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23. August 2005

Das Hochwasser

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 21:00

Doch nichts des nun Folgenden, ist so erschröcklich, wie das, was sich jüngst zutragen hat - Nichts für kleine Kinder, Greisinnen und der „Liga zur Säuberung der deutschen Sprache von Emotionen, Provokationen und des Geistes an sich“

Das Hochwasser oder Die Wiederkehr des Immergleichen

Das Hochwasser im Jahre 1862 oder Das schauervolle Wüten des nassen Elements welches wie weiland 1830, durch dasselbe angerichtete Verheerungen bei Weitem übertroffen, hiermit zur Erbauung von männiglich jung und alt, zum beherzigendswertem Vortrag erbracht.

Ich will ein Liedchen bringen
Doch glauben’s mir auf Ehr
Der Inhalt ist sehr taurig
Wird manchem Herz gewiss sehr schwer!
An 1830 war eine Wassergfahr
Doch wars am End noch braver wies 62er Jahr

Selbst wie die Residenzstadt
Ist teilweis überschwemmt
Dass man in mancher Vorstadt
Die Häuser nicht mehr kennt
Brigittenau und Prater war einst so manches Fest
Dort sieht man jetzt an Plätzen, dass Häuser dort san gewest

Wer das Jammerbild betrachtet
Der wird es eingestehn
Dass er in seinem Leben
Soviel Tränen nie gesehn
Das Klagen nahm kein Ende: Man schrie: Ach, lieber Gott!
Wir habn ja nur nochs Leben – gebt uns dazu ein Brot!

Der Vater und die Kleinen
Bestiegen den Rettungskahn
Die Mutter mit dem Säugling
Ruft Gott zum Schutze an
Die Menschen sind gerettet, doch Hab und Gut verlorn
Dass sie durch viele Jahre, mit Fleiß und Müh erworbn.

Und an den Unglückstätten
Weilt unser großer Herr
Franz Josef, edler Kaiser
Besorgt für den Verkehr.
Er tröstet all die Armen, teilt milde Gaben aus
Und stand als lieber Vater, vor manch zerstörtem Haus.

Noch ein paar Beispiele und Buchvorstellungen






5 Kommentare »

  1. In der Türkei gibt es jedenfalls Politker, die diesbezüglich nichts beschönigen und deutlich sagen, woran es wirklich liegt, während man in Deutschand Mysterien spinnt: “Für das Unglück seien Menschen verantwortlich, nicht die Natur, sagte der Oberbürgermeister von Istanbul, Kadir Topbas. Er forderte größere Sorgfalt bei der Auswahl von Standorten für Bauten. Experten hatten kritisiert, es sei auch in Flussbetten gebaut worden. In anderen Ländern hätten Regenstürme nicht solche Folgen, sagte Transportminister Benali Yildirim. In der Türkei würden erst illegal Wohngebäude errichtet, dann werde die nötige Infrastruktur gebaut. Bürger und Behörden hätten Fehler gemacht.”

    Kommentar von Campo-News — 10. September 2009 @ 08:44

  2. Das Problem seien die langen Genehmigungsverfahren. Für Behörden ist es meist einfacher, eine größere Schutzmaßnahme an einem breiten Fluss zu planen als viele kleine. Und Anwohner und Landwirte reagieren oftmals skeptisch auf die Idee eines künstlichen Beckens in der Natur.

    Immerhin gebe es Fortschritte, berichtet der Hydrologe Andreas Schumann von der Universität Bochum. An der Freiberger Mulde in Sachsen und an der Chemnitz seien Rückhaltebecken in Planung. Einsprüche von Bürgern verzögerten jedoch den Bau. - http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/elbe-hochwasser-schutz-durch-polder-und-deiche-a-904894.html

    Kommentar von Campo-News — 12. Juni 2013 @ 06:48

  3. Und was sagt unsere grüne Moraltante dazu? Sie gab natürlich nicht zu, dass diese Einsprüche dem Bau von Wasserschutzmaßnahmen irgendwie hinderlich gewesen sein könnten, sondern setzte noch eins obendrauf:
    .
    “Um beim Hochwasserschutz schnell etwas zu erreichen, muss man mit sehr viel mehr Bürgern sprechen.”

    Sie plädierte dafür, noch mehr Leute als bisher “einzubinden”, um über “mehr Bürgerbeteiligung” mehr Effizienz beim Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen zu erreichen.

    Für mein schlichtes Gemüt hieß das: Nicht die Einsprüche der (meist grünen) Kommunalpolitiker sorgten für die Verzögerungen beim Bau von Wasserschutzmaßnahmen, sondern die Tatsache, dass man insgesamt noch zu wenig Bürger gefragt hatte.

    Hätte man statt dessen viiiiel mehr Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen lassen, wäre man viiiiiel schneller mit dem Bau von Schutzmaßnahmen vorangekommen.

    Für wie doof hält diese Frau eigentlich die Zuschauer? - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fuer_wie_doof_haelt_frau_goering_eckardt_die_zuschauer

    Kommentar von Campo-News — 12. Juni 2013 @ 07:57

  4. Augstein schnappt nach Luft: “Die alte Ideologie und die wirtschaftlichen Interessen haben lautstarke Verteidiger. So wie die Journalisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch. In einer Broschüre über den Klimawandel nannte das Umweltbundesamt die beiden neulich zurückhaltend “Klimawandelskeptiker” - in Wahrheit sind sie Ideologen der intellektuellen Stagnation. Sie füllen eine wöchentliche Kolumne in Springers “Welt”, die in den rechten Ecken des Internets nachbereitet wird. Ihr Ziel: die Ergebnisse der Klimaforschung ins Lächerliche zu ziehen. Wahlweise rechnen die beiden mit statistischen Taschenspielertricks die menschengemachte Erderwärmung weg oder geben gleich der Sonne die Schuld. Und dabei haben sie nichts als Spott und Häme für jene Menschen übrig, die uns alle zur Umkehr mahnen. Das ist Auftragsjournalimus im Interesse der Wirtschaft, und das Umweltbundesamt hatte Recht, diese Form von Lobby-Journalismus bloßzustellen.” - http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-wir-sind-schuld-an-der-flut-a-904744.html

    Und die Antwort - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kleine_uebersetzungshilfe_fuer_jakob_augstein

    Und historisch http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/genuegt_es_herr_augstein_wenn_wir_uns_alle_aufloesen

    Kommentar von Campo-News — 12. Juni 2013 @ 07:59

  5. Die zuständigen Behörden jedenfalls beharren auf ihrem Mauerbauvorhaben. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) denkt bereits über Konsequenzen für Quertreiber nach: „Ich bin geneigt, die Mitbestimmung der Bürger bei so einem wichtigen Projekt außer Kraft zu setzen.“

    In den Zwist zwischen aktivistischen Wutbürgern und unter dem Hochwasser leidenden Flutbürgern mischt sich die Bundespolitik. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle erklärt: „Eine grüne Dagegen-Politik, die am Ende Menschen sowie ihr Hab und Gut gefährdet, darf es nicht geben.“ CDU/CSU-Fraktionsvize Arnold Vaatz fordert, Einsprüche von Anwohnern und Verbänden müssten künftig genauer unter die Lupe genommen werden: „Wir müssen eine Vetokratie in Deutschland verhindern.“ Zeiträume von mehr als zehn Jahren für Planung und Bau seien völlig indiskutabel.

    Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) kann das Gemecker von Umweltverbänden nicht mehr hören. Nach einem Hochwasser 2011 hatte er die Dämme an Luppe und Elster-Flutbecken sehr schnell sanieren lassen. „Wenn wir auf Deichen nicht mehr Wiesen mähen oder Baumwuchs verhindern können, dann steht Naturschutz gegen Menschenschutz“, warnt Jung. Focus

    Kommentar von Campo-News — 19. Juni 2013 @ 06:24

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