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21. Juli 2009

Co-Misch

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 14:37


Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun

 

Christian Morgenstern

 

1. Oft habe ich Harald Schmidt kritisiert, dieses Mal sei er (nachträglich) gelobt und ausgezeichnet - mit Kränzen, Eichenlaub und ganzen Eichen. „Der hat Neger gesagt“ ist einfach grandios und zeigt zudem die Hilflosigkeit guter Menschen. Ergänzend möchte ich noch, dass diese völlig belanglose Etikettierung vom Wort „negro“ abgeleitet wird.

 

Und: Nazi – Show und DDR war happy

 

2. Rudolf Steiner hat viel geschrieben. Zuviel. Zu allem und jedem. Manche nennen es ein Denkgebäude, eines, von dem sie sagen, nur der Meister selbst habe es vollständig ergründen können. Das sagen alle von Geheimlehren, die nicht beweisbar und vermittelbar sind, insofern soll es uns nicht weiter kümmern.

 

Aber neben einer nicht unerheblichen Menge Schwafelei, finden sich aber auch ein paar denkwürdige Aussagen in seinem Werk, vor allem erweist er sich oft als guter Psycholog´ (er kannte noch Nietzsche, las ihn auch gerne) und Morphologe. Nehmen wir einmal den Aufsatz/Vortrag über die Temperamente und wir haben ein gutes Beispiel dafür, wie er einerseits metaphysisch ins Schwadronieren kommt, aber andererseits sich doch wieder mit einer guten Analyse sachlich erdet und konstruktive Vorschläge zum Umgang mit Menschen der verschiedensten Temperamente unterbreitet.

 

Zu empfehlen ist dieser Temperamenttest. Wir sehen dabei, dass der Mainstreamschwule öffentlich dominiert, weil die Plapperei zum allseits geschätzten Event wurde – Oberflächlichkeiten des reinen Nichts inklusive. Ich bekam bescheinigt, was ich schon immer ahnte/wusste: melancholisch: 99 %, cholerisch: 83 %, sanguinisch: 9 %, phlegmatisch: 3 %

 

3. “Jetzt muss Training beginnen zu wirken” sagt Jürgen Klopp vom BVB und wir wissen: Bei dieser Syntax und erst recht nicht bei dieser Vereinspolitik wirkt nichts. Das wird nicht einmal der 6. Platz wie in diesem Jahr. Oder bvbisch gesprochen: Nix is dies Jahr mit die Meisterschaft ohne Vertrag haben für Spieler sehr gute.

 

4. Einreisebestimmungen sind nicht immer ein Hort des Verstandes.Es erscehint doch nicht nur etwas verwunderlich, dass der SPIGEL eine „Leserreise“ nach Dubai veranstaltet (in Kooperation mit Marco Polo), die eine Bedingung zu allererst nennt: Der Reisepass darf keinen Einreisestempel von Israel enthalten! Wer also schon einmal in Israel weilte, darf nicht nach Dubai hinein! In ein Land, dass als „Übermorgenland“ im Prospekt gefeiert wird.

 

Würden derartige Bestimmungen sonst irgendwo bestehen, wäre das Geschrei wohl groß. Zeigt dies nun die Ideologie von Geschäftemachern oder die Heuchelei des Journalismus? Keine Ahnung. Ich frage mich nur, ob die Prominentenschar, die sich dort ein Inselchen kaufte, allesamt keine Probleme mit dieser Regelung haben? Sind darunter keine Juden? Keine Weltreisende? Keine Nicht-Allesfresser?

 

5. Kaufen! Kaufen! Kaufen! Zwingen sollte man jeden dazu! Die Rede ist von der herrlichen „Geo-Epoche“ Ausgabe „Die deutsche Romantik“ (mit der CD „Napoleon und die Deutschen“ 15,90 €). Vor allem die vielen schönen, abgebildeten Gemälde der Romantik, machen den Band zu einem „Muss-Haben“! Es fehlt nur ein Blick herüber nach England oder z.B. die Vorstellung von Füssli-Bildern. Aber auch so: Note 1!

 

6. Neulich sah ich zum ersten Male den Film „Das Parfüm“. Fazit: Ein ekelhafter, übelriechender Plot. Selten hat mich ein Film so verstörend zurückgelassen, da hier die Katharsis nicht nur fehlte, sondern durch die Schlussszene alles entwertete, was zuvor noch ansprechend war. Wenn ungesühnte Morde in einer derartig dekadenten Sequenz hinweggesülzt werden, muss man sich über nichts mehr wundern.

 

7. Und noch ein Tipp: Roots of Country „The Carter Family“  

 

8. Wenn deutsche Soldaten in Afghanistan jemanden erschießen, müssen Sie mit dem Staatsanwalt rechnen. Wenn Sie verletzt werden oder sterben, so wird geprüft, ob eine Versicherung dafür eintritt. Wenn deutsche Schiffe gekapert werden, muss die Besatzung hoffen, dass sie von den Piraten wieder freigelassen wird. Der Staat legt die Hände in den Schoß. Der Staat zerlegt sich selbst. Ein Programm, das seit fast 20 Jahren abläuft. Der Tag seines Inkrafttretens: der 10. November 1989.

 

9. Wie die Politkaste tickt, konnte man in dieser Woche im „Streitgespräch“ zwischen der roten Drohsel (SPD) und dem blassen Spahn (CDU) sehen. Ein Gespräch unter Freunden, man duzt sich, dass es knistert. So geht das heutzutage. Kampf, harte Debatten, grundsätzlich konträre Auffassungen – Fehlanzeige. Geplänkel, Geschachere, Gefälligkeiten – so geht es ab. Drohsel: Findest du es auch merkwürdig, dass wir Linken bei den Jungwählern beliebter sind als ihr?“ Spahn: „Ja, das ist ebenso merkwürdig, wie bedauerlich,  zumal wir vor zehn Jahren noch deutlich vorn lagen.“ Hihi! Knallcharge! Warum sollte man euch auch wählen!? Vorsprünge verspielen, das könnt ihr, aber selber springen?

 

10. Georg Kreisler ist jetzt 87 geworden. *sing* -

 

Ich soll immer was Lustiges schreiben.
Aber das lass ich vorläufig bleiben,
weil ich nirgends, egal, wo ich gehe,
auch nur irgendwas Lustiges sehe.
Und da biegt sich mir die Feder nicht,
es laufen meine Räder nicht.
Was ich auch schreibe, schwemmt die Wahrheit fort,
und jede Pointe verdorrt.
Doch die anderen leben wie immer.
Und sie schreiben wie immer, nur dümmer

 

 

 

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