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26. November 2021

Kaspar Hauser

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 12:33

129775110_1468730876669305_8173477922270543493_n.jpgEin neues Buch

 „Kaspar Hauser empört sich – Die fast wahre Geschichte eines Schlawiners“, Flaschenpost, Hardcover, 7,95 Euro, 100 Seiten, per Versand (Deutschland) 9,95 Euro; Für das weitere europäische Ausland 11,70 € - Bestellung - mail@tanjakrienen.de 

Zum Inhalt - Kaspar Hauser war nicht der, für den man ihn hält. Mehr war er ein bauernschlauer, nicht wirklich kluger Kopf, der überrascht feststellte, wie sein bisschen Getue in einem komplett irre gewordenen Umfeld auf fruchtbaren Boden fiel. Und da sind wir auch schon bei Greta. Lässt man sie durch Kaspar Hauser in ihren sehr ähnlichen Milieus sprechen, so zeigt sich auf verblüffender Weise, wie sehr die Haltungen und das dramatische Spiel mit der Öffentlichkeit miteinander verwoben und auf das dasselbe Ziel ausgerichtet sind. Greta und Kaspar ähneln sich in vielerlei Facetten, betreten die Weltöffentlichkeit ohne Vorankündigung, bleiben ein Rätsel; der Erfolg basiert auf Rücksichtnahme der anderen, es umgibt sie ein Milieu der Gläubigen, ihr Wirken ist nicht nachprüfbar. Beide scheinen ohne Humor, sind gleichaltrig als sie bekannt werden und ein gebrochener und verschleierter Lebensweg ist die Grundlage ihres Wirkens. Dieses Buch soll in faktenhaltiger, komprimierter und literarischer Form, unterhaltsam und erkenntnisweckend, die Schaffung eines Mythos auf irrationaler Basis veranschaulichen und durch den implizierten Twist im Nachspann entzaubern. Es ist eine Flaschenpost, auf dass die Botschaft darin irgendwann, irgendwo, vom geneigten Leser gefunden wird.

Tanja Krienen, geboren 1957 in Hagen/Westfalen, gelernte Energieanlagenelektronikerin, sowie “Staatlich anerkannte Erzieherin”, seit 1998 aktiv als Autorin und Publizistin. Veröffentlichungen in und auf „taz“, Spiegel-online (Eines Tages), Huffington Post, Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, Neue Rheinische Zeitung, eigentümlich frei, Costa Blanca Zeitung, u.v.a….Bücher und mehr:

“Die Ausbürgerung, Anfang vom Ende der DDR, Wolf Biermann und andere Autoren“, Ullstein 2001; Magazin Campo de Criptana (2003-2005),“Schönes Grün – 2022 – die nicht überleben wollen“, Neue Welten Verlag 2007; Mitarbeit an „Georg Kreisler: Doch gefunden hat man mich nicht“, Atrium-Verlag, 2014; „Fackeln in der Dämmerung – Texte aus vier Jahrzehnten“, 2015 und „Das Ziel in weiter Ferne“ Romove, 2018; Kaspar Hauser empört sich, Flaschenpost 2020; Nietzsche Programm 2000; Gewinnerin des „Primer Concurso Literario de La Costa Cultural de Alfaz del Pi“, Spanien, 2002

Seit 2016 moderiert sie die Sendungen “Historische Hitparade” und “Musikkiste” beim Berliner Internetradio XY.

 

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3 Kommentare »

  1. Die Facebookseite zum Buch - https://www.facebook.com/Kaspar-Hauser-emp%C3%B6rt-sich-Die-Seite-zum-Buch-108108271103968

    Kommentar von Campo-News — 4. Dezember 2021 @ 10:21

  2. Tanja Krienen
    22. Februar 2021 ·
    Mit Öffentlich geteilt
    ER
    Es war einmal gegen Ende des 18.Jahrhunderts, als ein alter Tippelbruder am Rande eines Weges zur großen Stadt, deren Namen heute keiner mehr kennt, halbverhungert und dem Tode nahe, von zwei Bauern aufgefunden wurde. Man brachte ihn zur nahegelegenen Mühle und bahrte ihn und seine Siebensachen - ein paar zu einem kleinen Bündel zusammengeschnürte lumpige Fetzen Papier und kleinteilige Habseligkeiten – auf einem eiligst geschichteten Haufen aus Latten, Stoffresten und Leinensäcken auf. Die beiden Bauern und der Müller mit seinem Ältesten beratschlagten was zu tun sei und ob man nach einem Arzt schicken sollte. Doch da kam Leben in den Sterbenden, der den Kopf hob und mit den Händen eine abwehrende Geste machte. In einer kaum für möglich gehaltenen Klarheit sprach er sodann: „Hört diese Geschichte, ihr lieben Leute. Es muss jetzt ein halbes Jahrhundert her sein, da begegnete mir die absonderlichste Gestalt, die ich je in meinem Leben sah. Ich begegnete ihm irgendwo auf der Straße und er erzählte mir sein tragisches Schicksal. Immer wenn er in einen Spiegel blickte, sah er ein Clownsgesicht. Und wenn er weinte, lachte die Fratze im Spiegel. Doch wenn er lachte, weinte das Gesicht. Wenn er versuchte seine Haare zu kämmen, sah er sein Spiegelbild, das mit einer Riesenharke einen Wust aus Haaren bändigen wollte. Seine Nase war immer rot, sein Mund viel zu groß, der Kopf rund, die Augen ein Strich, die Füße monströs und seine Hände weiß. Er wusste gar nicht, wie er wirklich aussah. Denn sah er sich herab, waren die Füße normal, die Hände schön, sein Haar fühlte sich normal an und der Mund reichte nicht von einem Ohr zum anderen. Doch sein Spiegelbild..oje….Niemals wurde er sein wirkliches Gesicht gewahr. Niemals….“ Alle Umherstehenden blickten mit weit aufgerissenen Mäulern und echtem Schrecken auf den alten Mann, der die Geschichte erzählte und weiter berichten wollte. Doch in diesem Moment wich alle Lebendigkeit aus seinem Gesicht, er holte noch einmal tief Luft und starb. Der älteste Müllersohn wurde sofort in die Stadt geschickt, um einen Bestatter zu holen. Währenddessen sichtete einer der Bauern die Habe des Alten. Unter vielen unaussprechlichen Dingen fingerte er ein altes zerrissenes, vergilbtes und kaum lesbares Blatt hervor. War es ein Ausweis, eine Bekanntmachung, eine amtliche Bescheinigung? Es war unmöglich den Charakter dieses Papierfetzens zu bestimmen. Nur zwei Worte waren halbwegs leserlich: Hans Wurst.
    Bild: Francisco de Goya um 1815

    Kommentar von Campo-News — 22. Februar 2022 @ 09:03

  3. Nun ist der Magnus, der meinen Kaspar Hauser redigierte und dafür ein Nachwort schrieb, 58jährig gestorben. Ein talentierter Mensch ist leider viel zu früh fort. Traurig.

    Kommentar von Campo-News — 4. März 2022 @ 06:42

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