Campo de Criptana




9. November 2008

Oh göttlicher Zarabama!

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 19:57

Nietzsches Zarathustra wurde jetzt Mensch. Man muss nur den Namen Zarathustra gegen Obama tauschen, besser kreuzen, dann geht es, aber nicht, wie man es sich bei jenem Mann, der nicht mit Oma im Oman wohnt, aber trotzdem Barack Hussein Obama heißt, vorstellt.

Zarabama prays:

Wahrlich, eine Stätte der Genesung soll noch die Erde werden! Und schon liegt ein neuer Geruch um sie, ein Heil bringender, - und eine neue Hoffnung!

Als Zarabama diese Worte gesagt hatte, schwieg er, wie Einer, der nicht sein letztes Wort gesagt hat; lange wog er den Stab zweifelnd in seiner Hand. Endlich sprach er also: - und seine Stimme hatte sich verwandelt. Allein gehe ich nun, meine Jünger! Auch ihr geht nun davon und allein! So will ich es.

Wahrlich, ich rathe euch: geht fort von mir und wehrt euch gegen Zarabama! Und besser noch: schämt euch seiner! Vielleicht betrog er euch.

Der Mensch der Erkenntniss muss nicht nur seine Feinde lieben, sondern auch seine Freunde hassen können. Man vergilt einem Lehrer schlecht, wenn man immer nur der Schüler bleibt. Und warum wollt ihr nicht an meinem Kranze rupfen?

Ihr verehrt mich; aber wie, wenn eure Verehrung eines Tages umfällt? Hütet euch, dass euch nicht eine Bildsäule erschlage! Ihr sagt, ihr glaubt an Zarabama? Aber was liegt an Zarabama! Ihr seid meine Gläubigen: aber was liegt an allen Gläubigen!

Ihr hattet euch noch nicht gesucht: da fandet ihr mich. So thun alle Gläubigen; darum ist es so wenig mit allem Glauben. Nun heisse ich euch, mich verlieren und euch finden; und erst, wenn ihr mich Alle verleugnet habt, will ich euch wiederkehren.

Also sprach Zarabama.

Als Zarabama eines Tages über die große Brücke ging, umringten ihn die Krüppel und Bettler, und ein Bucklichter redete also zu ihm:

»Siehe, Zarabama! Auch das Volk lernt von dir und gewinnt Glauben an deine Lehre: aber, daß es ganz dir glauben soll, dazu bedarf es noch eines – du mußt erst noch uns Krüppel überreden! Hier hast du nun eine schöne Auswahl und wahrlich, eine Gelegenheit mit mehr als einem Schopfe! Blinde kannst du heilen und Lahme laufen machen; und dem, der zuviel hinter sich hat, könntest du wohl auch ein wenig abnehmen – das, meine ich, wäre die rechte Art, die Krüppel an Zarabama glauben zu machen!«

Zarabama aber erwiderte dem, der da redete, also: »Auch ihr fragtet euch oft: »wer ist uns Zarabama? Wie soll er uns heißen?« Und gleich mir selber gabt ihr euch Fragen zur Antwort. Ist er ein Versprechender? Oder ein Erfüllter? Ein Erobernder? Oder ein Erbender? Ein Herbst? Oder eine Pflugschar? Ein Arzt? Oder ein Genesener? Ist er ein Dichter? Oder ein Wahrhaftiger? Ein Befreier? Oder ein Bändiger? Ein Guter? Oder ein Böser? Wie ertrüge ich es, Mensch zu sein, wenn der Mensch nicht auch Dichter und Rätselrater und der Erlöser des Zufalls wäre!

Der Bucklichte aber hatte zugehört und sein Gesicht dabei bedeckt; als er aber Zarabama lachen hörte, blickte er neugierig auf und sagte langsam:

»Aber warum redet Zarabama anders zu uns, als zu seinen Jüngern?«

Zarabama antwortete: »Was ist das zum Verwundern! Mit Bucklichten darf man schon bucklicht reden!«

»Gut«, sagte der Bucklichte; »und mit Schülern darf man schon aus der Schule schwätzen. Aber warum redet Zarabama anders zu seinen Schülern – als zu sich selber?«

Und Zarabama erblich.

5 Kommentare »

  1. Spon: “Wir haben jetzt keine Ausreden mehr”, sagt der schwarze Sozialarbeiter Craig Franklin. “Wir haben unseren Präsidenten und können nun nicht mehr behaupten, dass wir unterdrückt werden. Wir können nicht länger die Opfer spielen.”

    Franklin fügt hinzu: “Ich gehe jetzt etwas aufrechter.”

    Aber es gibt auch andere Regionen im Land. Der Umfrageblog FiveThirtyEight notierte kurz vor der Präsidentschaftswahl eine groteske Szene, in der ein Obama-Wahlhelfer angeblich in Pennsylvania an eine Tür klopfte und die Hausfrau fragte, wen sie wählen wolle. Darauf soll der Gatte aus dem Inneren des Hauses fröhlich gerufen haben: “Wir stimmen für den Nigger!”

    TK: Gut, nehmen wir Craig Franklin beim Wort: Kein Gejammere mehr von nun an und wenn doch: Die Fahrkarte nach Afrika kostet nicht viel, wenn man sich partout rassistisch und völkisch auf immerdar definieren und unter “Seinesgleichen”, den “Brüdern”, leben will. Sie sind freie Bürger und können jederzeit auswandern (komisch, dass sie alle nur einwandern und bleiben wollen).

    Kommentar von Campo-News — 12. November 2008 @ 07:37

  2. Günter Verheugen sagt: “Obama ist furchtlos.” Hoffen wir, dass es nicht stimmt und er, der Deutsche - wie alle Wirtschaftsfritzen - auf Philosophie nicht hält, denn: Weiß er, was er damit sagt?

    Kommentar von Campo-News — 22. Januar 2009 @ 10:21

  3. Hier steht’s. In geschwungener, schöner Schrift, Seite 203. Die Schularchivarin trägt das Buch aus ihrem dunklen Büro hinaus in den Hof, ins Sonnenlicht. Name: Barry Soetoro. Geburtsort: Honolulu. Religion: Islam. Sie ist nur leicht vergilbt, die Seite 203 im Register der Primarschule St Fransiskus Asisi, South Jakarta, Indonesien. Nach all den Jahren. 1968 war’s.

    Kommentar von Campo-News — 26. September 2009 @ 09:52

  4. “So nervös wie ich während der ganzen Mission auch war: Die Entscheidung, Osama auszuschalten, hat mir keine schlaflosen Nächte bereitet. Und ich denke, dass jeder, der zweifelt, dass ein Mann, der Massenmord auf unserem Boden beging, nicht das bekam, was er verdient hat, sollte seinen Kopf untersuchen lassen.”

    Barack Obama

    Kommentar von Campo-News — 9. Mai 2011 @ 19:12

  5. Fazit - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/vorbei_mit_hope_and_change/

    Kommentar von Campo-News — 9. November 2011 @ 08:16

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.

kostenloser Counter

Weblog counter