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8. Mai 2022

“Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!”

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 10:28

 von Berit&Manfred Such presse-008.jpg dsc03311.JPG Und die Ergebnisse an solchen Tagen

Die alldeutsche Spießerin, die sich sonst nichts traut, flippt beim Männerstrip zu Karneval aus, der biedere kölsche Büroknecht säuft sich einmal im Jahr beim aus der Not angenommenem Gay-Schamlosigkeitsbelustigungsfest peinlich unter den Tisch; der hölzerne Betriebsrat tanzt auf selbigem bis zum Mindeshohn beim Festival der Unkulturen - und auf dem Dorf krawallen jene, die sonst verdruckst durchs maskierte Leben rennen, einmal im Jahr heraus, was sie sonst entbehren. So vereinen sie sich beim Schützenfest. Die Kirche will adabei sein. Die Autoren haben sich darum nicht wirklich über den Gemeindebrief aus der „Wallfahrtsstadt“ Werl gewundert und schreiben -

 

Mit dem “Graupenmüller-Zitat” (Berliner Posse von 1865) „Man muß die Feste feiern, wie sie fallen!“, lädt die katholische Propstei Werl zum Schützenfest ein und beruft sich, trotz schwerer Zeiten durch Corona und Krieg in Europa, auf wesentliche Begegnungen mit Jesus, die auch auf Feiern stattgefunden haben sollen. Bedrängte Zeiten sollen es also auch damals gewesen sein, vergleichbar mit dem Corona- und Ukraine-Krieg, als Jesus das Abendmahl, Emmaus und die Hochzeit zu Kanaan “feierte”?

Der Hinweis auf Emmaus lässt allerdings aufhorchen. Der auferstandene Jesus habe seinen Jüngern bei einem Abendmahl erklärt, daß die Leiden des Messias notwendig gewesen seien. Corona- und Ukraine-Krieg notwendig? Für was?

Der Brückenschlag zum Schützenfest gelingt der Botschaft im Pfarrbrief kaum. Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, welche die Schützen mit Stärkung des Zusammenhalts durch Feiern zu stärken gedenken, obwohl man sich ursprünglich die Verteidigung der Bürgerschaft auf die Fahnen geschrieben hatte, sollen der Brückenschlag sein, trotz Corona und Krieg in Europa die Feste zu feiern…? Wer es mag…?

Doppelmoral will der Verfasser des Pfarrbriefes jedenfalls nicht erkennen, obwohl er zugesteht, dass sich die Generationen nach 1945 an die Selbstverständlichkeit des Friedens gewöhnt haben und nun vor der Brutalität über das für Unmöglich gehaltene erschrocken sind. Selbstverständlichkeit des Friedens nach 1945? Wie geschichtsvergessen kann man sein? Jugoslawien, Kosovo waren nur ein kleiner Ausschnitt der Kriege, die seit 1945 angezettelt wurden. Man kann dem Autor des Pfarrbriefes allerdings zugutehalten, seinen Gläubigen die Feste (das Schützenfest) nicht vermiesen zu wollen.

Wenn es allerdings um Urlaubsreisen geht, wird der Ton schon etwas rauer. Als bedenklich werden Urlaubsreisen in autoritäre Länder mit Sorglosigkeit der Reisenden kritisiert, wobei das Problem mit der islamischen Christenverfolgung erst an 2. Stelle zu finden ist. Der Türkei, als autoritärer Staat bezeichnet, wird die Verurteilung eines Kulturförderers zu einer “erschwerten(!)” lebenslangen Freiheitsstrafe vorgeworfen, ums sie als Urlaubsland auszuschließen.

Nun muss man Gläubigen nicht unbedingt Leichtgläubigkeit vorwerfen, aber wenn mit dem “Kulturförderer” der türkische Unternehmer und “Menschenrechtsaktivist” Osman Kavala gemeint ist, der mit dem westl. Oligarchen George Soros die Open Society Foundations gegründet hat, dürfte man zur Kenntnis nehmen, daß bei den weltweiten “Unruhestiftungen” (u .a. Ukraine, Ungarn, Russland) der Organisation Soros, der Kritiker vorwerfen, ihre Open Society Stiftungen dazu einzusetzen, gezielt Gesellschaften von Staaten zu untergraben, um damit letztlich die Errichtung einer angeblich neuen Weltordnung herbeizuführen. In diesem Zusammenhang dürften die Vorwürfe gegen Osman Kavala nicht aus der Luft gegriffen sein, um damit einen Regime-Kritiker zu eliminieren.  

Mit dem Aufruf, eine Reise in islamische Länder, explizit werden die Malediven und Ägypten genannt (”die Liste ließe sich fortsetzen”), denen Intoleranz gegenüber anderen Religionen und Christenverfolgung vorgeworfen werden und vor dem Tod am Nil gewarnt wird, sollten Alternativen zu Reisen in solche Länder zur Wahl stehen. Schützenfest! Das sei eine gute Wahl.

Tipp der Verfasser:

Falls die Wahl doch auf islamische Staaten fallen sollte, das Kreuz nicht zeigen, um damit die islamischen Glaubensbrüder und -schwestern nicht zu provozieren oder zu beleidigen, wie es Reinhard Kardinal Marx und der Ratsvorsitzende der EKG in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, bei einer gemeinsamen Reise ins Heilige Land beim Besuch der Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem praktizierten. Weil -  Islam heißt, “sich ergeben”, “sich unterwerfen”.

Nur zu Ihr Gläubigen und Leichtgläubigen: Schützenfest feiern!  

1 Kommentar »

  1. http://www.campodecriptana.de/blog/2022/05/08/2237.html

    Kommentar von Campo-News — 9. Mai 2022 @ 07:22

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