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	<title>Kommentare zu: Respekt, Gert Winkelmeier von der PDS!</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 00:28:23 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18433</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2006 07:22:30 +0000</pubDate>
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		<description>Die Philisterei geht weiter

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Wineklemeier3.JPG' alt=''width=80%"/&gt; 

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		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Philisterei geht weiter</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18391</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2006 08:45:09 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18391</guid>
		<description>Typisch Arbeiterklassen-Moral: Die "Linksrechts-Partei" spielt Erna Klein und die anderen Philister ziehen mit. Prostitution ist bah! sagen die Frauen von der CDU und SPD. Und die GrÃ¼ne setzt eins drauf: Ausgerechnet die Linkspartei - wo doch ficken nur etwas fÃ¼r MÃ¤nner ist und den Frauen schadet! Winkelmeiers Fehler ist, dass er nicht wie der Berliner BÃ¼rgermeister Sado-Maso-Feste puscht, kein AIDS-Schleifchen trÃ¤gt, nicht mit dem kleinen Wackelhintern auf dem StÃ¼hlchen herum rutscht wie Herr Beck und vor allem: dass er Ã¼berhaupt heterosexuellen Sex unterstÃ¼tzt. Das geht doch nicht mehr! Warum begreift er das nicht? Deutschland 2006. 

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Winkel.JPG' alt='' /&gt; 

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Typisch Arbeiterklassen-Moral: Die &#8220;Linksrechts-Partei&#8221; spielt Erna Klein und die anderen Philister ziehen mit. Prostitution ist bah! sagen die Frauen von der CDU und SPD. Und die GrÃ¼ne setzt eins drauf: Ausgerechnet die Linkspartei - wo doch ficken nur etwas fÃ¼r MÃ¤nner ist und den Frauen schadet! Winkelmeiers Fehler ist, dass er nicht wie der Berliner BÃ¼rgermeister Sado-Maso-Feste puscht, kein AIDS-Schleifchen trÃ¤gt, nicht mit dem kleinen Wackelhintern auf dem StÃ¼hlchen herum rutscht wie Herr Beck und vor allem: dass er Ã¼berhaupt heterosexuellen Sex unterstÃ¼tzt. Das geht doch nicht mehr! Warum begreift er das nicht? Deutschland 2006. </p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18091</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2006 06:57:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18091</guid>
		<description>   &lt;a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,398246,00.html"&gt;Neues von Dona Carmen&lt;/a&gt;

Junaita Henning hatte im ersten CAMPO geschrieben:

Mehr verschÃ¤mt, denn offensiv, beschloss die rotgrÃ¼ne Exekutive, es sei das VerhÃ¤ltnis von Frau und Mann in bestimmten Ã¶ffentlichen Konstellationen neu zu ordnen. Ãœber diese herrscht bei allen â€žguten Menschenâ€œ unbedingte Gewissheit, geht es doch in der Prostitution - nach deren Vorstellungen - schmutzig, zwanghaft und irgendwie nicht mit rechten Dingen zu. Die Ergebnisse sind nun auch danach. Die RealitÃ¤t, belÃ¤sst den braven BÃ¼rger wo er ist: In der Hoffnung, irgendwann kÃ¤me doch noch die Strafe fÃ¼r die UnverschÃ¤mtheit Freiheit einzufordern -

LÃ¶chrig wie ein Sieb
- Kritische Anmerkungen zum bundesdeutschen Prostitutionsgesetz -

â€žAbschaffung der Sittenwidrigkeit von Prostitutionâ€œ, â€žLegalisierung des Ã¤ltesten Gewerbes der Weltâ€œ, â€žEnde der Doppelmoralâ€œ - was sollte das neue Prostitutionsgesetz nicht alles bewirken? Das seit Januar 2002 geltende Gesetz gibt der AusÃ¼bung von Prostitution in Deutschland eine neue rechtliche Grundlage. Die mÃ¶glichen positiven Aspekte dieses Gesetzes sind allerdings gering.

Zwischen Bordellbetreibern und Prostituierten kÃ¶nnen regulÃ¤re BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnisse die bislang Ã¼blichen MietverhÃ¤ltnisse ersetzen. Ein â€žeingeschrÃ¤nktes Weisungsrechtâ€œ der Betreiber soll dem sozialversicherungsrechtlichen Schutz von Prostituierten den Weg ebnen. Das Schaffen angenehmerer Arbeitsbedingungen durch Bordellbetreiber ist nicht mehr strafbar. Und die Vermittlung sexuellen Verkehrs gilt nur noch dann als â€žZuhÃ¤ltereiâ€œ, wenn dadurch die persÃ¶nliche oder wirtschaftliche Bewegungsfreiheit einer anderen Person nicht mehr beeintrÃ¤chtigt wird.

Darin erschÃ¶pft sich auch schon das, was man an diesem Gesetz als positiv bezeichnen kÃ¶nnte. Dabei ist bis jetzt vÃ¶llig ungewiss, ob das Positive auch praktisch zum Tragen kommt. Denn das Gesetz enthÃ¤lt zahlreiche WidersprÃ¼che, die seine eigene Umsetzung in Frage stellen. Dass das Gesetz gar nicht, wie oft behauptet und leichtfertig geglaubt wird, die so genannte â€žSittenwidrigkeitâ€œ der Prostitution in Deutschland abgeschafft hat â€“ das bezeugen mittlerweile eine Reihe einschlÃ¤giger Gerichtsurteile aus jÃ¼ngster Zeit.  

Wer immer noch glaubt, es handele sich bei diesem Gesetz um ein durch und durch emanzipatorisches Projekt, geht den vollmundigen Versprechungen der rotgrÃ¼nen Bundesregierung auf den Leim. Ein Beitrag zur gesellschaftlichen Anerkennung von Prostitution durch GewÃ¤hrung der Ã¼blichen und fÃ¼r andere Berufe selbstverstÃ¤ndlichen BÃ¼rgerrechte an Prostituierte ist das Gesetz nicht. Selbst das, was das Gesetz an magerer Substanz zu bieten hat, gleicht einem Schweizer KÃ¤se und ist lÃ¶chrig wie ein Sieb. 

Zudem ist das Gesetz geprÃ¤gt von einer tief sitzenden und weiter fortwirkenden Philosophie der Diskriminierung. Es begrÃ¼ndet eine modernisierte Form der Prostitutionskontrolle: Die bisherige, vergleichsweise primitive Form der Kontrolle mittels Ausgrenzung und Ã„chtung wird ersetzt durch eine modernere Variante, in der neben Polizei- und OrdnungsbehÃ¶rden nun auch FinanzbehÃ¶rden und SozialversicherungstrÃ¤ger etc. eingebunden werden. Prostitutionskontrolle wird damit verbreitert und erscheint ziviler. Sie wird aber deshalb nicht weniger repressiv, nur weil ihre Form sich wandelt.

Was dabei auf den ersten Blick als â€žLiberalisierungâ€œ und den Prostituierten zugestandene hÃ¶here â€žEigenverantwortungâ€œ erscheint, geschieht nicht um der Sache selbst willen. Es geht nicht um die Emanzipation von Prostitution aus dem Status eines rechtlich diskriminierten Berufs, nicht um die rechtliche Gleichstellung sexuell Dienstleistender mit anderen Anbietern von Dienstleitungen. Elemente einer â€žLiberalisierungâ€œ enthÃ¤lt das Gesetz nur in dem MaÃŸe, sofern sie unerlÃ¤sslich sind zur effektiveren AuffÃ¼llung der Kassen von Fiskus und Sozialversicherung und zur KriminalitÃ¤tsbekÃ¤mpfung unter Einbeziehung der immer noch zu â€žOpfernâ€œ deklarierten Frauen. 

In Zeiten schleichenden Staatsbankrotts geht es der Regierung weder um Moral noch um Doppelmoral, sondern schlicht um Geld, ohne dabei das traditionelle BedÃ¼rfnis nach Prostitutionskontrolle aus dem Auge zu verlieren. Die AnonymitÃ¤t sexueller Dienstleistungen, die die Prostitution grundsÃ¤tzlich auszeichnet, wird durch das Gesetz ignoriert. Unter dem Vorwand der KriminalitÃ¤tsbekÃ¤mpfung und der Heranziehung zu Steuer und Sozialversicherung will der Staat die â€žglÃ¤serne Prostituierteâ€œ mit eingeschrÃ¤nkten BÃ¼rgerrechten. 

Die Option einer fortgesetzten Stigmatisierung des Prostitutionsgewerbes dokumentieren die stÃ¤ndigen Debatten um â€žZwangsprostitutionâ€œ und â€žMenschenhandelâ€œ, die interessierte Verwischung der Grenzen zwischen Kinderprostitution und erwachsener Prostitution, die pauschale Diskriminierung von Sextourismus, die behÃ¶rdliche und mediengesteuerte Diskriminierung des Sexualverhaltens von Prostitutionskunden, die tendenzielle Gleichsetzung von Migrantinnen-Prostitution mit Sklaverei, die regierungsamtliche Zuordnung von Prostitution zu â€žorganisierter KriminalitÃ¤tâ€œ etc. etc. All diese Formen einer verzerrten Wahrnehmung von Prostitution sind staatlich gewollt und gesponsert. Auch die permanente PrÃ¤sentation von Prostituierten als â€žgehandelte Wareâ€œ und â€žhilflose Opferâ€œ dient nur der Fortsetzung einer als â€žFÃ¼rsorgeâ€œ getarnten staatlichen Bevormundung. FÃ¼r Tausende auslÃ¤ndischer Prostituierter in Deutschland erweist sich diese â€žFÃ¼rsorgeâ€œ tagtÃ¤glich als Razzia, Ausweisung und Abschiebung.

Die dem Prostituiertengesetz eigenen WidersprÃ¼che, die wir von der Organisation DoÃ±a Carmen in unserer Zeitung â€žLa Muchachaâ€œ ausfÃ¼hrlich dargestellt haben, sind keineswegs nur Ungereimtheiten und handwerklicher Pfusch, resultierend aus der Eile des politischen GeschÃ¤fts. Sie ergeben sich vielmehr allesamt aus der Philosophie der Diskriminierung, die dem Gesetz zugrunde liegt. Prostitutions-Diskriminierung erfÃ¤hrt keine Abschaffung, sondern lediglich einen Formwandel. Insofern ist das Gesetz eine Mogelpackung. 

Den fÃ¼r das Gesetz politisch Verantwortlichen wird Kritik nicht erspart bleiben. Dabei lautet die Alternative: Entweder vorwÃ¤rts zu einer konsequenten Entdiskriminierung der Prostitution, also Anerkennung von Prostitution als Beruf. Oder aber eine Rolle rÃ¼ckwÃ¤rts hin zu klassisch konservativen Positionen der Ausgrenzung und Stigmatisierung. Einen Mittelweg gibt es nicht.

Juanita Henning, DoÃ±a Carmen (Organisation fÃ¼r politische und soziale Rechte von Prostituierten) Frankfurt/Main, E-Mail: DonaCarmen@t-online.de â€“ wer den Verein unterstÃ¼tzen mÃ¶chte, kann dies unter der Bankverbindung: Frankfurter Sparkasse, 
BLZ 500 500 01, Kontonummer 466 166



</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,398246,00.html">Neues von Dona Carmen</a></p>
<p>Junaita Henning hatte im ersten CAMPO geschrieben:</p>
<p>Mehr verschÃ¤mt, denn offensiv, beschloss die rotgrÃ¼ne Exekutive, es sei das VerhÃ¤ltnis von Frau und Mann in bestimmten Ã¶ffentlichen Konstellationen neu zu ordnen. Ãœber diese herrscht bei allen â€žguten Menschenâ€œ unbedingte Gewissheit, geht es doch in der Prostitution - nach deren Vorstellungen - schmutzig, zwanghaft und irgendwie nicht mit rechten Dingen zu. Die Ergebnisse sind nun auch danach. Die RealitÃ¤t, belÃ¤sst den braven BÃ¼rger wo er ist: In der Hoffnung, irgendwann kÃ¤me doch noch die Strafe fÃ¼r die UnverschÃ¤mtheit Freiheit einzufordern -</p>
<p>LÃ¶chrig wie ein Sieb<br />
- Kritische Anmerkungen zum bundesdeutschen Prostitutionsgesetz -</p>
<p>â€žAbschaffung der Sittenwidrigkeit von Prostitutionâ€œ, â€žLegalisierung des Ã¤ltesten Gewerbes der Weltâ€œ, â€žEnde der Doppelmoralâ€œ - was sollte das neue Prostitutionsgesetz nicht alles bewirken? Das seit Januar 2002 geltende Gesetz gibt der AusÃ¼bung von Prostitution in Deutschland eine neue rechtliche Grundlage. Die mÃ¶glichen positiven Aspekte dieses Gesetzes sind allerdings gering.</p>
<p>Zwischen Bordellbetreibern und Prostituierten kÃ¶nnen regulÃ¤re BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnisse die bislang Ã¼blichen MietverhÃ¤ltnisse ersetzen. Ein â€žeingeschrÃ¤nktes Weisungsrechtâ€œ der Betreiber soll dem sozialversicherungsrechtlichen Schutz von Prostituierten den Weg ebnen. Das Schaffen angenehmerer Arbeitsbedingungen durch Bordellbetreiber ist nicht mehr strafbar. Und die Vermittlung sexuellen Verkehrs gilt nur noch dann als â€žZuhÃ¤ltereiâ€œ, wenn dadurch die persÃ¶nliche oder wirtschaftliche Bewegungsfreiheit einer anderen Person nicht mehr beeintrÃ¤chtigt wird.</p>
<p>Darin erschÃ¶pft sich auch schon das, was man an diesem Gesetz als positiv bezeichnen kÃ¶nnte. Dabei ist bis jetzt vÃ¶llig ungewiss, ob das Positive auch praktisch zum Tragen kommt. Denn das Gesetz enthÃ¤lt zahlreiche WidersprÃ¼che, die seine eigene Umsetzung in Frage stellen. Dass das Gesetz gar nicht, wie oft behauptet und leichtfertig geglaubt wird, die so genannte â€žSittenwidrigkeitâ€œ der Prostitution in Deutschland abgeschafft hat â€“ das bezeugen mittlerweile eine Reihe einschlÃ¤giger Gerichtsurteile aus jÃ¼ngster Zeit.  </p>
<p>Wer immer noch glaubt, es handele sich bei diesem Gesetz um ein durch und durch emanzipatorisches Projekt, geht den vollmundigen Versprechungen der rotgrÃ¼nen Bundesregierung auf den Leim. Ein Beitrag zur gesellschaftlichen Anerkennung von Prostitution durch GewÃ¤hrung der Ã¼blichen und fÃ¼r andere Berufe selbstverstÃ¤ndlichen BÃ¼rgerrechte an Prostituierte ist das Gesetz nicht. Selbst das, was das Gesetz an magerer Substanz zu bieten hat, gleicht einem Schweizer KÃ¤se und ist lÃ¶chrig wie ein Sieb. </p>
<p>Zudem ist das Gesetz geprÃ¤gt von einer tief sitzenden und weiter fortwirkenden Philosophie der Diskriminierung. Es begrÃ¼ndet eine modernisierte Form der Prostitutionskontrolle: Die bisherige, vergleichsweise primitive Form der Kontrolle mittels Ausgrenzung und Ã„chtung wird ersetzt durch eine modernere Variante, in der neben Polizei- und OrdnungsbehÃ¶rden nun auch FinanzbehÃ¶rden und SozialversicherungstrÃ¤ger etc. eingebunden werden. Prostitutionskontrolle wird damit verbreitert und erscheint ziviler. Sie wird aber deshalb nicht weniger repressiv, nur weil ihre Form sich wandelt.</p>
<p>Was dabei auf den ersten Blick als â€žLiberalisierungâ€œ und den Prostituierten zugestandene hÃ¶here â€žEigenverantwortungâ€œ erscheint, geschieht nicht um der Sache selbst willen. Es geht nicht um die Emanzipation von Prostitution aus dem Status eines rechtlich diskriminierten Berufs, nicht um die rechtliche Gleichstellung sexuell Dienstleistender mit anderen Anbietern von Dienstleitungen. Elemente einer â€žLiberalisierungâ€œ enthÃ¤lt das Gesetz nur in dem MaÃŸe, sofern sie unerlÃ¤sslich sind zur effektiveren AuffÃ¼llung der Kassen von Fiskus und Sozialversicherung und zur KriminalitÃ¤tsbekÃ¤mpfung unter Einbeziehung der immer noch zu â€žOpfernâ€œ deklarierten Frauen. </p>
<p>In Zeiten schleichenden Staatsbankrotts geht es der Regierung weder um Moral noch um Doppelmoral, sondern schlicht um Geld, ohne dabei das traditionelle BedÃ¼rfnis nach Prostitutionskontrolle aus dem Auge zu verlieren. Die AnonymitÃ¤t sexueller Dienstleistungen, die die Prostitution grundsÃ¤tzlich auszeichnet, wird durch das Gesetz ignoriert. Unter dem Vorwand der KriminalitÃ¤tsbekÃ¤mpfung und der Heranziehung zu Steuer und Sozialversicherung will der Staat die â€žglÃ¤serne Prostituierteâ€œ mit eingeschrÃ¤nkten BÃ¼rgerrechten. </p>
<p>Die Option einer fortgesetzten Stigmatisierung des Prostitutionsgewerbes dokumentieren die stÃ¤ndigen Debatten um â€žZwangsprostitutionâ€œ und â€žMenschenhandelâ€œ, die interessierte Verwischung der Grenzen zwischen Kinderprostitution und erwachsener Prostitution, die pauschale Diskriminierung von Sextourismus, die behÃ¶rdliche und mediengesteuerte Diskriminierung des Sexualverhaltens von Prostitutionskunden, die tendenzielle Gleichsetzung von Migrantinnen-Prostitution mit Sklaverei, die regierungsamtliche Zuordnung von Prostitution zu â€žorganisierter KriminalitÃ¤tâ€œ etc. etc. All diese Formen einer verzerrten Wahrnehmung von Prostitution sind staatlich gewollt und gesponsert. Auch die permanente PrÃ¤sentation von Prostituierten als â€žgehandelte Wareâ€œ und â€žhilflose Opferâ€œ dient nur der Fortsetzung einer als â€žFÃ¼rsorgeâ€œ getarnten staatlichen Bevormundung. FÃ¼r Tausende auslÃ¤ndischer Prostituierter in Deutschland erweist sich diese â€žFÃ¼rsorgeâ€œ tagtÃ¤glich als Razzia, Ausweisung und Abschiebung.</p>
<p>Die dem Prostituiertengesetz eigenen WidersprÃ¼che, die wir von der Organisation DoÃ±a Carmen in unserer Zeitung â€žLa Muchachaâ€œ ausfÃ¼hrlich dargestellt haben, sind keineswegs nur Ungereimtheiten und handwerklicher Pfusch, resultierend aus der Eile des politischen GeschÃ¤fts. Sie ergeben sich vielmehr allesamt aus der Philosophie der Diskriminierung, die dem Gesetz zugrunde liegt. Prostitutions-Diskriminierung erfÃ¤hrt keine Abschaffung, sondern lediglich einen Formwandel. Insofern ist das Gesetz eine Mogelpackung. </p>
<p>Den fÃ¼r das Gesetz politisch Verantwortlichen wird Kritik nicht erspart bleiben. Dabei lautet die Alternative: Entweder vorwÃ¤rts zu einer konsequenten Entdiskriminierung der Prostitution, also Anerkennung von Prostitution als Beruf. Oder aber eine Rolle rÃ¼ckwÃ¤rts hin zu klassisch konservativen Positionen der Ausgrenzung und Stigmatisierung. Einen Mittelweg gibt es nicht.</p>
<p>Juanita Henning, DoÃ±a Carmen (Organisation fÃ¼r politische und soziale Rechte von Prostituierten) Frankfurt/Main, E-Mail: <a href="mailto:DonaCarmen@t-online.de">DonaCarmen@t-online.de</a> â€“ wer den Verein unterstÃ¼tzen mÃ¶chte, kann dies unter der Bankverbindung: Frankfurter Sparkasse,<br />
BLZ 500 500 01, Kontonummer 466 166</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18016</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 13:45:08 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe sie gefunden, hier aber komischerweise noch in Berlin. Auch die Anzeige ist merkwÃ¼rdig, naja &lt;a href="http://66.249.93.104/search?q=cache:5YOc4BgvkCIJ:www.transgirls.de/allegra/index.html+Allegra,+transsexuell&#038;hl=de"&gt;Allegra&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe sie gefunden, hier aber komischerweise noch in Berlin. Auch die Anzeige ist merkwÃ¼rdig, naja <a href="http://66.249.93.104/search?q=cache:5YOc4BgvkCIJ:www.transgirls.de/allegra/index.html+Allegra,+transsexuell&#038;hl=de">Allegra</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18015</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 11:04:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18015</guid>
		<description>Das stimmt - es hat aber auch bis zu einem gewissen Grad seine Berechtigung, und wenn MÃ¤nner diese Option wÃ¼nschen, so habe ich nichts dagegen, sofern es richtig bewertet wird. FÃ¼r eine Ãœbergangszeit kann dies fÃ¼r eine TS, die den Weg konsequent geht, schon eine gute MÃ¶glichkeit zur Selbstbestimmung sein.  FÃ¼r mich wÃ¤re das in einem solchen Stadium nicht in Frage gekommen - es wÃ¤re "unter meiner WÃ¼rde", besser und abschwÃ¤chend "unter meinem Anspruch" gewesen. Aber als tatsÃ¤chliche Frau unter Frauen und nur als solche "eingekauft" - warum nicht? Und wenn dieser PDS-Politiker dazu beitrÃ¤gt, dass wunderbare Prinzip des Kapitalismus Ã¼ber den eigenen KÃ¶rper frei zu verfÃ¼gen, und ihn - buchstÃ¤blich - "zu Markte tragen" zu kÃ¶nnen/dÃ¼rfen, Anwendung finden kann, so ist das doch etwas Feines.

Wie schrieb ich doch in meiner Biographie (aus dem gekÃ¼rzten Kapitel "Prostitution"):

Ohne die schÃ¶nen Frauenfiguren Brechts, besonders â€žseinenâ€œ Prostituierten, wÃ¤re Tanja Krienen wohl so nicht denkbar. Diese Figuren lieÃŸen mich bereits im Alter von nicht einmal 18 Jahren in die Rolle einer dienenden, jedoch selbstbewussten Frau schlÃ¼pfen, die jederzeit die FÃ¤den in der Hand behÃ¤lt, aber dennoch Ã¼ber die FÃ¤higkeit zur Hingabe verfÃ¼gt. Die SeerÃ¤uber-Jenny, die Jenny aus â€žMahagonnyâ€œ, die â€žDirne Evelyn Roeâ€œ, aber auch Anna und Anna aus den â€žSieben TodsÃ¼ndenâ€œ, sowie weitere Frauengestalten Brechts - â€žDie Courageâ€œ, und â€žFrau Carrarâ€œ - prÃ¤gten sich mir tief ein.

Erstens vergesst nicht kommt das Fressen
Zweitens kommt der Liebesakt
Drittens das Boxen nicht vergessen
Viertens saufen laut Kontrakt
Vor allem aber achtet scharf, 
Dass man hier alles dÃ¼rfen darf.

So heiÃŸt in der Dreigroschenoper, und manche â€žLinkeâ€œ vergessen diese ambivalenten Forderungen Brechts allzu gerne: â€žErst kommt das Fressen, dann kommt die Moralâ€œ - dieser viel zitierte Satz, der meist nur proletarisches Vorgehen rechtfertigt, bekommt unter diesem Gesichtspunkt eine so ganz und gar andere Bedeutung; das Fressen steht neben den anderen Dingen, es geht aus Prinzip nicht ohne, aber die Moral ist unabhÃ¤ngig davon. 

Im September 1996 stand mein Plan fest: Mittelfristig, wÃ¼rde ich im Freilichtmuseum ganz aufhÃ¶ren und nur noch auf dem StraÃŸenstrich arbeiten; momentan zog ich es vor, ein paar Wochen parallel beide TÃ¤tigkeiten zu verrichten. In der einen Woche wollte ich also brav im Museum schuften, in der anderen - meiner offiziellen Freiwoche - den MÃ¤nnern dienen. Ab November wÃ¼rde ich dann sowieso pausieren, anschlieÃŸend mÃ¼sste ich Weiteres planen. 
XXX
Den Dortmunder StraÃŸenstrich nannte und nennt man kurz â€žBornstraÃŸeâ€œ, auch wenn er heute seinen Schwerpunkt an einer anderen Stelle hat (immer noch nahe der StraÃŸe - aber darauf komme ich spÃ¤ter zurÃ¼ck). Er befand sich 1996 nicht weit entfernt der offiziellen BordellstraÃŸe - der LinienstraÃŸe am Steinplatz, an dem schrÃ¤g gegenÃ¼ber die ehemalige berÃ¼hmt-berÃ¼chtigte Steinwache liegt, auf der so viele Menschen wÃ¤hrend der Nazizeit geschlagen wurden (eine Dauerausstellung und eine Gedenktafel erinnern daran). Die BornstraÃŸe ist die AusfallstraÃŸe aus der Dortmunder Innenstadt in Richtung Norden (Eving). Der Strich befand sich aber hauptsÃ¤chlich in den NebenstraÃŸen. So gab es z.B. Bereiche, in denen in erster Linie DrogenabhÃ¤ngige anschafften oder andererseits Transvestiten am Johannisborn auf Freier warteten. Ich orientierte mich sofort an den normalen Frauenstrich - da gehÃ¶rte ich schlieÃŸlich auch hin! 

An einem Samstag im September 1996, es war der 14., begann ich meine Arbeit am StraÃŸenstrich. Kaum war ich zwischen dem Parkplatz an der LeuthardstraÃŸe und den Parkreihen am Burgwall, kurz vor der BornstraÃŸe angelangt, bremste auch schon ein Auto: 
Ich stieg sofort ein. Die Ã¼blichen Preise an der StraÃŸe waren mir bekannt, woher, vermag ich gar nicht mehr zu sagen; jedenfalls nahm ich mir vor fÃ¼r franzÃ¶sischen Sex, sprich blasen, im Auto, 70 Mark zu nehmen. Theoretisch konnte ein Freier auch mit mir nach Hause fahren - also nach Hagen - dann wÃ¼rde ich 150 DM verlangen, stellte ich mir vor (spÃ¤ter, als ich in Dortmund wohnte und Anfahrtsweg kurz wurde, nahm ich 100). Jetzt aber, vor der Disko, kam fÃ¼r mich lediglich eine â€žmÃ¼ndlicheâ€œ Befriedigung in Frage. 

Der Vorgang klappte reibungslos, wir fuhren auf einen Parkplatz den der Freier kannte und ich besorgte ihm das, was er brauchte. Besonders nobel fand ich, dass er mir noch zehn DM drauflegte: â€žDa, kauf Dir ein paar Zigarettenâ€œ. Mich Ã¼berraschte die Freundlichkeit, stellte auch spÃ¤ter immer wieder fest, dass die allermeisten MÃ¤nner hÃ¶flich und umgÃ¤nglich waren. Es gab ein paar SpezialfÃ¤lle, die aber mehr durch endlose Verhandlungen oder nachgeschobene Forderungen auf - und missfielen, - aber ein wirkliches Problem bekam ich mit einem Mann nie!

Eine neue schÃ¶ne Situation stellte sich ein. Ich brauchte z.B. samstags kaum Geld einstecken (nur fÃ¼r den Notfall), sondern verdiente mir was ich brauchte fÃ¼r den Abend, schnell und prompt, in dem ich etwas nett zu einem Mann war, und dadurch mit mehr Geld als ich einsteckte, wieder nach Hause zurÃ¼ck kam. 

Der Strich war wirklich eine gute GeldbeschaffungsmÃ¶glichkeit; dies sahen wohl ein paar sehr junge MÃ¤dchen so, die seltener vorbeikamen, aber dann, um sich ein bisschen Geld fÃ¼r Klamotten zu verdienen. Es war sehr rÃ¼hrend anzusehen, wie zwei besonders junge Kids,  untereinander auf sich aufpassten. Auch bei den anderen Frauen war das manchmal der Fall, aber hier herschte im Wesentlichen Konkurrenzverhalten. Manche hatten Begleiter, die stÃ¤ndig in der NÃ¤he im Auto warteten und fÃ¼r den Notfall zur Hilfe kommen konnten. Das einzige was in dieser Beziehung passierte aber war, dass ich dummes Ei mich in einen Streit einer Kollegin mit einem potenziellen Freier herein mischte, weil er sie schlug und er mich spÃ¤ter bei der Polizei bezichtigt ihn(!) geschlagen zu haben. Das war natÃ¼rlich Quatsch - schlimmer war, dass die Polizei meinen Ausweis kontrollierte und dabei die Manipulation bemerkte. Ich hatte nÃ¤mlich mit einem schwarzen dÃ¼nnen Filzstift aus der 5 in der Rubrik â€žAlterâ€œ, eine 6 gemacht, das Geburtsjahr demnach von 1957 in 1967 geÃ¤ndert. Dies brachte mir eine Anzeige wegen UrkundenfÃ¤lschung ein und nur schwer konnte ich mich damit rausreden, dies mÃ¼sse wohl ein Fleck Dreck in meinem Ausweis gewesen sein. Weil die Polizisten Kontrolleure, ohne das Objekt VORHER zu fotografieren, die Stelle mit ihrem Finger â€žreinigtenâ€œ, so kam ich, die Verbrecherin, noch einmal ungeschoren davon.

Von Anfang an stÃ¶rte am meisten die stÃ¤ndig drohende Anwesenheit der Polizei. Sie konnten jeden Moment auftauchen und alle von der StraÃŸe weg fangen, denn der gesamte Strich lag im Sperrbezirk - kein Wunder: Die ganze Innenstadt war als Sperrbezirk ausgewiesen. Zwei MÃ¤dchen und ich, versuchten uns immer gegenseitig zu warnen, wenn wir irgendetwas VerdÃ¤chtiges entdeckten. Wir standen meist am Ring, vor dem Sidi-Klub. Das war zwar eine Schwulendisko, aber zur Not konnte man da schnell hinein und sich dem Blick der Polizei entziehen. Das war aber erst vom Abend an mÃ¶glich und die Betreiber schmissen uns dann auch schon mal hinaus. Vor allem eines der beiden MÃ¤dchen - beide waren 20 Jahre alt - bekam immer schnell mit, wenn sich eine mit einem zivilen Fahrzeug getarnte Streife nÃ¤herte, denn sie kannte alle Kennzeichen der Wagen, die oft ihre wahre Herkunft durch das Nummernschild verschleierten. 

Alle Einsatzwagen aber gehÃ¶rten zur Abteilung der Dortmunder Sittenpolizei. Diese leitete die Personalien der Festgenommenen an das Ordnungsamt weiter und das stellte dann Mahnbescheide Ã¼ber 300 DM aus. Beim zweiten Mal drohte eine Verhandlung und eine Haftstrafe. Der Ton der Polizei war stets rÃ¼de. Manchmal, wenn sie ganz offen aufscheuchen wollten, kamen sie mit ihrem groÃŸen grÃ¼nen Wagen, stellten das Megaphon an und schrieen dann: ,,Frau Sowieso, wir kommen! Wir nehmen Sie jetzt mit!â€œ Kindisch, aber mit einem sehr ernsten Hintergrund. Einer Kollegin wurde offen gedroht, man nÃ¤hme ihre drei Kinder weg, wenn sie noch mal erwischt wÃ¼rde. Dass bestimmte Frauen also Angst entwickelten, war klar.

Aber was war die Alternative zum StraÃŸenstrich? Ich hatte auch im Herbst 1996 zwei Tage in einem Klub am Barbarossaplatz in KÃ¶ln ausgeholfen. R. rief mich an und ich sagte zu. Zwei Tage zuvor hatten dort noch vier Polinnen gearbeitet, die aber mitsamt eines Teils der Einrichtung abgehauen waren. Von heute auf morgen belegten den selben Arbeitsplatz also drei transsexuelle Frauen; 
XXX
Mit R. aber informierte ich mich am KÃ¶lner Eigelstein in einem Bordellhaus mit einzelnen Zimmervermietungen, Ã¼ber die dort herrschenden ArbeitsmÃ¶glichkeiten. Wir sprachen mit einer Hure Ã¼ber die Konditionen. Ihr Macker kam dazu hinter dem Vorhang zum kleinen Nebenraum hervor, in dem er sich sonst wÃ¤hrend der Arbeit seiner Frau aufhielt. Im vierten Stockwerk lagen die RÃ¤umlichkeiten. Ein groÃŸes Zimmer mit einem Bad, alles in allem nicht schlecht, aber: Pro Person hÃ¤tten wir pro Tag 120 DM zahlen mÃ¼ssen, dazu kamen noch Kosten fÃ¼r PrÃ¤servative und Hygieneartikel, die nur beim Hausservice gekauft werden durften. 

Von der Laufkundschaft allein konnte man voraussichtlich nicht leben, so hÃ¤tten noch Anzeigen geschaltet werden mÃ¼ssen. Pro Woche lagen die Kosten fÃ¼r das Zimmer bei etwa 1700 Mark. Geht man von einer fÃ¼nf Tage Woche aus (blieb das Zimmer leer, reduzierte sich der Preis auf die HÃ¤lfte), so mussten immerhin pro Person allein fÃ¼r das Zimmer etwa 700 DM aufgebracht werden. Dies bedeutete bei einem Einstiegspreis von 50 DM, dass knapp 15 MÃ¤nner als Kunden â€žgemachtâ€œ werden mussten, ehe jede in die schwarzen Zahlen kam. Dabei waren die Zusatzkosten noch nicht berÃ¼cksichtigt. Bei einer FÃ¼nf-Tage-Woche waren das also drei Freier pro Tag (noch einen, wenn Anzeigen dazukÃ¤men) mindestens noch mal so viele mussten es also sein, damit es sich lohnte. Dies aber hÃ¤tte Stress bedeutet. Stressig sollte die Angelegenheit aber doch nicht werden!

An der StraÃŸe konnte ich zwei oder dreimal in der Woche - wenn ich Lust hatte - zwei oder drei Freier â€žmachenâ€œ, ohne vorher zu investieren, ohne mich zu Verausgaben. Nein, der SpaÃŸ wÃ¤re damit wieder vorbei gewesen. R. und ich schÃ¤tzten das sehr Ã¤hnlich ein. Ich schlug ihr stattdessen vor nach Dortmund mitzukommen und es dort am StraÃŸenstrich zu probieren.

Bislang konnte ich von GlÃ¼ck sagen, dass ich noch nicht von der Polizei erwischt wurde; einmal waren sie hinter mir her gerannt und ich konnte mich in ein Haus retten, in dem sich in der zweiten Etage ein Gym-Studio befand. An jenem Tag trug ich meine gut eingetragenen Stiefel und so waren meine Chancen, den HÃ¤schern zu entkommen, hÃ¶her. So war ich denn flink genug auf den Beinen, um mich bis in der zweiten Stock zu retten, in dem sich der Erfrischungsbereich des Studios befand. Mit einer halben Etage Vorsprung erreichte ich das schÃ¼tzende Studio - der Einsatz des Polizisten war beendet.

An guten Tagen sprach die Polizei Platzverweise aus, an manchen schlug sie sofort zu - dies konnte man nie wissen. Die Freier fuhren mit ihren Autos immer im Kreis herum, ein kurzes StÃ¼ck Ã¼ber den Burgwall, dann in den Johannisborn, an der HunnentrÃ¤nke vorbei, an der KappellenstraÃŸe die Bahngleise unterquerend und dann durch die MÃ¼hlenstraÃŸe wieder zurÃ¼ck auf die BornstraÃŸe. Sie hielten dann an, man ging zum Auto hin oder setze sich hinein, um Verhandlungen Ã¼ber den Preis und die Leistung zu fÃ¼hren.
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Ohne Alkohol stand ich das nicht durch - ich erwÃ¤hnte es schon. Auf der Fahrt nach Dortmund fÃ¼llte ich mir immer soviel Wodka-Lemon in meine Cola-Flasche, sodass es etwa vier Doppelten entsprach. Zwischen zwei Freiern trank ich dann schnell noch ein Bier in einer der LokalitÃ¤ten in der Innenstadt. Es war eine uneingeschrÃ¤nkt schÃ¶ne Zeit und lediglich die einsetzende KÃ¤lte machte mir etwas zu schaffen. Beinahe jeder Tag brachte irgendwelche Neuigkeiten, lustige Begebenheiten oder auch menschlich interessante Erfahrungen. 

RÃ¼hrend war es beinahe, wenn manche MÃ¤nner mich zu sich nach Hause nahmen und ich als kleines StÃ¼ckchen GlÃ¼ck, in den Dortmunder Wohnungen mit Soldatenbildern, Familienfotos an der Wand und Borussia Devotionalen im Schrank, ein bisschen lieb zu ihnen sein durfte. Das war auch fÃ¼r mich sehr schÃ¶n. Es war dann die andere Seite der rauhen Arbeiter, der Ex-Bergleute oder Kraftfahrer zu erleben, die meist schon zufrieden waren, wenn man ihren Schwanz schÃ¶n und engagiert blies. 

Einer der der Ã¤lteren Freier war noch im zweiten Weltkrieg gewesen, er zeigte mir seine Schussverletzungen, - wann konnte man so was noch leibhaftig erleben? Interessant war auch ein ehemaliger Steiger, der Ã¼ber drei Eier verfÃ¼gte! Er meinte, dies kÃ¤me hÃ¤ufiger vor - hmm; ich hatte so etwas noch nicht gesehen, aber mich stÃ¶rte es nicht. Ãœber BÃ¤uche musste man genauso hinwegsehen, wie Ã¼ber bestimmte GerÃ¼che, drei Eier waren dagegen wirklich eine Kleinigkeit. Normalerweise verwendete ich nie Kondome, da ich den Geruch des Gummis Ã¼berhaupt nicht mag und zudem die HÃ¤nde danach stinken - nur wenn ein Freier nicht ganz sauber war, dann griff ich zu diesen Dingern. Den normalen Schwanzgeruch stattdessen, empfand ich nie negativ - im Gegenteil! 

Problematisch konnte es aber auch aus einer anderen Richtung werden. So besaÃŸ einer meiner Stammfreier einen derart groÃŸen Schwanz, dass ich ihn kaum zwischen meine ZÃ¤hne bekam. Unvorstellbar!!! Der hatte im unerigierten Zustand den Umfang eines Unterarmes; wuchs aber auch nicht groÃŸartig, wenn man ihn bearbeitete. Mit diesem Mann konnte man auch ganz nett plaudern, wie mit so vielen, die an der StraÃŸe auftauchten. Ein groÃŸer Vorteil zu den Bordellen oder Klubs, wo manche halt gegen Mitternacht vÃ¶llig angesÃ¤uselt auftauchen, war auch der, dass es sich im Grunde niemand erlauben konnte, dort betrunken herum zu fahren. Zu groÃŸ war die Gefahr in eine Polizeikontrolle zu geraten.

Einige Freier vielen durch ihre Neigung zur Feilscherei auf. In seltenen FÃ¤llen ging ich bis 60 Mark herunter, aber wenn mir der Mann Ã¼berhaupt nicht gefiel, dann sagte ich nur â€žTut mir leidâ€œ und stieg wieder aus. Auch bei einem Behinderten ohne Beine, machte ich dies, weil ich es dabei einfach nicht konnte. Wenn mir aber manche zu nervend handelten, dann sagte ich auch: â€žKuck, da hinten stehen die DrogenabhÃ¤ngigen, die machen es schon fÃ¼r 30 Mark. Geh doch dahin.â€œ Nee, ich versuchte immer einen gewissen Preisstandard zu halten. Rechne ich alle â€žEinsÃ¤tzeâ€œ zusammen (auch spÃ¤ter jene, als ich in Dortmund wohnte), so komme ich auf einen Schnitt von 96 DM, also 50 Euro. Damit bin ich nach wie vor zufrieden. 

Die missliebige Frage war immer: â€žWohin fahren wir?â€œ Manche Freier kannten selbst gute PlÃ¤tze, die aber auch oft mit einer lÃ¤ngeren Fahrt verbunden waren. Zur Not aber brachte ich immer die ParkplÃ¤tze des Westfalenstadions ins Spiel. Je nach der Verkehrdichte - auf den StraÃŸen der Innenstadt, meine ich - war dies ein Weg zwischen sieben Minuten und einer guten Viertelstunde. Und es war sicher dort, denn es fiel nicht auf, wenn irgendwo auf den groÃŸen ParkplÃ¤tzen ein Wagen mit einem PÃ¤rchen stand. Nur einmal tauchte hier die Polizei auf und dies zog eine etwas kuriose Szene nach sich. Gerade als ich den Freier franzÃ¶sisch befriedigte, mein Kopf also in seinem SchoÃŸ lag (wÃ¤hrend er, oben, durch die Scheibe seines PKW sah), rief er plÃ¶tzlich: â€žPolizei!â€œ Ich unterbrach meine Arbeit, sah auf und zog mir schnell mein HÃ¶schen und den Rock wieder hoch, denn das hatte ich als FummelmÃ¶glichkeit heruntergelassen und da ich dort nicht anders aussah als normale Frauen, war damit auch immer der Ã¼berzeugendste Beweis meiner Weiblichkeit gegeben. 

Ich weiÃŸ bis heute nicht, wie gutaussehende Transvestiten die Ungewissheit aushalten, ob etwas bemerkt wird oder nicht und vor allem, wie oft muss es zu Problemen kommen, da ich aus Erfahrung weiÃŸ, wie gerne MÃ¤nner nun mal den Genitalbereich einer Frau bearbeiten wollen. Egal. Die Polizei fuhr in dieser Szene einmal auf und ab
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Ich mochte es nicht, wenn FickplÃ¤tze nachher total verschmutzt aussahen. Das passierte schnell, weil viele Huren Kondome und TÃ¼cher einfach aus dem Auto werfen und dann mit dem Mann abdÃ¼sten. Um dies zu vermeiden, stellte ich mir immer ein PÃ¤ckchen her, bestehend aus einem Kondom und einigen PapiertaschentÃ¼cher; diese Utensilien steckte ich dann einen kleinen durchsichtige FrischhaltetÃ¼te, faltete es zusammen und so wanderte es in meine Tasche. Wenn ich den Inhalt gebrauchte, steckte ich die schmutzigen TÃ¼cher und das Kondom in die TÃ¼te und warf alles zusammen bei der nÃ¤chsten Gelegenheit in einen MÃ¼lleimer. 

Besonders schÃ¶n war die Arbeit immer auf einem Parkplatz nahe des HoeschgelÃ¤ndes. Dort kam man der groÃŸen blauen, stÃ¤ndig brennenden Flamme des Hochofens recht nahe. Dies sah immer wundervoll aus und jedes Mal geriet ich in eine melancholische Stimmung dabei, versuchte jedoch den Einfluss auf die Arbeit gering zu halten. Schade: Jetzt ist der Hochofen fÃ¼r immer verloschen, seine Einzelteile wurden im Sommer 2002 zerlegt und in China wieder aufgebaut. Hoffen wir, dass sich auch chinesische Prostituierte an jenem schÃ¶nen Schauspiel wÃ¤hrend ihrer Arbeit erfreuen kÃ¶nnen.

Was Freier in Wahrheit wollen, ist manchmal schwer auszumachen. Es gibt welche, die endlos verhandeln und man hat bei ihnen den Eindruck, dies reicht ihnen schon aus um Befriedigung zu finden. Dies geht allerdings zu unseren Lasten, es ist zunÃ¤chst reine Zeitverschwendung. 

Dennoch sollte man auch mit derartigen MÃ¤nnern nach MÃ¶glichkeit hÃ¶flich umgehen. Dasselbe gilt fÃ¼r jene, die immer nur im Kreis fahren und gucken, dabei sich mÃ¶glicherweise einen runter holen. Dummer lÃ¤uft es dann, wenn die Gefahr der Ausnutzung besteht. So geschehen bei einem, den ich beinahe Stammfreier nennen wÃ¼rde, der aber plÃ¶tzlich nur noch von seinem Schreibtisch in der Dortmunder Stadtverwaltung anrief, ellenlange GesprÃ¤che mit mir fÃ¼hrte, aber zu keinem konkreten Treffen Zeit hatte. Er onanierte wÃ¤hrend des GesprÃ¤ches - das merkte ich. Drei Mal machte ich die Sache mit, dann lehnte ich weitere GesprÃ¤che ab. Es ist halt ein Problem, dass der Mann meist nach einem halben Dutzend Mal Sex mit einer Frau, eine andere will. Das ist so. Ausnahmen sind selten. 

Ansonsten sei noch mal klar gesagt: Im Normalfall kann man nicht um seinen Lohn betrogen werden, denn es wird selbstverstÃ¤ndlich grundsÃ¤tzlich vorher kassiert. Mir passierte es nur einmal bei einem Stammfreier, der mit den Worten: â€žIch habe mein Geld vergessenâ€œ, seinen Dienst erhielt, weil ich ihm vertraute. Aber er wollte wohl bei seinem einkalkuliert letzten Besuch, ohne Bezahlung davon kommen. Doch ich hatte seine Telefonnummer, wusste wo er arbeitete - nach der Drohung, ich wÃ¼rde ihn in der Firma besuchen, brachte er mir meine ausstehenden 100 DM.

Es gab auch echte Highlights. So wurde ich einmal von einem Mehrfachfreier als Begleitung zum GeschÃ¤ftsessen engagiert in einem schÃ¶nen Restaurant mit Blick auf den Hengsteysee, nahe der Ruhr. Ich fuhr direkt von der Arbeit im Freilichtmuseum zu seiner Arbeitstelle in Hagen-Haspe, nicht weit entfernt von dem Erziehungsheim, in dem ich vier Jahre arbeitete und wo er als Abteilungsleiter arbeitete. Gemeinsam fuhren wir von dort zum Restaurant. Es war ein bisschen langweilig, weil ich von all den Dingen die dort geredet wurden, nicht viel verstand und manchmal musste ich mÃ¼hselig die Klippen umschiffen, denn offiziell war ich doch eine Angestellte des Betriebes und konnte bisweilen nur sehr allgemein Ã¼ber â€žmeine Arbeitâ€œ dort Auskunft geben. 

Eine andere Begleitung hatte einen ganz und gar anderen Charakter. So wurde ich im November fÃ¼r einen halben Abend als fehlendes Teil eines Paares engagiert, damit der Kunde einen Kino-PÃ¤rchen - Klub besuchen konnte. Er bezahlte Eintritt, wir nahmen im Foyer noch einen Drink und gingen hinein, in diesen â€žetwas anderenâ€œ Kinoraum. Hier flimmerten ausschlieÃŸlich Pornos Ã¼ber die Leinwand, die anwesenden Personen lagen mehr oder weniger kreuz und quer durch und Ã¼bereinander. Die AtmosphÃ¤re war gemÃ¤ÃŸigt ansteckend und obwohl ich dafÃ¼r eigentlich nicht bezahlt wurde, blies ich auch dem einen oder anderen Mann - zusÃ¤tzlich meinem Freier selbstverstÃ¤ndlich - den Schwanz. Ich wollte mich auch nicht wie eine Mimose verhalten, denn er hatte ja schlieÃŸlich dafÃ¼r bezahlt eine nette und mitmachende Partnerin an seiner Seite zu haben. Da geschah leider auch etwas vÃ¶llig Unerwartendes: Frauen griffen nach mir!!! Zwei Frauen fassten mir an die Brust und versuchten mich in irgendwelche Spielchen hinein zu ziehen. Igitt! Nun wurde es mir dann doch zuviel - ich machte mich hÃ¶flichst aus dem Staub und trollte mich endgÃ¼ltig in das Foyer zurÃ¼ck. Das Ganze war natÃ¼rlich nicht so sehr mein Ding - aber 300 Mark fÃ¼r so eine Abwegigkeit, waren auch nicht zu verachten.

GrundsÃ¤tzlich war es kein Ã¼bles Angebot, das mir ein Freier erÃ¶ffnete - 400 DM fÃ¼r eine Nacht. Ich sagte zu. Die Fahrt ging tief ins Sauerland, nach Bigge-Olsberg. Dort gehÃ¶rte ihm ein Haus, dass recht interessant ausgestattet war und in dem sich in fast jedem Zimmer ein Bildschirm befand. Der Hausherr sah sich halt gerne Ã¼berall Pornos an. Nun dachte ich, eine Nacht kÃ¶nne nach einer guten Stunde beendet sein, wenn sie einmal abspritzen, dann kommen MÃ¤nner meist zu Ruhe. So war es zunÃ¤chst auch. Unangenehm allerdings, dass er glaubte, mich von Zeit zu Zeit wecken zu dÃ¼rfen, wenn ihm danach war. Ich war am Morgen ziemlich genervt. AuÃŸerdem erÃ¶ffnete er mir - entgegen unserer Absprache - er kÃ¶nne mich nicht nach Hause fahren. Immerhin gab er mir noch das Geld fÃ¼r die Bahnfahrkarte und fuhr mich zum Bahnhof. Hier stand ich nun um 6.30 Uhr in der FrÃ¼h, mitten im Sauerland, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und dies alles mit einem kurzen Rock (wenngleich - gottlob - mit Stiefeln und Jacke bekleidet). Alle SchÃ¼ler und Jungarbeiter, die in Hagen oder Dortmund lernten, waren an diesem Morgen unterwegs und fuhren mit dem Zug ins Ruhrgebiet. Ich fand mich zwar katastrophal aussehend, Ã¼bernÃ¤chtigt und schlecht gelaunt, aber irgendwann gegen 9.00 Uhr, kam ich ohne Probleme wieder in Hagen an.

Die Freier wandten auch viele Tricks an, um unbemerkt von ihren Partnern zum StraÃŸenstrich zu kommen. Manche blieben einfach dem obligatorischen Abendtraining fern, manche dehnten Einkaufsfahrten aus und andere logen sich die ZeitlÃ¼cke gekonnt zurecht. Genau das warf man dem CDU-Landtagsabgeordneten und PrÃ¤sident des Basketballvereins SSV Hagen D. vor, der von der Polizei am Strich Mitte der 8oer Jahre aufgegriffen wurde. Sechzehn Jahre alt war das MÃ¤dchen, welches in seinem Auto saÃŸ, als die Polizei kam. Er habe es trÃ¶sten wollen, sagte er der Polizei; sie habe geweint, als sie sich zu ihm ins Auto setzte; nein, sonst wÃ¤re nichts gewesen, er habe nur auf seine Frau gewartet, die in der Innenstadt Besorgungen mache. Die Wellen schlugen in der Presse hoch. Der Dortmunder CDU-Bundestagsabgeordnete eilte seinem Parteifreund zu Hilfe, - Norbert BlÃ¼m, zu dieser Zeit zudem Bundesarbeitsminister! Ergebnis: Die Polizei musste sich fÃ¼r ihr Vorgehen entschuldigen, der Abgeordnete war rehabilitiert.

Er habe die Polizei rufen mÃ¼ssen, teilte ein Mann seiner Frau per Autotelefon mit. Irgendjemand habe ihn fotografiert und er bestehe auf das â€žRecht am Bildâ€œ. Daraufhin habe man ihm gesagt, er mÃ¼sse zum PolizeiprÃ¤sidium fahren, um den Vorfall dort zu melden, es wÃ¼rde also noch etwas dauernd. Diese Geschichte erzÃ¤hlte ein Freier wÃ¤hrenddessen wir bereits unterwegs zu seinem Haus in einem Dortmunder Randbezirk waren. Seine Frau harrte in der Stadt aus - er rief sie noch mal an, als wir sein Haus erreichten. Nach dem Sex fuhr er mich schnellstens wieder zum Strich und anschlieÃŸend holte er seine wartende Frau ab. So machten sie es.

Dies waren aber auch solche Momente, in denen gewisse moralische Bedenken aufkamen. Meine Existenz wurde zum vielfachen Grund fÃ¼r Ehebruch. Aber gab es nicht andere GrÃ¼nde fÃ¼r den Weg der MÃ¤nner zu mir und zu meinen Kolleginnen? Musste nicht schon sehr viel passiert (oder auch nicht passiert sein), damit es dazu kam? Ja, ich kann die Verzweifelung von Frauen bis zu einem gewissen Grad verstehen, die sich dadurch betrogen und gedemÃ¼tigt fÃ¼hlen. Zum einen bricht in diesem Moment die mÃ¶glicherweise mÃ¼hsam aufrechterhaltenen Idylle zusammen, zum anderen, geraten eventuell alle moralischen Kategorien durcheinander - eine schwierige Situation, die nicht nur mit falschen, â€žspieÃŸbÃ¼rgerlichenâ€œ Vorstellungen zusammen hÃ¤ngt, sondern auch Ausdruck einer tiefen Irritation und einer schweren EnttÃ¤uschung ist, die wohl auch oft als persÃ¶nliche Niederlage empfunden wird. 

Es gibt aber zur Prostitution keine Alternative. WÃ¤re sie verboten, wÃ¼rden zudem viel mehr Ehen auseinander gehen, weil â€ždas Neueâ€œ oder â€ždas Andereâ€œ nur mit einem brachialen Schritt der Trennung verbunden wÃ¤re. Viele MÃ¤nner suchen aber nur die Abwechselung und sind dann wieder die alten, familienorientierten EhemÃ¤nner. Nein, man sollte das alles - so schwer es auch fÃ¤llt - nicht ganz so hoch hÃ¤ngen. Selbst wenn der Seitensprung gelebt wird, heiÃŸt das Ã¼berhaupt nicht, diese MÃ¤nner wÃ¼rden ihre Frauen nicht lieben. Dies anzunehmen, wÃ¤re ein groÃŸer Irrtum. 

Die langjÃ¤hrige gewachsene Zuneigung wird nicht durch ein Abenteuer oder auch zwei, drei ausradiert - sie bleibt bestehen. Es ist lediglich der natÃ¼rliche Trieb der MÃ¤nner, ab und zu auszubrechen und die FÃ¤higkeit zur Populationsvermehrung zu beweisen. Das ist psychologisch eindeutig bewiesen. VerstÃ¤ndnis ist hier angesagt. Abstrafung wÃ¤re die falsche, mehr Zuneigung, die richtige TeillÃ¶sung dieses Problems.

Spannend ging es im Herbst 1996 am Strich zu, weil man eine Kollegin ermordete. Sie war noch am Abend an der Tankstelle an der BornstraÃŸe gesehen worden - ganz in der NÃ¤he der U-Bahn-Haltestelle BrÃ¼gmannplatz. Von dort aus war sie nach Essen gefahren um in der NÃ¤he des Hauptbahnhofes anzuschaffen. Sie wurde einige Tage spÃ¤ter im Rheinland tot aufgefunden.

Die Presse berichtete groÃŸ und am StraÃŸenstrich waren wir doch etwas nervÃ¶s geworden, wurde es doch wieder einmal plÃ¶tzlich klar, wie gefÃ¤hrlich der Job werden konnte. Nun passten wir genauer auf, wer in welches Auto stieg und einmal in dieser Zeit bekam ich es wirklich mit der Angst zu tun. Ich war mit einem Freier weit in lÃ¤ndliches Gebiet gefahren, um am Rand eines Feldes den Wagen abzustellen und dort Sex zu praktizieren. PlÃ¶tzlich bemerkten wir einen Schatten in der NÃ¤he des Autos. Sofort unterbrachen wir den SpaÃŸ und versuchten in der einbrechenden Dunkelheit etwas zu erkennen. Da fuhr auch schon ein etwa 50 Meter entfernt abgestellter PKW zÃ¼gig davon - es war wohl ein Spanner, der uns vom Strich aus nachgefahren war und beim Sex zugeschaut hatte. Ich war also etwas verunsichert. 

Die Polizei verhielt sich in dieser Phase ausnahmsweise einmal so, wie es normale Menschen tun und befragte jede Einzelne von uns, ob wir irgendein verdÃ¤chtiges Verhalten von Freiern bemerkt hatten, ob wir die Tote kannten und was wir Ã¼ber sie sagen konnten. Ich hatte sie nur ein Mal flÃ¼chtig gesehen, konnte also zur gesamten Thematik nichts sagen. Weil der TÃ¤ter zunÃ¤chst nicht gefasst wurde, blieb eine latente Unsicherheit bei uns bestehen. Erst zwei Jahre spÃ¤ter wurde er gefasst und ging als â€žRhein-Ruhr-Ripperâ€œ in die Kriminalgeschichte ein. Insgesamt verÃ¼bte er vier Morde. Den Prostituierten schob er wÃ¤hrend des Geschlechts-verkehrs ein Messer in den RÃ¼cken - dies brachte den Kick, den er brauchte. Wie soll man sich nur vor so einem â€žMenschenâ€œ schÃ¼tzen?

Ablenkung aber brachten auch die kleinen, nicht ganz alltÃ¤glichen WÃ¼nsche der MÃ¤nner. 10 DM bekam ich z.B. extra, weil ich meinen Hintern aus dem Fenster des fahrenden Autos hielt, wÃ¤hrend wir Ã¼ber die BornstraÃŸe dÃ¼sten. Der Typ fand das sehr geil und ich ziemlich lustig. SpaÃŸig war auch der junge Mann, der gar keinen Sex wollte; er habe nur eine Bitte, - zu gern mÃ¶chte er doch meine FÃ¼ÃŸe fotografieren. Nun, fÃ¼r einen Sonderpreis, 50 Mark, konnte er gerne ein paar Aufnahmen machen, dies war schnell verdientes Geld. Bei dem Wunsch eines anderen nach Sadomaso-Praktiken jedoch, musste ich kapitulieren. Ich sagte dem jungen Mann, er solle dann doch lieber ein Studio aufsuchen, nach dem ich ihm drei Mal den GÃ¼rtel widerwillig Ã¼ber den OberkÃ¶rper gezogen hatte. Ich bin in diesem Punkt blockiert.

Manchmal nimmt sich ein Mann halt auch das was er will, z.B. verpasste mir
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Ich war glÃ¼cklich. Er hatte dies so krÃ¤ftig, Ã¼berzeugend und zielstrebig gemacht, dass ich vollsten Respekt dafÃ¼r empfand. Es war ein  Italiener.
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Noch ziemlich am Anfang meiner StraÃŸenstrich Zeit, stieg ich eines Tages in der NÃ¤he der Transvestiten aus einem Auto aus. Ein paar Mal war ich schon an ihnen vorbei gefahren. Sie waren teilweise groÃŸ, sehr groÃŸ, unglaublich stark geschminkt, oftmals grotesk angezogen und stammten allesamt aus Marokko. Ich dachte immer noch trotz einer gewissen Skepsis, es gÃ¤be bestimmte BerÃ¼hrungspunkte zwischen uns und ging freundlich auf die erste zu: â€žHallo, ich heiÃŸe Tanja.â€œ
â€žWas willst Du hier? Hau ab!â€œ
â€žHÃ¤? Was soll das, ich wollte nur mal â€žHalloâ€œ sagen, weil ich auch hier arbeite, da oben stehe ich immer.â€œ Ich zeigte auf die nÃ¤chste StraÃŸenkreuzung.
â€žDu arbeitest nicht mehr lange hier.â€œ â€žSuleikaâ€œ hieÃŸ sie, wie ich spÃ¤ter erfahren sollte. Bei Sonja Zietlow hatte â€žsieâ€œ mal einen Auftritt als Bruder, der seiner Schwester ab und zu mal Klamotten klaut. Dort wirkte â€žsieâ€œ sehr belustigend - hier, auf der StraÃŸe jedoch brutal. â€žSuleikaâ€œ stieÃŸ mich weg. 
Im selben Moment kam ein anderes, geradezu furienhaftes Wesen auf mich zu, stieÃŸ mich krÃ¤ftig in die Seite und schrie: 
â€žMach, dass Du hier wegkommst, sonst knallts.â€œ Es war Aiche, die hier fast jeden Abend stand. Sie trieb mich buchstÃ¤blich vor sich her, ballte die FÃ¤uste und spannte die mÃ¤nnlichen Muskeln an. Ich hatte an diesem Tag hohe, glatte Schuhe an, kam kaum vom Fleck und war fast paralysiert angesichts dieses Ã¼berraschenden Angriffs. Aiche kam mir immer nÃ¤her und zeterte dabei lauthals. Ich rettete mich in die Schwulendisco an der Ecke, dem Sidiklub. Hier rief ich nach der Polizei. Aiche kam hinter mir her und nur einer der GÃ¤ste stellte sich zwischen uns. 

Von den meisten Schwulen wurde ich(!) beschimpft, weil ich nach der Polizei rief.  Seitdem versuchte mich der Idiot, der mit dem Besitzer liiert war, jedes Mal aus dem Laden zu werfen, wenn ich mal kurz ein GetrÃ¤nk zu mir nehmen wollte. Ein ganz und gar uneinsichtiger Dummkopf, der aber mit den marokkanischen Transen sympathisierte - er war selbst ein Transvestit und vermutlich auch ein bisschen neidisch auf meinen Zustand. In erster Linie aber war ein einfach ein groÃŸes Arschloch. 

An meinem nÃ¤chsten Arbeitstag ging ich trotzdem auf Aiche zu: â€žKann ich mal mit Dir reden?â€œ â€žJaâ€œ, Aiche hatte sich abgeregt. Sie erklÃ¤rte, mit allen die neu hier auftauchten und arbeiten wollten, wÃ¼rde sie so umzugehen. Die Deutschen fÃ¤nde sie sowieso total beschissen aussehend, aber von ihr aus, kÃ¶nne ICH ruhig bleiben! Das war natÃ¼rlich ein Kompliment, ich hatte mich durchgesetzt. Doch ich erklÃ¤rte ihr, dass wir uns ohnehin nie in die Quere kÃ¤men, weil ich HIER nie stehen wÃ¼rde. Sie war es zufrieden. Klar, sie versuchte mit den anderen ihren Teil des StraÃŸenstrichs zu verteidigen und dennoch war ihr Einstand fÃ¼r mich vÃ¶llig indiskutabel. Ich erkannte auch, dass sie durchaus einen transsexuellen Charakter hatte, das heiÃŸt, sie war deutlich auf dem Weg dazu, stÃ¤ndig in der Frauenrolle zu leben. Auch â€žSuleikaâ€œ begann im Jahr nach dem â€žSonjaâ€œ- Auftritt Hormone zu nehmen. Sie war nur ein MitlÃ¤ufer und weil Aiche mir gegenÃ¼ber nun friedlich gestimmt war, war sie es auch. Wir sprachen Ã¼ber meinen Status und Aiche war sehr neugierig, wie so etwas nach einer OP ausschaut. Ich ging mit ihr auf die Toilette im Don-Klub, setzte mich mit dem Hintern auf den Toilettendeckel in â€žUntersuchungstuhlstellungâ€œ und lieÃŸ den Slip herunter. Aiche fand es hÃ¼bsch. Sie selbst war erst 19 und stand am Anfang des Prozesses, hatte null Busen, dafÃ¼r aber alles, was einen Mann sonst noch so ausmacht. Aber Ende des Jahres tat sie den ersten Schritt und lieÃŸ sich einen groÃŸen Busen implantieren. Nun konnte sie sich oben herum schon etwas natÃ¼rlicher geben. 

Manchmal lief ich in den NebenstraÃŸen des Strichs herum, kam einmal auch in die NÃ¤he des Pornokinos an der SteinstraÃŸe und wurde von der StraÃŸe weg, fÃ¼r Sex im Pornokino eingekauft; nichtdie Leinwand, fÃ¼r die Anwesenden schien der real zu erlebende Sex tatsÃ¤chlicher interessanter zu sein - wen wundertÂ´s? Denn wÃ¤hrend ich in der dritten Reihe sitzend dem Mann einen blies, schaute ich mit einem Auge kurz hoch und traute demselben nicht: Alle MÃ¤nner blickten zu uns her und guckten zu - die meisten mit der Hand in der Hose! Dies empfand ich als eine ganz angenehme Situation. Der Tag hatte sich wieder mal gelohnt! Ich stellte fest, dass ich so ein glÃ¼ckliches Leben in Dortmund fÃ¼hren konnte und konkretisierte meinen Plan, in dem ich mich wÃ¤hrend der kalten Jahresendphase, in der ich nicht arbeitete, um eine Wohnung in der Stadt bemÃ¼hte. Ja, es war klar: Meine Zukunft lag in Dortmund! Und wie...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das stimmt - es hat aber auch bis zu einem gewissen Grad seine Berechtigung, und wenn MÃ¤nner diese Option wÃ¼nschen, so habe ich nichts dagegen, sofern es richtig bewertet wird. FÃ¼r eine Ãœbergangszeit kann dies fÃ¼r eine TS, die den Weg konsequent geht, schon eine gute MÃ¶glichkeit zur Selbstbestimmung sein.  FÃ¼r mich wÃ¤re das in einem solchen Stadium nicht in Frage gekommen - es wÃ¤re &#8220;unter meiner WÃ¼rde&#8221;, besser und abschwÃ¤chend &#8220;unter meinem Anspruch&#8221; gewesen. Aber als tatsÃ¤chliche Frau unter Frauen und nur als solche &#8220;eingekauft&#8221; - warum nicht? Und wenn dieser PDS-Politiker dazu beitrÃ¤gt, dass wunderbare Prinzip des Kapitalismus Ã¼ber den eigenen KÃ¶rper frei zu verfÃ¼gen, und ihn - buchstÃ¤blich - &#8220;zu Markte tragen&#8221; zu kÃ¶nnen/dÃ¼rfen, Anwendung finden kann, so ist das doch etwas Feines.</p>
<p>Wie schrieb ich doch in meiner Biographie (aus dem gekÃ¼rzten Kapitel &#8220;Prostitution&#8221;):</p>
<p>Ohne die schÃ¶nen Frauenfiguren Brechts, besonders â€žseinenâ€œ Prostituierten, wÃ¤re Tanja Krienen wohl so nicht denkbar. Diese Figuren lieÃŸen mich bereits im Alter von nicht einmal 18 Jahren in die Rolle einer dienenden, jedoch selbstbewussten Frau schlÃ¼pfen, die jederzeit die FÃ¤den in der Hand behÃ¤lt, aber dennoch Ã¼ber die FÃ¤higkeit zur Hingabe verfÃ¼gt. Die SeerÃ¤uber-Jenny, die Jenny aus â€žMahagonnyâ€œ, die â€žDirne Evelyn Roeâ€œ, aber auch Anna und Anna aus den â€žSieben TodsÃ¼ndenâ€œ, sowie weitere Frauengestalten Brechts - â€žDie Courageâ€œ, und â€žFrau Carrarâ€œ - prÃ¤gten sich mir tief ein.</p>
<p>Erstens vergesst nicht kommt das Fressen<br />
Zweitens kommt der Liebesakt<br />
Drittens das Boxen nicht vergessen<br />
Viertens saufen laut Kontrakt<br />
Vor allem aber achtet scharf,<br />
Dass man hier alles dÃ¼rfen darf.</p>
<p>So heiÃŸt in der Dreigroschenoper, und manche â€žLinkeâ€œ vergessen diese ambivalenten Forderungen Brechts allzu gerne: â€žErst kommt das Fressen, dann kommt die Moralâ€œ - dieser viel zitierte Satz, der meist nur proletarisches Vorgehen rechtfertigt, bekommt unter diesem Gesichtspunkt eine so ganz und gar andere Bedeutung; das Fressen steht neben den anderen Dingen, es geht aus Prinzip nicht ohne, aber die Moral ist unabhÃ¤ngig davon. </p>
<p>Im September 1996 stand mein Plan fest: Mittelfristig, wÃ¼rde ich im Freilichtmuseum ganz aufhÃ¶ren und nur noch auf dem StraÃŸenstrich arbeiten; momentan zog ich es vor, ein paar Wochen parallel beide TÃ¤tigkeiten zu verrichten. In der einen Woche wollte ich also brav im Museum schuften, in der anderen - meiner offiziellen Freiwoche - den MÃ¤nnern dienen. Ab November wÃ¼rde ich dann sowieso pausieren, anschlieÃŸend mÃ¼sste ich Weiteres planen.<br />
XXX<br />
Den Dortmunder StraÃŸenstrich nannte und nennt man kurz â€žBornstraÃŸeâ€œ, auch wenn er heute seinen Schwerpunkt an einer anderen Stelle hat (immer noch nahe der StraÃŸe - aber darauf komme ich spÃ¤ter zurÃ¼ck). Er befand sich 1996 nicht weit entfernt der offiziellen BordellstraÃŸe - der LinienstraÃŸe am Steinplatz, an dem schrÃ¤g gegenÃ¼ber die ehemalige berÃ¼hmt-berÃ¼chtigte Steinwache liegt, auf der so viele Menschen wÃ¤hrend der Nazizeit geschlagen wurden (eine Dauerausstellung und eine Gedenktafel erinnern daran). Die BornstraÃŸe ist die AusfallstraÃŸe aus der Dortmunder Innenstadt in Richtung Norden (Eving). Der Strich befand sich aber hauptsÃ¤chlich in den NebenstraÃŸen. So gab es z.B. Bereiche, in denen in erster Linie DrogenabhÃ¤ngige anschafften oder andererseits Transvestiten am Johannisborn auf Freier warteten. Ich orientierte mich sofort an den normalen Frauenstrich - da gehÃ¶rte ich schlieÃŸlich auch hin! </p>
<p>An einem Samstag im September 1996, es war der 14., begann ich meine Arbeit am StraÃŸenstrich. Kaum war ich zwischen dem Parkplatz an der LeuthardstraÃŸe und den Parkreihen am Burgwall, kurz vor der BornstraÃŸe angelangt, bremste auch schon ein Auto:<br />
Ich stieg sofort ein. Die Ã¼blichen Preise an der StraÃŸe waren mir bekannt, woher, vermag ich gar nicht mehr zu sagen; jedenfalls nahm ich mir vor fÃ¼r franzÃ¶sischen Sex, sprich blasen, im Auto, 70 Mark zu nehmen. Theoretisch konnte ein Freier auch mit mir nach Hause fahren - also nach Hagen - dann wÃ¼rde ich 150 DM verlangen, stellte ich mir vor (spÃ¤ter, als ich in Dortmund wohnte und Anfahrtsweg kurz wurde, nahm ich 100). Jetzt aber, vor der Disko, kam fÃ¼r mich lediglich eine â€žmÃ¼ndlicheâ€œ Befriedigung in Frage. </p>
<p>Der Vorgang klappte reibungslos, wir fuhren auf einen Parkplatz den der Freier kannte und ich besorgte ihm das, was er brauchte. Besonders nobel fand ich, dass er mir noch zehn DM drauflegte: â€žDa, kauf Dir ein paar Zigarettenâ€œ. Mich Ã¼berraschte die Freundlichkeit, stellte auch spÃ¤ter immer wieder fest, dass die allermeisten MÃ¤nner hÃ¶flich und umgÃ¤nglich waren. Es gab ein paar SpezialfÃ¤lle, die aber mehr durch endlose Verhandlungen oder nachgeschobene Forderungen auf - und missfielen, - aber ein wirkliches Problem bekam ich mit einem Mann nie!</p>
<p>Eine neue schÃ¶ne Situation stellte sich ein. Ich brauchte z.B. samstags kaum Geld einstecken (nur fÃ¼r den Notfall), sondern verdiente mir was ich brauchte fÃ¼r den Abend, schnell und prompt, in dem ich etwas nett zu einem Mann war, und dadurch mit mehr Geld als ich einsteckte, wieder nach Hause zurÃ¼ck kam. </p>
<p>Der Strich war wirklich eine gute GeldbeschaffungsmÃ¶glichkeit; dies sahen wohl ein paar sehr junge MÃ¤dchen so, die seltener vorbeikamen, aber dann, um sich ein bisschen Geld fÃ¼r Klamotten zu verdienen. Es war sehr rÃ¼hrend anzusehen, wie zwei besonders junge Kids,  untereinander auf sich aufpassten. Auch bei den anderen Frauen war das manchmal der Fall, aber hier herschte im Wesentlichen Konkurrenzverhalten. Manche hatten Begleiter, die stÃ¤ndig in der NÃ¤he im Auto warteten und fÃ¼r den Notfall zur Hilfe kommen konnten. Das einzige was in dieser Beziehung passierte aber war, dass ich dummes Ei mich in einen Streit einer Kollegin mit einem potenziellen Freier herein mischte, weil er sie schlug und er mich spÃ¤ter bei der Polizei bezichtigt ihn(!) geschlagen zu haben. Das war natÃ¼rlich Quatsch - schlimmer war, dass die Polizei meinen Ausweis kontrollierte und dabei die Manipulation bemerkte. Ich hatte nÃ¤mlich mit einem schwarzen dÃ¼nnen Filzstift aus der 5 in der Rubrik â€žAlterâ€œ, eine 6 gemacht, das Geburtsjahr demnach von 1957 in 1967 geÃ¤ndert. Dies brachte mir eine Anzeige wegen UrkundenfÃ¤lschung ein und nur schwer konnte ich mich damit rausreden, dies mÃ¼sse wohl ein Fleck Dreck in meinem Ausweis gewesen sein. Weil die Polizisten Kontrolleure, ohne das Objekt VORHER zu fotografieren, die Stelle mit ihrem Finger â€žreinigtenâ€œ, so kam ich, die Verbrecherin, noch einmal ungeschoren davon.</p>
<p>Von Anfang an stÃ¶rte am meisten die stÃ¤ndig drohende Anwesenheit der Polizei. Sie konnten jeden Moment auftauchen und alle von der StraÃŸe weg fangen, denn der gesamte Strich lag im Sperrbezirk - kein Wunder: Die ganze Innenstadt war als Sperrbezirk ausgewiesen. Zwei MÃ¤dchen und ich, versuchten uns immer gegenseitig zu warnen, wenn wir irgendetwas VerdÃ¤chtiges entdeckten. Wir standen meist am Ring, vor dem Sidi-Klub. Das war zwar eine Schwulendisko, aber zur Not konnte man da schnell hinein und sich dem Blick der Polizei entziehen. Das war aber erst vom Abend an mÃ¶glich und die Betreiber schmissen uns dann auch schon mal hinaus. Vor allem eines der beiden MÃ¤dchen - beide waren 20 Jahre alt - bekam immer schnell mit, wenn sich eine mit einem zivilen Fahrzeug getarnte Streife nÃ¤herte, denn sie kannte alle Kennzeichen der Wagen, die oft ihre wahre Herkunft durch das Nummernschild verschleierten. </p>
<p>Alle Einsatzwagen aber gehÃ¶rten zur Abteilung der Dortmunder Sittenpolizei. Diese leitete die Personalien der Festgenommenen an das Ordnungsamt weiter und das stellte dann Mahnbescheide Ã¼ber 300 DM aus. Beim zweiten Mal drohte eine Verhandlung und eine Haftstrafe. Der Ton der Polizei war stets rÃ¼de. Manchmal, wenn sie ganz offen aufscheuchen wollten, kamen sie mit ihrem groÃŸen grÃ¼nen Wagen, stellten das Megaphon an und schrieen dann: ,,Frau Sowieso, wir kommen! Wir nehmen Sie jetzt mit!â€œ Kindisch, aber mit einem sehr ernsten Hintergrund. Einer Kollegin wurde offen gedroht, man nÃ¤hme ihre drei Kinder weg, wenn sie noch mal erwischt wÃ¼rde. Dass bestimmte Frauen also Angst entwickelten, war klar.</p>
<p>Aber was war die Alternative zum StraÃŸenstrich? Ich hatte auch im Herbst 1996 zwei Tage in einem Klub am Barbarossaplatz in KÃ¶ln ausgeholfen. R. rief mich an und ich sagte zu. Zwei Tage zuvor hatten dort noch vier Polinnen gearbeitet, die aber mitsamt eines Teils der Einrichtung abgehauen waren. Von heute auf morgen belegten den selben Arbeitsplatz also drei transsexuelle Frauen;<br />
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Mit R. aber informierte ich mich am KÃ¶lner Eigelstein in einem Bordellhaus mit einzelnen Zimmervermietungen, Ã¼ber die dort herrschenden ArbeitsmÃ¶glichkeiten. Wir sprachen mit einer Hure Ã¼ber die Konditionen. Ihr Macker kam dazu hinter dem Vorhang zum kleinen Nebenraum hervor, in dem er sich sonst wÃ¤hrend der Arbeit seiner Frau aufhielt. Im vierten Stockwerk lagen die RÃ¤umlichkeiten. Ein groÃŸes Zimmer mit einem Bad, alles in allem nicht schlecht, aber: Pro Person hÃ¤tten wir pro Tag 120 DM zahlen mÃ¼ssen, dazu kamen noch Kosten fÃ¼r PrÃ¤servative und Hygieneartikel, die nur beim Hausservice gekauft werden durften. </p>
<p>Von der Laufkundschaft allein konnte man voraussichtlich nicht leben, so hÃ¤tten noch Anzeigen geschaltet werden mÃ¼ssen. Pro Woche lagen die Kosten fÃ¼r das Zimmer bei etwa 1700 Mark. Geht man von einer fÃ¼nf Tage Woche aus (blieb das Zimmer leer, reduzierte sich der Preis auf die HÃ¤lfte), so mussten immerhin pro Person allein fÃ¼r das Zimmer etwa 700 DM aufgebracht werden. Dies bedeutete bei einem Einstiegspreis von 50 DM, dass knapp 15 MÃ¤nner als Kunden â€žgemachtâ€œ werden mussten, ehe jede in die schwarzen Zahlen kam. Dabei waren die Zusatzkosten noch nicht berÃ¼cksichtigt. Bei einer FÃ¼nf-Tage-Woche waren das also drei Freier pro Tag (noch einen, wenn Anzeigen dazukÃ¤men) mindestens noch mal so viele mussten es also sein, damit es sich lohnte. Dies aber hÃ¤tte Stress bedeutet. Stressig sollte die Angelegenheit aber doch nicht werden!</p>
<p>An der StraÃŸe konnte ich zwei oder dreimal in der Woche - wenn ich Lust hatte - zwei oder drei Freier â€žmachenâ€œ, ohne vorher zu investieren, ohne mich zu Verausgaben. Nein, der SpaÃŸ wÃ¤re damit wieder vorbei gewesen. R. und ich schÃ¤tzten das sehr Ã¤hnlich ein. Ich schlug ihr stattdessen vor nach Dortmund mitzukommen und es dort am StraÃŸenstrich zu probieren.</p>
<p>Bislang konnte ich von GlÃ¼ck sagen, dass ich noch nicht von der Polizei erwischt wurde; einmal waren sie hinter mir her gerannt und ich konnte mich in ein Haus retten, in dem sich in der zweiten Etage ein Gym-Studio befand. An jenem Tag trug ich meine gut eingetragenen Stiefel und so waren meine Chancen, den HÃ¤schern zu entkommen, hÃ¶her. So war ich denn flink genug auf den Beinen, um mich bis in der zweiten Stock zu retten, in dem sich der Erfrischungsbereich des Studios befand. Mit einer halben Etage Vorsprung erreichte ich das schÃ¼tzende Studio - der Einsatz des Polizisten war beendet.</p>
<p>An guten Tagen sprach die Polizei Platzverweise aus, an manchen schlug sie sofort zu - dies konnte man nie wissen. Die Freier fuhren mit ihren Autos immer im Kreis herum, ein kurzes StÃ¼ck Ã¼ber den Burgwall, dann in den Johannisborn, an der HunnentrÃ¤nke vorbei, an der KappellenstraÃŸe die Bahngleise unterquerend und dann durch die MÃ¼hlenstraÃŸe wieder zurÃ¼ck auf die BornstraÃŸe. Sie hielten dann an, man ging zum Auto hin oder setze sich hinein, um Verhandlungen Ã¼ber den Preis und die Leistung zu fÃ¼hren.<br />
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Ohne Alkohol stand ich das nicht durch - ich erwÃ¤hnte es schon. Auf der Fahrt nach Dortmund fÃ¼llte ich mir immer soviel Wodka-Lemon in meine Cola-Flasche, sodass es etwa vier Doppelten entsprach. Zwischen zwei Freiern trank ich dann schnell noch ein Bier in einer der LokalitÃ¤ten in der Innenstadt. Es war eine uneingeschrÃ¤nkt schÃ¶ne Zeit und lediglich die einsetzende KÃ¤lte machte mir etwas zu schaffen. Beinahe jeder Tag brachte irgendwelche Neuigkeiten, lustige Begebenheiten oder auch menschlich interessante Erfahrungen. </p>
<p>RÃ¼hrend war es beinahe, wenn manche MÃ¤nner mich zu sich nach Hause nahmen und ich als kleines StÃ¼ckchen GlÃ¼ck, in den Dortmunder Wohnungen mit Soldatenbildern, Familienfotos an der Wand und Borussia Devotionalen im Schrank, ein bisschen lieb zu ihnen sein durfte. Das war auch fÃ¼r mich sehr schÃ¶n. Es war dann die andere Seite der rauhen Arbeiter, der Ex-Bergleute oder Kraftfahrer zu erleben, die meist schon zufrieden waren, wenn man ihren Schwanz schÃ¶n und engagiert blies. </p>
<p>Einer der der Ã¤lteren Freier war noch im zweiten Weltkrieg gewesen, er zeigte mir seine Schussverletzungen, - wann konnte man so was noch leibhaftig erleben? Interessant war auch ein ehemaliger Steiger, der Ã¼ber drei Eier verfÃ¼gte! Er meinte, dies kÃ¤me hÃ¤ufiger vor - hmm; ich hatte so etwas noch nicht gesehen, aber mich stÃ¶rte es nicht. Ãœber BÃ¤uche musste man genauso hinwegsehen, wie Ã¼ber bestimmte GerÃ¼che, drei Eier waren dagegen wirklich eine Kleinigkeit. Normalerweise verwendete ich nie Kondome, da ich den Geruch des Gummis Ã¼berhaupt nicht mag und zudem die HÃ¤nde danach stinken - nur wenn ein Freier nicht ganz sauber war, dann griff ich zu diesen Dingern. Den normalen Schwanzgeruch stattdessen, empfand ich nie negativ - im Gegenteil! </p>
<p>Problematisch konnte es aber auch aus einer anderen Richtung werden. So besaÃŸ einer meiner Stammfreier einen derart groÃŸen Schwanz, dass ich ihn kaum zwischen meine ZÃ¤hne bekam. Unvorstellbar!!! Der hatte im unerigierten Zustand den Umfang eines Unterarmes; wuchs aber auch nicht groÃŸartig, wenn man ihn bearbeitete. Mit diesem Mann konnte man auch ganz nett plaudern, wie mit so vielen, die an der StraÃŸe auftauchten. Ein groÃŸer Vorteil zu den Bordellen oder Klubs, wo manche halt gegen Mitternacht vÃ¶llig angesÃ¤uselt auftauchen, war auch der, dass es sich im Grunde niemand erlauben konnte, dort betrunken herum zu fahren. Zu groÃŸ war die Gefahr in eine Polizeikontrolle zu geraten.</p>
<p>Einige Freier vielen durch ihre Neigung zur Feilscherei auf. In seltenen FÃ¤llen ging ich bis 60 Mark herunter, aber wenn mir der Mann Ã¼berhaupt nicht gefiel, dann sagte ich nur â€žTut mir leidâ€œ und stieg wieder aus. Auch bei einem Behinderten ohne Beine, machte ich dies, weil ich es dabei einfach nicht konnte. Wenn mir aber manche zu nervend handelten, dann sagte ich auch: â€žKuck, da hinten stehen die DrogenabhÃ¤ngigen, die machen es schon fÃ¼r 30 Mark. Geh doch dahin.â€œ Nee, ich versuchte immer einen gewissen Preisstandard zu halten. Rechne ich alle â€žEinsÃ¤tzeâ€œ zusammen (auch spÃ¤ter jene, als ich in Dortmund wohnte), so komme ich auf einen Schnitt von 96 DM, also 50 Euro. Damit bin ich nach wie vor zufrieden. </p>
<p>Die missliebige Frage war immer: â€žWohin fahren wir?â€œ Manche Freier kannten selbst gute PlÃ¤tze, die aber auch oft mit einer lÃ¤ngeren Fahrt verbunden waren. Zur Not aber brachte ich immer die ParkplÃ¤tze des Westfalenstadions ins Spiel. Je nach der Verkehrdichte - auf den StraÃŸen der Innenstadt, meine ich - war dies ein Weg zwischen sieben Minuten und einer guten Viertelstunde. Und es war sicher dort, denn es fiel nicht auf, wenn irgendwo auf den groÃŸen ParkplÃ¤tzen ein Wagen mit einem PÃ¤rchen stand. Nur einmal tauchte hier die Polizei auf und dies zog eine etwas kuriose Szene nach sich. Gerade als ich den Freier franzÃ¶sisch befriedigte, mein Kopf also in seinem SchoÃŸ lag (wÃ¤hrend er, oben, durch die Scheibe seines PKW sah), rief er plÃ¶tzlich: â€žPolizei!â€œ Ich unterbrach meine Arbeit, sah auf und zog mir schnell mein HÃ¶schen und den Rock wieder hoch, denn das hatte ich als FummelmÃ¶glichkeit heruntergelassen und da ich dort nicht anders aussah als normale Frauen, war damit auch immer der Ã¼berzeugendste Beweis meiner Weiblichkeit gegeben. </p>
<p>Ich weiÃŸ bis heute nicht, wie gutaussehende Transvestiten die Ungewissheit aushalten, ob etwas bemerkt wird oder nicht und vor allem, wie oft muss es zu Problemen kommen, da ich aus Erfahrung weiÃŸ, wie gerne MÃ¤nner nun mal den Genitalbereich einer Frau bearbeiten wollen. Egal. Die Polizei fuhr in dieser Szene einmal auf und ab<br />
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Ich mochte es nicht, wenn FickplÃ¤tze nachher total verschmutzt aussahen. Das passierte schnell, weil viele Huren Kondome und TÃ¼cher einfach aus dem Auto werfen und dann mit dem Mann abdÃ¼sten. Um dies zu vermeiden, stellte ich mir immer ein PÃ¤ckchen her, bestehend aus einem Kondom und einigen PapiertaschentÃ¼cher; diese Utensilien steckte ich dann einen kleinen durchsichtige FrischhaltetÃ¼te, faltete es zusammen und so wanderte es in meine Tasche. Wenn ich den Inhalt gebrauchte, steckte ich die schmutzigen TÃ¼cher und das Kondom in die TÃ¼te und warf alles zusammen bei der nÃ¤chsten Gelegenheit in einen MÃ¼lleimer. </p>
<p>Besonders schÃ¶n war die Arbeit immer auf einem Parkplatz nahe des HoeschgelÃ¤ndes. Dort kam man der groÃŸen blauen, stÃ¤ndig brennenden Flamme des Hochofens recht nahe. Dies sah immer wundervoll aus und jedes Mal geriet ich in eine melancholische Stimmung dabei, versuchte jedoch den Einfluss auf die Arbeit gering zu halten. Schade: Jetzt ist der Hochofen fÃ¼r immer verloschen, seine Einzelteile wurden im Sommer 2002 zerlegt und in China wieder aufgebaut. Hoffen wir, dass sich auch chinesische Prostituierte an jenem schÃ¶nen Schauspiel wÃ¤hrend ihrer Arbeit erfreuen kÃ¶nnen.</p>
<p>Was Freier in Wahrheit wollen, ist manchmal schwer auszumachen. Es gibt welche, die endlos verhandeln und man hat bei ihnen den Eindruck, dies reicht ihnen schon aus um Befriedigung zu finden. Dies geht allerdings zu unseren Lasten, es ist zunÃ¤chst reine Zeitverschwendung. </p>
<p>Dennoch sollte man auch mit derartigen MÃ¤nnern nach MÃ¶glichkeit hÃ¶flich umgehen. Dasselbe gilt fÃ¼r jene, die immer nur im Kreis fahren und gucken, dabei sich mÃ¶glicherweise einen runter holen. Dummer lÃ¤uft es dann, wenn die Gefahr der Ausnutzung besteht. So geschehen bei einem, den ich beinahe Stammfreier nennen wÃ¼rde, der aber plÃ¶tzlich nur noch von seinem Schreibtisch in der Dortmunder Stadtverwaltung anrief, ellenlange GesprÃ¤che mit mir fÃ¼hrte, aber zu keinem konkreten Treffen Zeit hatte. Er onanierte wÃ¤hrend des GesprÃ¤ches - das merkte ich. Drei Mal machte ich die Sache mit, dann lehnte ich weitere GesprÃ¤che ab. Es ist halt ein Problem, dass der Mann meist nach einem halben Dutzend Mal Sex mit einer Frau, eine andere will. Das ist so. Ausnahmen sind selten. </p>
<p>Ansonsten sei noch mal klar gesagt: Im Normalfall kann man nicht um seinen Lohn betrogen werden, denn es wird selbstverstÃ¤ndlich grundsÃ¤tzlich vorher kassiert. Mir passierte es nur einmal bei einem Stammfreier, der mit den Worten: â€žIch habe mein Geld vergessenâ€œ, seinen Dienst erhielt, weil ich ihm vertraute. Aber er wollte wohl bei seinem einkalkuliert letzten Besuch, ohne Bezahlung davon kommen. Doch ich hatte seine Telefonnummer, wusste wo er arbeitete - nach der Drohung, ich wÃ¼rde ihn in der Firma besuchen, brachte er mir meine ausstehenden 100 DM.</p>
<p>Es gab auch echte Highlights. So wurde ich einmal von einem Mehrfachfreier als Begleitung zum GeschÃ¤ftsessen engagiert in einem schÃ¶nen Restaurant mit Blick auf den Hengsteysee, nahe der Ruhr. Ich fuhr direkt von der Arbeit im Freilichtmuseum zu seiner Arbeitstelle in Hagen-Haspe, nicht weit entfernt von dem Erziehungsheim, in dem ich vier Jahre arbeitete und wo er als Abteilungsleiter arbeitete. Gemeinsam fuhren wir von dort zum Restaurant. Es war ein bisschen langweilig, weil ich von all den Dingen die dort geredet wurden, nicht viel verstand und manchmal musste ich mÃ¼hselig die Klippen umschiffen, denn offiziell war ich doch eine Angestellte des Betriebes und konnte bisweilen nur sehr allgemein Ã¼ber â€žmeine Arbeitâ€œ dort Auskunft geben. </p>
<p>Eine andere Begleitung hatte einen ganz und gar anderen Charakter. So wurde ich im November fÃ¼r einen halben Abend als fehlendes Teil eines Paares engagiert, damit der Kunde einen Kino-PÃ¤rchen - Klub besuchen konnte. Er bezahlte Eintritt, wir nahmen im Foyer noch einen Drink und gingen hinein, in diesen â€žetwas anderenâ€œ Kinoraum. Hier flimmerten ausschlieÃŸlich Pornos Ã¼ber die Leinwand, die anwesenden Personen lagen mehr oder weniger kreuz und quer durch und Ã¼bereinander. Die AtmosphÃ¤re war gemÃ¤ÃŸigt ansteckend und obwohl ich dafÃ¼r eigentlich nicht bezahlt wurde, blies ich auch dem einen oder anderen Mann - zusÃ¤tzlich meinem Freier selbstverstÃ¤ndlich - den Schwanz. Ich wollte mich auch nicht wie eine Mimose verhalten, denn er hatte ja schlieÃŸlich dafÃ¼r bezahlt eine nette und mitmachende Partnerin an seiner Seite zu haben. Da geschah leider auch etwas vÃ¶llig Unerwartendes: Frauen griffen nach mir!!! Zwei Frauen fassten mir an die Brust und versuchten mich in irgendwelche Spielchen hinein zu ziehen. Igitt! Nun wurde es mir dann doch zuviel - ich machte mich hÃ¶flichst aus dem Staub und trollte mich endgÃ¼ltig in das Foyer zurÃ¼ck. Das Ganze war natÃ¼rlich nicht so sehr mein Ding - aber 300 Mark fÃ¼r so eine Abwegigkeit, waren auch nicht zu verachten.</p>
<p>GrundsÃ¤tzlich war es kein Ã¼bles Angebot, das mir ein Freier erÃ¶ffnete - 400 DM fÃ¼r eine Nacht. Ich sagte zu. Die Fahrt ging tief ins Sauerland, nach Bigge-Olsberg. Dort gehÃ¶rte ihm ein Haus, dass recht interessant ausgestattet war und in dem sich in fast jedem Zimmer ein Bildschirm befand. Der Hausherr sah sich halt gerne Ã¼berall Pornos an. Nun dachte ich, eine Nacht kÃ¶nne nach einer guten Stunde beendet sein, wenn sie einmal abspritzen, dann kommen MÃ¤nner meist zu Ruhe. So war es zunÃ¤chst auch. Unangenehm allerdings, dass er glaubte, mich von Zeit zu Zeit wecken zu dÃ¼rfen, wenn ihm danach war. Ich war am Morgen ziemlich genervt. AuÃŸerdem erÃ¶ffnete er mir - entgegen unserer Absprache - er kÃ¶nne mich nicht nach Hause fahren. Immerhin gab er mir noch das Geld fÃ¼r die Bahnfahrkarte und fuhr mich zum Bahnhof. Hier stand ich nun um 6.30 Uhr in der FrÃ¼h, mitten im Sauerland, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und dies alles mit einem kurzen Rock (wenngleich - gottlob - mit Stiefeln und Jacke bekleidet). Alle SchÃ¼ler und Jungarbeiter, die in Hagen oder Dortmund lernten, waren an diesem Morgen unterwegs und fuhren mit dem Zug ins Ruhrgebiet. Ich fand mich zwar katastrophal aussehend, Ã¼bernÃ¤chtigt und schlecht gelaunt, aber irgendwann gegen 9.00 Uhr, kam ich ohne Probleme wieder in Hagen an.</p>
<p>Die Freier wandten auch viele Tricks an, um unbemerkt von ihren Partnern zum StraÃŸenstrich zu kommen. Manche blieben einfach dem obligatorischen Abendtraining fern, manche dehnten Einkaufsfahrten aus und andere logen sich die ZeitlÃ¼cke gekonnt zurecht. Genau das warf man dem CDU-Landtagsabgeordneten und PrÃ¤sident des Basketballvereins SSV Hagen D. vor, der von der Polizei am Strich Mitte der 8oer Jahre aufgegriffen wurde. Sechzehn Jahre alt war das MÃ¤dchen, welches in seinem Auto saÃŸ, als die Polizei kam. Er habe es trÃ¶sten wollen, sagte er der Polizei; sie habe geweint, als sie sich zu ihm ins Auto setzte; nein, sonst wÃ¤re nichts gewesen, er habe nur auf seine Frau gewartet, die in der Innenstadt Besorgungen mache. Die Wellen schlugen in der Presse hoch. Der Dortmunder CDU-Bundestagsabgeordnete eilte seinem Parteifreund zu Hilfe, - Norbert BlÃ¼m, zu dieser Zeit zudem Bundesarbeitsminister! Ergebnis: Die Polizei musste sich fÃ¼r ihr Vorgehen entschuldigen, der Abgeordnete war rehabilitiert.</p>
<p>Er habe die Polizei rufen mÃ¼ssen, teilte ein Mann seiner Frau per Autotelefon mit. Irgendjemand habe ihn fotografiert und er bestehe auf das â€žRecht am Bildâ€œ. Daraufhin habe man ihm gesagt, er mÃ¼sse zum PolizeiprÃ¤sidium fahren, um den Vorfall dort zu melden, es wÃ¼rde also noch etwas dauernd. Diese Geschichte erzÃ¤hlte ein Freier wÃ¤hrenddessen wir bereits unterwegs zu seinem Haus in einem Dortmunder Randbezirk waren. Seine Frau harrte in der Stadt aus - er rief sie noch mal an, als wir sein Haus erreichten. Nach dem Sex fuhr er mich schnellstens wieder zum Strich und anschlieÃŸend holte er seine wartende Frau ab. So machten sie es.</p>
<p>Dies waren aber auch solche Momente, in denen gewisse moralische Bedenken aufkamen. Meine Existenz wurde zum vielfachen Grund fÃ¼r Ehebruch. Aber gab es nicht andere GrÃ¼nde fÃ¼r den Weg der MÃ¤nner zu mir und zu meinen Kolleginnen? Musste nicht schon sehr viel passiert (oder auch nicht passiert sein), damit es dazu kam? Ja, ich kann die Verzweifelung von Frauen bis zu einem gewissen Grad verstehen, die sich dadurch betrogen und gedemÃ¼tigt fÃ¼hlen. Zum einen bricht in diesem Moment die mÃ¶glicherweise mÃ¼hsam aufrechterhaltenen Idylle zusammen, zum anderen, geraten eventuell alle moralischen Kategorien durcheinander - eine schwierige Situation, die nicht nur mit falschen, â€žspieÃŸbÃ¼rgerlichenâ€œ Vorstellungen zusammen hÃ¤ngt, sondern auch Ausdruck einer tiefen Irritation und einer schweren EnttÃ¤uschung ist, die wohl auch oft als persÃ¶nliche Niederlage empfunden wird. </p>
<p>Es gibt aber zur Prostitution keine Alternative. WÃ¤re sie verboten, wÃ¼rden zudem viel mehr Ehen auseinander gehen, weil â€ždas Neueâ€œ oder â€ždas Andereâ€œ nur mit einem brachialen Schritt der Trennung verbunden wÃ¤re. Viele MÃ¤nner suchen aber nur die Abwechselung und sind dann wieder die alten, familienorientierten EhemÃ¤nner. Nein, man sollte das alles - so schwer es auch fÃ¤llt - nicht ganz so hoch hÃ¤ngen. Selbst wenn der Seitensprung gelebt wird, heiÃŸt das Ã¼berhaupt nicht, diese MÃ¤nner wÃ¼rden ihre Frauen nicht lieben. Dies anzunehmen, wÃ¤re ein groÃŸer Irrtum. </p>
<p>Die langjÃ¤hrige gewachsene Zuneigung wird nicht durch ein Abenteuer oder auch zwei, drei ausradiert - sie bleibt bestehen. Es ist lediglich der natÃ¼rliche Trieb der MÃ¤nner, ab und zu auszubrechen und die FÃ¤higkeit zur Populationsvermehrung zu beweisen. Das ist psychologisch eindeutig bewiesen. VerstÃ¤ndnis ist hier angesagt. Abstrafung wÃ¤re die falsche, mehr Zuneigung, die richtige TeillÃ¶sung dieses Problems.</p>
<p>Spannend ging es im Herbst 1996 am Strich zu, weil man eine Kollegin ermordete. Sie war noch am Abend an der Tankstelle an der BornstraÃŸe gesehen worden - ganz in der NÃ¤he der U-Bahn-Haltestelle BrÃ¼gmannplatz. Von dort aus war sie nach Essen gefahren um in der NÃ¤he des Hauptbahnhofes anzuschaffen. Sie wurde einige Tage spÃ¤ter im Rheinland tot aufgefunden.</p>
<p>Die Presse berichtete groÃŸ und am StraÃŸenstrich waren wir doch etwas nervÃ¶s geworden, wurde es doch wieder einmal plÃ¶tzlich klar, wie gefÃ¤hrlich der Job werden konnte. Nun passten wir genauer auf, wer in welches Auto stieg und einmal in dieser Zeit bekam ich es wirklich mit der Angst zu tun. Ich war mit einem Freier weit in lÃ¤ndliches Gebiet gefahren, um am Rand eines Feldes den Wagen abzustellen und dort Sex zu praktizieren. PlÃ¶tzlich bemerkten wir einen Schatten in der NÃ¤he des Autos. Sofort unterbrachen wir den SpaÃŸ und versuchten in der einbrechenden Dunkelheit etwas zu erkennen. Da fuhr auch schon ein etwa 50 Meter entfernt abgestellter PKW zÃ¼gig davon - es war wohl ein Spanner, der uns vom Strich aus nachgefahren war und beim Sex zugeschaut hatte. Ich war also etwas verunsichert. </p>
<p>Die Polizei verhielt sich in dieser Phase ausnahmsweise einmal so, wie es normale Menschen tun und befragte jede Einzelne von uns, ob wir irgendein verdÃ¤chtiges Verhalten von Freiern bemerkt hatten, ob wir die Tote kannten und was wir Ã¼ber sie sagen konnten. Ich hatte sie nur ein Mal flÃ¼chtig gesehen, konnte also zur gesamten Thematik nichts sagen. Weil der TÃ¤ter zunÃ¤chst nicht gefasst wurde, blieb eine latente Unsicherheit bei uns bestehen. Erst zwei Jahre spÃ¤ter wurde er gefasst und ging als â€žRhein-Ruhr-Ripperâ€œ in die Kriminalgeschichte ein. Insgesamt verÃ¼bte er vier Morde. Den Prostituierten schob er wÃ¤hrend des Geschlechts-verkehrs ein Messer in den RÃ¼cken - dies brachte den Kick, den er brauchte. Wie soll man sich nur vor so einem â€žMenschenâ€œ schÃ¼tzen?</p>
<p>Ablenkung aber brachten auch die kleinen, nicht ganz alltÃ¤glichen WÃ¼nsche der MÃ¤nner. 10 DM bekam ich z.B. extra, weil ich meinen Hintern aus dem Fenster des fahrenden Autos hielt, wÃ¤hrend wir Ã¼ber die BornstraÃŸe dÃ¼sten. Der Typ fand das sehr geil und ich ziemlich lustig. SpaÃŸig war auch der junge Mann, der gar keinen Sex wollte; er habe nur eine Bitte, - zu gern mÃ¶chte er doch meine FÃ¼ÃŸe fotografieren. Nun, fÃ¼r einen Sonderpreis, 50 Mark, konnte er gerne ein paar Aufnahmen machen, dies war schnell verdientes Geld. Bei dem Wunsch eines anderen nach Sadomaso-Praktiken jedoch, musste ich kapitulieren. Ich sagte dem jungen Mann, er solle dann doch lieber ein Studio aufsuchen, nach dem ich ihm drei Mal den GÃ¼rtel widerwillig Ã¼ber den OberkÃ¶rper gezogen hatte. Ich bin in diesem Punkt blockiert.</p>
<p>Manchmal nimmt sich ein Mann halt auch das was er will, z.B. verpasste mir<br />
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Ich war glÃ¼cklich. Er hatte dies so krÃ¤ftig, Ã¼berzeugend und zielstrebig gemacht, dass ich vollsten Respekt dafÃ¼r empfand. Es war ein  Italiener.<br />
XXX</p>
<p>Noch ziemlich am Anfang meiner StraÃŸenstrich Zeit, stieg ich eines Tages in der NÃ¤he der Transvestiten aus einem Auto aus. Ein paar Mal war ich schon an ihnen vorbei gefahren. Sie waren teilweise groÃŸ, sehr groÃŸ, unglaublich stark geschminkt, oftmals grotesk angezogen und stammten allesamt aus Marokko. Ich dachte immer noch trotz einer gewissen Skepsis, es gÃ¤be bestimmte BerÃ¼hrungspunkte zwischen uns und ging freundlich auf die erste zu: â€žHallo, ich heiÃŸe Tanja.â€œ<br />
â€žWas willst Du hier? Hau ab!â€œ<br />
â€žHÃ¤? Was soll das, ich wollte nur mal â€žHalloâ€œ sagen, weil ich auch hier arbeite, da oben stehe ich immer.â€œ Ich zeigte auf die nÃ¤chste StraÃŸenkreuzung.<br />
â€žDu arbeitest nicht mehr lange hier.â€œ â€žSuleikaâ€œ hieÃŸ sie, wie ich spÃ¤ter erfahren sollte. Bei Sonja Zietlow hatte â€žsieâ€œ mal einen Auftritt als Bruder, der seiner Schwester ab und zu mal Klamotten klaut. Dort wirkte â€žsieâ€œ sehr belustigend - hier, auf der StraÃŸe jedoch brutal. â€žSuleikaâ€œ stieÃŸ mich weg.<br />
Im selben Moment kam ein anderes, geradezu furienhaftes Wesen auf mich zu, stieÃŸ mich krÃ¤ftig in die Seite und schrie:<br />
â€žMach, dass Du hier wegkommst, sonst knallts.â€œ Es war Aiche, die hier fast jeden Abend stand. Sie trieb mich buchstÃ¤blich vor sich her, ballte die FÃ¤uste und spannte die mÃ¤nnlichen Muskeln an. Ich hatte an diesem Tag hohe, glatte Schuhe an, kam kaum vom Fleck und war fast paralysiert angesichts dieses Ã¼berraschenden Angriffs. Aiche kam mir immer nÃ¤her und zeterte dabei lauthals. Ich rettete mich in die Schwulendisco an der Ecke, dem Sidiklub. Hier rief ich nach der Polizei. Aiche kam hinter mir her und nur einer der GÃ¤ste stellte sich zwischen uns. </p>
<p>Von den meisten Schwulen wurde ich(!) beschimpft, weil ich nach der Polizei rief.  Seitdem versuchte mich der Idiot, der mit dem Besitzer liiert war, jedes Mal aus dem Laden zu werfen, wenn ich mal kurz ein GetrÃ¤nk zu mir nehmen wollte. Ein ganz und gar uneinsichtiger Dummkopf, der aber mit den marokkanischen Transen sympathisierte - er war selbst ein Transvestit und vermutlich auch ein bisschen neidisch auf meinen Zustand. In erster Linie aber war ein einfach ein groÃŸes Arschloch. </p>
<p>An meinem nÃ¤chsten Arbeitstag ging ich trotzdem auf Aiche zu: â€žKann ich mal mit Dir reden?â€œ â€žJaâ€œ, Aiche hatte sich abgeregt. Sie erklÃ¤rte, mit allen die neu hier auftauchten und arbeiten wollten, wÃ¼rde sie so umzugehen. Die Deutschen fÃ¤nde sie sowieso total beschissen aussehend, aber von ihr aus, kÃ¶nne ICH ruhig bleiben! Das war natÃ¼rlich ein Kompliment, ich hatte mich durchgesetzt. Doch ich erklÃ¤rte ihr, dass wir uns ohnehin nie in die Quere kÃ¤men, weil ich HIER nie stehen wÃ¼rde. Sie war es zufrieden. Klar, sie versuchte mit den anderen ihren Teil des StraÃŸenstrichs zu verteidigen und dennoch war ihr Einstand fÃ¼r mich vÃ¶llig indiskutabel. Ich erkannte auch, dass sie durchaus einen transsexuellen Charakter hatte, das heiÃŸt, sie war deutlich auf dem Weg dazu, stÃ¤ndig in der Frauenrolle zu leben. Auch â€žSuleikaâ€œ begann im Jahr nach dem â€žSonjaâ€œ- Auftritt Hormone zu nehmen. Sie war nur ein MitlÃ¤ufer und weil Aiche mir gegenÃ¼ber nun friedlich gestimmt war, war sie es auch. Wir sprachen Ã¼ber meinen Status und Aiche war sehr neugierig, wie so etwas nach einer OP ausschaut. Ich ging mit ihr auf die Toilette im Don-Klub, setzte mich mit dem Hintern auf den Toilettendeckel in â€žUntersuchungstuhlstellungâ€œ und lieÃŸ den Slip herunter. Aiche fand es hÃ¼bsch. Sie selbst war erst 19 und stand am Anfang des Prozesses, hatte null Busen, dafÃ¼r aber alles, was einen Mann sonst noch so ausmacht. Aber Ende des Jahres tat sie den ersten Schritt und lieÃŸ sich einen groÃŸen Busen implantieren. Nun konnte sie sich oben herum schon etwas natÃ¼rlicher geben. </p>
<p>Manchmal lief ich in den NebenstraÃŸen des Strichs herum, kam einmal auch in die NÃ¤he des Pornokinos an der SteinstraÃŸe und wurde von der StraÃŸe weg, fÃ¼r Sex im Pornokino eingekauft; nichtdie Leinwand, fÃ¼r die Anwesenden schien der real zu erlebende Sex tatsÃ¤chlicher interessanter zu sein - wen wundertÂ´s? Denn wÃ¤hrend ich in der dritten Reihe sitzend dem Mann einen blies, schaute ich mit einem Auge kurz hoch und traute demselben nicht: Alle MÃ¤nner blickten zu uns her und guckten zu - die meisten mit der Hand in der Hose! Dies empfand ich als eine ganz angenehme Situation. Der Tag hatte sich wieder mal gelohnt! Ich stellte fest, dass ich so ein glÃ¼ckliches Leben in Dortmund fÃ¼hren konnte und konkretisierte meinen Plan, in dem ich mich wÃ¤hrend der kalten Jahresendphase, in der ich nicht arbeitete, um eine Wohnung in der Stadt bemÃ¼hte. Ja, es war klar: Meine Zukunft lag in Dortmund! Und wie&#8230;</p>
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		<title>Von: Daniela N.</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18014</link>
		<dc:creator>Daniela N.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 10:58:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18014</guid>
		<description>Im Prinzip meinte auch ich das nur halb ironisch. Immerhin ist es besser einer TS eine IntegrationsmÃ¶glichkeit in diesem wichtigen Beruf zu bieten, als gar keine, wie das langlÃ¤ufig der Fall ist und sowohl die echten und auch pseudo-TS bis zur Rente auf der Tasche des Steuerzahlers liegen.
Allerdings ist mit dem Terminus "Transsexuell" im Rotlicht-Milieu sehr oft ein kÃ¶rperliches Zwischenwesen gemeint, mit deren Hilfe verklemmte schwule MÃ¤nner sich befriedigen und sich dann einreden, sie hÃ¤tten es ja mit einer Frau getrieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Prinzip meinte auch ich das nur halb ironisch. Immerhin ist es besser einer TS eine IntegrationsmÃ¶glichkeit in diesem wichtigen Beruf zu bieten, als gar keine, wie das langlÃ¤ufig der Fall ist und sowohl die echten und auch pseudo-TS bis zur Rente auf der Tasche des Steuerzahlers liegen.<br />
Allerdings ist mit dem Terminus &#8220;Transsexuell&#8221; im Rotlicht-Milieu sehr oft ein kÃ¶rperliches Zwischenwesen gemeint, mit deren Hilfe verklemmte schwule MÃ¤nner sich befriedigen und sich dann einreden, sie hÃ¤tten es ja mit einer Frau getrieben.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18013</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 10:37:01 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18013</guid>
		<description>Ganz ohne Ironie: Es ist wichtig, dass sie den Job machen kann, den sie ausÃ¼ben mÃ¶chte und sich selbst - nebenbei - dadurch unterhÃ¤lt. Zwar kenne ich ihren Status nicht genau, bin aber bei solchen "MÃ¤dchen von der Sex-Front" immer gern bereit, sie ohne weiteren Augenschein als wirkliche TS zu akzeptieren (jedenfalls viel viel eher als die mÃ¤nnerhassenden &lt;a href="http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/19/65.html"&gt;Straps-Papse&lt;/a&gt;, der Rest unter &lt;a href="http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/29/202.html"&gt;Fragen Sie Frau Krienen&lt;/a&gt;)

Auch erscheint mir "Didi" wirklich TS zu sein und er ist sogar sympathisch. Etwas anderes ist allerdings, was er mit dieser Geschichte macht und wie das aufgearbeitet wird (keine Ahnung, inwiefern er dafÃ¼r Verantwortung trÃ¤gt). Ich weiÃŸ aber aus eigener Erfahrung, das die Medien oft ziemlichen Unfug aus durchaus sachlichen Informationen basteln. Sie starren auf TS und sind in Wirklichkeit fÃ¼r die richtige EinschÃ¤tzung blind. Sollte "Didi" tatsÃ¤chlich Murks erzÃ¤hlt haben, kriegt er er dicken Minuspunkt von mir, ansonsten: Viel GlÃ¼ck! (wobei ein ungerechtes Element hier wieder zutage tritt, warum halt TS oft nicht konkurrenzfÃ¤hig im "neuen Geschlecht" sind: Die Stimme hat ganz andere MÃ¶glichkeiten, als sie normale Jungs haben, - und das ist unfair).

GrÃ¼ÃŸe, TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ohne Ironie: Es ist wichtig, dass sie den Job machen kann, den sie ausÃ¼ben mÃ¶chte und sich selbst - nebenbei - dadurch unterhÃ¤lt. Zwar kenne ich ihren Status nicht genau, bin aber bei solchen &#8220;MÃ¤dchen von der Sex-Front&#8221; immer gern bereit, sie ohne weiteren Augenschein als wirkliche TS zu akzeptieren (jedenfalls viel viel eher als die mÃ¤nnerhassenden <a href="http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/19/65.html">Straps-Papse</a>, der Rest unter <a href="http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/29/202.html">Fragen Sie Frau Krienen</a>)</p>
<p>Auch erscheint mir &#8220;Didi&#8221; wirklich TS zu sein und er ist sogar sympathisch. Etwas anderes ist allerdings, was er mit dieser Geschichte macht und wie das aufgearbeitet wird (keine Ahnung, inwiefern er dafÃ¼r Verantwortung trÃ¤gt). Ich weiÃŸ aber aus eigener Erfahrung, das die Medien oft ziemlichen Unfug aus durchaus sachlichen Informationen basteln. Sie starren auf TS und sind in Wirklichkeit fÃ¼r die richtige EinschÃ¤tzung blind. Sollte &#8220;Didi&#8221; tatsÃ¤chlich Murks erzÃ¤hlt haben, kriegt er er dicken Minuspunkt von mir, ansonsten: Viel GlÃ¼ck! (wobei ein ungerechtes Element hier wieder zutage tritt, warum halt TS oft nicht konkurrenzfÃ¤hig im &#8220;neuen Geschlecht&#8221; sind: Die Stimme hat ganz andere MÃ¶glichkeiten, als sie normale Jungs haben, - und das ist unfair).</p>
<p>GrÃ¼ÃŸe, TK</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniela N.</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18012</link>
		<dc:creator>Daniela N.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 10:27:24 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/01/24/430.html#comment-18012</guid>
		<description>Herzlichen GlÃ¼ckwunsch,

endlich hat ein Deutscher Politiker mal ein Instrument gefunden, schwer vermittelbare Randgruppen, sogenannte "Betreuungskunden" der Agentur fÃ¼r Arbeit und der ARGE'n, dauerhaft und sinnvoll zu integrierten. Fehlt eigentlich nur noch das daraus ein offiziellen Programm mit ESF-FÃ¶rderung wird. Analog zur bisherigen Namensgebung solcher Programme wÃ¼rde ich dafÃ¼r "Trans-Plus" vorschlagen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlichen GlÃ¼ckwunsch,</p>
<p>endlich hat ein Deutscher Politiker mal ein Instrument gefunden, schwer vermittelbare Randgruppen, sogenannte &#8220;Betreuungskunden&#8221; der Agentur fÃ¼r Arbeit und der ARGE&#8217;n, dauerhaft und sinnvoll zu integrierten. Fehlt eigentlich nur noch das daraus ein offiziellen Programm mit ESF-FÃ¶rderung wird. Analog zur bisherigen Namensgebung solcher Programme wÃ¼rde ich dafÃ¼r &#8220;Trans-Plus&#8221; vorschlagen.</p>
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