Auch Machmud Fatwa unterstützt die SPD
Die SPD hat bereits weltweit 42 Unterstützer – und schon ist es wieder einer mehr.
Von Tanja Krienen
Jeden Tag präsentiert die SPD angebliche Unterstützer der Partei und muss dabei nicht nur auf bekannte Gesichter eigener Politiker zurückgreifen, sondern auch auf nicht wahlberechtigte Personen, z.B. den spanischen al-quaida – Gewinnler Zapatero, den finnischen Ministerpräsidenten Lipponen, den dänischen Präsidenten Rasmussen oder den „Musiker““ Cunnigham. Apropos „Musiker“, die und andere „Künstler“ sind sehr stark vertreten – Krumbiegel von den „Prinzen“, die weltberühmten Gruppen „Keimzeit“ und die „Jazzkantine“, sowie der Frontmann der Scorpions, Klaus Meine, der bekennt, Schröder „in Zeiten stetig wachsender globaler Bedrohungen und Unsicherheiten“ zu wählen, als sei nicht die größte Bedrohung und Unsicherheit dort zu finden, wo er gerade aufspielt.
Richtige Intellektuelle hat die SPD auch aufzubieten: Da wäre z.B. Lisa Fitz, die seinerzeit im Dschungel-Camp bewiesen hat, wie man sich mit weniger als 345 Euro im Monat in den Dschungeln dieser Welt durch Würmer und Schlamm beißen kann, vor allem aber der, der nie fehlen darf: Günter Grass, welcher „aus Erfahrung befürchtet“, es könne „die Bundesrepublik Deutschland gänzlich schwarz werden“. Das müsste eigentlich Mo Asumang, die doch als „schwarze Deutsche“ vorgestellt wird, sehr empören, doch will sie wegen der Irak-Politiks Schröders auch diesmal die SPD wählen, während die Schauspielerin (wird Franka Potente auch noch kommen?) Floriane Daniel (Daniela Florian wäre auch ein schöner Künstlername), Schröder mag, weil – man glaubt es kaum – „die Entscheidung Neuwahlen anzustreben richtig, (und) extrem konsequent und ehrlich ist.” Er sei, „extrem konsequent und ehrlich“ – sagte der Wolf zu den sieben Geislein und zum Rotkäppchen.
Dann kommt die große Überraschung: Edmund Stoiber ist auf der Unterstützerseite zu sehen! Oder doch nicht? Ein halbes Dutzend mal muss der geneigte sozialdemokratische Fan hinschauen, um zu erkennen, dass dieses „blonde Fallbeil“, wie die Linke Stoiber gerne nennt, auf den Namen Klaus Staeck hört, Prof. Klaus Staeck sogar, denn wenn man schon einen Professor in den Reihen der gestandenen Männer der Arbeiterklasse aufweisen kann, muss man das auch dazu schreiben. Andere, die von der Union z.B., machen das nur aus Standesdünkel oder weil sie imponieren wollen – Prof. Staeck nicht, er schreibt sich ja auch als alter Collage-Kopist mit einem exaltierten „ck“, wie in Knacks.
Interessant auch, dass 31% der Befragten explizit das „Ja“ zu Schröder, mit einem „Nein“ zum Irak-Krieg verbinden. Ob diese 31 % auch „Ja“ zur Folterungs, Kriegs – und Antidemokratiepraktik im alten Irak, in Teheran oder Nordkorea sagen, teilen Sie uns geflissentlich nicht mit.
Just in diesem Moment erinnerte ich mich meines marokkanischen Interviewpartners Machmud Fatwa und rief ihn an:

TK: Hola Machmud, wen würden Sie denn bei der deutschen Wahl im nächsten Monat unterstützten?
Machmud Fatwa: Freu mich zu hören von die Tanja. Als: Isch nix wisse vor Weile ganz genau: Vielleichte Gerhard, vielleichte auch Oscar un der guttä Gregor der gäbe Islam schon frühärr viele Geld. Doch Gerhard isse erfahrt, wisse gutt was laufen tut und Gerhard jetzt sage mit Iran: Keine Krieg! Das isse wichtig for Welt, weil Iran müsse mache Bomb, sonst wir könne nicht putt mache tun Washington Haus oder Tower oder Fußball WM in Deutscheland, wenn komme Christpartei an die Mach.
TK: Und warum sind die besser als die anderen?
Machmud: Weil nix kämpfe gegen arabische Volk. Arabische Volk leiden sähr unter die Diktatur von die Amerikas, von die kleine Eichmänner die arbeiten in die Trade Worlds Center.
TK: Ja aber die „Eichmänner“ waren doch gegen die Juden und mit der arabischen Welt verbunden!?
Machmud Fatwa: Isse schwäre Frag, damals Eichmänner gutt, heute schlecht, wisse Tanja. Heute wir kämpfe gegen Amerikas mit heilige Schwert vonne Islam. Is wichtigtue.

TK: Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen den nordafrikanischen Staaten, den islamischen Staaten, zu den Verantwortlichen im Reichstag?
Machmud Fatwa: Reikstak war imma gutt! Ist heute gutt wie nie wa gutt voher! Grüßen Freunden in Deutscheland. Gerhard, Jossip, Totenhofhöfermann und die andann. Misch bestimmt kenne aleman. Aber Tanja, ich säha durch Telefon, du noch immer trage keine Kopftuch. Warumme nisch? Isse sähr schlächt for disch. Biss sonst nette Frau. Wann du komme wieder ma nach Marocco for ein Nacht?

TK: Machmud Fatwa: Isch bedanke für das Gespräsch.
stimmt. Es sieht mau aus. Ausser Egon Bahr keine Respektsperson weit und breit. Doch Bahr läuft ausser Konkurenz. Er ist ja Mitglied der SPD.
Ansonsten die Dumpfbacke der Skorpions. Der eitle Geck, der noch nicht einmal die Grösse hat sich zur Glatze zu bekennen, die er mühsam mit einer Mütze bedeckt. Dann die Dumpfbacke dieser na-wie-heisst-sie-gleich DDR Band, dem die Blödheit bereits im Gesicht geschrieben steht, und natürlich Staeck, der noch nie etwas konnte und nur durch sein Linkssein bekannt wurde.
Intellektuell hat die Linke nichts mehr aufzubieten. Das wissen wir bereits. Da gibt es aber eine sogenannte “strukturelle Mehrheit”. Frau Krienen sie erinnern sich vielleicht noch an den “Spiegel” Artikel damals 2002 nach den Bundestagswahlen. Durch die deutsche Einheit hätte die Linke langfristig die Mehrheit. Damals ahnte kaum jemamand, dass es einmal auf die Kommunisten als drittstärkste Partei herauslaufen würde. Wenn sie Frau Krienen darüber Informationen haben sollten, mailen sie mir. Das Postfach ist ihnen bekannt und noch aktiv. Ansonsten würde ich mich über Blogeinträge bezüglich der “strukturellen Mehrheit” und der Demokratiedefizite der Bevölkerung der ehemaligen DDR freuen.
Kommentar von nfreimann — 15. August 2005 @ 16:45
Der anthropologische Typus, den Machmud Fatwa verkörpert, dürfte kaum Sympathien für einen christlichen Demokraten wie Jürgen Todenhöfer empfinden, der stets terroristisch agierenden Menschheitsbeglückern Paroli geboten hat - ob es sich um die mit der PLO liierten postnationalsozialistischen deutschen Terroristen der RAF handelte, die auch seinen Freund H. M. Schleyer ermordeten, oder um jenen “neueuropäischen” Mob (in mustergültiger Weise verkörpert etwa durch den ex-stalinistischen Kader Kwaschniewski), der Morde und Folterungen an wehrlosen Irakern und den Raub irakischen Eigentums mitzuverantworten hat.
Kommentar von Digenis Akritas — 15. August 2005 @ 21:10
Mich wundert die Kennzeichnung der Terroristen der RAF als “postnationalsozialistisch”. Sahen die Mörder des ehemaligen SS-Mannes Hanns-Martin Schleyer in ihren Verbrechen nicht auch einen Bruch mit nationalsozialistischen Kontinuitäten? Sind die drei Generationen der RAF objektiv wirklich als “Hitlers Kinder”(Mitscherlich) zu werten?
Kommentar von Man-at-Arms — 16. August 2005 @ 09:49
“postnationalsozialistisch” zur Kennzeichnung der Terroristen der RAF ist natürlich nur eine weitere gedankenlos wiedergekaute Stereotype des linksextremistischen Millieu, für das sich, zwecks Selbstamnestie und Anklage der bürgerlichen Gesellschaft zugleich, alle Schrecken aller Zeiten im Nazismus verkörpern, und die folglich etwas ganz Schreckliches stets nur mit dem nationalen Sozialismus vergleichen kann. Die von der RAF zu verantwortende Serie von Gewalttaten belastet also nicht das Konto des Sozialiamus - wie gesagt: Selbstamnestie.
Die RAF waren keine Nationalsozialisten sondern sie bekannten sich zum Internationalismus. Sie hingen auch keiner rassisch untermauerten sozialistischen Volksgemeinschaft an, sondern es waren Marxisten, die auf Grundlage der Imperialismustheorie Lenins handelten. Sie verstanden sich als die Fraktion der Roten Armee der damaligen kommunistischen Linken. Es waren nichts anderes als ins offen Militante abgeglittene Kommunisten an deren Spitze jemand stand, der nicht zufällig einen Sowjetmarxistischen Hintergrund hatte.
Kommentar von nfreimann — 17. August 2005 @ 18:46
“Sahen die Mörder des ehemaligen SS-Mannes Hanns-Martin Schleyer in ihren Verbrechen nicht auch einen Bruch mit nationalsozialistischen Kontinuitäten? Sind die drei Generationen der RAF objektiv wirklich als ‘Hitlers Kinder’(Mitscherlich) zu werten?”
Selbstverständlich sahen die RAF-Terroristen in ihrer Parteinahme für die politischen Erben des Großmufti von Jerusalem eine Manifestation des Bruchs mit “nationalsozialistischen Kontinuitäten” (so als ob der tatsächlich in nationalsozialistische Verbrechen verstrickte Teil der verhaßten “Elterngeneration” den Neuen Jishuv vor den genozidalen Absichten der panislamischen Kollaborateure Hitlers und Himmlers geschützt hätte). In der gleichen “Antifa”-Logik bezogen Joseph Martin Fischer und Co. Partei für die völkische Mörderbande UCK, deren Terror sich gegen die Überlebenden der Hitlerschen Okkupation - Serben, Juden und Roma - richtete, als ein vermeintliches “Faschismus”-Opfer.
Was den rot-grünen Staatsmonopolantifaschisten der Berliner Republik ihr Haider ist, war der PLO-Schwesterorganisation ihr Schleyer: Der Umstand, daß nicht nur die Jugoslawen (denen kein geschichtsbewußter Mensch eine Affinität zum Hitlerismus hätte zur Last legen können), sondern auch die FPÖ (als parteipolitische Formation des österreichischen “dritten Lagers”) für einen “faschistischen” Feind erklärt wurde, suggerierte Restbestände eines “klassischen” Antifaschismus in der auf die Aushöhlung der nationalen Souveränitätsrechte “unbotmäßiger” (weil neutraler) Staaten gerichteten Europa-Politik Berlins. Daß eliminatorische deutsche Antisemiten drei Jahrzehnte nach dem 8. Mai 1945 nicht nur israelische Zivilisten, sondern auch einen früheren SS-Angehörigen für todeswürdig erklärten, läßt Sie - Man-at-Arms - allen Ernstes die Frage stellen, inwieweit das antifaschistische Selbstverständnis der RAF nicht eine gewisse Plausibilität aufwiese.
Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ernst zu nehmen sind die “Antifa”-Proklamationen gegenwärtiger Gewaltverbrecher durchaus - sie haben als “Auschwitz-Keulen” (Michael Wolffsohn) u. a. Hunderte jugoslawischer Zivilisten das Leben gekostet, die im Frühjahr 1999 kaum unter dem Hakenkreuzbanner, ohne “antifaschistische” Camouflage, hätten ermordet werden können.
Kommentar von Digenis Akritas — 17. August 2005 @ 19:55
“Die RAF waren keine Nationalsozialisten sondern sie bekannten sich zum Internationalismus. Sie hingen auch keiner rassisch untermauerten sozialistischen Volksgemeinschaft an, sondern es waren Marxisten, die auf Grundlage der Imperialismustheorie Lenins handelten. Sie verstanden sich als die Fraktion der Roten Armee der damaligen kommunistischen Linken. Es waren nichts anderes als ins offen Militante abgeglittene Kommunisten an deren Spitze jemand stand, der nicht zufällig einen Sowjetmarxistischen Hintergrund hatte.”
Rührend, wie Sie - als “Ex”-Linker - die eliminatorischen Antisemiten der RAF vor dem Verdikt, als Nachlaßverwalter der Original-Braunen aufgetreten zu sein, in Schutz nehmen.
Kommentar von Digenis Akritas — 19. August 2005 @ 19:02