Keulen
Keulen
Und wieder ein schwerer Fall von Antisemitismus
Andri, der Scheinjude: Sie stinken!
Soldat: Sie! Werden sie nicht frech.
Andri: Na, genieren werd ich mich, Sie Trottel.
Soldat: Was bin ich?
Andri: Ein stinkender Trottel.
Soldat. So? Dann werd´ ich ihnen - - -
Andri: Was? Einen Juden wolln Sie schlagen? Sind Sie ein Nazi?
Soldat (betroffen und erschreckt): Ich ein Nazi? Um Gottes Willen: Nein!
Andri: Aber Juden schlagen, das können Sie!
Soldat (kleinlaut): Aber ich hab sie doch gar nicht geschlagen.
Andri: Aber beinahe. Beinahe wären Sie ein Nazi gewesen. Ich hab´ Sie gerettet.
Soldat (verschüchtert): Sie haben mich doch provoziert.
Andri: Den Ausdruck, den kennen wir.
Soldat: Ich habe gehört sie sind gar kein Jude, Sie geben sich nur als einer aus?
Andri: Sie, lassen Sie sich nix einreden. Ich bin a Jud.
aus „Sodom und Andorra“ von Georg Kreisler, siehe auch „Dann ist es ihre Pflicht dieses antisemitische Komplott zu protokollieren und dem Ministerium zu berichten.“
Keulen
Die extreme Rechte und die ewigen Antisemiten können aufatmen, ausatmen, und den hunderte Jahre alten Dunst aus den Mündern, der Schlacke in den Därmen, den Mief in den Hirnwindungen und den Auswurf ihrer schwären und brandigen Leiber ausscheiden, säubern, reinigen und entsorgen.
Nun sind manche Behauptungen der israelkritischen Juden nicht gerade eine Offenbarung einer nachvollziehbaren Kritik der negativen Erscheinungsformen israelischer Politik, aber das ist ihre bisweilen aggressive Heroisierung durch die Gegenseite spätestens seit des Libanon-Krieges erst recht nicht. Doch wie Letztere jede Form der Kritik in einer Weise schmähen, dazu den Gegner als öffentliche Person in die Verbannung schicken wollen, das ist in der Nachkriegszeit einzigartig. Nie wurde seit den unsäglichen Drohungen der extremen Rechten „Brandt an die Wand“, öffentlich so geschmäht, wie es die angeblich liberale Gemeinde des aggressiven pro Israel-Lagers vollführt. Und nie wurde ein Krieg, wie der geplante gegen den Iran, so kalt vorbereitet. Mit dabei die Riege von aus – und zugestiegenen „Alt-NSlern“, die zu willfährigen Propagandisten der Hobby-Israeliten wurden.
“Liberal heißt im liberalen Sinne nicht nur liberal” (Loriot)
Apropos“ liberal“. Eskortiert und flankiert wird dieses Treiben auch von dem Hobby-Blog „Politically incorrect“. Kritiker, wie die Schreiberin dieser Zeilen, die auf die Korrespondenz von Fundamentalisten muslimischen und christlichen „Erregungszuständen“ verweisen, werden von der Diskussion ausgeschlossen. Der ausgelobte Kapitalismus wird endgültig theoretisch diskreditiert, in dem die Grundlagen der Aufklärung ausgerechnet dem Christentum zugeordnet und gleichzeitig als angeblich vorherrschender Wesenszug dieser neue Epoche, der Terror der Jakobiner oder später der atheistischen Kommunisten, in den Vordergrund gerückt wird.
Die „Liberalität“ beschränkt sich auf Postulate der Freiheit über die Verfügungsgewalt des Eigentums, die man nur und ausschließlich durch den Staat eingeengt sieht. Abzulehnen sind nach dieser prekären Auffassung ausschließlich rigide Handlungen des Staates, „privat“ ist alles erlaubt, was nur billig, wenn auch nicht rechtens ist. Böse allein ist das öffentliche rechtlich Fernsehen, gut alles private, auch wenn gerade dort die Grenzen jedweden Geschmacks und Seriosität noch stärker eingerissen wurden, und zwar so, dass heute das ganze Medium von A bis circa X diskreditiert und obsolet erscheint. Die Kultur der „Liberalen“ – sie fand seinerzeit schon in Containerbesuchen statt und findet in ideologiefreien Seifen – und Schaumpartys ihren Höhepunkt. Ansonsten finden wir nur Leerstellen, sowohl in der bildenden Kunst, als auch in der Literatur und Musik. Ihr Bekenntnis zum Anti-Intellektualismus dem Philosophie und Psychologie ein Gräuel ist, trägt tragische Züge, ist es ein Ausdruck dafür, was man anderenorts schon lange wusste: Die Rechtsliberalen sind in dieser Verfassung ein Garant für das reine Nichts. Die vulgäre Primitivität ihres „optimistischen Denkens“, das Melancholie und Reflektion nicht kennen will, eskaliert in ihren Köpfen zu jener ruchlosen Denkungsart, als die sie Schopenhauer treffend charakterisierte. Ihre Abkehr von Nietzsche und die Zuwendung zu den negativsten Zügen der Religion - ohne auch nur im Ansatz die positiven Nuancen der christlichen Metaphysik zu berücksichtigen - komplettiert ihren Paradigmenwechsel. Die „freie Wirtschaft“ führt den ihr unterstellten positiven Wandel, den selbst Marx ihr beschied, nur zufällig als Begleiterscheinung aufbrechender Kommunikationsformen ein und durch, sie wirkt aber ebenso, und zwar kontraproduktiv, in dem sie Diktaturen festigt und den nationalen Ausverkauf von Ideen, Wissen, technischen Errungenschaften und Bodenschätzen, zum Zwecke des privatisierten Profits, ventiliert.
Freiheitsfreunde – Freiheitsfeinde
So freut sich also ausgerechnet jene Rechte, die selbst oft unter der Antisemitismuskeule stöhnte, darüber, dass sie, der „schwarze Peter der Politik“, nun den Juden selber zugeschoben wird. Dass sie bei der nächstbesten Gelegenheit durch die im Dimitroffschen Antifaschismus wurzelnden, bewussten Vereinfachungen, zum Zwecke der Verschärfung des Klassenkampfes erfundenen Keulen verschiedenster Art, am eigenen Kopf getroffen werden, sehen im Rausch ihres populären Höhenfluges auf dem Ticket des Muslim-Mobbings nicht. Nicht, das sei hier klar gesagt, gäbe es nicht eine Reihe von Einwendungen gegen die vor unseren Augen stattfindende Auflösung der gewachsenen europäischen Gesellschaft (darauf wurde hier immer wieder hingewiesen), doch hakt und eiert die Argumentation jener Allianz der Libertären mit den National-Konservativen an allen ihren Ecken, sowie auch an ihren Enden. Dort besonders, und nicht nur, weil das „liberale Element“, das mit ihnen zu Bette liegt, von innen diese Zustände fördert.
Wenn „ihre Kandidatin“ bei den Republikanern der USA Fragen wie “Haben Sie jemals für Sex bezahlt? Waren Sie in Ihrer Ehe treu? Haben Sie sich (im Internet) Pornografie heruntergeladen?” beantworten muss, um als Vizepräsidentin ins Rennen gehen zu können, so haben wir dem Janus-Kopf der „liberal-konservativen“ Ideologie ins Auge gesehen, schlimmer: wir ahnen, dass des Nachts auch die Medusa wohlwollend herein schaut. Sie behaupten, sie seien die letzten Verteidiger der längst in Europa ausgehöhlten Freiheit, die es gegen die moslemischen Eindringliche zu schützen gelte, doch, hat man von ihnen je gehört, dass sie sich außer (in heuchlerischer Absicht) für die sexuelle Freiheiten von Jugendlichen unter türkischen Mädchen und jungen Frauen einsetzten? Hat man von Ihnen etwas anderes gehört, als dass sie für die Freiheit zur Beleidigung von Transsexuellen eintreten? Hörte man, dass Sie gegen die sexuelle Doppelmoral des Staates agitierten? Hat man je gehört, dass sie andere religiöse Symbole und Bräuche als ihre eigenen schützen möchten? Und hat man je gehört, dass sie die einzelnen Menschen ihrer Kriegsgegner als menschliche Individuen betrachten? Die Ergebnisse der Zivilisation, zu der allgemeine Bürgerrechte und ein gerechtes Justizsystem gehören, scheinen in den beschriebenen Konfliktfällen nur von Belang, sofern es eigene Interessen zu berücksichtigen gilt.
Keulen wohin man blickt
Gerade die Liberalen haben im Zusammenspiel mit den anderen Schein-Bürgerlichen aus der grünen Partei und den neuen christlichen Ökologisten der Union, ständig neuen Absurditäten den Weg geebnet, sei es die Herabwürdigung von Transsexuellen zu „Transgendern“, aber auch die Aufhebung der Geschlechter, die mit dieser und anderen Bestimmungen der Gender-Politik einherging. Diese Entwicklung gipfelt nun im Verbot jedweder geschlechtspezifischen Darstellung. Es hat sich beinahe niemand außer mir in der journalistischen Öffentlichkeit getraut, die seit Jahren abzusehende Konsequenz dieser grotesken Debatte zu formulieren. Da inzwischen nicht einmal nach einem Wechsel der Geschlechteridentität diesbezügliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und „Männer“ ein Kind gebären, weil sie in Wirklichkeit selbstverständlich keine sind, so erhält die jüngst von Frau von der Leyen (die größte aller Laien) getroffenen Aussage, dass Männer und Frauen Kinder bekommen, eine bestürzende Aktualität.
Während ein 14jähriger, der die Brust einer 13jährigen in sexueller Erregung berührt, nicht ohne den Gang vor einen Richter, mindestens aber mit einer verordneten Gehirnwäsche bei jenem Frauen.-Typus, den die potenzielle Vizepräsidentin darstellt, davon kommt, aber gleichzeitig erwachsene Männer auf so genannten CSDs ihre Hinterteile und partiell auch Geschlechtteile entblößen (und von jedem Kiosk ihre freudsche Elendigkeit selbst den jüngsten Kinder offerieren), und sogar der, der dies kritisiert, mit der „Homophob“-Keule geschlagen wird, nur weil er nicht homophil ist, während zudem Abtreibungsgegner mit der Faschismuskeule geschlagen und entfernt werden, während also das alles geschieht, was uns hauptsächlich die erste warme Reihe besagter Parteien im Bundestag einbrockte, holte man nun zum von mir längst erwartenden Schlag aus, der das endgültige Zeitalter der Decadence unter dem Vorzeichen der „Liberalität“ einläutete. Es ist zu hoffen, dass die moslemischen Gesellschaft ihre Toleranz angemessen fördern, aber den Untergang dergestalt er hierzulande stattfindet, zu verhindern weiß. Ich bin sicher: sie werden es.
Im Zuge der Feminisierung der Gesellschaft, kam die natürliche Art zur Konfliktlösung der Mädchen und Frauen besser zur Geltung: Menschen werden ausgegrenzt, statt in handfesten und offenen Diskussionen Konflikte auszutragen. Der Grad der Feminisierung korrespondiert direkt mit dem Ansehen der Politik und der Zufriedenheit der Bürger: nie waren beide auf so niedriger Stufe angesiedelt.
Nach der Schlacht ist vor der Schlacht
So wie für manche weitsichtig, oder einfach nur ehrlich zu nennende Personen wie Kurt Tucholsky, Karl Kraus u.a., die auch den Mut besaßen, nach den Änderungen des gesamtgesellschaftlichen Klimas, ihre grundsätzlichen Überzeugungen neu zu formulieren und anzupassen, die unausweichliche Verschärfung der politischen Situation, ihre Eskalierung und das aufeinander Zurollen der extremsten Lager, offensichtlich war, so könnten auch wir Schlüsse ziehen, die nach der dramatischen Entwicklung mit Eintritt des neuen Jahrtausends am 1.1.2001, längst deutlich zu Tage treten.
Die Erosion der Gesellschaft zeigt sich in der mehrheitlichen Verfasstheit einer Journaille, die durch und durch in großen Lettern denkt, sensationsheischend siebt, subjektiv agiert, heuchlerisch agiert, manipulativ zensoriert und selbst als Motor des Destruktiven in Erscheinung tritt. Ganz zu schweigen von den Medienkrakeelern des Fernsehens, der Fernsehspielmacher und Spielfilmdreher und der Kulturträger, die jene letzten Töne der Menschheit verkaufen, dass man sich manchmal selbst, als die einzige Uhr die noch richtig tickt, nicht mehr im Besitz seiner sämtlichen Sinne wähnt, wäre da nicht eben jene Unruh´, an deren beständigem Tickens, man sich des Taktes vergewissern kann.
Die Parteien sind in Agonie versunken. Diskussionen mit den Bürgern finden nicht mehr statt, wer sie riskiert, wird ausgeschlossen. Ein Kartell von Polit-Schauspielern und Interessen-Managern inszeniert Dialoge, die kaum sind, als Showeffekte zur Beschwichtigung der Bürger. Entleerte, unterhöhlter, dekadenter war es noch nie. Seit 1929 bis 1933. Seit 1914.
Der Christ als Terrorist
Aktueller Buchtipp
Kommentar von Campo-News — 8. September 2008 @ 17:19
Kreationismus und andere weibliche Polittrends in den Staaten (und hier)
Kommentar von Campo-News — 9. September 2008 @ 16:41
Aha
Kommentar von Campo-News — 14. September 2008 @ 14:59
Oha - man stopft sich die Taschen mit Hostien voll! Wenn das jetzt die sehr eigentümlich, aber wenig freien “Libertären” lesen, dann machen die glatt eine Anzeige um den ganzen symbolischen Kirchenbesitz wiederzubekommen.
Kommentar von Campo-News — 14. September 2008 @ 19:43
Jede Demonstration lebt seit 1968 von dem Gedanken, dass ein paar tausend Menschen, die selbstgemalte Schilder hochhalten und mehr oder minder geschickt gereimte Verse vortragen, ernster zu nehmen sind als parlamentarische Mehrheiten.
Kommentar von Campo-News — 28. März 2011 @ 12:33
Zur merkwürdigen Ex-NPDler Debatte bei PI
Ich hatte und habe Hoffnung in „Die Freiheit“ gesetzt, finde Rene Stadtkewitz sympathisch und auch überzeugend im Auftreten, treffe viele Freiheitler mit einer guten Einstellung, aber es sind auch „liberale“, „antideutsche“ und „Piraten plus Islamkritik“ unter ihnen. Bei PI nimmt die Parteinahme allerdings eine zunehmend verschärfte Gangart an, die vor allem in der Moderation nicht mehr als fair bezeichnet werden kann, wohl auch, weil der „Moishe Hundesohn“-Karikaturist auf dem Portal eines Ex-NPDlers veröffentlicht. Auch hier also bestehen die Querverbindungen.
Ich, die sich nach wie vor eher als Sozialdemokratin auf dem rechten Flügel sieht und quasi den Hauptstrom der Partei anno 1975 adaptiert (sogar mit partiell linkeren Tendenzen vor allem in der Kulturfrage), kann mir gut eine neue vereinte Oppositionspartei vorstellen und halte z.B. 90% der Mitglieder von „Die Freiheit“ dafür tauglich, geeignet und auch bereit. Auch finde ich, dass es legitim ist offen darüber zu debattieren, welche Leute man in der Partei haben will, solange man diese Debatte transparent, offen und nicht manipulativ führt. PI scheint diesen Boden zu verlassen.
Mehrfach wies ich darauf hin, dass sich Menschen ändern können, auch ich war einst in einer formal radikalen Partei, doch solange man nichts persönlich zu schulden kommen lässt und glaubhaft eine andere Position vertritt, sollte jeder die Chance haben in einer anderen Partei tätig zu werden. War man Mitglied in der linken Partei, darf man eigentlich alles und auch als Ex-Rechter bekommt man das Etikett „Aussteiger“ wenn man ganz links geht - und ist „entnazifiziert“. Doch findet einer von Rechtsaußen, der sich vielleicht sogar schon immer als „nationaler Demokrat“ und nicht als „Nationalrevolutionär“ oder „Nationalsozialist“ sah, den Ausgang in eine liberal-konservative, patriotische oder „demokratisch rechte“ Partei, so geht das nicht. Der Zugang wird im verwehrt. Er bleibt ein Ausgestoßener. Zumindest bei PI, zumindest dann, wenn sich die betreffenden Leute der „Pro“-Partei anschließen.
Doch liegt eine Manipulation vor, wenn man Beiträge löscht oder Diskutanten ausschließt, die darauf aufmerksam machen, dass im PI-Dunstkreis, bzw. in der Israel-Solidarität, Leute aktiv sind, die ebenfalls in der NPD und DVU waren, ja noch mehr, in PDS, der kommunistisch-antifaschistischen Kampforganisation VVN und der pädoaffinen und radikalen Schwulen und Sexorganisation whk usw. Mein Hinweis auf den Aktivisten Jörg Fischer, der sich nach irgendwelchen, für Schwule gedachten Gesetze Aharon nennt, weil er mal mit einem Juden verbandelt war (jetzt nicht mehr, lange hält die „Ehe“ ja oft nicht bei Schwulen an), wurde gelöscht.
Ich hatte nur geschrieben “Und was ist damit - http://www.fareus.de/?p=15150 ” Fakt ist : Aufklärung wird hintertrieben, wenn sie nicht ins Kalkül passt! Es könnte ja sein, die Einwände gegen „Pro“ erweisen sich als taktisches Manöver. Wie gesagt, ich denke, dass der erdrückenden Mehrheit der „Freiheit“ dies peinlich ist, aber deshalb melde ich mich ja, um diese PI-Schurkenstück zu offenbaren, selbst wenn man mich dort sperrt. Man beachte auch Hagalils Einlassungen dazu - http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:t0MQqVWWqlYJ:www.hagalil.com/archiv/2010/01/25/hakadima-haolam/+J%C3%B6rg+Fischer+Aharon,+Die+Freiheit&cd=5&hl=de&ct=clnk&gl=de
Mein Artikel, den ich vor Jahren schon schrieb -
http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/07/40.html#comment-146908
Oder auch Burkhard Schröder zum Thema - http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=4592
Ist das die Freiheit, die ihr meint, PI?
Kommentar von Campo-News — 8. September 2011 @ 16:51