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14. April 2005

Kommunismus und Pazifismus sind keine Meinungen, sondern…?!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 17:14

Pazifisten und nationale Sozialisten oder –
Wie Hitler trotzdem den Krieg verlor!

So erleben wir in diesen Wochen und Monaten, eine Renaissance großer Gesten guter Menschen, welche Wahrhaftig - mit Wehrlosigkeit paarend, dem nichts ahnenden, uninformierten Beobachter, ein Spiegelbild der Gutmenschenhölle präsentieren, die als ein Szenario dreiviertelverrückter Phantasten, an ein Bild Hieronymus Boschs erinnert.

Der neuen faschistischen Herausforderung der terroristischen Taliban oder Despoten vom Schlage Saddams, möchte man mit Frieden und Liebe, Güte und Nachgiebigkeit begegnen – mit Herz und Schmerz. Amen. Könnte man sich vorstellen, wie die Wirkung dieser Leute gewesen wäre, wenn sich Nazi -Deutschland ihrer bedient hätte?

Blicken wir zurück ins Jahr 1938 - Hitler marschiert in Österreich ein. Die österreichischen Demokraten wollen den Generalstreik ausrufen, die Pazifisten verraten jeden bekannten Widerständler mit dem Hinweis, diese würden die Gewalt befürworten. Im selben Jahr erfolgt die Abpressung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei. Die Pazifisten beruhigen die Welt, Hitler hätte jetzt alles was er will, - der Frieden sei gerettet.

1.September 1939, 5:45 Uhr - der deutsche Überfall auf Polen. Die Pazifisten erklären schon am Vormittag, die Polen sollten die Waffen niederlegen, Gegenwehr würde die Situation verschlimmern. Jedes Opfer wäre unnütz, man solle stattdessen beten. Die Pazifisten fordern umgehend die polnische Regierung auf, den Wehretat zu kürzen und die gesamte Summe zum Bau von Kirchen zu verwenden. Hitler erklärt: „Was jetzt Polen widerfährt, ist unbedeutend im Vergleich zu dem, was wir schon lange erleiden. Die Deutschen werden seit 50 Jahren erniedrigt und entwürdigt. Ihre Söhne werden getötet, und niemand nimmt Notiz. Der Sturm der Veränderung ist gekommen. Weder Polen noch Amerika, noch die Menschen, die dort leben, werden von Sicherheit träumen können, solange die Juden unser Land nicht verlassen haben.“ (leicht geändertes Zitat von Osama bin Laden)

Hitler habe ein berechtigtes Interesse vorgetragen, sagen die Pazifisten, der Einfluss der reichen jüdischen Bankiers, die damit verbundene unsoziale Politik, die viel zu hohen Reparationsforderungen nach dem ersten Weltkrieg, dies alles hätte zu berechtigtem Unmut in der deutschen Bevölkerung geführt. Im Übrigen habe man nichts gegen Juden, die Pazifisten stünden absolut neutral zur Judenfrage.

Als die USA nach dem Gemetzel der Japaner in Pearl Harbour in den Krieg eingreifen, wenden sich die Pazifisten in einer großen Kampagne an die besetzten Völker Europas: Die USA, so erklären sie, hätten den Krieg gewollt, um ihre imperialistische Strategie nun auf Europa auszudehnen. Kaiser Harakiri befürchte zu Recht die Überfremdung seines Landes mit westlichen Einflüssen, falls die USA siegen würden. Der Krieg dürfe jetzt nicht eskalieren, die angreifenden Verteidiger müssten sofort ihre Waffen niederlegen. Man müsse doch an die Frauen und Kinder in Japan und in Deutschland denken, die nun gefährdet wären, man stelle sich auch einmal das Flüchtlingselend vor, das z.B. bei einer deutschen Niederlage entstehen könne.

Weil die deutsche Wehrmacht vor Stalingrad ein paar Probleme wegen mangelnder Schneeketten bekommt, protestieren die Pazifisten mit einem scharfen Schreiben bei der russischen Regierung über deren UNVERFRORENHEIT, einer tapfer kämpfenden Armee, mit einem derartig rücksichtslosen Winter, unmenschliche Torturen abzuverlangen. Sie warnen, dies hätte Auswirkungen auf die Stimmung in Deutschland; alle Deutschen, überall in der Welt, könnten sich zusätzlich aus Trotz mit ihnen solidarisieren, die Wirkung könne verheerend sein.

Als im Jahre 1943 einige hundert KZ-Insassen aus Buchenwald, 20 SS-Männer töten, in die Umgebung von Weimar fliehen und sich dort verschanzen können, erreicht die Mitarbeit zwischen Faschisten und Pazifisten einen weiteren Höhepunkt. Hitler schickt eine Gruppe Pazifisten zu den bewaffneten Widerständlern. Simon Silberstein, einer der wenigen Überlebenden des anschließenden Massakers, erzählte in seiner Autobiographie “Nackt unter Guten“: „Sie kamen heran. Etwa 15 meist jüngere Männer, sauber gekleidet, jeder in einer Hand einen Strauß Blumen. Fünf Mädchen waren auch dabei. Sie trugen weiße Schürzen, ein lilafarbenes Halstuch und ein großes Kreuz auf den schwarzen Blusen. Die Mädchen summten ein Lied und manchmal lachte eines von ihnen kurz und hell auf. Zwei Männer kamen auf uns zu. Der Größere lächelte, seine Augen strahlten, auf seinem Bart perlten frische Milchtropfen und er sprach: Seht her, wir sind gekommen, um Euch den Frieden zu bringen. Werft Eure Waffen fort, kehrt ins Lager zurück. Ihr habt ein großes Unrecht begangen, denn ihr habt getötet. Seid vernünftig, das Waldstück hier ist umstellt. Wer sich ergibt, wird gut behandelt.“ Silberstein berichtet, dass sich sofort viele ergeben hätten und weiterer Widerstand zwecklos gewesen wäre. Noch am selben Tag habe man jeden zweiten in der KZ - eigenen Genickschussanlage hingerichtet. Die anderen hätten verschärft arbeiten müssen, sodass bis auf einen kleinen Rest innerhalb der nächsten drei Monate alle gestorben seien.

Pusteblumen für die Nazis

Als die Engländer sehen, dass der Widerstand der Deutschen immer noch nicht bricht, forcieren sie die Bombardierungen. Der pazifistische deutsche “Pusteblumen-Bund”, protestiert sofort energisch gegen die Beantwortung des von Goebbels ausgerufenen totalen Krieges. Dieser wäre doch nur ein Kinderspiel gegen nun einsetzenden Terror gewesen und man müsse sich doch nur die Ungerechtigkeiten ansehen, mit denen jeder Deutsche jetzt konfrontiert sei. Jeder Deutsche, so hieße es, sei ein Nazi. Nein, das sei nicht wahr. Nur ein Bruchteil gehöre zu dieser radikalen Bewegung, die meisten Deutschen wären doch friedlich. Man solle die Bomben doch bitte nur – wenn überhaupt, am besten gar nicht – dort hinwerfen, wo sie niemanden treffen könnten – ins Meer oder auf die Zugspitze. Alles andere wäre unzivilisiert.

Hitler war begeistert von seiner Friedenstruppe, doch angesichts des enger werdenden Spielraumes suchte er neue Verbündete und sandte deshalb eine Botschaft an die „Gruppe Ulbricht“ nach Moskau. Wenn diese nun zurück nach Deutschland käme, so würde er, Hitler, den alten Zwist vergessen, das Gebiet östlich von Braunschweig bis Warschau, den Linken unter einer Bedingung zur Verfügung stellen: Die Partei müsse sich als Zeichen der nationalen Einheit, Partei des nationalen Sozialismus nennen – PDnS. Ulbricht lehnt ab – der Namen wäre zwar ganz passabel, aber mit einem Schwulen führe er keine Verhandlungen. Der deutschen Arbeiterklasse könne es ohnehin nicht zugemutet werden, dass sie unter einem Führer leben müsse, der mit anderen Kameraden im Heu gelegen habe und er, Ulbricht, müsse kotzen, wenn er nur daran denke. Weil außerdem sein alter Berliner Streikkomitee - Kollege „Genosse“ Josef, zudem noch immer seinen krüppeligen Hinkefuß habe, käme für ihn eine Rückkehr unter diesen Umständen nicht infrage, trotz der unbestritten beachtenswerten Erfolge gegen die amerikanisch-jüdische Plutokratie.

Als dann doch entgegen aller pazifistischen Bemühungen, Deutschland den Krieg verlor, war man im Lager der Pusteblumenfreunde traurig. 60 Millionen Tote hatte es gegeben – ach, warum hatte man nicht auf sie gehört? Das jüdische Volk war fast vernichtet worden – warum glaubten sie auch nicht an den Herrn Jesus Christus? Die Pazifisten hatten verloren, die Alliierten und die Rote Armee gewonnen. Nun aber soll alles anders werden, diesmal, sagen die Pazifisten, werden alle dran glauben müssen, denn sie glauben ja - an die Apokalypse!

Tanja Krienen

1 Kommentar »

  1. Ein Beispiel für kriegsbewusste Bevölkerungspolitik liefern uns die Vereinigten Staaten, die nach der japanischen Attacke auf Pearl Harbor eine Serie von sogenannten Japanese Internment Camps aufbauten, um ihre japanischen Einwanderer jeglicher Generation auf Loyalitätskonflikte hin zu überprüfen. Die Hässlichkeit dieser Politik verbirgt freilich ihre Nützlichkeit nicht ganz. Sie erlaubte den USA das Scannen aller Menschen aus der kleinstmöglichen demographischen Quellgruppe, der der japanischstämmigen Einwanderer. Auf deren verlässliche Friedfertigkeit kam es an, um den pazifischen Krieg nur auf dem Pazifik führen zu müssen und nicht etwa in Kalifornien. Um Japanophobie machte sich damals niemand Sorgen.

    Solch diskriminatorischer Tatendrang ist im neuerdings im Krieg befindlichen Deutschland indes schlicht undenkbar. Eher wird ein Aufnahmelager für durchgedrehte PEGIDisten errichtet, als dass die neuankommende Menschenmasse aus dem Nahen Osten auf IS-Terroristen kontrolliert wird. Laufen wir nicht Gefahr, uns den Feind per Masseneinwanderung ins Land zu holen? Wie wäre es gewesen, wenn Winston Churchill inmitten des zweiten Weltkriegs einen Migrationskanal aus Deutschland eröffnet hätte? Wie hätte der Mann so eine Politik seinem Volk gegenüber rechtfertigt? Bekämpfung der Germanophobie? “Wir schaffen das”? http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/muttis_menschenbild

    Kommentar von Campo-News — 13. Dezember 2015 @ 11:58

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