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26. Mai 2009

Ball bei Fuß

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 18:13

Wenn Trainer Starlet Jürgen Klinsmann von Günter Jauch als „Obama des deutschen Fußballs“ bezeichnet wird, darf man wohl im Gegenzug mit Fug und Recht behaupten, Herr Günter Jauch sei der „Klinsmann des deutschen Journalismus.“

 

Dass die Überflutung mit Spielern, die auf dem Platz wahlweise nach oben beten, Kreuze schlagen oder die Hände ausstrecken, einen hohen Schrägheitsfaktor bewirkt und jene in Wirklichkeit eine höchst blasphemische Handlung ausüben, sieht man daran, dass niemand ob der objektiv völlig wirkungslosen Handlung, beeindruckt ist. Am Ende gewinnt immer nur der kleine Erzengel, der das giftgrüne Trikot mit dem Namen „Dummheit“ trägt.

 

Fakt ist, dass die Frauen-Fußballbundesliga ihren sensationellen Zuschauerschnitt von 732 Zuschauern und Innen aus dem Jahre 2006/07 auch in diesem Jahr nicht überbieten konnte. Spekulation ist, dass sie trotzdem bald so viel Geld erhalten, wie ihre männliche Pendanten. Ein Gerücht hingegen, Alice Schwarzer denke daran, einmal ein Spiel anzusehen, falls die Bälle gut abgerieben wären.

 

Nun, da mit dem VFL Wolfsburg ein vom VW Konzern wettbewerbsverzerrend finanzierter Verein Furore macht, reagiert die deutsche Öffentlichkeit auffallend nonchalant. Ganz anders als bei Dietmar Hopp im Falle Hoffenheims, wohl weil privates Sponsoring die Identifikation schwer, halbstaatliches jedoch der Masse paradoxerweise „gerecht“ erscheinen lässt. Jetzt müsste die FDJlerin im Kanzleramt noch fordern, jedes Bundesland benötige einen Bundesligisten, damit die Liga „paritätisch“ besetzt sei, dann wird der Wettbewerb so, wie Weihnachten bei Kasners: theologisch beschaulich.

2 Kommentare »

  1. Zur ersten Bemerkung: dieser peinliche Klinsmann - http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/563639/artikel_klinsmann-macht-jones-zum-kapitaen—unter-protest.html

    Kommentar von Campo-News — 23. Januar 2012 @ 17:33

  2. Zur ersten Bemerkung: Wie wahr: “So wurde unter anderem ARD-Neuzugang Günther Jauch kritisiert. Er hake selten nach und setze “sich teilweise über die Antworten seiner Gäste hinweg”, hieß es etwa. Und weiter: “Herr Jauch sollte dringend an seiner Gesprächsführung arbeiten, ebenso an der Themen- und Gästeauswahl.” Weiter konnte man in dem Papier lesen: Jauch polarisiere “unnötig, schürt mit seinen Suggestivfragen teilweise Politikverdrossenheit und kommt damit der Verpflichtung zur journalistischen Sorgfalt nicht nach”. dpa

    Kommentar von Campo-News — 18. Juni 2012 @ 14:23

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