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13. November 2008

Timm. und Klimbim – was uns noch fehlte zum Glück

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 14:14

Auf der Leiter zur endgültigen Decadence gibt es nun zwei Sprossen mehr: eine „Klimaanpassungsbeauftragte“ und einen „Schwulen-Sender“

1. Es klingt wie ein Witz, ist auch einer, aber gelacht wird öffentlich nicht. Das Exquisite und Elitäre am CAMPO-Blog ist, dass man es nur hier darf und kann- und das: gern! Also: Ha! Hahahaha! Haha! Hahahaha! Haaaaaaaahaaarrrrrrrrrrrrr!

Der Kreis Waldeck-Frankenberg hat nun nämlich eine Fortsetzung des Frankenstein Abenteuers, nämlich eine Gleischschstellungschbeauftragte (wie Ypsi lanti sagen würde) für das Klima, eine „Klimaanpassungsbeauftragte“. Ihr Programm nennt sich „Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“ – Klimzug, nicht Klimbimm (Klimahysterie in der Mitte der Bundesrepublik im Medienwahn). Der Kreis aber lehnt es ab, sich nun Waldeck-Frankenstein nennen.

Was macht nun so eine, nachdem schon die Frauengleichstellungsbeauftragte und Tier/Mensch-Gleichstellungsbeauftragte und die Drogenbeauftragte und die Abtreibungsbeauftragte und die Jungenerziehungverhinderungsbeauftragte und die Ernährungsbeauftragte und die Hühneraugenbeauftragte und die nordhessische Dickarschordenbeauftragte um die Wette ereifern?! Nun, sie passt an. Vor allem ihre Umwelt! „Hier in der Verwaltung bin ich bisher nur auf offene Ohren gestoßen“, leutseligt sie und signalisiert, wie geschlossen es dort in der Anstalt zuzugehen scheint.

„Wissenschaftlich unstrittig“ sei der Klimawandel und nun müsste geforscht werden, sagt Frau Müller. „Mehr Sturm und Starkregen“ werde es „IN ZUKUNFT zwar NICHT in den nächsten Jahren, aber HÖCHSTWAHRSCHEINLICH in den nächsten beiden Jahrzehnten“ geben. Ebenfalls „Hitzewellen und Tropennächte“ (Anm. TK ICH erlebte nicht eine in den letzten drei Jahren!!!) und – oh Schreck, wie wir uns dafür fürchten – „weniger Frost – und Eistage“. Nun sei „Überzeugungs – und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten“.

Fünf Pilotprojektstellen gibt es nun, eine „Modellregion“ ist Nordhessen. Das Ganze ist finanziert vom Landkreis, der Uni Kassel und dem Regierungspräsidium in Kassel. Dieses eine Regionalprojekt zur Erforschung der Folgen eines unterstellten Klimawandels läuft über fünf Jahre und wird zehn Millionen kosten. „Forschungsprojekte enden meist als dicke Aktenordner im Regal“, entfährt ihr. In der Weltgeschichte kirrester Zeit jedoch wird daraus ein Geldgrab – der Wandel ist halt da. Changed it! Yet! We can!

2. Timmy hätten sie sich früher vielleicht genannt, oder Tim, jetzt nennt man sich Timm (mit Punkt), wie drin; Rinn Timm – Timm sozusagen. Das klingt nun mehr nach Hundschnauze, Peitschenhieben und Mastdarmwummen, stellt aber den ersten Schwulen-Sender in Deutschland dar. Focus-online ist mal wieder außer sich und vor Freude, weil es dort Jungs gibt, die Jungs lieben. Die „Jungs“ sehen dann so aus und der erste Bericht, den ich von den alten Knaben sah, wollte den Kopf des Protagonisten einfach nicht zeigen. Ein Londoner war es, der drei Kinder gezeugt hatte, aber jetzt „schwul“ leben wolle. Das Problem: er ist gläubiger Moslem. Es wird uns dann ein Iman vorgeführt (das Gesicht wird natürlich gezeigt), der unserem Männchen helfen soll, nämlich: weil er ein schwuler Moslem sei, dürfe er seine drei Kinder nicht sehen, sagt er. Der Iman schüttelt den Kopf und widerspricht. Dies passiere manchen, es habe mit seinem Schwulsein nichts zu tun. “Doch!”, sagt Homo Momo. “Nein!“, sagt der Iman. Doch! Nein! Doch! Nein! Der weise Iman führt dann weiter aus, möglicherweise seien manche sauer, weil er so für Homosex würbe und viel zu offensiv sei. Aber das sei er doch gar nicht, wirft dieser trotzig sein, seine „Gayfriends“ wollten immer, dass er „proud“ wäre, aber so wolle er das gar nicht. Aber böse sei er doch auf den Iman, beklagte er sich. Auf wen die drei Kinder böse sind, die ihren Vater an einen Lebensstil verloren, fragt niemand bei „Timm.“. Vielmehr fragen sie, ob die Amis böse sind, weil einige glauben, man könne die Sexualität „umerziehen“ (Going Straight - Hetero durch Umerziehung) und zerbrechen sich ihre kurzgeschorenen Köpfchen über allzu Schweres („Wie leben Menschen, die sich nicht als männlich oder weiblich definieren, sondern hinsichtlich ihres Geschlechts irgendwo dazwischen?“) Irgendwo dazwischen sind sie tatsächlich, nämlich zwischen Klo und Klüngel, immer die Szene vor Augen, weil man ja der Sender ist, der „Männer liebt“. Und welche? „Ich finde Dirk Bach süß. Auch Patrick Lindner ist niedlich. Mark Medlock etwa ist für mich überhaupt kein Klischeeschwuler.“ Das alles sagt Frank Lucas, der Macher von Timm.. Hat er Recht - :„Kein anderer Sender würde sich trauen, das auszustrahlen.“Nein, das ist ja das große Glück. Oder?

3. Es gibt ihn dann doch in diesen Tagen, diesen einzigen, schmalen, schwachen Schimmer von Vernunft und Hoffnung. Bei dem diffusen „Schülerstreik“ (man sucht händeringend nach linken Wahlkampfthemen), den die minderjährige Schar auf ebensolchem Niveau unter dem Motto „Laut, weil man uns die Bildung klaut“ führte und somit bewies, dass noch immer manche Kälber ihre Schlächter selbst zu wählen gedenken, da sie nur für eines demonstrierten: Für die Demontage des bewährten Schulsystems. Ja, geklaut würde ihnen manches, wenn es anders wäre, vor allem Lebensqualität, Freizeit und Freiheit! Aber immerhin distanzierte man sich in Waldeck-Frankenberg von der Linkspartei. Und dann gab es plötzlich sogar einen richtig guten Ton, denn zwei Schülersprecher kritisieren „die Auswahl in der Cafeteria: Wir wollen nicht nur Bio-Speisen essen, sondern auch mal eine Limo trinken.“ Koch wurde mit Saddam Hussein gleichgesetzt und den Kapitalismus will man „untergraben“, nicht an Tischen rütteln, sondern „die ganze Bank umwerfen“. Die WLZ zitiert abschließend, nachdem sie manchen Chaoten Raum gab („Wir werden unser Maul aufmachen um euch in die Fresse zu spucken“) einen Passanten: „Wären die doch heute Morgen mal in die Schule gegangen, da hätten sie Bildung bekommen.“ Und denen, die in Berlin mit der Fahne der „Antifaschistischen Aktion“ und der Skandierung „Antikapitalista“ voran Bilder einer jüdischen Ausstellung zerstörten, hätten man möglicherweise auch „in die Fresse spucken“ sollen.

3 Kommentare »

  1. Sehr gut. Hier und da reagiert man bei der CSU noch normal: “TV Widerlich und eine derartige Kulturlosigkeit gehören nicht ins deutsche Fernsehen, und schon gar nicht ins Öffentlich-Rechtliche”

    Kommentar von Campo-News — 25. Januar 2009 @ 20:01

  2. Unübertrefflich:

    Der Abdruck einer Wolfspfote besaß die gespenstische Kraft, hässliche Plastikjacken in gefühltes Abenteuer zu verwandeln - eine brillante Gehirnwäsche. Weil Gleichberechtigung herrschte, verlangten die Frauen natürlich auch Bergschuhe, vierlagige Goretex-Jacken und Cargo-Hosen zur praktischen Kurzhaarfrisur. Damit war die Geschlechterfrage nicht entschieden, sondern wurde endlich wieder gestellt: Denn plötzlich gab es Geschlechter nicht mehr….Der Pfosten und die Pfostin kommunizierten offenbar nur mit dem Austausch von jahrzehntelang bewährten Textbausteinen. Diese Beziehung war extrem verlässlich. Sie taten, sagten, dachten jeden Tag das Gleiche, ohne dass es wehtat.

    Kommentar von Campo-News — 22. Oktober 2009 @ 17:16

  3. Ohohaha, gibt es nicht soviele S. oder sind sie nicht so zahlungskräftig? Wer weiß?

    Kommentar von Campo-News — 27. Januar 2010 @ 08:27

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