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20. Oktober 2015

Magic in the moonlight

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 13:50

Auf SKY laufen die schönste Premieren - für mich. Spiegel-Online Rezensent Christian Buß erschlug den Film “Magic in the moonlight” als er vor einem Jahr in die Kinos kam und zwar aus zwei Gründen: der Protagonist kommentierte die Haltung zur Welt als Nietzscheaner (selten erlebte ich eine Filmfigur bei der ich dachte: hat mir jemand aufs Maul geschaut?) und: der Altersunterschied der beiden Hauptdarsteller (Clint Firth und Emma Stone), denn mit knapp 28 Jahren Differenz ist Liebe verboten, sagt der buß-fertige 68er. Er schimpft die bei den Dreharbeiten 25jährige “Nymphe”. Und dann noch diese Kulleraugen. Pfui, das ist zuviel. Noch schlimmer, dass der Nietzscheaner einer von jener üblen Sorte ist, die mit “unnützem Wissen und aufgestauter Lebensunlust () jüngere, offenere, glücklichere Menschen tyrannisiert”. Also ein sehr hässlicher Verstandesmensch, zynisch und streng wissenschaftlich, anti-spökenkiekerisch und überhaupt zu klassisch gepolt.

Und Drittens.: Was will er eigentlich, dieser alte kauzige Woody Allen? Dieser ewige Nostalgist? Warum verschwindet er nicht einfach in der Zeit? Dieser Geschichtenerzähler, der uns in das Jahr 1928 (und dort nach Deutschland und Frankreich) entführt - und dies schon zum wiederholten Male! Das ist doch langweilig, gar nicht hip, auch nicht hop, wenig “cool” und selbst wenn die Jazzmaschine stampft, ist das doch gar nichts gegen den Marschtakt der heutigen Zeit, mit der ein Auto aus zweihundert Metern Entfernung die Fenster zittern lässt! Pah, wir erst haben den Sound, die Technik, die neuen “jüngere, offnere” Menschen erschaffen, die man nicht mehr mit “unnützem Wissen und aufgestauter Lebensunlust tyrannisiert”. Und schon gar nicht dürfen sie Ukulele-Lieder mit Schmalz singen, selbst wenn all diese Lieder mit mehr Abstand gesungen wurden, als der ganze verkrampfte Krampf der Metaphernschleudern und Heulbofen, die sich heute “Musikbands” oder Sänger/in nennen. Verneigen wir uns dieser Gelegenheit vor dem zweitgrößten Kenner der 20er und 30er Jahre-Musik Mr. Tiny Tim.

Was sagt uns das? Selbst schauen, denken, träumen und Nietzsche lesen! - https://www.youtube.com/watch?v=aXZ6PSjwgoI

9 Kommentare »

  1. Dies schrieb ich Ende September - Gestern war ich wieder einmal froh SKY abonniert zu haben. Welch eine herrliche Woody-Allen-Komödie mit Owen Wilson in der Hauptrolle. Ja, diese Zeit ist verloren und man darf eine oder mehrere Tränen darüber weinen. Nach so einem schönen Film möchte man die Gegenwart um so mehr verfluchen. https://de.wikipedia.org/wiki/Midnight_in_Paris

    Kommentar von Campo-News — 20. Oktober 2015 @ 13:56

  2. Filmtipp: Sky zeigt derzeit “EXODUS: GÖTTER UND KÖNIGE”, die Mosesgeschichte und den Auszug der Israeliten aus ägyptischer Gefangenschaft. Wer ihn sehen kann, sollte die Chance dazu unbedingt nutzen. Es ist ein fulminanter Film mit Christian Bale in der Hauptrolle. Gedreht wurde er von Alien-Regisseur Ripley Scott, dessen Lieblingshauptdarstellerin Sigourney Weaver ebenfalls mit der (kleinen) Partie ist - so wie auch Ben Kingsley und der unübertreffliche John Turturro als Ramses II. Diese Geschichte ist eine phantastische, so, wie die Vorlage. Kino auf dem Höhepunkt der Leistungsfähigkeit, Tricks, Spin und Darsteller in Spiellaune. Und Gott als ziemlich rachsüchtiges Kind - nun, das ist durchaus ein netter Einfall. Dafür darf man den Tannenbaum auch mal Tannenbaum sein lassen. Den Tannenbaums wirds auch gefallen ;) Nächste Sendetermine heute um 15:35, 26.12 - 11:55; 27.12. - 0:25 Uhr - https://www.youtube.com/watch?v=oP5iW4Ig-1A

    Kommentar von Campo-News — 22. Dezember 2015 @ 13:46

  3. Meinungsmanipulation. Nehmen wir das Beispiel “Alle sagen: I love you”.

    “Der liberal und fortschrittlich denkende Dandridge schlägt sich derweil mit anderen Problemen herum. Sein Sohn propagiert plötzlich republikanische Wahlkampfthemen und spricht sich für das Recht auf Waffenbesitz, das Schulgebet und die Todesstrafe aus. Nachdem dies Bob in eine Krise gestürzt hat, löst sich das Problem jedoch von allein. Ein Blutpropfen hat verhindert, dass das Gehirn des Sohnes ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Nachdem dieser entfernt worden ist, kann er wieder klar denken.” So weit Wikipedia in der Inhaltsangabe des im Titel genannten Woody Allen-Filmes.

    Allen zeigt im Film über weite Strecken allerdings etwas ganz anderes. Da nämlich versucht der junge Republikaner den Sozialkitsch seines linken, “liberalen” und “demokratischen” Elternhauses mit meist guten Argumenten zu entlarven. Dabei geht es hauptsächlich um die Verbrechensbekämpfung und damit einhergehender, obligatorisch verzuckerter Einstellung der Eltern bezüglich Strafen, Resozialisierung und der Einschätzung des Charakter eines Delinquenten. Besonders Mutter Dandridge (Goldie Hawn, im wahren Leben eine Libertäre) wird als aktive Demokratie mit einer infantilen Sicht lange Zeit vorgeführt, z.B. als sie z.B. erkennbar mit verschränkten Armen gelangweilt dasitzenden Polizisten einen Vortrag über die wunderbare Wirkung von “offenen Gefängnissen mit persönlich gestalteten Zellen und europäischen Menüs”. Eines Tages lädt sie dann einen zur Resozialisierung freigegebenen, langjährig einsitzenden Gangster nach Hause ein, dessen Physiognomie schon offenbart was folgen wird und der sich als kompletter Soziopath erweist. Als dann aber ihre Tochter (Drew Barrymore) sich in diesen verliebt und ihn heiraten will, stehen die linken, “liberalen” und” demokratischen” Dandriges Kopf und argumentieren nicht anders als der vom linken Weg abgekommene Sohn zuvor.

    Woody Allen ist ein Kulturkonservativer und karikiert Kriminelle, Gewaltätige, irrational Handelnde oder Fans von Musik nach 1950 für gewöhnlich mit deutlicher Ironie. Alles Postmoderne ist ihm fremd. Mit der letzten Wendung - und nur sie wird in der Wikipedia-Version angesprochen - erhält der Film die nötige Ambivalenz, resp. Kartharsis für die eher “liberale” Allen-Gemeinde. Die in der deutschen Version enthaltene Schmähung des jungen, angeblich meschuggen Republikaners, fehlt in der englischsprachigen, sie ist also eine rein neudeutsche Sichtweise. Doch die ganze Geschichte ausgerechnet auf die Unzurechnungsfähigkeit des Sohnes, der nur während seiner Krankheit mit klaren, aber nun einmal nicht linken Analysen bestach, zeigt wieder einmal deutlich die Einseitigkeit der deutschen Wikipedia-Version, einer jede Erscheinung des öffentlichen Leben durchdringende Propaganda, die sich vom System offizieller Verlautbarungen in der DDR nur noch graduell unterscheidet.

    Kommentar von Campo-News — 9. Juni 2016 @ 11:42

  4. Gestern lief auf Sky die schöne Dokumentation “Wild Man Blues”, deren Titel ein wenig in die Irre führt, denn eigentlich müsste sie “Wild Man Jazz” oder “WIld Man Dixie” heißen, weil darin die Europatournee Woody Allens mit der “New Orleans Jazz Band” begleitet wird. Wirklich guter Dixieland Jazz im Stile von z.B. Georg Lewis. Wie gerne hätte ich WA 1987 in “Michaels Pub” live gesehen. Besonders interessant aber waren die im Film zu beobachteten Menschen. Europäer des Jahres 1996! Alles ist noch im Lot! Keine gepiercten tätowierten Monster, keine “Coolness” zur Schau stellende, kein “Fly sein” wollende, sondern empathische, echte Freude zeigende Gesichter. Modern gekleidete Menschen mit offenem Blick, meist bartlos, Kultur lebend und jeden Impuls begierlich aufsaugend, alles für wichtig haltend. Ich habe vor dem Fernseher geweint. Welch ein Bankrott! Vorbei, es ist vorbei. https://www.youtube.com/watch?v=ruNFlVcviK8

    Kommentar von Campo-News — 18. November 2016 @ 07:37

  5. Kino-Tipp: Es ist alles drin! “Action!”, “Emotion”, “Spirit!”. “König Melchior spricht mit österreichischem Akzent, König Kaspar ist Ungar, das Kamel strotzt nur so von weisen Sprüchen und ein jiddisch plappernder Erzengel Gabriel, der meist unsanft vom Himmel fällt, verleiht der Inszenierung den für die Puppenkiste typischen Humor. Wenn am Ende Kamel, Esel und Ochse ihre ganz eigene Version von “Stille Nacht” anstimmen, ist jeder Zuschauer, ob Jung oder Alt, von ganzem Herzen berührt.” https://www.youtube.com/watch?v=7eACVsFyBw0

    Kommentar von Campo-News — 1. Dezember 2016 @ 09:11

  6. Gestern sah ich den Horrorfilm “Grace-besessen” - da ging es auch hoch, aber nicht ganz so eklig wie diese Aktion hier, wenngleich aus derselben Perspektive - http://www.netmoms.de/nachrichten/unfassbar-die-fotos-von-der-geburt-ihres-sohnes-hat-sie-selbst-geschossen/?cm_ven=focus|referral|netzwerk|crossportal|outbrain-video

    Kommentar von Campo-News — 10. Februar 2017 @ 14:00

  7. Gestern vormittag schaute ich um 11:00 Uhr im heimischen Kino “La La Land” an - kurz bevor der Hype einsetzt. Der Film war so oft wie keiner zuvor (14x) für einen Oscar nominiert, er strich letztlich sechs ein. Jedoch nicht in der Sparte “Bester Film” und hätte das nach meinem Urteil auch nicht verdient. Mehr als 5,5 von 10 Punkten würde ich ihm nicht geben wollen. Zwar stellt er eine schöne Hommage an Hollywood dar, enthält eindrucksvolle Bilder und setzt dem Lebensprinzip des “Hinfallens, Aufstehen und Weitermachen” ein Denkmal. Aber die Musik (viel zu viel schwarzer Freejazz) und die doch recht banale Handlung überzeugen nicht wirklich. Die Tanzszenen erreichen auch nicht die alte Hollywoodhöhe, die Songs sind überhaupt nicht spritzig und von den Schauspielern ragt nur Emma Stone deutlich heraus. Dennoch: Hooray for Hollywood! https://www.youtube.com/watch?v=DhDtuy-YG74 https://www.achgut.com/artikel/heute_das_grosse_la_la_leiden_im_fernsehen

    Kommentar von Campo-News — 27. Februar 2017 @ 15:36

  8. Der Sonntag ist mein bevorzugter Kinotag, so auch gestern, als ich mir “Hitlers Hollywood” anschaute. Den Kommentar des Filmemachers möchte ich nicht mit all seinen Licht - und Schattenseiten beurteilen, die Filmausschnitte jedenfalls zeigen ein unheitliches, überwiegend nicht propagandistisch ausgerichtetes Filmschaffen, mit manchen Erzeugnissen, die es teilweise noch einmal zu entdecken lohnt. Viel Expressionistisches ist dabei, ja sogar manchmal neuer Realismus. Leider wurde nicht einmal der bisweilen grandiose frühe Luis Trenker erwähnt. Wie dem auch sei: die Decadence in Form des Tanzes, wird z.B. in dieser überaus eindrucksvollen Szene deutlich. Aber auch hier kommen wir angesichts der Ambivalenz ins Grübeln: der us-stämmige Tänzer Harald Kreutzberg tanzt im Film “Paracelsus” als Gauckler Fliegenbein, doch war er selbst ein Vertreter des modernen Ausdruckstanzes, als der er ungebrochen in der NS-Zeit seine Karriere fortsetzen durfte. Sein Auftritt erinnerte an die Zeichnung “Kreisler im Wahnsinn” von E.T.A Hoffmann. Paracelsus, selbst Spökenkieker, wird hier als der Befreier des Irrationalen dargestellt. Höchst diskutabel. Aber der gezeigte Tanz im Wahn nimmt vorweg, was heute als Massenwahn die Medien beherrscht - https://www.youtube.com/watch?v=7wb5NAXK8hk

    https://www.facebook.com/512680778936976/videos/620886464783073/

    “Der Schritt,
    wo man mit
    muss” - https://www.youtube.com/watch?v=Q-EKZqPFdws
    Ein Film, der NIRGENDWO auftaucht.

    Wenn wir Türken küssen - https://www.youtube.com/watch?v=x_IrSIo28C8

    http://www.fr.de/kultur/kino/von-caligari-zu-hitler-die-durchdokumentierte-kinogeschichte-a-474416

    Kommentar von Campo-News — 20. März 2017 @ 09:19

  9. Ich staune über Suchsland, siehe Vorkommentar - “Die Linke hat endgültig vor dem Fortschrittspessimismus kapituliert. Optimismus findet sich heute ausschließlich im liberalen Lager und bei Teilen der Rechten. Die Linke hingegen - und ich rechne Teile der Grünen und der SPD hier immer noch dazu - ist geprägt von postmoderner Ideologie. Es dominiert ein Verheddern in kleinteiligen Debatten, in inneren Kämpfen. Man redet von Transformationsdesign, Inklusion, Konvivalismus, fordert Quoten für Diverses, statt Pluralismus einfach auszuhalten.” https://www.heise.de/tp/features/Jeder-irrt-fuer-sich-allein-3839236.html

    16.2. 2020 -
    Parasite – eine Filmkritik

    Da setze ich mich ins Halbdunkle und gleich kräht und kreischt es
    einladend: „Wir bekommen Verstääärkung!“ Ich denke: Hm, nur sechs Dreiviertelgriffels, glucksend, gackernd, viel zu laut, in einer, der hintersten Reihe. Wo ist hier das Publikum, das einen frisch prämierten Nr. 1-Film sehen möchte? Nun denn, 2020 ist halt alles möglich. Von hinten lärmt es weiter: „Wo ist der Mann mit dem Bauchladen und dem Eis?“ „Hähähähähä“. So tollschocken Griffels ihre zufälligen Mitseher im Vorfeld eines Films. Das kann ja heiter werden. Dann beginnt der Vorfilm. Oder ist es eine Vorschau? „Die Hochzeit“ heißt er. Er beginnt damit, dass Til Schweiger zu einer üblen Bobo-Musik „tanzt“, also was man in Deutschland so an Tanzeinlagen sieht, damit es jenen, die in Schweigerfilmen staksen, also sechs pro 50000 Einwohner, gefällt. Hm. So ein betulicher und langer Einstieg für einen Kurzfilm oder eben einer Vorschau? Mit Schweiger, das sollte ich noch erwähnen, „tanzt“ irgendeine „Schauspielerin“. So geht das eine Minute. Schweiger wirft während seiner Perversoformance einen Pfannkuchen in die Höhe – ob er ihn wieder fing, kann ich nicht erkennen, die Regie ist ziemlich schwerfällig. Da betritt die Tochter des Hauses knapp bekleidet die Szenerie, hält erfreulicherweise das Plärrgerät an und klagt, die beiden (ihre „Film“-Eltern?) wären so laut, es sei 6 Uhr in der Früh und sie müsse doch um 10 ihre Klausur schreiben. Die etwas ältere Frau setzt aber den Plattenspieler wieder in Gang und nun tanzen alle drei versöhnlich nach der Bobo-Musik. Wenn ich es richtig einschätze, war die jüngere Frau Schweigers Tochter, die bekanntlich immer in seinen Filmen protegiert wird und die wohl jetzt eine Schreinerlehre anfing, was ich angesichts ihrer „Kunst“ wohl auch als existenzsicherndere Maßnahme einordnen würde. Es fällt mir auf, dass alle „Schauspielernamen“ und auch sonst alle, die an diesem Machwerk mit„arbeiteten“ aufgeführt werden und als dann noch Samuel Finzi seine Knollnase auf der Leinwand vorzeigt, dämmerts endlich, während der Groschen fällt: „Ich bin im falschen Film!“ Da läuft nämlich wirklich einer, also kein Vor – oder Füllfilm, sondern ein langer – ein Til Schweiger-Nuschelfilm. „Uff, nix wie raus auf Indianersohlen“ sag ich mir und tatsächlich steht „Kino 2“ am Ausgang/Eingang, doch das Wunderwerk soll in Kino 1 laufen!

    Ich hechele also im Laufschritt den langen Gang hinunter zum Hauptkino. Bin jetzt schon schwer sauer, denn wann habe ich schon einmal die ersten drei Minuten eines Filmes verpasst? Normalerweise ist es ja so, dass man die ersten drei Minuten gesehen haben muss, um die Psychologie eines Filmes zu verstehen. Vorausgesetzt, er hat eine. Dass es tatsächlich nicht nötig wird, weiß ich da noch nicht.

    Also rein in die totale Finsternis und zum nächsten freien Platz getastet. In einer helleren Phase schau ich mich flüchtig um: etwa 25 Leute sind es. Immerhin. Ach so, jaja, wo ist nun die Kritik? Gibt es nicht, denn der Film ist es nicht wert. Das liegt nicht daran, dass die Schauspieler Hua Guofeng oder Kuo Mintang oder so ähnlich heißen und ich mich die ganze Zeit frage, ob irgendjemand mal Atemschutzmasken verteilt. Aber dazu können sie nichts, doch sie treffen nicht mein Innerstes, spielen nicht in meiner Welt und ihre Probleme sind nicht meine – auch wenn es so ausschauen soll. Es ist keine Komödie, sondern eine Ödie, kein Drama, sondern ein Lahmer, kein Thriller, nur Trilla la la, nicht einmal ein echtes Sozialkitschding, sondern nur ein mut – und gehaltloses Unding, dessen Figuren wie falsch gestellte Uhren, keinen Tackt zustande bringen, allenfalls wird die Botschaft der moralischen und intellektuellen Überlegenheit des Til Schweiger-Publikums-Milieu, über „die Reichen“ postuliert. Auf einer 10er Skala gebe ich 2,5.

    Tanja Krienen Alex Scharpf - Ich hatte es doch versprochen, auch wenn sie nicht ausfällt wie deine.
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    · Antworten · 4 Std.

    Alex Scharpf
    Alex Scharpf Dein Bericht hat sicherlich einen gewissen Unterhaltungswert, ist aber überwiegend polemisch und geht NULL auf die wunderbaren, humorvollen Ideen, brillianten Details und Einfälle, Wendungen und schauspielerischen Leistungen ein, die “Parasite” für mich zu einem Juwel machen, in einem Meer ansonsten kommerzieller, durchkalkulierter Hollywoodscheisse. Allein das Du den Pfosten Schweiger mit dem Film in Verbindung bringst nehme ich Dir schon übel. Sehr schade.Wieviel vom Anfang hast Du denn verpasst ? Wirklich bedauerlich, denn “Parasite” ist ENDLICH mal ein Film der mich wirklich überrascht hat, der nicht den ausgetretenen Pfaden folgt. Vor allem aber fand ich ihn zum brüllen komisch. Als “Reichen” Kritik hab ich ihn dann auch nicht empfunden. Ich schreibe regelmäßig seit 20 Jahren Filmkritiken (Reviews trifft es vielleiht besser) und finde, man sollte nicht 90% des Textes dem Umstand widmen, das man im falschen Kino gesessen hat. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich vortrefflich NICHT streiten. Nichts für Ungut.

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    · Antworten · 1 Std. · Bearbeitet

    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Alex Scharpf Lieber Alex! Ich habe Schweiger nicht hinzugedichtet, sondern: es ist genau so gewesen. Ja, anfangs habe ich auch noch gelächelt, nicht gelacht, denn sie waren zunächst als talentierte Schlawiner unterwegs, doch der ganze Plot änderte sich zur Hälfte. Es hätte dann immer noch etwas draus werden können, aber diese Mörder, bzw. ihr Handeln, wurde lächelnd weiter bagetellisiert. Nein, lustig sind Adam Sandler, die Coen oder Zucker-Brüder, Jim Carrey - und viele andere US-Komödien, aber die war es nicht.

    Kommentar von Campo-News — 11. Oktober 2017 @ 12:56

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