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4. April 2005

Das neue “Super-Aids”: Hysterie mit neuen Untertönen

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 10:27

Die Mainstream-Medien entdecken ganz nebenbei die “Co-Faktoren” - von Claus Köhnlein, mit freundlicher Genehmigung des Magazins “eigentümlich frei” - Homepage-eifrei

Am 11. Februar tritt Dr. Thomas Frieden, ein Gesundheitsbeamter von New York City, an das Mikrofon und verkündet die Entdeckung eines vermutlich neuen tödlichen HI-Virus, das sich resistent gegen alle möglichen Medikamente erweist. Die “Welt” titelt hysterisch: “Super-Aids in New York”. Und auch die “Süddeutsche Zeitung” greift das Thema auf: Der Mann, dessen Erkrankung zum großen Auftritt des Gesundheitsbeamten geführt hat, habe sich auf einer so genannten “Barebackparty” (”bareback” = “nackter Hintern” beziehungsweise “ungesattelt”) infiziert. Die “SZ” berichtet dann ganz beiläufig, dass er Kokain und Metamphetamin genommen hat, um seine Sexorgien durchzustehen. Dass diese Beschreibung leicht untertrieben ist, wird aus einem Artikel der “San Francisco Bay Times” deutlich: “Was die Medien vergessen haben zu berichten ist, dass der 46 Jahre alte Patient einen dreimonatigen Crystalrausch hinter sich hatte, 90 Tage in Folge, während dem er angeblich hunderte Male Analsex hatte, und dass er, als er schließlich zum Doktor ging, nur noch ein Schatten seiner selbst war.” “Crystal” ist eine Szene-Bezeichnung für Metamphetamin, einen Stoff, mit dem man tagelang “durchmachen” kann. Hinzu kommt, dass man wie bei so gut wie allen ähnlich gelagerten Fällen auch in diesem Beispiel davon ausgehen kann, dass der Mann den hundertefachen Analverkehr mit “Poppers” (Nitritinhalaten) erleichtert hat.

In diesem Zusammenhang erinnern sich vielleicht einige ef-Leser an ein Interview mit Peter Duesberg, Molekularbiologe an der Universität in Berkeley, der seit vielen Jahren die Auffassung vertritt, dass AIDS keine ansteckende Erkrankung, sondern ein Syndrom ist, welches in den entwickelten Ländern durch ungehemmten Drogenkonsum hervorgerufen wird.

Zur Rekapitulation: 1981 wurden erste Aidsfälle in San Francisco und Los Angeles beschrieben. Bei den Patienten handelte es sich durchweg um schwerst drogenabhängige Homosexuelle, weswegen das Syndrom Anfang der 80er Jahre auch GRID genannt wurde (für “Gay Related Immun Deficiency”). Im National Institute of Drug Abuse wurden die schon erwähnten “Poppers”, die im homosexuellen Bereich weit verbreitet sind, um den Analverkehr zu erleichtern, als wahrscheinliche AIDS-Ursache gesehen. Von diesen Substanzen ist bekannt, dass sie stark das Immunsystem schwächen und außerdem stark krebserregend sind.

1983 trat jedoch auf einer Pressekonferenz der US-amerikanische Forscher Robert Gallo vor das Mikrofon und verkündete der Welt, dass die wahrscheinliche Ursache für AIDS in Form eines Retrovirus gefunden worden sei. Durch diese Vermutung, die seither durch keine wissenschaftliche Arbeit gedeckt wurde, entwickelte sich AIDS sozusagen über Nacht in eine infektiöse Krankheit. Was folgte war eine beispiellose Medienhysterie, in Deutschland angeführt vom “Spiegel”, der seinerzeit Sterbestatistiken veröffentlichte, wonach 1993 der letzte Bundesbürger an AIDS erkrankt und zwei Jahre später an diesem Syndrom stirbt.

Nun, dieses Horrorszenario hat offenbar nicht stattgefunden, und man sollte sich fragen, wieso die damaligen Vorhersagen in keiner Weise eingetroffen sind. War vielleicht die wesentliche Annahme, nämlich dass AIDS durch ein sexuell übertragbares, garantiert tödliches Virus hervorgerufen wird, einfach falsch?

Statt Untersuchungsfehlern auf den Grund zu gehen, malen die Medien, genährt von Untersuchungen der UNO heute neue Horrorszenarien, nach denen bald der gesamte afrikanische Kontinent von AIDS dahingerafft zu werden droht: “UNO: 80 Millionen Aids-Tote in Afrika bis 2025!”

Südafrikas Präsident Mbeki dagegen hat klar erkannt, dass die eigentliche Aidsursache in Afrika Armut ist und die damit verbundene schlechte Hygiene, der Mangel an sauberem Trinkwasser und Fehlernährung. Vorher bekannte Krankheitsbilder wie Tuberkulose werden in Gegenwart eines positiven HIV-Tests umbenannt und heißen dann plötzlich “AIDS”. So wurde es im Westen mit der altbekannten Drogen- und Homosexuellenkrankheit Kaposi ja auch schon gehandhabt.

1987 kam mit AZT das erste Aidsmedikament auf den Markt. Dieses Medikament wirkt wie die bei der Krebs-Chemotherapie eingesetzten Substanzen: Die Verdoppelung der DNS und somit auch die Produktion aller Zellen im menschlichen Körper wird erschwert. Dieses Medikament war die eigentliche Ursache für das Massensterben, welches Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre zu der Annahme geführt hat, dass HIV ein tödliches Virus ist. Die Konsequenz aus der Virushypothese war nämlich, dass nun viele HIV-positiv markierte Patienten zu dem vermeintlichen Heilmittel griffen und wenige Jahre später an den Folgen der Chemotherapie starben. Die Überdosierung von AZT wurde dann doch an der Knochenmarkschädigung der Patienten bemerkt und die Dosis reduziert, so dass die Sterblichkeit wieder abnahm. Diese Abnahme der Sterblichkeit wird heutzutage als Therapieerfolg verkauft.

Für welche Hypothese spricht nun der Patient in New York, der angeblich resistent ist gegen 20 unterschiedliche Aidsmittel? Nun, er ist der klassische chemische Aidspatient, genauso wie die ersten Aidspatienten damals beschrieben worden sind: junge Männer Mitte 30 bis Mitte 40, alle schwerst drogenabhängig und homosexuell. Dass diesen Menschen nicht durch eine weitere chemische Keule geholfen werden kann, liegt auf der Hand.

Interessant ist, wie die Medien die beiden Hypothesen - die chemische und die biologische - miteinander verquicken. Die “Süddeutsche” etwa weist darauf hin, dass seit langem bekannt sei, dass die Krankheit bei Menschen mit geschwächten Immunsystemen besonders schnell ausbreche. Das habe man auch bei unterernährten Menschen in Afrika gesehen, die innerhalb eines halben Jahres an der Immunschwäche sterben. Dass die Drogen im genannten New Yorker Fall das Immunsystem schwächen, sei auch bekannt. Es wird also nun argumentiert, dass Unterernährung und Drogenmissbrauch sowie genetische Defekte so genannte “Co-Faktoren” seien, die die Entstehung eines defekten Immunsystems erklären, während HIV die Hauptrolle spiele. Dass diese “Nebenfaktoren” die eigentlichen Krankheitsgründe sind, kann sich bei der vorherrschenden Virushypothese kein gewöhnlicher Journalist mehr vorstellen.

Die klinische Erfahrung zeigt jedoch, dass ein erworbenes Immundefektsyndrom ganz stark von so genannten non-viralen Risikofaktoren abhängig ist. So hat zum Beispiel eine gesunde HIV-positive Schwangere, die ein gesundes Kind zur Welt bringt, nicht annähernd irgend ein Risiko, ein erworbenes Immundefektsyndrom zu erleiden. Dennoch wird ihr aufgrund des HIV-Positivstatus praktisch die gleiche Prognose gestellt wie einem hoffnungslos drogenabhängigen Junkie. Dazu kommt, dass sie in der Annahme, ein tödliches Virus zu beherbergen, in der Schwangerschaft und während der Entbindung mit hochtoxischen Medikamenten behandelt wird, um zu verhindern, dass das vermeintlich tödliche Virus auf das Kind übertragen wird. Außerdem wird den Müttern empfohlen, nicht zu stillen, weil auch hierdurch die Virusübertragung möglich sei. Die Muttermilch, die in weiten Teilen Afrikas einzige vernünftige Nahrungsquelle für die Kinder, wird also verboten.

Der New Yorker multiresistente Aidsfall weist einmal mehr auf den Zusammenhang zwischen Drogenmissbrauch und dem “erworbenen Immundefektsyndrom” hin.

Die Virushypothese steht seit nun etwa 20 Jahren unbewiesen im Raum. Die Drogenhypothese wäre leicht testbar. Aber obwohl Milliarden an staatlichen Fördermitteln für die Virushypothese ausgegeben wurden, wurden bisher so gut wie keine Forschungsmittel für das Studium der immunsuppressiven Wirkung der typischen Homosexuellen-Drogen ausgegeben. Möglicherweise bewirkt dieser New Yorker Aidsfall jetzt, dass die immunsuppressive Rolle von Drogen wie Kokain, Amphetaminen und “Poppers” besser untersucht wird. Peter Duesberg hat 20 Anträge an das amerikanische “National Institute of Health” (NIH) geschickt, um diese Studien durchzuführen - alle sind abgelehnt worden. Er hat das Arbeitsfeld gewechselt und arbeitet nun an der Entstehung von Krebs - seine Forschung wird zum großen Teil privat finanziert.

Die Milliarden Dollar, die in die HIV-Forschung gesteckt wurden, führten bisher jedenfalls nur zu einem Ergebnis: Es gibt keine “Impfung” und keine Heilung.

Claus Köhnlein:

Dr., Jg. 1955, ist Internist mit eigener Praxis. Seit 1992 beschäftigt er sich zunehmend mit AIDS und anderen “neuen Seuchen”.

Literatur:

Claus Diem und Peter Duesberg: AIDS: erworbenes Immunschwächesyndrom, in ef Nr. 11 (2000).

Claus Köhnlein: Die SARS-Hysterie. SARS auf den Spuren von AIDS und BSE, in ef Nr. 36 (2003). Beide Hefte sind noch erhältlich über Capitalista.

Peter Duesberg und John Yiamouyiannis: AIDS, Michaelsverlag 1998 - erhältlich über Capitalista, siehe Seite 58.

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