Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar




22. Januar 2023

2033

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 10:47

Von Tanja Krienen 

 1 Der „Rettungs-Rotlicht(seit 2030 so genannt)-Wagen“ fuhr gemächlich durch die Stadt. Darin lag sie, die vor zehn Jahren das Land verließ und nur wegen einer Trauerfeier kurz zurückkam, dabei aber einen schweren Unfall erlitt. Das letzte was sie sah, war der große Schriftzug „Kundenzentrum“ und dann hörte sie noch eine Person zur zweiten sagen: „Ich denke nicht, dass wir für die Kundin noch etwas tun können.“ Die zweite Person blickte von ihrem Smartphone nur kurz auf und keckerte: „Ups.“

2 „Schützt die Insekten“, hieß die Kampagne, deren High-Tech-Plakate überall an Bus – und Bahngedenkfahrstellen, auf Littechsäulen und Plakatsmarten zu lesen waren. Die etwa siebenjährige Aktivistin lachte feixend in sich hinein und biss herzhaft in ihre Mehlwurmschnitte.

3 Der dunkelhäutige Mann bebte am ganzen Körper. Man hatte ihn bis auf die Unterwäsche entkleidet und mit einem umgehängten Pappschild um den Hals bei Eiseskälte für eine Stunde an den „Einheitsbaum“ (dem Standort eines früheren Schandpfahles) gestellt, hatte er doch das „Große Gebot 33“ nicht befolgt und auf die „kulturelle Aneignung“ verzichtet, deren Verbot endlich im Morgengrauen Gesetz geworden war. So war er wie immer mit Krawatte, Anzug und Blockflöte am 4. Januar, dem ersten Arbeitstag des Jahres zu seinem Arbeitsplatz im Staatlichen Orchester Berlinchen (wie die Stadt seit 2031 offiziell hieß) gefahren und hatte dort ein Baströckchen, eine lange Perücke mit einem eingeflochtenen Knochen und Trommeln vorgefunden, doch die Utensilien mit Empörung dem Orchesterleiter Franz von Eitelkeit und Sonnenschein vor die Füße geworfen. In den ersten Minuten  hatte er am Einheitsbaum immer nur: „Aber ich wusste doch  nichts davon“ geschrien, jetzt war von ihm nicht mehr viel zu hören. Nur schwach trommelten die suchenden Finger auf die Trommel zu seinen Füßen, während eine Gruppe Dreijähriger laut juchzend den Takt hüpfend und verstärkend, bis zur Bewusstlosigkeit tanzend, um den Mann einen immer enger werdenden Ring bildeten.

 

 

 

4 Kommentare »

  1. Kopfnüsse

    Die Presse gespiegelt. Paar Beispiele anhand ihrer Schlagseiten

    „Peter Maffay zahlt für seine Scheidung einen hohen Preis“ Focus

    Nichts kann für jenen hoch genug sein. Schon sein Anblick fordert bei mir abstraktes Schmerzensgeld ein, das niemals vor Gericht zu generieren ist, weil dort sich niemand genieren lässt.

    „Geplante Lauterbach Entführung…“ Spiegel

    Hätte es sie gegeben, bzw. die Absicht bestünden, wäre es ein leichtes den singenden Jecken mit einer Bratwurst und einer Printe mit Senf hinter den Zaun zum Schaun und überhaupt ihn taub und mit Fakten zu erschlagen. Einer Entführung hätte es dann nicht bedurft… -

    „Wir müssen die Angst davor überwinden, Russland zu bezwingen“ Spiegel

    Landsbergis jr., der taffe Laffe, sagt das, weil schon sein Opa in der deutschen Verwaltung aktiv war. Die bösen Russen verbitten sich diese „Diplomatie“ nicht ohne Grund.

    „Boris Pisorius ist der beliebteste Politiker“ Focus

    Das ist korrekt. Das Objekt ist, wie das Subjekt, dem Denkenden suspekt.

    „Andrij Melnyk: “Ekelhaftester deutscher Politiker!” Ex-Ukraine-Botschafter attackiert SPD-Politiker“ Stern
    So richtig und wichtig ein Aufschrei gegen Mitglieder (Grützehaternicht) der nicht zu Unrecht am häufigsten verbotenen und aufgelösten Partei in Deutschland auch ist, so krude kommt er aus dem Maul eines Flaschisten, dessen Liaison mit zwei fast ebenso (bl)öden Preisboxern und einem stets in Kaki gewendeten Clown so kriegstreibend daher kommt, wie die Rhetorik des Führers des übelsten Terrorstaates HiROHito (was soviel heißt wie „Frisst den Fisch roh aus dem chinesischen Meer und lügt wie gedruckt“) seinerzeit defensiv war. Der Stern, der in der Jauchenden Ägide den schwangeren Mann und das Trans-Kind straflos erfand, bleibt ansonsten der Anti-Allierten-Allianz treu und den antifaschistischen Kräften spinnefeind. Heil Nannen dir dich!
    „Schnee und Unwetter in Italien“ Wetteronline

    Sie meinen Süd-Österreich, würden sich aber als Mitglied der Achse Berlinchen-Rom-Tokio nie gegen Mussolini positionieren.

    Kommentar von Campo-News — 25. Januar 2023 @ 07:42

  2. Die Masken der Niedertracht

    „Müller.“
    „Heil!“
    „Ach sooo.“

    Hubertus Heil wird in der ihm und seinen Spießgesellen zugeneigten Presse zitiert „dass die besonderen Hygienemaßnahmen während der Hochphasen der Pandemie wichtige Dienste geleistet hätten“. Ganz sicher sogar stimmt das, haben doch Duckmäusertum, Rückgratbrechung, Speichelflussleckereien und Anpassermentalität ein exponentielles Wachstum erfahren. Die Masken fallen hier und da und siehe da: die alten Masken der Niedertracht leben wieder auf. Sie durften sich öffentlich zeigen, erkannten sich und blinzelten sich freudig zu. Nun, werden sie ablegt, sie, die nur verdeckten, was im vordiktatorischen Alltag jedes Kind schreckte: das Antlitz des ewigen Bösen. Und nein, der Spuk ist nicht vorbei…

    Kommentar von Campo-News — 29. Januar 2023 @ 11:15

  3. Drei Märchen.
    Erzählt, gespiegelt und entlarvt
    1. Klima
    2. Corona
    3. Putin

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=28424

    Kommentar von Campo-News — 29. Januar 2023 @ 11:27

  4. Keinen Kuss für die Grünen vor dem Gemetzel

    Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft‘ lautete ein „Sponti-Spruch” der KPD-Linken in der Weimarer Zeit. „Aber, Genossen, wenn das so leicht ist, sie zu schlagen, warum wachsen sie dann?“ fragte schon Ernst Thälmann. Weder soll uns diese taktische Frage interessieren und beschäftigen, noch, inwieweit es ratsam ist, eine Verbalradikalität zu vertreten, noch dazu eine, die nicht umgesetzt werden kann. Andererseits: besser verbale, als tatsächliche Gewalt?! Oder? Thälmanns Bonmot aber weist darauf hin, dass es gar nicht Gewalt sein muss, sondern: um das Besiegen!!! Wer jemanden schlägt, hat gewonnen!

    Tucholsky hat diesen Spruch abgeändert benutzt, wohl wegen der Zensur, aber auch, um nicht als Extremholzer verkannt zu werden, letztlich, um der KPD-Parole einen netteren, augenzwinkernden Touch zu geben und so „Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft“ geschaffen.

    Wer oder was bedeutet heute „faschistisch“? Da die hysterische Klimarettungsfraktion längst in direkte Aggressionen mündete, das Maskenregime nicht nur partiell von den ökoelitär-administrativen Figuren als politisches Kampfmittel eingesetzt ward und die Kriegstreiberei im Sinne der alten bourgeoisen Kamarilla agiert und herrscht, dabei selbst vor einer neuen Stufe der Eskalation durch den Einsatz atomarer Waffen nicht zurückschreckt und die mit ihr verwachsene Medien-Maffia (Karl Kraus) im Stürmer-Stil die postkommunistischen toten Russen zählt, behandelt man den „grünen Komplex“ nicht zu Unrecht so, als habe er auf die oben gestellte Frage „WIR“ skandierend geschrien. Und wenn die Grünen braun erscheinen, so, weil der Ideologiematsch, in dem sie mit gebräunter Wade tief stecken, nahe jener Erde, mit deren Liebe sie kokettieren und hausieren gehen, ihre DNA am besten widerspielt.

    „Schlagt“ im Sinne von „besiegt sie“, scheint von daher HEUTE nur eine konsequente, wichtigere und richtiger Forderung zu sein, als „küsst“. Darum sei hier das historische Original verwendet, am Tag 1 plus 90 nach ihrer Machtergreifung und vor ihrem finalen Akt, den wir JETZT noch verhindern könnten. Aber interpretieren Sie es wie Sie wollen, als 1:1 Losung, als Forderung zu obsiegen oder denken Sie sich den alten Tucholsky-Text.

    Ihr müsst sie lieb und nett behandeln,
    erschreckt sie nicht - sie sind so zart!
    Ihr müsst wie Erdfrucht sie umwandeln,
    getreulich ihrer Eigenart!
    Pfeift euerm Hunde, wenn er sie ankläfft:
    schlagt die Grün-Braunen, wo ihr sie trefft!

    Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
    sagt, “Ja und Amen - aber gern!
    Hier habt ihr mich - schlagt mich in Fetzen!”
    Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
    Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
    Schlagt die Grün-Braunen, wo ihr sie trefft!

    Und schießen sie: du lieber Himmel,
    schätzt ihr das Leben so hoch ein?
    Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
    Wer möchte nicht gern Opfer sein?
    Und spürt ihr auch in euerm Bauch
    den Baerbockdolch, tief, bis zum Heft:
    Schlag die Grün-Braunen, wo ihr sie trefft!

    Kommentar von Campo-News — 31. Januar 2023 @ 11:42

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.

kostenloser Counter

Weblog counter