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12. März 2015

Henkersmahlzeit für „Rechte“

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 16:16


Obwohl 1995/96 entstanden, habe ich den Film „Last Supper - Henkersmahlzeit“, der sich mit der klassischen politischen Korrektheit beschäftigt, erst jetzt bei Sky gesehen. Ihn zu lobpreisen, wäre noch untertrieben (aller Fehler zum Trotz), denn:  eine „schwarze Komödie“ ist das nicht wirklich, obwohl ja schwarze Komödien auch ihren Reiz haben, sondern ein Stoff, der Grundsätzliches behandeln und eher an der Philosophie kratzt.

Fünf linke Studenten (u.a. Cameron Diaz in ihrer erst zweiten Rolle), die in den USA „liberal“ geheißen werden, töten einen LKW-Fahrer, der sich patriotisch und verschwörerisch äußerte, während eines handfesten Streites. Nach einem kurzen Schock ziehen sie den Schluss, alles sei nicht so schlimm da es den richtigen traf und vergraben den Mann hinter dem Haus. Sie debattieren nun, wie sie weitere Reaktionäre töten könnten, wenn sich diese in ihrem Beisein nicht politisch korrekt äußern sollten. Ihre Überlegungen kreisen um die Vorstellung, wie es wäre mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1909 zu reisen, um Hitler vor seinem Aufstieg töten zu können. Jeder Rechte könnte ein Hitler werden und tendenziell einer sein und so legitimieren sie ihr Auswahlverfahren.

Sie laden zum Essen ein und verabreichen einen vergifteten Wein. Nach und nach töten sie so einen Pfarrer (Charles Durning), der sich negativ über Homosexuelle äußert und AIDS als Folge ihres Treibens bezeichnet, eine Frau, die sich in der Anti-Abtreibungsbewegung engagiert, einen Mann, der ein klassisches Frauenbild vertritt oder jemanden, der die Klimaerwärmung, die 1995 noch „Treibhauseffekt“ hieß infrage stellt und jemanden, der schlicht nur ein „reaktionäres“ Verständnis von Kunst und Literatur äußert. Selten werden wirklich skandalöse Einstellungen vertreten, sondern nur dem linksliberalen Zeitgeist, der in Wirklichkeit ein ultralinker ist, widersprochen und nur Einsprüche formuliert oder ein eigener und anderer Standpunkt vertreten. Doch wer sich nicht für das massenhafte Töten von ungeborenen Kindern ausspricht u.ä. ist ein Rechter, ein latenter zweiter Hitler und muss also sterben, weil man halt „gut“ ist, wenn man Föten töten will.

Sie steigern sich in eine Mordlust hinein, wobei der negroide Student besonders hervorsticht und sogar eine ermittelnde Polizistin umbringt. Interessant, wie zum Beispiel eine 17jährige, die sich für die Liebe erst nach der Eheschließung einsetzt, von dem Strafgericht der versammelten „Linksliberalen“ inquisitorisch befragt wird und die Gruppe dabei das gleiche Argumentationsmuster anwendet, wie der zuvor als „Macho“ getöteter. Das Mädchen wird dennoch nach einer längeren Diskussion beinahe verschont, als sich erste Differenzen in der Bewertung zeigen.

Der Höhepunkt soll die Tötung des bekannten reaktionäre Fernsehmoderator (hervorragend Ron Perlman) sein, der sich in seinen Sendungen für eine Wiederkehr der Reagan/Bush-Ära ausspricht, anti-feministische Bemerkungen macht und die Linke auf allen Ebenen ideologisch angreift. Er aber entpuppt sich beim Dinner aber als eloquenter, eher libertärer Typ, der auch augenzwinkernd zu verstehen gibt, die Menschen draußen solle man nicht so ernst nehmen und sein Part wäre es lediglich einen Ausgleich vorzunehmen, damit sich rechts und links die Waage hielten. Entschieden würde sowieso in der Mitte, nicht auf den Flügeln des Spektrums. Die Gruppe zieht sich verstört zur Beratung zurück. Nur der negroide Student beharrt auf die Tötung des Moderators, der sich seiner Meinung nach verstellt. Währenddessen entdeckt der Fernsehmann den vergifteten Wein und die Gräber der Getöteten. Die Studenten erscheinen wieder und der Moderator spricht einen Toast auf alle aus. Die Gläser der Studenten hatte er in ihrer Abwesenheit mit dem tödlichen Gift präpariert. Tja. Und die Moral: Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg auch keinem andern zu.

https://www.youtube.com/watch?v=jNPSHydODoI

15 Kommentare »

  1. Sehr sehr sehr gut, und - er hat es überlebt - http://blogs.faz.net/whatsleft/2015/03/09/links-wo-das-herz-schlaegt-20/

    Kommentar von Campo-News — 13. März 2015 @ 17:01

  2. Und jene korrespondieren mit denen die sie hassen: “Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke, nichts ist uns verhaßter als der rechts stehende nationale Besitzbürgerblock” (Zitat Dr. Joseph Goebbels in “Der Angriff”, Berlin, Ausgabe vom 6. Dezember 1931)

    Kommentar von Campo-News — 20. April 2015 @ 07:29

  3. https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/beifall-fuer-die-poebler/

    Kommentar von Campo-News — 21. April 2015 @ 10:02

  4. http://sciencefiles.org/2015/04/24/gesinnungs-schulunterricht-warum-politiker-die-besseren-menschen-sind/

    Kommentar von Campo-News — 27. April 2015 @ 09:46

  5. Ja ja die Linksliberallalalen. Es gibt wohl in keiner politischen Gruppe derartig INTOLERANTE Leute, die über eine so schmale Bandbreite in der politischen Anschauung verfügen. Sie vertragen rein gar nix. Heute entfreudete sich ein besonderer Fall eines Facebook-Exemplares. Mein Gedankenverbrechen: ich hatte aus meiner Sicht die objektiv zu konstatierende Überfremdung der Fußball-Bundeliga thematisiert, worauf ich den obligatorischen Vorwurf, ich sei “braun” (unter dem es die Liberallalalisten nicht machen), mit einem Artikel über Ottmar Hitzfeld konterte, der sich ebenfalls über die Entwicklung beim FC Bayern negativ ausließ und forderte, es müsse deutsch gesprochen werden. Draufhin folgte die Entfreundung des Antideutschen. Sie hassen halt alles was in diese Richtung geht, es ist stets als ein absoluter Lackmustest anzusehen: man kann in tausend Fragen mit einem Liberallalalisten übereinstimmen, äußert man aber irgendwie etwas, das in die Richtung des Patriotischen, Nationalen oder ansatzweise Anti-Multi-Kulti geht, wird er die braune Keule auspacken, mit der er jeden rot zu schlagen gedenkt. Dabei bin ich gar kein versimpelter nationaler Mensch, sondern definiere mich immer über die Kultur, die ich allerdings doch sehr in Gefahr sehe. Wie dem auch sei: solche Facebook-”Freunde” artikulieren selten inhaltliche Einsprüche in klarer Form, weil dann ihre dumpfe Gesinnung greifbar würde, sondern mäkeln versteckt und entfreunden sich still und leise. In solchen Fällen kann man sich nur des Liedes “Frag nur dein Herz” von Roy Black erinnern:

    Ich geh´singend durch die Straßen
    Mit dem Glück bin ich per du
    Hat ein Mädchen mich verlassen
    Lacht mir schon die andere zu

    Außerdem gilt das, was in diesem schönen Lied, das ich seit 1972 in meiner Schallplattensammlung habe, anklingt *sing* -

    Ich habe die ganze Welt schon gesehen
    Als Junge zog ich hinaus
    Von Hongkong bis Moskau, von Rio bis Alaska
    Überall war ich zu Haus.
    Ich habe die höchsten Berge gesehen
    Die Ozeane und den Wüstensand
    Und so manches schöne Mädchen reichte mir zum Abschied
    Unter Tränen seine Hand.
    Und in der Heimat, ja, da ist es doch am Schönsten
    Wo meine Wiege stand, wo ich gespielt als Kind
    Und in der Heimat, ja, da ist es doch am Schönsten
    Hier wo auch Vater und Mutter zu Hause sind.
    https://www.youtube.com/watch?v=nIdRwxHJJFA

    Kommentar von Campo-News — 16. August 2015 @ 10:41

  6. “Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“, sagte Valentin. Aber nun habe ich etwas entdeckt, wie ich mir das Leben viel leichter machen kann. Ich plagiiere! Yes! Der Kurzinhalt für ein Theaterstück sieht demnach so aus: Gregor Gysi, Jakob Augstein, Brigitte Mohnhaupt, Konstantin Wecker, Jürgen Todenhöfer und noch ein paar andere mehr kommen als Zombies auf die Bühne. Als untote Geister jagen sie mit ihrem Gedankengut Menschen Angst und Schrecken ein und wollen die Leute manipulieren und instrumentalisieren. Die namentlich erwähnten Personen werden mit Fotos, in denen die Augen ausgeschossen sind, ganz konkret auf die Bühne gebracht. In der Performance müssen sich Menschen gegen diese Wesen und deren Gedankengut wehren. Dabei fallen Sätze wie: „Der müsste man in den Kopf schießen“. Ich bin mir zwar nicht so sicher, ob sich Zombies wirklich durch Kopfschüsse endgültig begraben lassen, aber egal, das Theater hat eine eigene Logik.

    Der eigenen Theaterlogik folgt auch die dramatische Begründung für die krasse Darstellung der Genannten. Ich schreibe mal wieder ab, vom Programmheft: Denn „auf diesem Nährboden folgen Gedanken und Worten bald Taten, werden Journalisten angepöbelt, wird öffentlich zu Hass und Gewalt aufgerufen, wurden Politiker angegriffen …“. Wenn Sie an dieser Stelle die Lektüre abbrechen möchten, würde ich Ihnen das nicht verübeln, denn irgendwie klingt nun gar nichts mehr logisch, nicht mal mehr theaterlogisch. Erlauben Sie mir, das noch einmal zu ordnen: Da gibt es ganz gefährliche Menschen mit einem ganz gefährlichem Gedankengut. Sie sind geistige Brandstifter. Deshalb muss man sie bekämpfen. Brandstifter bekämpft man am besten damit, wenn man sie selbst auf einen Scheiterhaufen stellt und die Mitmenschen zum Zündeln beziehungsweise zu Kopfschüssen und Augenausstechen auffordert. Ist die Logik nun einleuchtend genug? Nein? Dann sehen Sie doch bitte einmal in ganz normalen Online-Foren, auf Facebook oder im Justizministerium um. Es herrscht Konsens darüber, dass es intellektuelle Scharfmacher gibt, die mit ihren Worten zündeln und damit Extremisten und deren Taten zu verantworten haben.

    Sie finden mein skizziertes Stück einfach bloß geschmacklos? Sie wenden ein: Also auch wenn ich die politische Meinung von Wecker, Gysi und Todenhöfer nicht teile, kann man die Leute doch nicht so entmenschlicht als Zombies darstellen und zu Kopfschüssen aufrufen! Sie empören sich: „Man kann doch eine RAF-Terroristin wie Mohnhaupt, die Menschen auf dem Gewissen hat, nicht mit einem linken Politiker wie Gysi gleichsetzen, auch wenn ich ihn zum Kotzen finde.“ Sie sagen: „Das geht jetzt aber wirklich zu weit, Linke allesamt in so einen Sack zu stecken.“

    Ich gebe Ihnen recht, aber ich bin fein raus – ich habe nur abgeschrieben! Und zwar von dem Stück „Fear“, das Falk Richter gerade auf die Berliner Schaubühne gebracht hat. Der gesamte Inhalt ist plagiiert – nur die Protagonisten ausgetauscht. Statt der von mir Genannten tauchen in dem staatlich subventionierten Werk unter anderem folgende Zeitgenossen auf: Birgit Kelle, Beatrice von Storch, Beate Zschäpe, Hedwig von Beverfoerde, Frauke Petry, Gabriele Kuby, Eva Herrmann und Bettina Röhl.

    Sie fragen sich vielleicht, warum jetzt genau diese Leute? „Alles braune Soße“ gibt das Stück selbst zur Antwort. Alle mal schnell in eine Suppe mit der mutmaßlichen NSU-Mörderin Zschäpe geworfen und mit Theater-Zuckercouleur braun verrührt. Eigentlich hätte das Stück ja auch „Hässliche Frauen“ heißen sollen, aber dann entschied man sich wohl dafür, dass die einheitliche braune Soße doch besser zieht als bloß Kritikerinnern von Gender Mainstreaming auf die Bühne zu bringen. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hetzen_fuer_anfaenger_und_mutlose_2_so_ein_theater

    Kommentar von Campo-News — 20. November 2015 @ 14:46

  7. Irgendeine Situation ist unerträglich geworden und hat die Metamorphose ausgelöst. Nun schwingt sich der Reaktionär auf zur Suche nach einer besseren Welt. So wie sie vielleicht mal war, doch er kann sich nicht richtig erinnern, vor seiner Verwandlung hatte er seine Umwelt ja nur schemenhaft wahr genommen. Da schien ihm alles in Ordnung. Da muss alles in Ordnung gewesen sein, sonst wäre seine Erweckung ja viel früher geschehen, sonst wäre er vielleicht als Reaktionär geboren worden.

    Den meisten Mitmenschen erscheint der Reaktionär nun als einer der die Vergangenheit wieder herstellen möchte. Die Zeit in der alles in Ordnung schien. Doch dieser Eindruck täuscht, der Reaktionär weiß, dass er seine Metamorphose nicht rückgängig machen kann. Er möchte es auch nicht, eine Rückverwandlung würde ihn ja in diesen überwundenen schlafwandlerischen Zustand versetzen. Nein, der Reaktionär lebt ganz in der Gegenwart, nur möchte er herausfinden, was genau der Anlass seiner Verwandlung war. Dies ist der Punkt, an dem offensichtlich wurde, dass etwas schief läuft, und darauf reagiert er. In der Vergangenheit gräbt er nur, um herauszufinden, ab wann etwas aus dem Ruder gelaufen ist, um es klarer benennen zu können. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_reaktionaer

    Kommentar von Campo-News — 1. Dezember 2015 @ 16:31

  8. Typischer Quatsch, abgesehen davon, dass Woody Allen mit einer Asiatin verheiratet ist - Und auf die Idee, dass sich Margaret Cho selbst zensieren würde, käme eh niemand, denn Cho schießt in alle Richtungen. Nach rechts: “[Die rechtskonservative Kommentatorin] Ann Coulter soll trans sein, aber das stimmt natürlich nicht. Dafür ist sie eine viel zu große Fotze.” Wie nach links: “Ich halte Woody Allen für einen inzestuösen Pädophilen und sage das auch offen. Wovor soll ich Angst haben? Dass er mich nicht besetzt? Er hat ja eh keine Asiatinnen in seinen Filmen, Emma Stone zählt schließlich nicht. Ich habe höchstens Angst, dass er mich auch adoptieren möchte.” http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/margaret-cho-ich-habe-die-welt-veraendert-a-1065907.html

    Kommentar von Campo-News — 6. Dezember 2015 @ 07:40

  9. Matthias Bornhorst Liebe Birgit Kelle. Mal ganz im Ernst: Ein lustiger Vogel namens Mathias Weidner, der eines Tages aufwachte und beschloss, den Rest seines Lebens mit etwas möglichst Blödsinnigem und Sinnlosem zu vergeuden, also mit Gender Studys, um so auch der Gefahr zu entgehen, seinen Lebensunterhalt jemals mit ehrlicher oder gar noch wertschöpfender Arbeit zu verdienen, pöbelt Dich von ganz unten an? Ich vermute mal, dass Du den Spaßvogel hier zur allgmeinen Belustigung teilst und nicht, damit er eine ernsthafte Replik auf seine völlig hirnentkernten Aussagen erhält?
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    Tanja Krienen
    Tanja Krienen Sie unterschätzen die Wirkung dieser schrägen “lustigen Spaßvögel” wie Sie diese minimalisierend nennen. Das wäre zu ertragen, aber selbige gegen den kakophonischen Ton an.

    Kommentar von Campo-News — 21. März 2016 @ 16:12

  10. „Rechte“ sollen möglichst gar nicht mehr öffentlich zu Wort kommen, denn sie „beschwören Negativbilder“, führen „Angstdiskussionen“, „verzerren“ den öffentlichen Diskurs oder „bewerfen Menschen mit Statistiken“, wie der Migrationsforscher Ruud Koopmans, zu dessen Einladung bei Anne Will sich für Georg Diez eine entscheidende „journalistische Frage“ stellt: „Wenn schon vorher klar ist, dass er so kritisch ist, warum genau wird er eingeladen, in eine Runde, die der Integration gegenüber eh schon überwiegend kritisch ist?”

    Folgerichtig sieht der SPON-Kolumnist einen „stillen Putsch von Redakteuren“ im Gange, eine „verschworene Phalanx“, die mutwillig Rechtspopulisten in ihre Talkshows einlädt, „aus Selbsthass oder stiller Sympathie“ und die ARD und ZDF dazu treibt, „seit Monaten Wahlwerbung für die AfD“ zu machen.

    Boah, dachte ich beim ersten Lesen, das ist ja die pure Projektion! Diez und seine Kolumnisten-Kollegen um Jakob Augstein („Im Zweifel links“), die Woche um Woche die gleiche abgestandene Gegen-Rechts-Soße aufwärmen, und das auf einem inhaltlichen und stilistischen Niveau, das einfach unterirdisch ist. Verbreiten am linken Stammtisch pures Ressentiment gegen alle, die nicht so ticken wie sie selbst. Frönen derselben Demokratie-Auffassung wie die Antifa: „Rechtspopulismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!” Und was darunter zu verstehen ist, bestimmen allemal sie selbst. http://www.achgut.com/artikel/der_boehmermann_von_spiegel_online

    Kommentar von Campo-News — 19. Mai 2016 @ 12:50

  11. Offensichtlich haftet dieses erfolgreich hinzugedichtete anrüchige Etikett derartig fest an der rechten Weltanschauung, dass sogar die Rechten selber es oft gerne vermeiden, sich als rechts zu bezeichnen. Die seit einigen Jahren seuchenartig um sich greifende politische Korrektheit hat das Reputations-Problem der Rechten noch weiter verschärft. Man ist zwar in Österreich nach Aussagen vieler Soziologen und Politikwissenschaftler mehrheitlich rechts orientiert, traut sich aber dieses Bekenntnis in der linksdominierten veröffentlichten Meinungslandschaft kaum jemals abzugeben. Die Frage „Darf man das überhaupt noch sagen?“ ist zur Kennung und zum Code rechts denkender Menschen geworden.

    Zahlreiche Bürgerliche, Wirtschaftsliberale und Konservative, obwohl ideengeschichtlich genuin rechts verortet, haben durch das linksrhetorische Dauerfeuer und die ständige veröffentlichte Diffamierung das Bedürfnis entwickelt, in jeder politischen Debatte immer brav und vorauseilend zu versichern, man sei keinesfalls rechts und mit den Rechten habe man ja überhaupt nichts zu tun.

    Diese Verleugnung der eigenen politischen Richtung ist ein wesentlicher Faktor, warum sich die Bürgerlichen heute ihres Fundaments nicht mehr sicher sind: Bürgerliche bewegen sich auf der Suche nach ihrer Identität staksend und tapsend in den mittlerweile stark renovierungsbedürftigen Räumen ihres einst gut gemauerten Gedankengebäudes. Viele nehmen bei ihren Irrungen den Ausgang in die unverfängliche Mitte, denn diese steht für alles und für nichts. http://www.pi-news.net/2016/06/na-klar-darf-man-rechts-sein/

    Kommentar von Campo-News — 5. Juni 2016 @ 06:26

  12. http://ef-magazin.de/2017/02/13/10515-dieses-land-ist-unrettbar-verloren-verraten-und-verkauft-und-das-noch-nicht-einmal-zu-einem-guten-preis

    Kommentar von Campo-News — 14. Februar 2017 @ 14:12

  13. http://www.achgut.com/artikel/deutschlands_beliebtestes_sado-maso-setting

    Kommentar von Campo-News — 5. März 2017 @ 11:50

  14. Das ist der also Stand linker Kulturkritik im Frühjahr 2017: keine Idee, keine Begriffe, die man dem politischen Gegner entgegenhalten kann. Stattdessen der Rückzug ins Mauseloch. Gerade die Kultur hat sich immer viel darauf eingebildet ein, unbequem und widerständig zu sein, wie es im Jargon des Kulturbetriebs heißt, ein Ort, an dem Außenseiter die Stimme erheben und dem Justemilieu ordentlich eingeheizt wird. Nun reicht der Auftritt eines Publizisten vom rechten Rand und den Beteiligten schlottern vor Angst so sehr die Hosen, dass sie lieber die Diskussion verweigern, als gegen den Herausforderer anzutreten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/debattenkultur-seid-ihr-linke-oder-maeuse-kolumne-von-jan-fleischhauer-a-1138485.html

    Kommentar von Campo-News — 13. März 2017 @ 13:37

  15. http://ef-magazin.de/2017/05/30/11093-gespraech-ueber-klimawandel-anton-und-beate

    Hitler darf nicht stattfinden - also gibt es Hitlerei. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/wolfenstein-ii-und-das-nazi-thema-es-muss-sich-nur-einer-trauen-a-1177427.html

    https://www.youtube.com/watch?v=0DchYvIRKR8

    https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2019/die-haben-ihre-ideologie/

    http://www.pi-news.net/2019/10/netflix-weltverbesserung-ist-ein-blutiges-geschaeft/

    Kommentar von Campo-News — 31. Mai 2017 @ 13:47

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