Neues Interview mit Tanja Krienen: Die Hammerschlägerin
Im ef-Magazin (eigentümlich frei) – www.eifrei.de. - erschien soeben ein Interview zur Tanja Krienen-Biographie, geführt von David Schah, dem Chefredakteur des Satire-Magazins Gustloff - Gustloff
David Schah schreibt in der Einleitung: „Ihre 2004 erschienene Autobiographie „Hammerschläge“ liest sich als interessantes und anregendes Psychogramm und als ein Entwicklungsroman, der geradezu nach einer Verfilmung schreit.“
Das über vier gedruckte Seiten reichende Interview kann hier in seiner Print-Fassung nachgelesen werden - Interview
Da das gesamte Interview noch umfassender war, konnte selbstverständlich nicht alles gedruckt werden, weshalb an dieser Stelle alles dokumentiert wird - ebenso im CAMPO-Forum. Das Quiz zur Biographie ist hier zu finden http://www.campodecriptana.de/campoforum/showthread.php?threadid=1114
Die Hammerschlägerin
„…politisch uneinordbar, ambivalent, Gewissheiten zertrümmernd, provokativ bis an die Schmerzgrenze gehend oder sie überschreitend – das gilt als nicht zumutbar, das ist gefährlich.“ Tanja Krienen
ef: Aufgrund Ihres außergewöhnlichen Lebenslaufs könnte man annehmen, dass Sie eine überzeugte Individualistin sind. Ist dem so?
Krienen: So bin ich zur Welt gekommen: allein, originär; auch im Wortsinn individuell, also besonders geartet. Mir wuchsen später neun Schneidezähne – ein echtes medizinisches Wunder!
ef: Sie schreiben, dass Sie Frauen intellektuell für „maßlos überschätzt“ hielten. Warum wollten Sie dennoch selbst eine Frau werden?
Krienen: Haben Sie schon einmal im öffentlichen Alltags-Raum, in der Bahn, im Straßencafe, eine Frau mit einer anderen Zeitung als „Die goldene Küchenregel“, „Das bunte Hündchen“ oder „Die Prinzessin in mir“ gesehen? Eine Ausnahme von dieser Regel ist so selten wie ein gescheites Gespräch auf der Domplatte zu Köln. Wer eine Quote reklamiert, um seine Positionen zu festigen, hat vor der offenen Auseinandersetzung kapituliert und seine Unterlegenheit gerade dadurch in bestechender Weise bewiesen. Die Thesen Esther Vilars in „Der dressierte Mann“ haben mir immer mehr zugesagt als Alice „Emma“ Schwarzers „Unstimmigkeiten einer sonderbaren Frau“. Wenn ich mein Geschlecht ausgewählt hätte, weil ich Frauen besser verstehe, oder verstehen will, so wäre es tragisch und fatal. Eine wirkliche Transsexuelle wählt sich das Geschlecht nicht aus, sondern lebt schlicht und einfach was sie ist: ohne Geschlechts-Ideologie, ohne Verkrampfung in sexuellen Fragen.
ef: Nach Ihrer Geschlechtsumwandlung haben Sie Ihr neues Leben als Frau recht promisk begonnen. Was war die Motivation dafür?
Krienen: Eigentlich spricht man von einer „Geschlechtsanpassung“, weil davon auszugehen ist, dass die Person in wesentlichen Grundzügen schon immer weiblich war. Ich sehe das aber nicht so spitzfindig und kann auch den Fakt akzeptieren, wenn jemand, weil ich biologisch ein Mann war, und jetzt durch bestimmte Eingriffe eine Frau bin, dies als „Umwandlung“ bezeichnet. Ist ja keine ganz falsche Sichtweise. Egal also. Ja, ich habe zehn äußerst lebhafte Jahre hinter mir. Schon die knapp zweijährige „Wartezeit“ bis zur Operation war recht turbulent. Später erhöhte ich die Schlagzahl, bedingt durch meine Neigungen, die gottlob nicht selten auf Gegenseitigkeit beruhen, und die gelegentliche Ausübung der Prostitution. Leider waren mir die Erfahrungen der Mädchenzeit versagt geblieben, insofern ist es klar, dass da ein Nachholbedarf bestand und nur durch dieses aktive Leben habe ich heute psychologisch den Malus, die Jugendzeit nicht als Mädchen „normal“ erlebt zu haben, überwinden können. Ein empfehlenswerter therapeutischer Ansatz! Und die Prostitution hat mich schon immer interessiert. Ich empfinde sie als Berufung. Als das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ heraus kam, fand ich das Leben der Christiane F. beinahe vorbildlich. Lediglich die Drogen störten. Wenn nicht die Sozialarbeiter wären, die mit all ihrem Gutmenschentum und der absurde Züge besitzenden AIDS-Hysterie diese schöne Arbeit moralisch mies machten, wäre die Welt ein Stück besser.
ef: Sie sind aufgrund Ihrer Transsexualität vielfach Anfeindungen ausgesetzt gewesen, haben sich aber mithilfe der Justiz stets energisch zu wehren versucht. Verfolgten Sie dabei auch eine Art pädagogisches Ziel?
Krienen: Eher ist es umgekehrt: Die Justiz hat mich bekämpft! Ich hatte z.B. große Mühe mich in meinem Prostitutionsprozess des Vorwurfs des Widerstandes gegen die Staatgewalt zu erwehren. Das Scharmützel entstand, weil die Polizei den gesamten Dortmunder Innenstadtbereich zum „Sperrgebiet“ erklärte und mich bei meiner Festnahme auch noch als „Genetischer Müll“ beschimpfte. Mehrfach habe ich mich an staatliche Stellen gewandt, ohne Hilfe zu erhalten. Lediglich einmal wurde jemand, der mich schlug, auch verurteilt. Dabei habe ich mich, wenn ich anständig auf meine Vergangenheit angesprochen wurde, nie um eine angemessene Erklärung gedrückt. Das „pädagogische Ziel“ sah und sehe ich als gelernte Pädagogin, die viele Jahre „schwer erziehbare Jugendliche“, Anfallskranke und Obdachlose betreute, immer noch darin, interessierten Menschen zu erklären, wie Transsexualität entsteht und wie die Probleme im Alltag aussehen. Der bunt-schrille Bereich, in dem die mediale „Aufklärung“ vonstatten geht, stellt fast gänzlich eine schädliche Veranstaltung dar, wird doch Transsexualität dort als „Selbstverwirklichungsevent“ präsentiert oder gar als Betroffenheitsakt, obwohl es bei wirklichen Transsexualität eher eine zwanghafte Notwendigkeit ist, die nichts Heroisches oder „Glitzerndes“ an sich hat, aber auch nichts ist, weshalb die Welt oder die Gesellschaft zu verfluchen sei.
ef: Können Sie uns kurz den Unterschied zwischen Transsexuellen, Transidenten und Transgender beschreiben?
Krienen: Ein übles Thema. Also: Ein transsexueller Mensch ist einer, der sein angeborenes Geschlecht ändern, resp. die Geschlechtsmerkmale dem empfundenen Geschlecht anpassen ließ und konsequent in diesem Geschlecht lebt. Ein Transident lehnt den Begriff transsexuell aus falsch verstandener Interpretation ab, denn er behauptet, die Silbe „sex“ gäbe der ganzen Angelegenheit einen sexuell bezogenen Charakter – obwohl „sex“ nichts anderes als „Male“ bzw. „Geschlecht“ meint, und trans-sexuell nichts anderes bedeutet als geschlechtlich-hinübergehend. Diese so genannten Transidenten rücken den ominösen Begriff „identisch“ („völlig gleich, übereinstimmend“ – womit?- fragt man sich) in den Vordergrund, und betonen damit den psychologisch motivierten Wunsch nach einer anderen Lebens-Identität – nach einem neuen (!) Leben - welches sie durch den Wechsel zu erreichen glauben. Sie sind meist nicht wirklich transsexuell, sondern tatsächlich identitätsgestört und klauben nach Art eines Fetischisten Versatzstücke aus dem Angebot weiblicher Attribute heraus, um sich „weiblich“ nennen zu können (ich spreche jetzt von den „Transen“, die im männlichen Ausgangsgeschlecht starteten – die anderen interessieren mich ohnehin nicht). Oftmals bleiben diese Menschen körperlich auch ein Mann, leben mit ihren früheren Frauen und X-Kindern weiterhin zusammen und stellen die tragik-komische These auf, Geschlechtsmerkmale und die gelebte Sexualität hätten mit all dem nichts zu tun und seien kein Maßstab für Weiblichkeit. Außer der eigenen Männlichkeit haben sie nie in ihrem Leben etwas gesehen – und werden es auch nicht, denn: sie hassen Männer und vertreten nicht selten extremistische Positionen aus der Welt des Feminismus. Die Weiblichkeit wird nicht wirklich konsequent, normal und angemessen gelebt, - sie wird zur Ideologie! Ich nenne so eine Person, die etwas komplett falsch bestanden hat: Straps-Paps! Zu den Transgendern ist nur zu sagen, dass alle „Trans-Erscheinungen“, nach der Auffassung dieser Genderideologen unter dem Begriff „Transgender“ zusammengefasst werden sollen, also auch die nur temporär in der gegengeschlechtlichen Form lebende Personen wie Transvestiten, Crossdresser oder Wäschefetischisten. Wie sehr dies als Zumutung von wirklichen Transsexuellen (kurz TS) aufgefasst wird, müssten anmaßenden Gender-Vertreter eigentlich wissen, denn dass sich eine TS als eindeutig, nicht mehr wechselnd, und fern ab irgendwelcher dauerhaften sexuell motivierten Spielereien befindet, kann selbst dem schrägsten Homosexuellen, der daraus einen Lebensinhalt basteln will, nicht entgangen sein. Transsexuelle halten sich von diesen Leuten fern, sie leben weitgehend unauffällig in ihrem angepassten Geschlecht; wer sie als „Transgender“ mit Fetischisten, Psychos, Asexuellen und sonstigen Abweichlern, unter diesem Sammelbegriff zusammenpferchen will, weil ja auch ein Porsche und ein Trabbi jeweils vier Räder haben und „Auto“ heißen – der setzt eine Idee um, die man gewöhnlich dem Schnaps zuordnet. Sie sollten sich besser „Schnaps-Straps-Paps“ nennen!
ef: Wie würden Sie Gender und Geschlecht voneinander unterscheiden?
Krienen: Bezüglich des hier verhandelten Themas ist das nur für eine völlig verschwindende Minderheit von Belang – näher bei 0,01 %, denn 0,1% angesiedelt. Selbstverständlich gibt es Überschneidungen zwischen männlichen und weiblichen Verhaltensweisen, aber bitte: Wer kann genau definieren, was überhaupt „männlich“ und „weiblich“ ist? Frauen sind mitfühlend, freundlich, weich, schön und schlank. Ja, sind sie das? Und Männer sind doch unzweifelhaft unsensibel, grob, hart, unahnsehnlich und bierbäuchig. So?
Aus einer Skala fließender Eigenschaften ein Problem machen zu wollen, kann nur jemand beglückend finden, der politisch daran interessiert ist – und Gender-Ideologen zielen gerade mit der Kopfgeburt des „Transgender“ darauf ab. Wenn schon der Angriff mit klassisch egalitären Forderungen mehr und mehr als gescheitertes Projekt erschlafft im gesellschaftlichen Boxring der etablierten Schwergewichte hängt, so erfolgt hier ein neuer Anlauf über die Leichtgewichte der „sexuellen Minderheiten“. Vor allem aber: Im dunklen Raum, denn diese Debatten mit weitreichenden Konsequenzen, entziehen sich meist den Augen der Öffentlichkeit und dringt dann doch jemand unerwartet in diese Räume mit abgestandener Luft ein, wird er sofort hinauskomplimentiert, nicht ohne ihm das Etikett „Feind“ aufzudrücken, welches „Sexist“, „homophob“ „frauenfeindlich“ oder schlicht und naseweisig „Faschist“ heißen kann. Natürlich kann ein Geschlecht geändert werden, aber es ist etwas völlig anderes, ob dies jemand im Einzelfall durchführen will, oder die absurde These vertreten wird, es gäbe überhaupt keine Geschlechter und alles sei nur ein „soziales Konstrukt“. Mit dieser hanebüchenen Lügnung wird der Versuch unternommen, die Welt per Dekret “weiblicher” zu machen, um eben diese Spitzfindigkeiten zu etablieren, mit denen das gesamte zwischenmenschliche, das natürlich gewachsene und durch die Biologie und Genetik zustande kommende Gefüge, auseinanderzubrechen ist, damit die politische Radikalisierung erreicht wird: Es ist nichts als die Postulierung eines kleinen Massenwahns. Dass man mit Zweideutigkeiten, den eindeutig Lebenden ihre neue Geschlechtlichkeit wieder entzieht, ist ein geradezu teuflischer Nebeneffekt. Ich habe neulich eine Anzeige erstattet, weil man jetzt schon ein hormonelles Experiment an einem gerade 14jährigen Jungen ausübt – die Spitze des Eisberges.
ef: Sie beschreiben, wie die Anprobe eines Frauenkleids in der Pubertät die Initialzündung dafür war, dass Sie, obwohl körperlich als Mann geboren, sich immer mehr als Frau fühlten. Nun sind ja Frauen- und Herrenmode meistens das Ergebnis einer kulturellen Evolution. Röcke etwa gelten hier als Männer-, dort als Frauenkleider. Welche Rolle spielen also Ihrer Meinung nach kulturelle Konnotationen für die Entwicklung einer geschlechtlichen Identität?
Krienen: Unstrittig entwickeln sich Rollenmerkmale in verschiedenen Kulturen auch unterschiedlich. Naheliegend, dass in Kulturen, in denen sich Männer mit Gewändern, Tüchern oder Rock-ähnlichen Stoffen bekleiden, andere Signale von Menschen ausgesandt werden müssen, wenn sie ihre Weiblichkeit betonen wollen. Da bedarf es dann vielleicht einer kleinen geschlechtstypischen Ausschmückung, einiger geschickt eingesetzter Gesten, manchmal reicht schon die Bartlosigkeit um als „weiblich“ zu gelten.
Da sich der wirklich transsexuelle Mensch sowieso seiner Unzweideutigkeit (oder sogar eindeutig anderen) Befindlichkeit bewusst ist, so gilt sein Interesse den Attributen, die dieses auch unmissverständlich herausstellen. Mann-zu-Frau-Transsexuelle sehen diese zunächst in den Bekleidungs-Gegenstücken ihres Geburtsgeschlechtes, also: Kleidern, Röcken etc. – doch eine wirkliche TS bedarf ihrer im Laufe der Zeit als Objekte der Selbstvergewisserung nicht mehr, sondern wird in der Regel einen Kleidungsmix bevorzugen, wie er auch von jeder anderen Frau präferiert wird: Hosen bei Kälte und Nässe, Kleider bei schönem Wetter oder festlichen Anlässen.
ef: Halten Sie Transsexualität für vorwiegend genetisch bedingt, während Transidentismus und Trans-Genderismus Ergebnisse zufälliger Prägungen sind, also eher etwas mit Fetischismus zu tun haben?
Krienen: Wenn Sie eine Gruppe von zehn Lesben befragen, wie denn die Sexualität allgemein beschaffen sei, kommt wahrscheinlich dabei heraus, dass „die Frau“ gerne mit anderen Frauen schläft, sich gerne pierct, ein Faible für sadomasochistische Spiele besitzt, den Verkehr mit einem Mann durchweg als Vergewaltigungsakt erlebt und andere „Wahrheiten“ aus dem Parallel-Universumsspiel „Ich und meine kleine Welt“. Studien aus dem Genderlager strotzen von Subjektivismus. Beständig werden sämtliche Erkenntnisse der Biologie, der Psychologie und der Genetik außer Acht gelassen, wird mit dem Willen zur Neuerschaffung der Welt, jede Tradition mit der verbalen Gewalt-Munition aus den Überresten der eigenen Psyche in Klumpen geschossen.
Hieß es gestern noch: „Die Geschlechter sind ausschließlich künstlich“, heißt nun der neue Trend, Transsexuelle seien von Natur aus zweigeschlechtlich auf die Welt gekommen, also eigentlich den Intersexuellen zuzurechnen. Dies zielt darauf ab, angebliche pränatale Hirnstrukturen zu reklamieren, die sich von männlichen unterscheiden sollen. Einen schlüssigen Beweis liefern sie wieder nicht und kein „Straps-Paps“ versucht ansatzweise zu erklären, wie es geschehen konnte, dass sein „natürlich weibliches Gehirn“ bei der Erzeugung seiner zwei, drei, vier Kindern (Straps-Papse sind meist sehr furchtbar fruchtbar) so auffallend pausieren konnte. „Ich liebe meine Frau nun mal“, wird er tief brummend antworten, und wenn er „meine Frau“ sagt, so meint er auch „seine Frau“. Wie die, hat er immer sein wollen – nicht so gesäßlastig vielleicht, auch nicht so hilflos, aber die Handtäschchen waren einfach „so goldig“. Solche Männer waren immer komische Figuren und jeder kennt sie: breit gespreizt, schwiemelig, gluckernd und faserig, auch arrogant und flach – Frauen sind sie nur in der eigenen Phantasie und in ihrem süßlichen Milieu.
Es gibt allerlei psychische Störungen – Transsexualismus ist eine von ihnen. Es ist, wenn sie wirklich existiert, wahrscheinlich eine unheilbare. Aber Fetischismus oder eine temporäre Identifikationsphase mit der weiblichen Rolle, machen aus einem Mann keine Frau. Die Psychologen haben hier weitgehend versagt, denn zunehmend werden Probanden aus diesen dubiosen Bereichen mit dem Stempel TS versehen und in ein Leben ohne Hoffnung entlassen. Sie haben eine andere Störung, die nur scheinbar ein paar ähnliche Muster wie Transsexualismus aufweisen, wichtig wäre, ihnen eine ordentliche Therapie angedeihen zu lassen, damit sie ihr Leben als Männer, die sie sind, weiter führen können.
Gender-Ideologen akzeptieren keine natürlichen Grenzen, für sie gibt es keine Kriterien um festzustellen was weiblich und was männlich ist – wichtig ist für sie der Wille des Einzelnen und dessen subjektives Empfinden. Wir kennen das: Einer hält sich für Napoleon, der andere für Jesus, wieder ein anderer glaubt, er wäre ein Hund. Wenn aber so einer durch die Gassen läuft, kläfft, winselnd, ans Bäumchen uriniert und dabei schreit: „Die Pudeldame meines Herzens heißt Mitzi“ – so wird auch niemand das Tierheim anrufen…
ef: Wie kam es, dass Sie sich zunächst zum Kommunismus hingezogen fühlten?
Krienen: Teils zog er mich, teils sank ich hin. Na ja, ein Arbeiterkind kommt nun mal meistens – jedenfalls im Ruhrgebiet, woher ich stamme – zunächst mit gewerkschaftlichen, sozialdemokratischen oder sozialistischen Ideen in Kontakt. Mehr oder weniger deutlich, mehr oder weniger heftig. Durch meine Andersartigkeit, die mir spätestens mit dem Eintritt in die Pubertät bewusst wurde, war ich empfänglich für Ideen, die „Menschlichkeit“, „Freiheit“ und „Gerechtigkeit“ versprachen. Sind ja auch nette Ideale, aber für Kommunisten nur die Hülsen für ein Programm allgemeiner und totaler Kontrolle über die jeweiligen Gesellschaften; das merkte ich jedenfalls bei meinen Aufenthalten in der DDR recht schnell. Wie gut der Staat seine Aufsichts- und Erziehungshoheit nutzte, sieht man noch jetzt an den äußerst schleppenden Veränderungen im Verhalten der dort aufgewachsenen Menschen.
ef: Bereits zu Ihren DKP-Zeiten sorgten Sie bei Ihren Genossen durch Nonkonformismus und Rebellion für Kopfzerbrechen. Waren Sie eigentlich damals schon im Inneren eine Antikollektivistin?
Krienen: Nach außen noch viel mehr: Ich war in der KP und gleichzeitig Punk! Zudem interessierte ich mich sehr für den Dadaismus, aber auch für Dali und den Surrealismus. Beide Kunstrichtungen hatten zwar durchaus linke Wurzeln, waren jedoch in der deformierten orthodoxen Linken komplett verpönt und galten als „kleinbürgerliche Spielarten“ der Kunst, den „Interessen der Arbeiterklasse feindlich gesinnt“. Das war mir sympathisch. Mir war fast alles sympathisch, wenn es die Masse provozierte. Auch der Kommunismus provozierte den braven Bürger, also mochte ich ihn. Als Punk begriff ich auch frühzeitig, wieso sich Sid Vicious von den Sex Pistols ein Hakenkreuz-T-Shirt überzog und so provozierend durch die Straßen rannte. Wenn die starke Natur keinen Widerstand findet, sucht sie sich Widerstände, auch in manchmal zweifelhafter, verzweifelter Form – praktisches Nietzscheanertum. Die intellektuelle Hilflosigkeit der Menschen zu beobachten, die in solchen Momenten buchstäblich sprachlos werden und erstarren, macht Spaß, und rechtfertigt solche „Kampfaufgaben“. Der über den bisherigen Menschen Herausgehende hat sich primär um sein Dasein zu kümmern, nicht über das Urteil derjenigen, die sich dieses Dasein mit all ihrer eigenen Verkehrtheit zu interpretieren anmaßen.
ef: Sie haben früh die Mängel des real existierenden DDR-Sozialismus erkannt und traten deswegen aus der DKP aus. Warum wurden Sie nach der Wende PDS-Mitglied? Hatten Sie den Glauben an einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz noch nicht verloren?
Krienen: Ich hatte den Glauben vor allem an mich nicht verloren! Kurz vor meinem Eintritt in die PDS befand ich mich in vielerlei vehementen Auseinandersetzungen, welche die Folge meiner Transsexualität waren. Da gab es den schon erwähnten Prostitutionsprozess, aber auch einen Konflikt an meinem regulären Arbeitsplatz, wo ich mit der Waffe in der Hand „aufräumen“ wollte. Wegen des einen Schusses, der dabei fiel, geriet ich in die überregionalen Schlagzeilen – von RTL über SAT1 bis hin zur „Bild“ wurde berichtet und ich lief als „Colt-Lady“ durch die Presse. Doch politische Hilfe blieb aus. Man stelle sich mal vor, ein Neger wäre als „Scheiß-Nigger“ bezeichnet worden – es hätte eine Lichterkette von der See bis zu den Alpen zur Folge gehabt. Wenn eine Transsexuelle jedoch „Genetischer Müll“ genannt wird, schweigen die sonst so mutigen Guten. Es schienen nur wenige Menschen zu verstehen, was in Wirklichkeit passiert war, welches Mobbing, welche Versuche der persönlichen Schmähungen dem vorausgingen. Wahrlich gehöre ich nicht zu denen, die sich ständig benachteiligt fühlen und „Diskriminierung“ rufen, wenn ein normaler Vorgang ein paar Unregelmäßigkeiten mit sich bringt. Hier aber waren Grenzen überschritten worden. Die einzigen, von denen ich dachte, dass sie wirkliche Diskriminierungen erkennen könnten, war die PDS. Diese Ansicht – wie auch das Engagement überhaupt – gehört zu meinen größten politischen Fehlern. Schnell wurde ich zwar Kreisvorsitzende und Mitglied des Landesparteirates, merkte aber bald, dass ich völlig anders tickte als diese Leute, und trat nach knapp einem Jahr Mitgliedschaft wieder aus. Auf Grund meines Engagements gegen die Partei, bei dem ich auch zu unkonventionellen Mitteln griff, nannte mich die Presse nun „Tanjaminator“. Bis dahin aber war ich davon ausgegangen, eine „Demokratische Sozialistin“ zu sein, begriff diese Umschreibung als einen auf pluralistischen Prinzipien beruhenden Gegenentwurf zum orthodoxen Kommunismus, weshalb ich auch nach meinem Austritt aus der DKP die „Demokratischen Sozialisten“, die von den beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Hansen und Coppik initiiert wurden, im Jahre 1982 mitbegründete. Dieser Richtung fühlte ich mich bis Ende der 90er Jahre verpflichtet. Die Erfahrungen in der PDS und der Umgang der „Genossen“ mit mir nach meinem Austritt ließ dann endlich und endgültig klar werden, dass sich hier eine Bewegung formierte, die unbedingt gestoppt werden muss.
ef: Sie rücken die PDS zum Teil in die Nähe von „Nationalbolschewisten“. Wie meinen Sie das?
Krienen: Zunächst mal sind die Begriffe „Nationalbolschewismus“ bzw. „Nationalkommunismus“ historische, die sich auf den Fakt beziehen, dass es „linke Leute von rechts“ tatsächlich gab. De facto durch Übertritte, wie der bekannteste aus dieser Gruppe, der Reichswehrleutnant Richard Scheringer, der während seiner Haft zum großen Ärger von Goebbels und Hitler zur KPD wechselte und nach dem Krieg wegen der Tätigkeit für die verbotene KPD wieder inhaftiert wurde. Noch später war er Mitglied des Parteivorstand der DKP. Ich bin ihm noch einmal persönlich begegnet. Aber auch Linke, die weniger international, denn national dachten, firmierten unter diesem Etikett: Leute wie Ernst Niekisch oder auch nach dem Krieg – mit Abstrichen – Wolfgang Harich. Es gab auch Personen, die in den rechten Strukturen blieben, von denen es aber hieß, sie sympathisierten mit dieser übergreifenden Richtung. Hier muss der Strasserflügel der NSDAP genannt werden, zu dem auch SA-Führer Röhm gehörte. Diese Rechten sympathisierten durchaus mit dem nationalrevolutionären Russland und bestimmten sozialpolitischen Ergebnissen dieses Prozesses. Es ist historisch verbrieft, dass selbst Goebbels bis Ende der 20er Jahre mit diesen Anschauungen sympathisierte. Heute gibt es nicht wenige Leute, die klassische Versatzstücke dieser Ideologie wieder aufgreifen und sich bewusst als „Nationalrevolutionäre“ bezeichnen. Wer richtig hinschaut, wird auch bei der NPD oder DVU auf der einen, und der PDS, den Globalisierungsgegnern, und partiell auch bei den Grünen auf der anderen Seite, exakt dieselben diffamierenden Bemerkungen der kapitalistischen Produktionsweise und der pluralistischen oder libertären Auffassungen entdecken. Diese neue Allianz funktioniert doch bei vielen Auseinandersetzungen prächtig. Formal steht man sich gegenüber, inhaltlich gibt es Übereinstimmungen en masse.
ef: Eine andere Übereinstimmung, die Sie empört, ist jene zwischen der Bundesregierung und der PDS, etwa jüngst beim Projekt um eine Musik-CD. Worum geht es dabei genau?
Krienen: Nun, der sozialistische Jugendverband „solid“, der de facto die PDS-Jugend darstellt und mit der Partei quasi assoziiert ist, hat eine CD „gegen rechts“ produziert, die zu Beginn des Jahres vor Jugendzentren verteilt wurde (als Reaktion auf eine Verteilaktion von Rechten, die 250 000 CDs hergestellten und verschenkten). „Solid“ hat die Aktion initiiert, maßgebliche Mitunterstützer und Finanzierer dieses Projektes „Aufmucken gegen Rechts“ jedoch, sind die Verdi- und IG Metall-Jugend, die Hans-Böckler-Stiftung und das Bundesfamilienministerium! Der Staat mache mit den Rechten gemeinsame Sache, echotet sonst die soz. Jugend – nun spendiert ihnen derselbe Staat eine tolle PR-Aktion. Mit dabei auf der CD übrigens der unvermeintliche Konstantin Wecker und die „Fantastischen Vier“, die sich in einem Interview, das ich wegen dieser Vorgänge mit ihnen führte, milieugerecht äußerten, dies sei ein „Solidaritaetszeichen gegen rechts“. Der Skandal an dieser Geschichte ist, dass das, was wir immer ahnten, nun eintraf: DGB und Regierung unterstützen direkt und offen die linksextreme PDS-Jugend. Anstatt den Kampf gegen Rechten mit demokratischen Organisationen und Inhalten aufzunehmen, nehmen sie als „Vorzeigedemokraten“ ausgerechnet diejenigen, die das andere Übel verkörpern, jene, die den Stalinismus in modifizierter Form noch immer propagieren. Mit der Finanzierung dieses Projektes beginnt eine neue Ära der innenpolitischen Konstellation.
ef: Ihre Zeitschrift „Campo de Criptana“ wartete mit einer Fülle klangvoller Autorennamen, von Wolf Biermann bis Sahra Wagenknecht, und mit einem breiten Spektrum politischer Ansichten und Themen auf. Warum stellen Sie das „Campo“-Projekt nun ein?
Krienen: Ich habe es „vorläufig-endgültig“ eingestellt, weil ich es nicht schaffte, ein wirklich starkes, tragfähiges Milieu für die Ziele der Zeitschrift gewinnen zu können. Dazu kommen meine begrenzten finanziellen Mittel, die es mir nicht erlauben, Werbung in notwendigem Umfang zu machen. Letztlich frage ich mich auch, ob es sich lohnt, für Verbesserungen eines Deutschlands zu kämpfen, im dem einer Person wie mir sogar die geplante Lesung im Brechthaus – trotz eines bestehenden Vertrages – aufgekündigt wurde, und diese Maßnahme, trotz manch prominenten Protestes, ohne eine angemessene Begründung zur bösartigen Realität werden konnte. Zu den Autoren und Interviewpartnern des „Campo“ ist zu sagen, dass gerade diese unterschiedlichen Personen eine Identifizierung der Leser mit der Richtung der Zeitung schwer machten. Es ist mir nicht gelungen, die Quintessenz aus diesen Beiträgen als eine neue Sichtweise auf die gesellschaftlichen Verhältnisse begreiflich zu machen. Das Projekt stand von vornherein vor allem unter dem Beschuss von links – obwohl es viel mehr linke als rechte Autoren gab.
Der Querfrontvorwurf war ständiger Begleiter in der Auseinandersetzung. Der reine Irrsinn, wenn man bedenkt, dass ich keinerlei nationalistische, dirigistische oder antisemitische Tendenzen publizierte – eher im Gegenteil, und der Vorwurf beruhte darauf, ich sei eine, die sich nicht scheut, auch mit „Rechten“ zu reden. Diese „Rechten“ waren Personen wie Michael Wolfssohn, die CDU-Abgeordneten Vera Lengsfeld und Friedbert Pflüger oder Bettina Röhl. Auch Autoren aus dem Umfeld des ef-magazins gelten für versimpelte Linke beinahe als personifizierter Faschismus. Misstrauisch beäugt wurden auch Bürgerrechtler wie Lutz Rathenow oder Konrad Weiß. Für diese Leute sind Beiträge oder Interviews von oder mit Sahra Wagenknecht, mit der ich 1998 den Bundestags-Wahlkampf der PDS bestritt, Katharina Rutschky, Rosa von Praunheim, Hans-Christian Ströbele, Peter Glotz, Konstantin Wecker, Prof. Fritz J. Raddatz, Marcel Reich-Ranicki, Georg Kreisler oder Henryk M. Broder nur ein Beleg, wie geschickt ich zwischen links und rechts taktiere. Abgesehen davon ist jemand wie Wolf Biermann – für dessen Buch ich zum 25. Ausbürgerungsjubiläum einen Beitrag schrieb – für die Linke ein natürlicher Feind, wie es kaum einen zweiten gibt.
ef: Ihre Biographie ist ja sowohl in psychologischer Hinsicht als auch als Zeitdokument äußerst ergiebig. Wie war bislang die Resonanz auf das Buch?
Krienen: Verkaufszahlen habe ich noch nicht, die „große Presse“ hat, obwohl sie informiert wurde, bislang geschwiegen. Es ist richtig, man sollte meinen, die Biographie einer Person, die aus persönlichen Erfahrungen schildert, wie sie noch Willy Brandt in der Opposition und die Beatles als 9-jährige live erlebte, Wolf Biermann drei Tage nach seiner Ausbürgerung im November 1976 zum ersten Mal begegnete, die in vielfältiger Weise bis hin zum FDP-Magazin „liberal“ als Autorin und Kolumnistin auftrat und darüber hinaus ein mehr als ungewöhnliches Leben vorstellt, würde Interesse auslösen. Doch die Konglomerate von Feministinnen, Homosexuellen und Gutmenschen in den Printmedien und Fernsehanstalten wissen um die Sprengkraft dieser Anschauungen und versuchen – wie ja auch die Lesung in Berlin zeigt – widersprechende Personen ihrer hässlichen Protegie von Nonsens und Dekadenz mundtot zu machen. Eine „Skandalbiographie“ ist in Deutschland unkommod – die Bedenkenträger reagieren verschnupft, bisweilen mit Hass. „Schlüpfrig“ dürfte es schon sein, doch politisch uneinordbar, ambivalent, Gewissheiten zertrümmernd, provokativ bis an die Schmerzgrenze gehend oder sie überschreitend – das gilt als nicht zumutbar, das ist gefährlich. Das ahnen und wissen sie – und sie haben Recht damit.
ef: Mit welchen Plänen und Projekten werden Sie uns in Zukunft überraschen?
Krienen: Ach, das wäre ja keine Überraschung mehr, wenn ich jetzt alles erzählen würde… Vielleicht bringe ich ja doch noch mal mein Nietzscheprogramm auf die Bühne, das ich zum 100. Geburtstag einige Male aufführte, vielleicht konzentriere ich mich auch mehr auf die Pflege meiner Finca hier in Spanien, wohin ich ja Ende 2003 dauerhaft umzog. In jedem Fall aber schreibe ich wie bisher weiter für ein paar Zeitungen meine Kolumnen und Polemiken. Mag sein, ich erobere ein neues Fiume.
Hier noch ein paar Meinungen
1 Extrem und interessant, 7. Oktober 2005 Rezensentin/Rezensent: tonizuppi aus Bad Honnef
Diese Biographie ist ein roher Diamant. Die Faszination, die von der authentischen Geschichte der Tanja Krienen ausgeht, liegt darin, dass hier nichts beschönigt wird, weder das Thema Transsexualit?, noch Prostitution noch DKP und PDS. Eine Person mit extremen Ecken und Kanten hat ein ebenso kantiges und unkonventionelles Buch geschrieben, das dem Leser trotz oder gerade wegen der stilistischen Ungeschliffenheit tiefe psychologische Einblicke in einen gelinde gesagt außrgewönlichen Menschen bietet. Wer sich nicht schnell verstören läst und offen ist - eine echte Geschichte, wie sie nur das echte Leben in all seiner grausamen Vielfalt spielen kann, dem sei Krienens Biographie wämstens ans Herz gelegt
2 als ich ihr das erste mal in einem ganz anderen forum begegnet bin war ich etwas irritiert, nach studium der hp, und nachdem ich ihr Buch gelesen hatte, war ich schwer beeindruckt. kompromisslos, ehrlich, ein bemerkenswerter lebenslauf. eine frau, die sich selber treu geblieben ist, und trotz aller wirren und irrungen ihren weg gefunden hat. Die Homepage, wie auch das Buch ist spannend und lesenswert.
3 Sie kann sich zwar sehr gut ausdrücken, aber ich empfinde es eher als heiße Luft und geistiges gewichse
2 was mir imponiert, ist das sie nichts beschönigt, und auch nicht an der allegeinen “vergesslichkeit” leidet, was ja bekanntermaßen relativ verbreitet ist, sondern zu ihrer vergangenheit steht. geschmäcker sind ja bekanntermaßen verschieden, aber ich glaube das es selbst in spanien keinen literaturpreis für “geistiges gewichse” gibt. Das Buch ist spannend , aber auch offen und ehrlich, (soweit ich beurteilen kann) und zeigt, ungeachtet aller (berechtigter?) kritik an der person, das man als transsexuelle durchaus kontroverse meinungen vertreten, und aktiv am gesellschaftlichen leben teilhaben kann, und daß die transsexualität nicht den gesamten lebensinhalt darstellen muß, sondern lediglich teil eines lebensweges ist.
Kommentar von Campo-News — 14. November 2005 @ 17:01
Nachtrag
Ich: Hola, ich danke für die positive Kritik, und auch für die freundlichen Worte an anderer Stelle. Ich weiß, dass auf Grund meiner vielfältigen Aktivitäten nicht alles akzeptiert und leicht verstanden werden kann. Sollten noch ehrliche Fragen vorhanden sein, gebe ich aber gerne Auskunft.
Schöne Grüße aus Valencia, Tanja
4: Hallöchen,
ich habe TanjaK.’s Buch auch gelesen und muss sagen, ich finde es gut. Es ist mal ein Buch das die Problematik TS nicht in rosarot darstellt.
2: ..freu, herzlich willkommen.
ich nochmal, ja tanjas buch sollte man sich wirklich ins regal stellen, und vor allem lesen.
nicht nur, weil es etwas anders als die meiste einschlägige transenliteratur ist.
Ich: Bin ja auch keine “Transe” *g*
Kommentar von Campo-News — 15. November 2005 @ 08:31
Hier doch einmal ein Hinweis auf die Beschreibung -
http://www.bod.de/index.php?id=296&auto_id=4464#2261
Und noch eine gefundene Kritik
Es ist ein faszinierendes Buch. Sprachlich absolut hervorragend und mit vielen überraschenden Momenten. Die Kindheitserlebnisse aus den 60er Jahren sind so plastisch geschildert wie ich es selten las. Erfreulich auch, dass eine Transsexuelle mehr zu bieten hat als üblich zu erleben. Tanja Krienen stellt das auch nicht in den Vordergrund, sondern zeigt ihre vielfältigen Talente auf lebenspraktischen Gebieten. Man möchte von der Autorin noch öfter hören und lesen, trotz ihres Bekanntheitsgrades wird ihr Potenzial noch immer von manchen unterschätzt. Jacob L.
Kommentar von Campo-News — 5. Mai 2007 @ 13:26