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2. November 2007

13 ½ Splitter im Auge des Verachters

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 16:30

Minderheitenpolitik

Wie war das doch damals, in der „Reichskristallnacht“, auch Popogromnacht genannt? Da erschießt der jüdische Nachwuchsschwule Herschel Grünspan seinen Lover, den deutschen Botschafter vom Rath* - und anschließend geben der asexuelle Hitler und der behinderte Goebbels die Straße frei. So entsteht in Deutschland Geschichte. Aber wer weiß schon, dass Stauffenberg unter dem Galgen NICHT „Es lebe Deutschland“, sondern: „Es lebe das GEHEIME Deutschland“ rief – nämlich exakt jene Umschreibung, die sein Ex-Mentor, der pädophile Dichter Stefan George, als Losung des gemeinsamen Kreises ausgab.

Ma hat ma kein Turban geschenkt

Angela Gandhi ist wieder zu Hause. Sie soll sofort Tibett geganges sein, wie man aus neudelierenden und esoterischen Fachkornkreisen hörte. Trotz Bombay Drohungen sei sie zunächst sehr mutig mit dem Kalkutta gefahren und dann mit der „Harrar32“ über den Heinrich Himmlerjaja nach dalai, wenngleich ziemlich lama, geflogen. „Myanmar, birma fertig“ soll sie gesagt haben, als sie wieder landete.

Bestrafung

Man ist geneigt, Pina in Bausch und Bogen zu verurteilen. Doch gemach, besser dürfte sie „belohnt“ sein, sagt die alte Weise, wenn man sie in einem durchgestylten le Corbusier -Haus einschlöss, garantiert wäre dann ihre Tanziertheit verschwunden.

Wendezeiten

Bei den Chinesen ist zu beobachten, wie sehr ihre sozialistische Rhetorik, die längst kapitalistischen Zustände, nicht mehr zu verschleiern vermag. Bei uns ist es genau umgekehrt.

Hoppe Hoppe Reiter

Im Normalfall kauft man sich ein Sportgerät, ehe die sportlichen Aktivitäten beginnen. Bei Mädchen ist es genau andersherum. Sie haben erst ein Pferd, dann die Reiterhosen.

No!

Udo von Campo, nein nein, niemals.

Kulturgebrest

Früher gab es „Gute-Laune-Musik“. Die Künstler präsentierten sie sachlich oder „episch“, während die Lieder lebendig und originär waren. Heute, wo das ursächlich archaische Zähnezeigen zur Abschreckung von Feinden, als „Gute-Laune-Pflichtgeste“ zum zweiten Gesicht (was durchaus wörtlich zu nehmen ist) avancierte, wird „Gute-Laune-Musik“ dramatisch inszeniert. Die Lieder sind Kopien, grau, kalt, uninspiriert, unlustig.

Auf der Straße

In München, so geht das Gerücht um, sollen jüngst einige Jugendliche, so ca. acht bis zehn Stück, kurz vor der Abenddämmerung, in der Nähe vom Isartor, laut grölend gesungen haben „Auf der Pauli nachts um halb eins“. Nun, so das Gerücht weiter, soll die gleiche Gruppe, jeden Abend, jede Nacht: „Beim ersten Mal da tut´s noch weh“, singen. Es ist, wie gesagt, nur ein Gerücht.

Geist und Körper

Gesundheit und Ernährung platzieren ganz oben. Mit ihnen steigen Lärm, Tempo und Arbeitsbelastungen. Als es diese Konstellation zuletzt gab, knallte es.

Sauberer Sport

Kurz vor dem Ziel stoppte der weit vorn liegende Läufer und ließ den bisher Zweiten an sich vorbei ziehen. Warum er das getan habe, fragte man ihn später. Nun, sagte er daraufhin, er habe es sich überlegt. „Sieger“ zu sein, könne er mit seiner antifaschistischen Einstellung nicht vereinbaren. Aber wenn er nun der „moralische Sieger“ sei, warf ein Journalist ein, könne man dies ja auch als „faschistische Haltung“ interpretieren. Schlimmer noch, sagte der Sieger, der hinzugekommen war. Da jeder gesehen habe, dass er, der Zweite, eigentlich gewonnen habe, aber generös auf den Sieg verzichtete, würde er mit dieser Haltung, ihn, den nun zum Sieger gekürten, der eigentlich der Verlierer sei, doppelt demütigen. Da schlich der moralische Sieger bedrückt nach Hause. Als ihn seine Frau mit den Worten empfing, dass seine Lieblingsfußballmannschaft gewonnen und seine Tochter eine „1“ in der Schule erhalten habe, dass sie demnächst eine Lohnerhöhung bekäme und sich die Hypothekenzinsen um 0,5 % vermindern, da schaute er in den Spiegel, sah sich lange an und sagte laut: Trottel!

Spaukielschunst

Gut gemeint, ist oft schlimmer, als schlecht gemacht. So sagt man. Doch meistens ist schlecht gemacht, schlimmer als gedacht, weil es nicht einmal gut gemeint war. Wer Katja Riemann großartig, Senta Berger fabelhaft und Iris Berben beides findet, hat es nicht nur gut gemeint, sondern hat gut gelacht.

Per vertiert

Die Linksrechtspartei gibt bekannt: „Morgens würdigte Petra Pau die Ergebnisse der Kleintierzüchter ihres Wahlkreises. Den von ihr gestifteten Ehrenpreis errang Zuchtfreund Günter Rohr für sein Kaninchen. Anschließend nahm sie an der Beratung des Bundesgeschäftsführers mit den Sprecherinnen und Sprechern der Bundesarbeitsgemeinschaften der Linkspartei.PDS teil.“ Das kennen wir: Zucht und Ordnung, immer per vertiert.

Willkommen im Klub

Vivienne Westwood hat angekündigt beim nächsten Mal konservativ zu wählen: „Unsere Regierung ist die autokratischste die wir je hatten.“

Nazis und Kozis

Jens Bisky spricht im SPIEGEL Knarztext. Leni Riefenstahl, „die blöde“, habe „alles gestohlen vom schwulen Eisenstein, der das Bild von der russischen Revolution geprägt hat.“ Er, Bisky, habe „mit Nazi-Scheiße nichts zu tun“. Da freuen wir uns und ahnen: Hauptsache schwul und Kommie tauglich. Im Darkroom ist die Gesinnung ohnehin auf die Schwanzlänge reduziert und Rektaleinsteiger - von welcher Seite auch immer - herzlich willkommen.

* Wikipedia: Einer Eidesstattliche Erklärung der jüdischen Ärztin Dr. Sarella Pomeranz zur Folge, hat der Berliner Facharzt Dr. med. Martin Gumpert bei vom Rath eine Rectalgonorrhoe diagnostiziert und den Patienten zur weiteren Behandlung an Pomeranz überwiesen. Die Behandlung dieser Geschlechtskrankheit, die ausnahmslos durch homosexuellen Verkehr übertragen wurde, war laut Pomeranz keine Seltenheit im Berlin der 30er Jahre. Die Tatsache, dass vom Rath sich von jüdischen Ärzten untersuchen ließ unterstützt die These, dass vom Rath homosexuell war und machen es wahrscheinlich, dass er eine persönliche Beziehung zu seinem Attentäter hatte und diesen im homosexuellen Milieu in Paris kennen lernte, in welchem sich Grynszpan oft aufhielt. Durch eine Behandlung durch “arische” Ärzte, die selbes diagnostiziert hätten, wäre vom Rath Gefahr gelaufen, durch Denunziation aus Partei und Beruf ausgeschlossen zu werden. Was auch das Ende seiner Karriere bedeutet hätte.

3 Kommentare »

  1. http://die-echte-csu.blogspot.de/2014/08/das-pauli-prinzip.html?m=1

    Kommentar von Campo-News — 30. August 2014 @ 06:41

  2. Berben sehr sehr witzig, nicht wahr? - http://www.focus.de/kultur/kino_tv/gestaendnis-in-talkshow-iris-berben-ist-17-jahre-lang-ohne-fuehrerschein-auto-gefahren_id_4988937.html

    Kommentar von Campo-News — 3. Oktober 2015 @ 10:56

  3. http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/zweiter-weltkrieg/moeglicherweise-lebt-er-noch-foto-zeigt-offenbar-totgeglaubten-attentaeter-aus-ns-zeit_id_6158555.html

    Pauli wurde bei ihrer Kandidatur von der Piratenpartei unterstützt.[57] Pauli verlor die Stichwahl mit 45,0 % zu 55,0 % der Stimmen.[58] https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Pauli

    Kommentar von Campo-News — 4. November 2016 @ 15:21

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