Campo de Criptana




16. März 2014

Russischer Liederreigen der AfD (Alternative für Dschugaschili): Adalbert Brettschneider macht Stimmung!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 12:38

Zum Video geht es hier entlang

Vor etwa zehn Jahren schrieb ich -

Das Land bleibt stumm – der Protest kommt ja von „links“. Für die Soziale Marktwirtschaft setzt sich keiner offensiv ein. Mit Begründungen schon gar nicht – Ideologie findet nicht statt. Keiner weiß warum. Im doppelten Sinne.

Der Kanzler und der blass-blonde Russe (den wir alle zu kennen glauben, denn in den abendlichen Zügen gen Stadtzentrum begegnen sie uns zuhauf – die Wodkaflasche kaum verborgen in der Tasche, das Messer ebenfalls) spricht auf den Boden. Der Kanzler nickt dazu. Nein, eine Grenzüberschreitung hat die Sowjetarmee nie begangen. Frieden hat sie gebracht. Stalin war gut, vielleicht ein bisschen barsch. Der Kanzler lächelt. Er kann auch barsch werden, das weiß er.

Der Russe ist heute beliebter als der Ami. Der kann in Deutschland nicht frei herumlaufen, der Russe schon. Wenn der Ami neben dem Russen steht, vergeht letzterem das Lachen. Die Knie wackeln dann wie bei 14jährigen Heimzöglingen. Sein Heim ist Russland. Da herrscht Friede. Die Deutschen feiern den Frieden. Nicht alle, aber immer mehr. Sie schlagen die Schlachten jetzt an Bierständen, in den Innenstädten, in den Stadien: immer öfter schlagen sie. Der Neid regiert. Und reagiert. Agiert.

Die DDR hat gesiegt. Sie sickert durch die Wände, steht plötzlich vor dir und lacht: „Das hättet ihr nicht gedacht?!“ Nicht nur der Teich lauscht draußen im Wald mit offenem Mund. Freibier! Luftschlangen gegen Nazis. Nicht mal ein Argument gegen Kommunisten. Mach mit: „Heut´ wird Rabatz gemacht solange bis die ganze Bude kracht, und wenn die anderen zur Arbeit gehen sagen wir „Gut Nacht“.

„Lachen Sie doch mal! Ach Tucholsky. Hören Sie Frau K.! Das ist vorbei.“

„Nein sage ich, das fängt erst gerade an. Hören Sie: >He Republik - ! Sie fährt empor, nickt, döst und schlummert wieder ein. Zwo, drei: „Denn wir leben, denn wir leben - in einer Übergangszeit, denn wir leben, denn wir leben - einer Übergangszeit - !< “

„Hören Sie auf, Sie sind ein Einzelidiot, Frau Krienen. Gehen Sie weg, die Geschichte hat längst ein neues Kapitel aufgeschlagen.“

„Irgendwie haben Sie Recht. Ich werde darüber nachdenken. Danke für die Blumen. Wie ist doch gleich ihr Name.“

„Mein Name tut nichts zur Sache. Nennen sie mich wie sie wollen. Jeder hat einen anderen Namen für mich.“

„Wie praktisch. Ja, ich bin ein „Einzelidiot“ und habe zuviel Phantasien um ihnen nur einen Namen zu geben. Doch hören Sie:

Dass nimmer mehr die Sonne scheine
Und auch der Himmel täglich weine

Das alles wünsch´ ich diesem Land -
Und gerade dir, wenn es so ist:
Dass du einer von denen bist

1 Kommentar »

  1. In der Tat wäre es ehrlicher gewesen, den Russland-Kongress einen „Antiamerika-Kongress“ zu nennen – oder wie es Robert Farle ausdrückt, jahrelanger Funktionär der moskautreuen Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in Nordrhein-Westfalen, heute Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD in Sachsen-Anhalt: einen Kongress „gegen den Versuch des US-Imperialismus, Europa zu unterjochen“. Das Vokabular jedenfalls musste Farle beim Parteienwechsel nicht ändern.
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    Schließt man die Augen (denn die Teilnehmer wären jünger und weiblicher, die Männer behaarter und mit einer Neigung zu Lederjacken und Jeans), könnte man sich tatsächlich auf einem Kongress der Außerparlamentarischen Opposition Ende der 1960er Jahre oder der antiimperialistischen Linken heute wähnen. https://www.welt.de/politik/deutschland/article167618073/Wenn-die-AfD-klingt-wie-die-antiimperialistischen-Linken.html

    Kommentar von Campo-News — 13. August 2017 @ 06:35

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