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11. Juli 2008

5 Kritiken: So platt war der Schall noch nie

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 10:59

So platt war der Schall noch nie. Stimmt nicht durchgehend, aber tendenziell. Man nehme also 100 Euro und kaufe (ich kaufe noch immer Musik, reaktionär, wie ich bin), was irgendwie ansatzweise interessant erscheint. Die Meinung, selbst von Heino vertreten, heute sei ja das Musikangebot so vielfältig, erweist sich dabei als kühne Behauptung. Vielfalt in Einfalt, bis in absehbare Ewigkeit, Amen, stößt der Seufzende hervor.

Lenin (2006), Die goldenen Zitronen (Hamburg)

So kam ich erst jetzt dazu, die bisher letzte Produktion der Band „Die goldenen Zitronen“ zu kaufen. Die CD heißt LENIN. Doch wer glaubte, hier handele jemand mit Zitronen, der weiß nachher, dass nicht alles Gold ist, was sich matt anhört.

Die „Musik an sich“ ist „leicht“, wie immer. Es schrammelt, hüpft und nimmt partiell gewohnheitsgemäß zitronale Fahrt auf. Doch eine richtige Melodie entwickelt sich nicht. Nirgends. Die Musik transportiert den Text nicht wirklich. In keinem einzigen Lied wird wirklich gesungen. Kein Lied kann also mitgesungen, mitgegrölt, in klassischer Weise mitgespaßt werden.

Nun, manche Textelemente kenne ich aus meinen eigenen Fabrikaten – aber diese mit Musik zu unterlegen, fiele mir nicht im Traume ein. Dazu sind sie so explizit versimpelt links (nur selten stehen sie dem Mainstream entgegen), dass es anachronistisch erscheint, wenn man die Produktionen z.B. der 80er Jahre dagegen hält. Schon der Einschub auf dem Cover „kein mensch ist illegal“, sowie der Blondgefärbte mit Nietenjacke, auf dem ein „Fuck the police“ funkelt, ist schlicht schlicht.

Der schönste Moment passiert VOR dem Cover-Titel-Stück „Lenin“. Ernst Busch peitscht kurz mit der Ansage „Lenin“! Jedoch ist es die Anmoderation der weniger enthusiastischen Variante und nicht der tollen, lauten, emotional treibenden Version die ausschließlich auf der „Majakowski, Becher, Eisler-Platte“ zu hören. Die gibt es nämlich nicht und ich denke, die Song-Variante kennt kaum jeder. Und dann die „Goldenen Zitronen“ mit ihrer Neudichtung: „Die Sache hätte klappen können. Mit Terror zu enden allen Terror. Mit Ausbeutung zu beenden die Ausbeutung. Mit einem Imperium zu beenden den Imperialismus.“ Meine Güte, so dumm kann man doch selbst in Ha-Ha-Ha-Ha-Hamburg nicht sein. Immerhin, Biermanns Schneewittchensarg (in Schneewittchenhaft gehalten) klingt an. Kleine Entschädigung für soviel Quark (Herausgespült aus der kurzen, hellen Heiligkeit. Liegt an der Kremlmauer unbehelligt: Genosse Stalin, der große Patriot.“)

Der noch 1990 schön klingende Satz: „Und Ich und ich und mir war, als würden die von meiner Sorte auf einmal rar“ klingt an – und mir wird klar, dass das stimmt. Obwohl…Aber gerade dort klingt die Zeit an, als man noch Grönemeyer und Co quasi an den Galgen wünschte und wusste, dass die ganze Mischpoke des offiziellen Kulturbetrieb so stinkt, wie kein zweites Feuchtgebiet: „Der Bürgermeister der alten Hansestadt auf dem Tocotronikkonzert. Ho der Bürgermeister, ah ah der Bürgermeister….Der Bürgermeister, ja der Hauptstadtbürgermeister. Mit seinem Hofstaat in der Parisbar am Tisch der neuen Maler.“

Wie gesagt: Ich käme nie auf den Gedanken, die von mir grotesken Dialoge oder ungereimten Sentenzen zu vertonen, aber so in etwa wirkt z.B. das „Lied“ „Das sag ich dir nicht“. Dabei gibt es aber selbstverständlich hübsche Sätze wie „Ich könnte wildfremde Menschen mit einem stumpfen Gegenstand die Zehen zerquetschen, nur weil sie in Gesundheitslatschen stecken.“

Und wenn dem „afroamerikanische Musiker Wesley Willis“, gehuldigt wird, fragt man sich: Wer verbricht das, das man bricht? Heißt es demnächst auch der „slawischgermanische Modemacher“, der „asiadeutsche Künstler“, die „inuitischgermanische Journalistin“?

„Die Engländer pferchten die Buren dort ein. Die Spanier auf Cuba die Aufständischen. Und die Gitter errichtet man heute direkt neben den Landebahnen wo aus den Vögeln so viele jetzt steigen weil sie den Käfigen ihrer Heimat entkommen wollten.“ Herrliche Musik (wieder mit Einschränkungen, weil monoton), aber den Text traut sich nichtmal die rosarote Luxemburg-Anstiftung.

Gevatter Böhm erzählt. Ja, was hätte es werden könne, wenn man Adornos völlig richtige Bemerkung vom Jazz als neue Marschmusik reflektiert hätte. Erinnerung an „Tanz den Mussolini, Tanz den Adolf Hitler – und jetzt den Jesus Christus. Und dann den Kommunismus“, wenn sie „Tanzen wir den Christustrott“ intonieren. Aber es weilt und weilt und weilt. Und die Kunstkritik bleibt so vage, wie die Waage selbst.

Ich hörte die CD fast kalt, beinahe unberührt, ziemlich abständig.

Texte: 4, Musik: 4 +, Gesamturteil: 4

Fortschritt (2005), Dritte Wahl (Rostock)

Rückwärts laufenden Töne, lauter werdend, dann im „rechten Ton“ (Wikipedia schreibt „linksradikale Texte“) – der Sound wird sich nicht wesentlich ändern. Viel politischer als „Die goldenen Zitronen“. In „Feige Helden“ der Rostocker Formation „3. Wahl“, heißt es also: „Geschickt von Leuten die sich für nichts anderes interessieren, als durch schüren von Konflikten selbst zu profitieren“. Hey hey! Es ist ein Lied über Terroristen! Die „Böhsen Onkelz“ klingen an. Treibender Sound, wenig Abwechslung: lange Haare flattern im Bierdunst der Hallenventilatoren.

Musikalisch schwer verdaulich, wie alles, das ähnlich klingt. In Wirklichkeit tobt und röhrt aber hier die Romantik. Mit Klampfe und weiblich-verträumter Stimme im Blick, wäre sie mit wenigen Nuancen auch vorstellbar: „Liebe gute alte Zeit, bleib ein bisschen stehn, ruh dich aus für eine weile, denn es ist grad so schön. Lass uns hier und heute bleiben, halt die Uhren an.“

„Würd ich mich trauen – dann würd ich Bomben bauen“, schlecht gebrüllt Dritt-Wähler und niemand weiß so recht wofür. Nun, es wird etwas vom „Gesindel in Berlin“ geschrieen. Aber gleich relativiert. Dieses Lied sei plakativ sagen sie selbst und: genauso heißt es auch. Ist es autch.

„Auf der Flucht“ balladenhaft. Irische Folklore u.ä. klingt an, man sieht Feuerzeuge schwenken. Und tatsächlich: Die Pipes dudeln! Wunderschön. Zuletzt hörte man es bei „Mull of Kintyre“ von McCartneys „Wings“. Ehrlich. Und dann geht’s rund: „Was sind das nur für Zeiten, voll Versprechen, Massenverdummung aus dem TV, Gleichschaltung im Einheitsgrau. Was ist das nur für eine Welt, wo Wohlstand mehr als Freiheit zählt.“ Holla! Sie treiben es noch toller: „Der Fortschritt hat uns krank gemacht.“ Ich verneige mich um 22.30 Uhr und denke: Sprecht für Euch!

Wie man aktuelle Meldungen zu einem guten Text verarbeiten kann, zeigt der Song „SAS Beluga“ über ein Schiffsunglück (?) vor der mecklenburg–vorpommerschen Küste.

Eine authentische Bestandsaufnahme aus dem Hier und Jetzt – dazu eine DVD zur Schiffskatastrophe mit „neuen Seemannsliedern“. Auch angesichts dieses Genre insgesamt:

Texte: 3 -, Musik: 5 + , Gesamturteil 4

Puppenspiel (2005), Unheilig (Ochtrup)

Es beginnt mit schrägen Streichern, pastoral, ehe es „hämmert“. Dark wave.

Der Versuch der Versöhnung von „Kraftwerk“ und Roy Black: “Schalt das Flutlicht an und sieh zum Himmel auf. Ich fliege durch die Wolken zu den Sternen rauf. Für den Moment des Glücks und für den Augenblick siehst du zu mir auf und glaubst an mich.“ In „Dein Clown“ blüht es Banalitäten das es kracht: „Ich will nicht lachen, wenn ich weinen muss…ich war schon viel zu lang dein Clown.“ Ojemine. Drop folgt Xavier Naidoo auf westfälisch in „Sei mein Licht“: „Jeder Weg holt dich zu mir. Streich die Segel Richtung Heimatland. Heimat ist nur bei dir.“

Überhaupt das Feuer. Das Licht. Und die Puppen. Man braucht Engelsgeduld: Der Blick gen Himmel zum Feuerball. Ich stell mir vor, dass es dich gibt. Phantasiegestalt aus Kinderzeit, die mich beschützt und liebt.“. Und dann: „Kleine Puppe, zartes Kind, warte nicht, die Zeit verrinnt.“ Da war es mir dann doch lieber, als die kleine Gabriele „Lulalulalei, wenn Uncle Satchmo sings his lullaby“ sang.

Man möchte eumeln.

Musik: 5 -, Texte 6 +, Gesamtnote 5 -

Schandmaul (2008), Anderswelt (München)

Synthiorgel im Stil von Kindermusikjingels, mit denen schon jetzt eine ganze Generation verpestet wurde, aber immerhin als mittelalterliche Drehleier bez. Dudelsack angelegt. Zumindest soll es so irgendwie klingen. Rockballaden. Opernhaft. Gewollt ist eine Stimmung, die in „Frei“ tönt „Nun leb ich als Schatten, als Lufthauch im Nichts. Mein Heim sind die Wälder, fernab jeden Lichts. So ziehe ich weiter, einsam Tag für Tag, zu sehen, was das Schicksal mir bringen mag. Ich bin frei – von den Schatten dieser Welt. Endlich frei – von der Fessel die mich hält. Und ich spür die große Kraft, wenn der neue Tag erwacht.“

Und so geht es weiter: „Des Kriegers Stoß, des Helden Untergangs! Der Drachentöter stirbt allein…Des Kriegers Frevel ist der Helden Pein! Und doch wird er unsterblich sein…“ Wagner ist nichts dagegen, sogar: mehr. Und so weiter und so weiter, wie in „Krieger“: Der Krieger lud den Helden ein zu einer Jagd im Wald zu Zwei. Es sollte wohl ein Unfall sein. Gesticktes Kreuz markiert das Leid.“ Juppheidi juppheida, möchte man anmerken.

Wenn „Ougenweide“ anno 1975 zum Rock gefunden hätten, klängen sie wohl ähnlich. Was aber daran soll ein Schandmaul sein? Was als Lyrik noch ausreichend funktionieren kann, wirkt in Allianz mit der destruktiven „Musik“, vor allem mit dem „Gesang“, töricht bis fatal. In dieser Welt möchte man doch anders…leben.

Wie man ahnt, missfällt mir Musik, die nicht lacht, nicht spielt, nicht aufhellt. Hier hält nichts, düstert ohne zu zwinkern, musiziert wenig konstruktiv, ziemlich unerträglich.

Sehr gelungene jedoch das (instrumentale) „Fiddelfolkpunk“ (1:45). Das reißt die Benotung aus dem Desaster heraus – und zwar deutlich. Wer so ein gutes Stück hinlegt, kann nicht gänzlich schlecht sein.

Texte: 5 - , Musik 5, Gesamturteil 5

Im Zweifelsfall noch immer (2007), Diane Weigmann (Berlin)

Schlagermusik. Das ehemalige Mitglied der Lemonbabies singt jetzt sowas. Wüsste man dies nicht, und erschien sie z.B. im sonntäglichen „Fernsehgarten“, neigte man zu dem Urteil: „Nun, etwas flotter als der Schnitt, aber: was will sie?“ Sie will jedenfalls an das „Sommermärchen“ (das vor allem ein Märchen war) anknüpfen und erzählt im CD-Heftchen, die Produktion habe „während der WM ´06“ stattgefunden. Wahrscheinlich meint sie die Fußball-WM, genau weiß man es nicht, gab es doch in dem Jahr auch eine Reihe anderer WMsen. Doch GENAUSO heißt ihr Eröffnungssong, in dem sie mit viel Synthigedudel gefühlsduselt. Immerhin: die Musik kickt an dem Punkt, an dem ein Schlager kicken muss.

Durchhalteparolen des Wandervereins „Zur goldenen Blase“ zum gefälligen, aber durchschnittlichen Sound, folgen: „Wir haben tausend offene Wunden, haben uns die Füße längst verbunden, bis zu den Zehen, lass uns trotzdem weitergehen.“

Nr. 7 hält dann die Fahne der antiautoritären Erziehung hoch. Verwahrlosen Sie mit: „Wie ein Schlüsselkind, das nicht nach Hause findet. Instinktiv, fast naiv. Kommt es irgendwann auch an. Weil´s seinen Weg selbst bestimmt.“ Schön. Und das bei einer Musik und einem Text, der die rechten Weg der Gefahrlosigkeit nie verlässt und deshalb darin umkommt.

Verglichen mit, z.B. den Anette Luisian spielt Diane Weigmann in der gefühlten 6. Liga. Rosenstolz gepaart mit Rosenberg, ergibt halt kein Rosenmeer, sondern: Sauerkraut. „Und du versprichst mir einen Kirschbaum, der ganz ohne Wasser wächst.“ Nein, ICH verspreche die Kettensäge.

Texte: 5 -, Musik 5 -, Gesamturteil 5 -

Jeder banale Schlager der 20er Jahre war näher an der Wirklichkeit, übte (oft mit heiterer Nonchalance) mehr Kritik an den „Verhältnissen“, als heute diejenigen, die sogar subjektiv glauben, sie übten sich in Kritik. Das „lyrische Niveau“ hat sich allgemein auf DDR-Maß eingependelt (was die Zitronen angeht, so gilt das nicht. Sie sind aus anderen Gründen mäßig). Hoffte man, sieben Brücken seien inklusive der Jahre genug, so mag man angesichts der fünfzehnten, sechzehnten, siebzehnten, achtzehnten, neunzehnten morschen Brücke mit ihren gebuckelten Jahren nur noch ausrufen: Wie gut war doch das Mittelalter, als man nur den Zehnten geben musste!

Wer im Schleim steckt, mag sich damit trösten, im Moor sei es schlimmer. Ich, die ich selbst auf den Bergen nur noch Dunst entdecke, habe keinen Trost. Das ist mein Los.

2 Kommentare »

  1. „Was der deutsche Geiste sein könnte, wer hätte nicht schon darüber seine schwermütigen Gedanken gehabt! Aber dies Volk hat sich willkürlich verdummt, seit einem Jahrtausend beinahe: nirgendswo sind die zwei großen europäischen Narkotika, Alkohol und Christentum, lasterhafter gemißbraucht worden. Neuerdings kam sogar noch ein drittes hinzu, mit dem allein schon aller feinen und kühnen Beweglichkeit des Geistes der Garaus gemacht werden kann, die Musik, unsere verstopfte verstopfende deutsche Musik.

    Unsere Kultur leidet an Nichts mehr, als an dem Überfluß anmaßlicher Eckensteher und Bruchstück-Humanitäten; unsere Universitäten sind, wider Willen, die eigentlichen Treibhäuser für diese Art Instinkt-Verkümmerung des Geistes. Und ganz Europa hat bereits einen Begriff davon - die große Politik täuscht niemanden … Deutschland gilt immer mehr als Europas Flachland.

    Dem ganzen höheren Erziehungswesen in Deutschland ist die Hauptsache abhanden gekommen: Zweck sowohl, als Mittel zum Zweck. Daß Erziehung, Bildung selbst Zweck ist - und nicht “das Reich” -, daß es zu diesem Zweck der Erzieher bedarf - und nicht der Gymnasiallehrer und Universitäts-Gelehrten - man vergaß das… (…) Was bedingt den Niedergang der deutschen Kultur? Daß “höhere Erziehung” kein Vorrecht mehr ist - der Demokratismus der “allgemeinen”, der gemein gewordenen “Bildung”… Nicht zu vergessen, daß militärische Privilegien den Zu-Viel-Besuch der höheren Schulen, das heißt ihren Untergang, förmlich erzwingen. - Es steht niemandem mehr frei, im jetzigen Deutschland seinen Kinder eine vornehme Erziehung zu geben: unsre “höheren” Schulen sind allesamt auf die zweideutigste Mittelmäßigkeit eingerichtet, mit Lehrern, mit Lehrplänen, mit Lehrzielen. Eine höhere Art Mensch, mit Verlaub gesagt, liebt nicht “Berufe”, genau deshalb, weil sie sich berufen weiß…

    Aus deutschen Herzen kam dies schwüle Kreischen?
    Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Zerfleischen?
    Deutsch ist dies Priester-Hände-Spreizen,
    Dies weihrauchdüftelnde Sinne-Reizen?
    Und deutsch dies Stürzen, Stocken, Taumeln,
    Dies zuckersüße Bimbambaumeln?
    Dies Nonnen-Äugeln, Ave-Glockenbimmeln,
    Dies ganze falsch verzückte Himmel-Überhimmeln? …
    Ist das noch deutsch?
    Erwägt! Noch steht ihr an der Pforte …
    Denn was ihr hört, ist Rom, - Roms Glaube ohne Worte!“

    Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert, 1889

    Kommentar von Fritz — 11. Juli 2008 @ 17:23

  2. Ich hätte da einige CDs zu verschenken, die zum Teil aus einem “Dachbodenfund” stammen, zum anderen mir einfach nichts (mehr) sagen und alle bringen zudem keinen Ertrag beim Ankäufer “reBuy”. So würde ich sie gern alle kostenlos abgeben, es fallen lediglich 2,15 Euro (1,90 Versand, 0,25 Umschlag) an -

    1. Böhse Onkelz “Live in Dortmund”- Doppel-CD. Ich kannte die BO bereits seit 1981, als sie noch auf Punksamplern erschienen, hatte sie aber später aus den Augen verloren und war prinzipiell skeptisch eingestellt. Aber dann fuhr ich am 23. 11. 1996 spätabends mit dem letzten Zug aus Dortmund nach Hause in meine Heimatstadt Hagen (die ich zwei Monate später in Richtung Dortmund auf immer verlassen sollte) und traf dort auf Unmengen von Onkels-Fans, die quasi den ganzen Zug in Beschlag hatten. Manche waren gleich vom Hauptbahnhof an mit dabei, andere stiegen an der Haltestelle Westfalenhalle/Westfalenstadion zu. Es war weitgehend eine lustige, recht alkolisierte Truppe, welche die im Konzert gehörten Lieder a cappela oder unplugged nachsangen oder nachspielten. Als ich dann einen Konzertmitschnitt dieses Abends als Doppel-CD sah, kaufte ich mir diesen quasi als Erinnerung an eine nette Begegnung. Doch die Stücke blieben mir….zu laut! Ich bekam keinen Zugang. “Lieber stehend sterbend” wurde mein Lieblingsstück, das ich schonmal anhörte, aber sonst….Wie dem auch sei, jetzt möchte ich die CD loswerden. Die Platikhülle ist arg ramponiert, die Silberlinge sind völlig ok.

    2. Frank Rennicke “Hautnah” - Doppel-CD. Ich bin sehr experimentierfreudig und da ich den Liedermacherbereich immer besonders geschätzt habe, kaufte ich vor etwa zehn Jahren diese CD um zu hören, was es mit dieser Musik auf sich hat. Überzeugend war das nicht und so möchte ich sie jetzt abgeben. Hülle und Material befinden sich in sehr guter, weil nur ein oder zweimal gespielter Verfassung.

    3. Elton John “Candle In The Wind”. Dazu schrieb ich ja schon vor einigen Tagen etwas hier in meiner Facebook-Chronik.

    4. “Mit Verlaub Herr Präsident - Ein Streifzug durch 60 Jahre BRD” - Doppel-CD. Es sind Ausschnitte aus Reden des Bundestages. Ich mag das alles nicht mehr hören, es ist zu sehr aufgeladen. Wer einen guten Magen hat, mag es sich anhören.

    5. Kaiser Records & The Real Boss Hoss “International Stomp-O-Lation” - CD. Ursprünglicher “Garagen-Punk” und ähnliches. Kaufte ich mir mal vor etwa zwei Jahren, doch zu solchen, mir unbekannten Stücken dieser Art, also für mich neue Aufnahmen, bekomme ich keinen Zugang mehr. Darum weg damit.

    6. Oliver Koletzki “Großstadtmärchen”. Synthie-Pop, “elektronische Tanzmusik”. Das Album aus dem Jahre 2012 erklomm Platz 19 der Charts. Man frage mich nicht warum. Brauch ich jedenfalls nicht.

    Zuschriften bitte per Nachrichtenfunktion oder direkt in die Chronik.

    Kommentar von Campo-News — 21. Februar 2017 @ 14:17

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