Campo de Criptana




11. Oktober 2015

Unterpieselsbach sagt: Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 06:31

“Wer davon frei ist, wie die meisten ansässigen Deutschen, die Sozial-Deutschen, die nicht weniger entwurzelt sind als die Millionen Entwurzelten, die sich nun zu ihnen gesellen, der weiß nicht, was kultureller Schmerz sein kann.” Botho Strauß, “Der letzte Deutsche”

Unterpieselsbach sagt: Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Gesetzt den Fall, so ein abgeschlafftes, ausgelaugtes, kraftloses, halbtotes, kaum vergnügungssteuerpflichtiges, ziemlich schwarz-rotes Dorf am Ende der Innovationskala in irgendeiner der zahlreichen deutschen Provinzen, so eines, nennen wir es Unterpieselsbach, das innerhalb von 20 Jahren von 1000 auf 800 arme Seelen herunter knallte, den Busanschluss verlor, ebenso die Sparkassenzweigstellen-Filiale, ja sogar den Selbstbedienungsautomatenkasten der Sparkassenzweigstellen-Filiale, die Gaststätte und den Dorfpfarrer sowieso, gesetzt den Fall also, diese Gemeinschaft Zurückgelassener auf hoher See, diese aussterbenden Spezies auf alter bröckelnder Scholle, diese letzten Reste am Ende der Menschenkette, sie würden nun beschließen, die 200 weggestorbenen, weggezogenen, weggetriebenen, weggeselbstmordeten ehemaligen Ein-Geborenen, mit 200 Aus-Geburten aufzufüllen.

Was würde dann in Unterpieselsbach passieren? Nichts, lautet die Antwort. Oder doch -

Die Dorfjugend von Unterpieselsbach ist interessiert und nimmt schnell Kontakt auf, kulturelle Barrieren existieren nicht. Hip und Hop hören sie schon lange, Disco auch und Gangsta sind sie im Innersten sowieso. Wo ist das Problem? Sie sind so eins, wie sie schon immer waren. Erst fern, nun nah. Alles klar?

Die weiblichen Dorfbewohner sind beeindruckt. So lässig, so weiß….die Zähne. Die Welt wird neun Monate später bunter sein. Und alle sind erst einmal glücklich.

“Weiße Jungs bringen’s nicht” hat man der Dorfjugend seit Jahrzehnten eingebläut und so wird der bäuerliche und tendenziell leicht unsportliche Menschenschlag schnell beeindruckt von den gummigelenkigen Neubürgern. In der heimischen Fußballmannschaft sitzen die Eingeborenen zwar nur noch auf der Reservebank, aber die nun bunte Truppe eilt von Sieg zu Sieg. Die Weltpresse berichtet. Alle sind zufrieden.

Nun gut. Ein paar Probleme gibt es schon. Dann aber wird die Willkommenkultur angeworfen werden müssen, das ganze offizielle Unterbachgepiesel wird sich bemühen, Stuhlkreise organisieren, in denen die Eingeborenen allein sitzen, religiöse Dialoge ausrufen, die allein geführt werden und der Ortspolizist der Schrumpfgemeinden Unterpieselsbach, Mittelpieselsbach, Oberpieselsbach und Pieselsbach wird einmal laut und fassungslos “Das gibt es doch gar nicht” ausrufen, aber die Landfrauenschaftsvorsitzende Hilde Benjamin-Großehonecker ihm flugs attestieren, er habe keinerlei kulturelle Kompetenz - und so wird er schweigen.

Die drei Kritiker im Dorf werden sich mehr Bier kaufen.

So wird es sein. In Unterpieselsbach. Wo die Piesel ruhig weiter fließt. Nämlich nach Mittelpieselsbach. Und dann immer so weiter pieselt.

32 Kommentare »

  1. !Mosebach:!! Die Feuilletons haben sich auf Botho Strauß eingeschossen. In den deutschen Feuilletons herrscht der Befehl der Totalaffirmation der Gegenwart und jeder, der nur die bescheidensten Bedenken anzuwenden hat, der spielt nicht mit und ist infolgedessen verdächtig, gefährlich, obszön. Allen Ernstes: Dieser Anwurf ist gekommen. Ich glaube manchmal, Botho Strauß bräuchte eigentlich überhaupt nichts zu schreiben, sondern nur seinen Namen hinzusetzen, um das pflichtgemäße Aufheulen zu erzeugen. Ich meine, der Text ist gar nicht so leicht, den er da für den “Spiegel” geschrieben hat. Es ist erstaunlich, dass der “Spiegel” glaubt, dass seine Leser so was lesen können. Die deutschen Feuilleton-Redakteure können ihn überwiegend nicht lesen.

    Er sieht die Nationalliteratur durch die gegenwärtigen Deutschen bedroht, und zwar schon länger. Er sieht unter seinen deutschen Zeitgenossen eben nur noch wenige, für die diese deutsche Nationalliteratur diese umschriebene, diese sehr hermetische, diese glanzvolle, aber immer nur wenig geöffnete Literatur, die sieht er im gegenwärtigen Deutschland versunken.

    Heinemann: Aber er schreibt doch, “dank der Einwanderung der Entwurzelten” - damit sind die Flüchtlinge gemeint - “ist endlich Schluss …”

    Mosebach: Aber die Entwurzelten sind die Deutschen vor allen Dingen.

    Heinemann: Aber die wandern doch nicht ein?

    Mosebach: Nein, aber die sind bereits entwurzelt und zu ihnen kommen die Entwurzelten. Das heißt, die Deutschen haben selber keine Verbindung zu ihrer Vergangenheit. Das ist die eigentliche Brisanz der Situation. http://www.deutschlandfunk.de/botho-strauss-fluechtlingskulturstreit-etwas-problematisch.694.de.html?dram:article_id=333396

    Kommentar von Campo-News — 11. Oktober 2015 @ 06:58

  2. Wer wie Botho Strauß heute den Niedergang deutscher Kultur konstatiert, lebt in einer privaten Parallelgesellschaft.“ Kulturblütebeschleuniger wie Bushido oder Xatar hat er sogar noch vergessen. Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

    An dieser Stelle ist zu erwägen, was Martin Mosebach in seiner Deutung des Straußschen Adieus in das denunziatorische Diskursli einspeiste, nämlich die Frage, inwieweit die eigentlichen Bildungsfernen und allzeit herostratischen Barbaren die Deutschen selber sind. Will unsereins tatsächlich in die Bütt steigen für ein ästhetisch dementes Volk von Mario-Barth-Guckern, in dem eine solide Mehrheit Dieter Bohlen für einen bedeutenderen Tonsetzer hält als, sagen wir, Brahms, eine noch solidere Mehrheit nichts dabei findet, in Unterwäsche auf die Straße zu gehen, in dessen freilich immer poröser werdendem Verbreitungsgebiet für nahezu jede Kunstbiennale, Opern- und Theaterdarbietung gilt: „Palmyra auch hier“ (Strauß), und in dessen Gazetten Kommentare wie der in Rede stehende, ich zitiere mich selber, denn wen soll man sonst noch zitieren, in der Baumschulenschlichtheit von Reichsparteitagsmarschblöcken immer aufs Neue gedruckt werden? Gibt es noch irgendein Geheimes Deutschland, auf das nach dem großen Kladderadatsch zu zählen wäre? Oder werden wir sein ein einig Volk von Rappern? http://ef-magazin.de/2015/10/14/7721-kulturkritik-das-beste-deutschland

    Kommentar von Campo-News — 14. Oktober 2015 @ 12:38

  3. “Euer Stammbaum ist doch nur ein Kreis” - lustiger Satz, den ich auf einem Plakat las.

    Kommentar von Campo-News — 22. Oktober 2015 @ 06:40

  4. Wieder zensiert. Unfassbar. Nochmal. Würden Sie mir das persönlich sagen, käme sofort die Polizei hinzu. Bei SA dürfen Sie ja treiben was Sie wollen, dabei sind SIE der Rechte, der zudem mit dem Islamismus und dem halbfaschistischen türkischen Staat gemeinsame Sache macht. Lesen Sie meinen Text, dann verstehen Sie ihn auch! Es war die Rechte, die Botho Strauß kritisierte, weil er die Verfasstheit der Deutschen benannte. Darum geht es. Sie denken maximal schwarz-weiß - oder gar nicht. Textverständnis ist aus der Mode gekommen, ich weiß.

    Kommentar von Campo-News — 2. November 2015 @ 10:26

  5. Wir schafften die Philosophie ab
    Wir schafften die Soziologie ab
    Wir schafften die Psychologie ab
    Wir schafften die Biologie ab
    Wir schafften die Genetik ab
    Wir schafften die Physik ab
    Wir schafften die Geologie ab
    Wir schafften die Geometrie ab
    Wir schafften die Mathematik ab
    Wir schafften die Pädagogik ab
    Wir schafften die Logik ab
    Wir schafften auch die Botanik und die Staatsterritorien ab
    Wir schafften auch die Musik ab
    Wir schafften die Pulliblizzistik…verdammt, wie schreibt sich das nochmal?
    Ja wir schafften sogar die Rechtschreibung ab!
    Wir schafften einfach alles ab ab ab ab!
    Und damit das klar ist: wer irgendeine dieser Kategorien noch weiter benutzt, ist ein altes weißes…Dings…wie heißt das doch gleich: Natzischwein!
    Rohes Fresst!

    Kommentar von Campo-News — 24. Dezember 2015 @ 08:22

  6. Tatsächlich gibt es keine Chance für Deutschland, denn irgendwo gibt es immer einen Protestierer gegen beste Absichten, abgesehen davon, dass der dörfliche White Trash zum neuen prima passt, aber man zu beiden meist laut schweigt. http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/nachbarn-kritisieren-bauplanung-hospiz-6038759.html#idAnchComments

    Kommentar von Campo-News — 16. Januar 2016 @ 16:56

  7. Wie auch hier - „Mit dem ostentativen Griff an die Eier werden Frauen und Mädchen unverhohlen angestarrt, nicht muslimischen Mädchen ‚Hure“ und ‚Fick Dich‘ hinterher gerufen“, notierte ein aufmerksamer Beamter unlängst in schonungsloser Sachlichkeit. http://www.pi-news.net/2016/02/duisburg-marxloh-kapituliert-angesichts-kultureller-missverstaendnisse/

    Kommentar von Campo-News — 5. Februar 2016 @ 11:05

  8. Leider wird der White Trash, also die Mehrheit der Deutschen, das hinnehmen, so, wie jede andere tägliche, tausendfache Überschreitung seines Lebensbereiches, den er, wie die Neuankömmlinge mit “Fuck you Goete, Nitsche und Ahnnauer” gemeinsam abwehren - zu Horst Nolls Kulturoptimismus.

    Kommentar von Campo-News — 11. Februar 2016 @ 19:56

  9. Bad Lippspringe - Maximal sieben Stundenkilometer sind in Spielstraßen erlaubt. Bei der Überprüfung von fast 5.000 Autofahrern an einem Schulzentrum in Bad Lippspringe hat sich kein einziger an die Schrittgeschwindigkeit gehalten.

    Zwei Temposünder waren in der vergangenen Woche sogar im Geschwindigkeitsbereich von 60 bis 69 Stundenkilometer gemessen worden, teilt die Polizei im Kreis Paderborn mit. Dabei haben sie auch noch Glück gehabt: Weil bei der Messung keine Bilder geschossen wurden, drohen den fast 5.000 Fahrern keine Konsequenzen. Die Polizei will angesichts des erschreckenden Ergebnisses aber nicht locker lassen und jetzt Raser in diesem Bereich blitzen. http://www.soester-anzeiger.de/nordrhein-westfalen/lippspringe-kreis-paderborn-fuhren-fast-5000-autofahrer-einer-spielstrasse-schnell-6118868.html

    Kommentar von Campo-News — 12. Februar 2016 @ 16:36

  10. Sehr gut - Ich habe kürzlich ein Festival für Oldtimer und Musikboxen besucht. In den sechziger und siebziger Jahren waren Auto und Musikanlage ja noch getrennte Gerätschaften. Auto vor der Tür, Musikbox drinnen im Club. Inzwischen sind beide Teile zusammengewachsen, zumindest für den tiefer gelegten Teil der Bevölkerung. Zu einem für den Schaulauf nach Feierabend hergerichteten Golf oder Astra gehört eine leistungstarke Beschallungsanlage mittlerweile dazu wie der Cognac zum flambieren.

    Neulich nachts wartete ich an einem Zebrastreifen an der U-Bahn-Station Turmstrasse in Berlin Moabit darauf, dass die Ampel auf grün springt. Tief unter der Erde rumpelte die U9 Richtung Osloer Strasse. Man kann das Geräusch eigentlich nicht hören, man spürt es. So was nennt sich Körperschall. Dann schaltete die Fußgänger-Ampel um und ein sehr tiefer, sehr breiter und sehr schwarzer Mercedes mit sehr getönten Scheiben musste warten. Drinnen war eine hochwertige Beschallungsanlage im Einsatz. Die ganze Karosse schien sich im Rhytmus der Bässe aufzublähen und wieder zusammenzuziehen. Hören konnte man das eigentlich auch nicht, aber eben spüren. Türkischer Number-One-Hit in der Körperschall-Version. Deutlich rhytmischer als die U9.

    Das gleiche habe ich im Osten übrigens auch schon bei einem getunten Trabi beobachtet. Nur war dessen Lichtmaschine ein bisschen zu schwach für die stromfressenden Bässe, weshalb die Scheinwerfer bei jedem tiefen Ton schwächer wurden, das hatte was von einer Lichtorgel. Außerdem fiel die Drehzahl mit jedem Bass in den Keller, was in etwa zu folgendem Klangerlebnis führte: Remm, demm, demm, BUUUMS, demm, demmm, demmmm.. Remm,demm, demmm BUUUMS, demm, demmm, demmmm…

    In einer Auto-Verkaufsanzeige las ich dazu passend die technischen Daten eines gebrauchten und bereits angejahrten Volkswagen Golf. Von TÜV, Kilometerstand und Anzahl der Besitzer war keine Rede. Scheint nicht mehr wichtig zu sein. Statt dessen: „JVC-Headunit mit 4-Zoll-TFT-Bildschirm, DVD; CD; MP3, Monitor im Geigenkasten im Heckausbau, Zweikanal-Kicker-Endstufe für den Kicker-Woover, Vierkanal für Helix-Lautsprechersysteme vorne und hinten…“ http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_sonntagsfahrer_9_eine_betriebsanleitung_dicker_als_dostojewskis_schuld

    Kommentar von Campo-News — 14. Februar 2016 @ 11:49

  11. Futschies Touristikprogramm

    Der Große Samstagmittag steht sonnig über den bemoosten Hausdächern. An der Ecke zum Dorfviertel lärmt es. Männerstimmen hallen laut und vielstimmig in den kleinen Kessel und von den Hängen zurück. So klingt es drei -, viermal im Jahr, wenn zu “Vatertag” Gruppen mit Bollerwagen oder größere Wandergesellschaften zu Oster - oder Pfingstausflügen in und über die Felder ausschwärmen. Und ja: auch an Schützenfesttagen vielleicht.

    Doch diesmal sind es nur acht Mann. Futschis, zwischen 20 und 40 an Jahren, ihre neue Umgebung erkundend. Geballte Macht. Ihr Gebaren gleicht Mallorca-Kübeltrinkern. Sie dämpfen keine Stimmen nicht, sind ultrafrohgemut und lachen sich durch die Gegend und ins Fäustchen. Sie urlauben. Alle paar Meter halten sie ihre weißen Smartphone in die Höhe, richten sie auf die Häuser und schießen…Fotos. Hot and Rotte bei toten Motten. Dann gehen sie lachend und feixend weiter. Der nahe Wald ruft. Die Stimmen tönen durch ihn hindurch, einen halben Kilometer weit zurück. Sie sind angekommen in der neuen “Heimat”, 1500 Meter entfernt im Siedlerlager mit 800 Ihresgleichen. Da würde ich mich doch auch freuen.

    Kommentar von Campo-News — 14. Februar 2016 @ 11:50

  12. Holtmann: Die Autofahrer sind verantwortungslos. Als Fahrlehrer erlebe ich, dass die Leute immer aggressiver fahren. Im Verkehr kämpft jeder gegen jeden. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/verkehrstote-in-deutschland-die-autofahrer-sind-verantwortungslos-a-1074300.html

    Kommentar von Campo-News — 15. Februar 2016 @ 10:42

  13. Schon 2008 - Eine, ihrer Grundlagen völlig beraubte Gesellschaft, wird fast widerstandslos überführt.
    Es scheint schon zu spät zu sein. Ein kleiner Kick und es kippt das System in einer fortgeschrittenen Krisenzeit. Das Restbürgertum, das ohnehin meist mit jedem handelt, so es ökonomisch etwas verspricht, kann nicht widerstehen, weil es längst ohne Inhalte dasteht und völlig theorielos einher dümpelt. Seine Sprösslinge sind ebensolche Strolche wie jene Ballermänner, die man an Spaniens Küsten millionenfach züchtet. Auch sie waren dort und lärmen – zurückgekehrt – in ihren Dörfern, so wie überall auf der Welt gelärmt wird. Man denkt an Brecht: „Hinter ihm fährt der Betrug, schwenkend einen großen Krug Freibier. Müßt nur, draus zu saufen, Eure Kinder ihm verkaufen.“ Oder Koks, oder das beliebte Marihuana – der Effekt ist derselbe. Spaß macht es, kurz vor dem Abgrund und schnell wird noch ein Piercing ins Fleisch gehauen. Welcher 60jährige trägt heute keinen Ohrring oder einen „Brilli“? http://www.campodecriptana.de/blog/2008/11/23/1101.html

    Kommentar von Campo-News — 22. Februar 2016 @ 13:19

  14. 1. 4. 2014 - Soester Anzeiger - Zu den Problemen mit freilaufenden Hunden und Menschen

    Der Vorfall zwischen Hiddingsen und Ruploh kam für mich nicht überraschend, es ist eher ein kleines Wunder, das bislang noch nicht Schlimmeres geschah. Besonders deutlich zeigen sich die Probleme mit meist auswärtigen Hundehaltern im Bereich des Naturschutzgebietes Buecke. Obwohl vor jedem Eingang Hinweisschilder aufgestellt sind, welche auf die Regeln im früheren militärischen Übungsgelände verweisen, hält sich nur eine verschwindende Minderheit daran. Sehr oft wird man als Spaziergänger von plötzlich knurrenden oder auf einen zulaufenden Hunden erschreckt und bisweilen auch angesprungen. Dies ist um so bedenklicher, da kleine Hunde aus der Mode gekommen zu sein scheinen, weil der Zug ins Große nicht nur bei den Autos haltmachte. Auf die geltenden Regeln hingewiesen, reagieren nur wenige Hundehalter vernünftig. Die erdrückende Zahl beginnt zu diskutieren und sucht – völlig uneinsichtig - nach Gründen für das eigene Verhalten und verweist auf die Notwendigkeit des Auslaufes. Schuldig soll sich die fühlen, die auf den Missstand hinweisen. Sie reklamieren den öffentlichen Bereich quasi als Privatgelände, weil sie anscheinend zu Hause für eine artgerechte Hundehaltung nicht sorgen können und ihnen das Aufsuchen von Hundeplätzen zu mühselig erscheint. Auch der Verweis auf eine lange Leine, die alle Probleme lösen könnte, erachten sie als Freiheitseinschränkung. Sie gleichen jenen, die das andere Phänomen unserer Zeit abbilden, nämlich denen, die mit 60 km/h durch 30er Zonen rasen und sich durch nichts in ihrer “Freiheit” einschränken lassen. Es ist leider so: Nicht “die da oben” zerstören die Umwelt, sondern es sind die “kleinen Leute” selbst, die zivilisatorische Prinzipien durch eigenes Verhalten ruinieren.

    Tanja Krienen

    Kommentar von Campo-News — 29. März 2016 @ 09:52

  15. Migrationshintergrund, getunt

    „Hart aber fair“-Moderator fragt schon mal vorsorglich, mit dem richtigen Unterton, ob man überhaupt davon sprechen dürfe, dass die Teilnehmer der in Mode gekommenen illegalen Autorennen oft „junge Männer mit Migrationshintergrund und getunten Autos“ seien – wie auch die Täter im Fall Miriam. Wie auch im Fall des früheren Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma, der bei einem ähnlichen Fall seinen Sohn verlor. Auch diese Täter mussten nicht ins Gefängnis. Deshalb zu Recht die Frage des Montags-Talks: „Bewährung für Täter, lebenslang für Opfer – urteilen unsere Richter zu lasch?“ Zumindest jeder zweite Deutsche hat Letzteres nach Umfragen mit Ja beantwortet.
    Nicht auf Bewährung tot, sondern für immer

    Es hat Miriams Mutter nach dem Urteil gegen die Dummraser gesagt: „Miriam ist nicht auf Bewährung tot, sondern für immer.“ Genau da setzt die Runde bei Plasberg an. Joachim Lenders, Chef der Hamburger Polizeigewerkschaft und CDU-Politiker, meint: „Aus Jux und Dollerei“ sei diese Tat geschehen, und „unverständlich“ dieses Bewährungsurteil. http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-hart-aber-fair-mutter-klagt-an-man-darf-einen-menschen-umbringen-geht-heim-und-alles-ist-gut_id_5493441.html

    Kommentar von Campo-News — 3. Mai 2016 @ 06:04

  16. Weitgehend richtig - http://www.focus.de/panorama/welt/typisch-deutsch-das-denkt-ein-zugezogener-ueber-die-bundesbuerger_id_5502770.html doch derben Homur gibt es ebenso in UUSA, nur besser und: es gibt Erklärer, die nerven, aber oft ist es der Drang zur Wahrheit und fundamentales Wissen, das man zur Differenzierung einsetzen möchte.

    Kommentar von Campo-News — 5. Mai 2016 @ 14:26

  17. http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/schuetzenverein-muellingsen-soest-einen-neuen-schuetzenkoenig-6435373.html

    Kommentar von Campo-News — 27. Mai 2016 @ 06:43

  18. http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/hendrik-deimann-regiert-ploetzlich-deiringsen-6460275.html

    Kommentar von Campo-News — 4. Juni 2016 @ 06:23

  19. Ich muß meine Erinnerung bemühen. Die will so gar nicht mit der Selbstdarstellung von 273b übereinstimmen. Ich erinnere mich an einen klugen, bürgerlichen, keinesfalls linken deutschen Jungen, dessen Freundeskreis ausschließlich aus Deutschen oder voll integrierten Ausländern bestand. Türken, die als Türken daherkamen, hat er instinktiv gemieden – wie wir alle und wie die uns. Einer, der aber in der Schule gegen die Ossis wetterte, als die Mauer fiel, „weil die bloß unser Geld wollen“.

    Wie kann jemand, der sogar die eigenen Landsleute des Geldes wegen ablehnte, heute die Massenzuwanderung von aggressiv fordernden Wirtschaftsmigranten aus einer fernen, fremden und feindseligen Kultur befürworten?

    Was ist mit diesem Menschen passiert? Wann wurde 273b gewendet? Wann hat das System geschafft, ihn zu manipulieren und zum vernagelten Multikult-Borg zu formen?

    Was ist bloß aus meiner Generation geworden? Wann hat sie ihren Verstand verloren?
    Ich komme mir vor wie der letzte Mann auf Posten. Hinter mir die willkommensbesoffene Garnison, vor mir die Staubwolke der heranrückenden Barbaren. http://www.pi-news.net/2016/06/mein-freund-der-facebook-gutmensch/

    Kommentar von Campo-News — 18. Juni 2016 @ 16:42

  20. Nicolaus Fest über kulturelle Ignoranz

    Vor rund zwei Monaten klagten Fachleute und Universitäten einmal mehr über den Stand der Bildung. Selbst die elementarsten Kenntnisse in Deutsch und Mathematik würden vielen Schulabgängern und sogar Abiturienten fehlen, nicht viel besser sehe es in den anderen naturwissenschaftlichen Fächern aus. Dass Berlin jüngst seinen Zehntklässlern (!) die Aufgabe stellte, die Zahlen 6, 3 und 2 zur höchsten natürlichen Zahl zu ordnen, gibt einen Eindruck der Zustände. Selbst die Lehrer bezeichneten die Prüfung als „Pillepalle“, einige Schüler fühlten sich veräppelt. Was ein 10-jähriger mit einem Blick schaffen sollte, ist in Berlin Prüfungsstoff für 16-jährige.

    Wer sich mit Lehrern unterhält, der weiß: Noch dramatischer ist die Ignoranz in Sachen Geschichte, Musik, Wirtschaft, Soziologie oder Literatur – also in solchen Fächern, die den Menschen und seine Sicht auf die Welt viel mehr prägen als Rechnen, Schreiben, Lesen. Doch gerade hier herrsche oftmals die blanke Unkenntnis – auch weil viele Eltern keinerlei Interesse für höhere Bildung aufbrächten. Das findet man oftmals bestätigt. Selbst bei Ärzten, Anwälten oder Managern stößt man nicht selten auf einen irritierenden Mangel an geistigem Anspruch. Das Interesse gilt allein dem Job, vielleicht noch dem Auto, Golf oder Reisen; Kunst, Politik oder Literatur zählen nichts. Ihre Bildung heißt Play Station oder Maxdome.

    Gelesen wird kaum, nicht einmal Zeitung. Dass solche Betriebswirte des Daseins ihren Kindern die Wunderwelten der Kultur entdecken, ist eher unwahrscheinlich. Der früher herrschende Gedanke, wonach zum Menschen auch das Wissen um Musik, Lyrik oder bildende Kunst gehöre, ist vergangen, auch weil Unkenntnis nicht mehr ächtet. Früher galt man zu Recht als Trottel; heute gilt man als Fachkraft, die „ihren Beruf lebt“, was immer ein solches Leben heißen mag. Demgemäß interessiert nur, was leicht konsumierbar ist oder unmittelbar nützt. Heine, Chopin oder Schopenhauer gehören nicht dazu.

    Dabei sind, was viele verkennen, Geschichte und Philosophie, Literatur und Kunst der eigentliche Kern jeder Ausbildung, die diesen Namen verdient… http://www.pi-news.net/2016/07/nicolaus-fest-ueber-kulturelle-ignoranz/

    Kommentar von Campo-News — 9. Juli 2016 @ 06:20

  21. Die Stadt Mödling beschäftigt 16 Asylwerber als “Bademeister-Gehilfen”

    16 junge Flüchtlinge, vorwiegend aus Afghanistan und Syrien, helfen dort dem Bademeister. Sie beobachten, was im Becken vor sich geht und schreiten ein, wenn es zu Problemen mit Asylwerbern kommt.

    “Wenn wer aus Afghanistan kommt und nicht Deutsch spricht, übersetzen wir”, sagt der 18-jährige Ebrahim Hussaini aus Afghanistan im Interview dem “Kurier”. Er arbeitet fast jeden Nachmittag im Schwimmbad.
    Asylwerber statt Security

    In mehreren österreichischen Bädern werden Sicherheitsfirmen beauftragt, um Probleme mit Asylwerbern vorzubeugen. Doch der Stadt Mödling war das nicht nachhaltig genug. “Das ist auch ein Beitrag, um Leute zu integrieren”, sagt Mayer. “Man muss sie auch beschäftigen, damit sie einen Sinn im Leben sehen.”

    Kommentar von Campo-News — 12. Juli 2016 @ 16:03

  22. Offene feindliche Gegengesellschaften

    Richtiger wäre ein anderes „Warum?“ Nämlich die Frage, warum sich der Westen dies antut, warum er den Islam auf dem eigenen Territorium duldet? Es gab Anschläge in New York, London, Madrid, Amsterdam, Paris, Brüssel, Kopenhagen, Boston, Orlando und jetzt Nizza; es gibt die barbarischen Verbrechen von Isis, Boko Haram und anderen Terrorgruppen; es gab die sexuellen Übergriffe Krimineller aus dem muslimischen Kulturkreis am Silvesterabend in Köln, Hamburg, Frankfurt; es gibt Erhebungen aus anderen europäischen Ländern zu vergleichbaren Phänomenen; es gibt zahlreiche offen feindliche Gegengesellschaften und Viertel, die selbst die Polizei fürchtet.

    Es gibt die brutalen Übergriffe auf Christen überall auf der Welt; es gibt nach jedem Anschlag die Flut von sympathisierenden Bekenntnissen auf Twitter oder Facebook; es gibt die immer erneut wiederholten Aufrufe islamischer „Rechtsgelehrter“, daß man den Westen erobern und vernichten wolle; es gibt die weiterhin existierenden Todesurteile gegen den Schriftsteller Salman Rushdie, die Journalistin Ayaan Hirsi Ali, den Karikaturisten Kurt Westergaard, an deren Ernsthaftigkeit – das zeigte der Anschlag auf Charlie Hebdo – nicht zu zweifeln ist.

    Selbst der „normale“ Islam ist hochproblematisch

    Es gibt die unsäglichen al-Quds-Märsche und den Haß gegen Juden und Israel; es gibt die Drangsalierung der Frauen, es gibt „Ehrenmorde“; und es gibt in fast allen Ländern, die eine islamische Verfassung haben, Todesstrafen für Homosexuelle, für Apostaten, für Ehebrecherinnen sowie Zwangsverheiratungen von Minderjährigen. Selbst dieser „normale“ Islam von „Millionen friedlicher Muslime“, auf den seine Verteidiger häufig verweisen, ist nüchtern betrachtet eine Abscheulichkeit.

    Doch nicht nur diese Fakten wären ein Grund, Muslimen skeptisch zu begegnen. Blickt man auf Statistiken aus Holland oder Skandinavien, ist der volkswirtschaftliche Nutzen der muslimischen Zuwanderung fraglich. Schon in der Schule sind Muslime zumeist „Minderleister“, weshalb sie – anders als Kinder aus China oder Südostasien – auch selten studieren. Deutlich über dem Schnitt liegen Muslime nur in drei Bereichen: der Fertilität, der Kriminalität und beim Bezug sozialer Leistungen. Das dürfte in Deutschland nicht anders sein.

    Ein „Geschenk“ ist diese Zuwanderung nur für Trojaner https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/warum-tun-wir-uns-das-an/

    Kommentar von Campo-News — 25. Juli 2016 @ 07:15

  23. http://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/idiocracy-zukunftsvision-oder-bereits-realitaet/

    Kommentar von Campo-News — 4. Januar 2017 @ 09:55

  24. Wer interessiert sich in Unterpieselsbach dafür, sie lärmen ja selber stets zu allen Zeiten Bettina Blöck ärgert sich: „Ich habe gehupt, geschrien und gelärmt, aber kein Anwohner hat reagiert. Niemand hat die Rollläden hochgezogen, um zu sehen, was los ist.“ https://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/ueberfallene-taxifahrerin-erinnert-sich-schreckens-nacht-sieht-eine-parallele-7317469.html

    Kommentar von Campo-News — 24. Januar 2017 @ 07:01

  25. Genau so sind sie - https://www.soester-anzeiger.de/lokales/lippetal/unbekannte-enthaupten-nepomuk-statue-lippetal-kesseler-7446241.html

    Kommentar von Campo-News — 2. März 2017 @ 08:04

  26. Frauen und Schlaffis unter sich und bei der Eingliederung in die vorzivilisatorische Kultur der Wilden - https://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/langen-nacht-bibliotheken-soest-sorgen-trommelworkshops-internationale-spezialitaeten-stimmung-7681145.html

    Da kann nur sagen: “Wer davon frei ist, wie die meisten ansässigen Deutschen, die Sozial-Deutschen, die nicht weniger entwurzelt sind als die Millionen Entwurzelten, die sich nun zu ihnen gesellen, der weiß nicht, was kultureller Schmerz sein kann.” Botho Strauß, “Der letzte Deutsche”

    Kommentar von Campo-News — 13. März 2017 @ 07:20

  27. Typisch Soest-Doof. Die Sprache fügt sich ein in ein KEIN-DEUTSCH - https://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/soester-partygaenger-sollen-daran-denken-nachts-vier-schlaeft-mancher-7822423.html

    https://www.funk.net/stories/57f7b42020b4a0120061031d/items/57f7b8e720b4a01200610327

    Kommentar von Campo-News — 18. März 2017 @ 07:13

  28. Immerhin: jeder 26. verstieß gegen die Regeln - https://www.soester-anzeiger.de/nordrhein-westfalen/nrw-autobahnpolizei-ahndet-7700-verstoesse-einem-einzigen-7968339.html

    Kommentar von Campo-News — 22. März 2017 @ 16:21

  29. Zur Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 sagte Sieferle: „Zurzeit überschwemmt eine Migrationswelle von präzedenzlosem Umfang Europa. […] Die Europäer müssten angesichts dieser Entwicklung erstarrt sein vor Schrecken.“[4] Bei diesem Prozess hätten wir es „offenbar mit einer gezielten Selbstzerstörung der deutschen, europäischen, westlichen Kultur zu tun“. Er halte es „für fast ausgeschlossen, dass dieser Prozess aufgehalten oder gar umgekehrt werden kann.“[5]

    In Das Migrationsproblem gibt Sieferle auch umfangreiche Einblicke in seine kulturellen Standpunkte. So seien beispielsweise das Tragen von T-Shirts oder Jeans, eine Populärkultur mit Comics, Krimis und Rockmusik, aber auch Mannschaftssport wie Fußball das Anzeichen des von Paul Fussell diagnostizierten “prole drifts”.[6] Weiteres wichtiges Kennzeichen dessen sei die Wertschätzung des Lärms in künstlicher Form (”Musik”) oder natürlicher Form wie dem Geschrei von Kindern, welches sogar unter besonderem Schutz des Staates stünde. Dies seien Merkmale des “Pöbels”. Die Kultur möchte hiermit laut Sieferle „explizit krumm sein, schief, falsch, verdreht, also »links«“. http://www.theeuropean.de/vera-lengsfeld/11911-ein-globaler-sozialstaat-ist-eine-utopie

    Kommentar von Campo-News — 26. März 2017 @ 12:13

  30. http://www.achgut.com/artikel/polizei-praesenz_wie_mein_landleben_sich_veraendert

    Kommentar von Campo-News — 1. April 2017 @ 16:36

  31. Und ich traue keinem unter 30, resp. nehme ihn nicht für voll. Diese Typen, die schon mit 18 nichtmal selbstständig ohne Hilfen aus den eigenen Augen gucken können - http://www.focus.de/politik/deutschland/landtagswahl_in_nordrhein-westfalen_2017/kurz-vor-der-nrw-wahl-18-jaehriger-macht-kampfansage-an-parteien-traue-keinem-politiker-ueber-30_id_7123016.html

    Kommentar von Campo-News — 12. Mai 2017 @ 06:28

  32. Darum sind wir unrettbar verloren - http://www.spiegel.de/kultur/musik/marteria-rapper-aus-rostock-mit-neuem-album-roswell-a-1149659.html

    Kommentar von Campo-News — 29. Mai 2017 @ 15:15

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