Campo de Criptana




24. August 2008

“Dann ist es ihre Pflicht dieses antisemitische Komplott zu protokollieren und dem Ministerium zu berichten.”

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 09:29

Aus der Parodie „Sodom und Andorra“

Die zweifelhafte „Kunst“, aus Menschen „Antisemiten“ zu basteln, ist nicht neu. Diese Leute erinnern mich an den Andri aus “Sodom und Andorra” - einer Parodie, die Georg Kreisler Anfang der 60er Jahre auf das Stück “Andorra” von Max Frisch schrieb. Im ursprünglichen Stück wird ja der junge Mann Andri von seiner Umwelt als Jude gebrandmarkt, verhöhnt und letztlich getötet. Kreisler warf Max Frisch damals schon vor, das Stück sei “latent antisemitisch”, eben weil der Jude darin wieder nur mit klassischen Eigenschaften versehen dargestellt wurde. Kreislers Parodie machte aus Andri einen “Arier”, der sich in rotzfrecher und aggressiver Weise als Jude ausgibt und seinen „Juden-Fimmel“ - wie von einer Person im Stück beschrieben, auslebt - um Vorteile zu erhalten (!) und der sich zuletzt den neuen Herrschenden anbiedert, er könne ihnen, da er die Juden genau studierte, exact sagen, wer in Wirklichkeit ein Jude sei - und Kreisler lässt durch die Figur des Erzählers “Frischli” im Abspann der noch erhaltenen Schallplatte sagen, der größte Antisemit sei Andri selbst, der, in dem er ein paar jüdische Vokabeln in die Konversation einstreut und sich in schablonenhafter Weise verhält, im Grunde negative Reaktionen seiner Unwelt geradezu einfordert.

 

Wie aber drechselte sich der “falsche Jude” “Antisemiten” zurecht? Schauen wir uns dazu einige ausgewählte Szenen an, besonders ist die Nummer 4 wichtig, denn darin – ach was…selber lesen!

1. Bild. Der Tischler versucht Andris Vater davon zu überzeugen, dass Andri kein Verkäufer, sondern Handwerker werden soll.

Der Tischler schließt sein Plädoyer: Handwerker sind heute sehr gefragt. Und es wird doch alles maschinell gemacht. Glauben Sie mir, Sie können für den Jungen nichts Besseres tun.

Der Lehrer/Vater: Er wird nicht wollen. Er will doch partout Jude sein.

Der Tischler: Gibt es denn keine jüdischen Handwerker?`

Der Lehrer/Vater: Versuchen Sie einmal ihm das begreiflich zu machen. Außerdem ist er gar kein Jud, er will ja nur einer sein.

Der Tischler: Sagen Sie ihm, er soll ans Geld denken.

Der Lehrer/Vater: Na, wenn ich ihm das sag, behauptet er, ich bin ein Antisemit. Ich kann ihnen was sagen: Nur keine Kinder groß ziehen. Wie ich jung war, wären wir doch nie auf den Gedanken gekommen Jud sein zu wollen.

Der Tischler: Ja, damals gab es auch noch Handwerker.

2. Bild: “Andri und der Soldat”

Andri: Die Sonne scheint, die Glocken läuten und ich bin a Jud`, juhuu das is´ a Glick”.

Soldat: Entschuldigen Sie. Ich suche ihre Schwester.

Andri: Ah, der Herr Soldat. Sie suchen meine Schwester? Sie sind meschugge. Ich hab keine Schwester.

Soldat: Ich meine Barblin.

Andri: Na was weiß ich wo Barblin ist. Lassen Sie mich in Ruhe. Sie stinken!

Soldat: Sie! Werden sie nicht frech.

Andri: Na, genieren werd ich mich, Sie Trottel.

Soldat: Was bin ich?

Andri: Ein stinkender Trottel.

Soldat. So? Dann werd´ich ihnen - - -

Andri: Was? Einen Juden wolln Sie schlagen? Sind Sie ein Nazi?

Soldat (betroffen und erschreckt): Ich ein Nazi? Um Gottes Willen: Nein!

Andri: Aber Juden schlagen, das können Sie!

Soldat (kleinlaut): Aber ich hab sie doch gar nicht geschlagen.

Andri: Aber beinahe. Beinahe wären Sie ein Nazi gewesen. Ich hab´Sie gerettet.

Soldat (verschüchtert): Sie haben mich doch provoziert.

Andri: Den Ausdruck, den kennen wir.

Soldat: Ich habe gehört sie sind gar kein Jude, Sie geben sich nur als einer aus?

Andri: Sie, lassen Sie sich nix einreden. Ich bin a Jud - - - - Schaun Sie uns Juden an: Wir sind nicht in der Armee, wir verdienen gut, wir haben Geschmack, wir ziehen uns elegant an. Die Fabel, dass wir schmutzig sind ist längst widerlegt. Das war seinerzeit im Ghetto wo es keine Waschgelegenheiten gab. Wir sind meistens künstlerisch veranlagt, und feinsinnig, ein bisschen exotisch mit träumerischen, traurigen Augen. Das gefällt den Frauen. Wir sind geschäftstüchtig, das gefällt den Frauen erst recht. Sie hingegen, Sie dienen sinnlos in einer sinnlosen Armee - Schauen Sie: Da drüben geht unser Dortrottel, nicht mal der hat sich einziehn lassen.

Soldat: Sagen Sie: Könnt ich nicht auch ein Jud sein?

Andri: Da hätten Sie sich müssen früher entscheiden.

Soldat: Oder wenigstens ein Dorftrottel?!

3. Bild: Andri ist „krank“.

Andri: Ei weh. Es ist sicher eine Verschwörung, dass es immer so zieht in unsern Büro. Alle sind doch gegen mich.

Die Mutter: Der Arzt wird ja gleich da sein.

Andri: A jiddischer Arzt?

Die Mutter: Ich weiß es nicht. Ich glaub nicht.

Andri: Oiweh oiweh.

Es klingelt an der Tür.

Andri: Mein Kopf, mein Hals, mein Rachen, meine Glieder. Mein armes geplagtes Volk.

Der Arzt: Guten Tag.

Andri: Für mich ist der Tag miserabel.

Der Arzt: Nanana, wird schon nicht so schlimm sein.

Andri: Woher wissen Sie das? Sie haben mich doch noch gar nicht untersucht.

Der Arzt: Das wollen wir auch gleich nachholen. Den Puls bitte.

Andri: Au!

Der Arzt: Der Puls ist normal.

Andri: Das ist unmöglich.

Der Arzt: Jetzt bitte: Mund auf.

Andri: Das auch noch.

Der Arzt: Was heißt: das auch noch? Soll ich Sie untersuchen oder soll ich Sie nicht untersuchen?

Andri: Schrein Sie nich mit an Kranken.

Der Arzt: Also machen Sie den Mund auf und sagen Sie „A“.

Andri: Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaantisemit.

Der Arzt: Was haben Sie da gesagt?

Andri: Nix.

Der Arzt: Machen Sie sich bitte frei.

Andri: Das versucht mein Volk schon seit Jahrtausenden.

Der Arzt: Den Oberkörper solln sie frei machen. Nun ruhig und tief atmen. Schön. Sie sind gesund!

Andri: Ich hab gewusst: Sie kennen kein Mitleid.

Der Arzt: Sie haben nur eine kleine Halsentzündung. Sagen Sie noch mal „A“.

Andri: Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaadolfhitler

Der Arzt: Was soll denn der Quatsch? Ich war Widerstandkämpfer. Ich schätze solche Scherze nicht.

Der Lehrer/Vater kommt herein: Nun, wie gehts?

Andri: Dein Doktor scheint ein Antisemit zu sein.

Der Arzt: Sie können es nur dem Umstand verdanken, dass Sie eine kleine Halsentzündung haben wenn ich ihnen jetzt nicht eine runterhaue.

Andri: No was hab ich gesagt: Ein Antisemit.

Der Arzt: Herr Lehrer, diese Visite war gratis. Vorausgesetzt, dass Sie mich nie wieder zu ihrem Sohn bestellen.

Der Lehrer/Vater: Sie müssen entschuldigen, Herr Doktor. Mein Sohn hat so komische Ideen, er bildet sich ein, er wär ein Jud.

Der Arzt: Dann holen Sie einen Psychiater. (Geht ab)

Der Lehrer/Vater: Sehr krank bist du nicht.

Andri: Einmal im Leben hast du eine gute Anwandlung und rettest ein Judenbaby im Ausland vor der Verfolgung und kaum hast du die Tat vollbracht – für die ich dir heut noch dankbar bin – versuchst du Kapital daraus zu schlagen.

Der Lehrer/Vater: Inwiefern schlage ich denn Kapital aus dir?

Die Mutter kommt herein: Der Doktor hat gesagt, morgen kann Andri wieder arbeiten.

Andri: Na bitte. Ihr alle schlagt Kapital aus mir. Arbeiten soll ich. Obwohl ich todkrank bin.

Die Mutter: Wir können jetzt gleich essen.

Andri: Das hängt davon ab was es gibt.

Die Mutter: Heute gibt es Schweinsbraten mit Knödel.

Andri: Das ist Krankenkost, das kann ich essen.

Die Mutter: Und vorher Gemüsesuppe.

Andri: Gemüsesuppe ist sehr ungesund. Wie kannst du Gemüsesuppe kochen, wenn ich krank bin? Ich sag ja, ich bin von Antisemiten umgeben.

Die Halbschwester Barblin kommt herein: Was fehlt dir denn?

Der Lehrer/Vater: Eine kleine Halsentzündung.

Andri: Nichts Wichtiges: der Jud liegt im Sterben.

Barblin: Nonono.

Andri: Ja, das hat der antisemitische Arzt auch gesagt. Nononon, wird schon nicht so schlimm sein, hat er gesagt, gurgeln soll ich, hat er gesagt, und gleichzeitig wollt er mir eine herunterhauen. Bin ja nur a todkranker Jud, mich kann er ja schlagen.

Der Lehrer/Vater: Also, ich will das Wort Jud nicht hören!

Andri: Kann ich vorstellen, dass du Gewissensbisse hast.

Der Lehrer/Vater: Ich hab keine Gewissensbisse, aber dieser jüdische Blödsinn von dir geht mir langsam auf die Nerven. Jud Jud Jud, immer wieder Jud. (geht ab)

Die Mutter: Wohin gehst du?

Der Lehrer/Vater: Zu den Anti-Pseudosemiten!

Andri: Da hört ihrs. Er gibt zu, dass er zu den Antisemiten geht! Na dem wird ich’s zeigen (läuft hinterher).

Barblin: Ach Mutter, es ist schrecklich. Andri hat sein Essen nicht angerührt.

Die Mutter: Lass ihn nur, dieser Jud kommt zu meinem Schweinsbraten bestimmt wieder zurück.

4. Bild. Hier muss vorausschicken, dass eine willkürlich herbeizitierte Frau (die Senora, die im Ministerium für innere Angelegenheiten arbeitet) sich als Andris Mutter ausgegeben soll, um ihn von seinem „Juden-Fimmel“ zu befreien. Diese Frau lässt sich aber „herum drehen“, als Andri ihr in völlig grotesker Weise alle ihn betreffenden Vorfälle im Dorf als „antisemitisch“ umdeutet, obwohl es dafür überhaupt keinen sachlichen Grund gibt.

Die Senora: Andri, weiß du wer ich bin?

Andri: Nein, und jetzt geht mir langsam die Gall´ heraus. Ich komm da friedlich herein und bestell mir einen Korn – den ich übrigens noch nicht gekriegt hab – und bin innerhalb weniger Minuten der Mittelpunkt einer antisemitischen Demonstration.

Der Lehrer (Andris Adoptivvater): Fang doch nicht wieder mit dem Unsinn an! Deswegen ist es doch so wichtig, dass du mit Senora Bletternek sprichst!

Andri: Senora! Sie seien beschäftigt im Ministerium für innere Angelegenheiten?

Die Senora: Ja, ich bin die Sekretärin des Ministers.

Andri: Dann ist es ihre Pflicht dieses antisemitische Komplott zu protokollieren und dem Ministerium zu berichten.

Der Doktor: Was denn, so ein Unsinn?! Ich war Widerstandskämpfer!

Andri: Ich möchte nicht wissen, wem Sie widerstanden haben. Senora, ich fordere Sie auf, die Namen dieser Herren aufzuschreiben und die Tatsachen dem Herrn Minister zu unterbreiten.

Die Senora: Ach Andri, ich bin außer Dienst.

Andri: Aber die Herren Antisemiten die sind im Dienst. Das dürfen Sie nicht vergessen.

Die Senora: Nein Andri, ich weigere mich.

Andri: Bitte, dann werde ich dem Herrn Minister persönlich berichten, dass sie sich geweigert haben.

Die Senora: Du kannst nicht einfach Leute grundlos des Antisemitismus beschuldigen, da musst du schon Beweise haben.

Andri: Erstens habe ich Beweise, zweitens: seid wann sind wir per Du?

Der Lehrer/Vater: Hör nicht auf ihn, Luise, sag ihm wer du bist.

Andri: Fangen wie gleich mit meinem so genannten Herrn Vater an. Er ist nicht mein Vater, auch wenn er es zehnmal behauptet. Die Dokumente, die er sich verschafft hat, sind gefälscht. Ich zweifele nicht daran, dass er eines Tages irgendein unschuldiges Frauenzimmer bewegen wird, zu sagen, dass sie meine Mutter ist. Und wenn diese Frau dann überall herum erzählt dass sie meine Mutter ist, macht sie sich unbewusst zu seinem Komplizen in diesem antisemitischen Komplott, dass er versucht hier in Monte Carlo anzuzetteln.

Der Lehrer/Vater: Andri, ich hau dir jetzt eine herunter!

Die Senora: Na, ich glaube, ich schreibe doch lieber mit.

Der Lehrer/Vater: Ich frage dich, welches Interesse, könnte ich, dein Vater….

Andri: Für den Antisemiten ist das antisemitische Interesse genug!

Die Senora: Also, das stimmt.

Andri: Ferner klage ich den Herrn Tischler an – übrigens wollten Sie mir einen Korn spendieren, wo ist er? –

Der Tischler: Äh…der Wirt…äh…hat ihn noch nicht gebracht.

Andri: Sehen Sie Senora, der Wirt gönnt mir keinen Korn. Er ist auch ein Antisemit!

Der Wirt: Das ist doch die Höhe.

Senora: Andri, das ist noch kein Beweis.

Andri: Das weiß ich. Aber ich kenn doch den Herrn Wirt, ich habe zwei Jahre lang bei ihm gearbeitet. Stimmt das, Herr Wirt!

Wirt: Ja ja, das stimmt, aber…

Andri: Sehn Sie, er gibt es selber zu! Na da kann ich ihnen Geschichten erzählen, Senora.

Der Tischler: Ich schlage ihn nieder.

Andri: Sehn Sie Senora, wie sie zittern vor der Wahrheit. Nur niederschlagen möchten sie einen. Am Liebsten möchten sie einen mundtot machen, na was heißt mundtot, am liebsten ganz tot.

Die Senora: Ich schreib mir alles auf. Ich schreib mir alles auf. Wer ist der?

Andri: Na den kenn ich selber nicht gut. Aber a Antisemit ist er sicher! Sie, wie heißen Sie?

Jemand (in der Schallplattenversion von Kreisler selbst gespielt): Ich heiße Jemand.

Andri: So heißt man nicht.

Wirt: Senora, ich protestiere im Namen aller…

Senora: Andri hat Recht, so heißt man wirklich nicht.

Andri: Oh Senora, wie froh bin, dass Sie gekommen sind. Endlich zieht Gerechtigkeit in Monte Carlo ein. Endlich zittern die Schurken, die das Rad der Zeit um ein paar Jahre zurück drehen möchten. Zusammen werden wir sie heraus räuchern aus ihren finsteren Schlupflöchern. Wir werden aufräumen mit den alten Vorurteilen und der Barbarei. Wir werden die Unterdrückten befreien und die Rechtlosen wieder einsetzen und die Tyrannei ein für allemal zu Boden zwingen. Und dann werde ich Ihnen ein paar wunderschöne Möbel zeigen…

5. Bild – ein paar Tage später

Der Lehrer/Vater: Du musst doch zugeben, dass wir verantwortliche Bürger unserer Stadt sind.

Die Senora: Trotzdem, Andris Aussagen sind ziemlich belastend.

Der Lehrer/Vater: Was wirst du also tun?

Die Senora: Es bleibt mir nichts anderes übrig als sie dem Ministerium vorzulegen.

Der Wirt: Das bedeutet eine Untersuchung.

Senora. Wenn Sie unschuldig sind, haben Sie nichts zu befürchten.

Der Doktor: Ich, ich war Widerstandskämpfer. Zugegeben erst in den letzten zwei Kriegs-Monaten.

Die Senora: Sehen Sie, jetzt kommt es heraus!

Der Lehrer/Vater: Du hast doch nie versucht Andri zu sagen, dass du seine Mutter bist. Du hast uns ja gar keine Chance gegeben.

Die Senora: Ich habe nicht für euch gelogen, das stimmt.

Der Wirt: Ja, Sie haben lieber Andri lügen lassen!

Der Lehrer/Vater: Gut, ich halte meinen Bericht eine Woche zurück. Wenn Andri innerhalb einer Woche seine Aussagen widerruft, dann verbrenne ich meine Notizen. Wenn ich innerhalb einer Woche nichts höre, gehen sie direkt an den Minister.

Der Tischler: Wir danken Ihnen.

Der Lehrer/Vater: Andri kommt.

Andri: Lassen Sie sich nichts von den Verschwörern einreden, Senora. Ihr Zug geht in fuchzehn Minuten.

Senora: Keine Sorge Andri, ich danke dir für alles. In kurzer Zeit sollten wir beide einen Schritt weiter sein, du mit deiner Freiheit und ich mit meiner Beförderung.

Kurze Zeit später. Andri kommt zurück: So, man hätte sie verstaut.

Der Padre: Andri mein Junge. Nun kann ich dir auch sagen wer sie war. Sie war: deine Mutter!

Andri: Das ist ausgeschlossen.

Der Lehrer/Vater: Ja warum denn?

Andri: Weil es eine Jüdin im Staatsdienst nie soweit gebracht hätte.

6. Bild, eine Woche später

Andri: Jud sein oder nicht Jud sein, das ist heutzutag die Frage. Nachdem die Senora ihren Bericht im Ministerium abgeben hat, wird eine Untersuchungskommission hier eintreffen. Was macht eine Untersuchungskommission? Sie macht Ungelegenheiten. Man wird Angst vor mir kriegen, man wird mir politische Ämter anbieten und ich werde sagen: Nein danke, ich nehm lieber gleich das Geld! Die Untersuchungskommission wird untersuchen, wird aber doch nichts finden. Andererseits, wenn sie nix finden wird man sagen, sie sind selber Antisemiten, oder sie verstehen ihr Geschäft nicht. Also missen sie etwas finden. WIE KENNEN SIE ABER ETWAS FINDEN DORT, WO NIX ZU FINDEN IST? Man wird sich keinen Rat wissen, wird sich daher an mich wenden und ich werd sagen: Wir brauchen einen Sündenbock! Nun erhebt sich die große Frage, wer der Sündenbock sein soll? Ausnahmsweise darf es diesmal kein Jud sein. Man wird mir anbieten eine hohe Position in einer großen Firma, damit ICH bestimme den Sündenbock. Und ich werde annehmen die hohe Position, wenn ich aber einmal die Position hab, werd ich nicht bestimmen den Sündenbock, sondern werde dafür eintreten, dass die Untersuchungskommission weniger Geldmittel zur Verfügung bekommt, und so wird sich das Ganze im Sande verlaufen.

4 Kommentare »

  1. Nachtrag

    Der Soldat: Was ist denn dein Verlobter von Beruf?

    Barblin: Jude.

    Der Soldat: Soso, hat er viel zu tun?

    Barblin: Mehr als du.

    Der Soldat: Vielleicht könnt ich auch Jude werden, wenn sie mich aus der Armee entlassen.

    Kommentar von Campo-News — 24. August 2008 @ 19:06

  2. Anzeige bei “ef” -
    Ist das Judentum mehr als eine Religion? Gibt es ein “Juden-Gen”?

    Nach halachischem Recht ist jüdisch, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder zum Judentum konvertiert ist. Die enge Verbindung von Kultur, Tradition, Religion und Volkszugehörigkeit zeichnet das Judentum im Besonderen aus. Es entwickelte sich über die Jahrhunderte eine gewisse genetische Homogenität, die durch einen DNA-Test sichtbar wird.

    Der DNA-Test ist ab € 105.- erhältlich: Tests & Preise.

    Kommentar von Campo-News — 1. September 2008 @ 18:05

  3. Hagalil
    Ein radikaler israelischer Friedensaktivist und Grenzgänger:
    Uri Avnery wird 85 Jahre alt

    Von Roland Kaufhold

    ” … Zionist sein, das bedeutete auch, dass einem die Leiden der Juden anderer Länder nicht gleichgültig waren und dass man mit Sympathie an dem Bemühen jener wenigen Pioniere Anteil nahm, die im Nahen Osten ein neues Land aufzubauen suchten (…). Doch der Zionismus rettete uns das Leben. Ich habe das nie vergessen, als ich später ein Nichtzionist, vielleicht sogar ein Antizionist wurde.”
    Uri Avnery (1969, S. 9)

    “Während des (1948-er, RK) Krieges verfasste ich gelegentlich auch politische Artikel, in denen ich meine damaligen Gedanken zusammenfasste. In einem solchen Artikel schrieb ich gegen den Hass auf die Araber, den einige Leute hegten. Ich sagte darin, wir seien eine ‘Armee der Liebe’ - der Liebe zu den Kameraden und der Liebe zum Land - und keine Armee des Hasses.”
    Uri Avnery (2005, S. 10)

    Vor 85 Jahren, am 10. September 1923, wurde Uri Avnery unter dem Namen Helmut Ostermann in Beckum/Westfalen geboren. Er war eines von vier Kindern eines jüdischen, vom deutsch-humanistischen Geist geprägten Elternhauses.

    Kommentar von Campo-News — 9. September 2008 @ 13:18

  4. A-A-A-Alles A-A-A-Antisemiten.

    Kommentar von Campo-News — 10. Dezember 2010 @ 19:37

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