Schmarotzer“ nahm, das besagte Gesetz gekippt. Eine Diskussion über tatsächlich in Not geratene Landsleute, und wie ihnen zu helfen sei, konnte seitdem nicht stattfinden. Man stelle sich vor, jemand hat über Jahrzehnte seinen tatsächlichen Lebensmittelpunkt in einem anderen europäischen Land und für eine gewisse Zeit, wie jeder andere Bürger auch, Probleme irgendwelcher Art. Vor Ort hat er nur geringe Chancen. Will er nicht extrem darben und mittelfristig verhungern, muss er das Land verlassen. Ulla Schmidt, regelmäßige Urlauberin an der Costa Blanca, sagte in einem Interview mit den dort ansässigen Medien während des Wahlkampfes 2005, dann müsse halt der Notleidende zurückkommen, diese Möglichkeit habe er ja. Hilfe könne er aus Deutschland aber nicht erwarten.

Und die Hilfe in Spanien? Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht, lediglich eine Chance für Personen, die dort in einem offiziellen Arbeitsverhältnis standen, und zuvor Arbeitslosengeld bezogen (das nur kurz gezahlt wird). Die Zahlungen sind dann aber sehr niedrig. Ca. 10 000 Deutsche in Spanien erhalten durch die dortigen sozialen Organisationen leidlich Zuwendungen. Aber selbst Spanier bekommen nur zusätzliche Hilfen, wenn sie Einkünfte von weniger als 2250 Euro pro Jahr (!) haben. Das ist die zwingende Logik in einem Staat, in dem die durchschnittliche Rente bei unter 600 Euro liegt, der Lohn für Hilfsarbeiter sechs Euro beträgt, aber die Lebenshaltungskosten längst „deutsches Niveau“ erreichten, und das Immobilienpreis-Niveau deutlich darüber angesiedelt ist. In keinem Land Europas haben die Bewohner höhere Immobilien-Schulden (700 Milliarden Euro) als in Spanien.

Wohlgemerkt, wir reden die ganze Zeit meist von Deutschen im europäischen Ausland, nicht von Landsleuten, die den Sprung nach Südamerika oder Schwarz-Afrika wagten. Europa also scheint ein Konstrukt auf ökonomischer, nicht aber auf sozialer oder gesellschaftlicher, letztlich also auch nicht auf kultureller Basis zu sein. Wer schon einmal in den aus dem Boden gestampften industriellen Retorten-Vororten Südfrankreichs, des Nachts beinahe ohne Benzin und mit viel Bargeld, nicht aber mit den passenden Bank-Karten in der Tasche, vor Tankanlagen ohne Bedienung, ohne Menschen, stand - und das im Umkreis von 50Km - der weiß, was gemeint ist.

Wie es jemandem ergehen kann, der über Jahrzehnte stets längere Abschnitte des Jahres im Ausland lebte, hat vor wenigen Wochen Günter Grass erfahren. Nicht nur, dass man ihm in Dänemark den Kauf eines Hauses verweigerte (der Erwerb ist für einen Nicht-Dänen noch immer so gut wie unmöglich), nun soll sogar sein bis 2016 bestehender Mietvertrag gekündigt werden, weil derartige lange Verträge für Nicht-Einheimische nach Auffassung der dänischen Rechten nicht statthaft sein sollen. Europäische Realität im Jahr 2007!

Fazit: Ausprobieren, überlegen, entscheiden

Wie schon eingangs erwähnt, reagieren Frauen und Männer häufig sehr unterschiedlich. Spricht man die aktuellen Erfahrungen während der Auswanderung an, bejahen Männer das neue Leben meist kurz und knapp. Frauen schweigen. Zunächst. Verzögert beginnen sie zu reden, relativieren hier, beschreiben Missstände da. Nun schweigen die Männer - oder übergehen Einsprüche mit „Jaja, aber…“

Männer, die ihre Auswanderung bereuten, oder zurückgingen, weil sie es aus eigenem Antrieb wollten, sind äußerst selten. Hauptsächlich allein stehende Frauen – oft auch nach dem Tod des Gatten – drehen um, gehen dorthin, woher sie kamen. Viele Ausharrende äußerten die Vorstellung es ihnen irgendwann gleichzutun.

Zu raten wäre, vorher bedingungslos zu prüfen, inwieweit die Zustände im ausgewählten Land rechtlich akzeptable und menschlich lebbar sind. Ein Kompromiss wäre ja – analog zur garstigen Wortschöpfung „Lebensabschnittspartner“ – ein zeitlich begrenzter Aufenthalt, ein nicht endgültiger, sondern revidierbarer Schritt. Für jeden gelten andere Kriterien zur Entscheidung.

Nicht wenige Menschen haben ein paar Jahre benötigt, um zu bemerken, dass Deutschland doch ein schönes Land ist, in dem sich zu leben lohnt, und das weit weniger Nachteile aufweist, als so manches, das schillernden Lock-Farben ausbreitet, um uns doch das Alltagsgesicht vorzuenthalten.

18 Kommentare »

  1. Eine gute und weniger gute Neuigkeiten aus dem schönen Spanien.
    Ab dem 28.3.2007 ist es in Spanien laut Real Decreto 240/ 2007 nicht mehr erforderlich die Tarjeta de Residencia zu beantragen, bzw. diese wird nur noch auf ausdrücklichen Wunsch und Zahlung von 55 Euro ausgestellt. Auf Mallorca wird Sie überhaupt nicht mehr ausgegeben (Wozu auch?). Nach über einem Jahr Verspätung und Androhung eines hohen Strafgeldes hat Spanien diesen Schritt machen müssen. Aber die Behörden haben schnell etwas neues erfunden gegen das die EU schon Klage angedroht hat. Endlich keine Fingerabdrücke mehr abgeben was im digitalen Zeitalter sowieso überholt ist. Jeder EU Bürger soll sich nun in einem “Zentralen Ausländerregister” anmelden müssen. Zum Glück noch ohne Speichelprobe für eine Gendatei. In allen EU Ländern reicht eine Anmeldung im Einwohnermeldeamt oder Rathaus. Dort wird sowieso registriert ob man Ausländer ist oder nicht. Nein in Spanien reicht dieses bei weitem nicht, denn wohin nur mit den gut bezahlten Beamten die bisher die Tarjeta ausgestellt haben.???
    Eine andere Schurkerei ist die auf Mallorca angelaufene Aktion Kennzeichen D + GB. Hauptsächlich vor Schulen werden Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen angehalten und beschlagnahmt. Weil man sich sicher ist, das diese Fahrzeuge Eltern gehören, die Ihre Kinder zur Schule bringen, wird davon ausgegangen das man Dauerresident ist. Gerade an deutschen und englischen Schulen und Kindergärten wird diese Praxis mit Vorliebe gemacht. Aber sind die Behörden es nicht selber schuld das Ihnen etliche Million an Steuern verloren gehen?. Um zu beweisen das man nicht länger als 183 Tage auf der Insel war braucht man ein Fährticket. Zur Zeit lassen sich hunderte von Autobesitzern samt Auto zum Festland übersetzen um an dieses Ticket zu kommen. Mit der nächsten Fähre geht es dann gleich wieder zur Insel. Auf dem Festland kann die Polizei sehr schwer nachweisen wie lange man an seinem Wohnsitz lebt.
    Ein Auto in Spanien umzumelden kostet fast einen halben Jahresurlaub.Die nötigen Unterlagen können nur mühselig und ohne spanische Sprachkenntnisse nur aus dem Internet bezogen werden. Also bleibt nur der Weg zu einem Steuerbüro mit Kosten von ca. 200,00 €. Dann zum spanischen TÜV. Der deutsche wird nicht anerkannt. Umgekehrt natürlich auch nicht. Danach wieder ein Formular aus dem Internet fürs Finanzamt. Dann persöhnlich erscheinen und nach ca. 2 Stunden Wartezeit die Steuer begleichen. Einen Tag später zum Verkehrsamt in der Hoffnung nach 4 Stunden Wartezeit das Fahrzeug zugelassen bekommen. Fehlanzeige weil man vergessen hat die sogenannte Zulassungssteuer abzuführen. Die Zulassungssteuer liegt zwischen 1500 und 4000 Euro. Sie errechnet sich nach dem Wert des Autos und wird aus einer Liste berechnet die man ebenfalls nur im Internet bekommt. Tag 3 wieder zum Amt, anstellen, warten und hoffen. Endlich ist es soweit. Man bekommt ein Formular und muß nur noch schnell die Nummernschilder machen lassen. Ab durch die halbe Stadt, am besten mit Taxi zum Schilderladen. (Gegenüber des Verkehrsamtes kosten die Schilder nämlich das dreifache) Glücklich mit dem Nummernschildern wieder am Verkehrsamt angekommen muß man leider feststellen das es keine Wartenummern für heute mehr gibt. Eine Möglichkeit ist aber von ein paar Halunken die dort rumlungern eine Wartenummer für 30 € zu kaufen. Wenn nicht am nächsten Tag nochmals zum Amt. Meistens bekommt man dann endlich seinen Papiere und fährt froh und glücklich nach Hause. Hat man aber großes Pech und kommt in eine Polizeikontrolle ist man seinen Wagen schnell wieder los, denn in der ganzen Aufregung hat man vergessen den Wagen bei einer Versicherung anzumelden. Ein Versicherungsnachweis wird beim Vehrkersamt nicht verlangt. Für eine Versicherung muß man selber sorgen. Und immer bitte schön die Einzahlungsbestätigung abgestempelt und im Orginal von der Bank mitführen.
    So ist es halt im Einwanderland Spanien.
    Hoch lebe die EU

    Kommentar von Heinz — 17. März 2007 @ 15:55

  2. Auch ein interessantes Beispiel.

    Nun hörte ich, dass an der Costa Blanca ein Engländer, der außerhalb des Wahlkampfes Flugblätter verteilte (anscheinend ein echtes Verbrechen) und darin wohl den PSOE-Bürgermeister kritisierte, von der Polizei an der Verbreitung seiner Schriften gehindert wurde. Als der böse Brite dann mit den Worten widersprach “Das ist ja schlimmer als bei Franco”, zeigte man ihm, dass das natürlich übertrieben ist und bewies ihm glatt das Gegenteil, in dem man ihn erstmal ins Gefängnis warf. Dass ausgerechnet - ja das ist gut ausgerechnet - die spanischen Sozialisten sich verstärkt der paramilitärischen Guardia civil bedienen, lässt sich ja hübsch im letzten Buch von Michel Houllebecq nachlesen.

    Kommentar von Campo-News — 18. März 2007 @ 09:15

  3. wir sind auch nach spanien ausgewandert; haben uns hier allerdings mehrmals über ortsansässige makler geärgert.
    konsequenz: mit einigen “leidensgenossen” bauen wir nun ein rein privates immo-portal auf.

    liebe grüsse
    peter

    Kommentar von Privat — 20. August 2007 @ 18:11

  4. Trotzdem: der Trend ist deutlich gebrochen - es gibt keine Zuwachsraten mehr. Es stehen massenhaft neue Wohnungen - und dies auch zurecht - leer. Beste Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 21. August 2007 @ 07:47

  5. Ein sehr informativer Bericht und gute Kommentare. Vieles war mir bislang nicht bekannt und das in einem Land der EU. Die Damen und Herren in Brüssel haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Kein Wunder. Sie sind zu sehr mit dem ” abkassieren ” beschäftigt.

    Wer allerdings in der Lage ist, sich jeweils nur einige Wochen oder Monate - und das mehrfach während eines Jahres - in einem Land quasi als ” Tourist ” aufzuhalten, ist dagegen in einer vergleichsweise glücklichen Lage. Doch trifft dies leider nur auf wenige zu.

    Auswanderungswillige sollten anregt werden, ihren Entschluss sorgsam zu überdenken, bevor sie Deutschland für immer den Rücken kehren.

    Kommentar von Wolfgang Ebel — 1. Oktober 2007 @ 17:20

  6. Wolfgang Ebel,
    so einfach ist das eben nicht, das Durchgriffsrecht der EU-Bürokratie in den nationalen Alltag ist eben eher gering.

    Wenn nationale Politiker Mist bauen, verweisen sie immer gerne auf den Sündenbock Brüssel.

    Erik

    Kommentar von Erik — 2. Oktober 2007 @ 00:58

  7. Ein weiteres Beispiel für die wahren Zustände in der EU:

    Pianist Justus Frantz von polnischen Grenzern festgehalten

    Vor 21 Stunden

    Berlin (AFP) — Star-Pianist Justus Frantz ist nach eigenen Angaben von polnischen Grenzbeamten vorübergehend an der Ausreise gehindert worden. Dem 64-Jährigen sei versuchter Schmuggel von Kulturgut vorgeworfen worden, berichtet die “Bild”-Zeitung unter Berufung auf den Musiker. Demnach hatte Frantz nach einem Konzert in Breslau von einem Besucher ein russisches Kinderbuch geschenkt bekommen, in dem es um die russisch-orthodoxe Kirche ging.

    “Das Buch war vielleicht hundert Jahre alt und in dunkles Leder gebunden”, sagte Frantz dem Blatt. Als er am selben Abend vom Breslauer Flughafen nach Frankfurt am Main fliegen wollte, hätten die Grenzbeamten das Buch beschlagnahmt und ihm die Ausreise verweigert. “Wie ein Verbrecher wurde ich in einem Vernehmungsraum von Beamten verhört - vier Stunden lang”, sagte Frantz. Sein Gepäck sei durchwühlt und der Pass einbehalten worden. “Ich sollte ein Geständnis unterschreiben - dass ich versucht hätte, Kulturgut zu schmuggeln”, fügte der Pianist hinzu. Er habe sich aber geweigert.

    Nachdem er die Nacht in einem Breslauer Hotel verbracht habe, sei er am nächsten Tag weitere fünf Stunden verhört worden. Schließlich ließen ihn die Beamten nach Deutschland fliegen. “So ein Aufstand wegen eines kleinen Buches, das ich den Beamten doch sogar noch selbst gezeigt hatte”, sagte Frantz.

    siehe auch - http://www.campodecriptana.de/blog/2007/10/01/935.html

    Kommentar von Campo-News — 18. Juni 2008 @ 09:32

  8. Endlich sind die Sweine dran! Wie vorausgesagt! Kein Cent den Halbinslern!

    Kommentar von Campo-News — 28. April 2010 @ 17:16

  9. Geldwechseln, schwierige Devisen, bei der Hausbank in Rom gar nicht möglich. Nur drei Kunden in der Halle. Streik? Feiertag? Ein junger Mann hinter einem Schalter winkt. Mir. Ich lege meinen Pass und eine vorbereitete Liste mit den Scheinen - Stückzahl, Wertangaben, Herkunftsland - auf den Tresen, zücke einen Kuli um die gewohnten fünf bis 15 Unterschriften zu leisten.

    Kommentar von Campo-News — 18. Oktober 2010 @ 10:44

  10. „Viele gehen weg, aber die meisten kommen auch wieder zurück. Von schätzungsweise 122.000 Deutschen, die zwischen 1996 und 2006 in europäische Länder auswanderten, sind inzwischen 95.000 wieder in Deutschland. Das entspricht einer Rückwanderungsquote von 78 Prozent.“

    Anmerkung: Die Bezugszahlen erscheinen mir falsch, denn es wanderten mehr Menschen aus.

    Kommentar von Campo-News — 31. Januar 2011 @ 15:58

  11. Zum Beispiel Brasilien - http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,775098,00.html

    Kommentar von Campo-News — 16. August 2011 @ 07:40

  12. Wieder ein Beispiel, warum man in Deutschland bleiben sollte - http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,776526,00.html

    Kommentar von Campo-News — 22. August 2011 @ 07:45

  13. Eine Ferienreise nach Österreich, Frankreich, Italien, Spanien oder Schweden birgt Gefahren, deren sich kaum ein Reisender bewusst ist. Sollten Sie das Pech haben, fast tödlich zu verunfallen und in einem dortigen Spital zu landen, wo man irgendwann Ihren „Hirntod“ feststellt, dann würden Sie von der Kehle bis zum Schambein ausgeweidet. Man würde Ihnen das Herz entnehmen, die Nieren, die Leber. Wenn Bedarf besteht und Ihre Organe noch relativ jung und gesund sind, würde man Ihnen vielleicht auch noch den Dünndarm rauben, die Bauchspeicheldrüse, den Magen, die Hornhaut von Ihren Augen, Oberschenkelknochen und andere Gewebe wie Haut, Gefäße, Herzklappen, Herzbeutel, Bänder, Gelenke und weitere Knochen.

    Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr. Rudolf Pichlmayr, Transplantations-Medizin-Professor[1]

    Sie sagen nun, Sie würden keinesfalls zustimmen, dass man Ihnen Organe entnimmt? Das interessiert die Chirurgen in den genannten Ländern nicht. Denn schließlich sind Sie zu Widerspruch nicht mehr fähig, und was die Angehörigen sagen, ist ebenfalls nicht von Belang. Das Einzige, was Sie vor totalem Organraub schützen kann, ist, eine Widerspruchserklärung bei sich zu tragen oder sich im Widerspruchsregister des entsprechenden Landes schon eingetragen zu haben. Doch wer denkt schon an so was, wenn er die Badehose einpackt, um sich an einem spanischen Strand zu sonnen, oder die Wanderschuhe, um österreichische Berge zu erklimmen? http://www.pravda-tv.com/2015/06/organspende-die-verschwiegene-wahrheit/

    Kommentar von Campo-News — 2. August 2015 @ 10:09

  14. http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2808192/Auswanderer-am-Balaton

    Kommentar von Campo-News — 11. August 2016 @ 08:02

  15. Unmerklich passierten kleine Veränderungen, die das System unaufhaltsam aushöhlten. Der „Zeitgeist“ nagte nahezu unsichtbar aber beharrlich an allen möglichen Stellen der Demokratie gleichzeitig. Die linken Lehrer hatten ganze Arbeit geleistet und eine ganze Generation indoktriniert. Die linken Journalisten stachen der vierten Gewalt das linke Auge aus und setzten ihr ein Zweites rechtes ein. Die linken Juristen entwickelten ihren Täterkult und ihre Opferverachtung. Die Polizei als Exekutive wurde zersetzt, kaputtgespart, der öffentlichen Verachtung preisgegeben und am Ende zu einer Witzfigur enteiert. Die Armee wurde praktisch abgeschafft, ihre traurigen Überreste kann heute jeder bewundern – sie haben weniger funktionierende Hubschrauber, als die „Verteidigungsministerin“ Kinder hat. http://www.achgut.com/artikel/ein_auswanderer_erkennt_sein_deutschland_nicht_mehr

    Kommentar von Campo-News — 17. August 2016 @ 13:23

  16. Tanja Krienen
    Tanja Krienen Niemand muss das Angebotsdiktat, das keines ist, annehmen, sondern kann sich etwas anderes suchen. Grundsätzlich gilt also das Prinzip der Arbeitsplatzwahl tatsächlich. Nur: wer hat etwas davon. Stammt man aus einem zivilisierten und relativ reichen Land, stehen die Chancen auf eine Verbesserung reziprok zu jenen, die nicht von dort sind.

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    Matthias Aeschlimann
    Matthias Aeschlimann Überwiegend, ja…
    Auch wenn man immer mal wieder in Situationen gerät, die man so nicht bedacht und erwartet hat; aber klar, das ist das normale Lebensrisiko, und du kennst mich ja inzwischen auch hinreichend, daß ich kein Befürworter von starren Regelungen und politischen “Schutzmaßnahmen” plädiere, welche ein Problem kaum lösen, können, nicht selten aber geradezu massiv verschärfen werden ..:-)
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    Matthias Aeschlimann
    Matthias Aeschlimann Und hier ging es ja mehr um die Manövriermasse, welche - eben NICHT eine kapitalistische - sondern eine korporatistische, staatlich-monopolistische, Globalisten-Elite in immer größerem Ausmaß mitproduziert….
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Matthias Aeschlimann Ich räume ein, dass die normalen Menschen nicht so denken und Personen, die eine Familie gründeten oder eine Immobilie besitzen, buchstäblich weniger mobil sind. Dennoch. Für mich gelten diese starren Regeln nicht und das ich jetzt sage: ich bleibe hier, ist meine eigene Entscheidung. Müsste aber nicht so sein….und doch bin ich bei aller Kritik an den jetzigen Verhältnissen der Meinung, dass die Chancen auf eine persönliche Veränderung des Ortes noch nie so groß waren. DAS IST JA DAS PROBLEM ;) das es auch für solche Strolche gilt, die das Risiko subventioniert bekommen.
    Matthias Aeschlimann
    Matthias Aeschlimann Bei mir ist es auch eine Entscheidung, möglichst immer in unserer Schweiz zu bleiben; wenngleich ich natürlich wesentlich mobiler bin, als die meisten meines Jahrgangs..
    Aber ich gehöre nun mal zu den “pöhse”-konservativen Geistern, welche ihre Heimat …Mehr anzeigen
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Matthias Aeschlimann Stimmt, ich denke ja heute auch so, aber das war anders. Du weißt ja, wer mit 20 nicht…..aber mit 40 noch immer….;)
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    Matthias Aeschlimann
    Matthias Aeschlimann So ist es, richtig, Tanja Krienen..:-)!
    Bezüglich der Auswanderungs-Lust, der Sehnsucht nach der “großen, weiten Welt” -(=was damit eigentlich immer genau gemeint sein mag?) - bin ich zwar schon in ganz jungen Jahren aus der zivilisations/west-kritischen Reihe ausgeschert….
    Mir schien schon immer ein bestimmtes, alles Andere und Fremde verehrende Gen zu fehlen.😀
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Matthias Aeschlimann Ja doch, ich war halt zwischen 1978 und 1982 in der DKP und bin “wegen Willy” an die Linke geraten. Es gibt ja auch Elemente, die allgemein richtig sind und die alte Linke hat sich auch zur deutschen Klassik und zur kontinuierlichen Entwicklung bekannt - nur mit dem Eintritt in die “Neuzeit” driftet alles auseinander. So ungefähr jedenfalls. Irgendwann aber…das ist ein lange Geschichte…..und…jetzt will ich Bayern-BVB gucken

    Kommentar von Campo-News — 26. April 2017 @ 15:01

  17. Europa - Europa? - http://www.focus.de/panorama/welt/notfaelle-tod-eines-17-jaehrigen-auf-malta-raetselhaft-organe-fehlen_id_7209770.html

    Kommentar von Campo-News — 3. Juni 2017 @ 13:57

  18. Das alles ist und war Südland, auch wenn es der Autor nicht wahrhaben will - Als die Piemontesen das damalige Königreich beider Sizilien 1860 kassierten und den letzten König vertrieben – wie alle Eroberer sprachen sie von einer «Befreiung» –, war Süditalien nicht unbedingt reich zu nennen, sicher war es auch nicht gerade liberal regiert worden, doch „Afrika“, wie Hasser es schon damals bezeichneten, war es nicht. Noch aus den Zeiten der Normannen etwa stammte das Rechtssystem, an dem der Süden dennoch hing, doch die Piemontesen in einer Mischung von typischer Arroganz und Ignoranz warfen alles über den Haufen, was sie antrafen. Sie führten das italienische, also piemontesische Recht ein, das wenig taugte, sie betrieben eine Wirtschaftspolitik, die den Süden ruinierte, von bürgerlichen Freiheiten wollten sie nicht viel wissen. Der erste „Vize-König“, den Cavour nach Neapel schickte, hiess Luigi Carlo Farini. Seine neuen Untertanen verglich er mit Beduinen – und bewertete diese positiver. In Briefen an seinen Vorgesetzten in Turin beschrieb er die Süditaliener pauschal als „Schweine“, die in einem „Höllenloch“ hausten, und ihre Anwälte hielt er für „Betrüger, Rechtsbeuger, spitzfindige Advokaten und professionelle Lügner, ausgestattet mit einem Gewissen von Zuhältern“. http://www.achgut.com/artikel/die_italienische_tragoedie

    https://www.focus.de/auto/news/adac-rechtsanwalt-erklaert-verkehrsverstoesse-im-ausland-werden-teuer_id_8354363.html

    Dümmster Sermon - http://www.spiegel.de/karriere/ausgewandert-nach-griechenland-eine-deutsche-ueber-das-leben-auf-ikaria-a-1207361.html

    Schill, peinlich aber typisch https://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-goodbye-deutschland-fresse-renoviert-das-brasilianische-lotterleben-des-ehemaligen-richter-gnadenlos_id_9230518.html

    Kommentar von Campo-News — 23. Juli 2017 @ 06:54

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