Campo de Criptana




21. März 2008

Lhasa, Gaza und der Basar

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 19:15

Bei uns ist´s halt der Kreisky und dort der Mao-tse-tung

Da wie dort ein fraglicher Versuch

Der Kreisky ist im Fernsehn, der Mao ist im Funk

- und jeder hat sein kleines rotes Buch

Georg Kreisler

Der Bauer mit dem Traktor fährt auf den Acker Dung

Sein Sohn, der in der Stadt studiert, der liest Mao-tse-tung

Der Bauer, der sehr dümmlich, weiß nicht wer Mao ist

Er sagt: was soll Mao-tse Dung, ich bleib bei Pferdemist!

Insterburg & Co

Da schwärmen sie, die orange-blutroten Ewig-Lächler, aus. Haarlos, scheinbar harmlos - eine unifarbene Kerze mit Docht. Lunte legend, Tenzin darüber. Wo sie zündeln, gebären sie Wahnsinn. Was in Jugoslawien begann und im dann ehemaligen Spanien - noch bevor die heutigen Kindergartenkinder in Barcelona, Madrid und Bilbao das, was man gewöhnlich Erwachsenensein nennt erreichen – endet, haben sie im Land, welches diesmal zurecht “die Mitte” genannt wird, und seine propagandistische Show dem Artefakt verdankt, dass man der dortigen Philosophie, die eher eine dösig-dröge ist, mehr zuschreibt, als sie bislang Leser hervor brachte, als erleuchtende respektiert. Doch wo Licht ist, ist der kollektive Schatten da, aber auch dort.

Das vierte Reich der Mitte stinkt. Auch die FDJlerin („Im Jahr 1986 konnte Angela Merkel für mehrere Tage in die Bundesrepublik reisen, für DDR-Bürger war dies in der Regel nur bei vorheriger Prüfung auf prinzipielle Staatstreue möglich“, Wikipedia) und Kanzler-Darstellerin, die traditionell besser russisch empfindet als englisch zu sprechen vermag, aber diesbezüglich die Mitte zu repräsentieren versucht wie einst ihr Vorgänger oder die NPD, dabei zufällig eine letzte Bestion verunglückter weiterer Zufälle eisern kaschiert, in dem sie u.a. freie Hand für den nächsten zyonischen Iskrank-Krieg wirbt wie Ludenfressen für Frauenbewegungen, riecht bedenklich. Was auf dem Basar des heimischen Perversien so verhandelt wird, überrascht nur den, der immer noch glaubt, Fortschritt sei das, was dem Hier- und Jetztsein zwangsläufig folgt. Doch was folgt ist der Zwang. Mit Zischscherheit, wie eine gescheiterte, aber dafür bebrillte, Ministerpräsidentenanwärterin sagen würde.

Schlimmer wird’s nimmer!?! Nur wer Phantasie hat, ist ein Realist. Der Zusammenstoß wird entschleunigen. Das ist gewiss. Gewiss kommt von Wissen, nicht von Gewissen. Was einer nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Andere brennen. Schnell herab! ER blutete noch, als man IHN in die Höhle schleifte, versteckte und gesund pflegte.

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