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	<title>Kommentare zu: Wiederspruch im Paradies</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html</link>
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	<pubDate>Thu, 17 May 2012 18:54:13 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-148201</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 09:08:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-148201</guid>
		<description>Verwechselt man dieses Gefühl des atemlosen Grauens mit der Erregung ob des Zustandes unserer Welt? Ginge es uns besser, säßen wir ohne Medieneinwirkung auf freundlich temperierten Inseln? Aber wie soll das gehen, wenn alle nachkämen? Der Erste würde wieder beginnen, aus seiner Palme Profit zu schlagen, die Fischrechte zu verkaufen, die Wasserabgabe zu kontrollieren. Keine Lösung. - http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,831015,00.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verwechselt man dieses Gefühl des atemlosen Grauens mit der Erregung ob des Zustandes unserer Welt? Ginge es uns besser, säßen wir ohne Medieneinwirkung auf freundlich temperierten Inseln? Aber wie soll das gehen, wenn alle nachkämen? Der Erste würde wieder beginnen, aus seiner Palme Profit zu schlagen, die Fischrechte zu verkaufen, die Wasserabgabe zu kontrollieren. Keine Lösung. - <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,831015,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,831015,00.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-143763</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 08:31:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-143763</guid>
		<description>&lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,551723-2,00.html" rel="nofollow"&gt;"Die Strategie des Gleichgewichts funktionierte bis in die Gegenwart nicht wirklich. Wir wissen, dass der scheinbar paradiesische Zustand des Schlaraffenlandes nur faul machen würde. Wo es nichts (mehr) zu gewinnen gibt, fehlt der Anreiz, mehr zu leisten. Wo alles ausgeglichen würde, käme die Kultur an ihr Ende. Auch sie entwickelt sich und schöpft Kraft aus Unterschieden, aus Spannungen."&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,551723-2,00.html" rel="nofollow">&#8220;Die Strategie des Gleichgewichts funktionierte bis in die Gegenwart nicht wirklich. Wir wissen, dass der scheinbar paradiesische Zustand des Schlaraffenlandes nur faul machen würde. Wo es nichts (mehr) zu gewinnen gibt, fehlt der Anreiz, mehr zu leisten. Wo alles ausgeglichen würde, käme die Kultur an ihr Ende. Auch sie entwickelt sich und schöpft Kraft aus Unterschieden, aus Spannungen.&#8221;</a></p>
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		<title>Von: Uli</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-29137</link>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2006 20:59:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-29137</guid>
		<description>Hallo Tanja ,

habe das gelesene so knapp mit meinem Geist in Einklang bringen können (d.h. es verstehen können) , jedoch frage ich mich , wie dieser ganze "Politik-Zirkus " noch enden soll ....?

Ich selbst (58) , fühle mich von meinem Staat auf's äußerste veräppelt und protestiere dagegen mit den mir einzig möglichen Mitteln , die da heißen , bei jeder Wahl eine realitätsfremde Partei zu wählen...., wie schon seit mindestens 3 Wahlperioden die "Republikaner" , eine Partei , die nötig ist , um den Heutigen Politikern einmal klarzumachen , daß es so nicht weitergeht !
Der Eintritt in die Eu , die Einführung des Euros... , was soll das alles ? Deutschland mit aller Gewalt zerstören und damit den Amerikanern und den Juden unser aller Zukunft in die schmutzigen Hände legen ?

Klarstellenderweis will ich hier feststellen , daß ich nicht zu dieser "rechten Szene" gehöre , sondern vielmehr noch ein klein wenig von diesem fast vergessenen Nationalstolz (nicht Nazional !)in mir habe !

Es tut mir einfach nur weh , wenn ich mit ansehen muß , was unsere Politiker hier mit "meinem" geliebten Deutschland "fabrizieren"...

Gruß an Dich aus dem Ruhrgebiet

Ulrich



TK: Hallo Ulrich! Ja, wir brauchen eine Alternative zum heutigen Gemurkse, aber nicht in dem Sinne, dass etwas "den Amerikaner und Juden" aus den "schmutzigen Hände" gerissen werden sollte. Weder glaube ich, dass diese Hände schuld an der Misere sind (das machen die Deutschen schon allein), noch halte ich diese Umschreibung für passend. 

Hier aber geht es um Phantasien, die auf Grund der Natur des Menschen immer zu dem oben beschriebenen Ergebnis führen. Selbst wenn alles scheinbar stimmt, beginnt an einer Ecke der Widerspruch, führt alles zur Aggression. Deshalb sind auch "die Herrschenden" nicht allein schuld. Aber auch: Wollen wir es überhaupt anders? Wäre es nicht wirklich entsetzlich langweilig wenn es keine Widersprüche gäbe?

Trotzdem, danke für die Grüße, TK


</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Tanja ,</p>
<p>habe das gelesene so knapp mit meinem Geist in Einklang bringen können (d.h. es verstehen können) , jedoch frage ich mich , wie dieser ganze &#8220;Politik-Zirkus &#8221; noch enden soll &#8230;.?</p>
<p>Ich selbst (58) , fühle mich von meinem Staat auf&#8217;s äußerste veräppelt und protestiere dagegen mit den mir einzig möglichen Mitteln , die da heißen , bei jeder Wahl eine realitätsfremde Partei zu wählen&#8230;., wie schon seit mindestens 3 Wahlperioden die &#8220;Republikaner&#8221; , eine Partei , die nötig ist , um den Heutigen Politikern einmal klarzumachen , daß es so nicht weitergeht !<br />
Der Eintritt in die Eu , die Einführung des Euros&#8230; , was soll das alles ? Deutschland mit aller Gewalt zerstören und damit den Amerikanern und den Juden unser aller Zukunft in die schmutzigen Hände legen ?</p>
<p>Klarstellenderweis will ich hier feststellen , daß ich nicht zu dieser &#8220;rechten Szene&#8221; gehöre , sondern vielmehr noch ein klein wenig von diesem fast vergessenen Nationalstolz (nicht Nazional !)in mir habe !</p>
<p>Es tut mir einfach nur weh , wenn ich mit ansehen muß , was unsere Politiker hier mit &#8220;meinem&#8221; geliebten Deutschland &#8220;fabrizieren&#8221;&#8230;</p>
<p>Gruß an Dich aus dem Ruhrgebiet</p>
<p>Ulrich</p>
<p>TK: Hallo Ulrich! Ja, wir brauchen eine Alternative zum heutigen Gemurkse, aber nicht in dem Sinne, dass etwas &#8220;den Amerikaner und Juden&#8221; aus den &#8220;schmutzigen Hände&#8221; gerissen werden sollte. Weder glaube ich, dass diese Hände schuld an der Misere sind (das machen die Deutschen schon allein), noch halte ich diese Umschreibung für passend. </p>
<p>Hier aber geht es um Phantasien, die auf Grund der Natur des Menschen immer zu dem oben beschriebenen Ergebnis führen. Selbst wenn alles scheinbar stimmt, beginnt an einer Ecke der Widerspruch, führt alles zur Aggression. Deshalb sind auch &#8220;die Herrschenden&#8221; nicht allein schuld. Aber auch: Wollen wir es überhaupt anders? Wäre es nicht wirklich entsetzlich langweilig wenn es keine Widersprüche gäbe?</p>
<p>Trotzdem, danke für die Grüße, TK</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-269</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2005 08:06:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-269</guid>
		<description>Hm. Was aber haben wir von dirigistischen Maßnahmen, wie sie möglicherweise auch die CDU in Form einer extremen Erhöhung der völlig überflüssigen Mehrwertsteuer plant? Nichts. Außer einer Teuerung für Null Leistung. 

Es wäre also besser, man würde sich einmal überlegen, wo Ausgaben einzusparen, statt Einsparungen auszugeben sind. Dann käme man vielleicht auch auf den Gedanken, einfach die öffentlichen Finger aus den Abläufen zu lassen, die ohne Eingriffe in dieses Getriebe besser laufen würden. Für das Gelingen solcher Liberalisierungen gibt es sehr viele gute und nur wenige schlechte Beispiele. Wie kann es geschehen, dass Liberalismus zu einem negativen Schlagwort ausgerechnet der dirigistischen Linken kommt? Entlarvend, sicherlich, zeigt sie doch damit, dass ihre freiheitliche Rhetorik nichts anderes meint als die Beschneidung des freien Spiels.

Die Schere ist ein gutes Beispiel. Wenn ICH sie halte, bleibt die daumengeführte Unterseite in der Waagerechten und die zeigefingergeführte Oberseite öffnet sich. Niemand verliert dabei, - der Eindruck einer Entfernung besteht zwar, doch ist er für die Ausgangsbasis der Unterseite völlig obsolet.

Wir sehen an diesem Beispiel, wenn wir es wieder zurück übertragen, dass die Armut eine relative und sogar konstruierte ist. Je weiter die Schere auseinanderklafft, je mehr kann die Unterseite reklamieren, sie würde sich von der Oberseite entfernen. Doch in Wirklichkeit bleibt sie stehen, profitiert im wahren Leben sogar, denn als arm gilt der, der weniger als die Hälfte des Durchschnitts verdient. Je reicher also die Reichen werden, desto reicher sind auch die Armen. Tragisch für Deutschland - und hier liegt das wahre Problem - dass es nur noch Platz 11 von den 15 alten EU-Ländern in der Höhe des Bruttosozialproduktes einnimmt. 

Aber, dass ein Armer, der in einem reichen Land arm ist, in dem es den Reichen besser geht, weniger arm ist, als in einem Land, in dem alle arm sind, liegt auf der Hand. Vor allem aber ist es tödlich langweilig dort, wo alle gleich sind - wie ich ja auch in meiner kleinen Parabel aufzeigte. Wo die Gleichheit herrscht, wird das Leben abgetötet, kann keine wirkliche Kunst entstehen, auch keine Literatur. Eine klassenlose Gesellschaft, die sämtliche Widersprüche aufhebt, ist tot. Nur Widersprüche lassen Gegenthesen entstehen und Vorschläge in dieser und jeden Form.

In diesem Sinne erkläre ich mich für eine begeisterte Anhängerin der Klassengesellschaft, denn nur sie gewährt allen die wichtigsten Bereiche: Sport, Spiel, Spannung, Geist, Leidenschaft und, ganz zuletzt, aber gar nicht sooo wichtig "Wohlstand".

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm. Was aber haben wir von dirigistischen Maßnahmen, wie sie möglicherweise auch die CDU in Form einer extremen Erhöhung der völlig überflüssigen Mehrwertsteuer plant? Nichts. Außer einer Teuerung für Null Leistung. </p>
<p>Es wäre also besser, man würde sich einmal überlegen, wo Ausgaben einzusparen, statt Einsparungen auszugeben sind. Dann käme man vielleicht auch auf den Gedanken, einfach die öffentlichen Finger aus den Abläufen zu lassen, die ohne Eingriffe in dieses Getriebe besser laufen würden. Für das Gelingen solcher Liberalisierungen gibt es sehr viele gute und nur wenige schlechte Beispiele. Wie kann es geschehen, dass Liberalismus zu einem negativen Schlagwort ausgerechnet der dirigistischen Linken kommt? Entlarvend, sicherlich, zeigt sie doch damit, dass ihre freiheitliche Rhetorik nichts anderes meint als die Beschneidung des freien Spiels.</p>
<p>Die Schere ist ein gutes Beispiel. Wenn ICH sie halte, bleibt die daumengeführte Unterseite in der Waagerechten und die zeigefingergeführte Oberseite öffnet sich. Niemand verliert dabei, - der Eindruck einer Entfernung besteht zwar, doch ist er für die Ausgangsbasis der Unterseite völlig obsolet.</p>
<p>Wir sehen an diesem Beispiel, wenn wir es wieder zurück übertragen, dass die Armut eine relative und sogar konstruierte ist. Je weiter die Schere auseinanderklafft, je mehr kann die Unterseite reklamieren, sie würde sich von der Oberseite entfernen. Doch in Wirklichkeit bleibt sie stehen, profitiert im wahren Leben sogar, denn als arm gilt der, der weniger als die Hälfte des Durchschnitts verdient. Je reicher also die Reichen werden, desto reicher sind auch die Armen. Tragisch für Deutschland - und hier liegt das wahre Problem - dass es nur noch Platz 11 von den 15 alten EU-Ländern in der Höhe des Bruttosozialproduktes einnimmt. </p>
<p>Aber, dass ein Armer, der in einem reichen Land arm ist, in dem es den Reichen besser geht, weniger arm ist, als in einem Land, in dem alle arm sind, liegt auf der Hand. Vor allem aber ist es tödlich langweilig dort, wo alle gleich sind - wie ich ja auch in meiner kleinen Parabel aufzeigte. Wo die Gleichheit herrscht, wird das Leben abgetötet, kann keine wirkliche Kunst entstehen, auch keine Literatur. Eine klassenlose Gesellschaft, die sämtliche Widersprüche aufhebt, ist tot. Nur Widersprüche lassen Gegenthesen entstehen und Vorschläge in dieser und jeden Form.</p>
<p>In diesem Sinne erkläre ich mich für eine begeisterte Anhängerin der Klassengesellschaft, denn nur sie gewährt allen die wichtigsten Bereiche: Sport, Spiel, Spannung, Geist, Leidenschaft und, ganz zuletzt, aber gar nicht sooo wichtig &#8220;Wohlstand&#8221;.</p>
<p>TK</p>
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		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-265</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2005 02:11:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/28/164.html#comment-265</guid>
		<description>Eine absolut klassenlose Gesellschaft ist, wie alles Absolute, eine unrealistische Utopie. Die Menschen neigen zu Gleichmacherei (siehe Globalisierung) - allerdings nur auf "horizontaler" Ebene und nicht auf "vertikaler" - da neigen sie eher zu Differenzierung, sprich dazu, bestehende Scheren wie die zwischen armen und reichen Bürgern noch weiter auseinanderzuklappen. Den unrealistische Charakter des Klassenlosigkeits-Ideals aber als Grund anzuführen, den Neoliberalismus als das A und O zu betrachten (wie es in der Bloggerszene, zu der diese Seite gehört, wohl normal ist) halte ich aber ebenfalls für dumm. Es ist sicher nicht unmöglich, einen Weg zu finden, der sowohl das Auseinanderklaffen der Schere und bürokratisch lähmende Nivellierung verhindert. Natürlich nur, wenn man die ideologischen Scheuklappen abnimmt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine absolut klassenlose Gesellschaft ist, wie alles Absolute, eine unrealistische Utopie. Die Menschen neigen zu Gleichmacherei (siehe Globalisierung) - allerdings nur auf &#8220;horizontaler&#8221; Ebene und nicht auf &#8220;vertikaler&#8221; - da neigen sie eher zu Differenzierung, sprich dazu, bestehende Scheren wie die zwischen armen und reichen Bürgern noch weiter auseinanderzuklappen. Den unrealistische Charakter des Klassenlosigkeits-Ideals aber als Grund anzuführen, den Neoliberalismus als das A und O zu betrachten (wie es in der Bloggerszene, zu der diese Seite gehört, wohl normal ist) halte ich aber ebenfalls für dumm. Es ist sicher nicht unmöglich, einen Weg zu finden, der sowohl das Auseinanderklaffen der Schere und bürokratisch lähmende Nivellierung verhindert. Natürlich nur, wenn man die ideologischen Scheuklappen abnimmt.</p>
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