Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar




11. August 2005

Jetzt auch noch Stoiber

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 12:23

Die Medienkampagne gegen die Union, erreicht einen weiteren Höhepunkt

Von Tanja Krienen

Frau K. sagte: “Schwierig ist, diejenigen zu belehren, auf die man zornig ist. Es ist aber besonders nötig, denn sie brauchen es besonders.”

Bertolt Brecht, leicht abgewandelt.

Eine Szene aus der DREIGROSCHENOPER: Bettler betreten den Laden von Herrn Peachum. Sie erhalten erst dort ihr herzenerweichendes Rüstzeug: Eine Augenbinde, Gehhilfen, zerlumpte Kleidung usw.- Brecht schreibt dann im Vorspruch zu dieser Szene über den Laden, dies sei einer “in dem die Elendesten der Elenden jenes Aussehen erhielten, welches zu den immer verstockteren Herzchen sprach.” Wir halten fest: Sie erhielten dort das Aussehen - künstlich, auf Wirksamkeit bedacht.


Originalszene aus der ersten Verfilmung der Dreigroschenoper mit Ernst Busch und Lotte Lenya (1931)

Stoiber in der kalkulierten Kritik

In den letzten Wochen gab es deutliche Tendenz der linken Medien (also etwa 80%), jeden noch so kleinsten Fehler der Konservativen, jeden Versprecher, jede überspitzte Polemik, als eine Form der extremen Schwäche oder gar eines Deliktes aufzublasen und in den Focus des Geschehens zu zerren. Selbst wenn in Mecklenburg-Vorpommern das Scheitern der rot-roten „Regierung“ offenbar wird, übertitelt man bei Spiegel-Online „Flucht aus Merkel-Land“. Und verschreibt sich die Union auf einem Wahlplakat, ist das natürlich lächerlicher, als die bewusst hingeschriebene Dummheit der PDS-Presserklärung zum Iran: „Zugleich betonen wir, dass keinerlei Beweise für die Arbeit am Bau von Atomwaffen im Iran vorliegen. Eine beängstigende Parallele zur Lüge über die Massenvernichtungswaffen des Irak drängt sich auf.“

So aber werden die wahren Fakten und die wahren Gefahren verschleiert: kein Wort mehr vom Staatsbankrott, kein Wort von der Situation auf dem Arbeitsmarkt, kein Wort davon, dass Deutschland kurz vor dem Abdriften ins Minus-Wachstum steht, nur von dem einen oder anderen völlig unwichtigen Lapsus aus Unionsreihen.

Wird auf der linken Seite schnell der Mantel über „Heuschreckenvergleiche“, rassistische IG-Metall-Kampagnen, Diffamierung des Unions-Programmes als KZ-kompatible, die Verharmlosung des Islamismus, oder die Entlastung des „Dritten Reiches“ als nicht fremdenfeindlich, gelegt, so wird Zeter und Mordio geschrieen, sobald ein Unionspolitiker auch nur ein Wort über die Gründe für die Verfasstheit bestimmter Ostdeutschen verlauten lässt.

Stoiber sprach nun davon, man dürfe die Entscheidung der Wahl nicht den Frustrierten überlassen? Bitte, wo ist das Problem? Selbst die SED/PDS spricht davon, dass die Ostdeutschen ob der Situation in den 5NL frustriert seien? Darf ein Westler dies nicht sagen? Ist der Osten ein Sondergebiet, ein Schutzraum, gar eine Ostzone, in der eine (noch) unsichtbare Mauer steht?

Wer über die Verformungen, die Menschen in einem Staat, der keine Freiheit in der Kultur, der Ökonomie, der Philosophie, der Publizistik, usw., nicht mehr reden lassen will, muss zwingende Gründe haben. Meist sind es die, die wir kennen: Mit der Abwürgung über die psychologische Verfasstheit bestimmter Ostdeutscher, soll über die Schuld der HEUTIGEN Sozialisten und Kommunisten nicht mehr geredet werden dürfen, bei gleichzeitiger eigener Freiheit, den politischen mit Faschismus-Vorwürfen, angeblich unbewältigter Vergangenheit, kapitalistischer Ausbeutung etc., überziehen zu können.

Selbstverständlich gibt es eine geringe Sauberkeit im Denken auf beiden Seiten, doch niemand würde prinzipiell die Fehler der Westmilieus als nicht diskussionswürdig unter Strafe stellen. Wir sind es gewohnt offen über die Fehler der Manager, der Presse, aber auch politischer Milieus, mitunter auch über Einzelpersonen, zu debattieren. Wer das will, zeigt, was uns in einer möglichen neuen DDR blüht. Schon können Union-Politiker kaum noch öffentlich auftreten, ohne um ihre Gesundheit fürchten zu müssen (siehe auch die ganz unten stehende Äußerung).

Die Sprache und ihre Produzenten stehen unter massiver Beobachtung - gar vielfältig sind die Kontrollmechanismen, die in den Medien und öffentlichen Räumen als Zensor jede Regung über-wachen. Die Sprach - Kontrolleure stoßen sich ja eigentlich an allem, was das Leben lustiger und schärfer macht. Sie will den Ausdruck nivellieren, die Gefühle abtöten, Widersprüche einebnen und vor allem: gut sein! Und wenn ein Mensch nicht “gut” sein will, weil er über einen Willen verfügt und weiter auf seinen Emotionen, der intellektuellen Schärfe, des sprachlichen Ausdrucks und des libertären Lebens beharrt, dann muss man ihm drohen, ihn ausschließen, einsperren, aussperren, virtuell liquidieren oder auch ganz und gar - und mobben bis zum Ende. Das alles verspricht die Sprach -Stasi, führt es aus (in vielerlei Gestalt), und wird nicht eher ruhen, bis sie die Menschheit gänzlich infantilisiert, und zu mausgrauen Nichtskönnern und Nichtswollern, stupid und depraviert, blutleer und philisterhaft, zum Fraß ihrer bösen Ambitionen gänzlich weich kochte.

Der politische Bereich, jener, der gefährlich werden könnte, wird bewacht wie der Hades durch den Zerberus – das Schattenreich duldet die Lebendigen nicht. Als Instanz dienen Kommissionen und Betroffenheitsmakler, gegen die jene Verschleierungstaktik, welche die Betrei-ber des Orakels von Delphi anwandten, wie ein leicht durchschaubares Spiel nur schwach kaschierter Betrügereien erscheint. Doch niemand mehr wagt es, die Botschaften hysterischer Pythias so infrage zu stellen, wie es nötig wäre, - der neue Kult einer Epoche derjenigen, die Nietzsche als Phase der décadence kommen sah, befindet sich längst in einem fortgeschrittenen Stadium.

Das vergessene Land

Im vergangenen Jahr demonstrierten sie in Deutschland: pflichtgemäß und vehement. Doch niemand demonstriert gegen sich selbst, denn keiner fühlt sich schuldig. Nur „die da oben“ sind es, die dem „kleinen Mann“ das Leben schwer machen. Das Volk spielt die Unschuld vom Lande, die ja nach ihm benannt worden sein soll.

Die Rede soll von einem mittelmäßig schönen, mittelmäßig großen und mittelmäßig warmen Land sein, welches in der Mitte Europas liegt. Es ist ein Land, dessen Angehörige, gefragt nach ihrer Herkunft, sich nicht selten schämen, wenn sie seinen Namen in anderen Ländern nennen, in denen sie gerade verweilen; auch singt man seine Erkennungsmelodie nicht gern und mancher sogar, versucht seine Verwandtschaft gänzlich zu verleugnen. Die Vergangenheit dieses Landes wirft seine Schatten auf die Gegenwart und aus der Zukunft strahlt: nichts von Bedeutung.

Wer es in diesem Land aushält, hält es kaum aus. Er bezahlt an der Zapfsäule die Rente der Alten, mit der Steuer die Verwahrstätten für die Jungen und mit der Steuer auf die Steuer, das langsame Sterben der beinahe Toten. Wer einen Doktor braucht, zahlt Eintritt; wer mit ihm sprach, zahlt einen Satz, wer sein Medikament kaufen möchte, zahlt eine Gebühr – die das Medikament selbst ist kein Geld mehr da: die Bestattungskosten zahlen viele gar nicht. Aus Trotz: sie lassen sich auf der grünen Wiese verstreuen.

Wer Dosen kauft, muss sie zurücktragen; wer Strom will, bekommt ein großes Getüm vor seiner Nase aufgestellt; wer keine Arbeit hat, bekommt auch keine - und wer seinesgleichen liebt, tanzt freiwillig drei-viertelnackt nach der Pressmusike. Der Berliner Bürgermeister mag das, der Hamburger ebenso, der FDP-Vorsitzende auch und der Hauptmann Röhm, mochte es besonders gern. Frau Schwarzer jagt Phallussymbolen hinterher, Musik kauft keiner mehr, Herr Scrobel guckt verkniffen und betroffen – mindestens jeder zehnte Junge müsste von Rechts wegen einen BH tragen. Warum auch nicht? Sie wandeln ja jetzt schon 7jährige um.

In diesem Land macht kaum etwas Sinn, denn es herrscht der Frohsinn; die Melancholiker lachen neuerdings aus Unsicherheit mit. Die Stasi ist rehabilitiert: hatte sie nicht Recht? Wer zweifelt daran, dass Erich Honecker heute im Triumphzug durch die Straßen Leipzigs getragen würde? Wer eine Israelfahne zeigt, dem wird mit Brand gedroht. Der zahnlose Furunkelmann lacht. Wie spät ist es Morgen um diese Zeit? (geschrieben im Sommer 2004!), siehe auch Auf der Sonnenseite

Wie ist es möglich, dass der Sturm ringsum wütet, die Wasser reißend sich bewegen, der Zeitstrom beinahe Einstein widerlegt, doch dort nur maximal 10 Bilder pro Minute durch den Projektor des Lebens zeitlupen. Wie sonst verstünden wir Nietzsches Worte wie von selbst:

“Deutschland, Deutschland über alles, ich fürchte, das war das Ende der deutschen Philosophie“ usw.

16 Kommentare »

  1. Eine interessante Kritik von links, die ich jetzt aufstöberte:

    Immer wieder erstaunt und gleichzeitig stolz bin ich auf das durchgehend hohe Niveau der Diskussionen in diesem Forum. Solange wir die besseren Analytiker & Visionäre in unseren Reihen wissen, braucht uns vor einer Auseinandersetzung mit der altbackenen völkischen Linken nicht bange zu sein. Nur 2 Beispiele sollten das demonstieren:

    Da wäre zunächst einmal die messerscharfe Analytikerin Tanja Krienen, die auf ihrer Website immer wieder durch stichhaltige Argumentation, gepaart mit brilliantem Wortwitz zu überzeugen weiß. Dabei versteht sie es immer wieder, ihre Leser aus altangestammten Denkkorridoren auf neue Erker der Erkenntnis zu führen. Während israelfeindliche Kräfte an der eurozentristischen neuen Weltmacht schmieden, pinkelt Tanja Krienen ihnen argumentativ gelungen an den von antiamerikanischem Rost zerfressenen Amboß. Aufmerksame Leserinnen dieses Forums sollten diese Webadresse ohnehin zu ihren Favoriten hinzugefügt haben - allen anderen kann ich nur dringenden Nachholbedarf attestieren.

    Die Schlussfolgerungen und Visionen sind zugegebenermassen nicht immer ihre Stärke - doch dafür haben wir andere fähige Köpfe. Vor allem zu nennen ist hier wohl Justus Wertmüller. Schon allein der Name dieses verbalen Florettfechters ist so genial, daß er beinahe als Künstlername durchgehen könnte: Der Autor überzeugt vor allem immer dann, wenn es darum geht, die überkommenen nationalismusorientierten WERTE der sogenannten Antiimperialisten argumentativ gleich Mühlsteinen zu zermahlen. Durch das Aussieben der antisemitischen Schadstoffe und das Beimengen eigener, neu kreierter visionärer Ingredenzien schafft er völlig neue Rezepte für das alltägliche Brot revolutionärer Weltanschauung. Dabei hat er es stets verstanden, seine intellektuelle Überlegenheit nicht zum Instrument persönlichen Machtzugewinns zu missbrauchen, was ihn zum Prototyp des Anti-Führers reifen ließ - ein schöneres Lob kann man glaube ich einem antideutschen Denker nicht machen…

    Kommentar von Campo-News — 11. August 2005 @ 14:36

  2. Zur Info: Gemeint ist dieses Forum:

    http://www.adf-berlin.de/wbb2/index.php

    Sozusagen das dogmatische Gegenstück zu indymedia…

    Kommentar von Anonymous — 11. August 2005 @ 15:38

  3. Danke für den Hinweis. Aber hast du eine Ahnung, warum Tanja Krienen trotz “messerscharfer Analysen” und obwohl sie “immer wieder durch stichhaltige Argumentation, gepaart mit brilliantem Wortwitz zu überzeugen weiß”, dann doch nicht sorecht “Schlussfolgerungen und Visionen” zu bieten hat?

    Hamburg (ots) - In den ostdeutschen Bundesländern kommen nach
    einer neuen Studie des niedersächsischen Kriminologen Christian
    Pfeiffer, die der ZEIT vorliegt, prozentual deutlich mehr Kinder im
    Alter unter sechs Jahren durch Mord oder Totschlag ums Leben als im
    Westen. Die Statistik für die Jahre 1995 bis 2004 weist im Westen
    durchschnittlich 1,08 Totschlagsopfer unter sechs Jahren pro 100 000
    Einwohner dieser Altersgruppe aus, im Osten liegt die Zahl fast
    dreimal so hoch, bei 2,9.

    Bei Mordfällen an Kindern unter sechs Jahren liegt die
    Durchschnittsquote der Jahre 1995 bis 2004 bei 0,46 im Westen und bei
    0,72 je 100 000 Kinder unter sechs Jahren im Osten, also auch hier
    deutlich höher. Noch dramatischer fallen die Unterschiede in der
    Statistik aus, wenn man ausschließlich die Situation vor zehn Jahren,
    also 1995, betrachtet: Damals standen 0,47 Mordopfer je 100 000
    Kinder unter sechs Jahren im Westen 1,36 Opfern im Osten gegenüber.

    In den vergangenen Tagen hatte die Tötung von neun Neugeborenen
    durch die Mutter im Land Brandenburg eine Diskussion über dieses
    Thema ausgelöst.

    Kommentar von Campo-News — 11. August 2005 @ 16:00

  4. Aus der SÜDDEUTSCHEN von heute:

    Links wählen, konservativ denken

    Die neue Linkspartei stellt nicht nur für die SPD eine Gefahr dar, auch das rechte Lager muss um stimmen bangen. Lafontaines Parolen sprechen nicht nur Unionswähler an, sondern könnten auch der NPD gefährlich werden.

    Die neu gegründete Linkspartei könnte für die CDU ebenso gefährlich werden wie für die SPD. Denn sie spricht mit ihren Parolen Wähler an, die bisher häufig die Union wählten und eigentlich in stark konservativen Mustern denken. “Auch die CDU muss Angst vor der Linkspartei haben”, sagt deswegen der Bielefelder Soziologieprofessor Wilhelm Heitmeyer.

    Für sein Forschungsprojekt “Deutsche Zustände” erhebt Heitmeyer jedes Jahr die politische Einstellung von 1700 repräsentativ ausgesuchten Deutschen. Davon gaben dieses Jahr etwa acht Prozent an, sie könnten sich vorstellen, die Linkspartei zu wählen. Die Einstellung dieser Personen aber ist laut Heitmeyer alles andere als links. “Sie fühlen sich in der Mitte, wählen das linke Etikett, denken aber in Wirklichkeit konservativ”, sagte Heitmeyer der Süddeutschen Zeitung.

    “Wir stellen bei den Befragten, die die Linkspartei wählen wollen, einen deutlichen Hang zu autoritären Mustern fest. Sie verhalten sich abwehrend gegen schwächere Gruppen und empfinden sich als auffallend fremd in dieser Gesellschaft”, sagt Heitmeyer. Diese Haltung sei hier stärker ausgeprägt als bei anderen Wählergruppen. Die Linkspartei-Wähler hielten sich oft für ungerecht behandelt und seien orientierungslos: Sie hätten das Gefühl, es werde ein Spiel gespielt, dessen Regeln sie nicht kennen.

    “Zutiefst verstörte Gesellschaft”

    Gerade bei diesen Menschen könne Oskar Lafontaine mit seinen einfachen Rezepten wie der Ablehnung der Globalisierung und der Warnung vor ausländischen Arbeitnehmern punkten. Er treffe mit seinen Versprechungen auf eine “zutiefst verstörte Gesellschaft”, die jedes Versprechen von Sicherheit gierig aufnehme. Deswegen würden die Wähler auch das völlig unrealistische Konzept der Linkspartei nicht durchschauen. Verunsicherte Menschen suchen Halt, kein Konzept”, sagt Heitmeyer.

    Ganz offensichtlich wird vor allem am rechten Rand die Linkspartei als Konkurrenz empfunden. NPD-Chef Udo Voigt hat schon vor Wochen dazu aufgerufen, rechte Kameraden sollten die linke Wahlalternative WASG unterwandern, um so den politischen Feind, der im eigenen Lager wildern wolle, in den Griff zu bekommen.

    Konkurrenz für die NPD

    Die WASG erklärte darauf, es habe zwei Fälle von Extremisten gegeben, die einen Eintritt angestrebt hätten, das habe man aber abgewehrt. Auch der Verfassungsschutz hält eine Unterwanderung der Linkspartei durch Rechtsextremisten eher für Wahlkampfgetöse. “Wir haben keine Hinweise darauf, daß eine solche Unterwanderung realistisch ist”, sagt ein hoher Verfassungsschützer.

    Doch dass die Linkspartei der NPD Wähler abjagen könnte, gilt als sehr wahrscheinlich. “Die NPD war besonders erfolgreich, als sie sich auf das Thema Hartz IV setzen konnte”, sagt der Geheimdienstler. “Das versucht nun auch die Linkspartei - sie ist damit die natürliche Konkurrenz für die NPD.”

    Der Wahlkampfleiter der Linkspartei in Sachsen, Rico Gebhardt, hat angekündigt, die Partei wolle bei der Bundestagswahl etwa 10 000 Stimmen von der NPD zurückgewinnen, die die PDS bei der Landtagswahl 2004 an die Rechten verloren habe.

    “Dieses Mal werden wir die Flanke nicht mehr freigeben”, sagte Gebhardt der Leipziger Volkszeitung. Auch der Politikwissenschaftler Peter Lösche rechnet mit einer Abwanderung von NPD-Wählern zur Linkspartei. Das rechtsextremistische Lager müsse mit einem “immensen Stimmenverlust” rechnen.

    TK: Zu der erfolgreichen “Abwehr” der Rechtsextremisten gleich noch etwas.

    Kommentar von Campo-News — 11. August 2005 @ 16:23

  5. Bei der SED/PDS begeht man im Alter von 54 bis 57 „Jugendsünden“.

    Vom DVU-Chef zum PDS-Wahlhelfer

    11.08.2005

    (JÜRGEN LAUTERBACH, MAZ) Die Linkspartei WASG fischt am extremen rechten Rand um Wählerstimmen, kritisiert die SPD spätestens nach dem “Fremdarbeiter”-Ausspruch des WASG-Chefs Oskar Lafontaine. In Brandenburg können sich die Sozialdemokraten in ihrer Einschätzung bestätigt sehen. Manfred Friedrich (58) war rund drei Jahre lang Mitglied der Deutschen Volksunion (DVU) und sogar deren Kreischef in Brandenburg. Seit diesem Sommer führt er die Linkspartei WASG und macht Wahlkampf für die PDS.
    “Ich habe einen Fehler begangen”, sagte Friedrich gestern über seine DVU-Mitgliedschaft. Seine heutigen Mitstreiter verzeihen ihm das jahrelange Engagement in der DVU, die der Verfassungsschutz als rechtsextremistisch einstuft.

    “Manfred Friedrich ist kein Rechter, wir stehen alle hinter ihm” wäscht dessen WASG-Vorstandskollege Hans-Jürgen Rettig ihn rein. Auch PDS-Chefin Petra Faderl ist nachsichtig mit dem bekehrten Rechtsextremisten in den eigenen Reihen. Sie spricht von einer “Jugendsünde” Friedrichs und lobt, dass er sich als lernfähig erwiesen und sich von der DVU abgewendet habe.

    Nach Angaben von DVU-Sprecher Bernd Dröse gehörte Friedrich seiner Partei von 2000 bis Anfang 2004 an. Dann wäre Friedrich als DVU-Mitglied für die Brandenburger Wählerinitiative “Wirtso” bei der Kommunalwahl 2003 angetreten. Friedrich bestreitet dies. Er sei schon nach einem Knatsch in der DVU im Sommer 2003 ausgetreten.

    Als er im Jahr 2000 arbeitslos geworden sei, habe er eine politische Heimat gesucht, versucht Manfred Friedrich seinen Wechsel von der extremen Rechten zur Linkspartei zu erklären. Den etablierten Parteien habe er im Unterschied zur DVU nicht zugetraut, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Vorsitzender sei er “nur auf dem Papier gewesen, weil einer da sein musste”. Sein DVU-Kreisverband habe sich in Hinterstuben von Gaststätten getroffen.

    Inzwischen habe er jegliche Brücken zur DVU abgebrochen. Doch wolle er nicht im Nachhinein Dreck auf die DVU werfen, sagte Friedrich. Den Wechsel zur WASG/PDS empfindet der Gießereiingenieur, zu DDR-Zeiten zehn Jahre Mitglied der NDPD, als “nicht so groß”. Allerdings habe er seine Ansicht über Ausländer geändert. “Früher habe ich es so gesehen, dass viele Ausländer unsere Hilfe missbrauchen.” Friedrich hält sich zugute, dass er nicht umgehend die Partei gewechselt, sondern sich “in Ruhe ein neues Quartier” gesucht habe.

    Hans-Jürgen Rettig erklärt die DVU-Mitgliedschaft seines WASG-Parteifreundes mit dessen damaliger “Frusthaltung”. “Gefallen hat es mir nicht, aber solange er nicht in der NPD war, konnte ich es akzeptieren.” Solange Friedrich keine rechtsextremen Inhalte verbreite, könne sie mit dessen Vergangenheit umgehen, sagt PDS-Chefin Faderl.

    Quelle: MAZ

    TK: Wie sollen diese Typen der „Nationalen Front der DDR“ aus der ALLE stammen, wissen, was rechte Inhalte sind? Sie sind von Natur aus so rechts, dass daneben nicht mal die NPD Platz hat. Ich kann nicht umhin noch einmal in aller Deutlichkeit sagen, dass sich jetzt zeigt, was außer mir nur wenige andere Leute über die Jahre hinweg analysierten. Noch vor einem Jahr haben mir im alten CAMPO-Forum bessere User vehement widersprochen, als ich auf die absolute Kompatibilität des scheinlinken und des rechten Milieus hinwies.


    Ulbricht und Nasser: Freundschaft und Solidarität

    Aus meinem Gerhard Bronner-Portrait:

    Gamal Abd el Nassers Panislamismus werteten Bronner & Wehle sehr früh als große Gefahr für den Staat Israel, und sangen fünf Jahre VOR dem Sechs-Tage-Krieg, im Song “Echo aus Arabien“

    “Ja, er löst mit jeder Rede seiner Völker Krampf: a` Krampf!
    Und er hat ein Vorbild bei dem ungestümen Kampf: Mein Kampf!
    Und es gibt ein Fazit nur:
    Alle Welt ist Nasser-freundlich, übersieht die Nazi-Tour“
    Nasser sagt: Ich gebe immer nach wie ich beton: Beton!
    Mich stört auf der Welt nur eine einzige Nation: Zion!
    Lange schon hängt der Weltenfrieden, hier an einem sehr gut geölten Hahn.
    Nasser sagt: Ich hab mich entschieden, dass ich nur nationale Wege fahr: Gefahr!“

    Kommentar von Campo-News — 11. August 2005 @ 17:49

  6. Wenn viele DDR-Bürger auf ihren verflossenen Staat zurück blicken, schönen sie nicht selten. Wie es wirklich war, habe ich vor knapp einem Vierteljahrhundert bei meinem Austritt aus der DKP eingehend beschrieben. Mein Austrittsschreiben kreist im Wesentlichen um die Zustände in der DDR - hier ein paar Passagen:

    Da wäre als wichtigster und erster Punkt, das allseits bekannte blinde Verhältnis der Deutschen Kommunistischen Partei zum sog. real existierenden Sozialismus. Nicht das ich grundsätzlich etwas gegen diese Defensivformel scheinsozialistischer Umgestaltung hätte, nein, vielmehr habe ich etwas gegen eben jenen Scheinsozialismus selbst, der mit platten Phrasen künstlich einen revolutionären Anstrich erhält.

    Aber ja, - die DDR ist revolutionär!

    Die Intershops sind revolutionär, - weil man dort die schmarotzende, dekadente westliche Welt nicht nur sehen, sondern auch noch kaufen kann (natürlich gegen schmarotzende, dekadente Westdevisen).

    Die 42 1/2 Stundenwoche ist revolutionär, -weil sie dem Klassenfeind tagtäglich zeigt, dass die Mehrwerttheorie eben nur eine Theorie ist.

    Das stundenlange Warten vor Restaurants ist revolutionär, - weil dadurch der Mangel rationeller verwaltet, die Solidarität unter den Leuten gefördert und das Ellenbogenverhalten ganz sicher gemindert wird.

    Der Mangel an Lebensmitteln (sprich Luxusgüter) ist wiederum revolutionär, - weil man ohne das Empfinden des Mangels gar nicht mehr wüsste, wie viel Luxus schon vorhanden ist!

    Die dreckigen Toiletten sind revolutionär, - weil der westliche ausländische Nichtdeutsche nicht glauben soll, alle Deutschen wären penibel sauber.

    Die niedrigen Renten sind revolutionär, - weil die Alten (sprich nichtproduktive Kräfte), gerne in den Westen abhauen dürfen, um die revolutionären Neuigkeiten im Westen anzuwenden und den Imperialismus damit zu zersetzen.

    Die Kindererziehung ist revolutionär, - weil auch Kinder schon über die marxistisch-leninistische Ästhetik des Krieges frühzeitig etwas erfahren sollen.

    Der Zustand der Häuser ist revolutionär, - weil Hausbesetzer angesichts der Fülle zu besetzender Häuser völlig frustriert aufgeben und Wohnsilos (Neubaugebiete), ohnehin praktischer, kostengünstiger, quadratischer.. - eben so richtig DDR-revolutionär sind.

    Die Behandlung der DDR-Bürger im sozialistischen Ausland als Bürger zweiter Klasse ist revolutionär, - weil Devisen eben Devisen sind!

    Das Herausstehlen von Waren aus Paketen, wohlgemerkt auch Waren, die man im Intershop erwerben kann, ist revolutionär, - weil …. siehe oben.

    Die verwahrlosten asozialen Ferienlager sind revolutionär, weil man als Ausländer in einem DDR-Ferienlager einen hervorragenden Eindruck der gesamtgesellschaftlichen Zustände in kompakter Form dargeboten bekommt.

    Dass DDR-Bürgern die Rechtsanwaltlaufbahn verweigert werden kann- wenn ein Verwandter im Westen wohnt, ist revolutionär, - weil die Propaganda der 100 Milliarden Mark Schaden durch Abwanderungen spezialisierter Arbeitskräfte immer noch gefressen wird und somit zur Stabilisierung der DDR beiträgt.

    Dass die meisten Qualitätsprodukte exportiert und deshalb von der eigenen Bevölkerung nicht gekauft werden können ist revolutionär, - weil die Bevölkerung daraufhin neue Gegenpläne erstellt. um die Vorjahreszahlen zu erhöhen, damit noch mehr Waren exportiert werden können, die wiederum auch nicht in den landeseigenen Geschäften auftauchen!

    Ihr könntet ja nun fragen, was denn dieses alles mit der DKP zu tun hat?! Die Antwort darauf ist ganz einfach: Weil Ihr den ganzen Kram verteidigt! Ihr sagt dann, es gäbe sicher einige “Einzelerscheinungen’ in der DDR, die Euch auch nicht passen, große Ganze’ wäre doch in Ordnung. Ich jedoch möchte diesen Satz umdrehen behaupten, dass das “große Ganze” einen Dreck wert ist, wenn nicht die elementarsten Bedürfnisse der Menschen befriedigt werden können.

    Der Gipfel der Lächerlichkeit wurde erreicht, als man DDR-Bürgern einen Aufnäher von der Jacke riss, auf dem ein sowjetisches Geschenk (!) an die UNO abgebildet ist (SCHWERTER ZU PFLUGSCHAREN, Anmerkung T. K. 2001). Ich befürchte beinahe, dass so etwas nur in einem Land möglich ist, in dem selbst der Text der eigenen Nationalhymne nicht gesungen werden darf. Doch die DKP schafft es, verkrampft hier “Frieden schaffen ohne Waffen” und da “Der Frieden muss bewaffnet seid’ zu verkünden. Die Rolle der DKP in der Friedenbewegung ist deshalb heuchlerisch, weil sie sich in der BRD gegen schleichenden Militarismus wendet, in der DDR aber militaristische Erziehung im Kindesalter für korrekt hält. Das Verhalten der DKP in der Friedenbewegung, obwohl ich hierbei nur ein paar herausstechende Fakten angeführt habe, ist somit der zweite Kritikpunkt.

    So komme ich zum letzten, besonders hervorzuhebenden Kritikpunkt an der DKP, den man überschreiben könnte: Mysthische Verklärung des Faktors Arbeit! Vor wenigen Stunden hätte ich das Wort mystisch vielleicht in meiner Polemik weggelassen, doch da gelangte ein Artikel mitsamt der UZ auf meinen Mittagstisch, - ein Report: 7000 km durch Jakutien, dritter Teil eines Berichtes des Korrespondenten Helmut Weinand, mit der Überschrift “Wie die Söhne der Nomaden heute leben”. Dieser “interessante” Artikel über das tapfere kleine Völkchen der Ewenen, das, wie eindringlich geschildert wird, sein heutiges Dasein nur dem Sieg der großen sozialistischen Oktoberrevolution zu verdanken hat, dieses kleine Volk also, zeigt uns, wie der Faktor Arbeit, die Lebenserwartung steigen lässt! Die 28-jährige Ärztin Olga Starostina, aus dem Ort Topolino, in dem Dank der sozialistischen Gesellschaft jetzt sogar die Wölfe mit Helikoptern vertreiben werden, sagt uns als Fachärztin für innere Medizin und Mutter zweier Topolinos, angesichts des Umstandes, dass die Menschen hier vor der Revolution nur 22 Jahre und nun 70 Jahre im Schnitt werden:

    “Es ist die Arbeit! Die Arbeit und ein ausgefülltes Leben in der freien Natur. In unserer Sowchose gibt es nur alle Arbeit. Vertane Zeit kennen wir nicht! Und wer will kann auch noch mit 90 zupacken.” Ich rechne: 65 Jahre Oktoberrevolution - 90 minus 22 - macht 25. Der Mann hätte bei Ausbruch der Oktoberrevolution schon 3 Jahre tot sein müssen! Wenigstens im Schnitt…

    Aber deshalb heißt es wohl im Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie, unter dein Stichwort “Charakter der Arbeit”: Mit dem Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus nimmt die Arbeit allmählich kommunistischen Charakter an, d.h. sie wird zum ersten Lebensbedürfnis des Menschen!”

    Ihr werdet nun wieder sagen, dass alles, was Du bisher geschrieben hast, ist doch durchdrungen vom Antikommunismus. Nun. wenn das, was Ihr vertretet, die kommunistische Ideologie ist, dann bin ich in der Tat Antikommunist. Geworden! Bei meinem Eintritt in die DKP habe ich ihren Standpunkt geteilt, und dieses sogar manchmal ziemlich blauäugig. Wer hat mich also zum “Antikommunisten” gemacht? Wer hat überhaupt die gesamte Bevölkerung zu “Antikommunisten” gemacht? Ist daran nur die Meinungsmanipulation des Großkapitals schuld, wie es auf Seite 29 im DKP-Programm steht? Noch mal aus dem Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie, Stichwort “Antikommunismus”: Wesenszug der imperialistischen Ideologie und Politik, der alte ihre Formen durchdringt. So einfach ist das!

    Weiter heißt es in dem Buch: “Die antikommunistische Propaganda bedient sich dabei mit Vorliebe revisionistischer und sozialdemokratischer Theorien (vom freiheitlichen, demokratischen, menschlichen Sozialismus). Eine zentrale Rolle spielt der Pluralismus, als eine Theorie, die .. die einheitliche marxistisch-leninistische Weltanschauung mit bürgerlichen Theorien durchsetzt.. um die Einheit der sozialistischen Weltbewegung zu zerstören.” Unter dem Stichwort des bösen Pluralismus liest man dann: “Einen besonders ausgeprägten Charakter besitzt der Pluralismus in der Ideologie des Sozialdemokratismus. Im gegenwärtigen Revisionismus bildet die Pluralismuskonzeption in weltanschaulicher, politischer und ökonomischer Hinsicht ein konzeptionelles Zentrum der Verfälschung und Revision des Marxismus-Leninismus sowie des antikommunistischen Angriffs auf den Sozialismus. Die revisionistischen Auffassungen vom ideologischen, politischen und ökonomischen Pluralismus, richten sich gegen die einheitliche Theorie des Marxismus-Leninismus, gegen die Einheit und Geschlossenheit der kommunistischen Weltbewegung, gegen die führende Rolle der Arbeiterklasse, gegen den demokratischen Zentralismus, gegen die sozialistische Planwirtschaft und hat daher seinem politischen Inhalt nach, faschistischen Charakter.”

    Nein, ich gebe zu, ich habe jetzt ein bisschen geflunkert. Der letzte Satzteil, der mit dem Faschismus, ist von mir frei erfunden, wie leben ja nicht vor 33, da hätte man so etwas vielleicht noch geschrieben. Heute heißt es jedoch - wieder das vielzitierte Wörterbuch: “… und hat daher seinem politischen Inhalt nach imperialistischen Charakter:” So ändern sich die Zeiten!

    Kleine polemische Überlegung zwischendurch: Da die DKP, die einzige marxistisch-leninistische Kraft in der BRD ist, so haben demnach alle anderen politischen Parteien (auch die SPD, die Grünen, die DS u.a.) ihrem politischen Inhalt nach “imperialistischen Charakter’. Nur die 0,2 %-Partei hat die Wahrheit gepachtet. Einsam und allein schwimmt sie gegen den Strom! Entschuldigung, aber auch dieser Vergleich ist nicht von mir. Er stammt vom Vorsitzenden (Herbert Mies, Anmerkung T. K. 2001) selbst, der auf der Landesmitgliederversammlung in Mühlheim/Ruhr, anlässlich der Eröffnung des Bundestagwahlkampfes 1983, in seiner Rede wörtlich sagte: “Ja, liebe Genossinnen und Genossen, in Zeiten, da wir zeitweilig (!) gegen den Strom schwimmen müssen, brauchen wir bei uns, brauchen wir in der Partei die Stimmung: Jetzt erst recht! Da brauchen wir die Rückbesinnung auf den Geist Karl Liebknechts: Trotz alledem!”

    Trotz alledem? Trotz der historischen Fehler, die von Kommunisten begangen wurden? Trotz der zweideutigen Politik der DKP? Trotz des allgemeinen Misserfolges? Oder trotz des bösen Antikommunismus”, der von allen Seiten rücksichtslos und ungeachtet des objektiv richtigen historischen und dialektischen Materialismus, auf die DKP einschlägt? Aber wie dem auch sei, Herbert Mies hat recht: IHR SCHWIMMT GEGEN DEN STROM!

    Abschließend bleibt festzustellen, dass ich der Meinung bin, mit dieser DKP gemeinsam keinen Schritt mehr gehen zu können. Ich sage der DKP ferner voraus, wenn sie sich nicht ändert, ist sie zum Untergang verurteilt! Derweil kann ich nur hoffen, der berechtigte Protest in der Gesellschaft, möge sich nicht in den Irrweg DKP kanalisieren lassen! Ich möchte, da ich am Ende meiner Austrittserklärung angelangt bin, nur noch darauf hinweisen, dass ich bis zum Jahresende 1982 meinen Mitgliedsbeitrag voll bezahlt habe und somit meinen finanziellen Pflichten gegenüber der Partei nachgekommen bin. Das Mitgliedsbuch habe ich beigelegt.

    Mit freundlichen Grüßen
    T. Krienen

    P.S. Zwischenzeitlich bin ich einer Partei mit imperialistischem Charakter beigetreten, sie führt sogar frech eine revisionistische Bezeichnung: Demokratische Sozialisten!

    Der Lachende
    Hat die furchtbare Nachricht
    Nur noch nicht empfangen

    B. B.

    Herbst 1982

    Kommentar von Campo-News — 12. August 2005 @ 06:32

  7. Und was sagt die Titanic?

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,369294,00.html

    Kommentar von Campo-News — 12. August 2005 @ 08:16

  8. “Wie sollen diese Typen der „Nationalen Front der DDR“ aus der ALLE stammen, wissen, was rechte Inhalte sind? Sie sind von Natur aus so rechts, dass daneben nicht mal die NPD Platz hat. Ich kann nicht umhin noch einmal in aller Deutlichkeit sagen, dass sich jetzt zeigt, was außer mir nur wenige andere Leute über die Jahre hinweg analysierten. Noch vor einem Jahr haben mir im alten CAMPO-Forum bessere User vehement widersprochen, als ich auf die absolute Kompatibilität des scheinlinken und des rechten Milieus hinwies.

    … Gamal Abd el Nassers Panislamismus …”

    Bemerkenswert, wie TK verhaßte posttotalitäre (Partei-)Linke (der sie selbst bis 1999 [!] angehörte) mittlerweile für Ultrarechte erklärt werden (also gemäß “klassisch”-antifaschistischer Terminologie desavouiert) werden, während der säkulare arabische Nationalist Nasser zum “Panislamisten” mutiert.

    Kommentar von Digenis Akritas — 12. August 2005 @ 23:37

  9. Du scheinst mal wissen nichts über die Feinde Israels zu wissen, und meinst, allein der Fakt, dass sie keine extremen Religiösen, sondern nur normale Antisemiten waren oder sind, mache hier einen Unterschied.

    Und was war bei TK vorher? Die “Schnuppermitgliedschaft” in der PDS (Mai 1998 bis März 1999 - also zehn Monate), reichte mir, um zu wissen, was organisierte Polit-Kriminalität ist.

    TK

    Kommentar von Campo-News — 13. August 2005 @ 10:31

  10. Wie ich bereits in den Äußerungen zu Beckstein sagte - die nur ein verbohrter Linker leugnen kann - die Versammlungsfreiheit existiert für Konservative schon lange nicht mehr:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,369191,00.html

    Kommentar von Campo-News — 13. August 2005 @ 12:21

  11. “Du scheinst mal wissen nichts über die Feinde Israels zu wissen, und meinst, allein der Fakt, dass sie keine extremen Religiösen, sondern nur normale Antisemiten waren oder sind, mache hier einen Unterschied.”

    Mit dem Amtsnachfolger Nassers konnte Israel, nachdem Ägypten im Yom-Kippur-Krieg eine weitere Niederlage erlitten hatte, einen Frieden auf der Grundlage einer gegenseitigen Anerkennung der souveränen Gleichheit des jeweils Anderen aushandeln; mit Taliban-Afghanistan, den tschetschenischen Islamisten oder den iranischen Ajatollahs hingegen werden säkulare Gemeinwesen, die am Erbe der Aufklärung und der bürgerlichen Revolution festhalten, niemals “friedlich” koexistieren.

    “Und was war bei TK vorher? Die “Schnuppermitgliedschaft” in der PDS (Mai 1998 bis März 1999 – also zehn Monate), reichte mir, um zu wissen, was organisierte Polit-Kriminalität ist.”

    Auch die DKP der 1970er und 1980er Jahre war eine politkriminelle Organisation, deren Anhänger durch gewalttätige Ausschreitungen gegen politisch Andersdenkende hervortraten.

    Kommentar von Digenis Akritas — 13. August 2005 @ 22:05

  12. Ich persönlich habe nur an Aktionen gegen die NPD teilgenommen - sonst ist mir nichts bekannt. Die DKP stand damals auf viel breiteren Füßen…

    Kommentar von Campo-News — 14. August 2005 @ 16:02

  13. Der Claudia Roth - Mob hat wieder zugeschlagen:

    Der prominente Gast jedoch ließ den Adrenalinspiegel vieler Multi-Kulti-Verfechter hochschnellen: Günther Beckstein, bayerischer Innenmnister. Erst mit 40 Minuten Verspätung nach ohrenbetäubenden Trillerpfeifen-Konzert und aggressiven Tumulten von rund 400 Autonomen konnte die Veranstaltung beginnen. Eifernde Jugendliche und junge Erwachsene, darunter nur wenige Türken, schrien immer wieder: „Beckstein, hau ab.“

    Hintereingang benutzt

    Sie hatten zunächst einigermaßen friedlich gegen den Besuch des CSU-Politikers im Szenebezirk demonstriert. Dann kamen die ersten wüsten Beschimpfungen: „Hetzer und Faschist“. Unterstützt von SPD-Sympathisanten, Linken und Grünen-Anhängern, die zuvor mit Grünen-Chefin Claudia Roth durch die Oranienstraße gezogen waren, störten schließlich Autonome durch Rangeleien und Gebrüll vor dem kleinen Lokal „Hasir“ so massiv, dass der bajuwarische Wahlkämpfer das Restaurant durch den Hintereingang betrat.

    Restauranteingang hermetisch abgeriegelt

    CDU-Granden wie Berlins Fraktionsschef Frank Steffel hatten während der Warteminuten auf der Straße schon Zweifel, ob Beckstein ihnen überhaupt gegen den Rat der Polizei im Wahlkampf Schützenhilfe leisten würde. Er kam, nachdem sich acht Wannen postiert, rund 100 Beamte eingefunden und den Eingang in das „Hasir“ abgeriegelt hatten. „Solch einen Empfang hatte ich nicht erwartet. Ich hatte mit einem Gespräch unter Freunden gerechnet.“ So locker quittierte Beckstein die massiven Proteste.

    Beckstein betont jovial

    Der CSU-Politiker gab sich überhaupt betont jovial, vielleicht um die Ängste vor dem vermeintlichen Scharfmacher aus München zu zerstreuen. Immerhin hatte ihn der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde zu Berlin Tacittin Yakin (selbst CDU-Mitglied) mit freundlichen Worten begrüßt. Er erwarte mehr von einer CDU-Bundesregierung als von Rot-Grün, nur in der Frage der EU-Mitgliedschaft sei man anderer Meinung, so Yakin.

    Aus Focus-Online

    Kommentar von Campo-News — 17. August 2005 @ 07:08

  14. “Der CSU-Politiker gab sich überhaupt betont jovial, vielleicht um die Ängste vor dem vermeintlichen Scharfmacher aus München zu zerstreuen. Immerhin hatte ihn der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde zu Berlin Tacittin Yakin (selbst CDU-Mitglied) mit freundlichen Worten begrüßt. Er erwarte mehr von einer CDU-Bundesregierung als von Rot-Grün, nur in der Frage der EU-Mitgliedschaft sei man anderer Meinung, so Yakin.”

    Tatsächlich wäre es begrüßenswert, wenn sich die Außenpolitiker von CDU/CSU im Kontext ihres Konzepts einer “privilegierten Partnerschaft” der EU und der Türkei zu einer vorbehaltlosen Respektierung völkerrechtlicher Normen, auch im Hinblick auf das durch Ankara nach wie vor in radikaler Weise negierte Selbstbestimmungsrecht der griechischen Zyprioten, bekennen würden. So sehr die Standhaftigkeit der christdemokratischen deutschen Opposition (sowie der Mehrheit der EVP-Parteien) in der Verwerfung der Verheugenschen EU-Südosterweiterungskonzeption besticht, so besorgniserregend ist das Bemühen mancher Unionspolitiker, Schulter an Schulter mit Verheugen eine prinzipielle Interessenkonvergenz Deutschlands und der regierenden Kreise der Türkei zu postulieren.

    Kommentar von Digenis Akritas — 17. August 2005 @ 18:50

  15. Die Union ist überall wieder vorn, Stoibers unkonventionelle Taktik ist erfolgreich - die schweigende Mehrheit scheint ihm Recht zu geben -
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,370167,00.html

    TK

    Kommentar von Campo-News — 18. August 2005 @ 07:55

  16. Nicht nur Honecker, auch Krenz - https://www.tag24.de/nachrichten/heidenau-egon-krenz-drogen-muehle-autogramme-ddr-sed-rede-283575

    Kommentar von Campo-News — 6. Juli 2017 @ 16:33

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.

kostenloser Counter

Weblog counter